Hoffnung inmitten des Krieges – die Bibel als Lebensanker in der Ukraine


Wie kann man Hoffnung behalten, wenn Krieg und Leid den Alltag bestimmen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines bewegenden Online-Vortrags der Weltbibelhilfe mit Anatolij Rajchinets von der Ukrainischen Bibelgesellschaft. Er berichtete eindrücklich von der Lage in seinem Land – und davon, wie Gottes Wort Menschen inmitten von Zerstörung und Angst neuen Halt schenkt.
Unermessliches Leid – und doch Zeichen der Hoffnung
Seit fast vier Jahren dauert der Krieg in der Ukraine an. 14,2 Millionen Menschen sind auf der Flucht, unzählige Häuser, Kirchen und Schulen zerstört. Rund 250.000 Kinder erleben seit Kriegsbeginn ausschließlich Online-Unterricht – viele haben ihre Lehrer nie persönlich getroffen. „Meine eigenen Kinder waren in der letzten Woche mehr im Luftschutzkeller als im Klassenzimmer“, erzählte Rajchinets.
Trotz allem erlebt er jeden Tag Hoffnung und Wunder. Menschen entdecken Gott und sein Wort als Lebensanker. Viele, die zuvor nie eine Bibel besaßen, finden in ihr Trost, Mut und neuen Glauben. Die Kirchen arbeiten über Konfessionsgrenzen hinweg eng zusammen: Sie nehmen Flüchtlinge auf, versorgen Menschen mit Lebensmitteln, bieten geistliche und seelische Unterstützung.
Die Bibel bringt Licht in die Dunkelheit
Derzeit verteilt die Ukrainische Bibelgesellschaft täglich rund 1.000 Bibeln – insgesamt sind es seit Kriegsbeginn bereits über 1,5 Millionen. Jede einzelne erreicht Menschen in größter Not.
Ein Beispiel berührte die Teilnehmenden besonders: Ein 83-jähriger Mann erhielt in einer Flüchtlingsunterkunft in einer Kirche zum ersten Mal in seinem Leben eine Bibel. Er war jahrzehntelang Mitglied der kommunistischen Partei gewesen, hatte nie einen Gottesdienst besucht oder in der Bibel gelesen. Nun hatte er alles verloren – Haus, Familie, Heimat. Gemeinsam mit Mitarbeitenden las er zum ersten Mal aus den Psalmen, unter anderem Psalm 104. Dabei begann er zu weinen und sagte:
„Es ist schwierig, das so zu sagen, aber ich bin gerade der glücklichste Mensch auf dieser Welt. Dieses Buch hat mir eine völlig neue Realität eröffnet.“
Gott hat ihn in hohem Alter mit seinem Wort gefunden. Inmitten des Krieges klopft Gott an die Herzen der Menschen.

Gebet und Hilfe, die ankommen
Rajchinets bat die Zuhörenden besonders um Gebet für die Kinder in der Ukraine und darum, „dass die Herzen der Ukrainerinnen und Ukrainer bewahrt bleiben und das Böse keinen Raum gewinnt“.
Die Arbeit der Ukrainischen Bibelgesellschaft zeigt: Gottes Wort schenkt Trost, Halt und Hoffnung – selbst dort, wo alles verloren scheint.
Jetzt helfen und Hoffnung weitergeben
Mit Ihrer Spende an die Weltbibelhilfe unterstützen Sie die Verbreitung von Bibeln in der Ukraine. Jede Bibel bringt Licht in die Dunkelheit und eröffnet Menschen eine neue Perspektive – mitten im Krieg.
Bei Interesse an einer Aufnahme des Vortrags können Sie sich gern an gabrisch@dbg.de