BasisBibel (BB)
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Die Auferweckung der Toten

1. Korinther 15,1-58

Die Überlieferung von der Auferweckung von Christus

151Brüder und Schwestern15,1 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,ich will euch auf die Gute Nachricht15,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. hinweisen,die ich euch verkündet habe.Ihr habt sie ja angenommen,und ihr steht fest auf diesem Grund.2Ihr werdet gerettet, wenn ihr daran festhaltet.Bewahrt den Wortlaut, den ich euch verkündet habe.Wenn ihr das nicht tut,wärt ihr vergeblich zum Glauben15,2 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. gekommen.3Was ich euch weitergegeben habe,habe ich selbst als Überlieferung15,3 Überlieferung: Der Text, der in den Versen 3-5 folgt, ist vermutlich ein altes Glaubensbekenntnis. empfangen.Grundlegend ist:Christus15,3 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist für unsere Sünden15,3 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. gestorben,wie es in der Heiligen Schrift steht15,3 in der Heiligen Schrift steht: Paulus deutet den Tod von Christus auf dem Hintergrund von Jesaja 52,13–53,12. Dort wird von einem Knecht Gottes erzählt, der stellvertretend für die Schuld anderer leidet und stirbt..4Er wurde begraben und am dritten Tag auferweckt15,4 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.,wie es in der Heiligen Schrift steht15,4 in der Heiligen Schrift steht: Im Hintergrund stehen hier vermutlich Texte wie 2. Makkabäer 7. Dort wird von sieben Brüdern erzählt, die ermordet werden, weil sie die Gebote Gottes befolgen. Sie sterben im Glauben an die Auferstehung..5Er hat sich Kephas15,5 Kephas: Aramäische Form des Namens Petrus. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. gezeigt,danach auch den Zwölf15,5 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die Jesus begleiteten. Davon, dass Jesus Christus sich seinen Jüngern nach der Auferstehung gezeigt hat, erzählt beispielsweise Lukas 24,13-43..

6Später zeigte er sich über fünfhundertBrüdern und Schwestern15,6 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. auf einmal.Die meisten von ihnen sind noch am Leben,einige sind aber gestorben.7Danach hat er sich Jakobus15,7 Jakobus: Bruder von Jesus, der zusammen mit Petrus und Johannes die Gemeinde in Jerusalem leitet. gezeigt,schließlich allen Aposteln15,7 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden..8Ganz zuletzt hat er sich auch mir gezeigt –also gleichsam einem Missratenen.9Ich bin nämlich der unwürdigste unter den Aposteln.Ich verdiene es nicht, Apostel genannt zu werden.Denn ich habe die Gemeinde Gottes verfolgt15,9 die Gemeinde Gottes verfolgt: Bevor Paulus zum Apostel berufen wurde, hat er Menschen verfolgt, die an Jesus Christus glaubten; vgl. Galater 1,13-16..10Aber durch die Gnade15,10 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Gottes bin ich, was ich bin.Und seine Gnade, die er mir erwiesen hat,blieb nicht ohne Wirkung.Im Gegenteil:Ich habe mehr für die Gute Nachricht15,10 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. gearbeitetals alle anderen Apostel.Aber das habe nicht ich getan,sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.11Gleichgültig, ob ich es sageoder die anderen Apostel:Das15,11 das: Meint den Glauben an die Auferstehung, wie er in 1. Korinther 15,3-5 zum Ausdruck kommt. ist unsere Verkündigung und der Glaube15,11 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.,den ihr angenommen habt.

Der Grund für die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten

12Nun lautet die Verkündigung:»Christus15,12 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. wurde vom Tod auferweckt15,12 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.Wie können dann einige von euch sagen,»Es gibt keine Auferstehung15,12 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten«?13Wenn es nämlich keine Auferstehung der Toten gibt,dann wurde auch Christus nicht auferweckt.14Wenn aber Christus nicht auferweckt wurde,dann hat unsere Verkündigung keinen Sinn.Auch euer Glaube15,14 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. ist dann sinnlos.15Dann wären wir falsche Zeugen für das,was Gott getan hat.Denn im Gegensatz dazu würden wir bezeugen:Er hat Christus auferweckt.Aber er hätte ihn eben nicht auferweckt,wenn es gar keine Auferstehung der Toten gibt.16Denn wenn die Toten nicht auferweckt werden,dann wurde auch Christus nicht auferweckt.17Wenn aber Christus nicht auferweckt wurde,dann ist euer Glaube vergeblich.Dann seid ihr immer noch Sünder15,17 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten..18Dann sind also auch die verloren,die im Vertrauen auf Christus gestorben sind.19Wenn wir nur für dieses Leben auf Christus hoffen,sind wir bedauernswerter als alle anderen Menschen.

Christus ist der Erste, der auferweckt wurde

20Nun ist Christus15,20 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. aber vom Tod auferweckt15,20 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. worden,und zwar als Erster der Verstorbenen.21Denn durch einen Menschen15,21 ein Mensch: Meint Adam, den ersten Menschen. kam der Tod in die Welt.So bringt auch ein Mensch die Auferstehung15,21 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten.22Weil wir mit Adam15,22 Adam: Name des ersten Menschen. Das Wort kann im Hebräischen auch einen einzelnen Menschen oder die Menschheit bezeichnen. verbunden sind,müssen wir alle sterben.Weil wir aber mit Christus verbunden sind,werden wir alle lebendig gemacht.

23Das geschieht für jeden nach dem Platz,den Gott für ihn bestimmt hat:Als Erster wird Christus15,23 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. auferweckt.Danach, wenn er wiederkommt15,23 wenn er wiederkommt: Meint den Tag des Herrn, an dem Gott Gericht hält und sein Reich endgültig anbricht.,folgen alle, die zu ihm gehören.24Dann kommt das Ende:Christus übergibt Gott, dem Vater, seine Herrschaft.Zuvor wird jede andere Herrschaft, jede Gewaltund jede Macht vernichtet.25Denn15,25 denn: Paulus begründet in den Versen 25-27 die Herrschaft von Christus, indem er Gedanken aus Psalm 110,1 und Psalm 8,7 aufnimmt. Christus muss so lange herrschen,bis Gott ihm alle seine Feinde zu Füßen gelegt hat.26Der letzte Feind, den er vernichten wird, ist der Tod.27Denn15,27 denn: Paulus begründet in den Versen 25-27 die Herrschaft von Christus, indem er Gedanken aus Psalm 110,1 und Psalm 8,7 aufnimmt. alles hat Gott ihm zu Füßen gelegt.Das bedeutet: Alles ist ihm unterworfen.Eines ist jedoch offenkundig:Davon ist der ausgenommen,der ihm alles unterworfen hat – Gott.28Sobald ihm nun alles unterworfen ist,wird auch der Sohn15,28 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. selbst sich unterwerfen:Er wird sich Gott unterwerfen,der ihm alles unterworfen hat.Das geschieht,damit Gott alles umfasst und in allem gegenwärtig ist.

Die Hoffnung auf die Auferstehung bestimmt unser Leben

29Wenn das alles nicht zutrifft:Was machen dann eigentlich diejenigen von euch,die sich für die Toten taufen15,29 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde. lassen?Wenn die Toten gar nicht auferweckt15,29 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. werden,wozu lassen sie sich dann für sie taufen?30Und wir?Wofür begeben wir uns jede Stunde neu in Lebensgefahr?31Täglich setze ich mein Leben aufs Spiel,liebe Brüder und Schwestern15,31 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.so wahr ihr durch Christus15,31 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Jesus15,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., unseren Herrn15,31 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt.,mein ganzer Stolz seid.32Habe ich nicht in Ephesus15,32 Ephesus: Bedeutende Hafenstadt und Hauptstadt der römischen Provinz Asia. Sie liegt im Westen der heutigen Türkei. so hart gekämpft,wie ein Mensch sonst mit wilden Tieren kämpft.Was nützt mir das?Wenn die Toten nicht auferweckt15,32 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. werden,dann15,32 dann: Es folgt ein Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 22,13. lasst uns essen und trinken!Denn morgen sind wir tot!33Lasst euch nicht täuschen:Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten!15,33 Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten!: Paulus zitiert hier eine zu seiner Zeit sprichwörtliche griechische Redewendung.34Kommt zur Vernunft, wie es sich gehört.Und ladet keine Schuld15,34 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. auf euch!Zu eurer Schande muss ich sagen:Einige von euch kennen Gott wirklich nicht!

Wie geschieht die Auferweckung der Toten?

35Jetzt könnte man natürlich fragen:»Wie werden die Toten auferweckt15,35 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.?Mit was für einem Körper werden sie wiederkommen?«36Was für eine dumme Frage!Was du säst, muss sterben.Erst dann kann es wieder lebendig werden.37Und was du säst,ist ja nicht die ausgewachsene Pflanze.Du säst nur ein nacktes Samenkorn,zum Beispiel vom Weizenoder von irgendeiner anderen Pflanze.38Aber Gott gibt ihm die Gestalt, die er vorgesehen hat.Und zwar jeder Samenart ihre eigene.39Lebewesen ist nicht gleich Lebewesen,sondern jedes gehört zu einer anderen Art:Die Menschen gehören zu einer anderen Artals die Rinder oder das Geflügel oder die Fische.40Es gibt ja auch Himmelskörper und irdische Körper.Die Himmelskörper haben eine ganz andere Schönheitals die irdischen Körper.41Die Sonne leuchtet anders als der Mond,der Mond wieder anders als die Sterne.Und kein Stern leuchtet wie ein anderer.

42So ist es auch mit der Auferstehung15,42 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten:Was hier auf der Erde gesät wird, ist vergänglich.Aber was auferweckt15,42 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. wird, ist unvergänglich!43Was hier gesät wird, ist unansehnlich.Aber was auferweckt wird,lässt Gottes Herrlichkeit15,43 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. sichtbar werden.Was hier gesät wird, ist schwach.Aber was auferweckt wird, ist voller Kraft.44Gesät wird ein natürlicher Leib.Auferweckt wird aber ein Leib,der vom Geist Gottes15,44 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. geschaffen ist.Wie es einen natürlichen Leib gibt,so gibt es auch einen vom Geist Gottes geschaffenen Leib.45So steht es ja in der Heiligen Schrift15,45 in der Heiligen Schrift steht (Vers 45): Zitat aus der griechischen Übersetzung der Schöpfungsgeschichte 1. Mose/Genesis 2,7.:»Der erste Mensch, Adam, wurde zu einem lebendigen Wesen.«Der letzte Adam15,45 letzter Adam: Dem Adam, der als erster Mensch geschaffen wurde, wird hier Jesus Christus als letzter Adam entgegengestellt. In dieser Welt sind die Menschen vom ersten Adam geprägt und damit von Sünde und Tod. Aber die neue, von Christus geprägte Menschheit hat Schuld und Tod überwunden. wurde Geist, der lebendig macht15,45 Geist, der lebendig macht: Gottes schöpferische Kraft, die durch Christus wirkt..

46Aber zuerst kommt nicht dervom Geist Gottes15,46 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. geschaffene Leib.Zuerst ist der natürliche Leib da.Dann erst kommt der vom Geist Gottes geschaffene.47Der erste Mensch15,47 erster Mensch: Meint Adam, der als erster Mensch geschaffen wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 2,7. wurde aus dem Staub der Erde gemacht.Der zweite Mensch15,47 zweiter Mensch: Meint Christus. stammt vom Himmel15,47 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt..48Alle Menschen, die aus Erde gemacht sind,sind so wie der erste Mensch,der aus Erde gemacht wurde.Und alle himmlischen Menschen sind sowie der erste himmlische Mensch.49Jetzt sind wir das Abbild des Menschen,der aus Erde gemacht wurde.Dann werden wir das Abbilddes himmlischen Menschen sein.

Die Verwandlung der Lebenden und der Sieg über den Tod

50Eins muss ich euch aber sagen, Brüder und Schwestern15,50 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.:Menschen aus Fleisch und Blutkönnen das Reich Gottes15,50 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. nicht erben.Was vergänglich ist, kann nicht unsterblich werden.51Seht doch,ich weihe euch hier wirklich in ein Geheimnis ein:Wir werden nicht alle sterben,wir werden aber alle verwandelt werden.52Das geschieht ganz plötzlich, in einem Augenblick,beim letzten Trompetenstoß15,52 letzter Trompetenstoß: Vorstellung, die mit dem Tag des Herrn verbunden ist. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an..Die Trompete15,52 Trompete: Ein Musik- und Signalinstrument, das aus einem Metallrohr mit Schalltrichter besteht. Es kommt sowohl im Gottesdienst als auch beim Militär zum Einsatz. wird erschallen –da werden die Totenzu unvergänglichem Leben15,52 unvergängliches Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. erweckt15,52 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..Wir aber werden verwandelt.53Denn was vergänglich ist,muss sich in Unvergänglichkeit kleiden.Und was sterblich ist,muss sich in Unsterblichkeit kleiden.54So hüllt sich das Vergängliche in Unvergänglichkeitund das Sterbliche in Unsterblichkeit.Wenn das geschieht, geht das Wort in Erfüllung,das in der Heiligen Schrift steht15,54 in der Heiligen Schrift steht (Vers 54): Das Zitat setzt sich zusammen aus Jesaja 25,8 und Hosea 13,14 in der griechischen Übersetzung.:»Der Tod ist vernichtet!Der Sieg ist vollkommen!55Tod, wo ist dein Sieg?Tod, wo ist dein Stachel15,55 Stachel: Meint entweder den Giftstachel eines Insekts oder den Stachelstock des Viehtreibers.56Der Stachel des Todes ist die Sünde15,56 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann..Aber die Sünde erhält ihre Macht erst durch das Gesetz15,56 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose..57Dank sei Gott!Denn er schenkt uns den Siegdurch unseren Herrn Jesus Christus15,57 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..

58Meine lieben Brüder und Schwestern15,58 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.,haltet am Glauben15,58 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. fest.Seid unerschütterlich.Setzt euch mit aller Kraft für die Sache des Herrn15,58 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. ein!Ihr wisst ja: Was ihr für den Herrn tut, ist nicht vergeblich.
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Briefschluss

1. Korinther 16,1-24

Spendensammlung für die Gemeinde in Jerusalem

161Nun noch ein Wort zur Spendensammlungfür die Heiligen16,1 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. in Jerusalem16,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.:Macht es auch so, wie ich esfür die Gemeinden in Galatien16,1 Galatien: Region in Kleinasien, heute Zentralanatolien in der Türkei. angeordnet habe:2An jedem ersten Tag der Woche16,2 erster Tag der Woche: Gemeint ist der Sonntag. Die jüdische Woche endet mit dem Sabbat, unserem Samstag.soll jeder von euch etwas zurücklegen.Er soll so viel ansammeln, wie ihm möglich ist.Denn ihr sollt mit dem Spendensammelnnicht erst dann anfangen, wenn ich komme!3Bei meiner Ankunft werde ich diejenigen beauftragen,die ihr für geeignet haltet.Sie bekommen Empfehlungsschreiben mitund sollen eure Gaben nach Jerusalem bringen.4Vielleicht ist es angebracht, dass ich selbst hinreise.Dann sollen sie mit mir kommen.

Die Reisepläne des Paulus

5Ich komme über Makedonien16,5 Makedonien: Römische Provinz im Norden der griechischen Halbinsel mit der Hauptstadt Thessalonich. zu euch,wo ich allerdings nur durchreise.6Bei euch möchte ich dagegen länger bleiben,wenn das möglich ist.Vielleicht verbringe ich sogar den Winter bei euch.Dann könnt ihr mich für die Weiterreise ausstatten,wohin sie mich auch führt.7Ich will euch nämlich diesmal nicht nurkurz auf der Durchreise besuchen.Wenn der Herr16,7 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. es erlaubt,werde ich einige Zeit mit euch verbringen können.Das hoffe ich wirklich.8Ich werde noch bis zum Pfingstfest16,8 Pfingstfest: Wörtlich »der fünfzigste Tag«. Meint den fünfzigsten Tag nach dem Passafest, an dem im jüdischen Festkalender das Wochenfest beginnt. in Ephesus16,8 Ephesus: Bedeutende Hafenstadt und Hauptstadt der römischen Provinz Asia. Sie liegt im Westen der heutigen Türkei. bleiben.9Denn hier steht mir eine Tür weit offen,um erfolgreich wirken zu können.Doch es gibt viele Gegner.

Abschließende Bitten und Grüße

10Bald wird Timotheus16,10 Timotheus: Begleiter des Paulus auf der zweiten und dritten Missionsreise. bei euch sein.Achtet darauf, ihn nicht zu entmutigen.Denn er arbeitet genauso für den Herrn16,10 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. wie ich auch.11Niemand soll ihn verachten!Lasst ihn in Frieden wieder ziehen,damit er zu mir zurückkehren kann.Ich warte nämlich schon auf ihnund auf die Brüder und Schwestern16,11 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde., die bei ihm sind.12Was den Bruder Apollos angeht:Ich hatte ihn nachdrücklich gebeten,mit den Brüdern und Schwestern zu euch zu reisen.Aber das wollte er jetzt auf keinen Fall tun.Er wird aber kommen, sobald er eine Gelegenheit findet.

13Seid wachsam, haltet am Glauben16,13 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. fest,seid mutig und stark!14Alles, was ihr tut, soll in Liebe geschehen!

15Ich habe noch eine Bitte an euch,Brüder und Schwestern16,15 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.:Ihr kennt doch die Familie des Stephanas.Sie war die erste in der Provinz Achaia16,15 Achaia: Römische Provinz im südlichen Teil des heutigen Griechenland mit der Hauptstadt Korinth.,die zum Glauben gekommen ist.Sie hat sich ganz in den Dienst der Heiligen16,15 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. gestellt.16Ordnet euch solchen Menschen unter.Achtet jeden, der wie sie in der Gemeinde mitarbeitetund sich abmüht!17Ich freue mich,dass Stephanas, Fortunatus und Achaikus bei mir sind.Ihre Anwesenheit hat mich dafür entschädigt,dass ihr nicht hier sein könnt.18Bei ihnen konnte ich zur Ruhe kommen –und ihr ebenso!Schenkt solchen Menschen Anerkennung!

19Die Gemeinden in der Provinz Asia16,19 Provinz Asia: Römische Provinz im Westen der heutigen Türkei mit der Hauptstadt Ephesus. lassen euch grüßen.Herzliche Grüße senden euch Aquila und Priska16,19 Aquila, Priska: Menschen, die Paulus bei seinem Aufenthalt in Korinth kennengelernt hatte; vgl. Apostelgeschichte 18. Dort wird der Name Priszilla statt Priska verwendet.samt der Gemeinde, die sich in ihrem Haus trifft.Sie sind durch den Herrn16,19 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. mit euch verbunden.20Überhaupt grüßen euch alle Brüder und Schwestern16,20 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde..Grüßt einander mit dem heiligen Kuss16,20 heiliger Kuss: Geste, die die gegenseitige Verbundenheit zum Ausdruck bringt. In der Antike war ein Kuss zur Begrüßung und zum Abschied üblich.!

Eigenhändiger Schluss

21Meinen persönlichen Gruß schreibe ich, Paulus16,21 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte.,mit eigener Hand.22Wer den Herrn16,22 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. nicht liebt, soll verflucht sein!Marana ta16,22 Marana ta: Gebetsruf der frühchristlichen Gemeinden in aramäischer Sprache. Übersetzt bedeutet er »Unser Herr, komm!« oder »Unser Herr kommt.«!23Die Gnade16,23 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. des Herrn Jesus sei mit euch!24Meine Liebe gilt euch allen.Durch Christus Jesus16,24 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. sind wir miteinander verbunden.