Deutsche Bibelgesellschaft

Gewitter (AT)

(erstellt: Februar 2026)

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Während des regenlosen Sommers gibt es in Palästina nur selten Gewitter. Erst der Herbst / Winter führt aufgrund der höheren Luftfeuchtigkeit zu einer stärkeren Gewitterneigung, womit gleichzeitig der Beginn der Regenperiode verbunden ist. Auch im Frühling (März / April) sind Gewitter zu beobachten, z.T. einhergehend mit Hagelschauern.

Gewitter sind im Alten Testament stets Zeichen der göttlichen Präsenz (Hi 38,1; Ps 50,3), wie auch die „erhabenen Schilderungen“ (Dalman 1928a, 214) in Ps 18 und Ps 29 sowie Hi 37 zeigen, die in erster Linie „das Auftreten Gottes schildern wollen“ (Dalman 1928a, 214), der im Gewitter kommt (vgl. Jer 10,13). Diese Gewitterschilderungen sind mit dunklem Gewölk, Donner und Blitz verbunden, mit Regenfall und z.T. auch mit Hagel (vgl. Ex 9,23f.; Jos 10,11). Das Kommen von Gewittern mit der Verbindung von Regen und Donner resultiert u.a. aus dem Gebet eines Gottesmannes (1Sam 12,17f.). Einen alle Gewitterphänomene zusammenfassenden Begriff „Gewitter“ kennt das Hebräische nicht.

Literaturverzeichnis

1. Lexikonartikel

  • Biblisch-historisches Handwörterbuch, Göttingen 1962-1979

2. Weitere Literatur

  • Dalman, G., 1928a, Arbeit und Sitte in Palästina, Bd. I/1: Jahreslauf und Tageslauf. 1. Hälfte: Herbst und Winter, Gütersloh
  • Dalman, G., 1928b, Arbeit und Sitte in Palästina, Bd. I/2: Jahreslauf und Tageslauf. 2. Hälfte: Frühling und Sommer, Gütersloh

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