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Paulus berichtet von seiner Vergangenheit als Verfolger der Gemeinde

221Paulus sagte: »Liebe Landsleute! Brüder und Väter!Hört, was ich euchzu meiner Verteidigung zu sagen habe!«2Als sie hörten, dass er auf Hebräisch zu ihnen sprach,wurden sie noch stiller.Paulus22,2 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. fuhr fort:3»Ich bin ein Jude22,3 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten..Geboren wurde ich in Tarsus22,3 Tarsus: Hauptstadt der römischen Provinz Kilikien und Heimatstadt des Apostels Paulus. in Kilikien22,3 Kilikien: Römische Provinz im Südosten Kleinasiens mit der Hauptstadt Tarsus, heute in der Türkei gelegen.,aber aufgewachsen bin ich hier in Jerusalem22,3 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Mein Lehrer war Gamaliel22,3 Gamaliel: Lehrer von Paulus. Gamaliel war ein angesehener jüdischer Schriftgelehrter und Pharisäer, der in Texten aus der Umwelt des Neuen Testaments ewähnt wird..Von ihm erhielt ich meinen Unterricht,genau wie es dem Gesetz22,3 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. unserer Vorfahren entspricht.Mit großem Eifer habe ich Gott gedient,so wie ihr alle es heute tut.4Ich habe die Anhänger des neuen Weges22,4 neuer Weg: Eine der ältesten Kurzbezeichnungen für das, was im Namen von Jesus Christus verkündet wird.bis aufs Blut verfolgt.Männer und Frauen habe ich festnehmenund ins Gefängnis werfen lassen.5Der Hohepriester22,5 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. und die Ratsältesten22,5 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.können das bestätigen.Von ihnen habe ich sogareine schriftliche Vollmacht bekommen.Damit bin ich zu unseren jüdischen Brüdernnach Damaskus22,5 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste. gereist.Dort sollte ich die Anhänger des neuen Wegs festnehmenund als Gefangene nach Jerusalem bringen.Hier sollten sie dann bestraft werden.«

Paulus erzählt von seiner Berufung

6»Unterwegs, kurz vor Damaskus22,6 Damaskus: Bedeutende Handelsstadt am Rand der syrischen Wüste., geschah aber etwas22,6 geschah aber etwas: Paulus gibt hier in freier Erzählung das Geschehen von Apostelgeschichte 9,3-19 wieder.:Um die Mittagszeit umstrahlte mich plötzlichein helles Licht vom Himmel22,6 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt..7Ich stürzte zu Bodenund hörte eine Stimme, die zu mir sagte:Saul22,7 Saul: Kurzform von Saulus, dem hebräischen Namen von Paulus., Saul, warum verfolgst du mich?‹8Ich antwortete: ›Wer bist du, Herr?‹Er sagte zu mir: ›Ich bin Jesus22,8 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., der Nazoräer22,8 Nazoräer: Bezeichnung für die Herkunft von Jesus aus der Stadt Nazaret.,den du verfolgst.‹9Meine Begleiter sahen zwar das Licht.Aber die Stimme, die zu mir sprach, hörten sie nicht.10Ich fragte: ›Was soll ich tun, Herr22,10 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.?‹Der Herr sagte zu mir:›Steh auf und geh nach Damaskus.Dort wirst du alles erfahren, was Gott dir aufträgt.‹11Die strahlende Herrlichkeit22,11 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. dieses Lichtshatte mich blind gemacht.Deshalb musste ich von meinen Begleiternan der Hand geführt werden.So kam ich nach Damaskus.

12Dort lebte ein gewisser Hananias.Er war ein frommer Mannund hielt sich streng an das Gesetz22,12 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose..Bei allen Juden22,12 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. in der Stadt war er hoch angesehen.13Der kam zu mir und sagte:Saul22,13 Saul: Kurzform von Saulus, dem hebräischen Namen von Paulus., Bruder, du sollst wieder sehen können!‹Im selben Augenblick konnte ich wieder sehenund blickte ihn an.14Er sagte: ›Der Gott unserer Vorfahrenhat dich dazu bestimmt,seinen Willen zu erkennen.Du durftest den Gerechten22,14 der Gerechte: Bezeichnung für Jesus Christus. sehenund seine Stimme hören.15Denn du wirst als Zeuge für ihn auftreten.Dann wirst du allen Menschen weitersagen,was du gesehen und gehört hast.16Was zögerst du noch?Steh auf und lass dich taufen22,16 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde und die Aufnahme in die Gemeinde.!Bekenne dich zu Jesus22,16 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.und lass dich reinwaschen von deinen Sünden22,16 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.!‹

17Als ich dann wieder nach Jerusalem22,17 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. zurückgekehrt warund im Tempel22,17 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. betete,hatte ich eine Vision.18Ich sah den Herrn22,18 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen..Er sagte zu mir: ›Beeile dich!Verlasse unverzüglich Jerusalem.Denn hier wird man nicht annehmen,was du als Zeuge über mich berichtest.‹19Ich antwortete: ›Herr, sie wissen doch genau,was ich denen, die an dich glaubten, angetan habe.Ich war es doch, der sie ins Gefängnis werfenund in den Synagogen22,19 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. auspeitschen ließ.20Ich stand dabei,als das Blut deines Zeugen Stephanus22,20 das Blut deines Zeugen Stephanus: Von der Steinigung des Stephanus, die Paulus befürwortete, erzählt Apostelgeschichte 7,54–8,1. vergossen wurde.Ich war mit allem einverstandenund passte sogar auf die Kleider seiner Mörder auf.‹21Aber der Herr sagte zu mir: ›Geh!Ich will dich zu den Völkern senden,die in der Ferne leben.‹«

Paulus löst einen Tumult aus und beruft sich auf sein römisches Bürgerrecht

22Bis zu diesen Worten hatten die Leute Paulus22,22 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. ruhig zugehört.Aber jetzt fingen sie an zu schreien:»Weg mit ihm! So einer muss von der Erde verschwinden.Er darf nicht am Leben bleiben!«23Sie tobten, rissen sich die Kleider vom Leib22,23 Kleider vom Leib reißen: Ausdruck tiefer Betroffenheit, beispielsweise bei Trauer, Wut oder Verzweiflung.und warfen Staub in die Luft.24Der Kommandant22,24 Kommandant: Wörtlich »Führer einer Tausendschaft«. Militärischer Rang im römischen Heer. befahl,Paulus22,24 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. in die Festung22,24 Festung: Vermutlich die Burg Antonia nördlich des Tempels. Dort waren die römischen Truppen stationiert. zu bringen.Er ordnete an, ihn unter Peitschenhieben zu verhören.So wollte er herausfinden,warum seinetwegen unter den Leutenso ein Tumult entstanden war.25Paulus war schon zur Auspeitschung festgebunden.Da sagte er zu dem Hauptmann22,25 Hauptmann: Lateinisch Centurio. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft., der die Aufsicht führte:»Dürft ihr denn einen römischen Bürger22,25 römischer Bürger: Das Bürgerrecht beinhaltet verschiedene Rechte und Pflichten, die nicht gleichermaßen für andere Bewohner des Römischen Reichs galten. Dazu gehörten Wahlrecht, Kriegsdienst und das Verbot bestimmter grausamer Hinrichtungsarten wie der Kreuzigung oder Folter. auspeitschen –noch dazu ohne ordentliches Gerichtsverfahren?«26Als der Hauptmann das hörte, ging er zum Kommandanten,meldete es ihm und fragte: »Was willst du jetzt tun?Dieser Mann ist ein römischer Bürger!«

27Da ging der Kommandant22,27 Kommandant: Apostelgeschichte 21,31-40 erzählt, dass der Kommandant der römischen Truppen in Jerusalem Paulus angesichts eines Volksaufstands gefangen nehmen lässt. zu Paulus22,27 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte.und fragte ihn: »Sag mir:Bist du wirklich ein römischer Bürger22,27 römischer Bürger: Das Bürgerrecht beinhaltet verschiedene Rechte und Pflichten, die nicht gleichermaßen für andere Bewohner des Römischen Reichs galten. Dazu gehörten Wahlrecht, Kriegsdienst und das Verbot bestimmter grausamer Hinrichtungsarten wie der Kreuzigung oder Folter.Paulus antwortete: »Ja.«28Der Kommandant sagte:»Ich habe für dieses Bürgerrechtviel Geld bezahlt.«Paulus entgegnete:»Ich besitze es sogar von Geburt an.«29Die Männer, die ihn verhören sollten,ließen sofort von ihm ab.Auch der Kommandant bekam Angst,nachdem er erfahren hatte,dass Paulus ein römischer Bürger war –und er hatte ihn fesseln lassen!

Paulus vor dem jüdischen Rat

30Am folgenden Tag wollte der Kommandant22,30 Kommandant: Apostelgeschichte 21,31-40 erzählt, dass der Kommandant der römischen Truppen in Jerusalem Paulus angesichts eines Volksaufstands gefangen nehmen lässt.sich Klarheit darüber verschaffen,was die Juden22,30 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. Paulus22,30 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. vorwarfen.Er ließ ihm die Ketten abnehmenund befahl, die führenden Priester22,30 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und den ganzen jüdischen Rat22,30 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. zusammenzurufen.Dann ließ er Paulus vor sie führenund ihnen gegenüberstellen.
23231Paulus23,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. richtete seinen Blickfest auf die Mitglieder des jüdischen Rats23,1 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.und sagte: »Ihr Brüder!Bis zum heutigen Tag habe ich immer so gelebt,dass ich vor Gott ein reines Gewissen habe.«2Da befahl der Hohepriester23,2 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Hananiasden Ratsältesten23,2 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten., die neben Paulus standen,ihm auf den Mund zu schlagen.3Daraufhin sagte Paulus zu ihm:»Gott wird dich schlagen, du Scheinheiliger23,3 du Scheinheiliger: Wörtlich »Du weiß getünchte Wand!« Die weiße Farbe ist Fassade und lässt Risse in der Wand nur scheinbar verschwinden.!Du willst nach dem Gesetz23,3 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. über mich Gericht halten?Dabei missachtest du doch selbst das Gesetz,wenn du mich schlagen lässt!«4Die umstehenden Ratsältesten fuhren ihn an:»Wie kannst du es wagen,den Hohepriester Gottes zu beleidigen!«5Paulus entschuldigte sich: »Brüder,ich wusste nicht, dass er der Hohepriester ist.In der Heiligen Schrift steht23,5 in der Heiligen Schrift steht: Zitat aus 2. Mose/Exodus 22,27. ja:›Du sollst ein Oberhaupt in deinem Volk nicht verfluchen!‹«

6Paulus23,6 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. wusste,dass der jüdische Rat23,6 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. teils aus Sadduzäern23,6 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an.und teils aus Pharisäern23,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. bestand.Deshalb rief er in die Versammlung hinein: »Ihr Brüder!Ich bin Pharisäer und komme aus einer Pharisäerfamilie.Ich stehe hier vor Gerichtwegen meiner Hoffnung auf die Auferstehung23,6 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten!«7Kaum hatte Paulus das gesagt,brach zwischen den Pharisäernund den Sadduzäern ein Streit los.Die ganze Versammlung spaltete sich in zwei Lager.8Die Sadduzäer behaupten nämlich,dass es keine Auferstehung23,8 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. gibt –ebenso wenig wie Engel23,8 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. oder Geister.Die Pharisäer dagegen bekennen sich zu all dem.9So kam es zu einer lautstarken Auseinandersetzung.Schließlich standen einige Schriftgelehrte23,9 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. auf,die zur Gruppe der Pharisäer gehörten,um ihren Standpunkt zu verteidigen.Sie erklärten:»Wir können diesem Mann nichts vorwerfen.Vielleicht hat ja tatsächlich ein Geistoder ein Engel mit ihm gesprochen.«

10Der Streit wurde immer heftiger.Am Ende befürchtete der Kommandant23,10 Kommandant: Apostelgeschichte 21,31-40 erzählt, dass der Kommandant der römischen Truppen in Jerusalem Paulus angesichts eines Volksaufstands gefangen nehmen lässt.,dass Paulus23,10 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. zwischen den Parteien zerrissen würde.Er ließ eine Abteilung Soldaten kommen.Die sollten Paulus aus der Menge herausholenund ihn wieder in die Festung23,10 Festung: Gemeint ist wahrscheinlich die Burg Antonia nördlich des Tempels. Dort waren die römischen Truppen in Jerusalem stationiert. bringen.11In der folgenden Nacht erschien der Herr23,11 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. dem Paulusund sagte: »Nur Mut!Wie du in Jerusalem23,11 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. mein Zeuge warst,so sollst du auch in Rom23,11 Rom: Hauptstadt des Römischen Reiches, im heutigen Italien gelegen. mein Zeuge sein!«

Paulus entkommt einer Verschwörung

12Am nächsten Morgen trafen sich etliche Juden23,12 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.,um sich gegen Paulus23,12 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. zusammenzuschließen.Sie legten einen feierlichen Eid ab:»Wir wollen weder essen noch trinken,bis wir Paulus getötet haben.«13Mehr als 40 Männerbeteiligten sich an dieser Verschwörung.14Sie gingen zu den führenden Priestern23,14 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und den Ratsältesten23,14 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. und sagten:»Wir haben einen feierlichen Eid geschworen,nichts zu essen, bis wir Paulus getötet haben.15Geht jetzt mit dem jüdischen Rat23,15 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. zum Kommandanten23,15 Kommandant: Apostelgeschichte 21,31-40 erzählt, dass der Kommandant der römischen Truppen in Jerusalem Paulus angesichts eines Volksaufstands gefangen nehmen lässt..Bittet ihn,euch Paulus noch einmal vorführen zu lassen –als ob ihr seinen Fall genauer untersuchen wolltet.Wir halten uns dann bereit, ihn umzubringen,bevor er hier ankommt.«

16Aber ein Neffe von Paulus23,16 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte., der Sohn seiner Schwester,hörte von dem geplanten Anschlag.Er ging in die Festung23,16 Festung: Gemeint ist wahrscheinlich die Burg Antonia nördlich des Tempels. Dort waren die römischen Truppen in Jerusalem stationiert. und berichtete Paulus davon.17Paulus rief einen Hauptmann herbei und bat ihn:»Bring diesen jungen Mann zum Kommandanten23,17 Kommandanten: Wörtlich »Führer einer Tausendschaft«. Militärischer Rang im römischen Heer..Er hat eine Nachricht für ihn.«18Der Hauptmann brachte den Neffen zum Kommandantenund sagte: »Der Gefangene Paulus hat mich rufen lassenund mich gebeten, diesen jungen Mann zu dir zu bringen.Er hat dir etwas zu berichten.«19Der Kommandant zog ihn zur Seiteund erkundigte sich: »Was hast du mir zu melden?«20Der Neffe sagte:»Die Juden23,20 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. haben verabredet, dich um etwas zu bitten.Du sollst Paulus morgen noch einmaldem jüdischen Rat23,20 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. vorführen –angeblich, um seinen Fall noch genauer zu untersuchen.21Du darfst dich auf keinen Fall darauf einlassen!Denn mehr als 40 von ihnenhaben sich gegen Paulus zusammengeschlossen.Sie haben einen Eid abgelegt,weder zu essen noch zu trinken,bis sie Paulus umgebracht haben.Sie halten sich schon bereitund warten nur noch auf deine Zusage.«22Der Kommandant wies den jungen Mann an:»Verrate keinem Menschen,dass du mir von diesem Plan erzählt hast.«Dann ließ er ihn gehen.

Paulus wird zu Felix nach Cäsarea gebracht

23Der Kommandant23,23 Kommandant: Apostelgeschichte 21,31-40 erzählt, dass der Kommandant der römischen Truppen in Jerusalem Paulus angesichts eines Volksaufstands gefangen nehmen lässt. rief zwei Hauptmänner zu sichund gab ihnen den Befehl:»200 Soldaten sollen sichzum Abmarsch nach Cäsarea23,23 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa. bereit machen,dazu noch 70 Reiter und 200 Leichtbewaffnete.Zur dritten Nachtstunde23,23 dritte Nachtstunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die dritte Stunde ist abends, etwa um 21.00 Uhr. ist Aufbruch.24Besorgt auch Reittiere für Paulusund bringt ihn sicher zu Felix23,24 Felix: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 52–60 n. Chr.,dem römischen Statthalter23,24 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers.25Außerdem schrieb der Kommandant einen Briefmit folgendem Inhalt:26»Von Claudius Lysiasan den hochverehrten Bevollmächtigten Felix.Sei gegrüßt!27Diesen Mann hatten die Juden23,27 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. in ihre Gewalt gebrachtund wollten ihn umbringen.Ich schritt mit meinen Soldaten ein,um ihn in Sicherheit zu bringen –zumal ich erfahren habe, dass er römischer Bürger23,27 römischer Bürger: Das Bürgerrecht beinhaltet verschiedene Rechte und Pflichten, die nicht gleichermaßen für andere Bewohner des Römischen Reichs galten. Dazu gehörten Wahlrecht, Kriegsdienst und das Verbot bestimmter grausamer Hinrichtungsarten wie der Kreuzigung oder Folter. ist.28Weil ich herausfinden wollte, was sie ihm vorwarfen,führte ich ihn dem jüdischen Rat23,28 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. vor.29Es stellte sich heraus, dass sich ihre Vorwürfenur auf Streitfragen über ihr Gesetz23,29 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. beziehen.Es liegt keine Anklage gegen ihn vor,die ein Todesurteiloder eine Gefängnisstrafe rechtfertigt.30Doch dann wurde mir gemeldet,dass gegen den Mann ein Anschlag geplant ist.Deshalb habe ich ihn umgehend zu dir geschickt.Ich habe auch die Kläger angewiesen,ihre Anschuldigungen bei dir vorzutragen.«

31Die Soldaten übernahmen Paulus23,31 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. wie befohlenund brachten ihn noch in der Nacht bis nach Antipatris.32Am nächsten Tag kehrten die Fußtruppenin ihre Festung zurück,während die Reiter mit Paulus weiterzogen.33In Cäsarea23,33 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa. übergaben siedem römischen Statthalter23,33 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers. den Briefund führten ihm Paulus vor.34Felix23,34 Felix: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 52–60 n. Chr. las den Briefund fragte Paulus: »Aus welcher Provinz stammst du?«»Aus Kilikien23,34 Kilikien: Römische Provinz im Südosten Kleinasiens mit der Hauptstadt Tarsus, heute in der Türkei gelegen.«, bekam er zur Antwort.35Da erklärte Felix: »Ich werde dich vernehmen,sobald auch deine Ankläger hier sind.«Dann befahl er, Paulus im Palast des Herodes23,35 Palast des Herodes: Amtssitz des römischen Bevollmächtigten in Cäsarea. Er war von Herodes dem Großen erbaut worden.,dem sogenannten Prätorium, zu bewachen.
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Die Haft des Paulus in Cäsarea

Apostelgeschichte 24,1–26,32

Die führenden Juden klagen Paulus an

241Fünf Tage späterkam der Hohepriester24,1 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Hananias nach Cäsarea24,1 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa..Einige Ratsälteste24,1 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. und ein Anwalt,ein gewisser Tertullus, begleiteten ihn.Sie erhoben Anklage gegen Paulus24,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. bei Felix24,1 Felix: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 52–60 n. Chr.,dem römischen Statthalter24,1 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers..2Nachdem man Paulus gerufen hatte,begann Tertullus mit seiner Anklagerede:»Verehrter Felix!Dein Verdienst ist es,dass wir schon so lange in Frieden leben.Und deiner Umsicht verdanken wirwichtige Neuerungen für dieses Volk24,2 dieses Volk: Bevölkerung der Provinz Judäa, die mehrheitlich jüdisch war..3Das erkennen wir immer und überallin tiefster Dankbarkeit an.4Doch um dich nicht unnötig aufzuhalten,bitte ich dich:Schenke uns kurz deine wohlwollende Aufmerksamkeit.5Wir haben festgestellt:Dieser Mann ist gefährlich wie die Pest.Als Anführer der Nazoräer-Sekte24,5 Nazoräer-Sekte: »Nazoräer« ist eine Bezeichnung für die Herkunft von Jesus aus der Stadt Nazaret. Hier werden seine Anhänger als Gruppe mit diesem Namen belegt. stiftet er Unruheunter allen Juden24,5 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. auf der ganzen Welt.6Er hat sogar versucht, den Tempel24,6 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. zu entweihen.Dabei haben wir ihn festgenommen.[...] 7[...] 8[...]24,8 [...]: Einige Handschriften fügen hinzu: »Wir wollten ihn nach unserem eigenen Gesetz verurteilen. 7 Aber der Kommandant Lysias hat ihn mit Gewalt aus unseren Händen befreit. 8 Und Lysias hat befohlen: ›Wer eine Anklage gegen ihn hat, soll sich an dich wenden.‹«Wenn du ihn selbst verhörst,wirst du verstehen, warum wir ihn anklagen.«

9Die Juden24,9 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. unterstützten Tertullusund erklärten: »Genauso verhält es sich!«

Paulus verteidigt sich vor Felix

10Der römische Statthalter24,10 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers.forderte Paulus24,10 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. mit einem Zeichen zum Reden auf,und Paulus erwiderte:»Ich weiß, dass du seit vielen Jahrenals Richter über dieses Volk24,10 dieses Volk: Bevölkerung der Provinz Judäa, die mehrheitlich jüdisch war. eingesetzt bist.Deshalb gehe ich voller Zuversichtan meine Verteidigung.11Ich bin erst vor zwölf Tagen nach Jerusalem24,11 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. gekommen,um im Tempel24,11 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. zu beten.Das kannst du leicht überprüfen.12Niemand hat mich dort Streitgespräche führen sehenoder beobachtet,dass ich einen Aufstand angezettelt hätte –weder im Tempel noch in den Synagogen24,12 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde.noch irgendwo sonst in der Stadt.13Für nichts von dem, was mir hier vorgeworfen wird,können sie dir Beweise vorlegen.

14Das allerdings gebe ich vor dir offen zu:Ich diene dem Gott unserer Vorfahren so,wie es dem neuen Weg24,14 neuer Weg: Eine der ältesten Kurzbezeichnungen für das, was im Namen von Jesus Christus verkündet wird. entspricht.Sie bezeichnen ihn als Sekte.Aber ich glaube an alles,was im Gesetz und bei den Propheten24,14 Gesetz und Propheten: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift. Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12. steht.15Und ich setze die gleiche Hoffnung auf Gottwie diese Leute hier:die Hoffnung, dass die Toten auferstehen24,15 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. werden –sowohl die Gerechten24,15 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. als auch die Frevler24,15 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen..16Aus diesem Grund bemühe auch ich mich,immer ein reines Gewissen zu haben –vor Gott und vor den Menschen.

17Nach vielen Jahren bin ich wiedernach Jerusalem24,17 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. zurückgekehrt.Ich hatte Geldspenden für mein Volk dabeiund wollte Gott Opfer24,17 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. darbringen.18Dabei hat man mich im Tempel24,18 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. gesehen.Die vorgeschriebene Reinigung24,18 vorgeschriebene Reinigung: Religiöse Handlung, mit der Menschen und Dinge dafür vorbereitet werden, in der Nähe Gottes zu sein. Hier ist sie Teil eines Gelübdes, von dessen Einlösung in Apostelgeschichte 21,23-26 erzählt wird.hatte ich bereits vollzogen.Weder war ich von einer Menschenmenge umringtnoch in einen Tumult verwickelt.19Bei den Leuten, die mich gesehen hatten,handelte es sich um Juden24,19 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. aus der Provinz Asia24,19 Provinz Asia: Römische Provinz im Westen der heutigen Türkei mit der Hauptstadt Ephesus..Sie sollten eigentlich jetzt vor dir stehenund Anklage erheben,wenn sie mir etwas vorzuwerfen haben!20Du kannst aber auch diese Männer hier fragen.Welches Vergehen haben sie denn festgestellt,als ich vor dem jüdischen Rat24,20 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. verhört wurde?21Es kann sich höchstens um einen einzigen Satz handeln.Damals, als ich vor ihnen stand24,21 als ich vor ihnen stand: Die Erzählung vom Verhör des Paulus vor dem jüdischen Rat findet sich in Apostelgeschichte 23,1-11., habe ich ausgerufen:›Ich stehe heute vor eurem Gericht,weil ich an die Auferstehung24,21 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten glaube!‹«

Felix verschleppt den Prozess

22Felix24,22 Felix: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 52–60 n. Chr. wusste über den neuen Weg24,22 neuer Weg: Eine der ältesten Kurzbezeichnungen für das, was im Namen von Jesus Christus verkündet wird. sehr gut Bescheid.Er vertagte die Verhandlung mit den Worten:»Ich werde euren Fall entscheiden,sobald Kommandant Lysias da ist.«23Er befahl dem zuständigen Hauptmann,Paulus24,23 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. weiter in Gewahrsam zu halten,aber die Haft zu erleichtern.Keiner von seinen Freundensollte daran gehindert werden, für ihn zu sorgen.

24Einige Tage später kam Felix24,24 Felix: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 52–60 n. Chr.zusammen mit seiner Frau Drusilla24,24 Drusilla: Tochter von Herodes Agrippa I., die Jüdin24,24 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. war.Er ließ Paulus24,24 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. herbeibringen.Dann hörte er sich an,was Paulus über den Glauben an Christus Jesus24,24 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. sagte.25Aber Paulus sprach zuletzt auchüber Gerechtigkeit24,25 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes.,Enthaltsamkeit und das bevorstehende Gericht24,25 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..Da erschrak Felix und sagte:»Für heute kannst du gehen.Wenn ich Zeit habe, lasse ich dich wieder holen.«26Gleichzeitig hoffte er,von Paulus Geld zu bekommen.Deshalb ließ er ihn noch öfter zu sich bringenund unterhielt sich mit ihm.

27Zwei Jahre später wurde Felix24,27 Felix: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 52–60 n. Chr.durch Porcius Festus24,27 Porcius Festus: Römischer Statthalter in der Provinz Judäa 60 n. Chr. abgelöst.Felix wollte den Juden24,27 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. noch einen Gefallen erweisen.Deshalb sorgte er dafür,dass Paulus24,27 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. weiterhin im Gefängnis blieb.