Kidron / Kidrontal
(erstellt: Februar 2025)
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1. Lage
Zwischen der Altstadt Jerusalems und dem östlich benachbarten → Ölberg

2. Namen
Dieses Tal trug im Laufe der Jahrhunderte wechselnde Namen, die sich teilweise nur auf einzelne Streckenabschnitte bezogen oder beziehen.
Die Hebräische Bibel verwendet ausschließlich den Namen »Kidron« (קִדְרוֹן qidrôn). Dieser ist in der Hebräischen Bibel elfmal bezeugt, und zwar zehnmal in der Verbindung »Kidrontal« (נַחַל קִדְרוֹן naḥal qidrôn: 2Sam 15,23
Die → Septuaginta
Joh 18,1
Auch → Flavius Josephus
Spätere nachbiblische Quellen gebrauchen den Namen »Kidron« oder »Kedron« immer seltener und bezeichnen das Tal stattdessen zuweilen als → »Hinnomtal
Heute trägt jeder Abschnitt des Tales einen anderen arabischen Namen (Dalman 1930, 159–182): Der Oberlauf nördlich und östlich der arabischen Neustadt heißt »Nusstal« (wādī ǧ-ǧōz; vgl. Abb. 2), der Abschnitt im Bereich des Mariengrabes »Tal der Herrin Maria« (wādī sitt maryam) und der Abschnitt südlich desselben »Franziskanertal« (wādī l-franǧ). Der folgende Abschnitt im Bereich des traditionellen Absalomgrabes wird in Anspielung auf die Haube des Monuments als »Tal der Mütze des Pharao« (wādī ṭanṭūr farʿūn), der anschließende Abschnitt im Bereich des Dorfes Silwān als »Tal von Silwān« (wādī silwān, vgl. Abb. 3), der Abschnitt in der Umgebung der Rogelquelle als »Tal des Hiob-Brunnens« (wādī bīʾr ayyūb) und der Unterlauf von der Rogelquelle bis zur Mündung ins Tote Meer als »Feuertal« (wādī n-nār) bezeichnet, womit in der nachbiblischen eschatologischen Codierung des Tales Bezug auf das Feuer der Hölle genommen wird.

3. Wasser und Gärten im Talgrund
Der Oberlauf des Tales bis zum Wādī Silwān verfügt über keine Quelle, sondern ist ein Trockental, das nur an wenigen Regentagen im Winter gelegentlich Wasser führt.

Das Wādī Silwān hingegen wurde bis in die Mittlere Bronzezeit ganzjährig durch die intermittierende »Quelle der Mutter der Stufen« (ʿain umm ad-daraǧ) oder »Quelle der Herrin Maria« (ʿain as-sitt maryam) bewässert, die in der frühen Eisenzeit möglicherweise als »Sonnenquelle« (עֵין שֶׁמֶשׁ ʿēn šæmæš: Jos 15,7

Allerdings ist zu beachten, dass sich das Wasser dieser Quelle seit der Mittleren Bronzezeit (18. Jh. v. Chr.) nicht mehr unmittelbar in das Tal ergoss. Vielmehr wurde damals über der Quelle ein Turm errichtet und das Wasser unterirdisch einerseits in ein rundes Schöpfbecken südwestlich des Turmes geführt, andererseits in einem unterirdischen Tunnel / Kanal (»Kanal II«) am Hang entlang nach Süden und erst 190 m südlich der Quelle in den Talgrund geleitet, wo es sich vermutlich in einen Teich ergoss (Reich 2011, 158–163.305–306.314–315; Bieberstein 2017, 32; Reich / Shukron 2021, 267–364). Vermutlich bezog sich Jes 8,5–8
Dagegen ist unklar, ob der biblische Name »Gihon« die unterirdische Quelle selbst, das Schöpfbecken, die Mündung des unterirdischen Tunnels / Kanals oder den »Teich des Königs« (בְּרֵכַת הַמֶּלֶךְ bərēkat hammælæk: Neh 2,14
Spätestens unter König → Hiskia
Noch weiter südlich, unmittelbar an der Mündung des Tyropoiontales in das Kidrontal, dürfte schließlich jenes »Tor zwischen den beiden Mauern« (שַׁעַר בֵּין הַחֹמֹתַיִם šaʿar bên haḥomotayim: 2Kön 25,4
Erst in herodianischer Zeit wurde die abgedeckte Quelle zeitweilig wieder zugänglich gemacht (Reich 2011, 170–171; Reich / Shukron 2021, 298–300), in spätrömischer Zeit erneut verschüttet, in mamlukischer Zeit wieder entdeckt und als jene Quelle identifiziert, an der Maria die Windeln Jesu gewaschen habe (erstmals sicher bezeugt 1332 von Humbert de Dijon, ed. Käppeli / Benoit 1955, 533; vgl. Wening 2021, 235–236), weshalb sie unter palästinensischen Christen den arabischen Namen »Quelle der Herrin Maria« (ʿain as-sitt maryam) erhielt.
Möglicherweise wurde sie 1537 in einem jüdischen Traktat zum ersten Mal mit dem biblischen Namen »Gihon« verbunden (yiḥûs hāʾabôt: franz. Carmoly 1847, 442; vgl. Wening 2021, 255), aber der Text ist unklar und wurde nicht rezipiert, und ihre heute übliche Bezeichnung als »Gihon« hat sich erst im Anschluss an Schwarz (1850, 265–266; 1852, 220–221) und Furrer (1869, 464) im späten 19. Jh. langsam durchgesetzt (Wening 2021, 318–319).
4. Grabanlagen an den Hängen
4.1. Die Gräber der Könige von Juda
Die Gräber der Könige von Juda werden in den Büchern der Könige beim Tod eines jeden Königs von David bis Ahas erwähnt und ausnahmslos in der »Stadt Davids« lokalisiert (1Kön 2,10
Dagegen genießen die Grabnotizen in den Büchern der Chronik kein Vertrauen, sondern sind theologische Konstrukte, denn die Bücher der Chronik haben die Grabnotizen der Bücher der Könige systematisch dahingehend verändert, dass positiv bewertete Könige stets in den Gräbern der Könige beigesetzt werden, negativ bewerteten Königen diese Ehre hingegen verweigert wird (Bürki 2012).
Die wertvollsten Quellen zur Lokalisierung dieser Nekropole sind die Beschreibung des Mauerbaus durch → Nehemia
Dort stieß Weill 1913–1914 und 1923–1924 auf Felsstollen und Felskammern, die er spontan mit den Gräbern der Könige von Juda identifizierte (Weill 1920; 1947). Seine These wurde zunächst stark rezipiert, in den letzten Jahren aber auch kritisiert (Kenyon 1974, 31–32.47.156–157; Ussishkin 1993, 298–300; Naʾaman 2004, 247–248; Reich 2004, 134–140; 2011, 72–74; Wenning 2021, 40.375–426), weil die Stollen und Kammern nicht der Form traditioneller eisenzeitlicher Gräber entsprechen (→ Grab [AT]
Vermutlich lagen sie in der Späten Bronzezeit und frühen Eisenzeit außerhalb der Siedlung und wurden aufgegeben, als der Stadtmauerring unter Hiskia nach Süden und Westen erweitert (Bieberstein 2017, 63–70) und die Nekropole in den Mauerring einbezogen wurde.
4.2. Die Nekropole von Silwān
Nordöstlich gegenüber, am östlichen Abhang des Tales, entstand im späten 8. Jh. v. Chr. die Nekropole von Silwān, in der Ussishkin drei Gruppen von Grabanlagen unterschied (Ussishkin 1993; Bieberstein 2017, 89–91). Die erste wurde nach dem Vorbild phrygischer Felskammergräber angelegt. Die zweite wurde nach dem Vorbild der Königsgräber von Tušpa, der Hauptstadt von Urartu am Ostufer des Vansees, insbesondere nach dem Vorbild des Grabmals für König Sarduri II. (756 – um 730 v. Chr.), errichtet. Die jüngste Gruppe umfasst nur drei oder vier Grabanlagen am nördlichen Rand des Gräberfeldes, ist an ägyptischen Vorbildern orientiert und weist Grabinschriften auf, die im Vergleich mit der Bauinschrift des Hiskia-Tunnels eine epigraphische Datierung am Ende des 8. Jh. v. Chr. erlauben (→ Jerusalem
Offenkundig haben sich in den elitären Grabanlagen von Silwān aristokratische Familien verewigt, die sich bewusst zuerst an phrygischen, dann an urartäischen und schließlich an ägyptischen Vorbildern orientierten, und vermutlich bezieht sich Jesajas Polemik gegen die Errichtung eines Grabes »hoch oben im Felsen« durch den königlichen »Hofmeister Schebna« (שֶׁבְנָא אֲשֶׁר עַל־הַבָּיִת šævnāʾ ʾǎšær ʿal-habbāyit: Jes 22,15–16
4.3. Die Gräber des Volkes
Dagegen dürften das in 2Kön 23,6
4.4. Spätere Nekropolen
Weitere Monumentalgräber der späthasmonäischen und herodianischen Zeit, die einzelne Motive der eisenzeitlichen Nekropole von Silwān zitieren, liegen an der Ostseite des Tales, dem südlichen Tempelplatz östlich gegenüber (Avigad 1954; Barag 2003; Hachlili 2005, 29–34; Kloner / Zissu 2007, 241–246; Bieberstein 2017, 130).
Weitere Grabanlagen der herodianischen Zeit wurden auf der Höhe des Ölberges entdeckt. Besonders beeindruckend ist ein Hypogäum am oberen Abhang, das zwei Grabkammern mit Schiebegräbern aus herodianischer Zeit umfasst, in einer zweiten Phase erweitert, in byzantinischer Zeit von Christen aus Syrien belegt wurde und seit frühislamischer Zeit alttestamentlichen Propheten, vor allem → Haggai
Auch das westlich gegenüberliegende Gräberfeld vor dem Goldenen Tor reicht in frühislamische Zeit, vermutlich sogar in umayyadische Zeit, zurück und wurde in mamlukischer Zeit zum prominentesten (ausschließlich muslimischen) Friedhof der Stadt.
5. Müllkippen
Biblischen Quellen zufolge diente das Kidrontal – vermutlich vor allem am östlichen Abhang des Südosthügels – zeitweilig als Müllkippe zur Entsorgung obsoleter Kultrequisiten (1Kön 15,13
Die Berichte über die nächtliche Inspektion der zerstörten Stadtmauer durch Nehemia (Neh 2,13
Archäologisch nachgewiesen ist eine große Müllkippe aus frührömisch-herodianischer Zeit, die sich über den gesamten östlichen Abhang des Südosthügels erstreckt hat und auf eine organisierte Müllentsorgung schließen lässt. Untersuchungen an zwei Stellen – 150 m nördlich der Quelle (Reich / Shukron 2003) und 150 m südlich derselben (Gadot 2022) – ergaben, dass die Halde im Norden mehr Abfall aus dem Tempelbetrieb, im Süden hingegen mehr Abfall aus Privathaushalten enthielt (Spiciarich / Gadot / Sapir-Hen 2017).
6. Die eschatologische Codierung des Tales in biblischer Zeit
6.1. Ez 8–11
→ Ezechiels
6.2. Ez 40–47
Ezechiels zweite Tempelvision Ex 40–47 (Grundschicht nach Konkel 2001, 244–270: Ez 40,1.3*–6*.7.9–13.15–29.31–37.44–46*.47–49
Diese Codierung der Achse mit Heil wird insofern vertieft, als Ez 47,1–12
6.3. Joel 4, Sach 13, Sach 14 und Offb 22
Eine kurze Wiederaufnahme dieser Erwartungen findet sich in Joel 4,18–21
Diese Erwartung einer Quelle wird in Sach 13,1
Noch einen Schritt weiter geht Sach 14, eine umfassende Synthese eschatologischer Erwartungen, deren Lektüre durch redaktionelle Zusätze erschwert wird. Dieser zufolge wird Yhwh laut Sach 14,4–5*
Anschließend wird laut Sach 14,8
7. Die eschatologische Codierung des Tales in nachbiblischer Zeit
7.1. Die Translation des Hinnomtales nach Osten
Während das Kidrontal östlich der Stadt in den genannten Texten zusehends mit ausstehendem Heil verbunden wurde, war und blieb das Hinnomtal westlich und südlich der Stadt spätestens seit dem 8. Jh. v. Chr. deutlich negativ konnotiert (Bieberstein 2001, 511–530; 2019, 149–152).
Grundlegend für die unterschiedlichen virtuellen Codierungen der beiden Täler waren der Sonnenaufgang im Osten und der Sonnenuntergang im Westen, die im mythischen Denken meist mit Leben und Tod verknüpft sind. So diente das Hinnomtal westlich der Stadt seit dem 8. Jh. v. Chr. erstens als Nekropole. Zweitens wurde die Hochebene westlich des Tales als »Ebene der Totengeister« (עֵמֶק־רְפָאִים ʿēmæq-rǝfāʾîm: Jos 15,8
Dieser Kult fiel mit der zunehmenden Forderung nach Monolatrie (→ Monotheismus [AT]
Dieser Kult fand in der prophetischen Literatur ein langes theologisch-literarisches Nachspiel, denn als ein Teil der Oberschicht von Nebukadnezzar II. 597 v. Chr. nach Babylon verschleppt und die Stadt 587 v. Chr. zerstört worden war, wurde die Katastrophe als Strafe interpretiert und – unter anderem – auf die genannten kultischen Praktiken im Hinnomtal zurückgeführt (Jer 7,30–31
Dabei erinnern Jer 7,32
Zwar war Jer 7,32
Danach zeichnet sich eine dreifache Wandlung ab. Erstens wird das Tal westlich und südlich der Stadt nach mehreren Umbenennungen und Umschreibungen nicht mehr namentlich genannt und verliert seinen Namen; Flavius Josephus (Bell V 108.507; Text gr. und lat. Autoren
So wurde das Tal östlich der Stadt in nachbiblischen Texten nur noch selten als »Kidrontal«, sondern immer öfter als »Hinnomtal«, »Gehenna« oder zumeist sogar als »Tal Josaphat« bezeichnet. Zudem wurde der lebensspendende Wasserstrom von Ez 47, Joel 4 und Sach 14 durch den Feuerstrom der Gehenna ersetzt, wodurch zwischen dem Tempelberg und dem Ölberg eine in sich erstaunlich homogene eschatologische Erinnerungslandschaft entstand, die jüdische, christliche und muslimische Erwartungen zu einer umfassenden Synthese (mit unterschiedlichen konfessionellen Akzenten) verband (Mähl 1962, 20–24; Limor 1997–1998; Bieberstein 2001; Limor 2015; Bieberstein 2024).
7.2. Jüdische Stimmen
Das früheste jüdische Zeugnis für eine Neucodierung des Tales östlich der Stadt bietet ein doppelt überliefertes Logion im babylonischen → Talmud
Dabei mag irritieren, dass die Pforte der Gehenna in diesem Logion explizit »im Hinnomtal« lokalisiert wird, doch dürfte mit dieser Ortsangabe nicht das Tal westlich und südlich der Stadt gemeint sein, das in biblischen Zeiten diesen Namen getragen hatte. Schließlich wird der Name »Hinnomtal« in christlichen Quellen seit dem frühen 4. Jh. eindeutig auf das Tal östlich der Stadt bezogen und die Pforte der Gehenna in einem anonymen jüdischen Pilgerführer aus der Kairoer Geniza aus dem frühen 10. Jh. eindeutig unter einer Palme zwischen dem Grab Mariens und den südlich benachbarten Monumentalgräbern der herodianischen Zeit lokalisiert (Madrīk Yǝrûšālayim; ed. Gil 1983, 4–5; dt. Küchler 1992, 12–13).
7.3. Christliche Stimmen
Der früheste christliche Hinweis auf diese Neucodierung des Tales findet sich in den Fragen des Bartholomäus, einem Evangelium, dessen Urfassung schon im 3. Jh. entstand und erzählt, der Auferstandene habe die Apostel auf den Ölberg geführt und Bartholomäus habe ihn gebeten, ihnen den »Widersacher der Menschen« zu zeigen. Jesus habe sie zwar gewarnt, sie würden seinen Anblick nicht ertragen, sie aber vom Ölberg herabgeführt. Dann sei → Belial
Topographisch präziser wird → Eusebius von Caesarea
7.4. Muslimische Stimmen
Während jüdische und christliche Quellen nur einzelne und sich teilweise widersprechende Lokaltraditionen belegen, zeichnet sich in frühislamischen Quellen eine Synthese ab, die die genannten jüdischen und christlichen Vorgaben mit iranischen Motiven zu einer eschatologischen Erinnerungslandschaft von erstaunlicher Geschlossenheit verbindet und die Möglichkeit schafft, den erwarteten Weg der Toten von ihrer Auferstehung bis ins Paradies gedanklich vorwegzunehmen.
Der Ausgangspunkt dieses virtuellen Parcours gründet in der enigmatischen Formulierung fa-iḏā hum bis-sāhirati von Sure 79,14 (Text Koran
Nach iranischer Vorstellung werden die Gläubigen über eine Brücke sicheren Schrittes in den Himmel gelangen, während die Ungläubigen ins Verderben stürzen. Diese Brücke wurde in arabischen Texten als »Weg« (ṣirāṭ) bezeichnet und in frühislamischen Texten zwischen dem Ölberg und al-Ḥaram aš-Šarīf angesetzt (z. B. 903: Ibn al-Faqīh; engl. Le Strange 1890, 162; fr. Massé 1973, 124).
Die Hölle, die in Sure 43,77 (Text Koran
Sure 57,13 (Text Koran
Schon pharisäische Traditionen hatten der Gehenna das Paradies gegenübergestellt (z. B. 4 Esr 7,36; Text Frühjüdische Schriften
Heute gilt der Felsendom im Anschluss an Sure 17,1 (Text Koran
7.5. Ökumenische Synthese
Wie eng in dieser eschatologischen Konnotierung des Tales jüdische, christliche und muslimische Traditionen zu einer Synthese fanden, zeigt Felix Fabri, ein Dominikaner aus Ulm, der von seiner zweiten Pilgerfahrt 1483–1484 berichtet, ein jüdischer Pilgerführer habe ihm erzählt, dass nach einer lokalen muslimischen Tradition am Jüngsten Tag alle Völker im Tal Josaphat versammelt werden und Gott sich auf der Kuppel des Felsendomes, Jesus auf dem Gipfel des Ölberges und Muhammad auf einer Säule niederlassen werden, die aus der Ostwand des Ḥaram aš-Šarīf ragt, um das Jüngste Gericht im Tal zwischen der Stadt und dem Ölberg zu vollziehen (lat. Haßler 1849, II 127–129).
Literaturverzeichnis
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2. Namen
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3. Wasser und Gärten im Talgrund
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4. Grabanlagen an den Hängen
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7. Die eschatologische Konnotierung des Tales in nachbiblischer Zeit
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- Ibn-ʿAbd-Rabbihī, Kitāb al-ʿIqd al-farīd: dt. Gildemeister, Johann, 1881, Beiträge zur Palästinakunde aus arabischen Quellen, Teil I und II, in: Zeitschrift des DeutschenPalästina-Vereins 4, 85–92
- Ibn al-Faqīh, Kitāb al-Buldān: engl. Le Strange, Guy, 1890, Palestine under the Moslems. A Description of Syria and the Holy Land from A.D. 650 to 1500. Translated from the Works of the Mediaeval Arab Geographers, London, 162; franz. Massé, Henri, 1973, Ibn al-Faqīh al-Hamaḏānī, Abrégé du livre des pays, traduite de l’arabe, Damas
- Madrīk Yǝrûšālayim: hebr./arab. Gil, Moshe, 1983, Palestine during the First Muslim Period (634–1099), II. Cairo Geniza Documents (Publications of the Diaspora Research Institute 57), Tel Aviv, 3–7; dt. Küchler, Max, 1992, Ein jüdischer Jerusalem-Führer aus der Kairoer Geniza (UCL, T.-S. Arabic Box 53, f. 2), I. Der Text und sein Kontext, in: Bulletin der Schweizerischen Gesellschaft für Judaistische Forschung / Bulletin de la Société Suisse d’Etudes Juives 1, 10–25
- al-Maqdisī, Aḥsan al-Taqāsīm fī Ma‘rifat al-Aqālīm: dt. Gildemeister, Johann, 1884, Beiträge zur Palästinakunde aus arabischen Quellen, 4. Muḳaddasī, in: Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins 7, 143–172.215–230
- Nāṣir-i Ḫusrau: dt. von Melzer, Uto, 1993, Safarnāme. Das Reisetagebuch des persischen Dichters Nāṣir-i Ḫusrau (Arbeiten aus der Abteilung »Vergleichende Sprachwissenschaft« Graz 5), Graz
Sekundärliteratur
- Bieberstein, Klaus, 2001, Die Pforte der Gehenna. Die Entstehung der eschatologischen Erinnerungslandschaft Jerusalems, in: Bernd Janowski / Beate Ego (Hg.), Das biblische Weltbild und seine altorientalischen Kontexte (Forschungen zum Alten Testament 32), Tübingen, 503–539
- Bieberstein, Klaus, 2013, Ein Gott. Ein Ort. Ein Palimpsest. Jerusalems Heiligtum aus drei Perspektiven, in: Florian Bruckmann / René Dausner (Hg.), Im Angesicht der Anderen. Gespräche zwischen christlicher Theologie und jüdischem Denken. Festschrift für Josef Wohlmuth zum 75. Geburtstag (Studien zu Judentum und Christentum 25), Paderborn / München / Wien / Zürich, 257–280.
- Bieberstein, Klaus, 2019, Dem Tod einen Ort geben. »Unterwelt« und »Hölle« in der alttestamentlichen Literatur, in: Theologisch-Praktische Quartalschrift 167, 142–152
- Bieberstein, Klaus, 2021, Die Verzauberung der Steine. Das Mnemotop Jerusalem, in: Thomas Laubach / Christina Potschka (Hg.), Verzauberung der Welt? Religiöse Symbolsysteme in Geschichte und Gegenwart (Bamberger Theologische Studien 40), Bamberg, 119–156
- Bieberstein, Klaus, 2024, Zwischen Tempelberg und Ölberg. Die eschatologische Achse über Jerusalem von Ezechiel bis Ida Pfeiffer, in: Carolin Neuber / Nicole Katrin Rüttgers (Hg.), »Wer ist weise, dass er dies versteht?« (Hos 14,10). Studien zu Ezechiel, Hosea und den Psalmen. Festschrift für Franz Xaver Sedlmeier zum 70. Geburtstag (Herders Biblische Studien 104), Freiburg / Basel / Wien 2024, 15–37
- Limor, Ora, 1997–1998, The Place of the End of Days. Eschatological Geography in Jerusalem, in: Bianca Kühnel (Hg.), The Real and Ideal Jerusalem in Jewish, Christian and Islamic Art. Studies in Honor of Bezalel Narkiss on the Occasion of his Seventieth Birthday (Jewish Art 23–24), Jerusalem, 13–22
- Limor, Ora, 2015, Placing an Idea. The Valley of Jehoshaphat in Religious Imagination, in: Renana Bartal / Hanna Vorholt (Hg.), Between Jerusalem and Europe. Essays in Honour of Bianca Kühnel (Visualising the Middle Ages 11), Leiden / Boston, 280–300
- Mähl, Sibylle, 1962, Jerusalem in mittelalterlicher Sicht, in: Die Welt als Geschichte. Eine Zeitschrift für Universalgeschichte 22, 11–26
Abbildungsverzeichnis
- Abb. 1: Reliefkarte von Jerusalem; © Klaus Bieberstein 2016
- Abb. 2: Oberer Abschnitt des Kidrontals (wādī ǧ-ǧōz), Blick nach Süden; Aufnahme zwischen 1934 und 1939; http://loc.gov/pictures/resource/matpc.04247/
- Abb. 3: Mittlerer Abschnitt des Kidrontals (wādī silwān), Blick nach Süden; Aufnahme zwischen 1898 und 1914; https://www.loc.gov/pictures/resource/matpc.06744/
- Abb. 4: »Quelle der Mutter der Stufen« (ʿain umm ad-daraǧ), meist mit dem biblischen »Gihon« identifiziert, Aufnahme um 1900–1920; https://www.loc.gov/pictures/resource/matpc.12310/
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