BasisBibel (BB)

81Saulus8,1 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. aber war einverstanden

mit der Hinrichtung von Stephanus.

Die Gemeinde wird verfolgt

An diesem Tag begann für die Gemeinde in Jerusalem8,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.eine schwere Verfolgung.Mit Ausnahme der Apostel8,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. zerstreuten sich alleüber das Gebiet von Judäa8,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. und Samarien8,1 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an..2Einige fromme Männer bestatteten Stephanusund hielten eine große Totenklage8,2 Totenklage: Laute Klagerufe, mit denen die Trauer um einen Verstorbenen zum Ausdruck gebracht wurde. für ihn.3Aber Saulus8,3 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. wollte die Gemeinde vernichten.Er ließ die Häuser durchsuchen,Männer und Frauen abführen und ins Gefängnis werfen.

Die Gute Nachricht kommt nach Samarien und zu den Völkern

Apostelgeschichte 8,4–12,25

Die Gute Nachricht wird in Samarien verkündet

Apostelgeschichte 8,4-40

Philippus in Samarien

4Die nach der Flucht über das Land zerstreuten Glaubendenzogen umher und verkündeten die Gute Nachricht8,4 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..5Philippus8,5 Philippus: Apostelgeschichte 6,1-6 erzählt, dass Philippus zu den sieben Männern gehört, die berufen werden, die zwölf Apostel bei der Verkündigung der Guten Nachricht zu unterstützen. aber ging in die Hauptstadt Samariens8,5 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an.und verkündete ihren Bewohnerndie Botschaft von Christus8,5 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus..6Die Leute hörten Philippusmit ungeteilter Aufmerksamkeit zuund schenkten seinen Worten Beachtung.Sie konnten ja selbst die Wunder8,6 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. sehen, die er tat.7Denn viele wurden von den bösen Geistern8,7 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. befreit,von denen sie besessen waren.Mit lautem Geschrei verließen sie ihre Opfer.Und viele Gelähmte und Verkrüppelte wurden geheilt.8In der ganzen Stadt herrschte große Freude.

9Dort lebte aber auch schon längerein Mann namens Simon.Er betrieb Zauberei8,9 Zauberei: Praktiken und Methoden, um Ereignisse, Menschen oder Gegenstände auf übernatürliche Art und Weise zu beeinflussen.und verschaffte sich damit die Bewunderungder Einwohner von Samarien8,9 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an..Er nannte sich selbst »der Große«.10Alle, die einfachen Leute wie die Mächtigen,hörten ihm aufmerksam zu.Man sagte über ihn:»Er ist die ›Große Kraft‹8,10 Große Kraft: Bezeichnung für den Gott Israels, die von Simons Anhängern auf ihn übertragen wird. Gottes in Person.«11Dass sie ihm so aufmerksam zuhörten,hatte seinen Grund:Er hatte sie schon längere Zeit durch seine Zaubereiregelrecht um den Verstand gebracht.12Aber nun verkündete Philippusdie Gute Nachricht8,12 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. vom Reich Gottes8,12 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt..Er erzählte den Leuten von Jesus Christus8,12 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.und wie die Jünger in seinem Namen8,12 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. wirkten.Da kamen sie zum Glauben und ließen sich taufen8,12 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde.sowohl Männer als auch Frauen.13Auch Simon selbst kam zum Glauben.Nach seiner Taufe blieb er bei Philippus.Er sah die Zeichen und großen Wunder8,13 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.und geriet darüber außer sich vor Bewunderung.

Die Getauften empfangen den Heiligen Geist

14Die Apostel8,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. in Jerusalem8,14 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. erfuhren,dass die Menschen in Samarien8,14 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an.das Wort Gottes8,14 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. angenommen hatten.Da schickten sie Petrus8,14 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und Johannes dorthin.15Nach ihrer Ankunft beteten die beiden und baten Gott,den Getauften8,15 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde. den Heiligen Geist8,15 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. zu schenken.16Denn der war noch auf keinen von ihnen herabgekommen.Sie waren bisher nurim Namen8,16 im Namen: »Name« steht stellvertretend für den Herrschaftsbereich der Person, die den Namen trägt. Wer im Namen von Jesus Christus getauft wird, tritt in seinen Herrschaftsbereich und unterstellt sich seiner Fürsorge. von Jesus8,16 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., dem Herrn8,16 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., getauft.17Petrus und Johannes legten ihnen die Hände auf.Da empfingen sie den Heiligen Geist.

Der Zauberer Simon wird zurechtgewiesen

18Simon sah,dass die Menschen den Heiligen Geist8,18 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. empfingen,als die Apostel8,18 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. ihnen die Hände auflegten.Da bot er Petrus8,18 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und Johannes Geld an 19und sagte:»Verleiht doch auch mir diese Vollmacht.Jeder, dem ich die Hände auflege,soll den Heiligen Geist empfangen!«20Aber Petrus antwortete:»Zur Hölle mit dir und deinem Geld!Meinst du vielleicht,dass man die Gabe Gottes kaufen kann?21Du hast weder Anteil an unserer Vollmachtnoch ein Anrecht darauf.Denn im Grunde deines Herzensbist du nicht aufrichtig vor Gott.22Ändere dein Leben!Wende dich ab von deiner Bosheit und bete zum Herrn.Vielleicht vergibt er dir deine üblen Absichten!23Ich sehe ja: Du bist voller Neid,und das Unrecht hat dich fest im Griff.«24Simon antwortete: »Betet ihr für mich zum Herrn,dass nichts von dem eintrifft,was ihr mir angedroht habt!«

25Petrus8,25 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und Johannes legten weiter Zeugnis abfür den Herrn8,25 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.und verbreiteten seine Botschaft bei den Menschen.Dann kehrten sie nach Jerusalem8,25 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. zurück.Unterwegs verkündeten sie die Gute Nachricht8,25 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.in vielen Dörfern Samariens8,25 Samarien: Gebiet nördlich von Judäa, das mehrheitlich von Samaritern bewohnt wurde. Im Gegensatz zu anderen Glaubensgruppen erkennen sie nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift an..

Philippus und der königliche Beamte aus Äthiopien

26Philippus8,26 Philippus: Apostelgeschichte 6,1-6 erzählt, dass Philippus zu den sieben Männern gehört, die berufen werden, die zwölf Apostel bei der Verkündigung der Guten Nachricht zu unterstützen. dagegen erhieltvom Engel8,26 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. des Herrn den Auftrag:»Steh auf! Geh nach Süden zu der Straße,die von Jerusalem8,26 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. nach Gaza führtund menschenleer ist.«27Philippus stand auf und ging zur Straße.Dort war ein Mann aus Äthiopien unterwegs.Er war Eunuch8,27 Eunuch: Durch einen Eingriff zeugungsunfähig gemachter Mann, oft ein hoher Hofbeamter. und ein hoher Beamter am Hof der Kandake8,27 Kandake: Titel der äthiopischen Königin.,der Königin von Äthiopien.Er verwaltete ihr Vermögenund war nach Jerusalem gekommen, um Gott anzubeten.28Jetzt war er auf der Rückreise.Er saß in seinem Wagenund las im Buch des Propheten Jesaja8,28 Buch des Propheten Jesaja: In Vers 32 folgt ein Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 53,7-8..

29Der Heilige Geist8,29 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. sagte zu Philippus:»Geh hin und bleib in der Nähe des Wagens!«30Philippus8,30 Philippus: Apostelgeschichte 6,1-6 erzählt, dass Philippus zu den sieben Männern gehört, die berufen werden, die zwölf Apostel bei der Verkündigung der Guten Nachricht zu unterstützen. lief hin und hörte,wie der Mann laut im Buch des Propheten Jesaja8,30 des Propheten Jesaja: In Vers 32 folgt ein Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 53,7-8. las.Philippus fragte:»Verstehst du eigentlich, was du da liest?«31Der Eunuch8,31 Eunuch: Durch einen Eingriff zeugungsunfähig gemachter Mann, oft ein hoher Hofbeamter. sagte:»Wie soll ich es verstehen, wenn mir niemand hilft?«Und er bat Philippus:»Steig ein und setz dich zu mir!«32An der Stelle, die er gerade las, stand:»Wie ein Schaf wurde er zur Schlachtbank geführt.Wie ein Lamm stumm bleibt, wenn es geschoren wird,sagte er kein einziges Wort.33Er wurde zutiefst erniedrigt,doch das Urteil gegen ihn wurde aufgehoben.Wer wird seine Nachkommen zählen können?Denn sein Leben wurde von der Erde wegzum Himmel emporgehoben.«34Der Eunuch fragte Philippus:»Bitte sag mir, von wem spricht der Prophet hier –von sich selbst oder von einem anderen?«35Da ergriff Philippus die Gelegenheit:Ausgehend von dem Wort aus Jesaja8,35 ausgehend von dem Wort aus Jesaja: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12.,verkündete er ihm die Gute Nachricht8,35 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. von Jesus8,35 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..

36Als sie auf der Straße weiterfuhren,kamen sie an einer Wasserstelle vorbei.Der Eunuch8,36 Eunuch: Durch einen Eingriff zeugungsunfähig gemachter Mann, oft ein hoher Hofbeamter. sagte: »Dort ist eine Wasserstelle.Spricht etwas dagegen, dass ich getauft8,36 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde. werde?«37[...]8,37 [...]: Einige jüngere Handschriften fügen hinzu: »Philippus sagte: ›Wenn du von ganzem Herzen glaubst, kann es geschehen.‹ Der Eunuch antwortete: ›Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist.‹«38Er befahl, den Wagen anzuhalten.Beide, Philippus8,38 Philippus: Apostelgeschichte 6,1-6 erzählt, dass Philippus zu den sieben Männern gehört, die berufen werden, die zwölf Apostel bei der Verkündigung der Guten Nachricht zu unterstützen. und der Eunuch,stiegen ins Wasser,und Philippus taufte ihn.39Als sie aus dem Wasser herausstiegen,wurde Philippus vom Geist des Herrn8,39 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. fortgenommen.Der Eunuch sah ihn nicht mehr.Aber er setzte seinen Weg voller Freude fort.40Philippus fand sich in Aschdod wieder.Von dort zog er weiter bis nach Cäsarea8,40 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa..Unterwegs verkündete erin allen Städten die Gute Nachricht8,40 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..