BasisBibel (BB)
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Christus – der lebendige Stein

21Hört also auf mit aller Bosheit und allem Betrug,mit Heuchelei, Neid und aller üblen Nachrede.2Wie neugeborene Kinder nach Milch schreien,sollt ihr nach dem echten Wort2,2 echtes Wort Gottes: Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. verlangen.Dadurch wachst ihr im Glauben heran,sodass ihr gerettet werdet.32,3 Vers 3: Zitat aus Psalm 34,9. Denn ihr habt ja bereits schmecken dürfen,wie gut der Herr ist.

4Kommt her zu ihm!Er ist der lebendige Stein,der von den Menschen verworfen wurde.Aber bei Gott ist er erwählt und kostbar.5Lasst euch auch selbst als lebendige Steinezur Gemeinde aufbauen.Sie ist das Haus, in dem Gottes Geist2,5 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. gegenwärtig ist.So werdet ihr zu einer heiligen Priesterschaft2,5 heilige Priesterschaft: Als Haus Gottes wird die Gemeinde in diesem Vers mit dem Tempel gleichgesetzt, zu dem Priester gehören, die für den richtigen Ablauf des Gottesdienstes sorgen. Diese Aufgabe wird nun auf die gesamte Gemeinde übertragen.und bringt Opfer2,5 Opfer: Gaben wie das Brand- oder Speiseopfer, die im Tempel in Jerusalem Gott dargebracht wurden, um Gemeinschaft mit ihm zu stiften. Nach der Zerstörung des Tempels 70 n. Chr. treten Gebet und die gesamte Lebensführung an die Stelle dieser Opfer. dar, in denen sein Geist wirkt.Das sind Opfer, die Gott gefallen,denn sie sind durch Jesus Christus2,5 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. vermittelt.62,6 Vers 6: In Vers 6 wird aus Jesaja 28,16 zitiert. Deshalb heißt es in der Heiligen Schrift2,6 heißt es in der Heiligen Schrift: Die Verse 6-10 sind eine Zusammensetzung verschiedener Aussagen aus dem Alten Testament: Psalm 118,22; Jesaja 8,14; 28,16; 43,21; Hosea 1,6; 1,9 und Maleachi 3,17.:»Seht, ich lege auf dem Berg Zion2,6 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt.einen ausgewählten, kostbaren Grundstein2,6 Grundstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist..Wer an ihn glaubt2,6 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt., wird nicht zugrunde gehen.«72,7 Vers 7: In Vers 7 wird aus Psalm 118,22 zitiert. Für euch ist er kostbar, weil ihr an ihn glaubt.Aber für diejenigen, die nicht an ihn glauben, gilt:Der Stein, den die Bauleute verworfen haben2,7 verworfen haben: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein geworden.82,8 Vers 8: In Vers 8 wird aus Jesaja 8,14 zitiert. Er ist ein Stein, an dem man Anstoß nimmt,und ein Fels, über den man stolpert.Sie stoßen sich an ihm,weil sie dem Wort2,8 das Wort: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. keinen Glauben schenken.Doch genau dazu sind sie bestimmt.92,9 Vers 9: In Vers 9 werden Worte und Bilder aus Jesaja 43,21 und Maleachi 3,17 aufgenommen. Aber ihr seid das erwählte Volk:eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk,eine Gemeinschaft, die in besonderer Weise zu Gott gehört.Denn ihr sollt die großen Taten Gottes verkünden.Er hat euch nämlich aus der Finsternisin sein wunderbares Licht gerufen.102,10 Vers 10: In Vers 10 wird aus Hosea 1,6 und Hosea 1,9 zitiert. Ihr, die ihr früher nicht sein Volk wart,seid jetzt Gottes eigenes Volk.Ihr, die ihr früher kein Erbarmen fandet,erfahrt jetzt seine Barmherzigkeit.

Das christliche Leben in dieser Welt

1. Petrus 2,11–3,12

Vorbildlich leben in dieser Welt

11Meine Lieben, ihr seid Fremde und Gäste in dieser Welt2,11 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte..Deshalb ermahne ich euch:Gebt nicht den Begierden unserer menschlichen Natur2,11 menschliche Natur: Wörtlich »Fleisch«. Wer vom Fleisch bestimmt ist, glaubt nicht an Gott und die Versöhnung, die er den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt hat. Er vertraut sich selbst mehr als Gott. Das ist nach biblischer Vorstellung Sünde. nach,die euch von innen her verderben wollen.12Führt ein vorbildliches Leben unter den Völkern.Sie reden zwar noch schlecht über euch,als wärt ihr Verbrecher.Aber gleichzeitig sehen sie eure guten Werke.Deshalb werden sie am Tag des Gerichts2,12 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. Gott loben.13Fügt euch um des Herrn2,13 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. willenin jede von Menschen eingesetzte Ordnung.Ordnet euch dem Kaiser2,13 Kaiser: Der römische Kaiser war der oberste Repräsentant der Ordnung in der Welt, in der sich die Adressaten des Briefes als Fremde und Gäste aufhielten. unter, der über allen steht,14und hört auf seine Statthalter.Die hat der Kaiser damit beauftragt,die Verbrecher zu bestrafenund die Rechtschaffenen zu belohnen.15Denn das ist der Wille Gottes:Bringt durch euer rechtschaffenes Handelndie unwissenden und unvernünftigen Menschen zum Schweigen.16Handelt als freie Menschen,aber nutzt die Freiheit nicht als Deckmantel für Böses.Handelt als Diener Gottes2,16 Diener Gottes: Bezeichnung für eine Person, die Gott als ihren Herrn anerkennt. Sie handelt in seinem Namen, ist aber auch abhängig von ihm.!17Bringt allen Menschen Achtung entgegen.Liebt eure Brüder und Schwestern2,17 Brüder und Schwestern: Übliche Anrede unter Mitgliedern der Gemeinde..Habt Ehrfurcht2,17 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. vor Gottund begegnet dem Kaiser mit Achtung.

Dienen, wie Christus gedient hat

18Ihr Sklaven2,18 Sklaven: Im Griechischen gibt es nur ein Wort für »Diener« und »Sklave«.,ordnet euch euren Herren unter und achtet sie.Dies betrifft nicht nur die guten und freundlichen,sondern auch die unberechenbaren.19Denn es ist Gnade2,19 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.,wenn jemand Schweres geduldig erträgtund sogar zu Unrecht leidet.Das ist möglich, weil er weiß,dass er in seinem Gewissen Gott verpflichtet ist.20Welchen Ruhm soll es euch denn einbringen,wenn ihr Unrecht tut und die Schläge dafür aushaltet?Aber wenn ihr Gutes tut und deswegen Leiden ertragt,dann ist das eine Gnade von Gott.21Dazu hat er euch nämlich berufen,denn auch Christus hat für euch gelitten2,21 Christus hat für euch gelitten: Anspielung auf den Tod von Jesus Christus am Kreuz..Christus hat euch ein Beispiel gegeben,damit ihr seinen Spuren folgt.222,22 Vers 22-25: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist Jesaja 52,13–53,12, der in den Versen 22-25 aufgenommen wird. Er hat keine Sünden2,22 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. begangenund keine Lüge kam aus seinem Mund.23Er wurde beschimpft, aber er gab es nicht zurück.Er litt, aber er drohte nicht mit Vergeltung.Vielmehr übergab er seine Sache dem gerechten Richter2,23 Richter: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..24Christus selbst hat unsere Sünden2,24 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.mit seinem eigenen Leib hinaufgetragen an das Holz2,24 Holz: Bild für das Kreuz, an dem Jesus Christus gestorben ist..Dadurch sind wir für die Sünde totund können für die Gerechtigkeit2,24 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. leben.Durch seine Wunden seid ihr geheilt worden.25Ihr wart wie Schafe, die sich verirrt hatten.Aber jetzt seid ihr zurückgekehrt zu eurem Hirten2,25 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott.,der euch beschützt.
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Anweisungen für Eheleute

31Ebenso sollt ihr Frauen3,1 Frauen: Die folgenden Aussagen spiegeln die römische Gesellschaft wider. Hier sind vor allem Christinnen angesprochen, die mit Männern verheiratet sind, die nicht an Jesus Christus glauben. euch euren Männern unterordnen.Dann kann die Lebensführung der Frauen viel bewirken:Sie kann ohne ein Wort die Männer gewinnen,die bisher nicht auf das Wort3,1 das Wort: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. hören wollten.2Was sie überzeugt,ist eure vorbildliche Lebensführung.Sie ist von der Ehrfurcht3,2 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. vor Gott geprägt.3Schmückt euch nicht äußerlich,indem ihr euer Haar aufwendig flechtet,Goldschmuck anlegt und kostbare Kleider anzieht.4Sondern schmückt euch mit dem,was im Herzen verborgen ist:Ein freundliches und ruhiges Wesenist der unvergängliche Schmuck,der in Gottes Augen wertvoll ist.5So haben sich früher die heiligen Frauen3,5 heilige Frauen: Frauen, die so gelebt haben, wie es ihrem Glauben und der Beziehung zu Gott entsprach. Auch wenn vor Gott alle Menschen gleich sind, kann das in bestimmten Gesellschaften bedeuten, sich anderen unterzuordnen. geschmückt,die ihre Hoffnung auf Gott gesetzt haben:Sie ordneten sich ihren Männern unter.6Sara3,6 Sara: Frau von Abraham und Mutter von Isaak, vgl. 1. Mose/Genesis 12–23. hörte auf Abraham3,6 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. und nannte ihn »Herr«.Erweist euch als ihre Töchter,indem ihr rechtschaffen seidund euch durch keine Drohung einschüchtern lasst.

7Ebenso sollt ihr Männer euch verhalten:Geht verständnisvoll mit euren Frauen um,denn sie haben den schwächeren Körper.Bringt ihnen Achtung entgegen.Sie haben mit euch Anteil an der Gnade3,7 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Gottes,die das ewige Leben3,7 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. schenkt.So steht euren gemeinsamen Gebeten nichts im Weg.

Gutes statt Böses tun

8Schließlich bitte ich euch:Seid untereinander einig, mitfühlend,voll Liebe den anderen Brüdern und Schwestern3,8 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. gegenüber,barmherzig und bescheiden.9Zahlt Böses nicht mit Bösem heimoder eine Beleidigung mit einer Beleidigung.Stattdessen sollt ihr segnen3,9 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken..Denn Gott hat euch dazu berufen,seinen Segen zu empfangen.

103,10 Vers 10-12: In den Versen 10-12 wird aus der griechischen Übersetzung von Psalm 34,13-17 zitiert. Wer sich am Leben freuen und gute Tage sehen will,soll seine Zunge hüten.Nichts Böses darf aus seinem Mund kommenund keine Lüge über seine Lippen.11Er soll sich vom Bösen abwenden und Gutes tun.Frieden3,11 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. soll er suchen und sich dafür einsetzen.12Denn die Augen des Herrn3,12 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. ruhen auf dem Gerechten3,12 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt.und ihrem Gebet3,12 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. schenkt er sein Ohr.Aber er wendet sich gegen alle, die Böses tun.

Das christliche Leben im Leiden

1. Petrus 3,13–4,19

Leiden für die Gerechtigkeit

13Wer kann euch etwas Böses antun,wenn ihr euch leidenschaftlich für das Gute einsetzt?143,14 Vers 14-15: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament im Blick auf Jesus Christus. In den Versen 14-15 geschieht dies mit Aussagen aus Jesaja 8,12-13. Glückselig seid ihr,auch wenn ihr für die Gerechtigkeit3,14 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. leiden müsst.Fürchtet euch nicht vor den Drohungen der Menschenund lasst euch nicht erschrecken.15Macht vielmehr in eurem Leben deutlich,dass der Herr3,15 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., Christus3,15 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus., heilig ist.Seid jederzeit bereit, Rechenschaft abzulegenüber die Hoffnung, von der ihr erfüllt seid.Denn immer wieder wird man euch auffordern,dafür Rede und Antwort zu stehen.16Antwortet freundlich und in Ehrfurcht3,16 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. vor Gott,denn ihr habt ein gutes Gewissen.Dann müssen sich alle schämen,die euch in Verruf gebracht haben.Denn sie reden schlecht über euch,obwohl ihr ein rechtschaffenes Lebenin Verbundenheit mit Christus führt.17Es ist jedenfalls besser,für gute Taten zu leiden als für schlechte Taten –wenn Gott will, dass ihr leidet.

Christus ist Grund für die Hoffnung

18Christus3,18 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. hat einmal für die Sünden3,18 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. gelitten:Der Gerechte3,18 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. litt für die Ungerechten.So sollte er euch zu Gott führen:Sein Körper wurde zwar am Kreuz getötet,aber durch den Geist Gottes3,18 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. wurde er wieder lebendig.19Dabei ging er auch zu den Geistern3,19 Geister: Engel, die sich gegen Gott aufgelehnt haben. ins Gefängnisund verkündete die Gute Nachricht3,19 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..20Sie waren einst ungehorsam gewesen.Damals wartete Gott geduldig ab,während Noah3,20 Noah: Wurde von Gott vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet, vgl. 1. Mose/Genesis 6,5–9,29. die Arche3,20 Arche: Bezeichnung für das kastenartige Schiff, in dem die Familie Noahs und die Tiere vor der Sintflut gerettet wurden; vgl. 1. Mose/Genesis 6,9–9,17. baute.In ihr wurden nur wenige vor dem Wasser gerettet,nämlich acht Menschen.21Das ist das Gegenbild zum Wasser der Taufe3,21 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde.,die euch jetzt rettet.Bei der Taufe wird nicht Schmutz vom Körper gewaschen.Vielmehr ist sie die an Gott gerichtete Bitteum ein reines Gewissen.Sie rettet uns durch die Auferstehung3,21 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. von Jesus Christus3,21 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..22Der sitzt an der rechten Seite3,22 rechte Seite: Die rechte Seite ist ein Ehrenplatz. Gottes,nachdem er in den Himmel aufgestiegen3,22 in den Himmel aufgestiegen: Von der Himmelfahrt von Jesus Christus erzählt beispielsweise Apostelgeschichte 1,9-11. ist.Engel3,22 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen., Gewalten und Mächte sind ihm unterstellt.
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Leben, wie es Gott gefällt

41Weil Christus4,1 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. am eigenen Leib gelitten hat,müsst auch ihr euch seine Haltung aneignen.So seid ihr innerlich vorbereitet.Denn wer seinetwegen am eigenen Leib gelitten hat,der hat Ruhe vor der Sünde4,1 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann..2Dann gehorcht er für den Rest seines Lebensnicht mehr den menschlichen Begierden.Sondern er wird tun,was dem Willen Gottes entspricht.3In der Vergangenheit habt ihr lange genug getan,was Menschen tun, die Gott nicht kennen.Ihr habt ein Leben voller Zügellosigkeit geführtund euren Begierden nachgegeben.Ihr habt euch regelmäßig betrunken,habt Ess- und Trinkgelage abgehaltenund in schändlicher Weise Götzen4,3 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. verehrt.4Jetzt wundern sich die Leute,dass ihr bei ihrem zügellosen Treibennicht mehr mitmacht.Sie lästern über euch.5Aber sie werden Rechenschaft ablegen müssen –vor dem, der schon bereitsteht, Gericht4,5 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. zu haltenüber die Lebenden und die Toten.6Dazu wurde auch den bereits Verstorbenendie Gute Nachricht4,6 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. verkündet.Sie werden zwar für ihre Taten verurteilt,wie es für Menschen angemessen ist.Aber durch den Geist Gottes4,6 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. sollen sie das Leben4,6 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. haben,so wie es dem Willen Gottes entspricht.

Gute Verwalter der Gaben Gottes

7Das Ende aller Dinge4,7 Ende aller Dinge: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. ist nahe.Seid besonnen und bewahrt einen klaren Kopf,damit ihr beten4,7 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. könnt.8Haltet vor allem mit Ausdaueran der Liebe zueinander fest!Denn die Liebe4,8 Denn die Liebe ...: Der Satz ist ein Zitat aus Sprichwörter 10,12. deckt viele Sünden4,8 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. zu.9Seid gastfreundlich untereinander,ohne euch zu beklagen.10Dient einander –jeder mit der Gabe, die er erhalten hat.So erweist ihr euch als gute Verwalter der Gnade4,10 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.,die Gott vielfältig schenkt.11Wenn jemand in Gottes Auftrag redet,soll er nur das Wort Gottes4,11 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. weitergeben.Wenn jemand dient,soll er das aus der Kraft heraus tun, die Gott gibt.So soll in allem, was ihr sagt und tut,Gott durch Jesus Christus4,11 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. verherrlicht werden.Ihm gehören Herrlichkeit4,11 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. und Macht für immer und ewig.Amen4,11 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«.

Mit Christus leiden

12Meine Lieben! Wundert euch nicht darüber,dass ihr auf die Probe gestellt werdet.Das ist nichts Ungewöhnliches,auch wenn es wie ein Feuer über euch hereinbricht.13Freut euch vielmehr,dass ihr dadurch am Leiden von Christus4,13 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Anteil habt.Denn dann könnt ihr auch vor Freude jubeln,wenn seine Herrlichkeit4,13 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. offenbar wird.14Glückselig seid ihr, wenn ihr beschimpft werdet,weil ihr zu Christus gehört.Denn dann ruht der Geist der Herrlichkeit auf euch,das ist der Geist Gottes4,14 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..15Es geht nicht darum, dass jemand leidet,weil er ein Mörder, Dieb oder Verbrecher ist –oder dass er etwas unterschlägt oder veruntreut.16Wenn er aber leidet, weil er Christ4,16 Christen: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus, die zunächst nur von Außenstehenden gebraucht wurde. ist,soll er sich nicht schämen.Vielmehr soll er damit Gott verherrlichen.17Denn die Zeit ist da,in der das Gericht Gottes4,17 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. beginnt –und zwar bei seinem eigenen Haus4,17 bei seinem eigenen Haus: In 1. Petrus 2,5 wird die Gemeinde selbst als Haus Gottes bezeichnet..Was bei uns geschieht, ist also nur der Anfang.Wie wird dann erst das Ende von denen aussehen,die die Gute Nachricht4,17 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. von Gott nicht glauben?18So heißt es4,18 so heißt es: Das Zitat nimmt Worte aus Sprichwörter 11,31 auf.:»Der Gerechte4,18 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. wird nur mit Mühe gerettet.Wo werden dann aber die Frevler4,18 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. und Sünder4,18 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. sein?«19Darum gilt für die,die nach dem Willen Gottes leiden:Sie sollen ihr Leben dem treuen Schöpfer4,19 Schöpfer: Von der Erschaffung der Welt durch Gott erzählt 1. Mose/Genesis 1,1–2,4. anvertrauenund dabei rechtschaffen sein.