BasisBibel (BB)
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Der Gottesdienst im ersten Bund

91Nun gibt es auch im ersten Bund9,1 erster Bund: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat; vgl. 2. Mose/Exodus 19–24. Damit verbunden sind Anweisungen zum Bau des Heiligtums für Gott und Anweisungen zum Dienst der Priester, vgl. 2. Mose/Exodus 25–40 und 3. Mose/Levitikus.Vorschriften für den Gottesdienstund das Heiligtum hier auf der Erde.2Es wurde ein Zelt9,2 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem. eingerichtet.Im vorderen Teil befinden sich der Leuchter9,2 Leuchter: Siebenarmiger Ständer, auf dem Öllampen abgestellt werden. Er stand im Heiligtum.und der Tisch mit den Schaubroten9,2 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt..Diesen Teil nennt man das »Heiligtum«.3Hinter einem zweiten Vorhang liegt der Teil des Zeltes,den man das »Allerheiligste9,3 Allerheiligstes: Ort der Gegenwart Gottes im Innersten des Heiligtums.« nennt.4Dort befinden sich der goldene Räucheraltar9,4 Räucheraltar: Spezieller kleiner Altar, auf dem Räucheropfer verbrannt wurden.und die Bundeslade9,4 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt.,die ringsum mit Gold überzogen ist.Sie enthält das goldene Gefäß,in dem das Manna9,4 Manna: Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. aufbewahrt wird.Außerdem liegen in ihr der Stab Aarons9,4 Stab Aarons: Vom Stab Aarons, der zu blühen beginnt, erzählt 4. Mose/Numeri 17,16-28.,der wieder Blätter bekommen hat,und die Tafeln mit den Geboten9,4 Tafeln mit den Geboten: Meint die Steintafeln mit den Zehn Geboten, die Mose von Gott erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 34,27-28. Sie stehen sinnbildlich für alle Gebote, die Gott seinem Volk gegeben hat..5Über der Bundeslade befinden sich die Kerubim9,5 Kerubim: Himmlische Wesen mit einem menschlichen Gesicht, Flügeln und einem Löwenkörper. Ihre Abbilder im Heiligtum tragen den Thron Gottes.als Zeichen für die Gegenwart der Herrlichkeit9,5 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes.Sie breiten ihre Flügel ausüber dem Ort der Versöhnung9,5 Ort der Versöhnung: Der griechische Ausdruck bezeichnet ursprünglich die Deckplatte der Bundeslade, die im Allerheiligsten des Tempels stand. Beim Gottesdienst am Versöhnungstag wurde das Blut eines Opfertieres auf die Deckplatte gesprengt. Mit dieser religiösen Handlung wurden Sünde und Schuld aufgehoben und die Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt, vgl. 3. Mose/Levitikus 16,11-17..Aber davon soll jetzt nicht im Einzelnen die Rede sein.

6So ist also das Zelt der Begegnung9,6 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem. eingerichtet.Den vorderen Teil des Zeltes betreten die Priester9,6 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes.,um dort jeden Tag ihren Dienst zu tun.7Den hinteren Teil dagegenbetritt allein der Hohepriester9,7 Hohepriester: Er leitete am großen Versöhnungstag im Tempel in Jerusalem den Gottesdienst, in dem die Sünden beseitigt werden, die trennend zwischen Gott und den Menschen stehen. Indem Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist, übernimmt er diese Rolle.und nur ein einziges Mal im Jahr.Er betritt ihn nicht ohne das Blut, das er darbringt9,7 das Blut, das er darbringt: Teil der religiösen Handlung, die zum großen Versöhnungstag gehört; vgl. 3. Mose/Levitikus 16,11-28.für sich selbst und für die Sünden9,7 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.,die das Volk unwissentlich auf sich geladen hat.8Damit macht der Heilige Geist9,8 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. deutlich:Der Weg zum himmlischen Heiligtumsteht noch nicht offen.Das gilt, solange der vordere Teil des Zeltesbestehen bleibt.9Das ist ein Sinnbild für die gegenwärtige Zeit:Es werden zwar Gaben und Opfer9,9 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. dargebracht.Aber die können das Gewissen desjenigen,der Gott damit dient, nicht vollständig rein9,9 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. machen.10Es geht dabei nur um Speisen und Getränkeund verschiedene Waschungen.Das sind lauter weltliche Vorschriften.Sie gelten bis zu der Zeit,wenn die himmlische Ordnung in Kraft tritt.

Der Gottesdienst im neuen Bund

11Christus9,11 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. aber ist als Hohepriester9,11 Hohepriester: Er leitete am großen Versöhnungstag im Tempel in Jerusalem den Gottesdienst, in dem die Sünden beseitigt werden, die trennend zwischen Gott und den Menschen stehen. Indem Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist, übernimmt er diese Rolle. gekommenund hat uns gebracht, was uns wirklich rettet9,11 was uns wirklich rettet: Wörtlich »die wirklichen Heilsgüter«. Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus Christus die Menschen mit Gott versöhnt und ihnen die Vergebung ihrer Sünden gebracht..Sein Weg führte ihndurch ein anderes Zelt der Begegnung9,11 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem. hindurch,das größer und vollkommener ist.Denn es ist nicht von Menschenhand gemacht,gehört also nicht zu dieser Schöpfung.12Christus brachte nicht das Blut von Ziegenböcken9,12 Blut von Ziegenböcken: Ziegenböcke gehören zu den Tieren, die am großen Versöhnungstag als Opfer dargebracht wurden; vgl. 3. Mose/Levitikus 16,15-17.und Kälbern als Opfer dar, sondern sein eigenes Blut9,12 sein eigenes Blut: Aus Liebe zu den Menschen ist Jesus Christus am Kreuz gestorben. Sein Tod bringt den Menschen Versöhnung mit Gott und erinnert so an die Opfer im Tempel, durch die Menschen die Versöhnung mit Gott suchen..So ist er ein für alle Mal in das Heiligtum eingetretenund hat die ewige Erlösung erwirkt.

13Wenn Menschen unrein9,13 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. geworden sind, genügt es,sie mit Blut von Böcken oder Stieren zu besprengen –oder mit der in Wasser aufgelösten Asche einer Kuh9,13 Asche einer Kuh: In 4. Mose/Numeri 19 finden sich Anweisungen für die Herstellung eines Wassers mit der Asche einer roten Kuh. Es reinigt Menschen und Dinge von Unreinheit, sodass sie in Gottes Nähe kommen können..So wird ihr Leib wieder rein9,13 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten., und sie sind heilig9,13 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen..14Wie viel mehr bewirkt dann das Blut von Christus9,14 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.!Geführt vom ewigen Geist Gottes9,14 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.,hat er sich selbst als makelloses Opferfür Gott dargebracht.So reinigt sein Blut unser Gewissenvon den Werken, die zum Tod führen9,14 Werke, die zum Tod führen: Meint ein Leben, das nicht dem Willen Gottes entspricht..Dann sind wir dafür bereit,dem lebendigen Gott zu dienen.

Der neue Bund wird wirksam durch den Tod und das Blut von Jesus

15Deshalb ist Jesus9,15 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. auchder Vermittler eines neuen Bundes9,15 neuer Bund: Besteht darin, dass Christus den Menschen die endgültige Vergebung der Sünden gebracht und ihnen so den Zugang zu Gott eröffnet hat..Sein Tod hat die Erlösung von den Übertretungenaus der Zeit des ersten Bundes9,15 erster Bund: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat; vgl. 2. Mose/Exodus 19–24. bewirkt.Dadurch können alle, die berufen sind,das versprochene ewige Erbe9,15 Erbe: Ursprünglich der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Im Neuen Testament bedeutet es ein Leben im Reich Gottes, in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. erhalten.

16Soll ein Testament9,16 Testament: Das griechische Wort bedeutet sowohl »Testament« als auch »Bund«. in Kraft treten,muss der Tod dessen nachgewiesen werden,der es aufgesetzt hat.17Denn ein Testament wird erst nach dem Tod wirksam.Solange der lebt, der es verfasst hat,hat es keine Bedeutung.

18Deshalb wurde auch der erste Bund9,18 erster Bund: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat; vgl. 2. Mose/Exodus 19–24.nicht ohne Blut in Kraft gesetzt:19Zunächst verkündete9,19 verkündete: 2. Mose/Exodus 24,3-8 erzählt, dass Mose dem Volk mitteilt, welche Handlungen den Bundesschluss am Berg Sinai abschließen sollen. Mose9,19 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. dem ganzen Volk alle Gebote,wie sie im Gesetz festgelegt sind.Dann nahm er das Blut von Kälbern und Ziegenböckenund vermischte es mit Wasser.Er gab karmesinrote Wolle und Ysop9,19 Ysop: 70 cm hoher Strauch mit kleinen runden, grau behaarten Blättern. dazu.Damit besprengte er sowohl das Buch des Bundes9,19 Buch des Bundes: Davon ist in 2. Mose/Exodus 24,7 die Rede. Ursprünglich sind damit vermutlich die Zehn Gebote in 2. Mose/Exodus 20,1-17 gemeint. Heute wird die Bezeichnung auf die Gesetzessammlung in 2. Mose/Exodus 20,22–23,33 bezogen.als auch das ganze Volk.20Dabei sagte er9,20 sagte er: Zitat aus 2. Mose/Exodus 24,8.: »Mit diesem Blut wird der Bund besiegelt,den Gott mit euch geschlossen hat.«21Ebenso besprengte Mose das Zelt der Begegnung9,21 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem.und alle Geräte für den Gottesdienst mit Blut.22Nach dem Gesetz wird fast alles mit Blut gereinigt9,22 Reinigung, sich reinigen: Religiöse Handlung, mit der Menschen und Dinge dafür vorbereitet werden, in der Nähe Gottes zu sein..Und ohne Ausgießen von Blut gibt es keine Vergebung.

Christus ist das einmalige und endgültige Opfer

23Die Nachbildungen9,23 Nachbildungen: Das Heiligtum auf der Erde wird als Abbild des Heiligtums im Himmel verstanden, das Gottes Wohnsitz ist. dessen, was im Himmel9,23 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist,müssen also durch das Blut von Tieren gereinigt9,23 Reinigung, sich reinigen: Religiöse Handlung, mit der Menschen und Dinge dafür vorbereitet werden, in der Nähe Gottes zu sein. werden.Aber für die himmlischen Gegebenheitensind bessere Opfer9,23 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. nötig.

24Christus9,24 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. ging ja nichtin ein von Menschenhand errichtetes Abbilddes himmlischen Heiligtums.Er ging vielmehr in den Himmel9,24 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. selbst,um dort vor Gott für uns einzutreten.25Er ist auch nicht hineingegangen,um sich selbst immer wieder als Opfer9,25 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. darzubringen –so wie es der Hohepriester9,25 Hohepriester: Er leitete am großen Versöhnungstag im Tempel in Jerusalem den Gottesdienst, in dem die Sünden beseitigt werden, die trennend zwischen Gott und den Menschen stehen. Indem Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist, übernimmt er diese Rolle. macht,wenn er jedes Jahr mit fremdem Blut9,25 fremdes Blut: Meint das Blut der Opfertiere.in das Heiligtum hineingeht.26Sonst hätte Christus seit der Erschaffung der Weltimmer wieder leiden müssen.Nein, jetzt, am Ende der Zeiten,ist er ein einziges Mal erschienen.Und durch sein Opfer9,26 sein Opfer: Aus Liebe zu den Menschen ist Jesus Christus am Kreuz gestorben. Sein Tod bringt den Menschen Versöhnung mit Gott und erinnert so an die Opfer im Tempel, durch die Menschen die Versöhnung mit Gott suchen. hat er die Sünde9,26 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. aufgehoben.

27Bei den Menschen ist es ja ähnlich:Sie müssen nur einmal sterbenund kommen dann vor das Gericht9,27 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..28Genauso wurde auch Christus9,28 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.nur einmal als Opfer dargebracht,um die Sünden der vielen wegzunehmen.Wenn er das zweite Mal erscheint,geht es nicht noch einmal um die Sünde9,28 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann..Das geschieht vielmehr,um alle zu retten, die auf ihn warten.
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Die Sünden sind endgültig vergeben

101Das Gesetz10,1 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. lässt nur einen Schattendessen erkennen, was uns rettet,nicht die eigentliche Gestalt der Dinge.Deshalb kann es die Menschen, die vor Gott treten,niemals vollendet10,1 vollenden: Bedeutet, dass den Menschen die Sünden vergeben sind und der Zugang zu Gott eröffnet ist. machen –auch dann nicht, wenn sie Jahr für Jahrdie immer gleichen Opfer10,1 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. darbringen.2Hätte man sonst nicht schon längst aufgehört,Opfer darzubringen?Dann wären doch diejenigen, die Gott so dienen,ein für alle Mal rein10,2 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. geworden.Und ihr Gewissen wäre nicht mehrvon Sünden10,2 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. belastet.3Aber durch diese Opfer wird Jahr für Jahran die Sünden erinnert.4Denn es ist unmöglich, Sünden wegzunehmendurch das Blut von Stieren und Ziegenböcken.5Deshalb sagt Jesus10,5 sagt Jesus: Jesus werden Worte aus der griechischen Übersetzung von Psalm 40,7-9 in den Mund gelegt.,als er in diese Welt kommt:»Opfer und Gaben wolltest du nicht.Aber du hast mir einen Leib gegeben.6An Brandopfern10,6 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. und Sündopfern10,6 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. hattest du keine Freude.7Da sagte ich:›Sieh doch! Ich komme, um zu tun, was du, Gott, willst.So steht es in der Schriftrolle10,7 Schriftrolle: Vorläufer des Buchs. Sie besteht aus aneinandergenähten Lederstücken, auf die der Text in Spalten nebeneinandergeschrieben wurde. über mich.‹«8Zuerst sagt er also: »Opfer und Gaben,Brandopfer und Sündopfer wolltest du nicht.An ihnen hattest du keine Freude.«Dabei werden diese Opfer dochdem Gesetz entsprechend dargebracht.9Dann sagte er noch:»Sieh doch! Ich komme, um zu tun, was du willst.«So hebt Jesus Christus das Erste10,9 das Erste: Meint den Bund, den Gott mit seinem Volk am Berg Sinai geschlossen hat; vgl. 2. Mose/Exodus 19–24. auf,um das Zweite10,9 das Zweite: Meint den neuen Bund, den Gott durch Jesus Christus mit den Menschen schließt. Er besteht darin, dass Jesus Christus den Menschen die endgültige Vergebung der Sünden gebracht und ihnen so den Zugang zu Gott eröffnet hat. in Kraft zu setzen.10Durch die Erfüllung von Gottes Willensind wir ein für alle Mal heilig10,10 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. gemacht worden –dadurch, dass Jesus Christus10,10 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. seinen Leibals Opfergabe10,10 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. dargebracht hat.

11Jeder Priester10,11 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. steht Tag für Tag daund verrichtet seinen Dienst.Er bringt immer wieder die gleichen Opfer10,11 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. dar,die doch niemals die Sünden10,11 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. beseitigen können.12Jesus Christus10,12 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. dagegen hat ein einziges Opfer10,12 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab.für alle Sünden dargebracht.Danach hat er sich für immeran die rechte Seite10,12 rechte Seite: Die rechte Seite ist der Ehrenplatz. Gottes gesetzt.13Seitdem wartet er, bis seine Feinde unterworfen sindund zum Schemel10,13 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für seine Füße gemacht werden.14Er hat nur dieses einzige Opfer dargebracht.Aber dadurch hat er alle, die heilig10,14 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. werden sollen,für immer zur Vollendung10,14 Vollendung: Meint die Vergebung der Sünden, die durch Jesus Christus geschieht und den Menschen den Zugang zu Gott eröffnet. geführt.15Dafür ist auch der Heilige Geist10,15 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. unser Zeuge.Nachdem er gesagt hat10,15 gesagt hat: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jeremia 31,33-34.:16»›Das ist der Bund10,16 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten.,den ich nach diesen Tagen mit ihnen schließen werde‹,spricht der Herr10,16 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht.:›Ich werde mein Gesetz10,16 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. in ihre Herzen10,16 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. legenund sie in ihren Sinn schreiben.‹«17Und weiter: »An ihre Schuld10,17 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. und ihre Gesetzlosigkeitwerde ich nicht mehr denken.«18Wenn die Sünden vergeben sind,ist kein Sündopfer10,18 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. mehr nötig.

Die Bewährung im Glauben

Hebräer 10,19–13,25

Festhalten an der Hoffnung

19Brüder und Schwestern10,19 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.!Durch das Blut10,19 Blut: Aus Liebe zu den Menschen ist Jesus Christus am Kreuz gestorben. Sein Tod bringt den Menschen Versöhnung mit Gott und erinnert so an die Opfer im Tempel, durch die Menschen die Versöhnung mit Gott suchen., das Jesus10,19 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. als Opfer dargebracht hat,haben wir freien Zugang zum Heiligtum.20Er hat uns einen neuen Weg eröffnet,der zum Leben führt.Dieser Weg führt durch den Vorhang10,20 Vorhang: Trennt im Tempel das Allerheiligste als Ort der Gegenwart Gottes vom Rest des Tempels ab. Es durfte nur einmal im Jahr vom Hohepriester betreten werden. hindurch –und zwar dadurch, dass er Mensch geworden ist.21So haben wir einen Hohepriester10,21 Hohepriester: Er leitete am großen Versöhnungstag im Tempel in Jerusalem den Gottesdienst, in dem die Sünden beseitigt werden, die trennend zwischen Gott und den Menschen stehen. Indem Jesus Christus am Kreuz für die Sünden der Menschen gestorben ist, übernimmt er diese Rolle.,der über das Haus Gottes10,21 Haus Gottes: In Hebräer 3,6 ist das Haus Gottes die Gemeinde, über der Christus als Hohepriester steht. gestellt ist.

22Wir wollen also vor Gott tretenmit aufrichtigem Herzen10,22 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens.und voller Glaubensgewissheit.Denn unsere Herzen sind besprengt worden10,22 sind besprengt worden: Das Besprengen des Altars mit Blut gehört zu den Handlungen, die der Hohepriester am großen Versöhnungstag vollzieht, um das Volk von der Sünde zu befreien, die trennend zwischen Volk und Gott steht; vgl. 3. Mose/Levitikus 16,11-28.mit dem Blut von Jesus.So wurde unser Gewissen rein von der Schuld10,22 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.,die es belastet.Und unser Leib wurde in reinem Wasser gebadet10,22 in reinem Wasser gebadet: Bild für die Taufe, die zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde steht..23Wir wollen unbeirrt an der Hoffnung festhalten,zu der wir uns bekennen10,23 Bekenntnis: Jemand spricht öffentlich aus, dass er an Jesus Christus glaubt. So wissen alle, dass diese Person ihr Leben in den Dienst von Christus stellt..Denn Gott, auf dessen Versprechen sie beruht, ist treu.24Und wir wollen uns umeinander kümmernund uns gegenseitig zur Liebeund zu guten Taten anspornen.25Auch sollen wir unsere Gemeindeversammlungennicht verlassen,wie es manchen zur Gewohnheit geworden ist.Vielmehr sollen wir uns gegenseitig Mut machen.Und das umso mehr, als ihr doch seht,dass der Tag10,25 der Tag: Meint den Tag des Gerichts, an dem Christus wiederkommt und im Namen Gottes als Richter ein Urteil über die Welt fällt. nahe ist.

Nicht erneut Schuld auf sich laden

26Wir haben die Erkenntnis der Wahrheit10,26 Wahrheit: Meint die Versöhnung mit Gott, die den Menschen durch Tod und Auferstehung von Jesus Christus geschenkt ist. schon empfangen.Wenn wir jetzt vorsätzlich neue Schuld10,26 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. auf uns laden,dann ist für diese Schuld kein Opfer mehr möglich.27Dann gibt es nur nochein furchtbares Warten auf das Gericht10,27 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht.:das lodernde Feuer,das die Gegner Gottes verzehren wird.

28Schon wenn jemand das Gesetz des Mose10,28 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. missachtet,muss er ohne Erbarmen sterben –auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin.29Was meint ihr:Wie viel härter wird die Strafe sein,die verdient, wer den Sohn Gottes10,29 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. mit Füßen tritt?Oder wer das Blut des Bundes10,29 Blut des Bundes: Durch seinen Tod am Kreuz begründet Jesus Christus einen Bund zwischen Gott und den Menschen, der den Menschen die endgültige Vergebung der Sünden bringt und den Zugang zu Gott eröffnet. verachtet,durch das er heilig10,29 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. wurde –und dadurch den Geist Gottes10,29 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. beleidigt,dem er die Gnade10,29 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. verdankt?30Wir kennen doch den, der gesagt hat10,30 gesagt hat: Das Zitat stammt aus der griechischen Übersetzung von 5. Mose/Deuteronomium 32,35-36.:»Die Rache ist meine Sache,ich werde Vergeltung üben!«Und weiter:»Der Herr10,30 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. wird über sein Volk Gericht10,30 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. halten.«31Ja, es ist schrecklich,dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen!

Erinnerung an die Anfangszeit

32Erinnert euch an die früheren Tage,als ihr vom Licht erfüllt10,32 vom Licht erfüllt: Meint die Bekehrung zum Glauben an Jesus Christus, durch den die Menschen aus der Dunkelheit der Gottesferne befreit werden. worden seid.Damals seid ihr in einem harten Leidenskampfstandhaft geblieben.33Die einen wurden öffentlich zur Schau gestellt,indem man sie beschimpft und misshandelt hat.Die anderen standen denen zur Seite,denen es so erging.34Ihr habt mit den Gefangenen gelitten.Und wenn man euch euren Besitz geraubt hat,habt ihr das mit Freude ertragen.Denn ihr wisst,dass ihr ein besseres und unverlierbares Vermögen habt.

35Werft also eure Zuversicht nicht weg!Sie wird reich belohnt werden.36Was ihr jetzt braucht, ist Geduld.Tut, was Gott will –dann werdet ihr erhalten, was er versprochen hat10,36 was er versprochen hat: Das Zitat setzt sich zusammen aus den griechischen Übersetzungen von Jesaja 26,20 und Habakuk 2,3-4.:37»Nur noch eine kurze, ganz kurze Zeit.Dann wird der auftreten, der kommen soll10,37 der kommen soll: Meint Jesus Christus. Wenn er am Ende der Zeit wiederkommt, hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an..Und er wird nicht auf sich warten lassen.38Aber mein Gerechter10,38 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt.wird aufgrund seines Glaubens10,38 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. das Leben erlangen.Wenn er sich jedoch von mir abwendet,habe ich keinen Gefallen an ihm.«39Wir gehören aber nicht zu denen,die zurückschrecken und damit in ihr Verderben rennen.Sondern wir gehören zu denen,die glauben und dadurch das ewige Leben10,39 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. gewinnen.
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Beispiele des Glaubens aus der Geschichte

111Der Glaube11,1 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. ist ein Festhalten an dem, worauf man hofft –ein Überzeugtsein von Dingen, die nicht sichtbar sind.2Aufgrund ihres Glaubenshat Gott den Alten das gute Zeugnis ausgestellt11,2 den Alten das gute Zeugnis ausgestellt: Gemeint sind die Vorfahren aus dem Volk Israel, an deren vorbildlichen Leben sich die Gemeinde ein Beispiel nehmen soll..3Aufgrund unseres Glaubens erkennen wir,dass die ganze Welt durch Gottes Wort geschaffen wurde.Das Sichtbare ist also aus dem hervorgegangen,was man nicht sieht.

4Aufgrund seines Glaubens11,4 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.brachte Abel11,4 Abel: Sohn von Adam und Eva, der von seinem Bruder Kain erschlagen wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 4,1-16. Gott ein besseres Opfer11,4 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. dar als Kain11,4 Kain: Sohn von Adam und Eva, der seinen Bruder Abel erschlug, vgl. 1. Mose/Genesis 4,1-16..Aufgrund seines Glaubens hat Gott ihmdas Zeugnis ausgestellt, gerecht11,4 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. zu sein.Er hat es bezeugt,indem er Abels Gaben angenommen hat.Und aufgrund seines Glaubensspricht Abel noch heute11,4 Abel spricht noch heute: 1. Mose/Genesis 4,10 erzählt, dass das Blut des getöteten Abel zu Gott schreit, um Gerechtigkeit zu erlangen. Das weist darauf hin, dass der Glaube die Kraft hat, den Tod zu überwinden.,obwohl er längst gestorben ist.

5Aufgrund seines Glaubens11,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.ist Henoch11,5 Henoch: Neben Elija die einzige Person im Alten Testament, die nicht stirbt; vgl. 1. Mose/Genesis 5,24. von der Erde weggenommen worden,sodass er nicht sterben musste.Niemand konnte ihn finden,weil Gott ihn weggenommen hatte.Bevor das geschah,hat Gott ihm schon das Zeugnis ausgestellt,dass er Gefallen an ihm gefunden hat.6Wer nicht glaubt, für den ist es unmöglich,dass Gott an ihm Gefallen findet.Denn wer zu Gott kommen will,muss glauben, dass es ihn gibt –und dass er die Menschen belohnt, die ihn suchen.

7Aufgrund seines Glaubens11,7 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.baute Noah11,7 Noah: Wurde von Gott vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet, vgl. 1. Mose/Genesis 6,5–9,29. eine Arche11,7 Arche: Bezeichnung für das kastenartige Schiff, in dem die Familie Noahs und die Tiere vor der Sintflut gerettet wurden; vgl. 1. Mose/Genesis 6,9–9,17.,um seine Familie zu retten.Gott hatte ihm ja eine Warnung zukommen lassenvor dem, was noch gar nicht zu sehen war11,7 was noch gar nicht zu sehen war: Noah glaubt den Worten Gottes, obwohl noch kein sichtbares Zeichen der Sintflut zu sehen ist..Und Noah gehorchte voller Ehrfurcht11,7 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. vor Gott.Durch seinen Glauben sprach Noahdas Urteil über die Welt.Und er wurde ein Erbe der Gerechtigkeit11,7 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes.,die aus dem Glauben kommt.

8Aufgrund seines Glaubens11,8 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.gehorchte Abraham11,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel und Vorfahre von Isaak und Jakob. Ihre Geschichte wird in 1. Mose/Genesis 12–50 erzählt., als Gott ihn rief.Er brach auf zu einem Ort,den er als Erbe bekommen sollte.Und er zog fort, ohne zu wissen,wohin er kommen würde.9Aufgrund seines Glaubenslebte er als Fremder in dem Land,das Gott ihm versprochen hatte11,9 das Gott ihm versprochen hatte: 1. Mose/Genesis 12,1-4 erzählt, dass Gott Abraham auffordert, seine Heimat zu verlassen und in ein fremdes Land zu ziehen.ein Land, das ihm fremd war.Er wohnte in Zelten mit Isaak11,9 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. und Jakob11,9 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14.,die Miterben derselben Verheißung waren.10Er wartete nämlich auf die Stadt,die auf festen Grundsteinen steht –die Stadt11,10 die Stadt: Meint das himmlische Jerusalem als Bild für die neue Welt, in der alle Bereiche des Lebens durch die Gegenwart Gottes grundlegend verwandelt sind., die Gott selbst geplant und gegründet hat.

11Aufgrund ihres Glaubens11,11 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.erhielt sogar Sara11,11 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak, vgl. 1. Mose/Genesis 12–23. die Kraft, Mutter zu werden –obwohl sie keine Kinder bekommen konnte.Denn sie war schon zu alt11,11 zu alt: 1. Mose/Genesis 17,15-22 erzählt, dass Gott Abraham ein Kind von seiner Frau Sara verheißt, obwohl Sara schon 90 Jahre alt ist. Von der Geburt des Sohnes erzählt 1. Mose/Genesis 21,1-8..Aber sie hielt den für treu,der ihr das versprochen hatte.12Deshalb stammen von einem einzigen Mannso viele Nachkommen ab –noch dazu von einem,der schon zeugungsunfähig war.Sie wurden so zahlreich wie die Sterne am Himmel –wie der Sand am Meeresstrand,den man nicht zählen kann.

13Sie alle sind im Glauben11,13 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. gestorben,ohne das empfangen zu haben,was Gott ihnen versprochen hatte.Aber sie haben es von ferne gesehenund willkommen geheißen.Und damit haben sie bekannt,auf der Erde nur Fremde und Gäste zu sein.14Wenn sie so etwas sagen,machen sie nämlich deutlich,dass sie eine Heimat suchen.15Und dabei haben sie sicher nichtan die Heimat gedacht,aus der sie einst fortgezogen waren.Denn sie hätten ja Zeit genug gehabt,dorthin zurückzukehren.16Nun streben sie aber nach einer besseren Heimat –nämlich nach der Heimat im Himmel.Deshalb schämt sich auch Gott nicht dafür,ihr Gott genannt zu werden.Denn er hat für sie die Stadt11,16 die Stadt: Meint das himmlische Jerusalem als Bild für die neue Welt, in der alle Bereiche des Lebens durch die Gegenwart Gottes grundlegend verwandelt sind. vorbereitet.

17Aufgrund seines Glaubens11,17 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.brachte Abraham11,17 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. Isaak11,17 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. als Opfer dar,als er auf die Probe gestellt11,17 auf die Probe gestellt: 1. Mose/Genesis 22 erzählt, dass Gott Abraham den Auftrag gibt, seinen Sohn Isaak als Opfer darzubringen. Für den Hebräerbrief gilt dieses Opfer als vollzogen. Dass 1. Mose/Genesis später wieder von Isaak erzählt, wird als Hinweis auf seine Auferstehung von den Toten gedeutet. wurde.Er hat also seinen einzigen Sohnals Opfer dargebracht!Dabei hat ihm Gott doch das Versprechen gegeben18und zu ihm gesagt11,18 gesagt: Zitat aus der griechischen Übersetzung von 1. Mose/Genesis 21,12.:»Die Nachkommen Isaakssollen als deine Nachkommen gelten.«19Abraham rechnete damit,dass Gott auch Tote auferwecken kann.Daher hat er Isaak als ein Zeichen dafürauch lebendig zurückbekommen.

20Aufgrund seines Glaubens11,20 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.gab Isaak11,20 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. Jakob und Esau seinen Segen11,20 Jakob und Esau seinen Segen: Von Isaaks Segen erzählt 1. Mose/Genesis 27,1-40.und zwar für etwas, das noch in der Zukunft lag.

21Aufgrund seines Glaubens11,21 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.gab Jakob11,21 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14., bevor er starb,jedem einzelnen von Josefs Söhnen11,21 Josefs Söhne: Von Jakobs Segen für seine Enkel Efraim und Manasse erzählt 1. Mose/Genesis 48.einen besonderen Segen11,21 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken..Über die Spitze seines Stabes11,21 Stab: Der Stab, den Jakob auf seinem Weg in das von Gott verheißene Land bei sich hatte. hinbeugte er sich betend vor Gott nieder.

22Aufgrund seines Glaubens11,22 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.dachte Josef vor seinem Todan den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten11,22 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit..Und er gab sogar Anweisungen11,22 Anweisungen: 1. Mose/Genesis 50,24-25 erzählt, dass Josef seine Brüder schwören lässt, seine Gebeine in Israel und nicht in Ägypten zu bestatten.,was mit seinen Gebeinen geschehen sollte.

23Aufgrund ihres Glaubens11,23 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.hielten die Eltern Mose11,23 Mose: 2. Mose/Exodus 1,15-22 erzählt, dass der Pharao den Befehl erteilt, alle männlichen Neugeborenen der Israeliten zu töten. nach seiner Geburtdrei Monate lang versteckt.Denn sie sahen, dass er ein schönes Kind war.Und sie fürchteten den Befehl des Pharao nicht.

24Aufgrund seines Glaubens11,24 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.lehnte Mose11,24 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. es als Erwachsener ab,»Sohn der Tochter Pharaos« genannt zu werden.25Er zog es vor,zusammen mit dem Volk Gottes11,25 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. misshandelt zu werden –anstatt für kurze Zeit das Leben am Hof zu genießenund damit Schuld auf sich zu laden11,25 Schuld auf sich laden: Als Mitglied der Familie des Pharao hätte Mose sich von Gott lossagen und die Götter Ägyptens anbeten müssen..26Mose setzte sich derselben Schande11,26 dieselbe Schande: Mose verließ die Königsfamilie, kehrte zu seinem Volk zurück und befreite es im Auftrag Gottes aus der Sklaverei in Ägypten. Ähnlich verließ Christus, der Sohn Gottes, den Himmel, um die Menschen von der Sünde zu befreien, die sie von Gott trennt. aus,die auch Christus11,26 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. auf sich nahm.Doch er hielt sie für einen größeren Reichtumals alle Schätze Ägyptens11,26 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste..Denn er hatte die künftige Belohnung im Blick.

27Aufgrund seines Glaubens11,27 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.verließ er Ägypten11,27 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste..Dabei fürchtete er den Zorn des Königs nicht.Denn er hielt standhaft aus,als könnte er Gott sehen, der doch unsichtbar ist.

28Aufgrund seines Glaubens11,28 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.feierte Mose das Passamahl11,28 Passamahl: Feierliche Mahlzeit, die fester Bestandteil des Passafests ist.und ließ die Türpfosten mit Blut besprengen.So konnte der Vollstrecker11,28 Vollstrecker: Vollzieht im Namen Gottes die Strafe an den Ägyptern, die das Volk Israel nicht ziehen lassen wollen; vgl. 2. Mose/Exodus 12,21-33.den erstgeborenen Kindern nichts anhaben.

29Aufgrund seines Glaubens11,29 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.zog das Volk durch das Rote Meer11,29 Rotes Meer: Meint das Schilfmeer. Beim Auszug aus Ägypten rettete Gott sein Volk dort vor den Ägyptern, vgl. 2. Mose/Exodus 13,17–15,21.wie über trockenes Land.Die Ägypter versuchten das auch und ertranken.

30Aufgrund des Glaubens11,30 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.stürzten die Mauern von Jericho11,30 Mauern von Jericho: Von der Eroberung der Stadt Jericho erzählt Josua 6. ein –nachdem das Volk Israel sieben Tage langum sie herumgezogen war.

31Aufgrund ihres Glaubens11,31 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.kam die Hure Rahab11,31 Rahab: Prostituierte, die den Israeliten bei der Eroberung Jerichos half; vgl. Josua 2. nicht zusammen mit denen um,die sich Gott widersetzten.Denn sie hatte die Kundschafterin Frieden bei sich aufgenommen.

32Was soll ich noch sagen?Mir fehlt die Zeit, auch noch von Gideon11,32 Gideon: Die Geschichte von Gideon wird in Richter 6–8 erzählt., Barak11,32 Barak: Die Geschichte von Barak wird in Richter 4–5 erzählt.,Simson11,32 Simson: Die Geschichte von Simson wird in Richter 13–16 erzählt., Jiftach11,32 Jiftach: Die Geschichte von Jiftach wird in Richter 10–12 erzählt., David11,32 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. oder Samuel11,32 Samuel: Prophet in Israel, der David auf Gottes Befehl hin heimlich zum König gesalbt hatte; vgl. 1. Samuel 16,1-13. zu erzählen –oder gar von den Propheten11,32 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.