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111 Bibeltexte die man kennen muss

Weltberühmte Dramen von biblischem Ausmaß, Geschichten, denen nichts Menschliches fremd ist und Texte, die sprichwörtlich geworden sind: das ist die Bibel. In ihr enthaltene Erzählungen sind Grundlage dreier Religionen, politischer Bewegungen und philosophischer Überzeugungen. Sie werden griffig erklärt und brillant präsentiert, ganz nach dem Motto „Du kommst auch drin vor“. Bibeltexte, die jeder kennen sollte, werden exemplarisch komponiert: Szenen und Geschichten der Bibel, die Sie kennenlernen sollten!

Der Autor
Andreas Malessa ist Hörfunkjournalist und Autor zahlreicher Sachbücher, Biografien und Satiren.

111 Bibeltexte die man kennen muss


Ostertexte die Sie kennen sollten

Die Ostertexte gehören zu den bekannteren Bibelgeschichten, die viele von uns kennen. Da kann eine neue Sichtweise spannend sein. Entdecken Sie die Ostertexte aus "111 Geschichten aus der Bibel, die man kennen muss", geschrieben von Andreas Malessa.

Entdecken Sie die Ostertexte neu.
Alle Texte können Sie sich zudem in der Audiofassung anhören.

Jesu letztes Mahl mit den Jüngern | aus Markus 14

Was esst und trinkt ihr da?!
Das Abendmahl

Der Kannibalismusverdacht blieb jahrhundertelang an ihnen hängen. Wenn unter römischen Kaisern tausende Christen vor johlendem Publikum von Löwen zerrissen oder von Stieren totgetrampelt wurden, lag es oft am – missverstandenen – Abendmahl.

Dabei fing für die Jünger das PassaFest zunächst so an wie immer: Zur Erinnerung daran, dass der kindermordende Rache-Engel in Ägypten an all jenen Türen vorbeigegangen war, die mit dem Blut eines Lammes bestrichen waren (2. Mose / Exodus 12,13), feiern Juden – bis heute übrigens – das »Passafest«. Zum (Seder-)Abendessen vorher gibt’s Lammfleisch, hefeloses Brot und über jedem Glas Wein einen Spruch. Aber als Jesus sagt: »das ist mein Leib« und: »mein Blut«, fällt den Jüngern die Kinnlade runter. Moment mal: Dann ist Jesus das Opferlamm? Und der Aufbruch aus der Sklaverei in die Freiheit findet in uns statt? Und das gelobte Land ist überall, wo Gottes Wille Wirklichkeit wird?!

Das ist Christinnen und Christen aller Konfessionen bis heute heilig: Mit Brot und Wein nehmen sie Christus »in sich auf«, bekennen sich zur Gültigkeit seines Blutes als »Vorbeigang« ihres Todes und bekräftigen ihre Gemeinschaft als »seine« Körperteile auf Erden. Das jüdische »Vorbeigangs-Fest« als christliches Versöhnungs- und Gemeinschaftsfest.

Ob Brot und Wein nur symbolisch Leib und Blut Jesu »bedeuten« oder es nicht materiell, aber substantiell tatsächlich »sind«; was genau sich beim Klingelzeichen der Heiligen Messe »wandelt« – das ist strittig zwischen Reformierten, Lutheranern, Katholiken und Orthodoxen. Unstrittig dagegen, dass Christus in diesen Zeichen »realpräsent« anwesend ist. Das glauben alle und sollten alle glauben, die daran teilnehmen. Sonst wär’s ja nur das Nachspielen einer historischen Situation, und »hoc est corpus meus« (»das ist mein Leib«) würde als »Hokuspokus« missverstanden.

Beim Essen nahm Jesus ein Brot. Er lobte Gott und dankte ihm dafür. Dann brach er das Brot in Stücke und gab es seinen Jüngern. Er sagte: »Nehmt, das ist mein Leib.« Dann nahm er den Becher. Er dankte Gott und gab ihn seinen Jüngern. Sie alle tranken daraus. Jesus sagte zu ihnen: »Das ist mein Blut. Es steht für den Bund, den Gott mit den Menschen schließt. Mein Blut wird für die vielen vergossen werden. Amen, das sage ich euch: Ich werde nun keinen Wein mehr trinken – bis zu dem Tag, an dem ich von Neuem davon trinken werde. Das wird geschehen, wenn Gott sein Reich vollendet hat.«

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Jesu letztes Mahl mit den Jüngern | aus Markus 14


Jesus in Gethsemane | aus Markus 14

Todmüde?
Wachsame Einwilligung

Was haben LKW-Fahrer eigentlich genommen, bevor es Energydrinks gab? Hallo-Wach-Tabletten, aufputschende Amphetamine?

Gegen das »Todmüdesein« vor Erschöpfung – oder ist es Schlaf als Verdrängung? – hilft Angst. So makaber das klingt. Es sind Killer unterwegs, um ihn festzunehmen, und Jesus hat eine Panikattacke. Aber seine Gefährten nicken weg. Sie achten nicht drauf, können nicht miterleiden, was Jesus gerade durchmacht. Noch grässlicher als ein überraschendes Trauma ist doch, wenn du genau weißt, was dir bevorsteht: Die Tutsi in Ruanda im April 1994, eingesperrt in eine Kirche, bevor die Hutu-Schlächter sie mit Macheten zerhackten. Die jesidischen Mädchen in Mossul/Irak im August 2014, bevor die IS-Vergewaltiger sie in ihren Kasernen herumreichten.

Sprichwörtlich »Blut und Wasser schwitzen« – so der Paralleltext in Lukas 22,44 – beschreibt den nur allzu verständlichen Wunsch, der Horror-»Kelch möge an mir vorübergehen«. Was ebenfalls sprichwörtlich wurde. Die erschütternde Szene widerspricht der Vorstellung, Jesus sei opfereitel und sehenden Auges in einen selbstinszenierten Märtyrertod geschritten. Nein, wie jeder Mensch hing er am Leben, aber – erstaunlich – er redet in schlimmster Todesangst Gott als »liebevollen Vater« an und bittet darum, dass »nicht was ich will, sondern was du willst« geschehen soll.

Solche gottergebene Einwilligung sieht nur aus wie Resignation, ist aber das Gegenteil davon. Hospizhelfer erleben das bei manchen Sterbenden: kein panisches Aufbäumen, keine angstgetriebene Lebensmüdigkeit mehr, sondern ein achtsames, wachsames Gespräch mit jenem »himmlisch« guten Vater, in dessen Händen das Lebensende besser aufgehoben ist als in den eigenen. Erzähler Markus konnte ja nicht ahnen, dass sein Text auch noch das dritte Sprichwort liefern würde: »Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach«.

Und sie kamen zu einem Garten mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jüngern: »Setzt euch hierher, bis ich gebetet habe.« Und er nahm mit sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen und sprach zu ihnen: »Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet!«
Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge, und sprach: »Abba, Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!« Und er kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: »Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen? Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.«

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Jesus in Gethsemane | aus Markus 14


Die Gefangennahme Jesu | aus Markus 14

Ein Kuss, ein Schlag, ein Flitzer
Nützt alles nix

In fast allen seinen Filmen wird James Bond irgendwann von einer Frau geküsst, die ihn ans Messer liefern will. Durchtrieben, intrigant, niederträchtig. Der »Judaskuss« ist dermaßen emblematisch geworden, dass man sogar die Bussi-Begrüßung zwischen Sowjet-Chef Gorbatschow und Erich Honecker am 9. Oktober 1989 als »Todeskuss« interpretierte: Der Reformer aus Moskau ließ die reformunfähige DDR fallen.

Wenn in einer Firma das Betriebsklima im Keller ist und das Mobbing durch die Decke geht, kann überschwängliches Lob vom Chef solch ein Judaskuss sein. Da möchte man dreinschlagen vor Wut, klar. Macht einer der Jünger ja auch, trifft aber nicht. Weil Draufhauen die Sache selbst, um die es geht, nie wirklich trifft. Weil Ausrasten kein Problem löst. In der Politik nicht, in der Firma nicht und in der Familie schon gar nicht. Als Befreiungsschlag ist der Daneben-Hieb genauso lächerlich wie die Hochrüstung der angeheuerten Priesterschergen. Die skandalös widerrechtliche Verhaftung eines Unschuldigen nimmt ihren Lauf – und die Freunde Jesu kriegen das Laufen. Einer sogar nackt. Es gibt Gründe anzunehmen, dieser erste Flitzer der Geschichte sei Markus selbst, der Autor des Textes. Er wird später noch mal davonlaufen (Apostelgeschichte 13,13 und 15,37-38).

Der einzige echt Verwundete dieser Rangelei, Waffenträger »Malchus« (Johannes 18,10), dessen abgetrenntes Ohr Jesus heilt (Lukas 22,51), ereignet sich im übertragenen Sinn bis heute: Wenn Menschen – mit blitzblanken Argumenten bewaffnet – wissen wollen, wer Jesus ist, wo er ist und ob man ihn im Alltag dingfest machen kann. Und wenn ihnen dann militante Jesus-Verteidiger im rhetorischen Kampfgetümmel so lange ein Ohr abkauen, bis sie für alles Religiöse taub sind. Jesus heilt den, der von den Jüngern verletzt ist.

Und alsbald, während er noch redete, kam herzu Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Ältesten. Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: »Welchen ich küssen werde, der ist’s; den ergreift und führt ihn sicher ab.« Und als er kam, trat er alsbald zu ihm und sprach: »Rabbi!«, und küsste ihn. Die aber legten Hand an ihn und ergriffen ihn. Einer aber von denen, die dabeistanden, zog sein Schwert und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab.
Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: »Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und mit Stangen, mich gefangen zu nehmen? Ich bin täglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen. Aber so muss die Schrift erfüllt werden.« Da verließen ihn alle und flohen.
Und ein junger Mann folgte ihm nach, der war mit einem Leinengewand bekleidet auf der bloßen Haut; und sie griffen nach ihm.

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Die Gefangennahme Jesu | aus Markus 14


Die Verleugnung des Petrus | aus Markus 14

Gesichtserkennung undigital
Wer drei Mal lügt, dem …

Obwohl es Überwachungskameras mit digitaler Gesichtserkennung gibt, gehen »Tatort«-Kommissare oft noch mit Papierfotos herum: »Kennen Sie diesen Mann?« Wenn die Befragten nicht wissen, um was es geht, antworten sie erst mal vorsichtig. Wer will schon zum Bekanntenkreis eines Verdächtigen gehören?

Petrus auch nicht. Der Tratsch unter Türstehern in Hinterhöfen am offenen Feuer eskaliert ja leicht zu einem Satz heiße Ohren, also sagt er: »Nö!«. Als Mitglied einer Community identifiziert zu werden, die – versteckt oder ausgesprochen – unbeliebt ist, der man misstraut, die vorurteilsbehaftet ist? Nie gut. Kinder aus religiösen Sekten, Bewerberinnen mit türkischen Namen, Flüchtlinge im Kaftan und Antragsteller mit schwarzer Hautfarbe kennen das. »Ich seh zwar so aus, aber ich bin nicht, was ihr denkt«, müssten die Ausgegrenzten dauernd sagen. Petrus sagt das. Und – verrät sich damit umso mehr: Er spricht denselben galiläischen Dialekt wie Jesus. »Wat weeß’n ick? Nüscht!«, oder: »Wos wos i, wos sie woin?«, ist halt hörbar Berlin oder München.

Und da passiert’s: Drinnen wird Jesus gerade bespuckt und zusammengeschlagen und draußen verleugnet Petrus seine jahrelange enge Freundschaft mit ihm! Ab der dritten bedrohlichen Nachfrage sogar mit Flüchen und Schwüren. Widerlich. Unterirdisch. Ekelhaft. Das dreimalige »Kikeriki« eines Gockels irgendwo hört sich an wie: »Du mieser, mieser Feigling«, und ist ein kulturelles Logo geworden für den Ruf zu Reue und Umkehr – auf der Turmspitze vieler evangelischer Kirchen.

Petrus weint über sich selbst. Was ich reifer, »erwachsener« finde, als wenn sich ein verlogener Versager mit moralfreier Wortakrobatik selbst rechtfertigen will. Petrus ahnt ja nicht, dass er Jesus schon bald wieder begegnen wird …

Petrus war noch immer unten im Hof. Da kam ein Dienstmädchen des Hohepriesters dazu. Sie sah Petrus, der sich am Feuer wärmte, und betrachtete ihn genauer. Dann sagte sie: »Du warst doch auch mit diesem Jesus aus Nazareth zusammen!« Petrus stritt das ab und sagte: »Ich habe keine Ahnung, wovon du da sprichst.« Und er ging hinaus in den Vorhof des Palastes. In dem Moment krähte der Hahn.
Als ihn das Dienstmädchen dort wieder sah, fing sie noch einmal damit an. Sie sagte zu denen, die dabeistanden: »Der gehört auch zu denen.« Aber Petrus stritt es wieder ab. Kurz darauf sagten dann auch die anderen, die dabei waren, zu Petrus: »Natürlich gehörst du zu denen! Du bist doch auch aus Galiläa.« Da fing Petrus an zu fluchen und schwor: »Gott soll mich strafen, wenn ich lüge! Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet.«
Im selben Moment krähte der Hahn zum zweiten Mal. Da erinnerte sich Petrus an das, was Jesus zu ihm gesagt hatte: »Noch bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du dreimal abstreiten, mich zu kennen.« Und er fing an zu weinen.

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Die Verleugnung des Petrus | aus Markus 14


Jesus vor Pilatus | aus Matthäus 27

Richter ratlos:
Macht doch, was ihr wollt!

Wenn Gerichtsurteile je nach Gebrüll des Pöbels entschieden werden, nennt man das Lynchjustiz. Der Vorwurf, Jesus habe den »Christus«-Titel anmaßend beansprucht, reicht nicht für eine Anklage. Verwaltungsjurist Pontius Pilatus weiß das. Wie also wird er diesen lästigen Fall los? Er schlägt eine Amnestie vor: Das Volk wird doch lieber einen ungefährlichen Spinner laufen lassen als einen Mörder! Wenn er Jesus verurteilt, beugt er römisches Recht. Lässt er ihn frei, gibt’s hier gleich Randale.

»Wir haben in Judäa nur 2500 Legionäre stehen. Keinen Aufstand riskieren, hörst du? Steuern kassiert man nur von lebenden Untertanen. Also: Weiche Linie fahren, junger Statthalter!« Mit dieser Order des Kaisers Tiberius war Pilatus 25 vor Christus hier angetreten. Prügeln jetzt seine Wachleute den Mob auseinander, kommt so was in Rom ganz schlecht an. Seine Frau schickt ihm ein Tontäfelchen: »Lass ihn frei, ich hatte einen Albtraum, du hättest ihn verurteilt.« Ja, dankeschön!

Es ist zum Verzweifeln: Die Leute wollen einen Verbrecher freilassen und auch noch Blut sehen. Pilatus fragt nach Beweisen für irgendwas »Böses«, kriegt keine Antwort und knickt ein: »Ich, also ich wasche meine Hände in Unschuld«. Bis heute sprichwörtlich. Weil unsere Umgangssprache weiß: So billig stiehlt man sich nicht aus der Verantwortung. Unschuldig vergossenes Blut kriegt man nicht mit Wasser von den Händen. Pilatus geht als jämmerlich feiger Richter in die Weltgeschichte ein. Die Ehe geht auseinander (Kirchenvater Origenes meint, weil Procula Christin wurde) und als Pilatus 37 nach Christus nach Rom zurückkehrt, macht er keine Karriere als Elder Statesman im Senat, sondern wird ins kälteste Eck des Reiches abgeschoben: Als Statthalter von »Helvetien« nach Luzern. Was direkt in den Suizid führte – auf dem Berg »Pilatus« natürlich …

Zum Fest aber hatte der Statthalter die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten. Sie hatten aber zu der Zeit einen berüchtigten Gefangenen, der hieß Jesus Barabbas. Und als sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: »Welchen wollt ihr? Wen soll ich euch losgeben, Jesus Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus?« Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid überantwortet hatten. Und als er auf dem Richterstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: »Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen.«
Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten das Volk, dass sie um Barabbas bitten, Jesus aber umbringen sollten. Da antwortete nun der Statthalter und sprach zu ihnen: »Welchen wollt ihr? Wen von den beiden soll ich euch losgeben?« Sie sprachen: »Barabbas!« Pilatus sprach zu ihnen: »Was soll ich dann machen mit Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus?« Sie sprachen alle: »Lass ihn kreuzigen!« Er aber sagte: »Was hat er denn Böses getan?« Sie schrien aber noch mehr: »Lass ihn kreuzigen!« Da aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: »Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen; seht ihr zu!« Da antwortete alles Volk und sprach: »Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!« Da gab er ihnen Barabbas los, aber Jesus ließ er geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt werde.

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Jesus vor Pilatus | aus Matthäus 27


Jesu Kreuzigung | aus Markus 15

Monströse Mitleidslosigkeit
Wozu Menschen fähig sind

Wer ist, wer wäre der abscheulichste, der widerlichste Mensch, den Sie aus vollem Herzen verachten? Produzenten von Kinderpornos? Serienmörder, Vergewaltiger, Drogenbosse, Folterdiktatoren? Hitler, Stalin, Baschar Al-Assad?

Woher der Hass, die Verachtung, der rachsüchtige Spott gegen Jesus? Keinem der Anwesenden hat er auch nur ein Haar gekrümmt, niemand ist durch ihn zu Schaden gekommen. Das Exekutionskommando prügelt Jesus den halben Kilometer von Pilatus’ Amtssitz zu einem schädelähnlichen Felshügel, wo drei Marterpfähle in den Bodenspalten verankert sind. Ein Zufallspassant aus Libyen muss den Querbalken schleppen, dann hämmern sie Jesus und zwei verurteilten Verbrechern Nägel durch die Handgelenke und die übereinandergelegten Füße und – richten die Kreuze auf. Ab jetzt beginnt das qualvoll langsame Sterben aus Atemnot und Blutstau. Drei Stunden lang.

Zigtausende Aufständische wurden im Römischen Reich auf solche ausgesucht grausame Art hingerichtet. Warum erschüttert uns der Tod dieses einen so besonders? Weil er unschuldig stirbt? Weil er sich mit keinem Wort wehrt? Pilatus – der von den Priestern perfide erpresste Richter – rächt sich mit dem Schild »Jesus von Nazareth, König der Juden«, um zu sagen: »So sehen eure Könige aus«. Er ahnt ja nicht, was die lateinischen Anfangsbuchstaben I.N.R.I. in hebräischer Schreibweise auch sagen können: JHWH – der »Name« Gottes, das »Ich bin hier«, das Mose am Dornbusch gehört hatte (2. Mose / Exodus 3,14).

Während Soldaten um ein paar blutverschmierte Klamotten würfeln und Intellektuelle dümmliche Witze machen, demonstriert Jesus, wo die Menschen stehen: in monströser Mitleidslosigkeit. Und wofür Gott steht: radikales Mitleiden.

Und sie führten ihn hinaus, dass sie ihn kreuzigten. Und zwangen einen, der vorüberging, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, den Vater des Alexander und des Rufus, dass er ihm das Kreuz trage. Und sie brachten ihn zu der Stätte Golgatha, das heißt übersetzt: Schädelstätte. Und sie gaben ihm Myrrhe im Wein zu trinken; aber er nahm’s nicht.
Und sie kreuzigten ihn. Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los darum, wer was bekommen sollte. Und es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. Und es stand geschrieben, welche Schuld man ihm gab, nämlich: »Der König der Juden«. Und sie kreuzigten mit ihm zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken.
Und die vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: »Ha, der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz!« Desgleichen verspotteten ihn auch die Hohenpriester untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: »Er hat andern geholfen und kann sich selber nicht helfen. Der Christus, der König von Israel, er steige nun vom Kreuz, damit wir sehen und glauben.« Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn auch.

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Jesu Kreuzigung | aus Markus 15


Jesu Tod | aus Markus 15

Der berühmteste Todesschrei
Paradox oder plausibel?

Wird ein emotional aufwühlendes Ereignis 2000 Jahre lang von Millionen Leuten nach- und weitererzählt – wie viele Versionen gibt es dann? Wenn Sie alle Gemälde, Skulpturen, Romane, Gedichte, Sachbücher, Choräle, Theaterstücke, Filme, Opern und Oratorien über die Kreuzigung Jesu – von Bachs »Matthäuspassion« über die »Passionsspiele Oberammergau« bis zu »Jesus Christ Superstar« – studieren wollen, reicht ein Leben nicht aus.

Wie Jesus starb, erzählen vier Evangelien nüchtern und fast deckungsgleich. Was seine letzten Worte waren, erinnern die Zeugen abweichend als »Es ist vollbracht« (Johannes 19,30), »Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist« (Lukas 23,46), oder »Mein Gott, warum hast du mich verlassen?« (Matthäus 27,46; Markus 15,34). Die Mutmaßungen, was das bedeutet, gehen schon währenddessen los, die symbolträchtigen Schrecken auch. Drei namentlich genannte Frauen »unter den vielen Frauen, die ihm nachfolgten«, sollten einer männerdominierten Kirche zu denken geben. Wo sind eigentlich die männlichen Jünger?

Auffällig, was alles nicht passiert: kein empörter Protest von Jesus-Sympathisanten. Keine Engel-Heerscharen zur Rettung in letzter Minute. Kein geisterhaftes Verschwinden des Gequälten. Nur Sterben. Banal final. Und wo ist Gott? Warum antwortet er seinem Gesandten nicht, der gerade alles erleidet, was Prophet Jesaja voraussah (Jesaja 52–53)? Die Antworten darauf sind so zahllos wie die Kunstwerke darüber. Die radikalste wäre paradox plausibel: Gott ist in ihm am Kreuz. Gott ist mit dem Leidenden. Kein Sterbender ist »gottverlassen«. Kapiert hat das nur ein »heidnischer« römischer Militär.

Wo war Gott im Holocaust? In den Baracken von Auschwitz. Wo war er am 11. September 2001? In den beiden Flugzeugen und in den Hochhausbüros. Undenkbar. Aber nicht unglaubwürdig.

Und zur sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: »Eli, Eli, lama asabtani?« Das heißt übersetzt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« Und einige, die dabeistanden, als sie das hörten, sprachen sie: »Siehe, er ruft den Elia.« Da lief einer und füllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr, gab ihm zu trinken und sprach: »Halt, lasst uns sehen, ob Elia komme und ihn herabnehme!« Aber Jesus schrie laut und verschied.
Und der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, dass er so verschied, sprach: »Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!« Und es waren auch Frauen da, die von ferne zuschauten, unter ihnen Maria Magdalena und Maria, die Mutter Jakobus des Kleinen und des Joses, und Salome, die ihm nachgefolgt waren, als er in Galiläa war, und ihm gedient hatten, und viele andere Frauen, die mit ihm hinauf nach Jerusalem gegangen waren.

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Jesu Tod | aus Markus 15


Jesu Grablegung | aus Markus 15

Alles aus.
Was war das jetzt?

Wenn ein Politiker den Beschluss und das Vorgehen seiner Partei zwar missbilligte, aber nicht verhindern konnte – was macht er dann?  Er leistet ein bisschen Wiedergutmachung und Schadensbegrenzung.

»Ratsherr« Josef aus Arimatäa gehört zu jenem Gremium, das Jesus ans Messer lieferte, ist aber ein »heimlicher Jesusjünger« (Johannes 19,38). Gut vernetzt dank Vitamin B kann er bei Pilatus die Freigabe der Leiche erreichen und sie in der für seine Familie reservierten Felsengruft bestatten. Lassen wir mal die »Fake News« aus dem 5. Jahrhundert außer Acht, Josef habe das Blut Jesu im Kelch des Abendmahls aufgefangen und ihn später nach Glastonbury/Somerset gebracht (»Der Heilige Gral«). Spannender ist doch, was ihm und den Frauen, die bei der Grablegung zuschauen, durch den Kopf gegangen sein mag:

Alle haben verloren. Pilatus seine juristische Unabhängigkeit, die Priester den Rückhalt in Teilen der Bevölkerung, die Jünger ihre Hoffnung auf Reformen, Jesus sein Leben. Nein, werden die Jünger bald sagen: Er gab es hin. Willentlich. Nicht als »Opfer« für einen blutdürstigen Gesetzeshüter im Jenseits, sondern als Fanal, wie sehr Gott an den Menschen und mit ihnen leidet. Gescheitert sind alle menschlichen Versuche, Schuld irgendwie untereinander zu begleichen. Oder mit Todesstrafen zu rächen. Verloren hat die Angstmacht der Gewalt, der Schuld und des Todes. Weil sie sich am menschgewordenen Gott Jesus von Nazareth ausgetobt hat. Entziehen kann man sich dieser Macht, indem man sich auf das Sterben Jesu beruft wie auf einen befreienden Rechtstitel. Denn: Alles, was wir einander – und vor allem uns selbst! – nie verzeihen werden, ist bereits verziehen, vergeben, getilgt! Das werden die ersten Christen demnächst sagen und schreiben und es »Erlösung« oder »Schuldschein zerrissen« oder »Freikauf« nennen.

Es war schon Abend geworden, und es war der Tag, an dem der Sabbat vorbereitet wurde. Da kam Josef von Arimatäa, ein angesehenes Mitglied des jüdischen Rates. Er gehörte zu denen, die darauf warteten, dass Gottes Reich in der Welt anbricht. Er wagte es, zu Pilatus zu gehen und ihn um den Leichnam von Jesus zu bitten. Pilatus war erstaunt zu hören, dass Jesus schon tot war. Er rief den Hauptmann herbei und fragte ihn, ob Jesus wirklich schon tot war. Als er vom Hauptmann die Bestätigung bekam, überließ er Josef den Leichnam. Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz ab und wickelte ihn in das Leinentuch. Dann legte er ihn in eine Grabkammer, die in einen Felsen gehauen war. Schließlich rollte er einen Stein vor den Eingang zur Grabkammer. Maria aus Magdala und Maria, die Mutter des Joses, sahen mit an, wo der Leichnam hingelegt wurde.

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Jesu Grablegung | aus Markus 15


Die Frauen am Grab | aus Matthäus 28

Schock am Grab
Nur eine Erscheinung?

Das zu glauben ist eine Zumutung! Jesus sei »auferstanden«? Kann es nicht eine tröstliche Einbildung der zwei Frauen gewesen sein, ein »Narrativ« gegen den Verlustschmerz? Oder schafften die Jünger die Leiche beiseite, um ihre Theorie vom »Messias« aufrechtzuhalten? Oder waren es die Pharisäer, um dem erwartbaren Heldenkult-am-Grab vorzubeugen? Oder die Römer, um ihren Justizmord zu vertuschen?

Auffällig: Keiner kann die Leiche zeigen, obwohl es allen nützen würde. Noch auffälliger: Zwei Frauen sehen und hören Jesus zuerst. Nach rabbinischem Recht waren Frauen bei Gericht gar nicht zugelassen. Hätten die Jünger eine Auferstehung nur gefaked, wäre es das Dümmste gewesen, ausgerechnet Frauen als Kronzeuginnen zu benennen! Am auffälligsten: Sie erkennen ihn wieder! Sie identifizieren den vorgestern Gekreuzigten. Der »postmortale« Jesus ist kein mystisch halluziniert-imaginiertes Geistwesen aus Harry-Potter-Filmen, sondern exakt der, mit dem sie drei Jahre lebten! »Fürchtet euch nicht«, muss ihnen zwei Mal gesagt werden.

Uns heute auch, finde ich. Der »gesunde Menschenverstand« schreckt immer noch davor zurück, diese Ungeheuerlichkeit zu glauben. Nein, hieb- und stichfeste Beweise hat niemand. Und der erste, der diese »Osterbotschaft« bezweifelt, wird ein Jünger Jesu sein (Johannes 20,25). Aber: Dass ein Häuflein enttäuschter und verängstigter Jesusleute über Nacht zu einer Stoßtruppe werden, die todesmutig die geistigen Grundlagen des Römischen Weltreichs revolutionieren – dies lediglich auf die Hysterie zweier trauernder Frauen zurückzuführen, kostet mehr Glauben als den an die Auferstehung, oder?

Seit 2000 Jahren sagen Milliarden Männer und Frauen aller Kulturkreise und sozialen Schichten, sie hätten Jesus sehr real im Gebet oder beim Bibellesen »gehört«, »erlebt«, »gespürt«. Deren Zeugnisse pauschal für unglaubwürdig zu erklären, fände ich anmaßend.

Der Sabbat war vorüber. Da kamen ganz früh am ersten Wochentag Maria aus Magdala und die andere Maria. Sie wollten nach dem Grab sehen. Plötzlich gab es ein heftiges Erdbeben, denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab. Er ging zum Grab, rollte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. Die Wachen zitterten vor Angst und fielen wie tot zu Boden.
Der Engel sagte zu den Frauen: »Fürchtet euch nicht! Ich weiß: Ihr sucht Jesus, der gekreuzigt wurde. Jesus ist nicht hier. Gott hat ihn von den Toten auferweckt, wie er es vorausgesagt hat. Kommt her und seht: Hier ist die Stelle, wo er gelegen hat. Jetzt geht schnell zu seinen Jüngern! Sagt ihnen: ›Jesus wurde von den Toten auferweckt.‹ Er geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen. Auf diese Botschaft könnt ihr euch verlassen.« Die Frauen waren erschrocken und doch voller Freude. Schnell liefen sie vom Grab weg, um den Jüngern alles zu berichten.
Da kam ihnen Jesus selbst entgegen und sagte: »Seid gegrüßt!« Sie gingen zu ihm, berührten seine Füße und warfen sich vor ihm zu Boden. Da sagte Jesus zu ihnen: »Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen. Dort werden sie mich sehen.«

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Die Frauen am Grab | aus Matthäus 28


Die Begegnung mit dem Auferstandenen | aus Lukas 24

Erst im Nachhinein klar
Wut im Bauch oder Mut im Herzen?

Aufs falsche Pferd gesetzt! Geld, Zeit und Kraft für Nix investiert! Drei Jahre Lebenszeit verschwendet! Kleopas und sein Freund empfinden das, weil Jesus a) nicht das Gesetz des Mose wieder in Kraft gesetzt, b) nicht die Reinheit des Tempels wiederhergestellt, c) nicht die römischen Besatzer rausgeworfen hatte, sondern d) schlichtweg gestorben war. Von wegen »Messias«, pah!

Sie gehen frustriert nach Hause – bergab übrigens, aus dem öffentlich urbanen Engagement ins dörfliche Privatleben –, aber plötzlich stellt ein Mitwanderer dumme Fragen. Schon dadurch stoppt er den Rückzug und verwandelt ihre selbstmitleidigen Monologe (»ich könnt’ mich ohrfeigen«) in einen therapeutischen Dialog über unerfüllte Hoffnungen und irritierende Gerüchte. Als er ihnen anhand der Bibel das große Ganze und das ganz Große Gottes erklärt, wird’s inzwischen dunkel und sie laden ihn zum Essen ein. Bei Tisch plötzlich ein irres Déjà-vu-Erlebnis: Der Gast verhält sich ja exakt wie Jesus beim Abendmahl! Er ist es! »Da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen.« es wurden ihnen die Augen geöffnet – die des Herzens, würde der kleine Prinz sagen –, der Auferstandene »entschwindet« ihren biologischen Pupillen, sie rennen zurück nach Jerusalem und rufen: »Der Herr ist auferstanden!«

Moment mal: Bei Tageslicht bergab mit Wut im Bauch, im Stockdunkeln bergauf mit Mut im Herzen? »Das ist eigenartig«, würde Inspektor Colombo murmeln. Aber es ist genau die »Verwandlung«, die geschehen kann, wenn Worte und Gesten ganz normaler Weggefährten sich bei Brot und Wein, in Abendmahl oder Eucharistie der Kirchen, plötzlich als Worte und Winke des Auferstandenen herausstellen, sodass sich vorher Frustrierte erst an den Kopf und dann ein Herz fassen.

Er fragte sie: »Worüber unterhaltet ihr euch auf eurem Weg?« Da blieben sie traurig stehen. Einer von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete: »Du bist wohl der Einzige in Jerusalem, der nicht weiß, was dort in diesen Tagen passiert ist?« Jesus fragte sie: »Was denn?« Sie sagten zu ihm: »Das mit Jesus aus Nazareth! Er war ein großer Prophet. Unsere führenden Priester und die anderen Mitglieder des jüdischen Rates ließen ihn zum Tod verurteilen und kreuzigen. Wir hatten doch gehofft, dass er der erwartete Retter Israels ist. Aber nun ist es schon drei Tage her, seit das alles geschehen ist. Und dann haben uns einige Frauen, die zu uns gehören, in Aufregung versetzt: Sie waren frühmorgens am Grab. Aber sie konnten seinen Leichnam nicht finden. Sie kamen zurück und berichteten: ›Wir haben Engel gesehen. Die haben uns gesagt, dass Jesus lebt!‹«
Da sagte Jesus zu den beiden: »Warum seid ihr so begriffsstutzig? Musste der Christus das nicht alles erleiden, um in die Herrlichkeit seines Reiches zu gelangen?« Und Jesus erklärte ihnen, was in der Heiligen Schrift über ihn gesagt wurde – angefangen bei Mose bis hin zu allen Propheten. Später ließ er sich mit ihnen zum Essen nieder. Er nahm das Brot, dankte Gott, brach das Brot in Stücke und gab es ihnen. Da fiel es ihnen wie Schuppen von den Augen, und sie erkannten ihn. Im selben Augenblick verschwand er vor ihnen. Sie sagten zueinander: »Brannte unser Herz nicht vor Begeisterung, als er unterwegs mit uns redete und uns die Heilige Schrift erklärte?«

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Text anhören: Erst im Nachhinein klar | Wut im Bauch oder Mut im Herzen?
Die Begegnung mit dem Auferstandenen | aus Lukas 24


Ab sofort bis zum 18. April 2021 stellt die Deutsche Bibelgesellschaft ausgewählte Texte zu Ostern aus 111 Bibeltexte die man kennen muss zur Verfügung.
Sie können diese Texte in Medienformaten (Radio, TV etc.) und digitalen Kanälen (Website, Newsletter, Blog, YouTube, Online-Gottesdiensten, Videoandachten etc.) ohne vorherige Anfrage nutzen. Diese Regelung gilt für Kirchengemeinden, Werke, Verbände und Privatpersonen.

Ein entsprechender Copyright-Vermerk muss erbracht werden:
111 Bibeltexte die man kennen muss © 2021 Deutsche Bibelgesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Emons Verlag, Stuttgart


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111 Bibeltexte, die man kennen muss

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Johann Sebastian Bach, Matthäus-Passion

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Auf dem Passionsweg zur Osterfreude

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Passion. Das Evangelium vom Leiden und Sterben Jesu.

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Ostern. Gelesen von Rufus Beck

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