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81Saulus8,1 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. aber war einverstanden

mit der Hinrichtung von Stephanus.

Die Gemeinde wird verfolgt

An diesem Tag begann für die Gemeinde in Jerusalem8,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.eine schwere Verfolgung.Mit Ausnahme der Apostel8,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. zerstreuten sich alleüber das Gebiet von Judäa8,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. und Samarien8,1 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an..2Einige fromme Männer bestatteten Stephanusund hielten eine große Totenklage8,2 Totenklage: Laute Klagerufe, mit denen die Trauer um einen Verstorbenen zum Ausdruck gebracht wurde. für ihn.3Aber Saulus8,3 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. wollte die Gemeinde vernichten.Er ließ die Häuser durchsuchen,Männer und Frauen abführen und ins Gefängnis werfen.

Die Gute Nachricht kommt nach Samarien und zu den Völkern

Apostelgeschichte 8,4–12,25

Die Gute Nachricht wird in Samarien verkündet

Apostelgeschichte 8,4-40

Philippus in Samarien

4Die nach der Flucht über das Land zerstreuten Glaubendenzogen umher und verkündeten die Gute Nachricht8,4 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..5Philippus8,5 Philippus: Apostelgeschichte 6,1-6 erzählt, dass Philippus zu den sieben Männern gehört, die berufen werden, die zwölf Apostel bei der Verkündigung der Guten Nachricht zu unterstützen. aber ging in die Hauptstadt Samariens8,5 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an.und verkündete ihren Bewohnerndie Botschaft von Christus8,5 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus..6Die Leute hörten Philippusmit ungeteilter Aufmerksamkeit zuund schenkten seinen Worten Beachtung.Sie konnten ja selbst die Wunder8,6 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. sehen, die er tat.7Denn viele wurden von den bösen Geistern8,7 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. befreit,von denen sie besessen waren.Mit lautem Geschrei verließen sie ihre Opfer.Und viele Gelähmte und Verkrüppelte wurden geheilt.8In der ganzen Stadt herrschte große Freude.

9Dort lebte aber auch schon längerein Mann namens Simon.Er betrieb Zauberei8,9 Zauberei: Praktiken und Methoden, um Ereignisse, Menschen oder Gegenstände auf übernatürliche Art und Weise zu beeinflussen.und verschaffte sich damit die Bewunderungder Einwohner von Samarien8,9 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an..Er nannte sich selbst »der Große«.10Alle, die einfachen Leute wie die Mächtigen,hörten ihm aufmerksam zu.Man sagte über ihn:»Er ist die ›Große Kraft‹8,10 Große Kraft: Bezeichnung für den Gott Israels, die von Simons Anhängern auf ihn übertragen wird. Gottes in Person.«11Dass sie ihm so aufmerksam zuhörten,hatte seinen Grund:Er hatte sie schon längere Zeit durch seine Zaubereiregelrecht um den Verstand gebracht.12Aber nun verkündete Philippusdie Gute Nachricht8,12 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. vom Reich Gottes8,12 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt..Er erzählte den Leuten von Jesus Christus8,12 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.und wie die Jünger in seinem Namen8,12 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. wirkten.Da kamen sie zum Glauben und ließen sich taufen8,12 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde.sowohl Männer als auch Frauen.13Auch Simon selbst kam zum Glauben.Nach seiner Taufe blieb er bei Philippus.Er sah die Zeichen und großen Wunder8,13 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.und geriet darüber außer sich vor Bewunderung.

Die Getauften empfangen den Heiligen Geist

14Die Apostel8,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. in Jerusalem8,14 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. erfuhren,dass die Menschen in Samarien8,14 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an.das Wort Gottes8,14 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. angenommen hatten.Da schickten sie Petrus8,14 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und Johannes dorthin.15Nach ihrer Ankunft beteten die beiden und baten Gott,den Getauften8,15 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde. den Heiligen Geist8,15 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. zu schenken.16Denn der war noch auf keinen von ihnen herabgekommen.Sie waren bisher nurim Namen8,16 im Namen: »Name« steht stellvertretend für den Herrschaftsbereich der Person, die den Namen trägt. Wer im Namen von Jesus Christus getauft wird, tritt in seinen Herrschaftsbereich und unterstellt sich seiner Fürsorge. von Jesus8,16 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., dem Herrn8,16 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., getauft.17Petrus und Johannes legten ihnen die Hände auf.Da empfingen sie den Heiligen Geist.

Der Zauberer Simon wird zurechtgewiesen

18Simon sah,dass die Menschen den Heiligen Geist8,18 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. empfingen,als die Apostel8,18 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. ihnen die Hände auflegten.Da bot er Petrus8,18 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und Johannes Geld an 19und sagte:»Verleiht doch auch mir diese Vollmacht.Jeder, dem ich die Hände auflege,soll den Heiligen Geist empfangen!«20Aber Petrus antwortete:»Zur Hölle mit dir und deinem Geld!Meinst du vielleicht,dass man die Gabe Gottes kaufen kann?21Du hast weder Anteil an unserer Vollmachtnoch ein Anrecht darauf.Denn im Grunde deines Herzensbist du nicht aufrichtig vor Gott.22Ändere dein Leben!Wende dich ab von deiner Bosheit und bete zum Herrn.Vielleicht vergibt er dir deine üblen Absichten!23Ich sehe ja: Du bist voller Neid,und das Unrecht hat dich fest im Griff.«24Simon antwortete: »Betet ihr für mich zum Herrn,dass nichts von dem eintrifft,was ihr mir angedroht habt!«

25Petrus8,25 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und Johannes legten weiter Zeugnis abfür den Herrn8,25 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.und verbreiteten seine Botschaft bei den Menschen.Dann kehrten sie nach Jerusalem8,25 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. zurück.Unterwegs verkündeten sie die Gute Nachricht8,25 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.in vielen Dörfern Samariens8,25 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an..

Philippus und der königliche Beamte aus Äthiopien

26Philippus8,26 Philippus: Apostelgeschichte 6,1-6 erzählt, dass Philippus zu den sieben Männern gehört, die berufen werden, die zwölf Apostel bei der Verkündigung der Guten Nachricht zu unterstützen. dagegen erhieltvom Engel8,26 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. des Herrn den Auftrag:»Steh auf! Geh nach Süden zu der Straße,die von Jerusalem8,26 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. nach Gaza führtund menschenleer ist.«27Philippus stand auf und ging zur Straße.Dort war ein Mann aus Äthiopien unterwegs.Er war Eunuch8,27 Eunuch: Durch einen Eingriff zeugungsunfähig gemachter Mann, oft ein hoher Hofbeamter. und ein hoher Beamter am Hof der Kandake8,27 Kandake: Titel der äthiopischen Königin.,der Königin von Äthiopien.Er verwaltete ihr Vermögenund war nach Jerusalem gekommen, um Gott anzubeten.28Jetzt war er auf der Rückreise.Er saß in seinem Wagenund las im Buch des Propheten Jesaja8,28 Buch des Propheten Jesaja: In Vers 32 folgt ein Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 53,7-8..

29Der Heilige Geist8,29 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. sagte zu Philippus:»Geh hin und bleib in der Nähe des Wagens!«30Philippus8,30 Philippus: Apostelgeschichte 6,1-6 erzählt, dass Philippus zu den sieben Männern gehört, die berufen werden, die zwölf Apostel bei der Verkündigung der Guten Nachricht zu unterstützen. lief hin und hörte,wie der Mann laut im Buch des Propheten Jesaja8,30 des Propheten Jesaja: In Vers 32 folgt ein Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 53,7-8. las.Philippus fragte:»Verstehst du eigentlich, was du da liest?«31Der Eunuch8,31 Eunuch: Durch einen Eingriff zeugungsunfähig gemachter Mann, oft ein hoher Hofbeamter. sagte:»Wie soll ich es verstehen, wenn mir niemand hilft?«Und er bat Philippus:»Steig ein und setz dich zu mir!«32An der Stelle, die er gerade las, stand:»Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtbank geführt.Wie ein Lamm stumm bleibt, wenn es geschoren wird,sagte er kein einziges Wort.33Er wurde zutiefst erniedrigt,doch das Urteil gegen ihn wurde aufgehoben.Wer wird seine Nachkommen zählen können?Denn sein Leben wurde von der Erde wegzum Himmel emporgehoben.«34Der Eunuch fragte Philippus:»Bitte sag mir, von wem spricht der Prophet hier –von sich selbst oder von einem anderen?«35Da ergriff Philippus die Gelegenheit:Ausgehend von dem Wort aus Jesaja8,35 ausgehend von dem Wort aus Jesaja: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12.,verkündete er ihm die Gute Nachricht8,35 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. von Jesus8,35 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..

36Als sie auf der Straße weiterfuhren,kamen sie an einer Wasserstelle vorbei.Der Eunuch8,36 Eunuch: Durch einen Eingriff zeugungsunfähig gemachter Mann, oft ein hoher Hofbeamter. sagte: »Dort ist eine Wasserstelle.Spricht etwas dagegen, dass ich getauft8,36 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde. werde?«37[...]8,37 [...]: Einige jüngere Handschriften fügen hinzu: »Philippus sagte: ›Wenn du von ganzem Herzen glaubst, kann es geschehen.‹ Der Eunuch antwortete: ›Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist.‹«38Er befahl, den Wagen anzuhalten.Beide, Philippus8,38 Philippus: Apostelgeschichte 6,1-6 erzählt, dass Philippus zu den sieben Männern gehört, die berufen werden, die zwölf Apostel bei der Verkündigung der Guten Nachricht zu unterstützen. und der Eunuch,stiegen ins Wasser,und Philippus taufte ihn.39Als sie aus dem Wasser herausstiegen,wurde Philippus vom Geist des Herrn8,39 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. fortgenommen.Der Eunuch sah ihn nicht mehr.Aber er setzte seinen Weg voller Freude fort.40Philippus fand sich in Aschdod wieder.Von dort zog er weiter bis nach Cäsarea8,40 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa..Unterwegs verkündete erin allen Städten die Gute Nachricht8,40 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..
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Die Berufung des Paulus und der Beginn seiner Verkündigung

Apostelgeschichte 9,1-30

Paulus (Saulus) begegnet Christus

91Saulus9,1 Saulus: Hebräischer Name des Paulus, der nach seiner Berufung in Damaskus zu einem Anhänger von Jesus wird. Apostelgeschichte 8,3 erzählt, dass er davor die Gemeinde verfolgte. verfolgte immer noch die Jünger9,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. des Herrn9,1 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.und drohte ihnen mit Hinrichtung.Er ging zum Hohepriester9,1 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.2und bat um eine schriftliche Vollmachtfür die Synagogen9,2 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. in Damaskus9,2 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste..Er hatte vor,dort die Anhänger des neuen Weges9,2 neuer Weg: Eine der ältesten Kurzbezeichnungen für das, was im Namen von Jesus Christus verkündet wird. aufzuspüren.Er wollte sie, Männer und Frauen, festnehmenund nach Jerusalem9,2 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. bringen.

3Auf dem Weg nach Damaskus9,3 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste., kurz vor der Stadt,umstrahlte ihn plötzlich ein Licht vom Himmel9,3 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt..4Er stürzte zu Bodenund hörte eine Stimme, die zu ihm sagte:»Saul, Saul, warum verfolgst du mich?«5Er fragte: »Wer bist du, Herr?«Die Stimme antwortete: »Ich bin Jesus9,5 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., den du verfolgst.6Doch jetzt steh auf und geh in die Stadt.Dort wirst du erfahren, was du tun sollst.«7Den Männern, die Saulus9,7 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. begleiteten,verschlug es die Sprache.Sie hörten zwar die Stimme, doch sie sahen niemanden.8Saulus erhob sich vom Boden.Aber als er die Augen öffnete, konnte er nichts sehen.Seine Begleiter nahmen ihn an der Handund führten ihn nach Damaskus9,8 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste..9Drei Tage lang war Saulus blind.Er aß nichts und trank nichts.

10In Damaskus9,10 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste. lebte ein Jünger9,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. namens Hananias.Dem erschien der Herr9,10 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.und sagte zu ihm: »Hananias!«Hananias antwortete: »Hier bin ich, Herr!«11Der Herr sagte: »Steh aufund geh in die Gerade Straße.Dort sollst du im Haus von Judasnach Saulus9,11 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. aus Tarsus9,11 Tarsus: Hauptstadt der römischen Provinz Kilikien und Heimatstadt des Apostels Paulus. fragen.Er ist dort und betet.12In einer Erscheinunghat er einen Mann namens Hananias gesehen.Der kam zu ihm und legte ihm die Hände auf,damit er wieder sehen konnte.«13Hananias antwortete:»Herr, ich habe schon viel von diesem Mann gehört.Er hat deinen Heiligen9,13 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. in Jerusalem9,13 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. viel Böses angetan.14Und jetzt ist er mit einer Vollmachtvon den führenden Priestern9,14 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. hierhergekommen.Er will alle festnehmen, die deinen Namen anrufen.«15Aber der Herr sagte zu ihm: »Geh nur hin!Denn gerade ihn habe ich mir als Werkzeug gewählt.Er soll meinen Namen bekannt machen –vor den Völkern und ihren Königenwie auch vor dem Volk Israel9,15 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen..16Ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss,weil er sich zu mir bekennt.«

17Da machte sich Hananias auf den Wegund ging in das Haus.Er legte Saulus9,17 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. die Hände auf und sagte:»Saul, mein Bruder,der Herr9,17 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. hat mich gesandt –Jesus9,17 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., der dir auf dem Weg hierher erschienen ist.Du sollst wieder sehen könnenund mit dem Heiligen Geist9,17 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. erfüllt werden.«18Sofort fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen,und er konnte wieder sehen.Er stand auf und ließ sich taufen9,18 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde..19Dann aß er etwas und kam wieder zu Kräften.

Paulus (Saulus) verkündet Christus in Damaskus

Danach verbrachte Saulus9,19 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. einige Zeitbei den Jüngern9,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. in Damaskus9,19 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste..20Er ging gleich in die Synagogen9,20 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und verkündete dort:»Jesus9,20 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. ist der Sohn Gottes9,20 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.21Alle, die das hörten, waren sehr erstauntund sagten: »Das ist doch der Mann,der in Jerusalem9,21 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. die Leute verfolgt hat,die sich zu Jesus bekennen.Ist er nicht sogar gekommen,um sie auch hier festzunehmenund vor die führenden Priester9,21 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. zu bringen?«22Aber Saulus ließ sich nicht beirrenund stürzte die Juden9,22 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. in Damaskusin völlige Verwirrung.Denn er konnte ihnen überzeugend darlegen,dass Jesus der Christus9,22 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist.

23Das ging längere Zeit so.Da fassten die Juden9,23 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. den Entschluss,Saulus9,23 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. zu töten.24Aber der erfuhr von ihrem Plan.Die Juden ließen sogar die StadttoreTag und Nacht bewachen,um ihn auf jeden Fall beseitigen zu können.25Doch die Jünger9,25 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. verhalfen ihm zur Flucht.Sie ließen ihn bei Nachtin einem Korb die Stadtmauer hinunter.

Paulus (Saulus) in Jerusalem und seine Abreise nach Tarsus

26Saulus9,26 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. kehrte nach Jerusalem9,26 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. zurück.Dort wollte er sich den Jüngern9,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. anschließen.Aber sie hatten alle Angst vor ihm.Sie konnten nicht glauben,dass er wirklich ein Jünger geworden war.27Da nahm sich Barnabas der Sache anund brachte ihn zu den Aposteln9,27 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten..Er berichtete ihnen, was mit Saulus geschehen war:wie er auf dem Weg den Herrn9,27 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. gesehen hatteund dass dieser mit Saulus geredet hatte.Er erzählte ihnen davon, wie Saulus dann in Damaskus9,27 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste.unerschrocken im Namen9,27 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. von Jesus9,27 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. aufgetreten war.28Von da an ging Saulusbei den Aposteln in Jerusalem ein und aus.Er trat nun auch hierunerschrocken im Namen des Herrn auf.29Mit den Griechisch sprechenden Judenführte er Streitgespräche.Die aber wollten ihn umbringen.30Als die Brüder9,30 Brüder: Übliche Anrede unter Mitgliedern der Gemeinde. das erfuhren,brachten sie Saulus nach Cäsarea9,30 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa..Von dort schickten sie ihn weiter nach Tarsus9,30 Tarsus: Hauptstadt der römischen Provinz Kilikien und Heimatstadt des Apostels Paulus..

Das Wirken von Petrus

Apostelgeschichte 9,31–11,18

Petrus heilt Äneas in Lydda

31Die Gemeinde in ganz Judäa9,31 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum., Galiläa9,31 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. und Samarien9,31 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an.erlebte nun eine Zeit des Friedens.Ihr Glaube9,31 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. wurde immer fester,und sie lebte ganz in Ehrfurcht9,31 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. vor dem Herrn9,31 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht..Der Heilige Geist9,31 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. stand ihr beiund verhalf ihr zu ständigem Wachstum.

32Damals zog Petrus9,32 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. durch das Landund besuchte alle Gemeinden.So kam er auch zu den Heiligen9,32 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus.,die in Lydda9,32 Lydda: Ortschaft südöstlich des heutigen Jafo an der Mittelmeerküste. wohnten.33Dort traf er einen Menschen namens Äneas,der seit acht Jahren gelähmtund ans Bett gefesselt war.34Petrus sagte zu ihm:»Äneas, Jesus Christus9,34 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. heilt dich.Steh auf und mach dein Bett!«Im selben Augenblick konnte Äneas aufstehen.35Alle Bewohner von Lydda und der Scharon-Ebene9,35 Scharon-Ebene: Fruchtbares Küstengebiet, zwischen dem Karmel und dem heutigen Tel Aviv gelegen.sahen den Geheilten.Da nahmen sie Jesus als ihren Herrn9,35 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. an.

Die Auferweckung von Tabita in Joppe

36In Joppe9,36 Joppe: Stadt an der Mittelmeerküste Israels, südlich des heutigen Tel Aviv gelegen. lebte eine Jüngerin9,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. namens Tabita.– Der Name heißt auf Griechisch Dorkas,das bedeutet: Gazelle. –Sie hatte viel Gutes getanund den Armen durch reiche Gaben geholfen.37Doch während Petrus9,37 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. in Lydda9,37 Lydda: Ortschaft südöstlich des heutigen Jafo an der Mittelmeerküste. war,wurde sie krank und starb.Man wusch sie und bahrte sie im oberen Stockwerk auf.38Lydda lag nahe bei Joppe.Als die Jünger hörten, dass Petrus sich dort aufhielt,schickten sie zwei Männer zu ihm.Die baten ihn: »Verlier keine Zeit.Komm so schnell wie möglich zu uns!«39Petrus brach sofort auf und ging mit ihnen.Als er in Joppe ankam,führten sie ihn hinauf ins obere Stockwerk.Dort drängten sich alle Witwen aus der Gemeinde um ihn.Weinend zeigten sie ihm ihre Hemden und Mäntel.Die hatte Dorkas für sie gemacht, als sie noch lebte.

40Petrus9,40 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. schickte sie alle hinaus.Er kniete nieder und betete9,40 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Dann wandte er sich der Toten zuund sagte: »Tabita, steh auf!«Da öffnete sie die Augen.Als sie Petrus sah, setzte sie sich auf.41Er gab ihr die Hand und half ihr hoch.Dann rief er die Heiligen9,41 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. und die Witwen hereinund zeigte ihnen, dass Tabita lebte.42Das wurde in ganz Joppe9,42 Joppe: Stadt an der Mittelmeerküste Israels, südlich des heutigen Tel Aviv gelegen. bekannt,und viele Menschen kamen zum Glauben an den Herrn9,42 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen..43Petrus blieb noch einige Tage in Joppebei dem Gerber Simon.
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Der Hauptmann Kornelius hat eine Erscheinung

101In Cäsarea10,1 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa. lebte ein Mann namens Kornelius.Er war Hauptmann der Truppe,die man die Italische Kohorte10,1 Italische Kohorte: Militärische Einheit von 100 Mann, die in Italien aus freigelassenen Sklaven gebildet worden war. nannte.2Kornelius war ein frommer Mann,der mit seiner ganzen Hausgemeinschaft10,2 Hausgemeinschaft: Alle Bewohner eines Hauses, sowohl die Familie des Hausherrn als auch die Diener und Sklaven.an den Gott Israels glaubte.Er half den Armen im Volk durch großzügige Gabenund betete regelmäßig zu Gott.

3Eines Nachmittags, ungefähr um die neunte Stunde10,3 neunte Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die neunte Stunde ist nachmittags, etwa um 15.00 Uhr.,hatte Kornelius eine Erscheinung.Ganz deutlich sah er einen Engel10,3 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Gottes.Der trat bei ihm ein und sagte: »Kornelius!«4Erschrocken blickte Kornelius den Engel anund fragte: »Was willst du, Herr?«Der Engel antwortete:»Gott hat deine Gebete10,4 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. gehörtund deine Gaben für die Armen gesehen.Sie sind zu ihm emporgestiegen wie Weihrauch10,4 emporsteigen wie Weihrauch: Hinter dem Bild steht die Vorstellung, dass Gebete und Gaben für die Armen zu Gott aufsteigen wie der Duft von Weihrauchharz, das beim Räucheropfer verbrannt wird..5Darum schicke jetzt einige Männer nach Joppe10,5 Joppe: Stadt an der Mittelmeerküste Israels, südlich des heutigen Tel Aviv gelegen..Sie sollen einen gewissen Simon zu dir bitten,der auch Petrus10,5 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. genannt wird.6Er ist zu Gast bei dem Gerber Simon,dessen Haus am Meer liegt.«7Dann verließ ihn der Engel wieder,der mit ihm gesprochen hatte.Kornelius rief zwei seiner Dienerund einen frommen Soldatenaus seinem persönlichen Gefolge.8Er erklärte ihnen, was sie zu tun hatten,und schickte sie nach Joppe.

Petrus hat eine Erscheinung

9Es war am nächsten Tag um die sechste Stunde10,9 sechste Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die sechste Stunde ist mittags, etwa um 12.00 Uhr..Die Männer waren noch unterwegs,hatten Joppe10,9 Joppe: Stadt an der Mittelmeerküste Israels, südlich des heutigen Tel Aviv gelegen. aber schon fast erreicht.Petrus10,9 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. stieg auf das Dach10,9 Dach: Dächer waren flach und wurden als eine Art Terrasse genutzt., um zu beten10,9 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..10Da bekam er Hunger und bat um etwas zu essen.Während das Essen zubereitet wurde,hatte er eine Vision10,10 Vision: Eine Erscheinung, in der Gott zu verstehen gibt, was er vorhat..11Er sah den Himmel offen.Daraus kam ein Behältnis herab.Es sah aus wie ein großes Leinentuch,das an seinen vier Eckenzur Erde hinuntergelassen wurde.12Darin befanden sich alle möglichen Tierarten10,12 alle möglichen Tierarten: Unter den Tieren waren sowohl reine als auch unreine Tiere, die den jüdischen Speisegeboten zufolge nicht gegessen werden durften. Eine Liste reiner und unreiner Tiere findet sich beispielsweise in 3. Mose/Levitikus 11.:Vierbeiner, Kriechtiere und Vögel.13Eine Stimme sprach zu ihm:»Steh auf, Petrus! Schlachte und iss!«14Aber Petrus erwiderte: »Auf gar keinen Fall, Herr!Denn ich habe noch nieetwas Unvorschriftsmäßiges10,14 unvorschriftsmäßig: Das Essen bestimmter Tiere widersprach den jüdischen Speisegeboten. Eine Liste reiner und unreiner Tiere findet sich beispielsweise in 3. Mose/Levitikus 11. oder Unreines10,14 unrein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge nicht gegessen werden dürfen. gegessen.«15Da forderte ihn die Stimme ein zweites Mal aufund sagte: »Was Gott rein10,15 rein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge gegessen werden dürfen. gemacht hat,das sollst du nicht unrein nennen!«16Noch ein drittes Mal wurde Petrus aufgefordert.Gleich danach wurde das Tuchwieder in den Himmel hinaufgezogen.

Die Boten des Kornelius bei Petrus in Joppe

17Petrus10,17 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. rätselte noch darüber,was die Erscheinung bedeuten sollte,die er gerade gehabt hatte.Da kamen die Männer an, die Kornelius gesandt hatte.Sie hatten sich bis zum Haus von Simon durchgefragtund standen jetzt am Tor.18Lautstark erkundigten sie sich:»Ist Simon, der auch Petrus genannt wird, hier zu Gast?«19Petrus grübelte immer noch über die Erscheinung.Da sagte der Heilige Geist10,19 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. zu ihm:»Da sind drei Männer, die dich suchen.20Steh auf, geh hinunterund mach dich mit ihnen auf den Weg!Du brauchst keine Bedenken zu haben,denn ich habe sie geschickt.«

21Petrus10,21 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. ging hinunter und sagte zu den Männern:»Ich bin der, den ihr sucht.Was führt euch zu mir?«22Sie antworteten:»Hauptmann Kornelius hat von einem heiligen Engel10,22 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen.den Auftrag bekommen, dich in sein Haus zu bitten.Er glaubt an den Gott Israels und lebt gerecht10,22 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. vor ihm.Beim ganzen jüdischen Volk10,22 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. genießt er hohes Ansehen.Er soll sich anhören, was du zu ihm zu sagen hast.«23Da ließ Petrus die Männer hereinund nahm sie als Gäste auf.Am nächsten Morgen machte sich Petrusmit den Männern auf den Weg.Auch einige Brüder10,23 Brüder: Übliche Anrede unter Mitgliedern der Gemeinde. aus Joppe10,23 Joppe: Stadt an der Mittelmeerküste Israels, südlich des heutigen Tel Aviv gelegen. gingen mit.

Petrus bei Kornelius in Cäsarea

24Einen Tag später trafen Petrus10,24 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und seine Begleiterin Cäsarea10,24 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa. ein.Kornelius erwartete sie schon.Er hatte auch seine Verwandtenund engsten Freunde zu sich eingeladen.25Als Petrus ins Haus eintreten wollte,kam Kornelius ihm entgegen.Ehrfürchtig fiel er vor Petrus auf die Knie.26Aber der zog ihn hoch und sagte:»Steh auf! Ich bin auch nur ein Mensch.«27Während er sich mit Kornelius unterhielt,betrat er das Haus.Dort fand er viele Leute versammelt.28Petrus sagte zu ihnen: »Ihr wisst ja:Einem Juden10,28 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. ist es nicht erlaubt,Umgang mit einem Fremden10,28 Fremde: Einige Juden vermieden den Kontakt mit Nicht-Juden aus Sorge, durch den Kontakt unrein zu werden und damit nicht mehr dafür vorbereitet zu sein, in die Nähe Gottes zu kommen. Apostelgeschichte 10,9-16 erzählt, dass Gott Petrus in einer Vision zeigt, dass diese Vorschrift nicht mehr gilt. zu habenoder ihn zu Hause aufzusuchen.Aber Gott hat mir gezeigt10,28 Gott hat mir gezeigt: Apostelgeschichte 10,9-16 erzählt, dass Gott Petrus in einer Vision zeigt, dass der Unterschied zwischen rein und unrein nicht mehr gilt.,dass man keinen Menschenals unvorschriftsmäßig oder unrein10,28 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. bezeichnen darf.29Deshalb bin ich eurer Einladungohne Widerspruch gefolgt.Aber jetzt möchte ich gerne wissen,warum ihr mich eingeladen habt.«

30Kornelius antwortete:»Es war vor drei Tagen, genau zur gleichen Zeit –um die neunte Stunde10,30 neunte Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die neunte Stunde ist nachmittags, etwa um 15.00 Uhr..Ich betete gerade in meinem Haus.Da stand plötzlich ein Mann vor mir,der ein prächtiges Gewand trug.31Er sagte: ›Kornelius, Gott hat dein Gebet10,31 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. erhörtund deine Gaben für die Armen gesehen.32Schicke also jemanden nach Joppe10,32 Joppe: Stadt an der Mittelmeerküste Israels, südlich des heutigen Tel Aviv gelegen.und lass Simon zu dir bitten,der auch Petrus10,32 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. genannt wird.Er ist zu Gast bei dem Gerber Simon,dessen Haus am Meer liegt.‹33Da habe ich sofort nach dir geschickt.Gut, dass du gekommen bist.Jetzt sind wir alle hier vor Gott versammelt,um zu hören,was der Herr dir aufgetragen hat.«

Petrus verkündet im Haus des Kornelius die Gute Nachricht

34Petrus10,34 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. begann zu sprechen:»Jetzt begreife ich wirklich,dass Gott nicht auf die Person sieht!35Wer ihn ehrt und das tut, was vor ihm recht ist,den nimmt Gott an –ganz gleich, aus welchem Volk er stammt.36Diese Botschaft hat Gott seinem Volk Israel10,36 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. gesandt.Er hat ihm die Gute Nachricht verkündet10,36 die Gute Nachricht verkündet: Die folgenden Worte nehmen das Lob der Engel bei der Geburt von Jesus aus Lukas 2,14 auf.,dass er Frieden10,36 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. gebracht hat –durch Jesus Christus10,36 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., der Herr10,36 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. ist über alle Menschen!

37Ihr wisst doch,was im ganzen jüdischen Land10,37 jüdisches Land: Im weitesten Sinne das Gebiet im östlichen Mittelmeerraum, in dem die Mehrheit der Bevölkerung jüdisch war. geschehen ist:Alles begann in Galiläa10,37 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene.,nachdem Johannes zur Taufe aufgerufen hatte10,37 nachdem Johannes zur Taufe aufgerufen hatte: Lukas 3,2-6 erzählt vom Auftreten Johannes des Täufers, der die Menschen dazu auffordert, sich taufen zu lassen und ihr Leben zu ändern..38Damals hat Gott Jesus10,38 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. von Nazaret10,38 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf.mit dem Heiligen Geist10,38 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. gesalbt und ihm Kraft geschenkt.Wo immer Jesus hinkam, tat er Gutes.Er heilte alle, die der Teufel10,38 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. in seiner Gewalt hatte.Denn Gott stand ihm bei.39Und wir sind Zeugen für alles,was er im jüdischen Landund in Jerusalem10,39 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. getan hat.Zuletzt hat man ihn an den Holzbalken10,39 Holzbalken: Bezeichnung für das Kreuz, an dem Jesus gestorben ist. gehängtund umgebracht.40Aber Gott hat ihn am dritten Tag auferweckt10,40 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.und ihn als Lebenden erscheinen lassen –41allerdings nicht vor dem ganzen Volk,sondern vor Zeugen, die Gott im Voraus bestimmt hat.Diese Zeugen sind wir, die Apostel10,41 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten..Wir haben mit ihm gegessen und getrunken,nachdem er von den Toten auferstanden10,41 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. war.42