BasisBibel (BB)
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Briefanfang

1. Korinther 1,1-9

Absender und Empfänger

11Paulus1,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte. – nach dem Willen Gotteszum Apostel1,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. von Christus Jesus1,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. berufen –und der Bruder1,1 Bruder: Übliche Anrede unter Mitgliedern der Gemeinde. Sosthenes.

2An die Gemeinde Gottes in Korinth1,2 Korinth: Hauptstadt der Provinz Achaia, im Süden des heutigen Griechenland gelegen.:An euch, die ihr heilig1,2 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. geworden seiddurch die Verbundenheit mit Christus Jesus1,2 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..Zu Heiligen1,2 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. seid ihr berufen mit allen,die den Namen unseres Herrn1,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus Christus anrufen –überall auf der Welt, hier wie anderswo.

3Wir wünschen euch Gnade1,3 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. und Frieden1,3 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht.von Gott, unserem Vater,und dem Herrn1,3 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus Christus1,3 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.!

Dank für Gottes Gaben in Korinth

4Ich danke meinem Gott immer wieder für die Gnade1,4 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.,die er euch durch Christus Jesus1,4 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. geschenkt hat.5Durch ihn hat Gott euch an allem reich gemacht –an allen Arten der Verkündigung und Erkenntnis.6Auch hat Gott der Botschaft von Christusbei euch einen festen Grund bereitet.7Deshalb fehlt euch keine der Gaben,die er in seiner Gnade schenkt.So erwartet ihr sehnsüchtigdas Erscheinen unseres Herrn1,7 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus Christus.8Gott wird euch helfen,bis zum Schluss fest auf diesem Grund zu stehen.So kann am Tag unseres Herrn1,8 Tag des Herrn: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. Jesus Christuskeine Anklage gegen euch erhoben werden.9Gott ist treu. Durch ihn seid ihr berufenzur Gemeinschaft mit seinem Sohn1,9 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Jesus Christus,unserem Herrn.

Spaltungen in der Gemeinde

1. Korinther 1,10–4,21

Streit zwischen verschiedenen Gruppen

10Brüder und Schwestern1,10 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,im Namen unseres Herrn1,10 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus Christus1,10 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. bitte ich euch:Seid einig und lasst nicht zu,dass sich verschiedene Lager unter euch bilden!Haltet vielmehr zusammenin gleicher Überzeugung und gleicher Meinung.11Meine Brüder und Schwestern,ich habe von Chloes Leuten erfahren,dass es unter euch Streit gibt.12Ich meine damit, dass jeder von euch etwas anderes sagt:»Ich gehöre zu Paulus1,12 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte..« »Ich gehöre zu Apollos.«»Ich gehöre zu Kephas1,12 Kephas: Aramäische Form des Namens Petrus. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon..« »Ich gehöre zu Christus1,12 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.13Christus lässt sich doch nicht zerteilen!Bin etwa ich, Paulus, für euch gekreuzigt1,13 gekreuzigt: Eigentlich Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen, für die Jesus Christus, der tatsächlich am Kreuz starb, sein Leben opferte. worden?Oder wurdet ihr im Namen von Paulus getauft?14Ich danke Gott, dass ich außer Krispus und Gaiusniemanden von euch getauft habe!15So kann wenigstens niemand sagen,dass ihr in meinem Namen getauft worden seid.16Doch, ich habe auch nochStephanas und seine Familie getauft!Ich wüsste aber nicht,dass ich sonst noch jemanden getauft hätte.17Denn Christus hat mich nicht gesandt, um zu taufen,sondern um die Gute Nachricht1,17 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. zu verkünden.Das kann nicht mit klugen Worten geschehen.Sonst verliert das Kreuz1,17 Kreuz: Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen. Am Kreuz opferte Jesus Christus sein Leben, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, die sie von Gott trennen. von Christus seinen Sinn.

Die Botschaft vom Kreuz und die Weisheit der Welt

18Die Botschaft vom Kreuz1,18 Kreuz: Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen. Am Kreuz opferte Jesus Christus sein Leben, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, die sie von Gott trennen. erscheint denen,die verloren gehen, als eine Dummheit.Aber wir, die gerettet werden,erfahren sie als Kraft Gottes.19Denn in der Heiligen Schrift steht1,19 in der Heiligen Schrift steht (Vers 19): Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 29,14.:»Ich will die Weisheit der Weisen auslöschenund von der Klugheit der Klugen nichts übrig lassen.«

20Wo sind jetzt die Weisen, wo die Schriftgelehrten1,20 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.,wo die wortgewaltigen Redner unserer Zeit?Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt1,20 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte.als Dummheit entlarvt?21Die Weisheit Gottes zeigt sich in dieser Welt.Aber die Welt hat ihn mit ihrer Weisheit nicht erkannt.Deshalb hat Gott beschlossen,durch eine scheinbar unsinnige Botschaftalle Glaubenden1,21 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. zu retten.22Die Juden1,22 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten. wollen Zeichen sehen.Die Griechen1,22 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache. streben nach Weisheit1,22 Weisheit: Lebenspraktisches Wissen oder handwerkliches Können, das durch Erfahrung erworben oder von Gott geschenkt wird..23Wir dagegen verkünden Christus, den Gekreuzigten1,23 Christus, der Gekreuzigte: Jesus Christus, der Sohn Gottes, starb wie ein verurteilter Verbrecher am Kreuz. In diesem Opfer zeigt sich die Zuwendung Gottes zu den Menschen.:Das erregt bei den Juden Anstoßund für die anderen Völker ist es reine Dummheit.24Christus ist Gottes Kraft und Gottes Weisheit.Das verkünden wir allen, die berufen sind –Juden wie Griechen.25Denn was an Gott als dumm erscheint,ist weiser als die Menschen.Und was an Gott schwach erscheint,ist stärker als die Menschen.

Gott wählt die Schwachen und Verachteten aus

26Schaut euch doch selbst an, Brüder und Schwestern1,26 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde..Wen hat Gott berufen, zu Christus zu gehören?Nach menschlichem Maßstab geurteilt,gibt es da nicht viele Weise oder Einflussreiche.Es gibt auch nicht viele,die aus vornehmen Familien stammen!27Nein, was der Welt1,27 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. als dumm erscheint,das hat Gott ausgewählt, um die Weisen zu demütigen.Und was der Welt schwach erscheint,das hat Gott ausgewählt, um ihre Stärke zu beschämen.28Was für die Welt keine Bedeutung hatund von ihr verachtet wird, das hat Gott ausgewählt.Er hat also gerade das ausgewählt, was nichts zählt.So setzt er das außer Kraft, was etwas zählt.29Deshalb kann kein Mensch vor Gott stolz sein.30Gott allein habt ihr es zu verdanken,dass ihr zu Christus Jesus gehört.Er bringt uns die Weisheit, die von Gott kommt,Gerechtigkeit1,30 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes., Heiligkeit1,30 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. und Erlösung.31Denn es sollte gültig bleiben,was in der Heiligen Schrift steht1,31 in der Heiligen Schrift steht (Vers 31): Verkürztes Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jeremia 9,22-23.:»Wer auf etwas stolz sein will,soll auf den Herrn1,31 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. stolz sein.«
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Paulus hat der Gemeinde als schwacher Mensch gepredigt

21Brüder und Schwestern2,1 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,ich bin damals zu euch gekommen,um euch das Geheimnis Gottes2,1 Geheimnis Gottes: Was Paulus darunter versteht, führt er in 1. Korinther 2,7-9 aus. zu verkünden.Ich bin aber nicht mit großartigen Wortenoder mit Weisheit aufgetreten.2Denn ich hatte beschlossen,bei euch nur über eines zu reden:Ich verkünde euch Jesus Christus2,2 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.,der am Kreuz2,2 Kreuz: Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen. Am Kreuz opferte Jesus Christus sein Leben, um die Sünden der Menschen wegzunehmen, die sie von Gott trennen. gestorben ist.3Als schwacher Mensch trat ich vor euchund zitterte innerlich vor Angst.4Meine Rede und meine Verkündigung sollten euch nichtdurch ihre Weisheit überreden.Vielmehr sollte in ihnen Gottes Geist2,4 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. und Kraftzur Geltung kommen.5Denn euer Glaube2,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.sollte nicht aus menschlicher Weisheit kommen,sondern aus der Kraft Gottes.

In der Botschaft vom Kreuz zeigt sich Gottes Weisheit

6Und doch verkünden wir eine Weisheit2,6 Weisheit: Was Paulus damit meint, erklärt er in 1. Korinther 1,18-25.und zwar denen, die dafür bereit sind.Es ist eine Weisheit,die nicht aus dieser Welt2,6 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. stammt.Sie kommt auch nicht von den Herrschern unserer Welt,die ja zum Untergang bestimmt sind.7Nein, wir verkünden die geheimnisvolle Weisheit Gottes,die bis jetzt verborgen war:Schon vor aller Zeit hatte Gott bestimmt,uns Anteil an seiner Herrlichkeit2,7 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. zu geben.8Keiner von den Herrschern unserer Zeithat diese Weisheit erkannt.Sonst hätten sie den Herrn der Herrlichkeit2,8 Herr der Herrlichkeit: Christus als Herrscher über die Welt. Er hat Anteil am Ansehen und der Macht Gottes, und damit auch Anspruch auf dieselbe Ehrerbietung, die Gott zuteilwird.nicht gekreuzigt2,8 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet..9In der Heiligen Schrift2,9 in der Heiligen Schrift: Paulus zitiert aus einer Schrift, die sich nicht in unserer Bibel findet. Das Zitat erinnert an Jesaja 64,3. heißt es dazu:»Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat,worauf kein Mensch jemals gekommen ist –all das hält Gott für die bereit, die ihn lieben.«

10Uns aber hat Gott dieses Geheimnisdurch den Heiligen Geist2,10 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. enthüllt.Denn der Heilige Geist erforscht alles,selbst die unergründlichen Geheimnisse Gottes.11Welcher Mensch weiß denn,was in einem anderen Menschen vorgeht?Das weiß nur sein eigener Geist.So ist es auch mit Gott:Keiner kennt ihn, nur der Geist Gottes2,11 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..12Wir haben aber nicht den Geist dieser Welt2,12 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. empfangen,sondern den Geist, den Gott selbst uns schickt.So können wir erkennen, was Gott uns geschenkt hat.13Davon reden wir nicht in Worten,wie sie die menschliche Weisheit lehrt.Sondern wir reden in Worten,die der Geist Gottes lehrt.Mit seinen Worten erklären wir,was er selbst uns offenbart.

14Der Mensch nimmt mit seinen natürlichen Fähigkeitennicht das an, was vom Geist Gottes2,14 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. kommt.Er hält es für Dummheitund kann damit nichts anfangen.Denn nur mithilfe des Heiligen Geistes2,14 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.kann es richtig eingeschätzt werden.15Aber ein von Gottes Geist erfüllter Menschkann das alles richtig einschätzen.Dabei kann sich kein anderer ein Urteil über ihn anmaßen.16Denn2,16 denn: Es folgt ein verkürztes Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 40,13. wer kann feststellen, was der Herr2,16 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. im Sinn hat,und ihn beraten?Aber was wir im Sinn haben,das kommt von Christus2,16 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. her.
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Der Streit zeigt, dass die Gemeinde noch nicht reif ist

31Brüder und Schwestern3,1 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.!Zu euch konnte ich nicht so reden wie zu Menschen,die vom Heiligen Geist3,1 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. erfüllt sind.Vielmehr musste ich zu euch reden wie zu Leuten,die von ihrer menschlichen Natur3,1 menschliche Natur: Wörtlich »Fleisch«. Wer vom Fleisch bestimmt ist, glaubt nicht an Gott und die Versöhnung, die er den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt hat. Er vertraut sich selbst mehr als Gott. Das ist nach biblischer Vorstellung Sünde. bestimmt sind.Denn in allem, was mit Christus3,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. zu tun hat,wart ihr wie kleine Kinder.2Ich gab euch Milch zu trinken und keine feste Nahrung.Die konntet ihr noch nicht vertragen,und das könnt ihr auch jetzt noch nicht.3Denn ihr seid immer nochvon eurer menschlichen Natur bestimmt:Unter euch gibt es Eifersucht und Streit.Zeigt das nicht gerade,dass ihr von eurer menschlichen Natur bestimmt seid –und dass ihr euch genauso verhaltet?4Wenn der eine sagt: »Ich gehöre zu Paulus3,4 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte.Und der andere sagt: »Ich gehöre zu Apollos.«Das zeigt, dass ihr wie alle anderen Menschen seid!

Paulus und Apollos haben eine gemeinsame Aufgabe

5Wer ist denn Apollos? Oder wer ist Paulus3,5 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte.?Sie sind Diener des Herrn3,5 Diener des Herrn: Bezeichnung für eine Person, die Christus als ihren Herrn anerkennt. In seinem Auftrag und mit seiner Vollmacht verkündet sie das Wort Gottes.,durch die ihr zum Glauben3,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. gekommen seid.Und jeder dient dem Herrn mit den Gaben,die er bekommen hat.6Ich habe gepflanzt, Apollos hat gegossen.Aber Gott hat es wachsen lassen.7Es zählt nicht, wer pflanzt oder wer gießt.Es kommt auf Gott an, der alles wachsen lässt.8Derjenige, der pflanzt, und derjenige, der gießt,haben eine gemeinsame Aufgabe.Aber jeder wird seinen eigenen Lohn bekommenentsprechend der Arbeit, die er geleistet hat.

Das gemeinsame Fundament ist Christus

9Es ist also Gottes Werk, an dem wir mitarbeiten –und ihr seid Gottes Ackerlandoder besser: Gottes Bauwerk.10Als erfahrener Bauleiter habe ich das Fundament gelegt.Dazu hat Gott mich in seiner Gnade3,10 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. befähigt.Jetzt baut ein anderer darauf weiter.Aber jeder muss aufpassen, wie er weiterbaut.

11Denn niemand kann ein anderes Fundament legenals das, das schon gelegt ist.Und das ist Jesus Christus3,11 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..12Es kommt darauf an,womit auf dem Fundament weitergebaut wird:mit Gold, Silber, Edelsteinen, Holz, Heu oder Stroh.13Es wird sich noch zeigen,was das Werk eines jeden Einzelnen wert ist.Denn der Tag des Gerichts3,13 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. wird es aufdecken,wenn er mit Feuer hereinbricht.Das Feuer wird prüfen,wie das Werk eines jeden Einzelnen beschaffen ist.14Hält das von ihm gebaute Werk dem Feuer stand,wird er belohnt.15Verbrennt das Werk, muss er den Verlust tragen.Er wird gerettet werden wie jemand,der gerade noch dem Feuer entkommen ist.

16Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seidund Gottes Geist3,16 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. darin wohnt?17Wer den Tempel Gottes zugrunde richtet,den wird Gott zugrunde richten.Denn der Tempel Gottes ist heilig.Und dieser Tempel seid ihr.

Es gibt keinen Grund, auf einen Menschen stolz zu sein

18Niemand soll sich etwas vormachen!Wenn sich jemand von euchin dieser Zeit für weise hält,muss er zunächst dumm werden.Erst dann kann er wirklich weise werden.19Denn die Weisheit dieser Welt3,19 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte.ist für Gott reine Dummheit.In der Heiligen Schrift steht3,19 in der Heiligen Schrift steht: Paulus nimmt einen Gedanken aus Hiob 5,13 auf. ja:»Gott fängt die Weisenim Netz ihrer eigenen Schlauheit.«20Und weiter3,20 und weiter: Das Zitat nimmt Gedanken aus Psalm 94,11 auf.: »Der Herr3,20 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. kennt die Gedanken der Weisen.Er weiß, dass sie nutzlos sind.«21Darum soll niemand auf einen Menschen stolz sein.Denn alles gehört euch:22Paulus3,22 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte., Apollos und Kephas3,22 Kephas: Aramäische Form des Namens Petrus. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.,die Welt, das Leben und der Tod,das Gegenwärtige und das Zukünftige.Alles gehört euch.23Ihr selbst aber gehört Christus3,23 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..Und Christus gehört Gott.