BasisBibel (BB)
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Briefanfang

2. Timotheus 1,1-5

Absender und Empfänger

11Paulus1,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte., nach dem Willen Gotteszum Apostel1,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. von Christus Jesus1,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. berufen –mit dem Auftrag, das neue Leben1,1 Leben, neues Leben: Durch den Glauben an Gott von ihm bereits in dieser Welt geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. zu verkünden.Denn Gott hat es denen versprochen,die zu Christus Jesus gehören.

2An Timotheus1,2 Timotheus: Begleiter des Paulus auf der zweiten und dritten Missionsreise., meinen geliebten Sohn1,2 Sohn: Damals übliche Bezeichnung für einen engen Mitarbeiter oder Schüler..

Ich wünsche dir Gnade1,2 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt., Barmherzigkeit und Frieden1,2 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht.von Gott, dem Vater,und Christus Jesus1,2 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., unserem Herrn1,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt..

Dank des Paulus für Timotheus

3Ich danke Gott,dem ich mit reinem Gewissen diene,wie es schon meine Vorfahren taten.In meinen Gebeten1,3 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. denke ich unablässig an dich –bei Tag und bei Nacht.4Wenn ich an deine Tränen beim Abschied denke,möchte ich dich unbedingt wiedersehen.Dann könnte ich mich von Herzen freuen!5Dankbar erinnere ich mich daran,wie aufrichtig du glaubst1,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..Es ist derselbe Glaube,der schon in deiner Großmutter Loisund in deiner Mutter Eunike wohnte.Und ich bin überzeugt, er wohnt auch in dir.

Die Treue zur Guten Nachricht

2. Timotheus 1,6–2,13

Bereitschaft, für die Gute Nachricht zu leiden

6Deshalb ermahne ich dich,das Feuer der Gabe Gottes in dir wieder anzufachen.Es brennt ja schon in dir,seit ich dir die Hände aufgelegt1,6 die Hände auflegen: Geste, mit der eine höherstehende Person einer anderen Person bestimmte Rechte überträgt. So kann beispielsweise ein Nachfolger eingesetzt werden. habe.7Denn der Geist1,7 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt., den Gott uns geschenkt hat,lässt uns nicht verzagen.Vielmehr gibt er uns Kraft, Liebe und Besonnenheit.8Schäme dich also nicht,als Zeuge für unseren Herrn1,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. aufzutreten.Und schäme dich auch nicht für mich,weil ich seinetwegen in Haft1,8 in Haft: Paulus schreibt den Brief aus dem Gefängnis in Rom. bin.Sei vielmehr bereit,mit mir für die Gute Nachricht1,8 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. zu leiden.Gott gibt dir die Kraft dazu.

9Er hat uns gerettet und dazu berufen,zu seinen Heiligen1,9 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. zu gehören.Das geschah nicht etwa aufgrund unserer Taten,sondern aus seinem eigenen Entschluss –und aus der Gnade1,9 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt., die er uns schon vor ewigen Zeiten1,9 vor ewigen Zeiten: Die Vorstellung, dass Jesus Christus bereits vor aller Schöpfung bei Gott war, findet sich im Neuen Testament besonders in Johannes 1,1-18. Dort wird er als Wort Gottes bezeichnet, das von Anfang an bei Gott war.in Christus Jesus1,9 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. geschenkt hat.10Aber jetzt wurde diese Gnade offenbardurch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus.Er hat den Tod besiegtund durch die Gute Nachricht1,10 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.unvergängliches Leben ans Licht gebracht.

11Gott hat mich eingesetzt,damit ich diese Gute Nachricht1,11 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.als Apostel1,11 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. und Lehrer verbreite.12Deshalb erleide ich all das.Aber ich schäme mich nicht dafür.Denn ich weiß,auf wen ich mein Vertrauen gesetzt habe.Und ich bin überzeugt:Er kann das, was er mir anvertraut hat,bis zum Tag des Gerichts1,12 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. bewahren.13Halte dich an das Vorbild der unverfälschten Rede,die du von mir gehört hast.Und bleibe in dem Glauben1,13 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. und in der Liebe,die aus der Verbundenheit mit Christus Jesus1,13 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. kommen.14Bewahre dieses kostbare Gut,das dir anvertraut ist.Der Heilige Geist1,14 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt., der in uns wohnt,wird dir die Kraft dazu geben.

Ein Beispiel für echte Freundschaft

15Du weißt ja:In der Provinz Asia1,15 Provinz Asia: Römische Provinz im Westen der heutigen Türkei mit der Hauptstadt Ephesus. haben mich alle im Stich gelassen,auch Phygelus und Hermogenes.16Der Herr1,16 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. möge die Hausgemeinschaft1,16 Hausgemeinschaft: Alle Bewohner eines Hauses – sowohl die Familie des Hausherrn als auch die Diener und Sklaven. des Onesiphorusseine Barmherzigkeit erfahren lassen.Denn dieser hat mich oft ermutigtund sich auch nicht für meine Ketten1,16 für meine Ketten: Der Brief setzt voraus, dass sich Paulus im Gefängnis in Rom befindet. geschämt.17Im Gegenteil: Als er in Rom1,17 Rom: Hauptstadt des Römischen Reiches, im heutigen Italien gelegen. ankam,hat er unermüdlich nach mir gesuchtund mich schließlich gefunden.18Möge der Herr ihn am Tag des Gerichts1,18 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.bei Gott, dem Herrn1,18 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., Barmherzigkeit finden lassen!Wie viele Dienste er in Ephesus1,18 Ephesus: Bedeutende Hafenstadt und Hauptstadt der römischen Provinz Asia. Sie liegt im Westen der heutigen Türkei. geleistet hat,das weißt du selbst am besten.
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Ermahnung und Ermutigung für Timotheus

21Du aber, mein Sohn2,1 mein Sohn: Damals übliche Bezeichnung für einen engen Mitarbeiter oder Schüler., werde stark durch die Gnade2,1 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.,die aus der Verbundenheit mit Christus Jesus2,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. erwächst.2Was du vor vielen Zeugen von mir gehört hast,das vertraue zuverlässigen Menschen an.Die werden dann selbst fähig sein, andere zu lehren.3Sei bereit, zusammen mit mir zu leiden –wie ein guter Soldat im Dienst von Christus Jesus.4Keiner, der in den Krieg zieht,lässt sich in Alltagsgeschäfte verwickeln.Denn er möchte seinem Dienstherrn gefallen.5Und wer an einem Wettkampf teilnimmt,gewinnt den Siegeskranz2,5 Siegeskranz: Ein meist aus grünen Zweigen geflochtener Kranz. Er wurde dem Sieger nach einer Schlacht oder einem sportlichen Wettkampf wie eine Krone aufgesetzt. nur,wenn er nach den Regeln kämpft.6Der Bauer, der sich dafür abmüht,soll als Erster seinen Anteil an der Ernte bekommen.7Denk über das nach, was ich sage.Dann wird der Herr2,7 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. dir in allemdie nötige Einsicht schenken.

8Erinnere dich daran:Jesus Christus2,8 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. ist von den Toten auferstanden2,8 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..Er war ein Nachkomme Davids2,8 Nachkomme Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16..Das entspricht der Guten Nachricht2,8 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.,die ich verkünde.9Für sie muss ich leiden.Ich bin sogar in Gefangenschaft wie ein Verbrecher.Aber das Wort Gottes2,9 Wort Gottes: Gottes Versprechen, die Menschen so anzunehmen, wie sie sind, und nicht zu verurteilen, obwohl sie seine Gebote übertreten. lässt sich nicht gefangen halten.10Deshalb ertrage ich das alles für die Menschen,die Gott erwählt hat:Auch sie sollen durch Christus Jesus gerettet werdenund Anteil an der ewigen Herrlichkeit2,10 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. erhalten.

11Auf das Wort, das ich dir nun weitergebe,kannst du dich verlassen:Wenn wir mit Christus2,11 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. gestorben sind,dann werden wir auch mit ihm leben.12Wenn wir im Leiden standhaft bleiben,dann werden wir mit ihm regieren.Wenn wir uns von ihm lossagen,dann wird auch er sich von uns lossagen.13Aber wenn wir treulos sind, bleibt er trotzdem treu.Denn er kann nicht sich selbst untreu werden.

Der richtige Umgang mit der falschen Lehre

2. Timotheus 2,14–4,8

Warnung vor nutzlosem Streit

14Das sollst du allen in Erinnerung rufen.Beschwöre sie bei Gott,sich nicht auf Wortgefechte einzulassen.Das ist zu nichts gutund bringt den Zuhörern nur Schaden.15Bemühe dich,vor Gott als jemand dazustehen, der sich bewährt hat:als ein Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht.Denn er gibt das Wort der Wahrheit2,15 Wort der Wahrheit: Die Gute Nachricht, dass durch Tod und Auferstehung von Jesus die Menschen mit Gott versöhnt sind.in rechter Weise weiter.

16Meide das belanglose Geschwätz!Denn die Leute, die so reden,werden sich nur immer weiter von Gott entfernen.17Und ihre Lehre wird sich ausbreitenwie ein Krebsgeschwür.Zu diesen Leuten gehören Hymenäus und Philetus.18Sie haben sich weit von der Wahrheit2,18 Wahrheit: Meint die Versöhnung mit Gott, die den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt ist. entfernt.Sie behaupten nämlich,dass die Auferstehung2,18 Auferstehung: Paulus wendet sich gegen die Ansicht, dass die Auferstehung nur den Geist betrifft, aber nicht den Körper. Für ihn gehört beides zusammen. bereits geschehen ist.Und damit zerstören sie bei manchen den Glauben2,18 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..

19Aber das feste Fundament,das Gott gelegt hat, hält stand.Es trägt als Siegel2,19 Siegel: Ein persönlicher Stempel, durch dessen Abdruck ein Brief, eine Urkunde oder ein Vertrag beglaubigt wird. die Inschrift2,19 Inschrift: Der erste Teil des Zitats stammt aus der griechischen Übersetzung von 4. Mose/Numeri 16,5. Der zweite Teil lehnt sich an Jesaja 26,13 und Jesus Sirach 17,26 an.:»Der Herr2,19 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. kennt die, die zu ihm gehören.«Und: »Wer sich zum Namen2,19 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. des Herrn bekennt,muss aufhören, Unrecht zu tun.«20In einem großen Hausgibt es nicht nur Gefäße aus Gold und Silber.Es gibt auch Gefäße aus Holz und Ton.Die einen sind für die Festtafel bestimmt,die anderen dienen als Nachttopf.21Wer sich von alldem2,21 von alldem: Die falschen Lehren werden in Vers 18 beschrieben. rein hält,wird ein Gefäß für die Festtafel sein:ein heiliges2,21 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Gefäß, das für den Hausherrn nützlich istund sich für jeden guten Zweck eignet.

Geduldige und freundliche Zurechtweisung

22Hüte dich vor jugendlichem Übereifer!Bemühe dich vielmehr um Gerechtigkeit2,22 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes.,Glauben2,22 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt., Liebe und Frieden.Tu das zusammen mit allen,die mit reinem Herzen den Herrn2,22 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. anrufen.23Lass dich nicht auf Streitereienund Wortgefechte ein.Du weißt doch,dass sie nur zu Auseinandersetzungen führen.24Ein Diener des Herrn2,24 Diener des Herrn: Bezeichnung für eine Person, die Christus als ihren Herrn anerkennt. In seinem Auftrag und mit seiner Vollmacht verkündet sie das Wort Gottes. soll sich aber nicht streiten.Er soll zu allen freundlich sein,ein guter Lehrer, der stets geduldig bleibt.25Diejenigen, die sich widersetzen,soll er mit Freundlichkeit zurechtweisen.Vielleicht gibt ihnen Gott die Möglichkeit,ihr Leben zu ändern.Dann können sie zur Erkenntnis der Wahrheit2,25 Wahrheit: Meint die Versöhnung mit Gott, die den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt ist. gelangen26und wieder zur Besinnung kommen.So befreien sie sich aus der Falle des Teufels2,26 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht..Darin hält er sie gefangen,um sie für seine Absichten zu missbrauchen.