BasisBibel (BB)

In Thessalonich: Paulus gerät in Konflikt mit den Juden vor Ort

171Über Amphipolis und Apolloniakamen Paulus17,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und Silas nach Thessalonich17,1 Thessalonich: Hauptstadt der römischen Provinz Makedonien im Nordosten des heutigen Griechenland..Dort gab es eine jüdische Synagoge17,1 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde..2Wie gewohnt ging Paulus dorthin.An drei Sabbaten17,2 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. sprach er mit den Versammeltenüber die Heilige Schrift17,2 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden..3Er legte sie aus17,3 er legte die Heilige Schrift aus: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12. und zeigte so:»Der Christus17,3 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. musste leidenund danach von den Toten auferstehen17,3 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..Jesus17,3 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., den ich euch verkünde, ist dieser Christus.«4Einige Juden17,4 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. ließen sich überzeugenund schlossen sich Paulus und Silas an.Dazu kamen viele Griechen17,4 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache.,die an den Gott Israels glaubten.Unter ihnen waren auch etliche einflussreiche Frauen.

5Die übrigen Juden17,5 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. missgönnten ihnen diesen Erfolg.Sie holten sich eine Handvoll übler Kerle,die sich auf dem Marktplatz17,5 Marktplatz: Zentraler Platz einer Stadt, auf dem Handel getrieben wird und auf dem Versammlungen und Gerichtsverfahren stattfinden. herumtrieben.Mit deren Hilfe wiegelten sie das Volk aufund brachten die ganze Stadt in Aufruhr.Dann zogen sie zum Haus des Jason.Sie waren auf der Suche nach Paulus17,5 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und Silas,um sie vor die Volksversammlung zu stellen.6Aber sie trafen die beiden nicht an.Da schleppten sie Jason und einige Brüder17,6 Brüder: Übliche Bezeichnung für Mitglieder der Gemeinde.vor die Stadtobersten17,6 Stadtoberster: Leitender römischer Beamter, der als Mitglied des Stadtgerichts für die Rechtsprechung in einer römischen Kolonie zuständig ist. und schrien:»Diese Leute versetzen die ganze Welt in Aufruhr.Und jetzt sind sie hier bei uns aufgetaucht!7Jason hat sie bei sich aufgenommen.Allesamt verstoßen sie gegen die Gesetze des Kaisers.Sie behaupten, dass ein anderer König ist17,7 ein anderer ist König: Jesus war mit dem Vorwurf hingerichtet worden, der »König der Juden« zu sein; vgl. Lukas 23,1-5.Jesus17,7 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.8Als die Stadtobersten und die Volksmenge das hörten,waren sie empört.9Jason und die anderenmussten eine Bürgschaft hinterlegen,dann ließ man sie wieder frei.

In Beröa: Die Juden von Beröa nehmen die Gute Nachricht an

10Noch in derselben Nacht schicktendie Brüder und Schwestern Paulus17,10 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und Silas nach Beröa17,10 Beröa: Stadt in Makedonien westlich von Thessalonich..Kurz nach ihrer Ankunft gingen siein die jüdische Synagoge17,10 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde..11In Beröa waren die Juden17,11 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. aufgeschlossenerals in Thessalonich17,11 Thessalonich: Hauptstadt der römischen Provinz Makedonien im Nordosten des heutigen Griechenland..Sie nahmen die Botschaft17,11 Botschaft: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.mit großer Bereitwilligkeit auf.Täglich überprüften sie in der Heiligen Schrift17,11 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden.,ob das, was Paulus sagte, auch stimmte.12Viele von ihnen kamen zum Glauben17,12 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..Darunter waren nicht wenige einflussreiche Griechen17,12 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache.,vor allem Frauen, aber auch Männer.

13Die Juden17,13 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. von Thessalonich17,13 Thessalonich: Hauptstadt der römischen Provinz Makedonien im Nordosten des heutigen Griechenland. erfuhren,dass Paulus17,13 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. nun in Beröa17,13 Beröa: Stadt in Makedonien westlich von Thessalonich. das Wort Gottes17,13 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. verkündete.Also reisten sie ihm nach.Auch hier versetzten sie die Leute in Unruheund hetzten sie gegen Paulus auf.14Deshalb schickten die Brüder und Schwesternihn schnell weiter, hinunter zur Küste.Silas und Timotheus blieben in Beröa.15Seine Begleiter brachten Paulus bis nach Athen17,15 Athen: Bedeutende Handelsstadt in Griechenland sowie geistiges und kulturelles Zentrum des Landes.,dann kehrten sie zurück.Paulus gab ihnen die Anweisungfür Silas und Timotheus mit,so schnell wie möglich nachzukommen.

In Athen: Eine Stadt voller Götzenbilder

16Paulus17,16 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. wartete in Athen17,16 Athen: Bedeutende Handelsstadt in Griechenland sowie geistiges und kulturelles Zentrum des Landes. auf Silas und Timotheus.Die Stadt war voller Götzenbilder17,16 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten..Als Paulus das sah, packte ihn der Zorn.17Er sprach in der Synagoge17,17 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. zu den Juden17,17 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.und zu denen, die an den Gott Israels glaubten.Jeden Tag redete er mit den Leuten,die er auf dem Marktplatz17,17 Marktplatz: Zentraler Platz einer Stadt, auf dem Handel getrieben wird und auf dem Versammlungen und Gerichtsverfahren stattfinden. antraf.18Einige epikureische und stoische Philosophen17,18 epikureische und stoische Philosophen: Anhänger unterschiedlicher philosophischer Schulen. Sie trafen sich auf dem zentralen Platz der Stadt, um ihre Meinungen auszutauschen und zu diskutieren.verwickelten ihn in ein Streitgespräch und meinten:»Was will dieser Schwätzer17,18 Schwätzer: Wörtlich »Körnerpicker«. Im eigentlichen Sinn ein Spatz, der auf der Straße Samenkörner aufpickt. Im übertragenen Sinn wurden damit Leute bezeichnet, die unzusammenhängende Wissensbrocken aufschnappten und gesammelt zum Besten gaben. eigentlich?«Andere sagten: »Anscheinend verkündet erirgendwelche fremden Gottheiten17,18 fremde Gottheiten: Die Zuhörer halten »Jesus« und die »Auferstehung« (auf Griechisch »anastasis«) für ein Götterpaar.Denn Paulus verkündete die Gute Nachricht17,18 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.von Jesus17,18 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. und von der Auferstehung17,18 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..

19Sie nahmen ihn mit zum Areopag17,19 Areopag: Wörtlich »Areshügel«. Name für das Gericht, das auf dem gleichnamigen Hügel im Westen der Akropolis tagte. und fragten:»Was ist das für eine neue Lehre, die du da vertrittst?Können wir mehr darüber erfahren?20Was du uns erzählst,klingt in unseren Ohren sehr fremd.Wir würden gerne wissen, was es damit auf sich hat.«21Die Athener17,21 Athener: Bewohner der der bedeutenden Handelsstadt Athen in Griechenland, dem geistigen und kulturellen Zentrum des Landes. und auch die Fremden, die dort lebten,waren nämlich sehr neugierig.Sie kannten keinen besseren Zeitvertreib,als stets das Neueste in Erfahrung zu bringenund es weiterzuerzählen.

In Athen: Paulus spricht auf dem Areopag

22Paulus17,22 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. trat in die Mitte des Areopags17,22 Areopag: Wörtlich »Areshügel«. Name für das Gericht, das auf dem gleichnamigen Hügel im Westen der Akropolis tagte. und sagte:»Ihr Bürger von Athen17,22 Athen: Bedeutende Handelsstadt in Griechenland sowie geistiges und kulturelles Zentrum des Landes.!Nach allem, was ich sehe,seid ihr sehr fromme Leute.23Ich bin durch die Stadt gegangenund habe mir eure heiligen Stätten17,23 heilige Stätten: Tempel und Götterbilder fremder Gottheiten, die in Athen angebetet wurden. angeschaut.Dabei habe ich auch einen Altar17,23 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. gefunden,auf dem stand: ›Für einen unbekannten Gott‹.Das, was ihr da verehrt, ohne es zu kennen,das verkünde ich euch.

24Es ist der Gott, der die Welt geschaffen17,24 die Welt geschaffen: Von der Erschaffung der Welt durch Gott erzählt 1. Mose/Genesis 1,1–2,4. hatund alles, was in ihr ist.Er ist der Herr über Himmel und Erde.Er wohnt nicht in Tempeln17,24 Tempel: Gebäude, in dem Gottesdienste gefeiert und Opfer für eine bestimmte Gottheit dargebracht wurden.,die von Menschenhand errichtet wurden.25Er ist auch nicht darauf angewiesen,von Menschen versorgt zu werden.Er ist es doch, der uns allendas Leben, den Atem und alles andere schenkt.26Er hat aus einem einzigen Menschendie ganze Menschheit hervorgehen lassen,damit sie die Erde bewohnt.Für jedes Volk hat er festgesetzt,wie lange es bestehenund in welchen Grenzen es leben soll.27Er wollte, dass die Menschen nach ihm suchen –ob sie ihn vielleicht spüren oder entdecken können.Denn keinem von uns ist er fern.28Durch ihn leben wir doch,bewegen wir uns und haben wir unser Dasein.Oder wie es einige eurer Dichter gesagt17,28 einige eurer Dichter gesagt: Das Zitat stammt aus dem Gedicht »Phainomena« des griechischen Dichters Aratas. haben:›Wir sind sogar von seiner Art.‹29Weil wir Menschen also von Gottes Art sind,dürfen wir uns nicht täuschen:Die Gottheit gleicht keineswegsirgendwelchen Bildern aus Gold, Silber oder Stein.Die sind nur das Ergebnis menschlichen Könnensund menschlicher Vorstellungskraft.30Nun – Gott sieht nachsichtig über die Zeiten hinweg,in denen die Menschen ihn nicht gekannt haben.Aber jetzt fordert er alle Menschenan allen Orten auf, ihr Leben zu ändern.31Denn Gott hat einen Tag festgesetzt17,31 einen Tag festgesetzt: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.,um über die ganze Welt zu richten.Dann wird er Gerechtigkeit walten lassen –durch den Mann, den er dazu bestimmt hat.Dass dieser Mann wirklich dafür bestimmt ist,hat Gott allen Menschendurch dessen Auferstehung17,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. von den Toten bewiesen.«

32Als Paulus17,32 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. von der Auferstehung17,32 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten sprach,lachten ihn einige seiner Zuhörer aus.Aber andere sagten:»Darüber wollen wir ein andermal mehr von dir hören!«33So verließ Paulus die Versammlung.34Einige Leute schlossen sich ihm anund kamen zum Glauben17,34 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..Unter ihnen war Dionysius, der dem Areopag17,34 Areopag: Wörtlich »Areshügel«. Name für das Gericht, das auf dem gleichnamigen Hügel im Westen der Akropolis tagte. angehörte,eine Frau namens Damaris und noch einige andere.