Deutsche Bibelgesellschaft

Paradies

Garten Gottes, der auch »Eden« genannt wird. In ihm lebten die ersten Menschen und aus ihm wurden sie vertrieben.

In der Mitte dieses Gartens stehen der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, von dessen Früchten die Menschen nicht essen durften (1. Mose/Genesis 3,9; 1. Mose/Genesis 3,16-17). Aber die Menschen hielten sich nicht an dieses Verbot (Sündenfall – 1. Mose/Genesis 3,6-7) und wurden deshalb aus dem Garten vertrieben (1. Mose/Genesis 3,23-24). Das Wort »Paradies« stammt aus dem Persischen, wo es einen herrschaftlichen Park bezeichnet. In der griechischen Übersetzung des Alten Testaments wird es für »Eden« eingesetzt.
Im Judentum erwartete man, dass am Ende der Zeit das Paradies mit dem Lebensbaum wiederkehrt und den Menschen wieder offen steht. Im Buch der Offenbarung wird diese Vorstellung aufgenommen (Offenbarung 2,7; Offenbarung 22,2; Offenbarung 22,14; Offenbarung 22,19). In der Gegenwart ist das Paradies jedoch bei Gott verborgen (2. Korinther 12,2-4).
Nach jüdischem Glauben war das Paradies zugleich der Aufenthaltsort der verstorbenen Frommen in der Zeit zwischen ihrem Tod und der Auferstehung der Toten am Ende der Welt. Diese Bedeutung liegt auch dem Versprechen zugrunde, das Jesus dem zusammen mit ihm gekreuzigten Verbrecher gibt: »Amen, das sage ich dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein!« (Lukas 23,43).


(Quelle: ​BasisBibel. Das Neue Testament und die Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Deutsche Bibelgesellschaftv.4.42.5
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