Vergebung
(erstellt: Februar 2019)
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Digital Object Identifier: https://doi.org/10.23768/wirelex.Vergebung.200658
Vergebung ermöglicht trotz des empirisch unvermeidbaren Scheiterns von Handlungen und eines unhintergehbaren (über)individuellen Schuldzusammenhangs kontinuierlich menschliche Gemeinschaft. Als Beziehungsbegriff (siehe 1.) betrifft Vergebung alle grundlegenden Relationen menschlichen Lebens: das Selbstverhältnis (Selbstannahme, Identität), das interpersonale Verhältnis (Anerkennung) sowie die Ebene des politisch-gesellschaftlichen Zusammenlebens. Vergebung der Sünden (→ Sünde/Schuld
Kinder und Jugendliche sind mit Vergebung in ihren Lebensbeziehungen vorwiegend im Alltagsmodus des Entschuldigens vertraut. Insofern der konstruktive, identitätsfördernde Umgang mit Schuld(erfahrungen) eine wichtige Entwicklungsaufgabe für Kinder und Jugendliche darstellt, ist die subjektorientierte Vermittlung des lebensdienlichen Potenzials christlich verstandener Vergebung im Horizont von Sündenvergebung eine grundlegende Herausforderung des Religionsunterrichts (siehe 3.).
1. Begriffliche Klärungen
Zwischenmenschliche Vergebung bezieht sich auf Schuld (Scheiber, 2006, 225-229), das heißt auf eine verantwortlich zurechenbare moralische Verletzung im Verhältnis von Personen. Als Prozess der Wiederherstellung symmetrischer moralischer Beziehung schließt Vergebung eine Reihe wechselseitiger Vollzüge von Anerkennung ein (Scheiber, 2006, 219-265): die Anerkennung der moralischen Verletzung (Betroffenheit, Übelnehmen bzw. Reue), die Bereitschaft zur Wiederherstellung der moralischen Beziehung im Sinne wechselseitiger Anerkennung der moralischen Integrität (Vergebungsbereitschaft bzw. Vergebungsbitte) und schließlich die Gewährung bzw. Annahme der Vergebung. Vergebung beruht somit zentral auf der Unterscheidung der Person von ihrem empirisch konkreten So-Sein in der schuldhaften Tat, welche der schuldig gewordenen Person nur durch die vergebende Person als neue Lebensmöglichkeit zugesprochen werden kann. Dieser Moment der Stellvertretung gilt auch für die vergebende Person selbst, die sich durch Vollzug und Annahme der Vergebung in ihrer Integrität als moralische Person anerkannt und von ihrer Opferrolle entbunden sieht.
Als subjektbezogener, personal konstitutiver Vollzug unterscheidet sich Vergebung grundlegend (Scheiber, 2006, 266-272) von der Entschuldigung, welche eine Handlung durch Entschuldigungsgründe gerade als außerhalb der moralischen Beziehung liegend ent-schulden möchte. Auch dem auf Reue verzichtenden duldenden Verzeihen („Schwamm drüber!“) fehlt die (inter)personale Tiefendimension der Vergebung. → Versöhnung
Sünde bezeichnet diejenige machtvolle Grundverfassung menschlicher Existenz (Röm 5, 12-21
2. Theologische Zugänge
2.1. Biblische Grundlagen
2.1.1. Altes Testament
Gegenüber Jahwes alleiniger Vergebungszuständigkeit (Ps 130,3
2.1.2. Neues Testament: Die Proexistenz Jesu
Außerhalb der expliziten, nicht-paulinischen Vergebungsbegrifflichkeit (aphesis – Erlass, Verzicht, Freilassung) ist Vergebung der Sache nach auch durch andere semantische Felder (z.B. charizomai – gnadenvolles Schenken; Metzner, 2004, 1879) repräsentiert (Frankemölle, 2006, 671). Aus der Parallelisierung mit (→ Erlösung
Als Kernthema des Lebens, Handelns und der Verkündigung Jesu in seiner Pro-Existenz wird Jesu direkter Zuspruch von Sündenvergebung (Mk 2,1-12
Mit dem Tod Jesu verbinden Paulus (Röm 3,25
2.2. Systematisch-theologische Zugänge
Durch die theologiegeschichtliche Fokussierung der Vergebungsthematik auf Passion und Kreuzestod Christi (Askani, 2002, 678f.; Hack, 2018, 14f.;36-39) trat die zwischenmenschliche Vergebung in der ethischen wie pastoraltheologischen Theoriebildung beider Konfessionen in den Hintergrund (Müller-Fahrenholz, 1996, 26f.; Bormann, 2014, 221-223). Die im philosophischen Diskurs (siehe 2.2.1.) entfaltete Phänomenologie zwischenmenschlicher Vergebung ist sowohl für die systematisch-theologische Diskussion (siehe 2.2.2. und 2.2.3.) als auch für die religionspädagogische Erschließung (siehe 3.) von Relevanz.
2.2.1. Zur philosophischen Aktualität von Vergebung
Die philosophiegeschichtliche Marginalisierung und Problematisierung der Vergebungsthematik (Bossmeyer/Trappe, 2001, 1020-1025) änderte sich ab Mitte des 20. Jahrhunderts mit der notwendigen Aufarbeitung der historisch-politischen Schuld zweier Weltkriege, insbesondere der Verbrechen des Holocaust; damit verlagerte sich die Thematik zugleich vom religiös-theologischen in den öffentlichen Raum. Hannah Arendt profilierte das Verzeihen als politisch-ethischen Grundbegriff (Arendt, 1960, 231-243) mit den wesentlichen, auch die weitere Diskussion bestimmenden Begriffsmerkmalen (siehe 1.). In der Tradition des angelsächsischen, sprachanalytisch und gefühlstheoretisch geprägten Forgiveness-Diskurs (Kodalle, 2013, 20-22) plädiert gegenwärtig Martha Nussbaum unter Kritik religiös ritualisierter Vergebung für eine Haltung bedingungsloser Liebe und Großzügigkeit (Nussbaum, 2017, 23-27;87-114). Der französische Vergebungsdiskurs (Kodalle, 2013, 43-78) hebt hingegen auf die Unbedingtheitsdimension (Vladimir Jankelevitch), das Paradox (Emmanuel Levinas) und den Ausnahmecharakter (Paul Ricoeur) von Vergebungsakten ab, in denen sich die dialektische Gabe-Struktur des Daseins spiegele. Jacques Derridas Überlegungen (Frettlöh, 2004, 199-203) zum eigentlich Unvergebbaren als dem Gegenstand von Vergebung als der unverfügbaren, „unmöglichen Möglichkeit“, als „Einbruch“ einer „Gabe von oben“, als dem „Messianischen“ (Derrida/Wieviorka, 2000, 14;18; Link-Wieczorek, 2016, 332) sind wie der interdisziplinäre Gabe-Diskurs (Hoffmann/Link-Wieczorek/Mandry, 2016) in hohem Maße theologisch erhellend und anschlussfähig. Dies gilt auch für Klaus-Michael Kodalles interdisziplinäre Philosophie der Verzeihung als „Mitte des Ethos“ (Kodalle, 2013, 10).
2.2.2. Dogmatische Aspekte: Sündenvergebung
Sündenvergebung ist als Mitte des reformatorischen Bekenntnisses zentral in der lutherischen Rechtfertigungslehre formuliert, deren Exklusivpartikel (Sola-Formeln) das Rechtfertigungs- als Vergebungsgeschehen (Jüngel, 1999, 126-220) in konfessionsspezifischer Akzentuierung als einen personal, gleichwohl vollständig passiv (mere passive) erfahrenen Vorgang bestimmen. Die alle Vergebungsvollzüge (siehe 1.) auszeichnende Unterscheidung von Person und Tat wird hier als doppelte Unterscheidung des Sünders (peccator) von seiner Sünde und des Gerechtfertigen (iustus) von seinem guten Handeln gewiss, insofern allein das im Glauben unvertretbar realisierte Gottesverhältnis, so Luther, die Person konstituiert. In der damit verbundenen dialektischen Sicht des Menschen als zugleich empirischem Sünder (simul peccator) und glaubend Gerechtfertigtem (simul iustus) artikuliert sich seine bleibend fundamentale Vergebungsbedürftigkeit im Horizont endlicher, sich gegebener Freiheit. Kritische Rückfragen aus katholischer Sicht betreffen die Mitwirkung des Menschen im Rechtfertigungsprozess, den Zusammenhang von göttlicher und menschlicher Vergebung und die Egalisierung von Opfer und Täter (Menke, 2009, 60).
Vor diesem Hintergrund ist die konfessionelle Akzentsetzung der dogmatischen Bezüge der Vergebungsthematik, auch in der religionsunterrichtlichen Behandlung (siehe 3.), zu berücksichtigen; so im Blick auf das Sündenverständnis (totalisierend bzw. partiell), die unterschiedliche Sicht der Kirche (exklusiver oder exemplarischer Raum der Vergebung), der Sakramente wie der Eschatologie (Allversöhnung oder „doppelter Ausgang“ des Gerichts/Mt 25, 31-46
2.2.3. Ethische Aspekte: Zwischenmenschliche Vergebung
Mit dem Imperativ steter Vergebungsbereitschaft (Mt 18,21
Im Blick auf die unterschiedlich interpretierte (Hack, 2018, 206-224;295-305) Verschränkung von göttlicher und zwischenmenschlicher Vergebung (Vaterunser: Mt 6,12
Die ethische Reflexion interpersonaler Vergebung hat im Blick auf deren zentrale Begriffsmomente (siehe 1.) auch die Schwierigkeiten und Grenzen von Vergebung zu bedenken (Kodalle, 2013, 14-26; Hack 2018, 357-382): die empirische Ungewissheit bezüglich der Aufrichtigkeit von Reue, Vergebungsbitte und gewährter Vergebung; die Unhintergehbarkeit der Opferperspektive; die Intensität der involvierten Gefühle (Zorn, Rache, Ohnmacht, Scham, Selbstüberwindung etc.); die Unterscheidung von Person und Verletzung bzw. Tat; der prozessuale Charakter von Vergebung sowie die Freiheit und Ungeschuldetheit des Vergebungsaktes inklusive der Freiheit zum Nichtvergeben. Dieser außerordentlich prekäre Charakter zwischenmenschlicher Vergebungsvollzüge verweist auf ein „vorlaufendes Verzeihen“ (Kodalle, 2013, 16), auf eine Kraft des Vergebens aus dem Zutrauen in sein Gelingen, theologisch gesprochen: auf die Erfahrung der vergebenden Zuwendung Gottes, welche zwischenmenschliche Vergebung im eschatologischen Vollendungshorizont gleichermaßen motiviert wie entlastet und so grundlegend ermöglicht.
3. Religionspädagogische Perspektiven
3.1. Herausforderungen
Schwierigkeiten der religionspädagogischen Erschließung liegen in dem aufgezeigten, prekären Charakter von interpersonalen Vergebungsvollzügen (siehe 2.2.1 und 2.2.3) und deren vielfältiger, alltagsethischer Verwässerung, verstärkt durch die gegenläufigen Bewegungen einer Entpersonalisierung bzw. Trivialisierung von Schuld einerseits und ihrer Dramatisierung andererseits. Beide Tendenzen lassen sich im Plausibilitätsverlust des christlichen Sündenbegriffs und in einem entsprechenden Relevanzverlust der traditionellen Rede vom gnädigen Gott aufweisen (Lütze, 2015, 67f.). Mit der Vergebungsthematik steht daher die existenzielle Plausibilität und Relevanz eines christlichen Selbstverständnisses unter säkularen Bedingungen zur Diskussion. Kinder- und Jugendtheologie (→ Kindertheologie
3.2. Entwicklungspsychologische Aspekte
Ein stabiles, beziehungs- und konfliktfähiges Selbstwertgefühl, wie es aus der frühkindlichen Erfahrung „gesicherter“ Bindung, bedingungsloser Wertschätzung und einer harmonischen, Freiheit und kritische Auseinandersetzung ermöglichenden Sozialisation entsteht (Kohler-Spiegel, 2013, 24-26; Hobmair, 2013, 311-313;323-325) sowie die Schuldempfinden ermöglichende Gewissensbildung (→ Gewissen und Gewissensbildung
In der Logik der strukturell-kognitiven Theorien religiöser Entwicklung (→ Entwicklungspsychologie
3.3. Empirische Befunde
Die vorliegenden Studien zum soteriologischen Verständnis des Todes Jesu bei Kindern und Jugendlichen (Überblicke bei Zimmermann, 2012a, 239-248;323-398; Pemsel-Maier, 2016, 146-148) zeigen, dass bereits Grundschülerinnen und Grundschüler zu tiefergehenden soteriologischen Deutungen, vor allem im Sinne des lebensweltlich verbürgten Stellvertretungsgedankens in der Lage sind (Pirner, 2008); insbesondere für zehn- bis zwölf-Jährige konnte eine signifikante Verknüpfung von Stellvertretung und Sündenvergebung nachgewiesen werden (Zimmermann, 2012a, 373f.). Demgegenüber konvergieren nahezu alle das Jugendalter betreffende Studien darin, dass Jugendliche den soteriologischen Deutungen des Kreuzestodes vielfach gleichgültig bzw. kritisch bis ablehnend gegenüberstehen; die theologische Tradition häufig nur formelhaft wiedergeben, ohne Anzeichen einer begrifflichen Aneignung oder gar persönlich-existenziellen Relevanz (anders Zimmermann, 2012a, 323-330). Gängige Einwände von Jugendlichen betreffen die Klassifizierung des Menschen als Sünder, die Übertragung individuell verstandener Schuld im Stellvertretungsgedanken sowie die heilsgeschichtliche Sonderstellung des Menschen Jesus (Albrecht, 2008, 38-53), allesamt Einwände aus der Perspektive jugendlichen Strebens nach Autonomie (→ Freiheit
Die zentrale Bedeutung eines domänenspezifischen Vorwissens in einem religionsaffinen Kontext für das Verständnis von (Sünden)Vergebung zeigt Doris Hillers Gespräch mit einer Christenlehregruppe (Hiller, 2008, 168-171). Die Viertklässlerinnen und Viertklässler bestimmen Vergebung klar als ein kommunikatives Beziehungsgeschehen und stellen von sich aus Bezüge zum Handeln Jesu und zu Gott als Subjekt der Vergebung her (Gnade, „Reingewaschenwerden“, Leben, „wieder aufstehen“, „Gott macht alles wieder gut“). Ausgehend von der These, dass alltägliche Erfahrungen mit interpersonaler Vergebung auch die Vorstellung göttlicher (Sünden)Vergebung entscheidend modellieren, erhebt Frank M. Lütze in Gruppengesprächen mit acht- bis elf-jährigen Kindern einer christlichen Pfadfindergruppe deren Vergebungskonzepte, die in erstaunlicher Konsistenz die begrifflichen Merkmale (siehe 1.), aber auch die Grenzen und Schwierigkeiten von Vergebung (siehe 2.2.1. und 2.2.3.) zutage treten lassen, wobei die elf-Jährigen durch Perspektivenwechsel auch die Persistenz von Schuld(folgen) wie die Ambivalenz der Vergebungsvollzügen zugrundeliegenden Gefühle (Lütze, 2015, 72f.;75) zu erkennen vermögen. Als problematisch markiert Lütze die pädagogisch ritualisierte Reduktion von Vergebung als „Ent-Schuldigung“ auf „absichtslos begangene Schuld“ (Lütze, 2015, 79).
Diesen Befund hatte bereits die ältere Studie von Heyen/Zonne mit Blick auf die Entschuldigungskultur von Jugendlichen in niederländischen Sonderschulen erhoben. Die Entpersonalisierung von Vergebungs- als bloßen Ent-Schuldungsprozessen machen Heyen/Zonne an ritualisierten Sprachformen wie „Sorry“ (statt: I´m sorry.), „Entschuldigung“, „Ich entschuldige mich.“ (statt: Ich bitte um Entschuldigung.) fest und verstehen das „Anbieten“ einer Entschuldigung wie die rituell eingeforderte Antwort der Opfer-Person („Ok“, „macht nichts“) als soziale Normen, die möglichst schnell das gesellschaftliche Funktionieren einer Person wieder sicherstellen sollen (Heyen/Zonne, 2009, 62f.). Beide Autorinnen sehen hier eine kategoriale Differenz zum christlichen Verständnis von Schuld und Vergebung im Horizont göttlicher Sündenvergebung.
3.4. Didaktische Zugänge
Gerade aus den kontingenten Gelingensbedingungen zwischenmenschlicher Vergebung kann Vergebung(sbedürftigkeit) für Kinder und Jugendliche als Existenzial und so Religion als Existenzdeutung grundsätzlich didaktisch erschlossen werden. Die dabei erhellende „implizite“ Religiosität und Theologie von Kindern und Jugendlichen (Schlag/Schweitzer, 2011, 179) ist jedoch keineswegs explizit hochzurechnen, insofern ein religiöses Selbstverständnis (Glaube) dadurch nicht begründet wird, sondern stets vorausgesetzt bleibt. Dies gilt analog auch für den Vorschlag einer kind- und jugendgemäßen Reformulierung der Rechtfertigung bzw. der soteriologischen Themenbestände im Horizont des sozialphilosophischen Begriffs der „Anerkennung“ (Meyer-Blanck, 2005; Pirner, 2016, 157-160). Wie die entwicklungspsychologischen (siehe 3.2.) und empirischen Befunde (siehe 3.3.) zeigen, besteht eine zentrale didaktische Herausforderung in der Vermittlung zwischen dem relativ ungebrochenen Kinderglauben und dem vielfach religionskritischen Autonomiestreben Jugendlicher. Dafür bietet sich ein deutungstheoretisches Religionsverständnis (Lauster, 2005) zusammen mit einer konsequent spiralcurricularen Modellierung der komplexen inhaltlichen Voraussetzungen des Themas (Sünden)Vergebung an.
Didaktische Zugänge im Ausgang von alltagsethischen Erfahrungen mit Schuld und Vergebung können konkrete Schulkonflikte (Gewalt, Diebstahl, Beschimpfung) aufgreifen und durch Rollenspiel und Perspektivenwechsel Vergebungsvollzüge in ihren Tiefenstrukturen reflektieren. Insbesondere die sensible Thematik des Mobbing eignet sich für ein solches Vorgehen, da hier die Verletzung der moralischen Integrität unübersehbar ist und so der eigentliche Gegenstand und die Fragilität von Vergebung exemplarisch deutlich werden. Alteritätsdidaktische Erschließungsleistungen durch fiktionale Brechungen bietet die Behandlung literarischer Texte, neben den Klassikern (Fjodor Dostojewski: Schuld und Sühne, 1866; Franz Kafka: Der Prozess,1925; Albert Camus: Der Fall, 1956; Max Frisch: Andorra, 1961) auch durch neuere Kinder- und Jugendbücher (→ Ganzschriften, Kinder- und Jugendliteratur
Im Blick auf die biblischen Zugänge empfehlen sich als Ergänzung zu einer entwicklungspsychologisch modellierten, historisch-kritischen Grundlage aneignende und erfahrungsorientierte Methoden wie beispielsweise kreatives Schreiben, Bibliodrama, das Arbeiten mit Figuren (Zimmermann/Zimmermann, 2013, 463-468;503-515). Zusätzlich zu den unter 2.1. und 2.2.3. aufgeführten biblischen Texten eignen sich zur Erarbeitung der personal-biographischen Dimension von Vergebung die Josephsgeschichte (Gen 37
Aus der kirchlichen Tradition können herangezogen werden die Auslegungen zum Dritten Artikel des Credo und der 5. Vaterunser-Bitte in den (Jugend)Katechismen beider Konfessionen, Kindergebetssammlungen (www.kindergebete.de
Fächerübergreifender Unterricht bietet sich an mit dem Fach Ethik, hinsichtlich des schwierigen Themas transpersonaler Vergebung mit Politik und Geschichte und schließlich im Blick auf vielfältige Prozesse des interreligiösen Lernens (→ Interreligiöses Lernen
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