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Mit den Fingerkuppen lesen lernen

Weltbibelhilfe unterstützt Braille-Projekte in Uganda

Symbolbild (© Bible Society, Uganda)

Stuttgart. Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft ruft zu Spenden für Uganda auf. Die Bibelgesellschaft des ostafrikanischen Landes übersetzt und verbreitet die Bibel in der Punktschrift Braille (benannt nach ihrem Erfinder Louis Braille, 1809-1852). Für blinde und sehbehinderte Menschen bildet die Bibel häufig die einzige Chance, Lesen durch den Tastsinn zu lernen.

Über fünf Millionen Menschen in Uganda sind infolge einer Krankheit oder einer angeborenen Beeinträchtigung sehbehindert oder blind. Das entspricht etwa zehn Prozent der Bevölkerung des ostafrikanischen Landes. Damit einher gehen soziale Benachteiligung und Ausgrenzung, vor allem aber auch geringere Bildungschancen.

Die Situation blinder und sehbehinderter Menschen zu verbessern, sieht die Bibelgesellschaft in Uganda als ihren Auftrag an. „Eine vollständige Bibel in Brailleschrift geben wir an Kirchengemeinden, Schulen oder soziale Einrichtungen weiter“, sagt Mitarbeiterin Babra Azairwe. Schülerinnen und Schüler können so das Lesen der Schrift erlernen. Vollständige Bibelausgaben in Punktschrift sind teuer in der Produktion und umfassen ca. 45 Einzelbände.

In den Kirchengemeinden erfüllten die Bibelausgaben einen doppelten Zweck. Einerseits sei das Lesen der Bibel für die Betroffenen selbst eine Quelle der Kraft und der Hoffnung, so Azairwe. Andererseits ermöglichen die Ausgaben eine aktive Teilhabe am kirchlichen Leben: „Menschen mit Sehbehinderung können in Gottesdiensten Bibeltexte vorlesen und sich am Gemeindeleben beteiligen.“

Dass das eigenständige Lesen dabei hilft, Barrieren abzubauen betont auch Ingrid Felber-Bischof vom Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS). „Selbst lesen zu können, ist für blinde Menschen von großer Bedeutung“, so die langjährige Leiterin des Fachbereichs Programme für Menschen mit Sehbehinderung. „Sie erleben das eigenständige Lesen als Akt der Selbstbestimmung, bei dem sie nicht mehr auf die Hilfe anderer angewiesen sind.“

Die Situation in Uganda sei jedoch aufgrund der zahlreichen Sprachen auch herausfordernd, denn jede Sprache habe ihr eigenes Punktschrift-Alphabet. „Deshalb ist auch die Übertragung der Bibel in Brailleschrift in die verschiedenen Landessprachen in Uganda sehr wichtig“, so Felber-Bischof. In Uganda werden mehr als 40 verschiedene Sprachen gesprochen.

Die Weltbibelhilfe sammelt in Deutschland Spenden für die Übersetzung und Verbreitung der Bibel sowie andere bibelgesellschaftliche Arbeit weltweit. Partner sind die im Weltverband zusammengeschlossenen Bibelgesellschaften. Der Weltverband der Bibelgesellschaften zählt 160 Mitglieder und ist in mehr als 184 Ländern aktiv.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.die-bibel.de/uganda.

Kontakt
Tobias Keil
Weltbibelhilfe der Deutsche Bibelgesellschaft
Balinger Straße 31 A
Telefon: +49 (0) 711 7181-273
E-Mail: keil@dbg.de

Mehr Informationen
www.die-bibel.de

Über die Deutsche Bibelgesellschaft
Die Deutsche Bibelgesellschaft übersetzt die biblischen Schriften, entwickelt und verbreitet innovative Bibelausgaben und eröffnet für alle Menschen Zugänge zur Botschaft der Bibel. Sie ist eine eigenständige Stiftung. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. International verantwortet sie die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen. Neben Bibelausgaben finden sich im Programm weitere Bücher und Medien rund um das Thema Bibel.
Mit den regionalen Bibelgesellschaften in Deutschland entwickelt sie kreative Bibelprojekte.
Die Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft unterstützt gemeinsam mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Bibel.
Generalsekretär Dr. Christoph Rösel ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bibelgesellschaft. Vorsitzender der Vollversammlung und des Aufsichtsrates ist der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Thorsten Latzel.

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