BasisBibel (BB)
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Petrus verteidigt sich gegen Vorwürfe

111Auch Menschen aus den anderen Völkernhatten also das Wort Gottes11,1 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. angenommen.Davon hörten nun die Apostel11,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten.und die Brüder und Schwestern11,1 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. in Judäa.2Als Petrus11,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. nach Jerusalem11,2 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. zurückkehrte,warfen ihm die Gemeindemitglieder jüdischer Herkunft11,2 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. vor:3»Du bist zu Unbeschnittenen11,3 Unbeschnittene: Einige Juden vermieden den Kontakt mit Nicht-Juden aus Sorge, durch den Kontakt unrein zu werden und damit nicht mehr dafür vorbereitet zu sein, in die Nähe Gottes zu kommen. Apostelgeschichte 10,9-16 erzählt, dass Gott Petrus in einer Vision zeigt, dass diese Vorschrift nicht mehr gilt. gegangenund hast sogar mit ihnen gegessen.«

4Da erzählte ihnen Petrus11,4 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. alles der Reihe nach:5»Ich war in der Stadt Joppe11,5 Joppe: Stadt an der Mittelmeerküste Israels, südlich des heutigen Tel Aviv gelegen. und betete11,5 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Da hatte ich eine Vision11,5 Vision: Eine Erscheinung, in der Gott zu verstehen gibt, was er vorhat..Ein Behältnis kam von oben herab.Es sah aus wie ein großes Leinentuch,das an seinen vier Eckenvom Himmel11,5 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. hinuntergelassen wurde.Es kam direkt zu mir.6Gespannt schaute ich hinein.Darin sah ich Vierbeiner, wilde Tiere,Kriechtiere und auch Vögel.7Ich hörte eine Stimme, die zu mir sagte:›Steh auf, Petrus! Schlachte und iss!‹8Ich erwiderte: ›Auf gar keinen Fall, Herr!Noch nie ist etwas Unvorschriftsmäßiges11,8 unvorschriftsmäßig: Das Essen bestimmter Tiere widersprach den jüdischen Speisegeboten. Eine Liste reiner und unreiner Tiere findet sich beispielsweise in 3. Mose/Levitikus 11. oder Unreines11,8 unrein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge nicht gegessen werden dürfen.in meinen Mund gekommen.‹9Da erklang die Stimme aus dem Himmel ein zweites Mal:›Was Gott rein11,9 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. gemacht hat,das sollst du nicht unrein nennen!‹10Dies wiederholte sich noch ein drittes Mal.Dann wurde alles wieder in den Himmel hinaufgezogen.

11Im selben Augenblick standen drei Männervor dem Haus, in dem wir waren.Sie waren aus Cäsarea11,11 Cäsarea: Hafenstadt am Mittelmeer und Hauptstadt der römischen Provinz Judäa. zu mir geschickt worden.12Der Heilige Geist11,12 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. sagte zu mir:›Geh mit ihnen! Du brauchst keine Bedenken zu haben.‹Die sechs Brüder11,12 Brüder: Übliche Anrede unter Mitgliedern der Gemeinde. hier begleiteten mich.So kamen wir zum Haus des Mannes,der nach mir geschickt hatte.13Der berichtete uns von dem Engel11,13 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen.,den er gesehen hatte –wie er plötzlich in seinem Haus stand und sagte:›Schick jemanden nach Joppe11,13 Joppe: Stadt an der Mittelmeerküste Israels, südlich des heutigen Tel Aviv gelegen.und lass Simon zu dir bitten,der auch Petrus11,13 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. genannt wird.14Der wird dir eine Botschaft bringen,durch die du gerettet wirstzusammen mit deiner ganzen Hausgemeinschaft11,14 Hausgemeinschaft: Alle Bewohner eines Hauses, sowohl die Familie des Hausherrn als auch die Diener und Sklaven..‹15Kaum hatte ich begonnen zu reden,da kam der Heilige Geist auf die Versammelten herab –genau so, wie es am Anfang bei uns war11,15 wie es am Anfang bei uns war: Petrus nimmt Bezug auf das Pfingstwunder, von dem in Apostelgeschichte 2 erzählt wird..16Ich erinnerte mich, was der Herr gesagt hatte11,16 was der Herr gesagt hatte: Apostelgeschichte 1,5 erzählt, dass Jesus diese Worte zu den Aposteln sagt, kurz bevor er von Gott in den Himmel aufgenommen wird.:›Johannes11,16 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. hat mit Wasser getauft11,16 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten..Aber ihr werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden.‹17Auch sie sind zum Glaubenan Jesus Christus11,17 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., den Herrn11,17 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., gekommen.Und Gott hat ihnen die gleiche Gabe geschenktwie damals uns.Wenn das so ist: Sollte ich Gott etwa daran hindern?«

18Als die Apostel11,18 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. und die anderen das hörten,beruhigten sie sich.Sie priesen Gott und sagten:»Gott hat nun auch Menschen aus den anderen Völkernermöglicht, ihr Leben zu ändern.So können sie zum wahren Leben11,18 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. finden.«

Die Gemeinde in Antiochia

Apostelgeschichte 11,19-30

In Antiochia wird eine Gemeinde gegründet

19Während der Verfolgung11,19 Verfolgung: Vom Tod des Stephanus und der anschließenden Verfolgung erzählt Apostelgeschichte 7,54–8,3. nach dem Tod von Stephanushatte sich die Gemeinde im Land zerstreut.Dabei kamen die Flüchtlinge bis nach Phönizien,Zypern11,19 Zypern: Insel im östlichen Mittelmeer. und Antiochia11,19 Antiochia: Hauptstadt der römischen Provinz Syrien..Zunächst verkündeten sie die Botschaft Gottesnur unter den Juden11,19 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten..20Zu den Flüchtlingen gehörten Männeraus Zypern und Kyrene11,20 Kyrene: Gegend in Nordafrika, benannt nach der gleichnamigen Stadt..Als sie nach Antiochia kamen,verkündeten sie auch den Griechen11,20 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache.die Gute Nachricht11,20 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. von Jesus11,20 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., dem Herrn11,20 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen..21Der Herr stand ihnen bei.Viele Menschen kamen zum Glauben11,21 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.und nahmen Jesus als ihren Herrn an.22Als die Gemeinde in Jerusalem11,22 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. davon erfuhr,schickte sie Barnabas11,22 Barnabas: Leiter der Gemeinde in Antiochia und Begleiter des Paulus auf seinen Reisen. nach Antiochia.23Als er dort eintraf und sah,was Gottes Gnade11,23 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. bewirkt hatte,freute er sich.Er bestärkte die Gemeinde in Antiochia in ihrem Vorsatz,dem Herrn von ganzem Herzen treu zu bleiben.24Denn Barnabas war ein tüchtiger Mannmit unerschütterlichem Glauben,der ganz vom Heiligen Geist11,24 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. erfüllt war.So gewann die Gemeindeeine große Zahl von Glaubenden hinzu.

25Dann zog Barnabas11,25 Barnabas: Leiter der Gemeinde in Antiochia und Begleiter des Paulus auf seinen Reisen. weiter nach Tarsus11,25 Tarsus: Hauptstadt der römischen Provinz Kilikien und Heimatstadt des Apostels Paulus.,um Saulus11,25 Saulus: Hebräischer Name von Paulus, der nach seiner Berufung zu einem Anhänger von Jesus wird. Er verkündet die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, vor allem bei den nicht-jüdischen Völkern. aufzusuchen.26Als er ihn getroffen hatte,nahm er ihn mit nach Antiochia11,26 Antiochia: Hauptstadt der römischen Provinz Syrien..Ein ganzes Jahr lang waren sie gemeinsamin der Gemeinde tätig.Sie lehrten viele Menschen.Hier in Antiochia wurden die Jünger11,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen.zum ersten Mal Christen11,26 Christen: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus, die zunächst nur von Außenstehenden gebraucht wurde. genannt.

Die Gemeinde in Antiochia sammelt Geld für die Gemeinde in Jerusalem

27Zu dieser Zeit kamen Propheten11,27 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.von Jerusalem11,27 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. nach Antiochia11,27 Antiochia: Hauptstadt der römischen Provinz Syrien..28Einer von ihnen hieß Agabus.Der trat vor die Gemeinde mit einer Ankündigung,die vom Heiligen Geist11,28 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. kam:»Eine große Hungersnotwird über die ganze Erde kommen!«So geschah es dann auchwährend der Regierungszeit von Kaiser Claudius11,28 Claudius: Regierte 41–54 n. Chr. als Kaiser über das Römische Reich..29Da beschlossen die Jünger11,29 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die an Jesus Christus glauben und sich in seinen Dienst stellen. in Antiochia,die Brüder und Schwestern11,29 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. in Judäa11,29 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. zu unterstützen.Jeder sollte so viel geben, wie er konnte.30Das taten sie und schickten ihre Gabendurch Barnabas11,30 Barnabas: Leiter der Gemeinde in Antiochia und Begleiter des Paulus auf seinen Reisen. und Saulusan die Gemeindeältesten11,30 Gemeindeälteste: Leitungsamt in frühchristlichen Gemeinden, das meistens von älteren Männern ausgeübt wurde. in Jerusalem11,30 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..