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Festus nimmt den Prozess wieder auf

251Drei Tage nach seinem Amtsantrittreiste Festus25,1 Festus: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 60 n. Chr. von Cäsarea25,1 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa. nach Jerusalem25,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..2Die führenden Priester25,2 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und die angesehensten Männer des jüdischen Volkes25,2 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.erneuerten bei ihm ihre Anklage gegen Paulus25,2 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte..Sie baten den Statthalter25,2 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers.3um einen Beweis für sein Wohlwollen:Er solte Paulus wieder nach Jerusalem verlegen lassen.Denn sie planten einen Anschlag gegen Paulusund wollten ihn unterwegs umbringen lassen.4Aber Festus antwortete:»Paulus bleibt im Gefängnis in Cäsarea25,4 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa..Ich selbst werde in Kürze dorthin zurückkehren.«5Weiter sagte er:»Eure Bevollmächtigten können ja mitkommen.Wenn der Mann tatsächlich etwas Unrechtes getan hat,sollen sie dort Anklage gegen ihn erheben.«

6Festus25,6 Festus: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 60 n. Chr. blieb nur acht oder zehn Tage in Jerusalem25,6 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Dann zog er weiter nach Cäsarea25,6 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa..Gleich am nächsten Tageröffnete er die Gerichtsverhandlungund ließ Paulus25,6 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. vorführen.7Als er vor Gericht erschien, umringten ihn die Juden25,7 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.,die aus Jerusalem gekommen waren.Sie brachten viele schwere Anklagen gegen ihn vor,die sie aber nicht beweisen konnten.8Paulus verteidigte sich:»Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen –weder gegen das Gesetz25,8 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. der Judennoch gegen den Tempel25,8 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. oder den Kaiser25,8 Kaiser: Kaiser Nero, der 54–68 n. Chr. über das Römische Reich herrschte.

9Festus25,9 Festus: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 60 n. Chr. wollte den Juden25,9 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. aber einen Gefallen tun.Deshalb fragte er Paulus25,9 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte.:»Willst du nach Jerusalem25,9 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. gehen?Dort könnte in meiner Gegenwartein Urteil in dieser Sache gefällt werden.«10Aber Paulus erwiderte:»Ich stehe hier vor dem kaiserlichen Gericht,und vor ihm muss mein Fall entschieden werden.Ich habe den Juden kein Unrecht getan,wie du sehr wohl weißt.11Wenn ich wirklich ein Unrechtoder ein todeswürdiges Verbrechen begangen habe,bin ich bereit zu sterben.Wenn aber ihre Anschuldigungen nicht haltbar sind,darf niemand mich ihnen aus Gefälligkeit ausliefern.Ich verlange, dass mein Fall vor den Kaiser kommt25,11 vor den Kaiser kommen: Als römischer Bürger hatte Paulus das Recht, direkt an den Kaiser zu appellieren oder bei ihm Berufung einzulegen.12Daraufhin besprach sich Festus mit seinen Beratern.Dann antwortete er:»Du wolltest, dass dein Fall vor den Kaiser kommt.Also sollst du vor den Kaiser gebracht werden!«

Festus informiert König Agrippa über Paulus

13Einige Zeit später kamen König Agrippa25,13 Agrippa: Herodes Agrippa II. herrschte ab 50 n. Chr. im Namen des römischen Kaisers unter anderem über die Städte Tiberias und Tarichäa am See Gennesaret und hatte die Aufsicht über den Tempel in Jerusalem.und seine Schwester Berenike nach Cäsarea25,13 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa.,um Festus25,13 Festus: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 60 n. Chr. einen Antrittsbesuch abzustatten.14Nachdem sie schon einige Tage da waren,legte Festus dem König den Fall des Paulus25,14 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. vor:»Felix25,14 Felix: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 52–60 n. Chr. und Vorgänger von Festus. hat hier einen Mannals Gefangenen zurückgelassen.15Als ich in Jerusalem25,15 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. war,erhoben die führenden Priester25,15 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und die Ratsältesten25,15 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. der Juden25,15 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. Anklage gegen ihn.Sie forderten seine Verurteilung.16Ich antwortete ihnen:›Es ist bei den Römern25,16 Römer: Das römische Bürgerrecht beinhaltet verschiedene Rechte und Pflichten, die nicht gleichermaßen für andere Bewohner des Römischen Reichs galten. Dazu gehörten Wahlrecht, Kriegsdienst und das Verbot bestimmter grausamer Hinrichtungsarten wie der Kreuzigung oder Folter. nicht üblich,einen Angeklagten einfachaus Gefälligkeit auszuliefern.Der Angeklagte muss zuerst den Anklägernpersönlich gegenübergestellt werden.Dabei muss er Gelegenheit erhalten,sich gegen die Anklage zu verteidigen.‹17Daraufhin kamen einige von ihnen mit mir hierher.Ich habe dann unverzüglichfür den nächsten Tag eine Gerichtsverhandlung angesetztund ließ den Mann vorführen.18Bei der Gegenüberstellungbrachten die Ankläger aber keine Beschuldigungenwegen irgendwelcher schwerer Vergehen vor.Das hatte ich eigentlich erwartet.19Es ging lediglich um einige Streitfragen,die ihre eigene Religion betreffen.Und um einen gewissen Jesus25,19 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., der längst tot ist.Aber Paulus behauptet, dass dieser Jesus lebt.20In solchen Dingen kenne ich mich nicht genügend aus.Deshalb fragte ich Paulus:›Willst du nicht nach Jerusalem gehenund den Fall dort entscheiden lassen?‹21Aber Paulus legte dagegen Berufung ein.Er wollte bis zu einer EntscheidungSeiner Kaiserlichen Majestät25,21 Seine Kaiserliche Majestät: Als römischer Bürger hatte Paulus das Recht, direkt an den Kaiser zu appellieren oder bei ihm Berufung einzulegen. in Haft bleiben.Also befahl ich, ihn weiter in Haft zu halten,bis ich ihn zum Kaiser schicken kann.«22Da sagte Agrippa zu Festus:»Ich würde den Mann gern einmal selbst hören.«»Morgen sollst du dazu Gelegenheit haben«,antwortete Festus.

23Am folgenden Tag erschienen Agrippa25,23 Agrippa: Herodes Agrippa II. herrschte ab 50 n. Chr. im Namen des römischen Kaisers unter anderem über die Städte Tiberias und Tarichäa am See Gennesaret und hatte die Aufsicht über den Tempel in Jerusalem. und Berenike25,23 Berenike: Schwester von König Herodes Agrippa II.mit großem Gefolge.Begleitet von den Kommandanten25,23 Kommandanten: Die Kommandanten der römischen Truppen, die in Cäsarea stationiert waren.und den angesehensten Männern der Stadt,betraten sie den Empfangssaal.Auf Befehl von Festus25,23 Festus: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 60–62 n. Chr.wurde Paulus25,23 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. der Versammlung vorgeführt.24Dann ergriff Festus das Wort:»König Agrippa! Verehrte Gäste!Hier seht ihr den Mann,wegen dessen Verurteilung die versammelten Juden25,24 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.mich so sehr bedrängt haben.Sowohl in Jerusalem25,24 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. als auch hier in Cäsarea25,24 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa.haben sie laut gefordert:›Er darf nicht am Leben bleiben!‹25Ich habe jedoch festgestellt,dass er nichts getan hat,worauf die Todesstrafe steht.Er hat aber selbst verlangt,dass sein Fall vor Seine Kaiserliche Majestät25,25 Seine kaiserliche Majestät: Als römischer Bürger hatte Paulus das Recht, direkt an den Kaiser zu appellieren oder bei ihm Berufung einzulegen. kommt.Deshalb habe ich beschlossen,ihn zum Kaiser zu schicken.26Ich weiß allerdings kaum etwas Sicheres,das ich meinem Herrn über ihn schreiben könnte.Deshalb habe ich ihn euchund vor allem dir, König Agrippa,vorführen lassen.Nach der Vernehmung werde ich wohl in der Lage sein,einen Bericht zu verfassen.27Denn ich finde es unsinnig,einen Gefangenen nach Rom25,27 Rom: Hauptstadt des Römischen Reiches, im heutigen Italien gelegen. zu schicken,ohne Gründe dafür anzugeben.«
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Paulus verteidigt sich vor König Agrippa

261Agrippa26,1 Agrippa: Herodes Agrippa II. herrschte ab 50 n. Chr. im Namen des römischen Kaisers unter anderem über die Städte Tiberias und Tarichäa am See Gennesaret und hatte die Aufsicht über den Tempel in Jerusalem. sagte zu Paulus26,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte.:»Es ist dir erlaubt, in eigener Sache zu sprechen.«Da hob Paulus die Handund begann seine Verteidigungsrede:2»Die Juden26,2 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. bringen schwere Anschuldigungengegen mich vor.Deshalb schätze ich mich glücklich, König Agrippa,dass ich mich heute vor dir verteidigen kann.3Das gilt umso mehr,als du dich mit den Vorschriftenund Streitfragen der Juden hervorragend auskennst.Bitte, höre mich geduldig an!

4Seit meiner Jugend habe ichbei meinem Volk in Jerusalem26,4 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. gelebt.Alle Juden26,4 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. wissen,wie ich mein Leben von klein auf geführt habe.5Sie kennen mich von früher.Wenn sie wollen, können sie es bezeugen:Ich habe zu der Gruppe gehört,die unseren Glauben am strengsten ausübt.Denn ich war Pharisäer26,5 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte..6Jetzt stehe ich vor Gericht, weil ich auf das hoffe,was Gott unseren Vorfahren versprochen hat26,6 was Gott unseren Vorfahren versprochen hat: Versprechen Gottes, die sich im Alten Testament finden. Christen lesen gerade diese Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12..7Die zwölf Stämme unseres Volkes26,7 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen.dienen Gott ununterbrochen bei Tag und bei Nacht.Denn sie hoffen,dass sie die Erfüllung dieser Zusage erleben.Und gerade wegen dieser Hoffnung,mein König, werde ich von den Juden nun angeklagt.8Warum haltet ihr es für unglaubwürdig,dass Gott Tote auferweckt26,8 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.?

9Ich selbst hatte ja zunächst geglaubt26,9 zunächst geglaubt: Apostelgeschichte 7,54–8,3 erzählt, dass Paulus die Hinrichtung von Stephanus, einem Mitglied der Gemeinde von Jerusalem, befürwortet.,gegen das Bekenntnis zu Jesus26,9 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., dem Nazoräer26,9 Nazoräer: Bezeichnung für die Herkunft von Jesus aus der Stadt Nazaret.,hart vorgehen zu müssen.10Das habe ich in Jerusalem26,10 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. dann auch getan.Ausgestattet mit einer Vollmacht der führenden Priester26,10 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.brachte ich viele der Heiligen26,10 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. ins Gefängnis.Und wenn sie zum Tod verurteilt werden sollten,stimmte ich dafür.11Ich suchte sie in sämtlichen Synagogen26,11 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde..Immer wieder versuchte ich,sie mithilfe von Strafen zu zwingen,ihrem Glauben abzuschwören.Mein Hass auf sie war grenzenlos.Deshalb verfolgte ich sie sogarbis in die Städte außerhalb des Landes.

12In dieser Absicht reiste ich nach Damaskus26,12 reiste ich nach Damaskus: Von der Reise des Paulus nach Damaskus und seiner Begegnung mit Jesus erzählt Apostelgeschichte 9,1-25..Ich hatte die Vollmachtund das Einverständnis der führenden Priester26,12 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht..13Unterwegs, mein König, um die Mittagszeit,sah ich plötzlich vom Himmel26,13 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. her ein Licht aufleuchten.Es war heller als der Glanz der Sonneund umstrahlte mich und meine Begleiter.14Wir stürzten alle zu Boden.Da hörte ich eine Stimme,die auf Hebräisch zu mir sagte:Saul26,14 Saul: Kurzform von Saulus, dem hebräischen Namen von Paulus., Saul, warum verfolgst du mich?Du wehrst dich vergeblich gegen den Stock,der dich antreibt.‹15Da fragte ich: ›Wer bist du, Herr?‹Der Herr antwortete: ›Ich bin Jesus26,15 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., den du verfolgst.16Doch jetzt steh auf!Stell dich auf die Füße!Denn ich bin dir erschienen,um dich in meinen Dienst zu nehmen.Du sollst als Zeuge auftreten für das,was du heute gesehen hast –und das, was ich dir noch zeigen werde.17Ich schütze dich vor deinem Volkund vor den Menschen aus den anderen Völkern.Ich sende dich zu ihnen,18damit du ihnen die Augen öffnest.Sie sollen sich aus der Finsternis zum Licht26,18 Licht: Bild für das Leben, das Jesus Christus als Licht der Welt schenkt. Durch ihn erhalten die Menschen das ewige Leben in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott. hinwendenund aus der Gewalt des Satans26,18 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. zu Gott.Durch den Glauben an michsollen ihnen ihre Sünden26,18 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergeben werden.Und sie sollen ihren Anteilam Erbe26,18 Erbe: Ursprünglich der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Im Neuen Testament bedeutet es ein Leben im Reich Gottes, in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. der Heiligen26,18 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. erhalten.‹

19Deshalb, König Agrippa26,19 Agrippa: Herodes Agrippa II. herrschte ab 50 n. Chr. im Namen des römischen Kaisers unter anderem über die Städte Tiberias und Tarichäa am See Gennesaret und hatte die Aufsicht über den Tempel in Jerusalem.,habe ich der himmlischen Erscheinungwiderspruchslos gehorcht.20Ich war dann zuerst in Damaskus26,20 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste. und Jerusalem26,20 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.,später in ganz Judäa26,20 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. und bei den anderen Völkern.Überall habe ich die Menschen aufgefordert:›Ändert euer Leben und wendet euch hin zu Gott!Handelt so, wie es eurem neuen Leben entspricht!‹21Nur deswegen haben die Juden26,21 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.mich im Tempel26,21 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. festgenommenund versucht, mich zu töten.22Aber Gott hat mir bis heute geholfen.Deshalb stehe ich hier als sein Zeugevor den einfachen Leuten wie vor den Mächtigen.Ich rede von nichts anderem als von dem,was die Propheten und Mose angekündigt26,22 die Propheten und Mose angekündigt: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift. Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12. haben:23Der Christus26,23 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. muss leidenund als Erster von den Toten auferstehen26,23 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..Dann wird er meinem Volkund den Menschen aus den anderen Völkerndie Botschaft vom Licht26,23 Licht: Bild für das Leben, das Jesus Christus als Licht der Welt schenkt. Durch ihn erhalten die Menschen das ewige Leben in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott. verkünden.«

Die Reaktion von Festus und Agrippa auf die Rede des Paulus

24Als Paulus26,24 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. mit seiner Verteidigungan diesem Punkt angelangt war,rief Festus26,24 Festus: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 60 n. Chr. laut dazwischen: »Du bist verrückt, Paulus!Das viele Lesen in der Schrifthat dich in den Wahnsinn getrieben.«25Paulus antwortete: »Ich bin nicht verrückt, verehrter Festus.Was ich sage, ist wahr und vernünftig.26Der König weiß darüber Bescheid.Mit ihm kann ich auch ganz offen darüber reden.Denn ich bin überzeugt,dass ihm nichts davon entgangen ist.Schließlich hat das alles nichtin irgendeinem abgelegenen Winkel stattgefunden.27König Agrippa, glaubst du den Propheten26,27 glaubst du den Propheten: Die Frage von Paulus zielt darauf ab zu erfahren, ob König Agrippa Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus liest, wie Christen es tun.?Ich weiß, dass du ihnen glaubst!«28Agrippa sagte zu Paulus: »Es fehlt nicht vielund du überzeugst mich noch, Christ26,28 Christen: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus, die zunächst nur von Außenstehenden gebraucht wurde. zu werden!«29Paulus entgegnete: »Ich bete zu Gott,dass du wirst, was ich schon bin.Und nicht nur du!Nein, ich bete, dass früher oder später alle,die mich heute hören, mir gleich werden –natürlich bis auf diese Fesseln.«

30Der König und der römische Statthalter26,30 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers. erhoben sichund mit ihnen auch Berenike und die anderen.31Während sie den Saal verließen, unterhielten sie sich:»Dieser Mann tut nichts,wofür er den Tod oder das Gefängnis verdient.«32Und Agrippa sagte zu Festus26,32 Festus: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 60 n. Chr.:»Der Mann könnte freigelassen werden,wenn er nicht verlangt hätte,dass sein Fall vor den Kaiser kommt26,32 vor den Kaiser kommen: Als römischer Bürger hatte Paulus das Recht, direkt an den Kaiser zu appellieren oder bei ihm Berufung einzulegen.
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Paulus auf dem Weg nach Rom

Apostelgeschichte 27,1–28,31

Der Beginn der Schiffsreise nach Rom

271Unsere Abreise nach Italien war also beschlossen.Man übergab Paulus27,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und einige andere Gefangenedem Hauptmann27,1 Hauptmann: Lateinisch Centurio. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. Julius,der in der »kaiserlichen Kohorte27,1 Kaiserliche Kohorte: Im Römischen Reich häufig Ehrentitel einer militärischen Einheit von Soldaten aus der jeweiligen Region. Eine Kohorte bestand aus etwa 500 bis 1000 Mann.« diente.2Wir27,2 wir: Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, berichtet hier als Augenzeuge. gingen an Bord eines Schiffes aus Adramyttion27,2 Adramyttion: Hafenstadt an der Küste von Mysien im Westen der heutigen Türkei..Es sollte die Häfenan der Küste der Provinz Asia27,2 Provinz Asia: Römische Provinz im Westen der heutigen Türkei mit der Hauptstadt Ephesus. anlaufen.Dann legten wir ab.Wir wurden begleitet von Aristarch,einem Makedonier27,2 Makedonien: Römische Provinz im Norden der griechischen Halbinsel mit der Hauptstadt Thessalonich. aus Thessalonich27,2 Thessalonich: Hauptstadt der römischen Provinz Makedonien im Nordosten des heutigen Griechenland..3Am nächsten Tag erreichten wir Sidon.Julius war Paulus gegenüber sehr entgegenkommend.Er erlaubte ihm, seine Freunde aufzusuchenund sich von ihnen versorgen zu lassen.4Als wir von dort aufbrachen, stand der Wind gegen uns.Darum segelten wir im Schutz27,4 im Schutz: Wegen der ungünstigen Winde umsegelte das Schiff Zypern auf der Ostseite der Insel. von Zypern27,4 Zypern: Insel im östlichen Mittelmeer. weiter.5Wir durchquerten das Meer vor Kilikien27,5 Kilikien: Römische Provinz im Südosten Kleinasiens mit der Hauptstadt Tarsus, heute in der Türkei gelegen. und Pamphylien27,5 Pamphylien: Gebiet an der Südküste der heutigen Türkei.und erreichten schließlich Myra27,5 Myra: Stadt in Lykien nahe der Küste im Südwesten Kleinasiens, in der heutigen Türkei gelegen. in Lykien.

6Dort fand der Hauptmann ein Schiff aus Alexandria27,6 Alexandria: Von Alexander dem Großen gegründete Stadt am Nil im Norden Ägyptens.,das nach Italien fuhr.Damit setzten wir unsere Reise fort.7Viele Tage lang machten wir27,7 wir: Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, berichtet hier als Augenzeuge. nur wenig Fahrtund kamen mit Mühe und Not bis vor Knidos27,7 Knidos: Küstenstadt im Südwesten Kleinasiens, in der heutigen Türkei gelegen..Dann zwang uns der Wind, den Kurs zu ändern.Deshalb segelten wir im Schutz27,7 im Schutz: Wegen der ungünstigen Winde umsegelte das Schiff Kreta auf der Ostseite der Insel. von Kreta27,7 Kreta: Größte griechische Mittelmeerinsel im Süden des Ägäischen Meeres.an Kap Salmone vorbei.8Mühsam fuhren wir die Südküste entlang.Schließlich erreichten wir die Bucht von Kaloi Limenes,nicht weit von der Stadt Lasäa27,8 Lasäa: Stadt an der Südküste von Kreta..

Paulus warnt vor der Weiterfahrt

9Inzwischen war viel Zeit vergangen.Das Herbstfasten27,9 Herbstfasten: Meint das Fasten im Zusammenhang mit dem jüdischen Fest des Versöhnungstages, das im September/Oktober gefeiert wird. war schon vorüberund die Schifffahrt unsicher geworden.Deshalb warnte Paulus27,9 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte.:10»Männer! Ich sehe voraus,dass eine Weiterfahrt sehr gefährlich ist.Wir setzen damit nicht nur die Ladungund das Schiff aufs Spiel, sondern auch unser Leben.«

11Aber der Hauptmann27,11 Hauptmann: Lateinisch Centurio. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. schenkte dem Steuermannund dem Schiffseigentümer mehr Vertrauenals den Worten des Paulus27,11 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte..12Außerdem war der Hafen zum Überwintern ungeeignet.Deshalb beschloss die Mehrheit der Besatzung,wieder in See zu stechen.Man wollte versuchen, die Stadt Phönix27,12 Phönix: Hafen an der Südküste von Kreta. zu erreichen,um dort zu überwintern.Das ist ein Hafen auf Kreta27,12 Kreta: Größte griechische Mittelmeerinsel im Süden des Ägäischen Meeres.,der nur nach Südwesten und Nordwesten hin offen27,12 nach Südwesten und Nordwesten hin offen: Dadurch war er vor den Winterstürmen aus Nordost und Ost geschützt. ist.

Eine Irrfahrt im Sturm

13Als ein leichter Südwind aufkam,hielten die Seeleute ihr Vorhabenschon fast für geglückt.Sie lichteten den Ankerund fuhren so dicht wie möglichan der Küste Kretas27,13 Kreta: Größte griechische Mittelmeerinsel im Süden des Ägäischen Meeres. entlang.14Aber schon bald brach von der Insel herein schwerer Sturm los: der gefürchtete Nordost.15Das Schiff wurde von ihm mitgerissen.Weil wir27,15 wir: Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, berichtet hier als Augenzeuge. nicht gegen den Wind ankamen,gaben wir auf und ließen uns treiben.16Eine Zeit lang befanden wir unsim Schutz einer kleinen Insel namens Kauda27,16 Kauda: Kleine Insel südlich von Kreta..Hier gelang es uns mit Mühe und Not,das Beiboot27,16 Beiboot: Kleines Boot, das im Schlepptau mitgeführt wurde, um an Land überzusetzen oder den Anker einzuholen. einzuholen.17Die Seeleute zogen es an Bord.Anschließend spannten sie Taue um den Rumpf,um das Schiff zu sichern.Weil sie fürchteten, in die Große Syrte27,17 Große Syrte: Einbuchtung der nordafrikanischen Mittelmeerküste vor der Gegend um Kyrene, die wegen ihrer Untiefen gefürchtet war. zu geraten,warfen sie den Treibanker27,17 Treibanker: Ein an einem Seil befestigter größerer Gegenstand, der die Fahrt eines Schiffes nicht stoppte, sondern nur verlangsamte. aus.So ließen sie das Schiff treiben.

18Der Sturm setzte uns27,18 uns: Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, berichtet hier als Augenzeuge. hart zu.Deshalb warfen die Seeleute am folgenden Tageinen Teil der Ladung über Bord.19Am dritten Tag beförderten sie eigenhändigTeile der Schiffsausrüstung ins Meer.20Tagelang zeigten sich weder Sonne noch Sterne.Der Sturm tobte unvermindert weiter.Am Ende verloren wir jede Hoffnung auf Rettung.

Paulus ermutigt die Besatzung

21Niemand wollte mehr etwas essen.Da trat Paulus27,21 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. in ihre Mitte und sagte:»Ihr hättet besser auf mich gehört, Männer,und wärt nicht von Kreta27,21 Kreta: Größte griechische Mittelmeerinsel im Süden des Ägäischen Meeres. losgefahren.Dann wären uns solche Gefahrenund alle Verluste erspart geblieben.22Doch jetzt bitte ich euch:Lasst den Mut nicht sinken!Keiner von euch wird umkommen –nur das Schiff wird verloren gehen.23Denn letzte Nacht stand plötzlich ein Engel27,23 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. vor mir –ein Engel des Gottes, dem ich gehöre und dem ich diene.24Er sagte: ›Hab keine Angst, Paulus!Du musst noch vor den Kaiser treten27,24 vor den Kaiser treten: Als römischer Bürger hatte Paulus das Recht, direkt an den Kaiser zu appellieren oder bei ihm Berufung einzulegen, wenn er vor Gericht angeklagt wurde..Deinetwegen schenkt Gott auch all denen das Leben,die mit dir auf dem Schiff sind.‹25Fasst also Mut, Männer!Ich glaube Gott, dass alles genau so kommen wird,wie er es mir gesagt hat.26Wir müssen allerdings vor einer Insel stranden.«

Der Schiffbruch vor der Insel Malta

27Wir27,27 wir: Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, berichtet hier als Augenzeuge. trieben nun schon die vierzehnte Nachtauf dem Adriatischen Meer27,27 Adriatisches Meer: Der Teil des Mittelmeeres zwischen Italien, Griechenland und Nordafrika. umher.Gegen Mitternacht vermuteten die SeeleuteLand in der Nähe.28Sie warfen das Lot27,28 Lot: Bleigewicht an einem langen Seil zur Bestimmung der Wassertiefe. ausund maßen eine Tiefe von 36 Metern27,28 36 Meter: Wörtlich »20 Faden«. Ein Faden ist ein Maß zum Messen der Wassertiefe und entspricht etwa 1,80 m..Kurz darauf warfen sie erneut das Lot ausund maßen 27 Meter27,28 27 Meter: Wörtlich »15 Faden«. Ein Faden ist ein Maß zum Messen der Wassertiefe und entspricht etwa 1,80 m..29Sie fürchteten, wir könnten auf ein Riff auflaufen.Deshalb warfen sie vom Heck vier Anker ausund wünschten sehnlichst den Tag herbei.30Die Seeleute versuchten sogar, vom Schiff zu fliehen.Unter dem Vorwand,auch vom Bug aus Anker werfen zu wollen,ließen sie das Beiboot zu Wasser.31Doch Paulus27,31 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. warnte den Hauptmann27,31 Hauptmann: Lateinisch Centurio. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. und die Soldaten:»Wenn die Seeleute nicht an Bord bleiben,habt ihr keine Aussicht auf Rettung!«32Da kappten die Soldaten die Taueund ließen das Beiboot davontreiben.

33Bis in die Morgendämmerung hineinredete Paulus27,33 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. allen zu, etwas zu essen.Er sagte: »Ihr harrt nun schon vierzehn Tage aus.Die ganze Zeit überhabt ihr keine richtige Mahlzeit zu euch genommen.34Deshalb bitte ich euch: Esst etwas!Das braucht ihr, wenn ihr gerettet werden wollt.Keinem von euch wird auch nur ein Haar gekrümmt.«35Nachdem er das gesagt hatte, nahm er ein Brot.Vor aller Augen dankte er Gott,brach das Brot27,35 brach das Brot: Der Wortlaut erinnert an die Feier des Abendmahls. in Stücke und fing an zu essen.36Da fassten alle wieder Mutund fingen ebenfalls an zu essen.37Wir waren insgesamt 276 Leute auf dem Schiff.38Alle aßen sich satt.Dann machten sie das Schiff noch einmal leichter,indem sie die Getreidevorräte ins Meer schütteten.

39Endlich wurde es Tag.Die Seeleute sahen eine Küste, die ihnen unbekannt war.Sie entdeckten aber eine Bucht mit einem flachen Strand.Dort wollten sie versuchen,das Schiff auf Grund zu setzen.40Sie kappten die Ankertaueund ließen die Anker im Meer zurück.Zugleich lösten sie die Haltetaue der Steuerruder.Dann setzten sie das Vorsegelund hielten mit dem Wind auf den Strand zu.41Doch sie gerieten auf eine Sandbank,wo das Schiff auf Grund lief.Der Bug bohrte sich so tief in den Sand,dass sie festsaßen.Unter der Gewalt der Wellen brach das Heck auseinander.

42Da beschlossen die Soldaten, die Gefangenen zu töten,damit keiner schwimmend entkommen konnte.43Aber der Hauptmann wollte Paulus27,43 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. rettenund hinderte sie an ihrem Vorhaben.Er ließ zuerst alle, die schwimmen konnten,von Bord springen, um so das Ufer zu erreichen.44Die Übrigen folgten teils auf Planken,teils auf anderen Schiffstrümmern.So gelang es allen, sich an Land zu retten.