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Hananias und Saphira belügen den Heiligen Geist

51Ein Mann namens Hananias und seine Frau Saphiraverkauften ebenfalls5,1 ebenfalls: Wie der Levit Josef, von dem in Apostelgeschichte 4,36-37 erzählt wird. ein Grundstück.2Aber Hananias behielt etwas vom Erlös zurück,und seine Frau wusste darüber Bescheid.So stellte er der Gemeinde nur einen Teil zur Verfügungund legte ihn den Aposteln5,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. zu Füßen5,2 zu Füßen legen: Ein alter Brauch, um das Eigentums- und Verfügungsrecht zu übertragen..3Doch Petrus5,3 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. fragte ihn:»Hananias, warum hat der Satan5,3 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. sichin deinem Herzen5,3 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. so breitmachen können?Warum hast du den Heiligen Geist5,3 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. belogenund etwas vom Erlös des Grundstücks für dich behalten?4Du hättest das Grundstück nicht verkaufen müssen!Und was du mit dem Erlös machst,war allein deine Sache.Was hat dich nur dazu gebracht, so zu handeln?Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!«5Als Hananias diese Worte hörte,brach er tot zusammen.Alle, die davon erfuhren,wurden von großer Furcht gepackt.6Ein paar junge Männer standen aufund hüllten ihn in ein Tuch.Sie brachten ihn hinaus und begruben ihn.

7Etwa drei Stunden später kam auch seine Frau.Sie wusste nicht, was geschehen war.8Petrus5,8 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. fragte sie: »Sag mir:Habt ihr das Grundstück zu diesem Preis verkauft?«Sie antwortete: »Ja, zu diesem Preis.«9Da sagte Petrus zu ihr:»Warum habt ihr beide euch nur verabredet,den Geist des Herrn5,9 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. auf die Probe zu stellen?Vor der Tür stehen schon die Leute,die deinen Mann begraben haben.Sie werden auch dich hinaustragen!«10Im selben Augenblick brach sie totvor seinen Füßen zusammen.Die jungen Männer kamen wieder hereinund sahen sie tot daliegen.Sie brachten die Tote hinausund begruben sie neben ihrem Mann.11Große Furcht packte die ganze Gemeindeund alle, die davon hörten.

Das Ansehen der Gemeinde wächst

12Durch die Apostel5,12 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. geschahen im Volkviele Zeichen und Wunder5,12 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt..Die ganze Gemeinde kam regelmäßigin der Salomohalle5,12 Salomohalle: Säulenhalle, die zum Tempel in Jerusalem gehört. Sie wurde nach König Salomo benannt. zusammen.13Von den anderen Tempelbesuchern5,13 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. wagte es keiner,sich ihnen anzuschließen.Aber das Volk schätzte sie sehr.14Die Gemeinde gewann immer mehr Menschen hinzu,die an den Herrn glaubten5,14 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.eine große Zahl von Männern und Frauen.15Man brachte sogar die Kranken auf die Straßeund legte sie dort auf Matten5,15 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. und Tragen.Wenn Petrus5,15 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. vorbeikam,sollte wenigstens sein Schattenauf den einen oder anderen von ihnen fallen.16Auch aus der Umgebung von Jerusalem5,16 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.strömten die Menschen herbei.Sie brachten Kranke zu den Apostelnund Menschen, die von bösen Geistern5,16 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. gequält wurden.Sie alle wurden geheilt.

Die Apostel werden verhaftet und vor den jüdischen Rat gestellt

17Der Hohepriester5,17 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. und seine Leute– die Gruppe der Sadduzäer5,17 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an.wurden eifersüchtig auf diese Erfolge.Deshalb beschlossen sie einzugreifen.18Sie ließen die Apostel5,18 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. festnehmenund ins öffentliche Gefängnis werfen.19Aber in der Nachtöffnete ein Engel5,19 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. des Herrn die Gefängnistüren,führte sie hinaus und sagte:20»Geht in den Tempel5,20 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und stellt euch dort vor das Volk.Verkündet die Botschaft von dem Leben,das Jesus gebracht hat!«21Die Apostel gehorchten.Früh am Morgen gingen sie zum Tempel und lehrten dort.

Inzwischen waren der Hohepriester5,21 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.und seine Leute im Ratsgebäude eingetroffen.Sie ließen den jüdischen Rat5,21 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. einberufen,zusammen mit allen Ältesten5,21 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkes Israel5,21 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen..Dann schickten sie die Tempelwache ins Gefängnis,um die Apostel5,21 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. zu holen.22Als die Wache im Gefängnis ankam,fand sie die Apostel dort nicht.Sie kehrte zurück und berichtete:23»Das Gefängnis war ordnungsgemäß verschlossen,und die Wachposten standen vor den Türen.Aber als wir die Türen aufschlossen,war niemand darin.«24Der Hauptmann der Tempelwache5,24 Tempelwache: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats.und die führenden Priester5,24 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. waren ratlos,als sie das hörten.Sie wussten nicht, was nun geschehen sollte.25Da kam jemand und berichtete ihnen: »Seht doch!Die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt,stehen im Tempel5,25 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und lehren das Volk!«26Daraufhin zog der Hauptmann mit seinen Leuten losund ließ die Apostel abführen.Dabei wendeten sie keine Gewalt an.Denn sie hatten Angst,sonst vom Volk gesteinigt5,26 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. zu werden.

27Sie führten die Apostel5,27 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. vor den jüdischen Rat5,27 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten..Dort verhörte sie der Hohepriester5,27 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf..28Er sagte: »Haben wir euch nicht streng verboten,im Namen5,28 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. von Jesus5,28 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. zu lehren?Und doch ist eure Lehremittlerweile in ganz Jerusalem5,28 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. verbreitet.Und außerdem wollt ihr,dass wir für den Tod dieses Menschenverantwortlich gemacht werden!«29Petrus5,29 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. und die anderen Apostel5,29 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. antworteten:»Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.30Der Gott unserer Vorfahrenhat Jesus von den Toten auferweckt5,30 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.Jesus, den ihr an einen Holzbalken5,30 Holzbalken: Bezeichnung für das Kreuz, an dem Jesus gestorben ist. 5. Mose/Deuteronomium 21,22-23 zufolge gilt ein Mensch, der an einen Holzbalken gehängt stirbt, als Verfluchter. gehängtund getötet habt.31Ihn hat Gott zum Herrscher und Retter gemacht.Er hat ihn emporgehoben,sodass er an seiner rechten Seite5,31 rechte Seite: Die rechte Seite ist ein Ehrenplatz. sitzt.Damit schenkt er Israel5,31 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. die Möglichkeit,sich von Grund auf zu ändern,und die Vergebung ihrer Sünden5,31 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können..32Wir sind Zeugen für diese Botschaft,und Zeuge ist auch der Heilige Geist5,32 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..Ihn hat Gott all denen gegeben, die ihm gehorchen.«

Der Pharisäer Gamaliel rät, die Apostel freizulassen

33Als die Ratsältesten5,33 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. die Apostel5,33 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. so reden hörten,gerieten sie außer sich vor Zorn.Der Rat war schon entschlossen, sie zu töten.34Da meldete sich eines seiner Mitglieder zu Wort,ein Pharisäer5,34 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. namens Gamaliel.Er war ein Gesetzeslehrer5,34 Gesetzeslehrer: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Lebensvorschriften des Alten Testaments war, vor allem der fünf Bücher Mose.,der beim ganzen Volk großes Ansehen genoss.Er verlangte,die Angeklagten kurz nach draußen zu bringen.35Dann sagte er zu den Ratsältesten5,35 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.:»Ihr Männer aus Israel5,35 Männer aus Israel: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.,überlegt euch gut, was ihr mit diesen Leuten tun wollt!36Vor einiger Zeit trat doch Theudas auf.Er behauptete von sich,etwas Besonderes zu sein.400 Männer hatten sich ihm angeschlossen.Er wurde umgebracht,und alle, die ihm gefolgt waren, liefen auseinander.Es war, als hätte es sie nie gegeben.37Danach, zur Zeit der Volkszählung5,37 Volkszählung: Unter Kaiser Augustus (30 v. Chr. bis 14. n. Chr.) wurde 6. n. Chr. eine Volkszählung durchgeführt, mit dem Ziel, alle Bürger in Bürgerlisten zu erfassen. Auf dieser Grundlage wurden Steuern erhoben und der Militärdienst organisiert.,kam Judas aus Galiläa5,37 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..Er brachte das Volk hinter sichund rief zum Aufstand auf.Auch er kam um,und alle seine Anhänger wurden zerstreut.38Deshalb rate ich euch jetzt:Geht nicht gegen diese Leute vor,sondern lasst sie laufen!Wenn das, was sie vorhaben oder unternehmen,nur das Werk von Menschen ist,wird es von selbst zugrunde gehen.39Aber wenn es Gottes Werk ist,könnt ihr nichts dagegen unternehmen.Oder soll es am Ende heißen,dass ihr euch gegen Gott stellt?«Die Ratsältesten ließen sich von Gamaliel überzeugen.40Sie riefen die Apostel wieder hereinund ließen sie auspeitschen.Dann verboten sie ihnen, künftig öffentlich zu sprechenund sich dabei auf den Namen5,40 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. Jesus5,40 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. zu berufen.Schließlich ließen sie die Apostel frei.

41Als die Apostel5,41 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. daraufhin den jüdischen Rat5,41 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. verließen,waren sie froh gestimmt.Denn sie betrachteten es als Ehre,für den Namen5,41 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. von Jesus5,41 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.beschimpft und beleidigt zu werden.42Unbeirrt lehrten sie Tag für Tagim Tempel5,42 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und in den Häusern.Sie verkündeten die Gute Nachricht,dass Jesus der Christus5,42 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist.
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Stephanus und die anderen Helfer in der Gemeinde von Jerusalem

Apostelgeschichte 6,1–8,3

Sieben Helfer für die Apostel

61In dieser Zeit wuchs die Zahl der Jünger6,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. stetig.Doch bald wurden in der Gemeinde Klagen laut.Sie kamen von den Griechisch sprechenden Mitgliedern,die aus anderen Ländern zugezogen waren.Die warfen den Hebräisch sprechenden Einheimischen vor,ihre Witwen6,1 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. bei der täglichen Speisung zu übergehen.2Daraufhin beriefen die Zwölf6,2 die Zwölf: Meint zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren und nach seinem Tod eine führende Rolle in der Gemeinde hatten.eine Versammlung aller Jünger einund sagten: »So geht das nicht!Wir können doch nichtdie Verkündigung von Gottes Wort6,2 Gottes Wort: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. vernachlässigen –und uns stattdessen selbstum die Essensausgabe an den Tischen kümmern.3Brüder und Schwestern6,3 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,wählt aus eurer Mitte sieben Männer aus.Sie sollen einen guten Ruf habenund vom Geist Gottes6,3 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. und von Weisheit6,3 Weisheit: Lebenspraktisches Wissen oder handwerkliches Können, das durch Erfahrung erworben oder von Gott geschenkt wird. erfüllt sein.Ihnen werden wir diese Aufgabe übertragen.4Wir dagegen werden uns ganz dem Gebet6,4 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.und der Verkündigung widmen.«5Der Vorschlag fand die Zustimmungder ganzen Versammlung.Sie wählten Stephanus,einen Mann mit festem Glauben6,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.und erfüllt vom Heiligen Geist6,5 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..Hinzu kamen Philippus, Prochorus,Nikanor, Timon, Parmenasund Nikolaus aus Antiochia6,5 Antiochia: Hauptstadt der römischen Provinz Syrien.,der zum jüdischen Glauben übergetreten war.6Diese sieben ließ man vor die Apostel6,6 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. treten.Die beteten für sie und legten ihnen die Hände auf6,6 die Hände auflegen: Geste, mit der eine höherstehende Person einer anderen Person bestimmte Rechte überträgt. So kann beispielsweise ein Nachfolger eingesetzt werden..

7Das Wort Gottes6,7 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. breitete sich aus,und die Zahl der Jünger6,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. in Jerusalem6,7 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. wuchs immer weiter.Sogar von den Priestern6,7 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. nahmen vieleden Glauben an Jesus6,7 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. an.8Stephanus war ganz erfülltvon der Gnade und Kraft Gottes.So konnte er beim VolkWunder und große Zeichen6,8 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. vollbringen.

Stephanus wird verhaftet und angeklagt

9Da traten Leute auf,die Stephanus in einen Streit verwickelten.Einige gehörten zur Synagoge der Freigelassenen6,9 Synagoge der Freigelassenen: Versammlungsstätte einer Gruppe von Juden, die vermutlich Nachkommen von Kriegsgefangenen oder Sklaven waren.,andere zu den Synagogen6,9 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. der Juden,die unterschiedlicher Herkunft waren.Sie stammten aus Kyrene6,9 Kyrene: Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt. und Alexandria6,9 Alexandria: Von Alexander dem Großen gegründete Stadt am Nil im Norden Ägyptens.,aus Kilikien6,9 Kilikien: Römische Provinz im Südosten Kleinasiens mit der Hauptstadt Tarsus, heute in der Türkei gelegen. und der Provinz Asia6,9 Provinz Asia: Römische Provinz im Westen der heutigen Türkei mit der Hauptstadt Ephesus..10Stephanus aber redete mit großer Weisheit6,10 Weisheit: Lebenspraktisches Wissen oder handwerkliches Können, das durch Erfahrung erworben oder von Gott geschenkt wird.und in der Kraft, die Gottes Geist6,10 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. ihm gab.Deshalb konnten sie seinen Worten nichts entgegensetzen.11Also stifteten sie einige Männer zu der Aussage an:»Wir haben gehört,wie er Mose6,11 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. und Gott gelästert6,11 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott. hat.«12So hetzten sie das Volk, die Ratsältesten6,12 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.und die Schriftgelehrten6,12 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. gegen ihn auf.Dann ergriffen sie Stephanusund schleppten ihn vor den jüdischen Rat6,12 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten..13Dort ließen sie falsche Zeugen auftreten,die behaupteten: »Dieser Mensch hört nicht auf,Reden gegen diese heilige Stätte6,13 heilige Stätte: Andere Bezeichnung für den Tempel in Jerusalem.und gegen das Gesetz6,13 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. zu führen.14Wir haben gehört, wie er gesagt hat:Jesus6,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., der Nazoräer6,14 Nazoräer: Bezeichnung für die Herkunft von Jesus aus der Stadt Nazaret., wird diese Stätte niederreißen.Außerdem wird er die Vorschriften des Gesetzes umstürzen,die Mose uns gegeben hat.‹«15Alle Ratsältesten blickten Stephanus gespannt an.Da merkten sie,dass sein Gesicht leuchtete wie das eines Engels6,15 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen..
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Stephanus erinnert an den Bund Gottes mit Abraham

71Der Hohepriester7,1 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. fragte Stephanus: »Ist das wahr?7,1 Ist das wahr?: Der Hohepriester fordert eine Stellungnahme von Stephanus hinsichtlich der Vorwürfe, die in Apostelgeschichte 6,13-14 gegen ihn vorgebracht wurden.«2Stephanus erwiderte:»Ihr Brüder und Väter, hört mich an!Gott, dem Ehre gebührt,erschien unserem Stammvater Abraham7,2 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25.,als der noch in Mesopotamien lebte.Das war, bevor er sich in Haran niederließ.3Gott sagte zu Abraham7,3 Gott sagte zu Abraham: Zitat aus 1. Mose/Genesis 12,1.:›Verlass dein Land und deine Verwandtschaft!Geh in das Land, das ich dir zeigen werde!‹4Da verließ Abraham das Land der Babylonierund ließ sich in Haran nieder.

Nachdem sein Vater gestorben war,brachte Gott ihn hierher in dieses Land,in dem ihr heute lebt.5Doch er gab ihm keinen Erbbesitz7,5 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. in diesem Land,nicht einen Fußbreit.Er versprach ihm7,5 er versprach ihm: Zitat aus 1. Mose/Genesis 17,8. nur:›Ich gebe dir das Land zum Besitz –dir und deinen Nachkommen.‹Dabei hatte Abraham7,5 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. noch gar kein Kind.6Aber Gott sagte auch7,6 Gott sagte auch: Zitat aus 1. Mose/Genesis 15,13-14.:›Deine Nachkommen werden als Fremdein einem fremden Land leben.Sie werden als Sklaven dienen müssenund unterdrückt werden – 400 Jahre lang.7Aber dann werde ich das Volk bestrafen,dem sie dienen müssen‹, sagte Gott.›Danach werden deine Nachkommen von dort wegziehen.Und sie werden mich hier an diesem Ort7,7 an diesem Ort: Meint den Tempel in Jerusalem. verehren.‹

8Gott schloss mit Abraham7,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. einen Bund7,8 Bund: 1. Mose/Genesis 17 erzählt, dass Gott einen Bund mit Abraham schließt. Als Zeichen für diesen Bund werden alle männlichen Nachkommen Abrahams beschnitten..Dessen Zeichen war die Beschneidung7,8 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk..Abraham bekam seinen Sohn Isaak7,8 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35.und beschnitt ihn am achten Tag nach der Geburt.Genauso machte es Isaak mit Jakob7,8 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14.und ebenso Jakob mit seinen Söhnen,den zwölf Stammvätern7,8 Stammväter: Hier Bezeichnung für die zwölf Söhne Jakobs, auf die sich die zwölf Stämme Israels zurückführen.

Josef in Ägypten

97,9 Vers 9-16: Die Geschichte von Josef und seinen Brüdern wird in 1. Mose/Genesis 37–50 erzählt. »Die anderen Stammväter7,9 Stammväter: Hier Bezeichnung für die zwölf Söhne Jakobs, auf die sich die zwölf Stämme Israels zurückführen. waren neidischauf ihren Bruder Josefund verkauften ihn als Sklaven nach Ägypten7,9 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste..Aber Gott stand ihm bei10und rettete ihn jedes Mal, wenn er in Not war.Gott schenkte ihm Weisheitund die Gunst des Pharao, des Königs von Ägypten.Der übertrug ihm daraufhin die Verwaltung ganz Ägyptensund die Aufsicht über alle königlichen Güter.

117,11 Vers 9-16: Die Geschichte von Josef und seinen Brüdern findet sich in 1. Mose/Genesis 37–50. Dann brach in ganz Ägypten7,11 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. und Kanaan7,11 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde.eine Hungersnot aus.Die Not war sehr groß,und unsere Stammväter hatten nichts mehr zu essen.12Jakob7,12 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. hörte, dass es in Ägypten noch Getreide gab.Deshalb schickte er unsere Stammväterein erstes Mal dorthin.13Als sie später ein zweites Mal nach Ägypten kamen,gab sich Josef seinen Brüdern zu erkennen.So erfuhr der Pharao,aus welcher Familie Josef stammte.14Josef ließ seinen Vater Jakobund die ganze Verwandtschaft nachkommen.Das waren insgesamt 75 Leute.15So zog Jakob nach Ägypten.Später starb er dort und unsere Stammväter ebenso.16Sie wurden nach Sichem7,16 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen. gebracht und dort bestattet.Das Grab in Sichem hatte schon Abraham7,16 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25.für eine Anzahl Silberstückevon den Söhnen Hamors gekauft7,16 von den Söhnen Hamors gekauft: 1. Mose/Genesis 33,17-20 erzählt, dass Jakob, der Enkel Abrahams, ein Grundstück in Sichem kauft, um dort einen Altar für Gott zu errichten. Später wurde sein Sohn Josef dort bestattet, vgl. Josua 24,32.

Die Rettung von Mose und sein Einsatz für das unterdrückte Volk

17»Dann war es so weit:Gott wollte das Versprechen einlösen,das er Abraham7,17 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. gegeben hatte.Inzwischen war unser Volk gewachsenund hatte sich in Ägypten7,17 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. ausgebreitet.18Aber dann kam in Ägypten ein neuer König an die Macht,der von Josef nichts mehr wusste.19Mit heimtückischer Grausamkeit ging ergegen unser Volk vor:Er zwang unsere Vorfahren,ihre neugeborenen Kinder auszusetzen.Keines sollte am Leben bleiben.20In dieser Zeit wurde Mose geboren7,20 wurde Mose geboren: Von der Geburt und Kindheit von Mose erzählt 2. Mose/Exodus 1,15–2,10..Gott hatte Gefallen an ihm.Drei Monate lang konnten seine Elternihn zu Hause aufziehen,21dann mussten sie ihn aussetzen.Aber die Tochter des Pharao nahm ihn zu sichund zog ihn auf als ihren eigenen Sohn.22Mose erhielt eine Ausbildungin aller Weisheit7,22 Weisheit: Mose erhielt eine umfassende Bildung in den damals bekannten Wissenschaften der Ägypter. der Ägypter.Er war redegewandt und tatkräftig.

23Als Mose 40 Jahre alt war7,23 als Mose 40 Jahre alt war: 2. Mose/Exodus 2,11-14 erzählt, dass Mose einen ägyptischen Aufseher tötet, der zuvor einen Israeliten erschlagen hat.,erwachte in seinem Herzen7,23 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. ein Wunsch:Er wollte sich um seine Brüder,die Israeliten7,23 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen., kümmern.24Einmal sah er,wie ein Israelit von einem Ägypter7,24 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. misshandelt wurde.Er kam ihm zu Hilfe und erschlug den Ägypter.So rächte er das Unrecht.25Mose dachte:›Meine Brüder werden verstehen,dass Gott ihnen durch mich Rettung schickt.‹Aber sie verstanden es nicht.26Am nächsten Tag kam er gerade dazu,als zwei Israeliten sich stritten.Er wollte Frieden zwischen ihnen stiftenund sagte: ›Männer, ihr seid doch Brüder!Warum streitet ihr miteinander?‹27Derjenige, der im Unrecht war,stieß Mose zur Seite und fragte:›Wer hat dich zum Aufseher und Richterüber uns eingesetzt?28Willst du mich etwa auch totschlagen,so wie gestern den Ägypter?‹29Als Mose das hörte, floh er aus Ägyptenund lebte als Fremder im Land Midian.Dort bekam er zwei Söhne.«

Die Berufung von Mose und der Auszug Israels aus Ägypten

30»Weitere 40 Jahre später7,30 weitere 40 Jahre später: In 2. Mose/Exodus 3,1-12 wird die Begegnung von Mose mit Gott im brennenden Dornbusch erzählt. war Mose7,30 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote.in der Wüste am Berg Sinai.Da erschien ihm ein Engel7,30 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen.in den Flammen eines brennenden Dornbuschs.31Mose wunderte sich über das, was er da sah.Er ging näher heran, um es genauer zu betrachten.Da ertönte die Stimme des Herrn7,31 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht.:32›Ich bin der Gott deiner Vorfahren,der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs7,32 Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und den Stammvätern seines Volkes zum Ausdruck..‹Mose zitterte vor Angstund wagte nicht, genauer hinzuschauen.33Der Herr sagte zu ihm: ›Zieh deine Schuhe aus!Der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land.34Ich habe die Not meines Volkes in Ägypten7,34 Ägypten: Fruchtbares Land am Nil und Großmacht, die das politische Geschehen im Alten Orient beeinflusste. gesehen.Ihre Klage habe ich gehört.Deshalb bin ich herabgekommen, um sie zu befreien.Nun geh! Ich sende dich nach Ägypten.‹

35Dabei hatten die Israeliten7,35 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mose7,35 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. zuvor abgelehntund gesagt7,35 und gesagt: Mit diesen Worten wird Mose in 2. Mose/Exodus 2,14 von den Israeliten abgelehnt, nachdem er einen ägyptischen Aufseher getötet hatte, der zuvor einen Israeliten erschlug.:›Wer hat dich zum Aufseher und Richter eingesetzt?‹Und nun schickte Gott diesen Moseals Aufseher und Befreier –durch den Engel7,35 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen., der ihm im Dornbusch erschienen war.36Mose war es auch,der die Israeliten in die Freiheit führte.Dabei vollbrachte er Wunder und Zeichen –zuerst in Ägypten7,36 in Ägypten: Um den Pharao dazu zu bewegen, die Israeliten freizulassen, vollbringt Mose im Namen Gottes eine Reihe von Wundern; vgl. 2. Mose/Exodus 7,8–11,10., dann am Roten Meer7,36 am Roten Meer: 2. Mose/Exodus 14 erzählt, wie Mose im Namen Gottes die Israeliten am Roten Meer vor dem ägyptischen Heer rettet, das sie verfolgt.und schließlich 40 Jahre lang in der Wüste7,36 in der Wüste: Um die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste ins verheißene Land zu versorgen und zu beschützen, vollbringt Mose im Namen Gottes weitere Wunder. 2. Mose/Exodus 17,1-7 erzählt beispielsweise, wie Mose die Israeliten im Auftrag Gottes mit Wasser aus einem Felsen versorgt..37Und es war Mose, der zu den Israeliten sagte7,37 sagte: Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 18,15.:›Gott wird von deinen Brüderneinen Propheten7,37 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. wie mich für euch berufen.‹38Mose war es auch,der bei der Versammlung der Israelitenin der Wüste auftrat.Damals war er der Vermittlerzwischen unseren Vorfahren und dem Engel Gottes.Der Engel sprach zu ihm auf dem Berg Sinai7,38 Berg Sinai: Gottesberg in der Wüste, auf dem Gott im Gewittersturm erscheint und Mose die Zehn Gebote erhält; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20..Mose empfing dort die Worte,die zum Leben führen.Und Mose sollte sie an uns weitergeben.«

Der Ungehorsam des Volkes in der Wüste

39»Aber unsere Vorfahren wollten Mose7,39 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. nicht gehorchen.Sie lehnten sich gegen ihn auf7,39 lehnten sich auf: Während Mose auf dem Berg Sinai mit Gott redete, machte sich das Volk ein goldenes Kalb und betete es an; vgl. 2. Mose/Exodus 32..Im Herzen waren sie schon wiederauf dem Weg zurück nach Ägypten.40Zu Aaron7,40 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. sagten sie:›Mach uns Götter, die vor uns her ziehen!Denn wir wissen nicht,was mit diesem Mose passiert ist,der uns aus Ägypten geführt hat.‹41So fertigten sie sich damals das goldene Kalb7,41 goldenes Kalb: In 2. Mose/Exodus 32,1-35 wird erzählt, wie die Israeliten ein goldenes Kalb als Gott verehren und dafür bestraft werden. anund brachten dem Götzenbild7,41 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. Opfer dar.Sie hatten Freude an dem Werk,das sie selbst erschaffen hatten.

42Da wandte sich Gott von ihnen ab.Er ließ sogar zu,dass sie die Gestirne als Götter anbeteten.So steht es auch im Buch der Propheten7,42 steht im Buch der Propheten: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Amos 5,25-27.:›Ihr seid 40 Jahre lang durch die Wüste7,42 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35. gezogen,ihr Leute vom Volk Israel7,42 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.!Habt ihr da etwa für michSchlachtopfer7,42 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. und andere Opfer7,42 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. dargebracht?43Nein, ihr habt das Zelt des Moloch7,43 Zelt des Moloch: Transportables Heiligtum, in dem Gottesdienste für die Gottheit Moloch gefeiert wurden.und den Stern eures Gottes Räfan7,43 Räfan: Babylonischer Name eines Sterns oder Planeten, der als Gott verehrt wurde. mitgeführt.Diese Götzenbilder7,43 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten. habt ihr gemacht, um sie anzubeten.Darum werde ich euch in die Verbannung7,43 Verbannung: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben. führen –weit über Babylon hinaus.‹«

Der Tempelbau und der Thron Gottes im Himmel

44»Unsere Vorfahren hatten in der Wüste7,44 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35.das Zelt der Begegnung7,44 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem..Gott hatte Mose7,44 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. angewiesen,es nach dem Vorbild anfertigen zu lassen,das er ihm gezeigt hatte.45Die nächste Generation übernahm dieses Zelt.Sie brachte es mit, als sie unter der Führung von Josua7,45 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land.das Land in Besitz nahm.Vorher hatten dort Menschen aus anderen Völkern gewohnt,aber Gott hatte sie vor unseren Vorfahren vertrieben.Bis zur Zeit Davids7,45 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. blieb das Zelt ihr Heiligtum.

46David7,46 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. fand Gnade7,46 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. bei Gott und bat ihn7,46 bat ihn: 2. Samuel 7,1-16 erzählt, wie Gott auf König Davids Wunsch reagiert, ihm einen Tempel zu bauen.:›Lass mich doch einen Ort finden,an dem die Nachkommen Jakobs7,46 Nachkommen Jakobs: Bezeichnung für das Volk Israel. Der Stammvater Jakob wird in 1. Mose/Genesis 32,29 in Israel umbenannt.ein Heiligtum für dich bauen können.‹47Aber erst Salomo7,47 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. baute Gott ein festes Haus.48Doch der Höchste7,48 der Höchste: Titel für Gott, der eng mit dem Tempel in Jerusalem verbunden ist. wohnt nicht in einem Bauwerk,das von Menschenhand gemacht ist.Deshalb sagt der Prophet7,48 sagt der Prophet: Zitat aus Jesaja 66,1-2.:49›So spricht der Herr7,49 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht.:Der Himmel7,49 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist mein Thronund die Erde ein Schemel7,49 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für meine Füße.Was für ein Haus wollt ihr mir da bauen?An was für einem Ort sollte ich mich da ausruhen?50Habe ich nicht mit meiner eigenen Handdie ganze Welt erschaffen?‹«

Stephanus klagt seine Ankläger an

51»Ihr seid Starrköpfe!Ihr seid nicht am Herzen beschnitten7,51 nicht am Herzen beschnitten: Wer nur äußerlich und nicht auch am Herzen beschnitten ist, lässt sein Leben nicht von innen heraus durch Gottes Willen bestimmt sein.,und eure Ohren sind taub für Gottes Stimme.Ständig widersetzt ihr euch dem Heiligen Geist7,51 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.ihr genauso wie damals eure Vorfahren!52Gab es jemals einen Propheten7,52 Propheten: Menschen, die verkünden, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat, wurden manchmal getötet, wenn ihre Botschaft unbequem war; vgl. Jeremia 2,30.,den eure Vorfahren nicht verfolgt haben?Stets haben sie die getötet,die das Kommen des Gerechten7,52 der Gerechte: Hier der Retter der Welt, den Gott schickt. vorausgesagt haben.Und jetzt seid ihrzu Verrätern und Mördern an ihm geworden.53Dabei habt ihr das Gesetz7,53 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. sogardurch Vermittlung von Engeln7,53 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. empfangen.Aber ihr habt es nicht befolgt.«

Stephanus wird gesteinigt

54Als die Mitglieder des jüdischen Rats7,54 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. das hörten,gerieten sie außer sich vor Zorn über Stephanus.Vor Wut knirschten sie mit den Zähnen.55Aber Stephanus war ganz vom Heiligen Geist7,55 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. erfüllt.Er blickte zum Himmel emporund sah Gottes Herrlichkeit7,55 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor.und Jesus7,55 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., der an der rechten Seite7,55 rechte Seite: Der rechte Platz ist ein Ehrenplatz. Gottes stand.</