Deutsche Bibelgesellschaft

Andere Schreibweise: Koranische Erzählungen und Texte für Kinder

(erstellt: Februar 2026)

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Digital Object Identifier: https://doi.org/10.23768/wirelex.400120

1. Einleitung

Fassungen des Korans oder genauer Sammlungen von Erzählungen und Texten aus dem Koran für Kinder sind ein neues Genre, zu dem bisher wenig Literatur existiert. Zum besseren Verständnis ist es nötig, zunächst darzustellen, wie Musliminnen und Muslime den Koran als Rede von Gott verstehen (→ Gottesvorstellungen, muslimische Kinder; Kap. 2) und auslegen (Abschnitt 3), um vor diesem Hintergrund die zwei existierenden deutschen Kinder-Versionen von Erzählungen und Texten aus dem Koran vorzustellen.

2. Koran, die Rede Gottes

Für Musliminnen und Muslime ist der Koran die direkte Rede Gottes, die dem Propheten Muhammad durch den Engel Gabriel über einen Zeitraum von dreiundzwanzig Jahren in Mekka und Medina offenbart wurde. Dieses Ereignis fand zwischen den Jahren 610 und 633 auf der Arabischen Halbinsel statt. Auch wenn die Offenbarungen eine überzeitliche Wirkkraft besitzen und dauerhaft gültig bleiben, kann ihre Sinnhaftigkeit und das Verständnis ihrer Kernbotschaft nur im Licht ihrer historischen Entstehungszeit erfasst werden.

Der Koran wurde zeitgleich mit seiner schrittweisen Offenbarung niedergeschrieben, jedoch nicht in Form einer systematisierten Schrift. Die sukzessive Offenbarung wurde von mehreren Personen als Gedächtnisstütze schriftlich festgehalten. Zur Zeit des dritten Kalifen ʿUthmān ibn ʿAffān (reg. 644–656) wurden diese schriftlichen Notizen gesammelt und vereinheitlicht, wenn man der traditionellen Überlieferung folgt; die historischen Vorgänge mögen etwas komplexer gewesen sein. Seitdem existiert die Version des Korans, die wir heute kennen. Die arabische Schrift hat sich jedoch im Laufe der Zeit verändert, wodurch auch die koranische Schrift an neue Schreibweisen und Vokalisationszeichen angepasst wurde.

Die Inhalte des Korans spiegeln die historischen Ereignisse, Kommunikationsformen und Weltbilder der ersten Adressaten der göttlichen Botschaft wider. Der Koran selbst fordert die Menschen dazu auf, den Worten Gottes aufmerksam zuzuhören, sie sorgfältig zu lesen, über sie nachzudenken und sie zu verstehen. Vers 17:106 verweist auf die allmähliche Offenbarung des Korans mit dem Ziel, ihn achtsam und behutsam zu lesen und zu begreifen. „Wir [Gott] haben es in eine Lesung aufgeteilt, damit du [Muhammad] sie den Menschen vorträgst in Bedachtsamkeit, und wir haben sie wahrhaftig herabgesandt.“ (Übersetzung: Bobzin) Ähnliche Aussagen bestätigen zum einen das Selbstverständnis der göttlichen Abstammung des Koran und zum anderen unterstreichen sie die Notwendigkeit des Prozesses des Verstehens, um die Göttlichen Mitteilungen zu entschlüsseln.

Der Koran war Teil des zeitgenössischen Diskurses, kritisierte gesellschaftliche Strukturen, setzte sich kritisch mit früheren Offenbarungen – namentlich Tora und Evangelium (→ Toradidaktik; → Gesetz und Evangelium – Evangelium und Tora) – auseinander, beantwortete Fragen der Menschen, zeigte Wege zur Konfliktbewältigung auf und etablierte Normen, die zunächst an die damalige Bevölkerung Mekkas und Medinas gerichtet waren. Diese vielschichtigen Aspekte machen den Koran zu einem komplexen Text, dessen Verständnis eine Auseinandersetzung mit seinem historischen Kontext und der Sprache der damaligen Zeit voraussetzt.

Der Begriff Koran stammt vom arabischen Grundwort qaraʾa ab, das „lesen, vortragen“ bedeutet. Die erste Offenbarung beginnt mit dem Imperativ iqraʾ – ‚lies, trage vor!‘. In der arabischen Sprache umfasst der Begriff qaraà jedoch auch die Bedeutungen ‚studieren‘ und ‚verstehen‘ und gilt als Chiffre der Offenbarung.

2.1. Waḥy – Selbstoffenbarung Gottes durch Worte

Die Verbindung zwischen der transzendenten und der materiellen Welt erfolgt nach koranischer Darlegung durch Waḥy. Der Begriff Waḥy erscheint im Koran in vier unterschiedlichen Zusammenhängen:

  1. als verborgener Hinweis bzw. Zeichenmitteilung (Sure 19:11),
  2. als instinktive Handlung (Sure 16:68–69),
  3. als Inspiration im Sinne einer inneren Stimme, deren Ursprung nicht erkennbar ist und die in der Regel Hilfe und Beruhigung bewirkt,
  4. als prophetische Eingebung, die beim Propheten Muhammad zur Offenbarung des Korans führte (Sure 12:3).

Die prophetische Waḥy ist die Erfahrung eines Geistes, der von Gott ausgehend in Bewegung gesetzt wird. Der Wille Gottes, mit einem Menschen durch Waḥy zu kommunizieren, sowie die Formen dieser Mitteilung werden in Vers 42:51 beschrieben: „Und keinem Menschen steht es zu, dass Gott zu ihm sprechen sollte, außer durch Eingebung oder hinter einem Vorhang oder indem er [Gott] einen Boten schickt, um durch sein Geheiß zu offenbaren, was er will; er ist erhaben, weise“.

Die Offenbarung des Korans erfolgte zunächst mündlich. Nach der Tradition übermittelte der Engel Gabriel Muhammad das Wort, das dieser den Menschen in Mekka und Medina mitteilte. Die Hörer bewahrten das Gehörte durch wiederholtes Rezitieren im Gedächtnis. Diese Form der mündlichen Überlieferung war den paganen Arabern vertraut. Aufgrund unterschiedlicher Dialekte und Sprachgewohnheiten entwickelten sich jedoch allmählich verschiedene Lesarten, die nicht in allen Einzelheiten übereinstimmten. Diese Entwicklung setzte einen Prozess der systematischen Verschriftlichung in Gang.

2.2. Sammlung und Verschriftlichung des Koran

Die Mitschriften von verschiedenen ‚Autoren‘ wurden in den Jahrzehnten nach der Offenbarung gesammelt und kanonisiert. Die Ordnung der Suren und ihre Zusammensetzung sind nicht chronologisch nach der Offenbarungszeit geordnet.

Die damalige arabische Schrift verfügte weder über Vokalzeichen noch über diakritische Zeichen, sodass sich die Menschen stark auf das Gehörte verlassen mussten. Bereits zur Zeit des zweiten Kalifen ʿUmar (reg. 634–644) begann eine Gruppe von Schreibern – in Absprache mit den Gefährten des Propheten – mit der Vereinheitlichung und Systematisierung der vorhandenen schriftlichen Überlieferungen. Diese Arbeit setzte sich bis in die Kalifatszeit des dritten Kalifen ʿUthmān ibn ʿAffān (reg. 644–656) fort (Maʿrifat, 2012, 11). Die Methode des sogenannten „Vereinheitlichungskomitees“, wie Maʿrifat sie bezeichnet, umfasste drei Schritte: a) die Sammlung von Quellen, um eine einheitliche Niederschrift festzulegen und unter den Muslimen zu verbreiten, b) der Vergleich der verschiedenen Niederschriften, um zu bestimmen, welche als authentisch gelten konnte, und c) die Einsammlung aller Abschriften in den islamischen Gebieten sowie die Vernichtung jener Exemplare, die als nicht authentisch eingestuft wurden.

Die arabische Schrift wurde erst gegen Ende des 7. Jahrhunderts mit Vokalzeichen und diakritischen Markierungen ergänzt. Diese Entwicklung ermöglichte es auch nichtarabischen Völkern, den Koran korrekt zu lesen und zu rezitieren. Dieser Prozess muss bei der Textanalyse sowie bei neuen Interpretationen und Deutungen berücksichtigt werden, jedoch bleibt er unter muslimischen Kommentatoren weitgehend unbeachtet – oftmals aus dem Bestreben heraus, die göttliche Herkunft des Textes möglichst unverändert und akribisch zu bewahren.

Angelika Neuwirth bezeichnet den Koran als Text der Spätantike und ordnet ihn als ein literarisches Werk ein, das mittels der literaturwissenschaftlichen Methoden neu erfasst werden kann: „Der Koran hat zwei Gesichter, die zusammen in den Blick zu bekommen zunächst unmöglich erscheint – es sei denn, man greift zu einem Trick, der sich in der visuellen Repräsentation erfolgreich bewährt hat: Man betrachtet den Koran als Vexierbild, das je nach Blickrichtung zwei ganz verschiedene Gesichter offenbart. Aus der einen Perspektive gesehen zeigt sich dann der Gründungstext des Islam, aus der anderen ein am Herausbilden des späteren Europas beteiligter und damit orientalisch-europäischer Text.“ (Neuwirth, 2010, 67) In den Korankommentaren ist vor allem die erste Perspektive präsent: Der Koran als Text, in dem Gott eine islamische Lebensweise entwirft und von den Menschen erwartet, diese anzunehmen, um ihrer menschlichen Verantwortung gerecht zu werden und letztlich die ewige Glückseligkeit im Jenseits zu erlangen. Dennoch hielt diese Überzeugung die Kommentatoren nicht davon ab, vielfältige Auslegungsmethoden zu entwickeln.

3. Koranexege

Obgleich der Koran als „klares Licht“ (Sure 4:174), als „Rechtleitung für diejenigen, die sich Gottes bewusst sind“ (Sure 3:138), als „Barmherzigkeit für die Menschen“ (Sure 45:20) und als „deutliche Schrift“ (Sure 16:89) bezeichnet wird, verweist die wiederholte Aufforderung, ihn zu verstehen und zu erschließen, auf die Notwendigkeit, seine Botschaften zu entschlüsseln.Alle Kommentatoren setzen in ihrer Auslegung die Authentizität des Textes als Wort Gottes voraus. Textkritik im Sinne einer Untersuchung der Textgeschichte, wie sie in der historisch-kritischen Methode heute Anwendung findet, ist in der klassischen Koranexegese nicht anzutreffen. Die Kommentatoren interessierten sich weniger für die Entstehungsprozesse und möglichen Einflüsse auf den Text. Auch die Frage nach den Autoren wurde nicht explizit gestellt.

Die Kommentatoren der ersten und zweiten Generation interpretierten einzelne Teile des Korans oder arbeiteten thematisch fokussiert. Die erste vollständige Vers-für-Vers-Auslegung stammt von Abū Dschaʿfar Muhammad ibn Dscharīr at-Tabarī(839–923). Bereits in den frühen Kommentaren fanden nach und nach arabische außerkoranische Quellen sowie Berichte aus jüdischen und christlichen Traditionen Eingang in die Korankommentare. Ein Spezifikum der Koranauslegung ist bis heute die Methode, den Koran mit dem Koran selbst zu interpretieren. Dabei untersuchen die Kommentatoren ein Thema im gesamten Koran, vergleichen die Bedeutung von Begriffen in unterschiedlichen Kontexten und entwickeln daraus mögliche Deutungen. Die Auslegung fungiert als Brücke zwischen dem Ursprung der Offenbarung und dem Streben nach göttlicher Orientierung in der gegenwärtigen Lebenswirklichkeit. Durch die historische Verortung wird eine überzeitliche Deutung des Korans ermöglicht. Die Verbindung von historischem und ahistorischem, zeitlichem und überzeitlichem Zugang bildet einen zentralen Aspekt der Exegese.

4. Folgerungen für die Aufgabe

Aus den bisherigen Überlegungen folgen spezifische Schwierigkeiten, Texte aus dem Koran kindgerecht wiederzugeben:

  1. nur der arabische Text ist Koran, alles andere auch deutsche Übersetzungen sind Auslegungen;
  2. der Koran ist Gottes Wort, auch die Auslegung für Kinder bedarf besonderer Sensibilität und Kenntnisse;
  3. Exegetisch gehören zu den koranischen Offenbarungen bestimmte Situationen und zur Auslegung die Kenntnis von Querbezügen, die Kindern nicht einfach und unmittelbar zugänglich gemacht werden können;
  4. Die historischen Kontexte und Themen sind weit entfernt von den heutigen Lebensrealitäten junger Menschen.

Besonders aufgrund des ersten Punktes ist es eigentlich unsachgemäß von einem ‚Kinderkoran‘ zu reden. Richtiger ist es von ‚Texten und Erzählungen aus dem Koran übertragen für Kinder‘ zu reden oder ähnliche Formulierungen zu wählen. Trotz dieser Schwierigkeiten und Herausforderungen gibt es zwei deutsche Versuche, für Kindern koranische Texte zugänglich zu machen.

5. Erzählungen aus dem Koran für Kinder

Damit die Erzählungen Kinder und Jugendliche ansprechen und ihnen die Botschaft Gottes im Verständnis des Koran nachvollziehbar wird, müssen sie in Bezug zu ihren vertrauten Weltbildern gesetzt und entsprechend transformiert werden.

Traditionell werden religiöse Erzählungen und Prophetengeschichten als tatsächliche Ereignisse wahrgenommen, was bei Kindern viele Fragen aufwirft. Ein Beispiel hierfür ist die Geschichte der Spaltung des Meeres, durch das Mose und seine Gefolgschaft der Verfolgung durch den Pharao entkamen. Diese Erzählung soll Gottes wundersame Unterstützung verdeutlichen, die mit einem natürlichen Ereignis verknüpft ist. Der Bezug zu Wundern, die sogar die Gesetzmäßigkeiten der Natur außer Kraft setzen können, wenn Gott es will, sorgt in der heutigen Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen jedoch leicht für Missverständnisse. Es ist daher notwendig, die Sinnhaftigkeit solcher Erzählungen zu erfassen und sie in eine Form zu bringen, die zum Nachdenken, Diskutieren und Verstehen anregt.

Die Prophetengeschichten dienen der Vermittlung von Vorbildern. Ihr uneingeschränkter Glaube an Gott sowie ihre durch Gehorsam gegenüber göttlichen Geboten geprägte Lebensführung sollen Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Religion eröffnen. Ziel dieser Erzählungen ist es, Menschen zu einer Lebensweise zu erziehen, die sich an Gott orientiert, die eigene Verantwortung im menschlichen Dasein erkennt und aktiv wahrnimmt (→ Ethische Bildung und Erziehung).

Darüber hinaus werden Prophetengeschichten als Instrumente moralischer Orientierung verstanden, da sie ethische Schlussfolgerungen nahelegen und normative Handlungsanweisungen – in Form von Geboten und Verboten – vermitteln, an denen sich Gläubige orientieren sollen. Die sinnvolle und verständliche Transformation der göttlichen Botschaft für Kinder und Jugendliche stellt daher einen zentralen Aspekt innerhalb der Koranexegese dar.

Eine wortgetreue Übersetzung des Korans aus dem Arabischen für Kinder ist kaum realisierbar, da die Ausdrucksvielfalt und semantische Tiefe der arabischen Sprache (→ Sprache) nur schwer adäquat in andere Sprachen übertragen werden kann. Hinzu kommt die besondere stilistische Struktur koranischer Erzählungen, die in der Regel nicht in zusammenhängenden Abschnitten, sondern fragmentarisch über verschiedene Suren verteilt dargestellt sind. Um daraus eine kohärente und kindgerechte Erzählform zu entwickeln, müssen diese Textpassagen zunächst gesammelt, thematisch geordnet und systematisiert werden.

6. Kinderkoran in der deutschen Sprache

Im deutschsprachigen Raum existieren derzeit zwei Koranübertragungen, die sich in besonderer Weise für Kinder eignen und zugleich eine Annäherung an den Koran für interessierte Leserinnen und Leser ermöglichen. Im Jahr 2008 veröffentlichten Lamya Kaddor und Rabeya Müller eine thematisch strukturierte Übertragung ausgewählter Koranstellen, die zentrale Inhalte in verständlicher Sprache erläutert. Die ausgewählten Koranstellen werden sowohl im arabischen Original als auch in deutscher Übersetzung präsentiert. Das Buch enthält kommentierende Beiträge zu den jeweiligen Texten, verfasst aus der Perspektive der Autorinnen. Insgesamt werden zwölf thematische Schwerpunkte behandelt, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln anhand der Koranverse und der dazugehörigen Kommentare erläutert werden. Die arabischen Originaltexte ermöglichen Leserinnen und Lesern mit entsprechenden Sprachkenntnissen, die Inhalte im Wortlaut des Originals nachzuvollziehen. Das Buch enthält zudem Illustrationen, die einen bildhaften Zugang zu den behandelten Themen eröffnen und insbesondere Kindern und Jugendlichen ein besseres Verständnis ermöglichen.

Ein weiterer Ansatz findet sich in dem Werk Was der Koran uns sagt – Für Kinder in einfacher Sprache von Dietrich Steinwede und Hamideh Mohagheghi (→ Sprache, einfache; Sprache, leichte). In dem Buch werden koranische Verse thematisch gebündelt und in einfacher deutscher Sprache wiedergegeben. Es liegt ausschließlich in deutscher Sprache vor und erläutert schwierige arabische Begriffe durch kurze, verständliche Erklärungen. Die erste Auflage erschien als Schulbuch und enthält Illustrationen, die auch im didaktischen Kontext eingesetzt werden können. Die zweite, bildfreie Auflage trägt den Titel Sein sind die schönsten Namen – Texte des Koran in einfacher Sprache.

Beide Werke stellen keine vollständige Übersetzung des gesamten Korans dar, sondern bieten eine thematisch ausgewählte und pädagogisch aufbereitete Annäherung an zentrale Inhalte des Korans für Kinder und Jugendliche.

Die beiden Koranübertragungen stellen ein Novum im Bereich der Koranübersetzungen dar und sind zugleich ein Wagnis. Es ist erfreulich, dass kritische Stimmen bislang nur vereinzelt laut geworden sind. Besonders die Illustrationen werfen Fragen im Hinblick auf das traditionelle Bilderverbot auf – insbesondere dann, wenn die Bücher in direktem Bezug zum Koran stehen. Miniaturdarstellungen von Propheten und Engeln gelten für manche Musliminnen und Muslime als problematisch oder gar unzulässig. Dennoch vertreten die Autorinnen beider Werke die Auffassung, dass gerade bildliche Darstellungen Kindern den Zugang zum Koran erleichtern können. Als göttliche Botschaft soll der Koran alle Menschen ansprechen; daher eröffnet er ausdrücklich Wege der Übertragung, Transformation und Interpretation und ebnet dem tieferen Verständnis so eine Bahn.

Literaturverzeichnis

  • Der Koran, Neu übertragen von Hartmut Bobzin, München 2010.
  • Ghaffar, Zishan, Der historische Muhammad in der islamischen Theologie – zur Kriterienfrage in der Leben-Muhammad-Forschung, Paderborn 2018.
  • Isik Tuba,, Die Bedeutung des Gesandten Muhammad für den islamischen Religionsunterricht – Systematische und historische Reflexion in religionspädagogischer Absicht, Paderborn 2015.
  • Kaddor, Lamya/Müller, Rabeya, Der Koran für Kinder und Erwachsene, München 2008.
  • Karimi Ahmad Milad (Hg.), Die Blumen des Koran oder: Gottes Poesie, Freiburg i. Br. 2015.
  • Khorchide, Mouhanad/von Stosch, Klaus, Der andere Prophet. Jesus im Koran, Freiburg i. Br. 2018.
  • Krausen, Halima/von Braunmühl, Susanne/Gloy, Andreas, 40 Geschichten aus dem Koran. Ein Lesebuch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Stuttgart 2024.
  • Maʿrifat, Muhammad Hadi, Koranische Wissenschaften, Qom 2012.
  • Mohagheghi, Hamideh/Steinwede, Dietrich, Sein sind die schönsten Namen. Texte des Koran in einfacher Sprache, Ostfildern 2011.
  • Mohagheghi, Hamideh/Steinwede, Dietrich, Was der Koran uns sagt. Für Kinder in einfacher Sprache, Ostfildern 2010.
  • Neuwirth, Angelika, Der Koran als Text der Spätantike, Berlin 2010.
  • Schmid, Hansjürg/Renz, Andreas/Ücar, Bülent (Hg.), „Nahe ist dir das Wort…“, Schriftenauslegung in Christentum und Islam, Regensburg 2010.
  • Sinai, Nicolai, Der Koran, Eine Einführung, Stuttgart 2017.
  • Tatari, Muna/von Stosch, Klaus, Prophetin-Jungfrau-Mutter - Maria im Koran, Freiburg i. Br. 2021.

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