Engel (AT)
Andere Schreibweise: angel (engl.)
(erstellt: Februar 2026)
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→ Botensendung / Botenformel / Botenspruch
1. Der Begriff „Engel“
Das deutsche Wort „Engel“ leitet sich vom griechischen Begriff ἄγγελος ángelos (lat. angelus) ab. Allerdings sind die Bezeichnungen für Engel oder engelgleiche Wesen in den Texten der Bibel und in Zeugnissen aus der Entstehungszeit der Bibel sehr viel zahlreicher. Geht man davon aus, dass die mit Engeln verknüpften Aktivitäten und Botschaften auf Wesen zwischen Himmel und Erde oder zwischen göttlichen und menschlichen Sphären verweisen, Engel also Zwischenwesen darstellen, dann bleibt terminologisch zu beachten, dass in den semitischen Sprachen, wie auch im Griechischen, zwischen menschlichen und engelhaften Wesen nicht unterschieden wird, wohingegen die lateinische Sprache in nuntius „Bote“ und angelus „Engel“ differenziert.
Die älteren semitischen Sprachen weisen himmlische wie irdische Botschafter mit unterschiedlichen Begriffen aus: Sumerisch SUKKAL, Akkadisch mār šipri und sukkallu[m] / šukkallu[m] (CAD M/I, 260–265; CAD S, 354–360), Ugaritisch l’k (ml’k[t]: Aistleitner / Eißfeldt 1974, 165f.; Ahuvia 2021, 4f.), Syrisch ml’k’ (Sokoloff 2009, 764a), Äthiopisch mal[ǝ]’ǝkt, qǝddusān (Tropper 2002, 296.300; vgl. dazu Davidson 1992, 328–331). Die biblischen Originalsprachen, Hebräisch, Aramäisch und Griechisch, beschreiben Zwischenwesen, die dem Göttlichen nahestehen (→ Götterrat
Der Deuteengel (angelus interpres oder angelus interpretans) wirkt prominent in den Nachtgesichten oder Visionen Sacharjas (→ Sacharja / Sacharjabuch
Daneben kennt bereits das Alte Testament die Vorstellung von Engeln, die bestimmten Völkern zugeordnet sind (sog. „Völkerengel“: vgl. Dtn 32,8
1.1. Exkurs: Engel-Phänomene in der Umwelt
Die Vorkommen von Engel-Phänomenen in der Umwelt Altisraels und des antiken Judentums lassen zwei generelle Einsichten erkennen: Zum einen sind in polytheistischen Religionen die Anlässe zur Ausgestaltung des Phänomens nicht gleichermaßen dringlich wie in monotheistischen Religionen (→ Monotheismus [AT]

Zugleich lassen sich Spuren eines Engel-Phänomens schon in den älteren Texten des Zweistromlandes, Ägyptens und aus Nordsyrien (Ugarit) erkennen (vgl. Gerstenberger 2004, 150f.; Hutter 2007). Prominent begegnen, vor allem in der altorientalischen Ikonographie, sog. Schutzgenien, die gemeinhin Dämonen zugeordnet werden (s.u. 1.3.). In Bilddarstellungen erweist sich ihre Schutzfunktion häufig durch den Gebrauch von, zumeist zwei oder vier, Flügeln (Frey-Anthes 2007, 40–42.54–57). In der Ikonographie ist dies zudem dadurch betont, dass Lebenssymbolik wie das ägyptische anch-Zeichen (Abb. 1) oder der (Lebens-)Baum (→ Baum, sakraler

Allerdings bleiben diese vor allem mesopotamischen Mischwesen, wie Pazuzu, als Gegenspieler der Lamaštu, oder Lamassu, wobei letzterer Dämon als weibliche Schutzgottheit in Götterlisten und in theophoren Namen begegnet, ambivalent: einerseits unheilabwendend (apotropäisch), andererseits Unheil bewirkend. Aus der assyrischen Ikonographie sind auch Apkallus als Schutzgenien bekannt. Sowohl in mesopotamischen als auch in syrischen Texten, vor allem Beschwörungen, Gebeten, aber auch in Mythen (→ Atra-Chasis

Deutlich später begegnen im Parsismus Engel-Phänomene, die den schon im Zoroastrismus verankerten Dualismus abbilden. Grundsätzlich sind Verbindungen mit dem antiken Judentum nur sehr hypothetisch herzustellen, da zahlreiche religiöse Vorstellungen entweder aus der späten Textsammlung des Avesta (frühestens im Sassanidenreich seit dem 5. Jh. n.Chr. verschriftet) oder, entsprechend gefiltert, nur indirekt aus Werken der griechischen und lateinischen Antike, vom 5. Jh. v.Chr. bis in die byzantinische Zeit, vor allem bei Plutarch (1./2. Jh. n.Chr.), erschlossen werden können. Die achämenidischen Inschriften (6.–4 Jh. v.Chr.) wiederum tragen zur Engel-Frage nur wenig aus. Es existieren unterschiedliche Termini im Persischen, die Zwischen- und Engelwesen ansprechen. Prominent sind die Amesha Spentas („heilswirkende Unsterbliche“), von Ahura Mazda, dem „Herrn der Weisheit“, erschaffen und in ihrer Siebenzahl gerne als Quelle für die Vorstellung der sieben Erzengel genannt. Allerdings erweist sich als problematisch, dass auf die Amesha Spentas in den antiken Quellen bestenfalls angespielt wird (vgl. de Jong 1997, 263–268). Von Bedeutung ist, dass die engelhaften Wesen, ähnlich wie in Mesopotamien (s.o.), auch als untergeordnete Götter wahrgenommen wurden und mit ihrer strikten Unterscheidung in Gutes und Böses bewirkende Zwischenwesen dem strengen Dualismus der persischen Religionsformen genügen.
1.2. Boten
Neben Priestern und Propheten (→ Prophetie [AT]
Fokussiert man auf den Ersteren, dann zeigt sich: Deutlich häufiger als der „Bote Gottes“ findet sich im AT der „Bote JHWHs“. Auch im aramäischen Danielbuch ist diese Vorstellung bezeugt. Der Bezug des jeweils rettenden Boten zum „Gott Schedrachs, Meschachs und Abed-Negos“, den drei Begleitern Daniels im Feuerofen (Dan 3,28
In den hebräischen Texten des AT, insbesondere im Pentateuch, ist die Botschaft des von Gott gesandten mal’ākh in seiner bewahrenden und schützenden Funktion konkretisiert. Etwa im Kontext von Exodus und Eisodus zieht der Bote vor Israel her (vgl. Ex 14,19
Auch theologisch von Bedeutung ist der Gebrauch von mal’ākh in der Akedah-Erzählung (Gen 22,1-19
Schon im AT existiert mit ציר ṣîr ein Synonym zu mal’ākh, das allerdings nur sechsmal belegt ist (Jes 18,2
Neben ṣjr / ṣîr begegnen zwei weitere aramäische Begriffe für „Boten“: עיר ‘jr, ein Begriff, der auch in den Daniel-Novellen vorkommt (Dan 4,10.14.20
Ebenfalls zur Bezeichnung einer „boten-“ bzw. „engelhaften“ Gestalt dient der hebräische Begriff בשׂר bśr bzw. das von der Verbalwurzel abgeleitete Nomen בְּשֹׂרָה bǝśorāh, wobei „Bote“ und „Botschaft“, ähnlich wie schon bei ṣîr, konvergieren. Als Person ist der מְבַשֵּׂר mǝvaśśer bzw. die מְבַשֶּׂרֶת mǝvaśśæræt, also die Partizipien Pi‘el im Maskulin oder Feminin, angesprochen. Grundsätzlich wird eher eine positive, frohe Botschaft bzw. ihr Übermittler adressiert, was auch die Übersetzung der Septuaginta mit εὐαγγελίζω euangelízō dokumentiert (vgl. Jes 40,9
Eine eindeutige Konnotation als engelhafte „Zwischenwesen“ fehlt allerdings in den Belegen des AT (anders 11Q 13 → Melchisedek
1.3. Giganten und Wächter
Die mit „Wächter“ oder „Giganten“ bezeichneten Engelwesen begegnen vor allem in der antik-jüdischen Literatur der → Apokalyptik
Grundsätzlich zeigt sich in zahlreichen Belegen der Hebräischen Bibel, dass mit den sogenannten „Riesen“ keine historische, sondern eine „mythische“ Vorbevölkerung Israels bezeichnet wird, deren Belege in ihrer literarhistorischen Provenienz auf späte Texteinschübe hinweisen (Perlitt 1994; vgl. auch Seebass 2003, 107f.).
Allerdings ändert sich die Befundlage mit den zahlreichen und unterschiedlichen Formen der Rezeption des „Giganten“-Motivs in den antik-jüdischen Texten, die später nicht Teil des Kanons wurden. Insgesamt herrscht darin ein Verständnis jener „Riesen“ als „Engel“ vor. Fast zeitgleich im 2. Jh. v.Chr. identifiziert das → Jubiläenbuch
Neben dem „Buch der Wächter“ (äthHen 1–36; s.u.) greift vor allem das „Gigantenbuch“ auf die Thematik der „Riesen“ in Gen 6,1–4
Sowohl die Macht über die Menschen, die mediatorische Funktion als auch mythische Zeitkonzepte (Goff 2021), auch im Kontext epiphaner Ereignisse, weisen die „Giganten“ in zahlreichen Überlieferungen als engelhafte Wesen aus.
In ähnlicher Weise werden die „Wächter“ in der antik-jüdischen Literatur thematisiert. Allerdings begegnen sie, im Unterschied zu den „Giganten“, auch in positivem Licht. Etwa in Dan 4, der Traumerzählung → Nebukadnezars II.
Die positive Funktionalisierung der „Wächter“ in Dan 4 greift nicht auf die Motive der Engelehen aus Gen 6,1–4
1.4. Widersacher, Dämonen und böse Geister
Bereits in der Hebräischen Bibel begegnen zahlreiche Vorstellungen von und Begriffe für böse Geister und Dämonen. Dabei werden die bösen Geister unter anderem mit Hilfe des als gerichtliche Strafe verstandenen Absterbens irdisch-körperlicher Anteile bei Zwischenwesen wie „Wächtern“ und „Giganten“ vorgestellt (vgl. etwa Jub 5,8f.; äthHen 15,8f.). Zumeist werden auch Widersacher, Dämonen und böse Geister personifiziert konkret beschrieben und sind sowohl dem himmlischen wie irdischen Bereich zugeordnet (→ Satan [AT]
1.5. Heilige und Heerscharen: Engelkollektive
Im Mittelpunkt kollektiver Engelvorstellungen stehen das Nomen צָבָא ṣāvā’ bzw. das substantivierte Adjektiv קָדוֹשׁ qādôš, auch wenn das antike Judentum weitere Kollektivbezeichnungen für Engel bereithält.
Allein in den Handschriften vom Toten Meer begegnen etwa noch: „Götter“ / „Göttliche“ (hebr. אלוהים ’lwhym; 4QShirShabba [4Q400] 1 i 5: s.u.; 11QMelch [11Q13] ii 10 [vgl. Ps 82,1]), „Himmelssöhne“ (hebr. בני שמים bnj šmjm; 1QS [1Q28] 4,22; 1,8.23; 1QHa 11,22f.; 23,29f.; 4QInstructionb [4Q416] Frgm. 1, Z. 12), „Oberste“ (hebr. ראשים r’šjm; 4QShirShabbd [4Q403] 1 i 31f.), „Diener“ (hebr. משרתים mšrtjm; 1QSb [1Q28b] 4,25; 1QHa 25,26–31; 4QBerb [4Q287] Frgm. 2, Z. 12f.), „Fürsten“ (hebr. נשיאים nśj’jm ; 4QShirShabbd [4Q403] 1 i 10) oder „Prinz / Vorsteher“ (hebr. שרים śrjm; 1QM 4,1–4; 4QShirShabba 1 i 12). Darüber hinaus konzipiert auch das Jubiläenbuch schon im Kontext der Schöpfung eine ausgefeilte Angelologie, in der die Engelwesen einer Hierarchie einverleibt werden (Jub 1–2; VanderKam 2018, 47–49; vgl. zu den „Angesichts-Engeln“ äthHen 40,2f. u. Dörfel 1998, 224–227). Auch die „Heiligen“ werden als Engelwesen im Himmel verortet (vgl. auch äthHen 47,2). Schließlich werden in den Apokryphen (→ Apokryphen [AT]
Bereits früh wurden auch für den alttestamentlichen Befund jene Handschriften vom Toten Meer vergleichend herangezogen: etwa zur Begründung einer Interpretation der „Heiligen des Höchsten“ (Dan 7,18.22.25.27
Darüber hinaus verbindet sich mit den „Heerscharen“ eine die gesamte antik-jüdische Literatur betreffende Vorstellung von „himmlischen Kriegsengeln“, die zumal in eine endzeitliche Auseinandersetzung involviert sind (vgl. 1QHa 18,36–37; 1QHa 25,13; zur Herkunft der Vorstellung vgl. Olyan 1993, 31–69). In der Kriegsrolle (→ Qumran-Handschriften
Neben den kriegerischen tragen Engelkollektive im antiken Judentum häufig auch priesterliche Assoziationen (zur neueren Forschung vgl. Frey / Jost 2017, 8–19). Insbesondere in der sogenannten Sabbatopferliturgie aus den Handschriften vom Toten Meer sind Verknüpfungen der Engel mit Priester- und Tempel-Motiven evident (vgl. schon Mal 2,5–7
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass insbesondere in den Handschriften vom Toten Meer Engelkollektive, vornehmlich in Orientierung an den Begriffen צָבָא ṣāvā’ und קָדוֹשׁ qādôš, unter drei Hauptaspekten begegnen: in endzeitlich-kriegerischen Auseinandersetzungen, als priesterliche Figuren, etwa im „himmlischen“ Heiligtum, und immer wieder zur mystisch anmutenden Durchbrechung der Trennung von Himmel und Erde.
1.6. Kerubim, Serafim und Ofanim
Die in diesem Abschnitt zu behandelnden Zwischenwesen gehören zu den Hybriden oder Mischwesen – aus tierischen und menschlichen Bestandteilen –, die bereits in der Umwelt Altisraels textlich und ikonographisch belegt sind. Während die Kerubim (→ Keruben / Kerubenthroner
Sowohl die Keruben als auch die Serafim eint in der Textüberlieferung und Ikonographie ihre Ausstattung mit Flügeln. Etwas anders gestaltet sich die Form der Ofanim. Ursprünglich handelt es sich dabei um Räder, die in den Ezechiel-Visionen bei den Keruben stehen (Ez 10,9
Im etwa zeitgleichen slHen (→ Henoch / Henochliteratur
Schließlich sind die „Bilderreden“ in äthHen 37–71 zu beachten, die wohl noch in das 1. Jh. v.Chr. zu datieren sind: In äthHen 61,10 und äthHen 71,7 wird die Trias von Keruben, Serafim und Ofanim im Kontext des göttlichen Throns thematisiert. In äthHen 61,10–12 sind es unter anderem jene Engelgestalten, die als „Wächter“ den Thron bewachen und Gott lobpreisen. Auch in äthHen 71, worin Henoch selbst zum „Menschensohn“ entrückt wird, dienen die Keruben, Serafim und Ofanim als Bewachung einer Feuererscheinung, die für den göttlichen Thron steht (vgl. Dörfel 1998, 227–230; Schwindt 2018, 37–54.101–125).
Die behandelten Begriffe für Boten und Engel spiegeln bereits gewisse Tendenzen einer Angelologie wider, die im folgenden Abschnitt knapp skizziert wird. Schon nach der an den Begriffen orientierten Darlegung sind drei strukturelle Beobachtungen möglich. Zum einen zeigt sich, dass eine Entwicklung hin zu engelhaft gedeuteten Wesen frühestens beginnend mit der Perserzeit (5. / 4. Jh. v.Chr.) und deutlicher sichtbar in der hellenistisch-römischen Epoche (3. Jh. v.Chr. bis 2. Jh. n.Chr.) in einer Vielzahl von Termini festzustellen ist. Dabei ergeben sich regelrecht Verschiebungen und Veränderungen in der Begriffssemantik. Zum zweiten ist deutlich, dass eine Unterscheidung in „gute“ und „böse Engelgestalten“, oder in Engel und „gefallene Engel“, für das Verstehen einer Angelologie grundlegend ist. Schließlich gehört zum Wortfeld Engel die Vorstellung einer gewissen Durchlässigkeit irdischer und himmlischer Sphären, die in den kollektiven Engelkonzepten bisweilen zu einer „Angelisierung“ der Frommen und Gottesfürchtigen führt.
2. Angelologien
Unter dem Begriff Angelologie kann man eine strukturierte Funktionalisierung, Hierarchisierung und Dynamisierung, letzteres vor allem im Kontext einer Durchlässigkeit von himmlischer und irdischer Sphäre, im Kontext positiver (→ Engel [NT]
2.1. Engelhierarchien
Engelhierarchien sind – nicht nur, aber insbesondere – mit den Namen von Engeln verknüpft, die in einigen Fällen auch etwas über die Funktionen der Wesen mitteilen. In der Hebräischen Bibel sind solche Engelnamen äußerst spärlich bezeugt. So begegnen lediglich → Gabriel
Sicherlich älter als die biblische Überlieferung zu den Engelnamen ist die Liste der sieben Erzengel in äthHen 20,1–8, die zugleich die letzte kosmische Reise Henochs nach Osten (äthHen 20–33) eröffnet. Allerdings werden am Ende von äthHen 20,8 nur nach der griechischen Überlieferung (Codex Panopolitanus) die zuvor namentlich gelisteten sieben Engel als „Erzengel“ bezeichnet (ἀρχαγγέλων ὀνόματα ἑπτά archangélōn onómata heptá „die Namen der sieben Erzengel“), da in den äthiopischen Handschriften die zusammenfassende Charakterisierung fehlt und aramäische Fragmente zu diesem Text nicht überliefert sind. Offenbar bilden die ersten sechs Namen und Funktionen der Engel in äthHen 20,2–8a Uriel, Rafael, Reuel, Michael, Sariel, Gabriel (Remiel; vgl. Dörfel 1998, 212–214) ihre Aufgaben bei der anschließenden kosmischen Reise des Henoch ab. Zur Siebenzahl wären noch äthHen 81,5; äthHen 87,2; Tob 12,15
Der schon in äthHen 9–10 und äthHen 20 prominent begegnende Michael (vgl. Dan 12,1
Eine besondere Rolle spielt Michael in der griechischen Baruch-Apokalypse. Es handelt sich um einen Text, der in griechischer und kirchenslawischer Sprache vorliegt und nach der Zerstörung des Zweiten Tempels (70 n.Chr.) datiert. Michael wird in grBar 11,4.6–8; grBar 13,3 mit seiner Bezeichnung ἀρχιστράτηγος archistrátēgos unter den Engelwesen herausgehoben. Der Titel ist auffällig, weil Michael im Kontext von grBar keine militärische Funktion innehat. In grBar 11,1–9 fungiert Michael als Überbringer von (menschlichen) Gebeten und (göttlichen) Reaktionen im fünften Himmel sowie, dann auch im Folgenden, als „Hüter der himmlischen Tore“ und „Hoherpriester“ (vgl. grBar 12–16: Kulik 2010, 52–54.332f.; → Priester
2.2. Angelologie in den Handschriften vom Toten Meer
Andeutungen einer Engelhierarchie findet man auch in den Handschriften vom Toten Meer (→ Qumran-Handschriften
Neben Michael, Sariel und Rafael kommt in der Kriegsrolle (1QM) auch Gabriel vor (1QM 9,15–16). Sie alle unterstützen die „Söhne des Lichts“ beim Kampf gegen → Belial
Grundsätzlich zeigen die Sabbatopferlieder mit einer geradezu inflationären Terminologie für Engel und Zwischenwesen (vgl. Newsom 1985, 23–29; Davidson 1992, 338–343) bei den priesterlichen Engeln eine Aufteilung in eine Siebenerstruktur (vgl. 4QShirShabbd 1 ii 11–27; 4QShirShabbf 7 7). So dürften die Engelpriester in sieben Verbände unterteilt und in den sieben Räumen des Heiligsten Tempels anwesend sein. Entsprechend sind auch je sieben „obere“ oder „Haupt-“ und „Hilfsfürsten“ belegt (vgl. Newsom 1985, 31–36; Jost 2019, 169–181).
Außerdem bemerkenswert ist die Beobachtung, dass die Engel in den Handschriften vom Toten Meer nicht geschlechtslos, sondern samt und sonders männlich vorgestellt werden, was etwa mit Jub 15,27f. in Einklang steht, wonach die Engel bereits beschnitten erschaffen wurden. Weiblich erscheinen lediglich dämonische Figuren wie in 4QWiles of the Wicked Woman (4Q560) oder → Lilit
Ein weiteres Merkmal der Angelologie in den Handschriften vom Toten Meer besteht in ihrem unmittelbaren Bezug zu dualistischem Denken, das vor allem in 1QS 3,13–4,26, der „Lehre von den zwei Geistern“, begegnet (vgl. Beyerle 2014). Resümierend ist hier festzuhalten, dass die primären Funktionen der Zwischen- oder Mittlerwesen zum einen im priesterlichen (vgl. v.a. die Sabbatopferlieder) und zum anderen im kriegerischen Bereich (vgl. v.a. die Kriegsrolle) anzusiedeln sind.
2.3. Völker- und kriegerische Engel im Danielbuch und in den Makkabäerbüchern
Die Idee der Völkerengel kann auf altorientalische Vorstellungen verweisen und besitzt in Dtn 32,8f.
Einen zweiten Überlieferungskontext, in dem das Motiv kriegerische Engel prominent begegnet, stellt das 2. Makkabäerbuch (→ Makkabäerbücher 1–4
Zahlreiche Belege im 2Makk bieten Engel bzw. Engel-Epiphanien (vgl. v.a. 2Makk 12,22
Literaturverzeichnis
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Abbildungsverzeichnis
- Abb. 1 Siegelamulett aus der Nähe von Lachisch mit schreitendem, geflügelten Sphingen mit Menschengesicht und anch-Zeichen sowie der Beischrift des Frauennamens ḥnh. © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz
. - Abb. 2 Siegelamulett aus Megiddo (8. Jh. v.Chr.) mit dem sakralen Baum im mittleren Register, der von zwei Schutzwesen, hier geflügelte, falkenköpfige Sphingen, bewacht und geschützt wird. © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz
. - Abb. 3 Siegelamulett aus Megiddo (Str. III, Ende 8. Jh. v.Chr.) mit einem liegenden geflügelten Sphingen mit der ägyptischen Doppelkrone und einem von Uräen flankierten Horusauge sowie Rudimenten einer äg. Inschrift. © Stiftung BIBEL+ORIENT, Freiburg / Schweiz
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