BasisBibel (BB)
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Briefanfang

1. Johannes 1,1-4

Das Wort, das Leben bringt

11Was von Anfang an gegeben war,war das Wort1,1 das Wort: Im 1. Johannesbrief steht »das Wort« wie am Anfang des Johannesevangeliums in Johannes 1,1-18 für Jesus Christus, durch den Gott der Welt Rettung schenkt., das Leben bringt.Wir haben es gehört.Wir haben es mit eigenen Augen gesehen.Wir haben es angeschaut und mit eigenen Händen berührt.2Ja, das Leben selbst ist sichtbar geworden,und wir haben es gesehen.Wir bezeugen es und verkünden es euch:das ewige Leben1,2 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod., das beim Vater1,2 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. warund für uns sichtbar wurde.3Wir haben es gesehen und gehörtund verkünden es auch euch.Dadurch sollt auch ihr mit uns Gemeinschaft haben.Die Gemeinschaft mit uns ist aber zugleichdie Gemeinschaft mit dem Vaterund seinem Sohn1,3 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Jesus Christus1,3 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..4Dies schreiben wir,damit die Freude uns ganz und gar erfüllt.

Gemeinschaft mit Gott

1. Johannes 1,5–2,17

Leben im Licht

5Das ist die Botschaft,die wir von Jesus Christus1,5 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. gehört habenund die wir euch verkünden:Gott ist Licht1,5 Licht: Bild für die Gnade Gottes. Sie zeigt sich in seiner liebevollen Zuwendung zu den Menschen, die er ihnen in seinem Sohn Jesus Christus schenkt. Durch ihn erhalten die Menschen das wahre Leben in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott., in ihm gibt es keine Spur von Finsternis.6Wir lügen, wenn wir behaupten:»Wir haben Gemeinschaft mit Gott!«,und leben doch in der Finsternis.Was wir tun, entspricht dann nicht der Wahrheit1,6 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst..7Wenn wir aber im Licht leben,wie Gott selbst im Licht ist,haben wir Gemeinschaft miteinander.Dann reinigt uns das Blut1,7 Blut: Sinnbild für den Tod von Jesus Christus am Kreuz. In Tod und Auferstehung von Jesus Christus schenkt Gott den Menschen Versöhnung. von jeder Schuld1,7 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.,das sein Sohn1,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Jesus für uns vergossen hat.

Jesus Christus ist unser Beistand

8Wir betrügen uns selbst, wenn wir behaupten:»Wir haben keine Schuld1,8 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. auf uns geladen!«Dann wirkt die Wahrheit1,8 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. nicht in uns.9Wenn wir aber unsere Schuld eingestehen,ist Gott treu und gerecht:Er vergibt uns die Schuldund reinigt uns von allem Unrecht,das wir begangen haben.10Wir machen sogar Gott zum Lügner, wenn wir behaupten:»Wir haben noch nie etwas getan,wodurch wir schuldig geworden sind!«Dann wirkt sein Wort1,10 sein Wort: Im 1. Johannesbrief steht »das Wort« wie am Anfang des Johannesevangeliums in Johannes 1,1-18 für Jesus Christus, durch den Gott der Welt Rettung schenkt. nicht in uns.
221Meine Kinder2,1 Kinder: Anrede an die Mitglieder der Gemeinde, für die der Brief bestimmt ist. Mit der Taufe sind sie zu Kindern Gottes geworden., das schreibe ich euch,damit ihr keine Schuld2,1 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. auf euch ladet.Wenn aber dennoch jemand schuldig wird,dann haben wir einen Beistand2,1 Beistand: Der Beistand ist hier Jesus selbst. Im Johannesevangelium kündigt Jesus einen Beistand an, der wie er selbst lehren und verkünden wird; vgl. beispielsweise Johannes 14,16-17 und Johannes 14,26. beim Vater2,1 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott.:Jesus Christus2,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., der ganz und gar gerecht2,1 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. ist.2Er hat unsere Schuld auf sich genommenund uns so mit Gott versöhnt.Und das gilt nicht nur für unsere Schuld,sondern auch für die der ganzen Welt.

Gott kennen heißt seine Gebote halten

3Ob wir Gott wirklich kennen, erkennen wir daran,dass wir seine Gebote2,3 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. In Johannes 15,12-14 wird das Gebot der Nächstenliebe als grundlegend beschrieben. halten.4Wer behauptet: »Ich kenne ihn«,aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner.In ihm wirkt nicht die Wahrheit2,4 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst..5Aber wer sich nach dem Wort Gottes richtet,in dem ist die Liebe Gottes wahrhaftig vollendet.Daran können wir ablesen,dass wir mit Gott verbunden sind.6Wer von sich sagt, dass er mit Gott verbunden ist,soll auch so leben, wie Jesus2,6 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. gelebt hat.

Das neue Gebot

7Ihr Lieben, ich schreibe euch kein neues Gebot.Es ist das alte, das ihr von Anfang an gekannt habt.Dieses alte Gebot ist die Botschaft,die ihr bereits gehört habt.8Und trotzdem ist es zugleich ein neues Gebot,das ich euch schreibe.Es wurde verwirklicht im Leben von Jesus2,8 Jesus Christus: Der Name Jesus Christus ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.und in eurem Leben.Denn die Finsternis vergeht,und das Licht2,8 Licht: Bild für die Gnade Gottes. Sie zeigt sich in seiner liebevollen Zuwendung zu den Menschen, die er ihnen in seinem Sohn Jesus Christus schenkt. Durch ihn erhalten die Menschen das wahre Leben in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott. der Wahrheit2,8 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. leuchtet schon.

9Wer behauptet: »Ich lebe im Licht2,9 Licht: Bild für das Leben, das Jesus Christus als Licht der Welt schenkt. Durch ihn erhalten die Menschen das ewige Leben in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott.!«,aber seinen Bruder oder seine Schwester2,9 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. hasst,lebt noch in der Finsternis.10Wer seinen Bruder oder seine Schwester liebt,bleibt im Licht.In ihm gibt es nichts,was ihn vom Glauben2,10 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. abbringen kann.11Aber wer seinen Bruder oder seine Schwester hasst,lebt in der Finsternis.Er irrt in der Finsternis umherund weiß nicht, wohin er geht.Denn die Finsternis hat seine Augen blind gemacht.

Nicht diese Welt lieben

12Das schreibe ich euch, ihr Kinder2,12 Kinder: Anrede an die Mitglieder der Gemeinde, für die der Brief bestimmt ist. Mit der Taufe sind sie zu Kindern Gottes geworden.:Eure Schuld2,12 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. ist euch vergebendurch Jesus Christus2,12 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt., in dessen Namen ihr getauft seid2,12 in dessen Namen ihr getauft seid: Der »Name« steht stellvertretend für den Herrschaftsbereich der Person, die den Namen trägt. Wer im Namen von Jesus Christus getauft wird, tritt in seinen Herrschaftsbereich und unterstellt sich seiner Fürsorge..13Das schreibe ich euch, ihr Alten:Ihr habt den erkannt, der von Anfang an gegeben war.Das schreibe ich euch, ihr Jungen:Ihr habt den Bösen2,13 der Böse: Bezeichnung für den Teufel, den Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. besiegt.14Ich habe es euch schon geschrieben, ihr Kinder:Ihr habt den Vater2,14 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. erkannt.Ich habe es euch schon geschrieben, ihr Alten:Ihr habt den erkannt, der von Anfang an gegeben war.Ich habe es euch schon geschrieben, ihr Jungen:Ihr seid stark.Das Wort2,14 Wort: Im 1. Johannesbrief steht »das Wort« wie am Anfang des Johannesevangeliums in Johannes 1,1-18 für Jesus Christus, durch den Gott der Welt Rettung schenkt. Gottes wirkt in euch.Ihr habt den Bösen besiegt.15Ihr sollt nicht diese Welt2,15 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. liebenund auch nicht das, was in der Welt ist.Wenn jemand diese Welt liebt,hat die Liebe zum Vater keinen Raum in ihm.16Das alles gehört zu dieser Welt:die selbstsüchtigen Wünsche, die gierigen Blickeund das Prahlen mit Wohlstand.Das alles kommt nicht vom Vater,sondern stammt aus dieser Welt.17Diese Welt und ihre Gier vergehen.Aber wer tut, was Gott will,bleibt in Ewigkeit mit ihm verbunden.

Den Glauben in der letzten Stunde bewahren

1. Johannes 2,18–3,24

Warnung vor den Widersachern von Christus

18Ihr Kinder2,18 Kinder: Anrede an die Mitglieder der Gemeinde, für die der Brief bestimmt ist. Mit der Taufe sind sie zu Kindern Gottes geworden., die letzte Stunde2,18 letzte Stunde: Der Zeitraum unmittelbar bevor der Tag des Gerichts beginnt. ist da!Ihr habt gehört: Der Widersacher von Christus2,18 Widersacher von Christus: Wörtlich »Antichrist«. Gestalt, in der die Macht des Bösen, sonst auch Teufel genannt, als Person auftritt, um die Menschen in die Irre zu führen. kommt.Und jetzt sind sogar viele Widersacher gekommen.Daran erkennen wir: Die letzte Stunde ist wirklich da.19Die Widersacher kamen aus unserer Mitte,aber sie gehörten nicht wirklich zu uns.Wenn sie zu uns gehört hätten,dann wären sie bei uns geblieben.Aber es sollte deutlich werden:Es gehören nicht alle zu uns.20Doch ihr habt die Salbung2,20 Salbung: In frühchristlichen Gemeinden gehörte das Ausgießen eines wohlriechenden Öls über bestimmte Körperstellen zur Taufe, mit der man in die Gemeinde aufgenommen wurde. empfangenvon dem, der heilig ist, Jesus Christus2,20 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..Und dadurch seid ihr allein den Besitz der Erkenntnis gekommen.21Ich habe euch ja nicht geschrieben,weil ihr die Wahrheit2,21 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. nicht kennt.Vielmehr kennt ihr sie, und ihr wisst,dass aus der Wahrheit keine Lüge kommt.

22Wer ist denn hier der Lügner?Das ist doch wohl der, der abstreitet,dass Jesus2,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. der Christus2,22 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist.Der ist der Widersacher von Christus2,22 Widersacher von Christus: Wörtlich »Antichrist«. Gestalt, in der die Macht des Bösen, sonst auch Teufel genannt, als Person auftritt, um die Menschen in die Irre zu führen.:Er lehnt mit dem Sohn2,22 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. auch den Vater2,22 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. ab.23Wer den Sohn ablehnt,kann auch nicht zum Vater gehören.Wer sich zum Sohn bekennt, gehört auch zum Vater.

24Die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt,sollt ihr in euch bewahren.Wenn ihr das bewahrt,was ihr von Anfang an gehört habt,könnt ihr gewiss sein: Ihr werdet stetsmit dem Sohn2,24 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. und dem Vater2,24 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. verbunden bleiben.25Das ist das Versprechen,das uns Jesus Christus2,25 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. selbst gegeben hat: das ewige Leben2,25 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..26Dies schreibe ich euch über die Leute,die euch in die Irre führen wollen.

Mit Gott verbunden bleiben

27Aber ihr habt von Jesus Christus2,27 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. die Salbung2,27 Salbung: In frühchristlichen Gemeinden gehörte das Ausgießen eines wohlriechenden Öls über bestimmte Körperstellen zur Taufe, mit der man in die Gemeinde aufgenommen wurde. empfangen,und diese Salbung bleibt in euch wirksam.Ihr habt es nicht nötig, dass euch jemand belehrt.Denn seine Salbung lehrt euch alles.Was sie euch lehrt, ist wahr2,27 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. und keine Lüge.Und wie sie es euch gelehrt hat,sollt ihr mit Christus verbunden bleiben.28Also, Kinder2,28 Kinder: Anrede an die Gemeinde, für die der Brief bestimmt ist., bleibt mit Jesus Christus2,28 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. verbunden.Dann werden wir voller Zuversicht sein, wenn er erscheint.Und wenn er wiederkommt,müssen wir vor ihm nicht beschämt dastehen.29Wenn ihr wisst, dass Gott gerecht ist, erkennt ihr:Jeder, der sich in seinem Handelnvon der Gerechtigkeit2,29 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. leiten lässt,hat Gott zum Vater2,29 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott..
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Leben als Kinder Gottes

31Seht doch, wie groß die Liebe ist,die der Vater3,1 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. uns geschenkt hat:Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es tatsächlich.Doch diese Welt3,1 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. weiß nicht, wer wir sind.Denn sie hat Gott nicht erkannt.2Ihr Lieben, jetzt sind wir Kinder Gottes.Aber was wir einmal sein werden,ist noch gar nicht sichtbar.Wir wissen jedoch:Wenn es offenbar wird, werden wir Gott ähnlich sein.Denn dann werden wir ihn sehen, wie er ist.3Wer das voller Hoffnung von Gott erwartet,hält sein Leben rein3,3 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. von aller Schuld3,3 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.so wie Gott selbst rein ist.

4Wer sich auf die Sünde3,4 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. einlässt,lehnt sich gegen Gott auf.Denn die Sünde ist Auflehnung gegen Gott.5Ihr wisst: Jesus Christus3,5 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. ist gekommen,um die Sünden wegzunehmen.Er selbst ist ohne Sünde.6Wer mit ihm verbunden bleibt,wird keine Sünde mehr begehen.Wer aber Sünden3,6 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. begeht,hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.

7Kinder3,7 Kinder: Anrede an die Mitglieder der Gemeinde, für die der Brief bestimmt ist. Mit der Taufe sind sie zu Kindern Gottes geworden., niemand soll euch in die Irre führen.Wer sich in seinem Handelnvon der Gerechtigkeit3,7 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. leiten lässt, ist gerecht –so wie Jesus Christus3,7 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. gerecht ist.8Wer sich in seinem Handelnvon der Sünde3,8 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. leiten lässt, stammt vom Teufel3,8 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht..Denn der Teufel ist ein Sünder von Anfang an.Der Sohn Gottes3,8 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. ist gerade deshalb gekommen,um die Werke des Teufels zu zerstören.9Wer Gott zum Vater3,9 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. hat,lässt sich nicht auf die Sünde ein.Denn der Geist Gottes3,9 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. wirkt in ihm.Er kann keine Sünde3,9 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. begehen,weil er ja Gott zum Vater hat.10Daran sind die Kinder Gottesund die Kinder des Teufels zu erkennen:Jeder, der sich in seinem Handelnnicht von der Gerechtigkeit leiten lässt,stammt nicht von Gott.Das gilt auch für den,der seinen Bruder oder seine Schwester3,10 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. nicht liebt.

Liebt einander!

11Denn das ist die Botschaft,die ihr von Anfang an gehört habt:Wir sollen einander lieben.12Wir sollen nicht wie Kain3,12 Kain: Sohn von Adam und Eva, der seinen Bruder Abel erschlug; vgl. 1. Mose/Genesis 4,1-16. sein,der vom Bösen stammte und seinen Bruder erschlug.Und warum hat er ihn erschlagen?Weil sein ganzes Tun böse war,das seines Bruders aber gerecht3,12 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes..

13Brüder und Schwestern3,13 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,wundert euch nicht,wenn diese Welt3,13 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. euch hasst.14Wir wissen, dass wir aus dem Bereich des Todesin den des Lebens hinübergegangen sind.Denn wir lieben unsere Brüder und Schwestern.Wer nicht liebt, bleibt im Bereich des Todes.15Wer seinen Bruder oder seine Schwester hasst,ist ein Mörder, und ihr wisst:Kein Mörder hat das ewige Leben3,15 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod.,es bleibt nicht in ihm.16Jesus Christus3,16 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. hat sein Leben für uns eingesetzt.Daran haben wir erkannt, was Liebe ist.Deshalb müssen auch wirunser Leben für unsere Geschwister einsetzen.17Stellt euch vor:Jemand ist mit allem gut versorgt und sieht,dass sein Bruder oder seine Schwester Not leidet.Wenn er sein Herz vor ihrer Not verschließt,wie kann dann die Liebe Gottes in ihm bleiben?

Wer liebt, bleibt mit Gott verbunden

18Ihr Kinder3,18 Kinder: Anrede an die Gemeinde, für die der Brief bestimmt ist., lasst uns einander lieben:nicht mit leeren Worten und schönen Reden,sondern mit tatkräftiger und wahrer Liebe.19Wir werden erkennen,dass die Wahrheit3,19 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. wirklich unser Leben bestimmt.Und wir können vor Gott unser Herz beruhigen.20Auch wenn unser eigenes Herz uns anklagt,ist Gott größer als unser Herz,Denn er kennt uns durch und durch.

21Ihr Lieben,wenn unser Herz uns dann nicht mehr anklagt,können wir uns voller Zuversicht an Gott wenden.22Wir bekommen von ihm, worum wir bitten.Denn wir halten seine Gebote3,22 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. In Johannes 15,12-14 wird das Gebot der Nächstenliebe als grundlegend beschrieben.und tun, was ihm gefällt.23Und das ist sein Gebot:Wir sollen an seinen Sohn Jesus Christus3,23 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. glaubenund einander lieben, wie er es uns geboten hat.24Wer seine Gebote hält, bleibt mit Gott verbunden,und Gott bleibt mit ihm verbunden.An dem Geist3,24 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt., den er uns gegeben hat,erkennen wir: Gott bleibt mit uns verbunden.