Deutsche Bibelgesellschaft

2. Korinther 5,(14b-18)19-21 | Karfreitag | 03.04.2026

Einführung in den 2. Korintherbrief

Der 2 Kor ist Teil einer umfangreichen Korrespondenz des Paulus mit der von ihm gegründeten Gemeinde in Korinth. Vorangegangen sind ein heute verloren Brief (erwähnt in 1 Kor 5,9) und der 1 Kor.

1. Verfasser

Paulus ist der einzige ntl. Autor, über den wir genauere Kenntnisse haben. Geboren (vermutlich zwischen 1 und 10 n.Chr.) in Tarsus, ist die Zeit vor seiner Berufung (32/33 v.Chr.) nur in Umrissen erkennbar; über die Zeit bis zum Beginn der selbständigen Mission in Europa (Philippi: 50 n.Chr.) gibt es schon wesentlich mehr Nachrichten, und über die letzten rund 12 Jahre seines Wirkens, d.h. bis zur Hinrichtung in Rom 62 n.Chr., liegen die meisten Informationen vor.

2. Adressaten

Die im Jahre 51/52 n.Chr. gegründete "ekklesia tou theou" ("Gemeinde Gottes") war in sich keine homogene Einheit, wie bereits aus 1 Kor 1-3 hervorgeht. Sie war Teil einer sich dynamisch entwickelnden Hafen- und Handelsstadt, und auch selbst eine lebhafte Gemeinde, die sich offenbar rasch entwickelte und in sich recht komplex war. In der Zeit nach der Abreise des Paulus aus Korinth hat es intensive Kontakte mit anderen Gemeinden gegeben, und Missionare aus anderen Gemeinden sind mit Empfehlungsbriefen von diesen nach Korinth gekommen (2 Kor 3,1-3). Sie haben offenbar ein anderes Apostelbild vertreten. Paulus nennt sie ironisch „Überapostel“ (11,5). Trotz ihrer Selbstbezeichnung als „Hebräer, Israeliten, Same Abrahams und Diener Christi“ (11,22f) vertraten sie keine judaistischen Forderungen, etwa die der Beschneidung (anders also als in Galatien). Die neuere Forschung ist insgesamt vorsichtig geworden, diese Gegner möglichst genau bestimmen zu wollen. Die Gemeinde in Korinth war eindeutig das Sorgenkind des Paulus, aber gerade mit ihr hatte er auch die umfangreichste Korrespondenz.

3. Entstehungsort

Ob es ‚den‘ einen Entstehungsort gab, hängt davon ab, ob man den vorliegenden 2 Kor als Brief ansieht, der einheitlich abgefasst und abgeschickt worden ist, oder ob man ihn als eine spätere Kompilation mehrerer ursprünglich eigenständiger Briefe beurteilt. In der Literatur wird unter der Voraussetzung der Einheitlichkeit als Zeit der Spätherbst 55 und als Ort Makedonien, (d.h. eine der dortigen christlichen Gemeinden) genannt. Dies beruht auf den Angaben in 2,12f; 7,5-7. Rechnet man mit mehreren Briefen, sind Ort und Zeit der Abfassung für die einzelnen Briefe getrennt zu klären.

4. Wichtige Themen

Die Frage der Briefkompilation:

Ein in der Exegese des 2 Kor bis heute umstrittene Frage ist, ob  es sich bei diesem Text um ein einheitlichen Brief handelt, ob er also in der vorliegenden Form abgefasst und als ganzer abgeschickt worden ist, oder ob es sich um eine Zusammenstellung mehrerer ursprünglich einzeln verfasster Briefe handelt. Grund für die Debatte sind massive Schwierigkeiten, die gegen die Einheitlichkeit sprechen:

1. In 2 Kor 7,5-16 herrscht (nach einer überwundenen Krise) volles Vertrauen zwischen Paulus und der Gemeinde, dagegen tobt in 10,1-13,10 der offene Kampf (vgl. 13,1-10). Daher wird dieser Teil oft als eigenständiger Brief („Tränenbrief“ [s. 2,4]) oder „Kampfbrief“) angesehen (so E.-M. Becker, D.-A. Koch, F. Lang, M.M. Mitchell).

2. Auch innerhalb von 1,1-9,15 gibt es erhebliche Spannungen:

  1. Die in 2,12f begonnene Erzählung von der Reise des Paulus, um Titus zu treffen, wird abrupt unterbrochen und erst in 7,5 fortgesetzt. Dafür gibt es in den übrigen Briefen des Paulus keine Parallele.
  2. In 6,12f; 7,2-4 (also direkt vor dem Neueinsatz 7,5) findet sich zudem ein Briefschluss, der sich von dem in 7,16 deutlich unterscheidet: Hier, in 6,12f; 7,2-4, wirbt Paulus um das Vertrauen der Gemeinde, das nach 7,15f doch vollständig wiederhergestellt ist.
  3. In Kap 8 und 9 wird zweimal die geplante Kollekte für die Gemeinde in Korinth behandelt. Beide Kapitel sind untereinander unverbunden und haben auch keine Verbindung zu den übrigen Teilen des Briefes.
  4. Schließlich ist 6,14-7,1 ein Fremdkörper, der mit seiner scharfen Abgrenzung nach außen wichtigen Aussagen des 1 Kor widerspricht und häufig für unpaulinisch gehalten wird (so F. Lang, D.-A. Koch, M.M. Mitchell).

Nimmt man ernst, dass hier ganz unterschiedliche Situationen im Verhältnis zwischen dem Apostel und seiner Gemeinde sichtbar werden, ist eine einheitliche Interpretation kaum möglich, auch wenn dies immer wieder versucht wird (so Th. Schmeller). Eine mögliche Rekonstruktion der Briefabfolge (und der Krise zwischen Apostel und Gemeinde) rechnet mit 5 Briefen (so M.M. Mitchell; D.-A. Koch):

  • Brief A: „1. Kollektenbrief“ (2 Kor 8; Mai 54): Paulus versucht die Kollekte für die Gemeinde in Jerusalem (vgl. 1 Kor 16,1-4), die in Korinth zwischenzeitlich ins Stocken geraten ist, wieder in Gang zu bringen. Kurz danach hat Paulus neue Nachrichten aus Korinth, die besagen, dass nicht nur die Kollekte, sondern auch sein Apostelamt insgesamt in Frage gestellt wird. Die Reaktion ist:
  • Brief B: „Apologie“ (2 Kor 2,14-6,13; 7,2-4; Juni 54): Paulus verteidigt sein Verständnis des Apostelamtes in klarem, aber ruhigem Ton. Im August 54 reist Paulus spontan von Ephesus nach Korinth, um direkt die Probleme zu klären („Zwischenbesuch“). Der Besuch endet in einer offenen Konfrontation. Paulus reist ab. Es droht der offene Bruch. Die Reaktion ist:
  • Brief C: sog. „Tränenbrief“ bzw. „Kampfbrief“ (2 Kor 10,1-13,10; August 54); Paulus verfasst eine harte Attacke, um die Gemeinde zur Umkehr zu bewegen, und schickt Titus mit diesem Brief nach Korinth.

Die Briefe A/B/C sind von Ephesus aus verfasst. Danach reist Paulus zunächst nach Alexandria Troas, hat dort keine Nachricht von Titus, reist diesem im Winter 54/55 nach Makedonien entgegen (2,12f; 7,5-7); dort trifft er Titus, der von der erfolgreichen Versöhnung berichtet. Die Reaktion ist:

  • Brief D: „Versöhnungsbrief“ (2 Kor 1,1-2,13; 7,5-16; Frühjahr 55): Paulus klärt letzte offene Fragen und bestätigt seinerseits die Versöhnung.
  • Brief E: „2. Kollektenbrief“ (2 Kor 9; April/Mai 55): Die wiederaufgenommene Kollekte soll möglichst bald beendet werden.

Verfasst sind die beiden letzten Briefe in einer Gemeinde in Makedonien (also Philippi, Thessaloniki oder Beroia). Anders als der 1 Kor sind die im 2 Kor zusammengefassten Briefe nicht einzeln abgeschrieben und an andere Gemeinden weitergegeben worden, was angesichts der heftigen Angriffe in 10,1-13,10 auch nicht verwunderlich ist. Die Zusammenstellung der Briefe und deren Veröffentlichung als einheitlicher Text erfolgte erst später, im Zusammenhang mit der Sammlung der Paulsubriefe Ende des 1. Jh. n.Chr. Jetzt war die Krise zwischen Paulus und der Gemeinde in Korinth längst Vergangenheit, andererseits war man daran interessiert, möglichst viel von den zeitübergreifenden Einsichten und Aussagen des Apostels für die Gegenwart und die Zukunft zu bewahren. Dagegen tritt das Interesse an der ursprünglichen Abfassungssituation zurück, was sich auch daran zeigt, dass die Briefe nicht in chronologischer Abfolge angeordnet sind wobei die massive Polemik des "Kampfbriefs" erst am Ende erscheint (10,1-13,10). In diesem Zusammenhang wurde auch das unpaulinische Stück 6,14-7,1 eingefügt, das mit seiner Forderung nach scharfer Abgrenzung nach außen ein Gegengewicht gegen deutlich anders ausgerichtete Aussagen des 1Kor (so 1 Kor 5,10; 7,12-14) bilden soll.

5. Inhaltliche Schwerpunkte

Zentrales Thema von „Apologie“ und „Kampfbrief“ ist das Apostelamt, und zwar insbesondere die Schwachheit und das Leiden des Apostels. Dies passt nicht zu dem offensichtlich vielfach erwünschten Bild eines religiösen Heros, der in seiner Person die Überlegenheit der eigenen Botschaft anschaulich werden lässt. Paulus nimmt diese Kritik auf, ohne sich ihr anzupassen. Im Gegenteil: Wenn er der Apostel des Gekreuzigten ist (vgl. 1 Kor 2,2), dann sind Schwachheit und Leiden kein Zufall. Natürlich hebt Paulus die Größe seines „Dienstes“ hervor, der eine διακονία τοῦ πεύματος, ein „Dienst des Geistes“ ist (3,8), aber: „Wir haben diesen Schatz in tönernen Gefäßen“ (4,6). Insofern ist es kein Zufall, dass es in beiden Briefen B und C, den umfangreichsten Briefen innerhalb der Briefkompilation, sogar jeweils zwei Leidenskataloge gibt (Brief B „Apologie“: 4,8f; 6,4-10 / Brief C „Kampfbrief“: 11,24-29; 12,10). Die Aussagen über das Apostelamt kulminieren in der geradezu klassischen Definition dieses Amtes, das auf dem Versöhnungshandeln Gottes beruht und in dem seinerseits das Apostelamt als „Dienst der Versöhnung“ (5,16-6,2) seinen Ursprung hat. Daneben gibt es in 3,12-18 hermeneutisch höchst relevante Ausführungen über das Verständnis der Schrift angesichts des Christusgeschehens, und in 5,1-10 nimmt Paulus eine in 1 Kor 15 aufgeworfene Frage wieder auf: die Frage nach der Leiblichkeit im Zusammenhang mit der Totenauferstehung und die Frage nach der endzeitlichen Christusgemeinschaft der Glaubenden.

Literatur:

  • Eve-Marie Becker, Schreiben und Verstehen. Paulinische Briefhermeneutik im Zweiten Korintherbrief, NET 4, Tübingen 2002.
  • Dietrich-Alex Koch, Geschichte des Urchristentums. Ein Lehrbuch, Göttingen 2. Auflage 2014, 214‒315. 333‒337.
  • Margret M. Mitchell, Art. Korintherbriefe, RGG 4. Auflage, Band 4, 2001, 1688–1694.

Kommentare

  • Friedrich Lang, Die Briefe an die Korinther, NTD 7, Göttingen 1986.
  • Thomas Schmeller, Der zweite Brief an die Korinther. Teilband I. 2 Kor 1,1–7,4, EKK 7/1, Neukirchen-Vluyn/Ostfildern 2010.
  • Margaret E. Thrall, The Second Epistle to the Corinthians, Volume I. Introduction and Commentary on II Corinthians I–VII / Volume II. Commentary on Corinthians VIII–XII, ICC, Edinburgh 1994 und 2000.

A) Exegese kompakt: 2. Korinther 5,(14b-18)19-21

Der Text 2Kor 5,11‒6,2, zu dem der Predigttext 5,14-7/18-21 gehört, ist Teil einer umfangreichen, in sich stimmigen Texteinheit, die mit 2,14 beginnt und bis 6,13 ohne Unterbrechung verläuft und zu der noch 7,2‒4 zu rechnen ist. Dieser Teil hatte alle Merkmale eines eigenständigen Briefes; zunächst liegt ein klarer Aufbau vor:

a) 2,14-17: Proömium (Briefbeginn, hier als Dank an Gott formuliert) mit Themenangabe (V. 16)

b) 3,1‒6,10: Briefkorpus, das in sich zweigeteilt ist, mit einem klaren Einschnitt in 4,7.

c) 6,11-14; 7,2-4: Abschluss, in dem Paulus auf seinen Brief zurückblickt und ausdrücklich formuliert, worum es ihm geht.

Auch das Thema für diesen Brief und die Abfassungssituation sind evident:

d) Thema ist die Frage der Befähigung des Paulus als Apostel (2,1; 5,5f).

e) Situation: Paulus befindet sich seit gut einem Jahr nicht mehr in Korinth, sondern in Ephesos. In der erst vor kurzem gegründeten christlichen Gemeinde in Korinth, gibt es, wie der 1Kor zeigt, unterschiedliche Vorstellungen über die das angemessene Bild eines Apostels, seine Fähigkeiten in der Öffentlichkeit. Weit verbreitet war der Wunsch, dass die Überlegenheit und Kraft der Botschaft nicht nur verbal, sondern auch durch eindrucksvolle pneumatische Fähigkeiten und Ekstasen des Missionars (Zungenreden; 1Kor 14; vgl. 2Kor 5,13) verkörpert werde. Ebenso ist eine bessere öffentliche Redekunst erwünscht. Christliche Missionare, die aus anderen christlichen Gemeinde nach Korinth gekommen sind, verkörpern das viel besser, so dass sich die Gemeinde immer weiter in eine durchaus problematische Richtung entwickelt.

Insofern kann der Abschnitt 2,14‒6,13+7,2-4 mit guten Gründen als ursprünglich eigenständiger Brief angesehen werden (die sog. „Apologie“), dessen Thema in 2,16 (Ende) klar formuliert wird. "Wer ist dafür geeignet?“ – nämlich die „Erkenntnis Gottes“ (V. 14) auszubreiten. Allerdings: Paulus geht auf seine Weise auf diese Frage ein.  Er redet von seinem Auftrag, allenfalls von seiner Befähigung durch Gott, aber nicht von seinen Fähigkeiten. Das wäre, in seiner Terminologie, ein ‚Rühmen nach dem Fleisch‘. Stattdessen begründet Paulus, worauf die Aufgabe des Apostels, die Verkündigung des Evangeliums gründet, wie von dorther auch die Gestalt des Verkündigers zu begreifen ist. Denn wenn es die Aufgabe des Apostels ist, den Gekreuzigten zu verkündigen, hat das natürlich Konsequenzen für die Gestalt des Verkündigers (so schon 1Kor 2,1-5). Der Dienst, mit dem er betraut ist, ist ein „Dienst der Gerechtigkeit“ (3,9), aber er selbst hat diesen „Schatz“ nur in „irdenen Gefäßen“ (4,7). Es ist das Ineinander von ‚Herrlichkeit‘ und ‚Schwachheit‘ (3,6-11/ 4,7-12), das den Kern seines Apostelverständnisses ausmacht (vgl. auch den großen Katalog am Ende dieses Briefs in 6,3‒10). Man könnte in seinem Sinne auch formulieren: Es geht Paulus um ‚the glory and the burden‘ des Apostelamtes und darum, dass dies kein peinlicher Fehler, sondern sachgemäß ist. Im Schlussteil, in 5,14‒ 21, führt Paulus beides zusammen und bietet geradezu eine Definition des Apostelamtes, und zwar unter dem Leitwort „Versöhnung“ (καταλλαγή):

V. 14-17: christologische Reflexion mit zwei Schlussfolgerungen

V. 18-20: das Apostelamt als Dienst der Versöhnung

V. 21: soteriologische Konsequenz (ringförmiger Rückbezug auf V. 15).

14ἡ γὰρ ἀγάπη τοῦ Χριστοῦ συνέχει ἡμᾶς, κρίναντας τοῦτο, ὅτι εἷς ὑπὲρ πάντων ἀπέθανεν, ἄρα οἱ πάντες ἀπέθανον· 15καὶ ὑπὲρ πάντων ἀπέθανεν, ἵνα οἱ ζῶντες μηκέτι ἑαυτοῖς ζῶσιν ἀλλὰ τῷ ὑπὲρ αὐτῶν ἀποθανόντι καὶ ἐγερθέντι. 16Ὥστε ἡμεῖς ἀπὸ τοῦ νῦν οὐδένα οἴδαμεν κατὰ σάρκα· εἰ καὶ ἐγνώκαμεν κατὰ σάρκα Χριστόν, ἀλλὰ νῦν οὐκέτι γινώσκομεν. 17ὥστε εἴ τις ἐν Χριστῷ, καινὴ κτίσις· τὰ ἀρχαῖα παρῆλθεν, ἰδοὺ γέγονεν καινά. 18τὰ δὲ πάντα ἐκ τοῦ θεοῦ τοῦ καταλλάξαντος ἡμᾶς ἑαυτῷ διὰ Χριστοῦ καὶ δόντος ἡμῖν τὴν διακονίαν τῆς καταλλαγῆς, 19ὡς ὅτι θεὸς ἦν ἐν Χριστῷ κόσμον καταλλάσσων ἑαυτῷ, μὴ λογιζόμενος αὐτοῖς τὰ παραπτώματα αὐτῶν καὶ θέμενος ἐν ἡμῖν τὸν λόγον τῆς καταλλαγῆς. 20Ὑπὲρ Χριστοῦ οὖν πρεσβεύομεν ὡς τοῦ θεοῦ παρακαλοῦντος δι’ ἡμῶν· δεόμεθα ὑπὲρ Χριστοῦ, καταλλάγητε τῷ θεῷ. 21τὸν μὴ γνόντα ἁμαρτίαν ὑπὲρ ἡμῶν ἁμαρτίαν ἐποίησεν, ἵνα ἡμεῖς γενώμεθα δικαιοσύνη θεοῦ ἐν αὐτῷ.

2. Korinther 5,14-21NA28Bibelstelle anzeigen

Übersetzung

(14) Christi Liebe beherrscht uns, und wir sind zu folgendem Urteil gelangt:

Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben.

(15) Und er ist für alle gestorben, damit die Lebenden

nicht mehr sich selbst leben,

sondern dem, der für uns gestorben und auferstanden ist.

(16) Daher (gilt): Wir kennen von nun an niemanden mehr in fleischlicher Weise. Wenn wir auch Christus in fleischlicher Weise erkannt haben, erkennen (wir ihn) aber jetzt nicht mehr (nach dem Fleisch); (17) daher: Wenn jemand in Christus (ist), (ist er) neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

(18) Aber das alles aus Gott,

der uns mit sich selbst durch Christus versöhnte

und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat;

(19) wie nämlich Gott die Welt in Christus mit sich versöhnt hat,

indem er ihnen ihre Übertretungen nicht anrechnete

und unter uns das Wort von der Versöhnung angeordnet hat. (20) Für Christus handeln wir nun als Gesandte, wie ja Gott durch uns auffordert. Anstelle von Christus bitten wir:

Lasst euch versöhnen mit Gott.

 (21) Den, der die Sünde nicht kannte, hat er um unseretwillen

zur Sünde gemacht,

damit wir Gottes Gerechtigkeit werden.

Auslegung

In V. 14-17 und 18-20 geht Paulus jeweils kettenartig vor: Ein Ausgangssatz mit einem zentralen Leitwort (V. 14: Einer ist für alle gestorben / V. 18: Gott hat uns mit sich versöhnt) wird zur Basis für weitere Sätze, die den Ausgangssatzaufnehmen und weiterführen. Außerdem ist deutlich: V. 14-17 ist insgesamt die Basis dafür, dass in V. 18f gesagt werden kann, dass Gott „uns“ (bzw. ‚die Welt‘) „in Christus“ versöhnte. Beide Teile sind theologisch dichte Ausführungen, die einerseits Sprache und Denkweise der Antike aufnehmen und andererseits diese auch transzendieren oder abwandeln.

In der hellenistisch-römischen Welt gibt es zahlreiche Überlieferungen des Inhalts, dass z.B. ein König oder ein Feldherr oder ein sonstiger „Gerechter“ für die Allgemeinheit stirbt (so Origenes, contra Celsum I, 31). Diese Lebenshingabe eines Einzelnen hat dann das Ziel, dass diejenigen, für die der Tod erfolgt, weiterleben können. In Rom reitet ein Held in voller Rüstung in den Abgrund, um einen Fluch von der Stadt abzuwenden (Marcus Curtius). Hier und in anderen Fällen geht es darum, dass die Menschen, für die ein solcher Tod erfolgt, weiterleben können. Bei Paulus ist der Tod Jesu die Voraussetzung dafür, dass die Menschen gerade nicht einfach so weiterleben (d.h.: „sich selbst“), sondern dass ihnen eine neue Existenz eröffnet wird. Daher die Fortsetzung in V. 17! Im übrigen gilt die Möglichkeit des Weiterlebens aufgrund der Lebenshingabe eines Feldherrn, Königs u.dgl. für die jeweils gegenwärtig Lebenden, die also in einer personalen Beziehung zu dem stehen, der für sie stirbt, nicht für spätere Generationen. Die Heilswirkung des Todes Christi gilt dagegen „für uns“ insgesamt, ist also entschränkt. Die personale Beziehung ist aber dennoch vorausgesetzt. Diese besteht jetzt in der πίστις Χριστοῦ, dem „Glauben an Christus“, und die Gemeinschaft mit dem κύριος ist nicht zufällig kurz zuvor (in 5,6-10) Thema gewesen. Das eigentliche Ziel des Textes ist jedoch V. 18‒20. Wenn Paulus dort von der Versöhnung "in Christus" redet, dann ist damit inhaltlich gemeint, was er in V. 14-17 über die Lebenshingabe Christi entfaltet hat.

Das Stichwort „Versöhnung" (καταλλαγή) ist ursprünglich keine religiöse Kategorie, sondern fest im politischen Diskurs verankert: Oft mussten griechische Stadtstaaten, die früher verfeindet waren, sich aussöhnen, weil neue Bedrohungen es erforderlich machten. Sie waren gezwungen, mit ursprünglichen Gegnern zu kooperieren. Häufig war dabei auch ein Vermittler tätig, der den Versöhnungsprozess moderierte. Es gab sogar eine Art ‚Vergebung‘, nämlich, dass ausdrücklich vereinbart wurde, gegenseitiges früheres Unrecht, das einer Versöhnung im Wege stehen konnte, zu "vergessen".

Paulus verwendet diese ursprünglich rein politisch-diplomatische Konzeption, um den Zusammenhang von Gotteshandeln und Beauftragung des Apostels zu verdeutlichen. Dafür muss er aber an dieser Konzeption mehrere Änderungen vornehmen: a) „Versöhnung“ ist hier kein zweiseitiger Prozess, sondern rein Tat Gottes: Er versöhnt uns/die Welt „mit sich.“ b) Der Apostel ist auch nicht Vermittler, schon gar nicht aus eigner Macht oder eigenem Recht. Der „Dienst der Versöhnung“, der seine Aufgabe ist, ist von Gott eingesetzt und besteht darin, das „Wort von der Versöhnung“ auszurichten. Die Tätigkeit des Apostel lässt zusammenfassen in der Bitte: Lasst euch versöhnen mit Gott (V. 20). Allerdings richtet sich diese Bitte (auch als Kurzfassung der Verkündigung) nicht an die Empfänger des Briefs. Diese, die Paulus direkt in der 2. Person Plural anspricht, kommen erst in 6,1 in den Blick. Erst dort geht es direkt um deren Situation, die längst getauft sind: Das ‚Bleiben‘ in den Gnade Gottes.

Bevor Paulus in 6,1 direkt die gegenwärtige Situation der Adressanten in den Blick nimmt, formuliert er in V. 21 bewusst paradox das Ergebnis der „Versöhnung in Christus“: Gottes Heilshandel besteht nicht nur in der Ablösung des ‚Alten‘ durch das ‚Neue‘(V. 17). Hier wird jetzt ein radikaler Rollentausch in Szene gesetzt, um das grundsätzlich Neue zu veranschaulichen: Christus, der die Sünde nicht kannte, - ihn hat Gott zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit werden.

Diese Formulierung hat zahlreiche Auslegungsversuche provoziert. Zu berücksichtigen ist jedoch: Paulus spitzt zu, was in V. 14‒17 bereits enthalten ist – und er hat es für diesen Zusammenhang überhaupt formuliert. Also ist V. 21 auch konsequent in diesem Zusammenhang zu interpretieren, anstatt ihn völlig zu überfrachten. Beschrieben wird der grundsätzliche Existenzwandel, der sich in der Annahme der Botschaft vom Versöhnungshandeln Gottes vollzieht, was in V. 14f christologisch begründet und in V. 17 als Neuschöpfung beschrieben wurde. Dass dieser Status in V. 21 als δικαιοσύνη θεοῦ (Gottes Gerechtigkeit) bezeichnet wird, ist zwar neu – doch knüpft das an 1Kor 1,30 an, dass nämlich Christus ‚für uns’ zur δικαιοσύνη (Gerechtigkeit) geworden ist; und dem entspricht die ganz unspektakulär wirkende, aber doch gewichtige Formulierung in 1Kor 1,2, wenn Paulus dort, schon im Präskript des 1Kor, die Adressaten zwar als „berufene Heilige“ (κλητοὶ ἅγιοι) anredet, diese ‚Eigenschaft‘ aber vorweg präzise definiert, nämlich indem er die Briefempfänger zunächst als ἡγιασμένοι ἐν [!] Χριστῷ Ἰησοῦ (Geheiligte in Christus Jesus) bezeichnet. Jeweils geht es um die volle Zusage des neu bewirkten Status, ohne dass dieser zu ‚unserem‘ wird. "Gottes Gerechtigkeit" bleibt seine Gerechtigkeit – und wird nicht unser Besitz.

Literatur

  • Breytenbach, C., Versöhnung. Eine Studie zur paulinischen Soteriologie, WMANT 60, Neukirchen-Vluyn 1989;
  • Frey, J. / Schröter, J. (Hg.), Deutungen des Todes Jesu im Neuen Testament, UTB 2953, 2. Aufl., Tübingen 2012 (wichtige Aufsatzsammlung);
  • Wischmeyer, O., „Die Liebe Christi dringet uns …“. 2Kor 5,14f und die Liebe Christi bei Paulus, in: Sänger (Hg.), Der zweite Korintherbrief. Literarische Gestalt – historische Situation – theologische Argumentation (FS D.-A. Koch), FRLANT 250, Göttingen 2012, 323‒336;  
  • Wolter, M., Paulus. Ein Grundriss seiner Theologie, 3. Aufl., Göttingen 2021, 90‒92; 97‒128.

B) Praktisch-theologische Resonanzen

1. Persönliche Resonanzen

Es ist ein überaus dichter und vieldiskutierter Text, durch den mich die Exegese konzentriert leitet. Paulus verwendet antike Denkfiguren und verändert sie in spezifischer Weise. So hat im Glaubensurteil des Apostels die Lebenshingabe Jesu nicht das Weiterleben einiger, sondern das „Gestorbensein“ aller (V.14) und die Eröffnung einer neuen Existenz zur Folge. Die Passage zielt auf das Thema der Versöhnung. Die eindringliche Bitte: „Lasst Euch versöhnen mit Gott,“ fasst den Dienst des Apostels zusammen. Sie fesselt meine Aufmerksamkeit. Doch richtet sie sich nicht unmittelbar an die Angeschriebenen. Diese sind bereits als „Geheiligte in Christus Jesus“ ansprechbar. Ich frage mich, was das für die Predigtperspektive auf meine Gemeinde bedeuten kann.

2. Thematische Fokussierung

„Versöhnung“ erscheint als ein Schlüsselwort in einer gesellschaftlichen Situation, in der Kommunikation als vielfach polarisiert erlebt wird (Kumkar, 2025) und in der die gegensätzlichen Ansprüche, in politischen, kulturellen und religiösen Meinungen Recht zu haben, einander oft unversöhnlich gegenüberstehen. Inwiefern aber müssen Menschen heute mit Gott versöhnt werden? Ist nicht eher eine Gleichgültigkeit gegenüber Gott festzustellen oder eine Haltung, nach der die Religion als überholt angesehen wird? Feindschaft gegenüber Gott kann Paulus zufolge an einem Leben „für sich selbst“ (V.15b) festgemacht werden. Sie begegnet gewiss dann, „wenn die Wahrheit in Lüge verkehrt und das Leben auf brachiale oder sublime Weise mit Füßen getreten wird“ (Weder, 327).

In meiner Ansprache setze ich voraus, dass die Gemeinde in der Gnade Gottes steht (vgl. 6,1) und auch in ihr die Aufgabe, „Botschafter an Christi statt“ zu sein, in ganz unterschiedlichen Formen zum Zuge kommt (Engemann, 474). In der zugespitzten Formulierung eines radikalen Rollentausches zwischen Christus und „uns“ werden die Lebenshingabe Christi und die Eröffnung „unserer“ neuen Existenz auf den Punkt gebracht. Die damit verbundene Ausrichtung an der Liebe Christi (V.14), seinem Tod und seiner Auferstehung (15c) kann sich als Versöhnungsbereitschaft unter Menschen zeigen. Zu ihr gehört der Verzicht darauf, um jeden Preis selbst Recht behalten zu wollen. In der Exegese wird unterstrichen, dass es sich bei der „uns“ zugesprochenen Gerechtigkeit bleibend um Gottes Gerechtigkeit handelt. Das lässt jede Selbstgerechtigkeit als fragwürdig und überholt erscheinen. Die Gemeinde kann ein Ort sein, an dem Verschiedenheit respektiert und versucht wird, die Sichtweise anderer zu verstehen, auch wenn sie nicht der eigenen entspricht. Paulus zufolge ist eine von der Liebe Christi bestimmte Einsicht (V.14) des Todes Christi mit einem neuen „Erkennen“ verbunden (V.16). Der Kreuzestod Jesu wird als Versöhnungstat Gottes aufgefasst. Andere Menschen werden als solche wahrgenommen, für die Christus gestorben ist. Dass die Heilswirkung des Todes Christi nicht auf einen Personenkreis begrenzt ist, möchte ich hervorheben. Zur Versöhnung unter Menschen gehört Vergebung, oft aber gerade nicht das Vergessen von Schuld, wie es für Versöhnungsprozesse griechischer Stadtstaaten bezeugt ist. Vielmehr kann es eine notwendige Voraussetzung der Vergebung sein, „die Geschichte [zu] erzählen; die Verletzung beim Namen [zu] nennen“ (Tutu,12).

3. Theologische Aktualisierung

Die Botschaft von der Versöhnung ist die heilsame Alternative in einer vielfach durch Feindseligkeiten und Hass bedrohten Zeit. Versöhnung ist alles andere als selbstverständlich. Sie ist nicht verfügbar, aber möglich. Es gibt viele bewegende Beispiele. Ich denke an die Nagelkreuzgemeinschaft von Coventry, die aus einem Geist der Vergebung und des von Dialog und der Suche nach Frieden geprägten Neuanfangs entstanden ist. Dazu gehört die Erinnerung an furchtbares Unrecht.  Mir stehen auch das gemeinsame Gedenken und die freundschaftlichen Begegnungen im tschechischen Lidice vor Augen. Das Dorf Lidice war 1942 von Deutschen vollkommen zerstört und die Bewohner ermordet oder in Konzentrationslager deportiert worden. Wenige Kinder überlebten, denn man hatte sie zur „Germanisierung“ verschleppt. Dass nach diesen entsetzlichen Verbrechen in der Zeit von Jahrzehnten eine Gemeinschaft der Versöhnung gewachsen ist, erfüllt mich mit Dankbarkeit. Für mich sind diese Beispiele Ermutigungen dafür, dass auch trotz der Bedrohungen unserer Tage Versöhnung möglich ist und ein „Miteinander in Zeiten der Polarisierung“ (Cheema/ Mendel) gelingen kann. Gott schenkt der Welt Versöhnung. Es ist möglich, dass Menschen sich versöhnen. Auch angesichts von Schuld kann ein Miteinander neu entstehen. Die Bitte um Versöhnung öffnet Zukunft. Auf diese heilende Bedeutung wies Desmond Tutu hin. Er betonte nach dem Ende der Schrecken des Apartheitsregimes, „dass es für Südafrika ohne Vergebung, ohne Versöhnung keine Zukunft gegeben hätte. Unsere Wut und das Streben nach Rache hätten uns in den Untergang geführt. Das Gleiche gilt auch für jeden einzelnen Menschen und für die Menschheit insgesamt“ (Tutu,10).

4. Bezug zum Kirchenjahr

Am Karfreitag gedenken wir des Todes Jesu. Der Predigttext richtet unseren Blick auf die Liebe Christi und das Wort der Versöhnung. Damit kommt der von Gott durch Christus ermöglichte Neuanfang aus Liebe zur Sprache. So stimmt unser Text gut mit dem Wochenspruch aus Joh 3,16 zusammen. Nicht Gott musste versöhnt werden, sondern „die Welt“ wurde mit Gott versöhnt. Die Menschen werden gebeten, sich versöhnen zu lassen. Die rechtfertigende und lebensgestaltende Wirkung der Versöhnung bringen zahlreiche Passionslieder in der jeweiligen Sprache ihrer Zeit zum Ausdruck. Paul Gerhard besingt in dem Lied „O Welt, sieh hier dein Leben“ die Einübung einer versöhnlichen Lebenshaltung in Ansehung der Passion Christi (EG 84). „Du Versöhner, mach auch uns versöhnlich,“ bittet das von Bernhard Garve gedichtete Lied „Liebe, du ans Kreuz für uns erhöhte Liebe“ (EG 415). Wo am Karfreitag Abendmahls-gottesdienst gefeiert wird, schließt sich thematisch das Lied „Seht das Brot, das wir hier teilen“ an (EG 226), dessen Text Lothar Zenetti gedichtet hat.

5. Anregungen

Paulus kennzeichnet sein Zureden an die Gemeinde als Bitte Christi. Die Sprachform der Bitte passt zur Versöhnungsbotschaft, weil sie den Angesprochenen einen Freiraum gewährt. Versöhnung ist darauf angewiesen, dass die Menschen sich bitten lassen (Weder, 329). Sie zielt auf freie Einsicht und Bejahung (Jüngel, 182f). Eine Verkündigung, die sich dieser Anrede verdankt, wird wachsam und selbstkritisch gegenüber allen Versuchen der Überwältigung und autoritären religiösen Ansprüchen sein. Versöhnung lässt sich nicht einfordern oder aufnötigen. Liebe bezwingt nicht auf gewalttätige Art. Sie erscheint so überzeugend und zugleich widerstehlich (!) wie ein Christus, der sich in die Hände der Menschen begibt. Ausgehend vom bittenden Christus möchte ich am Karfreitag für Versöhnung werben und selbst darauf aufmerksam sein, wo – nicht zuletzt in der Gemeinde – Menschen neu miteinander anfangen, einander anerkennen und wo Zerbrochenes geheilt wird.

Literatur

  • S. Cheema / M. Mendel, Muslimisch jüdisches Abendbrot. Das Miteinander in Zeiten der Polarisierung, Köln 2024.
  • W. Engemann. Einführung in die Homiletik, UTB 2128, Tübingen/Basel 22011.
  • E. Jüngel, Die Autorität des bittenden Christus. Eine These zur materialen Begründung der Eigenart des Wortes Gottes. Erwägungen zum Problem der Infallibilität in der Theologie, in: Unterwegs zur Sache. Theologische Bemerkungen, BevTh 61, München 21988, 179-188.
  • N.C.Kumkar, Polarisierung. Die Ordnung der Politik, Berlin 2025.
  • E. Stehlík, Lidice. Geschichte eines Dorfes, Lidice 2004.
  • D. Tutu/ M.Tutu, Das Buch des Vergebens. Vier Schritte zu mehr Menschlichkeit, Berlin 2015.
  • H. Weder, Neutestamentliche Hermeneutik, ZGB, Zürich 1986.
  • https://nagelkreuz.de/

Autoren

  • Prof. a.D. Dr. Dietrich-Alex Koch (Einführung und Exegese)
  • Dr. Bernd Kuschnerus (Praktisch-theologische Resonanzen)

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