Konzeptbildung, Theorien, religionsdidaktisch
(erstellt: Februar 2025)
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Digital Object Identifier: https://doi.org/10.23768/wirelex.400044
1. Zur Verortung von „Konzeptbildung“
Die Rede von „Konzepten“ begegnet sowohl in der Alltags- als auch in der Wissenschaftssprache. In beiden Anwendungsfeldern wird laut Duden mit dem Begriff vor allem eine „Idee“ bzw. eine „aus der Wahrnehmung abstrahierte Vorstellung“ oder ein „klar umrissener Plan … für ein Vorhaben“ bezeichnet. Diese semantische Weite bedingt den allgegenwärtigen, jedoch teils mit spezifischen Nuancen verbundenen Begriffsgebrauch – auch im Kontext von Schule, (religiöser) Bildung und (Religions-)Didaktik: So ist bspw. die Rede von Schulkonzepten und pädagogischen Konzepten, von Lehr-Lern-Laboren und hybriden Lehr-Lernformen als didaktischen Konzepten, von Korrelationsdidaktik (→ Korrelation
Wie sich Konzeptbildung in der Religionsdidaktik vollzieht, wird dazu in einem ersten Schritt zunächst in den Kontext allgemeiner religionspädagogischer Wissenschaftstheorie (1.1.) sowie vor allem in den spezifischen Kontext jüngst diskutierter „Forschungsformate“ (1.2.) eingeordnet. Im zweiten Schritt wird genauer herausgearbeitet, welche Signa die hermeneutische Konzeptbildung als eigenes Forschungsformat qualifizieren (2). Welche Kontexte bei der Entwicklung von religionsdidaktischen Konzepten eine Rolle spielen, gilt es im dritten Schritt zu skizzieren (3), um schließlich bleibende Klärungsbedarfe zur religionsdidaktischen Konzeptbildung einzukreisen (4).
1.1. … im Kontext religionspädagogischer Wissenschaftstheorie
Bereits die erste semantische und systematische Verortung hat implizit markiert, dass „Konzeptbildung“ in diesem Artikel nicht anhand eines spezifischen Forschungsprojekts, sondern grundlagentheoretisch behandelt wird. Für Studierende und praktisch arbeitende Religionspädagog/-innen sind Einblicke in diese Metareflexionen relevant, um Entwicklungen der Disziplin (bspw. Subjektorientierung; → Subjekt
Zur Vergewisserung über das Verständnis und Geschäft der Religionspädagogik fokussieren wissenschaftstheoretische Reflexionen vor allem auf die Fragen, was (Gegenstandsbereich), wie (Methoden), womit (Bezugstheorien), wozu (Forschungsziel) und in welchem institutionellen bzw. disziplinären Zusammenhang (enzyklopädische Frage) geforscht wird (Schambeck, 2014; Riegel, 2019). Ferner haben sich teils praktisch-theologische, teils disziplinspezifische Modelle entwickelt, die diese Fragen aufgreifen, um religionsdidaktische Forschungsprozesse (Forschungsmuster) systematisiert zu umreißen. Von solchen Mustern ist zu sprechen, wenn sich religionsdidaktische Theoriebildung bspw. als theologische Deduktion im Sinne einer Anwendungswissenschaft (Nipkow, 1975, 179-182; Heger, 2017, 103-136), als handlungsleitende Theorie-Praxis-Reflexion im Sinne einer Religionspädagogik als → Handlungswissenschaft
Vor dem Hintergrund dieses skizzierten wissenschaftstheoretischen Kontextes lässt sich als erste Verortung festhalten: Religionsdidaktische Konzeptbildung vollzieht sich im Horizont der benannten wissenschaftstheoretischen Fragen sowie implizit oder explizit in Forschungsmustern.
1.2. … im Kontext religionsdidaktischer Forschungsformate
Mit der Veröffentlichung des gleichnamigen Sammelbandes (Bayrhuber u.a., 2012) prägte sich im interdisziplinären Diskurs der Fachdidaktiken mit der Rede von „Formate[n] fachdidaktischer Forschung“ ein weiterer Terminus technicus aus, der in hoher Nähe zu den skizzierten Forschungsmustern sowie den synonymen Begriffen „Forschungssetting“ und „Forschungsdesign“ didaktische Forschung wissenschaftstheoretisch zu beschreiben und zu fundieren sucht. Das strategische Ziel der jüngsten fachübergreifenden Begriffs- und Konzeptetablierung besteht darin, die Domänenspezifik sowie genuine „Entwicklungskomponenten“ im Forschungsprozess auszuweisen (GFD, 2015, 1f.), um fachdidaktische Forschung gegenüber benachbarten Wissenschaften zu profilieren. Das 2015 veröffentliche Strategiepapier der GFD betont ferner, dass die Forschungsformate konzeptionell „über die eingesetzten Forschungsmethoden“ hinausgehen (GFD, 2015, 3). Dies kommt auch in der dichten Definition des Papiers zum Tragen:
„Als ein ‚Format fachdidaktischer Forschung‘ wird die Gesamtheit aller inhaltlichen, methodischen und forschungsorganisatorischen Aspekte bezeichnet, die bei der Planung, Durchführung, Auswertung und Ergebnisverwertung eines fachdidaktischen Forschungsvorhabens beschrieben werden können.“ (GFD, 2015, 2)
Diese und weitere ausrichtende Leitplanken nutzten Martin Rothgangel und Ulrich Riegel in den letzten Jahren, um im „Dialog… zwischen Religionsdidaktik und anderen Fachdidaktiken“ (Riegel/Rothgangel, 2021b, 48) auszuloten, was als → religionsdidaktische Forschungsformate
Zur Bestimmung konkreter Forschungsformate wird der etablierte Pool wissenschaftstheoretischer Fragen (vgl. 1.1.) quasi als Koordinatensystem genutzt: Ein Forschungsformat spannt sich zwischen den Dimensionen des Gegenstandsbereichs, der Bezugstheorie sowie der Methodik auf (vgl. Abb. 1) und erhält – beeinflusst durch kontextuelle Bedingungsfaktoren – sein „Lagemaß“ durch das jeweilige Forschungsziel (Riegel/Rothgangel, 2021b, 56; 2022, 70f; 2022, Abs. 2).

Ihr genuines Profil entwickeln die Formate durch die Wahl der Optionen in den genannten Bereichen (vgl. Abb. 2).
Auf diese Weise ermitteln Riegel und Rothgangel – zwischen ihren Publikationen systematisch und begrifflich leicht nuancierend – sieben spezifisch religionsdidaktische Forschungsformate: Neben der religionsdidaktischen Wissenschaftstheorie, der Forschung zur Eigenart und zu den Rahmungen des Religionsunterrichts, der religionsdidaktischen Akteursforschung, der religionsdidaktischen → Wirksamkeitsforschung
Als zweite Verortung kann demnach festgehalten werden: Religionsdidaktische Konzeptbildung kann auch im Paradigma des religionsdidaktischen Forschungsformats reflektiert werden. Gegenüber den zuvor benannten Optionen (vgl. 1.1.) besteht m.E. ein entscheidender Mehrwert – im Anschluss an Rothgangel und Riegel – darin, dass dieser Zugang präziser vom Prozess der Forschung gedacht wird.
2. Signa religionsdidaktischer Konzeptbildung
Im Folgenden wird religionsdidaktische Konzeptbildung als Forschungsformat verstanden und weiter expliziert.
2.1. Konzeptbildung als Forschungsformat
Ihr genuines Profil erhält Konzeptbildung als Forschungsformat zunächst durch eine Verortung im skizzierten Koordinatensystem (Abb. 2):

- Hinsichtlich des Forschungsgegenstands kann von einer Universalität des Formats gesprochen werden, insofern sich religionsdidaktische Konzeptbildung auf jeden Forschungsgegenstand beziehen und auf jeder Ebene religionsdidaktischer Theoriebildung ansetzen kann (Heger, 2021b, 534f.; Abb. 3).
Als Produkte eines solchen Entwicklungsprozesses können u.a. religionsdidaktische Ansätze (bspw. → Kindertheologie; → konstruktivistischer Religionsunterricht ), Diskussionsbeiträge zur organisatorischen Gestalt des Religionsunterrichts (bspw. Lindner u.a., 2017) oder auch Reflexionen über die Profession von Lehrkräften (Heger, 2021a, 144-150) betrachtet werden.

- Diese inhaltliche Weite bedingt ferner den Rückgriff auf einen potenziell nicht eingeschränkten Reigen von Bezugswissenschaften bzw. Wissensdomänen: So gewinnen bspw. die alteritätsorientierte Korrelationsdidaktik durch den Rekurs auf philosophische Überlegungen (Grümme, 2007, insb. 145-234), die inhaltlich orientierten religionsdidaktischen Konzeptionen durch den Rekurs auf Theologie (bspw. → Bibeldidaktik, Grundfragen
) und eine kritisch-emanzipatorische Ausrichtung religiöser Bildung durch den Rekurs u.a. auf soziologische, pädagogische und politikdidaktische Theorie (Herbst, 2023, 161f.) ihr spezifisches Profil. - Das einende Band, das all diese Vielfalt umspannt, das Forschungsformat entscheidend prägt und mit einer generellen wissenschaftstheoretischen Dimension der Religionspädagogik korrespondiert (Schröder, 2007, 756f; Schröder, 2021, 222), ist ihre primär systematische Methodik (Riegel/Rothgangel, 2020, 12; Rothgangel/Riegel, 2022). Insofern empirische und pragmatische Erkenntnisse auch an verschiedenen Stellen im Forschungsprozess der Konzeptbildung integriert werden können, ist die systematische Methodik allerdings nicht universalistisch zu verstehen.
- Das Ziel des sich aus diesen Signa ergebenden Forschungsformats (vgl. gelbe Ellipsen in Abb. 2) besteht zunächst darin, „Theorien und Modelle religiösen Lehrens und Lernens“ (Riegel/Rothgangel, 2021a, 544) zu entwickeln, „anhand dere[r] ein neuer Blick auf die Unterrichtswirklichkeit und entsprechende Innovationen möglich sind“ (Riegel/Rothgangel, 2021c, 351). Dieser neue, stets an den zeiträumlichen Kontexten religiöser Bildung orientierte Blick leistet ferner einen entscheidenden Beitrag, um in Theorie und Praxis religionsdidaktisches Handeln zu ermöglichen (Abb. 2).
2.2. Konzeptbildung als Hermeneutik
Näher bestimmen lässt sich die religionsdidaktische Konzeptbildung durch die Entfaltung dessen, was unter „systematischer Methodik“ zu verstehen ist. Rothgangel und Riegel sehen diese vor allem durch eine „dezidiert hermeneutische Heuristik“ (→ Forschungsformat, religionsdidaktisches
Das auf das griechische ἑρμηνεύειν (hermeneuein; dt.: „übersetzen“, „auslegen“) zurückgehende Wort → Hermeneutik
Die bleibende Affinität der Religionsdidaktik zur Hermeneutik ergibt sich – auch über das Forschungsformat hinaus – durch die in der Sache religiöser Bildung verankerte Relevanz des „Verstehen lernen[s]“ (Müller/Dierk/Müller-Friese, 2005) – vor allem auf folgenden miteinander verzahnten Ebenen:
Auf der Ebene religiöser Lehr- und Lernprozesse geht es für Lernende um ein Verstehen der religiösen Glaubenstradition(en), eine Deutung des eigenen Lebens (vor diesem Horizont) (Oelkers, 1986; Müller-Friese, 2005, 142-163; Lindner, 2020, 55f.) sowie generell um eine durch (religiöse) Bildung ermöglichte Befähigung zu hermeneutischer Existenzdeutung (Wegenast, 1991, 39-43; Rittelmeyer/Parmentier, 2006, 15). Auf der Ebene religionsdidaktischer Forschung geht es mitunter darum zu verstehen, unter welchen Bedingungen sich die lernenden Subjekte religiös bilden, und darum, wie Lernende heute ihr Leben verstehen sowie (im Kontext religiöser Lehr- und Lernprozesse) deuten (→ Forschungsmethoden, religionspädagogische ). Auf der Ebene religionsdidaktischer Konzeptbildung geht es schließlich darum, Konzepte zu entwickeln, die Religionspädagog/-innen lern- und bildungsrelevante Zusammenhänge von Lebenswelt, Kultur, Religion, Lebensdeutung, Schule etc. besser verstehen lassen und zu Ausgangs- und Zielpunkten religionsdidaktischer Forschung werden. Diese hermeneutisch perspektivierte und konkretisierte Zielperspektive des Forschungsformats (vgl. 2.1.) bringt nicht zuletzt die Passung zwischen Methode, Inhalten und Ziel zum Ausdruck.
Die durch „irreversible Pluralität“ (Landmesser, 2007, 748) gekennzeichnete Geschichte der Hermeneutik bietet über diese Passung hinaus zahlreiche Resonanzoptionen (Kumlehn, 2015, 60-63), die hier nur angedeutet werden und auf alle genannten Ebenen sowie auf weitere religionsdidaktische Felder hin bezogen werden können. So erweist sich Hermeneutik – ähnlich wie für andere Fachdidaktiken und die Pädagogik (Schlömerkemper, 2010, 54-59; Rittelmeyer/Parmentier, 2006) – als geeignetes Mittel für die Religionsdidaktik, insofern …
… sie in ihrer Tradition als Methode zur Erschließung von Texten Instrumente zur Analyse von Texten bereithält (Zwergel, 1995, 12f.; Meyer-Blanck, 2018). … religiöses Lernen aus der Perspektive der Hermeneutik grundlagentheoretisch als Suche nach „Verstehen“ durchdacht werden kann (Müller-Friese, 2005, 142-163) – bspw. im Hinblick auf → Symboldidaktik und → Korrelation (Zwergel, 1995, 17-19). … ihre Intention als universale Verstehenslehre darin besteht, „Bedingungen aufzuklären, unter denen Verstehen geschieht“ (Gadamer, 1990, 300). … es ihr Ziel ist, Subjekte aus ihrer „Selbstentfremdung“ (Grondin, 1994, 76) zu befreien. Als „hermeneutische Anthropologie“ (Niehl, 2015, 81) bereichert sie in dieser Hinsicht religionsdidaktische Theoriebildung in Bezug auf → religiöse Identität oder auch → Biografisches Lernen . … sie ein Verstehen im Horizont der Geschichte ermöglicht und zugleich in der Gegenwart einer Verständigung über die Herausforderungen der Zukunft zuzusteuern sucht (Biehl, 2001, 824). … sie sich als philosophische Hermeneutik weniger als Kunstlehre, sondern vielmehr als „Kritik“ (Habermas, 1985, 331) ausweist (Zwergel, 1995, 14-17; Herbst, 2022, 56f.). … sie auch auf die „Unabschließbarkeit“ (Rittelmeyer/Parmentier, 2006, 18) des Verstehens hin reflektiert (Kumlehn, 2015, 62; 2020a, 122). … sie in Form von Kulturhermeneutik, Phänomenologie oder auch Semiotik bei der Beforschung „gelebter Religion“ hilft (Woppowa, 2018, 9). … sie der (Praktischen) Theologie und Religionsdidaktik mit all ihren Facetten hilft, ihre eigenen Begrifflichkeiten, Theorien und Konzepte im Zu- und Miteinander zwischen Subjekt und Welt, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zwischen Theologie und anderen Wissenschaften, zwischen Sein und Sollen kritisch zu hinterfragen – angefangen beim Verständnis von → Religion (Dressler, 2020, 240-243).
Obwohl diese Resonanzoptionen auch verschiedentlich den Geist historischer Methodik und historischen Erkenntnisinteresses atmen, grenzt sich die hermeneutische Konzeptbildung durch ihren gegenwarts- und zukunftsorientierten Fokus (Klafki, 1975, 131f.) ab. Zugleich deutet sich an diesem Punkt eine Fluidität des Forschungsformats an (siehe unten 3.).
2.3. Konzeptbildung als hermeneutischer Forschungsprozess
Trotz oder gerade wegen dieser selbstverständlichen hermeneutischen Signatur der Religionsdidaktik ist Friedrich Schweitzer weiterhin recht zu geben, der den „hermeneutische[n] Charakter“ Praktischer Theologie selbst als ein „hermeneutische[s] Problem“ bezeichnete (Schweitzer, 1993, 21). Dieses vermeintliche Paradox geht mitunter auf eine signifikante Schieflage zurück: Auf der einen Seite gilt Hermeneutik weiterhin als ein zentraler Ansatz der Religionspädagogik als Wissenschaft (Nipkow, 1975, 182-185; Rothgangel, 2013, 28; Heger, 2017, 28f.; → Forschungsmethoden, religionspädagogische
Orientiert an Wolfang Klafki (1975, 134-153) und in hoher Übereinstimmung mit anderenorts zusammengestellten „methodischen Grundsätzen der hermeneutischen Interpretation“ (Rittelmeyer/Parmentier, 2006, 41-47) bearbeitet Konstantin Lindner dieses Forschungsdesiderat und bestimmt „idealtypische Schritte“ (Lindner, 2020, 59-61), die religionsdidaktischer Konzeptbildung eigen sind und sich wie folgt komprimieren lassen:
Selbstaufklärung der Forschenden über Voreinstellungen gegenüber dem Forschungsgegenstand sowie transparente Kommunikation Überprüfung der Plausibilität des Forschungsgegenstands auf der Grundlage bestehender Fachliteratur Überblick über den Forschungsstand sowie Festlegung der Forschungsfrage Hermeneutischer Gang der Studie mit methodischem Fokus Entfaltung eines religionsdidaktischen Konzepts als Antwort auf die Forschungsfrage Kontextualisierung des entwickelten Konzepts unterrichtspraktische Entfaltungen
Der hermeneutische Forschungsprozess ist somit geprägt von intensiver
Vor diesen Hintergründen bleibt als Zwischenfazit festzuhalten: Wenn sich Forschungsprojekte durch hermeneutische Grundoptionen sowie kritisch-hermeneutische Verfahrensschritte auszeichnen und diese systematisch als Arbeitsgrundlage darlegen, handelt es sich bei hermeneutischer Konzeptbildung nicht nur um ein wissenschaftstheoretisch konzises Forschungsformat, sondern um ein „streng methodisches, überprüfbares Verfahren“ (Klafki, 1975, 153).
2.4. Konzeptbildung als Integrations- und Impulsprozess
Die zurückliegenden Ausführungen haben illustriert, dass religionsdidaktische Konzeptbildung nicht von einem Nullpunkt aus startet: Der hermeneutische Forschungsprozess rekurriert vielmehr auf disziplininterne Theorien, Modelle oder auch Normen und bedient sich (praktisch-)theologischer sowie weiterer interdisziplinärer Erkenntnisse, Begriffe, Modelle und Theorien. Vor diesem Hintergrund lässt sich von religionsdidaktischer Konzeptbildung auch als interdisziplinärem Integrationsprozess sprechen, dem eine „hermeneutische Multiperspektivität“ eignet (Englert, 1995, 162; Heger, 2017, 481-488).
Wie die formulierten Ziele des Forschungsformats bereits angedeutet haben, zielt religionsdidaktische Konzeptbildung ferner auf eine potenzielle Wirksamkeit in Theorie und Praxis, die ebenso zu ihren Signa zählt und sich weiter ausdifferenzieren lässt: Religionsdidaktische Konzeptbildung lässt sich als interner Impulsprozess für die Religionsdidaktik verstehen, wenn …
… (a) erarbeitete Konzepte als Antworten auf eine religionsdidaktische Frage- oder Problemstellung in die religionsdidaktische Theoriebildung einfließen [siehe oben 2.3. (5; 6)]. … (b) Konzepte bzw. Erkenntnisse (als Hypothesen) den Anstoß für einen empirischen Forschungsprozess geben [siehe oben 2.3. (6)] oder aber auch zur Re-Integration empirischer Ergebnisse in die religionsdidaktische Theoriebildung dienen (Weirer, 2004, 22). Darin bewahrheitet sich zugleich die wissenschaftstheoretische Grundüberzeugung, dass Empirie und Hermeneutik nicht als konträre, sondern verschränkte Methodologien bzw. Forschungsparadigmen fungieren (Englert, 2008, 32).
Von externen Impulsprozessen durch die religionsdidaktische Theoriebildung kann gesprochen werden, wenn …
… (c) erarbeitete Konzepte religionsdidaktisches Denken und Handeln in der Praxis bereichern [siehe oben 2.3. (7)]. … (d) ihre Erkenntnisse auch als Frage- oder Aufgabenstellung in die (praktisch-)theologische Forschungs- und Theoriebildung zurückgespielt werden (Heger, 2017, 525-550). Auch wenn dies keine gemeinhin etablierte Praxis darstellt, liegt ein entscheidendes Innovationspotenzial für Theologie und auch Kirche in diesem Sinne darin, den Religionsunterricht als locus theologicus wahr- und auch ernst zu nehmen (Mette/Sellmann, 2012). … (e) ihre Erkenntnisse über (religiöse) Lehr- und Lernprozesse auch in benachbarte Wissenschaftsdisziplinen eingebracht werden.
Während die beschriebenen Integrationsprozesse sowie die internen Impulsprozesse als etablierter Standard religionsdidaktischer Konzeptbildung gelten können, muss in Bezug auf die externen Impulsprozesse von partiell realisierten, weiter zu befördernden Potenzialen gesprochen werden. Zugleich tangieren diese Potenziale auch gewichtige wissenschaftstheoretische und -politische Grundfragen nach der Ausrichtung der gesamten Religionsdidaktik als Wissenschaft.
So stellt sich bspw. die Frage, (zu c) ob religionsdidaktische Konzeptbildung an Qualität durch Distanz oder Nähe zur Praxis gewinnt (Riegel/Rothgangel, 2021c, 356); (zu d) ob die Religionsdidaktik sich weiterhin eher den Bildungswissenschaften nähern oder der Theologie treu bleiben sollte (Heger, 2021b, 528-530); (zu e) welche Entwicklungen die Religionsdidaktik vollziehen könnte und sollte bzw. welche Dialoge (Rothgangel, 2014, vor allem 267-284) zu führen sind, um ihre Ergebnisse erfolgreich(er) interdisziplinär zu kommunizieren.
3. Konzeptbildung und bedingende Faktoren
Religionsdidaktische Konzeptbildung als Forschungsformat vollzieht sich im Spiegel des Dargestellten ausgehend von einer religionsdidaktischen Fragestellung, angelehnt an (inter-)disziplinäre Bezugstheorien, mittels einer primär hermeneutischen Bearbeitung sowie auf mehrere Zielebenen hin ausgerichtet. Konstantin Lindner weist hellsichtig darauf hin, dass sich religionsdidaktische Konzeptbildung nicht allein in diesem Referenzrahmen bewegt, sondern von weiteren bedingenden wissenschaftsinternen Faktoren beeinflusst ist. Der Bamberger Religionsdidaktiker fokussiert bei seiner Darstellung diesbezüglich auf wissenschaftsübergreifende Turns (u.a. aesthetic turn, linguistic turn, cultural turn, digital turn), deren Wirkmacht auf religionsdidaktische Konzeptbildung als evident bezeichnet werden kann (Lindner, 2020, 57-59).
Die weitere Differenzierung des religionsdidaktischen Forschungsformats könnte sich diesen bedingenden Faktoren näher widmen und weitere Interdependenzen analysieren: Hier kann nur angedeutet werden, dass sich dabei u.a. die Beschäftigung mit „fächerübergreifenden Entwicklungsdynamiken von Wissenschaft“ (Stichweh, 2020), die Verzahnung mit religionsdidaktischen Perspektiven (Heger, 2021b, 531-534) die Kontextualisierung mit religionspädagogischen Denkformen (Grümme, 2019, 30-33) oder auch der Rekurs auf eine konstruktivistisch-differenzsensible Hermeneutik (Brieden, 2022, vor allem 430-435) als ertragreich erweisen könnten. Ferner gälte es zu eruieren, ob bzw. inwiefern auch wissenschaftsexterne Faktoren spezifisch religionsdidaktische Theoriebildung beeinflussen (siehe oben 2.1.; Abb. 1).
4. Vom Ende zum Anfang und wieder zurück
Als Resümee lässt sich festhalten: Hermeneutische Konzeptbildung lässt sich als ein prominentes religionsdidaktisches Forschungsformat verstehen und in dieser Logik weiter präzisieren. Die aufgezeigten Vertiefungsoptionen zum Forschungsformat sowie die ins Spiel gebrachten, virulenten wissenschaftstheoretischen Grundsatzfragen weisen zugleich auf ausstehende Klärungsbedarfe hin. Auch wenn die Entfaltung der Hermeneutik als Basis religionsdidaktischer Konzeptbildung zur Erhellung des Forschungsformats beigetragen hat, gilt dieser Befund auch und vielleicht sogar speziell auf diesem Feld. Weiter auszuloten, wie sich hermeneutische Forschungsprozesse in der Religionsdidaktik noch präziser beschreiben lassen, bleibt ein nicht abgegoltenes Desiderat. Vor diesem Hintergrund ist Ulrich Riegel und Martin Rothgangel auch in einem letzten Punkt zuzustimmen: Religionsdidaktische Forschungsformate bestimmt und konturiert zu haben, ist nicht das Ende, sondern der Anfang eines Klärungsprozesses, an dem die gesamte Scientific Community mitwirken könnte und sollte (Riegel/Rothgangel, 2022, 84). Ferner erscheint der Hinweis von Martina Kumlehn zielführend, dabei auch die Verflechtung unterschiedlicher Forschungsformate näher zu analysieren (Kumlehn, 2020b, 158).
Diese Gedanken verweisen abschließend vom partikularen Theoriebereich auf einen universalen Horizont, zeigen die Notwendigkeit an, die individuell geprägten Theorielinien im Kollektiv zu diskursivieren, umgreifen die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Religionsdidaktik, vergegenwärtigen, dass die Theoriebildung über religionsdidaktische Konzeptbildung noch nicht abgeschlossen ist, und erweisen sich dadurch als hermeneutisch grundiert. Somit führen die Darlegungen am Ende zu einem erneuten Anfang, womit deutlich wird: Die hermeneutische Konzeptbildung der Religionsdidaktik bleibt selbst eine wissenschaftstheoretische bzw. hermeneutische Herausforderung.
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Abbildungsverzeichnis
- Abb. 1: Modell religionsdidaktischer Forschung © Ulrich Riegel und Martin Rothgangel; aus: Riegel, Ulrich/Rothgangel, Martin (2021b)
- Abb. 2: Religionsdidaktische Konzeptbildung als Forschungsformat © Johannes Heger
- Abb. 3: Ebenen religionsdidaktischer Theoriebildung © Johannes Heger
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