BasisBibel (BB)
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Paulus gewinnt Timotheus als Begleiter

161Paulus16,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. kam wieder nach Derbe16,1 Derbe: Stadt in der römischen Provinz Galatien im Süden Kleinasiens in der heutigen Türkei. und Lystra16,1 Lystra: Stadt im Gebiet Lykaonien in der heutigen Zentraltürkei..Dort in Lystra lebte ein Jünger16,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. namens Timotheus.Er war der Sohn einer Christin jüdischer Herkunft,aber sein Vater war Grieche16,1 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache..2Timotheus hatte einen guten Rufbei den Brüdern und Schwestern in Lystra und Ikonion16,2 Ikonion: Bedeutendste Stadt der Region Lykaonien in der heutigen Zentraltürkei..3Paulus wollte Timotheus gerneals Begleiter auf die Reise mitnehmen.Aus Rücksicht auf die Juden16,3 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. in der Gegendließ er ihn beschneiden.Denn alle wussten, dass sein Vater Grieche war.4Dann zogen Paulus und seine Begleitervon Stadt zu Stadt.Sie teilten den Gemeinden mit,was die Apostel16,4 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. und die Gemeindeältesten16,4 Gemeindeälteste: Leitungsamt in frühchristlichen Gemeinden, das meistens von älteren Männern ausgeübt wurde.in Jerusalem16,4 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. beschlossen hatten.An diese Beschlüsse16,4 diese Beschlüsse: Die Beschlüsse finden sich in Apostelgeschichte 15,22-29. sollten sie sich halten.5So wurden die Gemeinden im Glauben16,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. gestärkt,und sie wuchsen von Tag zu Tag.

In Troas: Paulus wird nach Makedonien gerufen

6Danach zogen Paulus16,6 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und seine Begleiter weiterdurch Phrygien und das Gebiet von Galatien16,6 Galatien: Region in Kleinasien, heute Zentralanatolien in der Türkei..Denn der Heilige Geist16,6 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. hinderte sie daran,die Botschaft in der Provinz Asia16,6 Provinz Asia: Römische Provinz im Westen der heutigen Türkei mit der Hauptstadt Ephesus. zu verkünden.7Als sie schon fast in Mysien16,7 Mysien: Stadt in Lykien nahe der Küste im Südwesten Kleinasiens, in der heutigen Türkei gelegen. waren,wollten sie nach Bithynien16,7 Bithynien: Landschaft im Nordwesten Kleinasiens auf dem Gebiet der heutigen Türkei. weiterreisen.Doch der Geist, durch den Jesus16,7 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. sie führte,ließ das nicht zu.8Also zogen sie durch Mysienund kamen zum Meer hinab nach Troas16,8 Troas: Hafenstadt an der Mittelmeerküste, in der heutigen Türkei gelegen..

9In der Nacht hatte Paulus16,9 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. eine Erscheinung.Ein Mann aus Makedonien16,9 Makedonien: Römische Provinz im Norden der griechischen Halbinsel mit der Hauptstadt Thessalonich. stand vor ihm und bat:»Komm herüber nach Makedonien und hilf uns!«10Gleich nachdem Paulus die Erscheinung gehabt hatte,suchten wir16,10 wir: Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, berichtet hier als Augenzeuge. nach einer Möglichkeit,um nach Makedonien zu gelangen.Denn wir waren sicher:Gott hatte uns dazu berufen,den Menschen dort die Gute Nachricht16,10 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. zu verkünden.

In Philippi: Lydia bekehrt sich zum Gott Israels

11Von Troas16,11 Troas: Hafenstadt an der Mittelmeerküste, in der heutigen Türkei gelegen. aus setzten wir16,11 wir: Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, berichtet hier als Augenzeuge.auf dem kürzesten Weg nach Samothrake16,11 Samothrake: Insel im äußersten Nordosten des Ägäischen Meeres. über.Einen Tag später erreichten wir Neapolis16,11 Neapolis: Hafen der Stadt Philippi im Nordosten des heutigen Griechenland..12Von dort gingen wir nach Philippi16,12 Philippi: Stadt im Nordosten des heutigen Griechenland..Das ist eine bedeutende Stadt in diesem Teil Makedoniens16,12 Makedonien: Römische Provinz im Norden der griechischen Halbinsel mit der Hauptstadt Thessalonich.und eine römische Kolonie16,12 römische Kolonie: Ansiedlung ehemaliger römischer Soldaten mit römischem Bürgerrecht außerhalb Italiens..In dieser Stadt blieben wir einige Zeit.

13Am Sabbat16,13 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. gingen wir16,13 wir: Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, berichtet hier als Augenzeuge.durch das Stadttor hinaus an den Fluss.Wir nahmen an,dass dort eine jüdische Gebetsstätte16,13 jüdische Gebetsstätte: Versammlungsort ähnlich einer Synagoge, möglicherweise in einem Privathaus oder unter freiem Himmel. war.Wir setzten uns und sprachen zu den Frauen,die an diesem Ort zusammengekommen waren.14Unter den Zuhörerinnen war auch eine Frau namens Lydia.Sie handelte mit Purpurstoffen16,14 Purpur: Intensiver rot-violetter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten.und kam aus der Stadt Thyatira.Lydia glaubte an den Gott Israels.Der Herr16,14 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. öffnete ihr das Herz,sodass sie den Worten von Paulus16,14 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. aufmerksam zuhörte.15Sie ließ sich taufen16,15 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde.zusammen mit ihrer ganzen Hausgemeinschaft16,15 Hausgemeinschaft: Alle Bewohner eines Hauses, sowohl die Familie des Hausherrn als auch die Diener und Sklaven..Danach bat sie: »Wenn ihr überzeugt seid,dass ich wirklich an den Herrn glaube,dann kommt in mein Haus.Ihr könnt bei mir wohnen!«Sie drängte uns, die Einladung anzunehmen.

In Philippi: Paulus treibt einen Wahrsagegeist aus und wird mit Silas ins Gefängnis geworfen

16Als wir16,16 wir: Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, berichtet hier als Augenzeuge. wieder einmal zur Gebetsstätte16,16 Gebetsstätte: Versammlungsort ähnlich einer Synagoge, möglicherweise in einem Privathaus oder unter freiem Himmel. gingen,begegnete uns eine Dienerin.Sie war von einem Geist besessen, der wahrsagen16,16 Wahrsagerei, wahrsagen: Praktiken und Methoden, um zukünftige Ereignisse vorherzusagen oder gegenwärtig Verborgenes zu enthüllen. konnte.Mit ihrer Wahrsagereibrachte sie ihren Besitzern viel Geld ein.17Sie lief hinter Paulus16,17 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und uns anderen herund rief: »Diese Leute sind Diener des höchsten Gottes.Sie verkünden euch den Weg zur Rettung!«18So ging das viele Tage,bis Paulus es nicht mehr ertragen konnte.Er drehte sich um und sagte zu dem Geist:»Im Namen16,18 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. von Jesus Christus16,18 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. befehle ich dir:Gib diese Frau frei!«Im gleichen Augenblick gab der Geist sie frei.19Die Besitzer der Dienerin sahen,dass damit auch ihre Hoffnung auf Gewinn verloren war.Da packten sie Paulus und Silasund schleppten sie zum Marktplatz16,19 Marktplatz: Zentraler Platz einer Stadt, auf dem Handel getrieben wird und auf dem Versammlungen und Gerichtsverfahren stattfinden. vor das Stadtgericht.20Sie führten die beiden den Stadtobersten16,20 Stadtoberster: Leitender römischer Beamter, der als Mitglied des Stadtgerichts für die Rechtsprechung in einer römischen Kolonie zuständig ist. vorund sagten:»Diese Menschen stiften Unruhe in unserer Stadt.Sie sind Juden16,20 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. 21und wollen Bräuche einführen,die wir als Römer weder annehmen noch ausüben dürfen.«22Auch die Volksmenge ergriff gegen sie Partei.Da ließen die StadtoberstenPaulus und Silas die Kleider vom Leib reißen.Sie befahlen, die beiden mit Stöcken zu schlagen.23Nachdem sie viele Schläge erhalten hatten,ließ man sie ins Gefängnis werfen.Dem Gefängniswärter wurde eingeschärft,sie besonders gut zu bewachen.24Er führte den Befehl ausund brachte sie in die hinterste Zelle.Dort schloss er ihre Füße in den Holzblock16,24 Holzblock: Schwerer Holzbalken mit zwei Löchern, in den die Beine eines Gefangenen eingeschlossen wurden, um eine Flucht zu verhindern..

In Philippi: Die Befreiung der Gefangenen und die Bekehrung des Gefängniswärters

25Um Mitternacht beteten Paulus16,25 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und Silasund sangen Loblieder für Gott.Die anderen Gefangenen hörten ihnen zu.26Plötzlich gab es ein starkes Erdbeben,das die Fundamente des Gefängnisses erschütterte.Da sprangen alle Türen auf,und die Ketten fielen von den Gefangenen ab.27Der Gefängniswärter wurde aus dem Schlaf gerissen.Als er sah, dass die Gefängnistüren offen standen,zog er sein Schwert und wollte sich töten.Denn er dachte, dass die Gefangenen geflohen waren.28Aber Paulus schrie laut:»Tu dir nichts an! Wir sind alle noch hier.«29Der Wärter rief nach Licht.Er stürzte in die Zelleund warf sich zitternd vor Paulus und Silas nieder.30Dann führte er sie hinaus und fragte:»Ihr Herren, was muss ich tun,damit ich gerettet werde?«31Sie antworteten:»Glaube an den Herrn16,31 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt., Jesus16,31 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.,dann wirst du gerettetund mit dir deine ganze Hausgemeinschaft16,31 Hausgemeinschaft: Alle Bewohner eines Hauses, sowohl die Familie des Hausherrn als auch die Diener und Sklaven.32Und sie verkündeten ihmund allen anderen in seinem Hausdas Wort des Herrn16,32 Wort des Herrn: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..33In dieser Nacht, noch in derselben Stunde,nahm der Wärter Paulus und Silas zu sich.Er wusch ihnen die Wunden aus.Dann ließ er sich umgehend taufen16,33 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde und die Aufnahme in die Gemeinde.mit allen, die bei ihm lebten.34Anschließend führte er die beiden in sein Haus hinaufund lud sie zum Essen ein.Die ganze Hausgemeinschaft freute sich,dass sie zum Glauben an Gott gefunden hatte.

In Philippi: Die Entschuldigung der Stadtobersten

35Als es Tag geworden war,schickten die Stadtobersten16,35 Stadtoberster: Leitender römischer Beamter, der als Mitglied des Stadtgerichts für die Rechtsprechung in einer römischen Kolonie zuständig ist. die Amtsdiener16,35 Amtsdiener: Staatsbeamte, die den römischen Amtsträgern als Leibwache dienten.und gaben dem Wärter die Anweisung:»Lass diese Leute frei!«36Der Gefängniswärter gab Paulus16,36 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. die Nachricht weiter:»Die Stadtobersten haben mich angewiesen,euch freizulassen.Ihr dürft das Gefängnis verlassen.Der Friede16,36 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. Gottes begleite euch!«37Aber Paulus sagte zu den Amtsdienern:»Man hat uns ohne ordentliches Gerichtsverfahrenöffentlich verprügeln lassen.Dabei besitzen wir das römische Bürgerrecht16,37 römischer Bürger: Das Bürgerrecht beinhaltet verschiedene Rechte und Pflichten, die nicht gleichermaßen für andere Bewohner des Römischen Reichs galten. Dazu gehörten Wahlrecht, Kriegsdienst und das Verbot bestimmter grausamer Hinrichtungsarten wie der Kreuzigung oder Folter.!Dann hat man uns ins Gefängnis geworfen.Und jetzt will man uns heimlich fortschicken?Das kommt nicht infrage!Die Stadtobersten sollen herkommenund uns persönlich aus dem Gefängnis hinausführen!«

38Die Amtsdiener16,38 Amtsdiener: Staatsbeamte, die den römischen Amtsträgern als Leibwache dienten. meldeten das den Stadtobersten16,38 Stadtoberster: Leitender römischer Beamter, der als Mitglied des Stadtgerichts für die Rechtsprechung in einer römischen Kolonie zuständig ist..Die waren sehr erschrocken, als sie erfuhren,dass Paulus16,38 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und Silas das römische Bürgerrecht16,38 römischer Bürger: Das Bürgerrecht beinhaltet verschiedene Rechte und Pflichten, die nicht gleichermaßen für andere Bewohner des Römischen Reichs galten. Dazu gehörten Wahlrecht, Kriegsdienst und das Verbot bestimmter grausamer Hinrichtungsarten wie der Kreuzigung oder Folter. besaßen.39Sie kamen selbst und baten um Entschuldigung.Dann führten sie die beiden aus dem Gefängnis hinausund baten sie, die Stadt zu verlassen.40Vom Gefängnis aus gingen Paulus und Silas zu Lydia.Dort trafen sie die Brüder und Schwesternund machten ihnen Mut.Dann verließen sie die Stadt.
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In Thessalonich: Paulus gerät in Konflikt mit den Juden vor Ort

171Über Amphipolis und Apolloniakamen Paulus17,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und Silas nach Thessalonich17,1 Thessalonich: Hauptstadt der römischen Provinz Makedonien im Nordosten des heutigen Griechenland..Dort gab es eine jüdische Synagoge17,1 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde..2Wie gewohnt ging Paulus dorthin.An drei Sabbaten17,2 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. sprach er mit den Versammeltenüber die Heilige Schrift17,2 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden..3Er legte sie aus17,3 er legte die Heilige Schrift aus: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12. und zeigte so:»Der Christus17,3 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. musste leidenund danach von den Toten auferstehen17,3 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..Jesus17,3 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., den ich euch verkünde, ist dieser Christus.«4Einige Juden17,4 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. ließen sich überzeugenund schlossen sich Paulus und Silas an.Dazu kamen viele Griechen17,4 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache.,die an den Gott Israels glaubten.Unter ihnen waren auch etliche einflussreiche Frauen.

5Die übrigen Juden17,5 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. missgönnten ihnen diesen Erfolg.Sie holten sich eine Handvoll übler Kerle,die sich auf dem Marktplatz17,5 Marktplatz: Zentraler Platz einer Stadt, auf dem Handel getrieben wird und auf dem Versammlungen und Gerichtsverfahren stattfinden. herumtrieben.Mit deren Hilfe wiegelten sie das Volk aufund brachten die ganze Stadt in Aufruhr.Dann zogen sie zum Haus des Jason.Sie waren auf der Suche nach Paulus17,5 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und Silas,um sie vor die Volksversammlung zu stellen.6Aber sie trafen die beiden nicht an.Da schleppten sie Jason und einige Brüder17,6 Brüder: Übliche Bezeichnung für Mitglieder der Gemeinde.vor die Stadtobersten17,6 Stadtoberster: Leitender römischer Beamter, der als Mitglied des Stadtgerichts für die Rechtsprechung in einer römischen Kolonie zuständig ist. und schrien:»Diese Leute versetzen die ganze Welt in Aufruhr.Und jetzt sind sie hier bei uns aufgetaucht!7Jason hat sie bei sich aufgenommen.Allesamt verstoßen sie gegen die Gesetze des Kaisers.Sie behaupten, dass ein anderer König ist17,7 ein anderer ist König: Jesus war mit dem Vorwurf hingerichtet worden, der »König der Juden« zu sein; vgl. Lukas 23,1-5.Jesus17,7 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.8Als die Stadtobersten und die Volksmenge das hörten,waren sie empört.9Jason und die anderenmussten eine Bürgschaft hinterlegen,dann ließ man sie wieder frei.

In Beröa: Die Juden von Beröa nehmen die Gute Nachricht an

10Noch in derselben Nacht schicktendie Brüder und Schwestern Paulus17,10 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. und Silas nach Beröa17,10 Beröa: Stadt in Makedonien westlich von Thessalonich..Kurz nach ihrer Ankunft gingen siein die jüdische Synagoge17,10 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde..11In Beröa waren die Juden17,11 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. aufgeschlossenerals in Thessalonich17,11 Thessalonich: Hauptstadt der römischen Provinz Makedonien im Nordosten des heutigen Griechenland..Sie nahmen die Botschaft17,11 Botschaft: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.mit großer Bereitwilligkeit auf.Täglich überprüften sie in der Heiligen Schrift17,11 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden.,ob das, was Paulus sagte, auch stimmte.12Viele von ihnen kamen zum Glauben17,12 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..Darunter waren nicht wenige einflussreiche Griechen17,12 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache.,vor allem Frauen, aber auch Männer.

13Die Juden17,13 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. von Thessalonich17,13 Thessalonich: Hauptstadt der römischen Provinz Makedonien im Nordosten des heutigen Griechenland. erfuhren,dass Paulus17,13 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. nun in Beröa17,13 Beröa: Stadt in Makedonien westlich von Thessalonich. das Wort Gottes17,13 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. verkündete.Also reisten sie ihm nach.Auch hier versetzten sie die Leute in Unruheund hetzten sie gegen Paulus auf.14Deshalb schickten die Brüder und Schwesternihn schnell weiter, hinunter zur Küste.Silas und Timotheus blieben in Beröa.15Seine Begleiter brachten Paulus bis nach Athen17,15 Athen: Bedeutende Handelsstadt in Griechenland sowie geistiges und kulturelles Zentrum des Landes.,dann kehrten sie zurück.Paulus gab ihnen die Anweisungfür Silas und Timotheus mit,so schnell wie möglich nachzukommen.

In Athen: Eine Stadt voller Götzenbilder

16Paulus17,16 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. wartete in Athen17,16 Athen: Bedeutende Handelsstadt in Griechenland sowie geistiges und kulturelles Zentrum des Landes. auf Silas und Timotheus.Die Stadt war voller Götzenbilder17,16 Götzenbild: Abfällige Bezeichnung für ein aus Stein, Ton, Holz oder Metall gefertigtes Standbild einer Gottheit. Seine Herstellung und Verehrung waren in Israel verboten..Als Paulus das sah, packte ihn der Zorn.17Er sprach in der Synagoge17,17 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. zu den Juden17,17 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.und zu denen, die an den Gott Israels glaubten.Jeden Tag redete er mit den Leuten,die er auf dem Marktplatz17,17 Marktplatz: Zentraler Platz einer Stadt, auf dem Handel getrieben wird und auf dem Versammlungen und Gerichtsverfahren stattfinden. antraf.18Einige epikureische und stoische Philosophen17,18 epikureische und stoische Philosophen: Anhänger unterschiedlicher philosophischer Schulen. Sie trafen sich auf dem zentralen Platz der Stadt, um ihre Meinungen auszutauschen und zu diskutieren.verwickelten ihn in ein Streitgespräch und meinten:»Was will dieser Schwätzer17,18 Schwätzer: Wörtlich »Körnerpicker«. Im eigentlichen Sinn ein Spatz, der auf der Straße Samenkörner aufpickt. Im übertragenen Sinn wurden damit Leute bezeichnet, die unzusammenhängende Wissensbrocken aufschnappten und gesammelt zum Besten gaben. eigentlich?«Andere sagten: »Anscheinend verkündet erirgendwelche fremden Gottheiten17,18 fremde Gottheiten: Die Zuhörer halten »Jesus« und die »Auferstehung« (auf Griechisch »anastasis«) für ein Götterpaar.Denn Paulus verkündete die Gute Nachricht17,18 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.von Jesus17,18 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. und von der Auferstehung17,18 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..

19Sie nahmen ihn mit zum Areopag17,19 Areopag: Wörtlich »Areshügel«. Name für das Gericht, das auf dem gleichnamigen Hügel im Westen der Akropolis tagte. und fragten:»Was ist das für eine neue Lehre, die du da vertrittst?Können wir mehr darüber erfahren?20Was du uns erzählst,klingt in unseren Ohren sehr fremd.Wir würden gerne wissen, was es damit auf sich hat.«21Die Athener17,21 Athener: Bewohner der der bedeutenden Handelsstadt Athen in Griechenland, dem geistigen und kulturellen Zentrum des Landes. und auch die Fremden, die dort lebten,waren nämlich sehr neugierig.Sie kannten keinen besseren Zeitvertreib,als stets das Neueste in Erfahrung zu bringenund es weiterzuerzählen.

In Athen: Paulus spricht auf dem Areopag

22Paulus17,22 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. trat in die Mitte des Areopags17,22 Areopag: Wörtlich »Areshügel«. Name für das Gericht, das auf dem gleichnamigen Hügel im Westen der Akropolis tagte. und sagte:»Ihr Bürger von Athen17,22 Athen: Bedeutende Handelsstadt in Griechenland sowie geistiges und kulturelles Zentrum des Landes.!Nach allem, was ich sehe,seid ihr sehr fromme Leute.23Ich bin durch die Stadt gegangenund habe mir eure heiligen Stätten17,23 heilige Stätten: Tempel und Götterbilder fremder Gottheiten, die in Athen angebetet wurden. angeschaut.Dabei habe ich auch einen Altar17,23 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. gefunden,auf dem stand: ›Für einen unbekannten Gott‹.Das, was ihr da verehrt, ohne es zu kennen,das verkünde ich euch.

24Es ist der Gott, der die Welt geschaffen17,24 die Welt geschaffen: Von der Erschaffung der Welt durch Gott erzählt 1. Mose/Genesis 1,1–2,4. hatund alles, was in ihr ist.Er ist der Herr über Himmel und Erde.Er wohnt nicht in Tempeln17,24 Tempel: Gebäude, in dem Gottesdienste gefeiert und Opfer für eine bestimmte Gottheit dargebracht wurden.,die von Menschenhand errichtet wurden.25Er ist auch nicht darauf angewiesen,von Menschen versorgt zu werden.Er ist es doch, der uns allendas Leben, den Atem und alles andere schenkt.26Er hat aus einem einzigen Menschendie ganze Menschheit hervorgehen lassen,damit sie die Erde bewohnt.Für jedes Volk hat er festgesetzt,wie lange es bestehenund in welchen Grenzen es leben soll.27Er wollte, dass die Menschen nach ihm suchen –ob sie ihn vielleicht spüren oder entdecken können.Denn keinem von uns ist er fern.28Durch ihn leben wir doch,bewegen wir uns und haben wir unser Dasein.Oder wie es einige eurer Dichter gesagt17,28 einige eurer Dichter gesagt: Das Zitat stammt aus dem Gedicht »Phainomena« des griechischen Dichters Aratas. haben:›Wir sind sogar von seiner Art.‹29Weil wir Menschen also von Gottes Art sind,dürfen wir uns nicht täuschen:Die Gottheit gleicht keineswegsirgendwelchen Bildern aus Gold, Silber oder Stein.Die sind nur das Ergebnis menschlichen Könnensund menschlicher Vorstellungskraft.30Nun – Gott sieht nachsichtig über die Zeiten hinweg,in denen die Menschen ihn nicht gekannt haben.Aber jetzt fordert er alle Menschenan allen Orten auf, ihr Leben zu ändern.31Denn Gott hat einen Tag festgesetzt17,31 einen Tag festgesetzt: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.,um über die ganze Welt zu richten.Dann wird er Gerechtigkeit walten lassen –durch den Mann, den er dazu bestimmt hat.Dass dieser Mann wirklich dafür bestimmt ist,hat Gott allen Menschendurch dessen Auferstehung17,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. von den Toten bewiesen.«

32Als Paulus17,32 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. von der Auferstehung17,32 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten sprach,lachten ihn einige seiner Zuhörer aus.Aber andere sagten:»Darüber wollen wir ein andermal mehr von dir hören!«33So verließ Paulus die Versammlung.34Einige Leute schlossen sich ihm anund kamen zum Glauben17,34 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..Unter ihnen war Dionysius, der dem Areopag17,34 Areopag: Wörtlich »Areshügel«. Name für das Gericht, das auf dem gleichnamigen Hügel im Westen der Akropolis tagte. angehörte,eine Frau namens Damaris und noch einige andere.
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In Korinth: Viele kommen durch Paulus zum Glauben

181Bald darauf verließ Paulus18,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. Athen18,1 Athen: Bedeutende Handelsstadt in Griechenland sowie geistiges und kulturelles Zentrum des Landes.und ging nach Korinth18,1 Korinth: Hauptstadt der Provinz Achaia, im Süden des heutigen Griechenland gelegen..2Dort traf er einen Juden namens Aquila18,2 Aquila: Christ, den Paulus in den Grußworten einiger seiner Briefe erwähnt; vgl. beispielsweise Römer 16,3.und dessen Frau Priszilla18,2 Priszilla: Christin, die Paulus in den Grußworten einiger seiner Briefe erwähnt; vgl. beispielsweise Römer 16,3. Dort wird der Name Priska statt Priszilla verwendet..Aquila stammte aus Pontus18,2 Pontus: Gebiet im Nordosten der heutigen Türkei am Schwarzen Meer.und war erst kürzlich aus Italien gekommen.Denn Kaiser Claudius18,2 Claudius: Regierte 41–54 n. Chr. als Kaiser über das Römische Reich. hatte alle Juden18,2 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.aus Rom ausweisen18,2 aus Rom ausweisen: Der römische Historiker Sueton berichtet davon, dass Kaiser Claudius Juden aus Rom ausweisen ließ, weil es innerhalb der Gemeinden Auseinandersetzungen gegeben hatte. Diese Maßnahme wird auf das Jahr 49 n. Chr. datiert. lassen.Paulus schloss sich den beiden an.3Weil er dasselbe Handwerk ausübte wie sie,blieb er bei ihnen.Er arbeitete in ihrem Betrieb mit,denn sie waren Zeltmacher18,3 Zeltmacher: Handwerker, der in Tuchweberei, Zeltherstellung und Stoffhandel tätig ist. von Beruf.

4Jeden Sabbat18,4 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. sprach Paulus18,4 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. in der Synagoge18,4 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde.und versuchte, Juden18,4 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. wie Griechen18,4 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache. zu überzeugen.5Als dann Silas und Timotheus aus Makedonien18,5 Makedonien: Römische Provinz im Norden der griechischen Halbinsel mit der Hauptstadt Thessalonich. nachkamen,konnte sich Paulus ganz der Verkündigung widmen18,5 ganz der Verkündigung widmen: Silas und Timotheus haben aus Makedonien Spenden für Paulus mitgebracht, sodass er nun nicht mehr für seinen Lebensunterhalt arbeiten musste, vgl. 2. Korinther 11,8-9..Eindrücklich bezeugte er den Juden:»Jesus18,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ist der Christus18,5 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.6Aber sie wollten nichts davon wissenund spotteten darüber.Da schüttelte Paulus den Staub aus18,6 Staub abschütteln: Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten. seinen Kleidernund sagte zu ihnen:»Ihr habt es euch selbst zuzuschreiben,wenn ihr verloren geht. Mich trifft keine Schuld!Von jetzt ab werde ich michan die Menschen aus anderen Völkern wenden.«7Paulus verließ die Synagoge.Er lehrte nun im Haus eines Mannesnamens Titius Justus, der an den Gott Israels glaubte.Sein Haus grenzte direkt an die Synagoge.8Krispus, der Synagogenleiter18,8 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig.,kam zum Glauben18,8 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. an den Herrn18,8 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.zusammen mit allen,die zu seiner Hausgemeinschaft18,8 Hausgemeinschaft: Alle Bewohner eines Hauses, sowohl die Familie des Hausherrn als auch die Diener und Sklaven. gehörten.Viele Korinther18,8 Korinth: Hauptstadt der Provinz Achaia, im Süden des heutigen Griechenland gelegen., die davon hörten,kamen ebenfalls zum Glauben und ließen sich taufen18,8 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde..

9Eines Nachts hatte Paulus18,9 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. eine Erscheinung.Der Herr18,9 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. sagte zu ihm: »Hab keine Angst!Verkünde weiter die Gute Nachricht18,9 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. und schweige nicht!10Ich bin bei dir, und niemand kann dir etwas anhaben.Viele Menschen in dieser Stadtsollen nämlich zum Glauben an mich kommen.«11Paulus blieb noch eineinhalb Jahre in Korinth18,11 Korinth: Hauptstadt der Provinz Achaia, im Süden des heutigen Griechenland gelegen.und lehrte dort das Wort Gottes18,11 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..

In Korinth: Paulus wird vor dem Statthalter Gallio angeklagt

12Dann wurde Gallio18,12 Gallio: Verwalter der römischen Provinz Achaia 51–52 n. Chr. Als römischer Statthalter war er auch für das Gerichtswesen in seiner Provinz verantwortlich. Statthalter18,12 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers. der Provinz Achaia18,12 Achaia: Römische Provinz im südlichen Teil des heutigen Griechenland mit der Hauptstadt Korinth..Da taten sich die Juden18,12 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. gegen Paulus18,12 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. zusammen,schleppten ihn vor den Richterstuhl 13und sagten:»Dieser Mann verführt die Menschen dazu,Gott auf eine Weise zu verehren,die gegen das Gesetz18,13 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. verstößt.«14Noch ehe Paulus anfangen konnte, sich zu verteidigen,sagte Gallio zu den Juden:»Wenn es hier um einen Rechtsbruchoder ein Verbrechen ginge,wäre es meine Pflicht, euch Juden anzuhören.15Es handelt sich aber wohl um Streitfragenüber Lehrunterschiede, Personenund euer eigenes Gesetz.Dafür seid ihr selbst zuständig.Über solche Dinge will ich nicht Richter sein!«16Und er ließ sie vom Richterstuhl vertreiben.17Die Leute, die dabeistanden,packten den Synagogenleiter18,17 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig. Sosthenesund verprügelten ihn vor dem Richterstuhl.Aber Gallio kümmerte sich nicht weiter darum.

Die Rückreise nach Jerusalem und Antiochia

18Paulus18,18 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. blieb noch einige Tage in Korinth18,18 Korinth: Hauptstadt der Provinz Achaia, im Süden des heutigen Griechenland gelegen..Dann verabschiedete er sich von der Gemeinde dortund segelte nach Syrien18,18 Syrien: Geografische Bezeichnung für das Gebiet um Damaskus zwischen dem Mittelmeer und der arabischen Wüste. Die römische Provinz Syrien umfasste auch Israel und Juda..Priszilla und Aquila18,18 Priszilla, Aquila: Menschen, die Paulus in den Grußworten einiger seiner Briefe erwähnt; vgl. beispielsweise Römer 16,3. Dort wird der Name Priska statt Priszilla verwendet. begleiteten ihn.Vorher hatte sich Paulus in Kenchreä18,18 Kenchreä: Hafen südöstlich von Korinth im Süden des heutigen Griechenland.wegen eines Gelübdes18,18 Gelübde: Versprechen, das ein Mensch Gott gibt. Es muss in jedem Fall eingelöst werden. die Haare abschneiden lassen.19Sie kamen nach Ephesus18,19 Ephesus: Bedeutende Hafenstadt und Hauptstadt der römischen Provinz Asia. Sie liegt im Westen der heutigen Türkei..Dort ließ Paulus Priszilla und Aquila zurück.Er selbst ging in die Synagoge18,19 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und sprach zu den Juden18,19 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten..20Die baten ihn, doch noch länger zu bleiben.Aber Paulus lehnte ab.21Er verabschiedete sich mit den Worten:»Wenn Gott es will,werde ich zu euch zurückkommen.«Dann fuhr er mit dem Schiff von Ephesus ab22und ging in Cäsarea18,22 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa. an Land.Von dort zog er nach Jerusalem18,22 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.,um die Gemeinde zu besuchen.Dann reiste er weiter nach Antiochia18,22 Antiochia: Hauptstadt der römischen Provinz Syrien..

Die dritte Missionsreise des Paulus

Apostelgeschichte 18,23–21,14

Die Verkündigung des Apollos in Ephesus und Korinth

23In Antiochia18,23 Antiochia: Hauptstadt der römischen Provinz Syrien. blieb Paulus18,23 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. eine Zeit lang.Dann brach er wieder aufund reiste durch das Gebiet von Galatien18,23 Galatien: Region in Kleinasien, heute Zentralanatolien in der Türkei.und durch Phrygien.Überall bestärkte er die Jünger18,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. in ihrem Glauben18,23 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..

24Inzwischen kam ein Jude18,24 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. nach Ephesus18,24 Ephesus: Bedeutende Hafenstadt und Hauptstadt der römischen Provinz Asia. Sie liegt im Westen der heutigen Türkei. ,der Apollos hieß und aus Alexandria18,24 Alexandria: Von Alexander dem Großen gegründete Stadt am Nil im Norden Ägyptens. stammte.Er war ein gebildeter Mannund kannte sich sehr gut in der Heiligen Schrift18,24 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. aus.25Er war im Weg des Herrn18,25 Weg des Herrn: Die Bezeichnung »(neuer) Weg« ist eine der ältesten Kurzbezeichnungen für das, was im Namen von Jesus Christus verkündet wird. unterrichtet worden.Voller Begeisterung sprach er von Jesus18,25 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.und lehrte andere zuverlässig alles über ihn.Allerdings kannte er nur die Taufe durch Johannes18,25 Taufe durch Johannes: Von der Taufe durch Johannes den Täufer erzählt Lukas 3,2-3. Mit ihr verbunden ist der Aufruf, das eigene Leben zu ändern..26Er fing an, unerschrocken in der Synagoge18,26 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. aufzutreten.Priszilla und Aquila18,26 Priszilla, Aquila: Menschen, die Paulus in den Grußworten einiger seiner Briefe erwähnt; vgl. beispielsweise Römer 16,3. Dort wird der Name Priska statt Priszilla verwendet. hörten ihn ebenfalls.Sie luden ihn zu sich einund erklärten ihm den Weg Gottes noch genauer.27Als Apollos dann in die Provinz Achaia18,27 Achaia: Römische Provinz im südlichen Teil des heutigen Griechenland mit der Hauptstadt Korinth. reisen wollte,ermutigten ihn die Brüder dazu.Sie gaben ihm ein Empfehlungsschreiben mit,in dem sie die Jünger18,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. dort baten,ihn freundlich aufzunehmen.Nach seiner Ankunft wurde er den Glaubendenmit seiner besonderen Begabung eine große Hilfe.28Mit Nachdruck widerlegte er die Judenin öffentlichen Streitgesprächen.Er bewies ihnen nämlich aus der Heiligen Schrift18,28 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden.,dass Jesus18,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. der Christus18,28 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist.