2. Korinther 1,18-22 | 4. Sonntag im Advent | 21.12.2025
Einführung in den 2. Korintherbrief
Der 2 Kor
1. Verfasser
Paulus ist der einzige ntl. Autor, über den wir genauere Kenntnisse haben. Geboren (vermutlich zwischen 1 und 10 n.Chr.) in Tarsus, ist die Zeit vor seiner Berufung (32/33 v.Chr.) nur in Umrissen erkennbar; über die Zeit bis zum Beginn der selbständigen Mission in Europa (Philippi: 50 n.Chr.) gibt es schon wesentlich mehr Nachrichten, und über die letzten rund 12 Jahre seines Wirkens, d.h. bis zur Hinrichtung in Rom
2. Adressaten
Die im Jahre 51/52 n.Chr. gegründete "ekklesia tou theou" ("Gemeinde Gottes") war in sich keine homogene Einheit, wie bereits aus 1 Kor 1-3
3. Entstehungsort
Ob es ‚den‘ einen Entstehungsort gab, hängt davon ab, ob man den vorliegenden 2 Kor als Brief ansieht, der einheitlich abgefasst und abgeschickt worden ist, oder ob man ihn als eine spätere Kompilation mehrerer ursprünglich eigenständiger Briefe beurteilt. In der Literatur wird unter der Voraussetzung der Einheitlichkeit als Zeit der Spätherbst 55 und als Ort Makedonien, (d.h. eine der dortigen christlichen Gemeinden) genannt. Dies beruht auf den Angaben in 2,12f
4. Wichtige Themen
Die Frage der Briefkompilation:
Ein in der Exegese des 2 Kor bis heute umstrittene Frage ist, ob es sich bei diesem Text um ein einheitlichen Brief handelt, ob er also in der vorliegenden Form abgefasst und als ganzer abgeschickt worden ist, oder ob es sich um eine Zusammenstellung mehrerer ursprünglich einzeln verfasster Briefe handelt. Grund für die Debatte sind massive Schwierigkeiten, die gegen die Einheitlichkeit sprechen:
1. In 2 Kor 7,5-16
2. Auch innerhalb von 1,1-9,15
- Die in 2,12f
begonnene Erzählung von der Reise des Paulus, um Titus zu treffen, wird abrupt unterbrochen und erst in 7,5 fortgesetzt. Dafür gibt es in den übrigen Briefen des Paulus keine Parallele. - In 6,12f
; 7,2-4 (also direkt vor dem Neueinsatz 7,5) findet sich zudem ein Briefschluss, der sich von dem in 7,16 deutlich unterscheidet: Hier, in 6,12f; 7,2-4, wirbt Paulus um das Vertrauen der Gemeinde, das nach 7,15f doch vollständig wiederhergestellt ist. - In Kap 8
und 9 wird zweimal die geplante Kollekte für die Gemeinde in Korinth behandelt. Beide Kapitel sind untereinander unverbunden und haben auch keine Verbindung zu den übrigen Teilen des Briefes. - Schließlich ist 6,14-7,1
ein Fremdkörper, der mit seiner scharfen Abgrenzung nach außen wichtigen Aussagen des 1 Kor widerspricht und häufig für unpaulinisch gehalten wird (so F. Lang, D.-A. Koch, M.M. Mitchell).
Nimmt man ernst, dass hier ganz unterschiedliche Situationen im Verhältnis zwischen dem Apostel und seiner Gemeinde sichtbar werden, ist eine einheitliche Interpretation kaum möglich, auch wenn dies immer wieder versucht wird (so Th. Schmeller). Eine mögliche Rekonstruktion der Briefabfolge (und der Krise zwischen Apostel und Gemeinde) rechnet mit 5 Briefen (so M.M. Mitchell; D.-A. Koch):
- Brief A: „1. Kollektenbrief“ (2 Kor 8
; Mai 54): Paulus versucht die Kollekte für die Gemeinde in Jerusalem (vgl. 1 Kor 16,1-4 ), die in Korinth zwischenzeitlich ins Stocken geraten ist, wieder in Gang zu bringen. Kurz danach hat Paulus neue Nachrichten aus Korinth, die besagen, dass nicht nur die Kollekte, sondern auch sein Apostelamt insgesamt in Frage gestellt wird. Die Reaktion ist: - Brief B: „Apologie“ (2 Kor 2,14-6,13
; 7,2-4 ; Juni 54): Paulus verteidigt sein Verständnis des Apostelamtes in klarem, aber ruhigem Ton. Im August 54 reist Paulus spontan von Ephesus nach Korinth, um direkt die Probleme zu klären („Zwischenbesuch“). Der Besuch endet in einer offenen Konfrontation. Paulus reist ab. Es droht der offene Bruch. Die Reaktion ist: - Brief C: sog. „Tränenbrief“ bzw. „Kampfbrief“ (2 Kor 10,1-13,10
; August 54); Paulus verfasst eine harte Attacke, um die Gemeinde zur Umkehr zu bewegen, und schickt Titus mit diesem Brief nach Korinth.
Die Briefe A/B/C sind von Ephesus aus verfasst. Danach reist Paulus zunächst nach Alexandria Troas, hat dort keine Nachricht von Titus, reist diesem im Winter 54/55 nach Makedonien entgegen (2,12f
- Brief D: „Versöhnungsbrief“ (2 Kor 1,1-2,13
; 7,5-16 ; Frühjahr 55): Paulus klärt letzte offene Fragen und bestätigt seinerseits die Versöhnung. - Brief E: „2. Kollektenbrief“ (2 Kor 9
; April/Mai 55): Die wiederaufgenommene Kollekte soll möglichst bald beendet werden.
Verfasst sind die beiden letzten Briefe in einer Gemeinde in Makedonien (also Philippi, Thessaloniki
5. Inhaltliche Schwerpunkte
Zentrales Thema von „Apologie“ und „Kampfbrief“ ist das Apostelamt, und zwar insbesondere die Schwachheit und das Leiden des Apostels. Dies passt nicht zu dem offensichtlich vielfach erwünschten Bild eines religiösen Heros, der in seiner Person die Überlegenheit der eigenen Botschaft anschaulich werden lässt. Paulus nimmt diese Kritik auf, ohne sich ihr anzupassen. Im Gegenteil: Wenn er der Apostel des Gekreuzigten ist (vgl. 1 Kor 2,2
Literatur:
- Eve-Marie Becker, Schreiben und Verstehen. Paulinische Briefhermeneutik im Zweiten Korintherbrief, NET 4, Tübingen 2002.
- Dietrich-Alex Koch, Geschichte des Urchristentums. Ein Lehrbuch, Göttingen 2. Auflage 2014, 214‒315. 333‒337.
- Margret M. Mitchell, Art. Korintherbriefe, RGG 4. Auflage, Band 4, 2001, 1688–1694.
Kommentare
- Friedrich Lang, Die Briefe an die Korinther, NTD 7, Göttingen 1986.
- Thomas Schmeller, Der zweite Brief an die Korinther. Teilband I. 2 Kor 1,1–7,4, EKK 7/1, Neukirchen-Vluyn/Ostfildern 2010.
- Margaret E. Thrall, The Second Epistle to the Corinthians, Volume I. Introduction and Commentary on II Corinthians I–VII / Volume II. Commentary on Corinthians VIII–XII, ICC, Edinburgh 1994 und 2000.
A) Exegese kompakt: 2.Korinther 1,18-22
Übersetzung
(18) Verlässlich aber (ist) Gott, dass unser Wort an euch nicht ‚Ja‘ und ‚Nein‘ ist. (19) Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns verkündigt wurde, durch mich und Silvanus und Timotheos, war nicht ‚Ja‘ und ‚Nein‘, sondern das ‚Ja‘ ist in ihm geschehen. (20) Denn welche Verheißungen Gottes (es auch gibt), in ihm ist das ‚Ja‘ (erfolgt). Daher geschieht auch durch ihn das Amen für Gott von uns zu (seiner) Ehre. (21) Der uns aber fest macht mit euch für Christus und uns gesalbt hat, (ist) Gott, (22) der uns auch versiegelt hat und uns als Unterpfand den Geist in unsere Herzen gegeben hat.
1. Hinweise zur Übersetzung
V. 21–22 ist ein reiner Nominalsatz, der aus vier Partizipien besteht, jedoch kein finites Verb aufweist. Dabei ist das erste Partizip im Präsens grundsätzlich zeitlos, während die übrigen im Aorist gehalten sind, sich also auf ein zurückliegendes Ereignis beziehen.
V. 22: Die seltene Wendung ἀρραβών τοῦ πνεύματος hat Paulus auch in 2Kor 5,5
2. Kontext
Mit der Wendung „Ja und Nein“ wird die Haltung eines Menschen als widersprüchlich, und damit auch als wenig zuverlässig bezeichnet, eben mal so, mal so. Genau das hat man Paulus in Korinth
3. Historische Einordnung
Der kanonische 2Kor ist, anders als der 1Kor, ein ganz heterogenes Gebilde und besteht aus mehreren unterschiedlichen Teilen. Verständlich wird dieser Befund unter der Voraussetzung, dass hier mehrere ursprünglich selbstständige Briefe zusammengestellt worden sind. Alle stammen von Paulus, und sie sind alle an die gleiche Gemeinde, Korinth, gerichtet. Geschrieben wurden sie im Anschluss an den 1.Kor. Eine klare Struktur ergibt sich, wenn man mit fünf Briefen rechnet, die innerhalb von etwa 12 Monaten verfasst wurden, aber im jetzigen 2Kor nicht in ihrer ursprünglichen Abfolge enthalten sind. Ordnet man diese Briefe zeitlich, so ergibt sich als Reihenfolge:
A | 8,1-24 | „1. Kollektenbrief“ | Mai 54 | Ephesos |
B | 2,14-6,13; 7,2-4 | „Apologie“ | Juni 54 | Ephesos |
C | 10,1-13,10 | „Kampfbrief“ | September 54 | Ephesos |
D | 1,1-2,13; 7,2-4 | „Versöhnungsbrief“ | Anfang 55 | Makedonien |
E | 9,1-15 | „2. Kollektenbrief“ | Mitte 55 | Makedonien |
In dieser Abfolge spiegelt sich eine tiefe Krise zwischen Paulus und der von ihm gegründeten Gemeinde wider, die etwa eineinhalb Jahre, nachdem Paulus von Korinth nach Ephesos gewechselt ist, ihren Anfang genommen hat. Sichtbar wird diese Krise in der „Apologie“ (Brief B): Wanderprediger aus anderen christlichen Gemeinden sind in der Gemeinde in Korinth für längere Zeit zu Gast. Sie vermitteln ein anderes Apostelbild als das, das Paulus selbst vertreten hat. Bei ihnen spielen pneumatische Fähigkeiten, z.B. der Empfang von Erscheinungen und Offenbarungen, eine wichtige Rolle, ebenso eine beachtliche Redekunst. Kurz: Sie verkörpern den Typ eines Wanderpredigers, der auch durch sein äußeres Erscheinungsbild, d.h. seine Präsenz und sein Auftreten, die Überlegenheit der neuen Botschaft glaubwürdig zur Anschauung bringt. Hierin waren diese Wanderprediger Paulus deutlich überlegen (vgl. 2Kor 10,10), was ihren Erfolg in Korinth erklärt.
Die Folge ist, dass jetzt die ‚Befähigung‘ des Paulus in Frage gestellt wird (2,16; 3,5–6). Paulus antwortet darauf nicht mit einer Darstellung seiner rednerischen oder kommunikativen Fähigkeiten, sondern beschreibt seine Beauftragung durch Gott (2,14–4,6) und zugleich die Schwachheit, die er nicht bestreitet, sondern direkt auf seinen Auftrag als Apostel des Gekreuzigten bezieht und von dorther versteht (4,7–12). Dies ist das Zentrum der "Apologie" (2,14‒6,13; 7,2–4), und dieser am Beginn der offenen Krise verfasste Brief lässt sich gut mit dem Slogan ‚The Burden and the Glory‘ charakterisieren. Aus der Sicht des Paulus war damit eigentlich alles gesagt. Außerdem kündigte er an, schneller als ursprünglich geplant persönlich zu kommen. Damit sollte offenbar die positive Wirkung, mit der Paulus rechnete, endgültig gesichert werden.
Die Krise hat jedoch einen anderen Verlauf genommen: Paulus ist überstürzt nach Korinth gereist, was weitere schlechte Nachrichten voraussetzt. Dieser in der Forschung als "Zwischenbesuch" bezeichnete Besuch hat die Krise nicht beenden können, im Gegenteil. Die Einzelheiten werden von Paulus nicht berichtet, aber so viel ist klar: Es ist zu einer Konfrontation gekommen, bei der ein Angehöriger der Gemeinde eine treibende Kraft war. Paulus wurde offenbar angegriffen, hat sich nicht durchsetzen können, sondern eine jämmerliche Figur gemacht. Die übrige Gemeinde hat ihren Gründungsapostel nicht verteidigt, Paulus war isoliert und musste gedemütigt wieder abreisen. Das Fazit wird von ihm selbst im nächsten Brief mit den Worten seiner Kritiker wiedergegeben: Seine Briefe sind gewichtig und stark, aber sein persönliches Auftreten ist jämmerlich und seine Redekunst katastrophal (10,10).
Als Reaktion schrieb Paulus einen harten, kämpferischen Brief (C: 10,1–13,10), in dem er das tut, was er bisher verweigert hat: Er spricht von seinen religiösen ‚Leistungen‘, den Visionen und Offenbarung (12,1–10). Dabei beugt er sich nur scheinbar den Forderungen seiner Kritiker. Er hält es von vornherein für unsinnig, sich so zu brüsten, berichtet auch nicht, was er möglicherweise im ‚Dritten Himmel‘ gehört hat. Er beugt sich also scheinbar den Forderungen der Gegenseite, unterläuft sie jedoch. Paulus kann ihnen also durchaus antworten, aber nicht so, wie sie es gerne hätten.
Allerdings ist das nicht alles: Paulus macht im „Kampfbrief“ deutlich, dass er demnächst zum dritten Mal kommen wird, und er werden die Gemeinde „nicht schonen“. Es droht tatsächlich der endgültige Bruch. Das ist offenbar auch in der Gemeinde erkannt worden. Außerdem zeigt sich in 7,5‒16 im „Versöhnungsbrief“ (1,1‒2,13; 7,5‒16), dass sein Mitarbeiter Titus in Korinth die Wirkung dieses Briefes unterstützt hat, so dass es tatsächlich eine grundsätzliche Umkehr der Gemeinde gegeben hat. Titus hat uch die erlösende Nachricht überbracht. Paulus ist ihm von Ephesos aus über Troas nach Makedonien (also: Philippi, Thessaloniki) entgegengefahren (2,12–13, dann: 7,5–7) und hat so die neue Situation aus erster Hand erfahren. Unmittelbare Folge war der „Versöhnungsbrief“, in dem Paulus von dem beglückenden Zusammentreffen mit Titus berichtet und seinerseits die Versöhnung dankbar annimmt und damit bestätigt. Er kann jetzt wieder sagen: „Ich freue mich, dass ich in jeder Hinsicht Vertrauen in euch habe“ (7,16).
Es geht also um einen echten Neuanfang. Dafür müssen, so Paulus, noch einige Dinge geklärt, bzw. ausgeräumt werden. So erörtert er in 2,5‒11 das Problem, das mit einem bestimmten Mitglied der Gemeinde verbunden ist, der in der Krise Paulus gedemütigt hat. Nach dem Ende der Krise ist er ‒ jedenfalls von der Mehrheit der Gemeinde ‒ gemaßregelt worden. Paulus bittet nun, ihn wieder voll in die Gemeinde aufzunehmen. Ihm ist also an der Wiederherstellung und Förderung der Einheit der Gemeinde gelegen. Ein ebenso wichtiges Thema ist die mehrfache Änderung seiner Reise- und Besuchspläne, die auch ganz wesentlich Korinth betraf. Dies führte dazu, dass seine Ankündigungen und Zusagen als widersprüchlich kritisiert wurden und seine Glaubwürdigkeit als Apostel in Zweifel gezogen werde (ab 1,15). Kern der Antwort des Paulus auf diese Kritik ist 2Kor 1,18‒22, der Predigttext des 4. Advent.
4. Schwerpunkte der Interpretation
Für die Änderung der Reisepläne lassen sich durchaus pragmatische Gründe nennen: Paulus wollte eine Wiederholung des katastrophalen ‚Zwischenbesuchs‘ vermeiden (2,1). Dennoch stellt er eine dezidiert theologische Erörterung voran (1,18–22). Der Grund ist klar erkennbar: Seine Glaubwürdigkeit als berufener Apostel Gottes (vgl. 1,1) steht auf dem Spiel.
Aufschlussreich ist die Struktur des Textes: Die prägnante Gottesaussage am Anfang „Verlässlich ist Gott“ (1,18) ist die Voraussetzung dafür, dass auch das Wort des Paulus nicht widersprüchlich ist. Dem entspricht der Schluss in 1,21–22, in dem ebenfalls ‚Gott‘ allein handelndes Subjekt ist. Es handelt sich um einen breiten Nominalsatz, der aus zweimal zwei Partizipien besteht (βεβαιῶν – χρίσας // σφραγισάμενος – δοὺς). In deren Mitte steht θεός. Gott ist der, der die Glaubwürdigkeit der Verkündigung des Paulus verbürgt (1,18) und vor allem: „fest macht für Christus“ (1,21). Die Verlässlichkeit Gottes konkretisiert sich in dem von Paulus und seinen Mitarbeitern verkündigten Jesus Christus, denn in ihm sind die Verheißungen Gottes Wirklichkeit geworden. Paulus führt das nicht weiter aus. Der Hinweis muss hier genügen. Aber die heilvolle Wirkung des Christusgeschehens ist Grund für das „Amen“
5. Theologische Zielrichtung
Das Schwergewicht liegt auf der Schlussaussage von 1,21f: Zentraler Akteur ist Gott. Er ‚befestigt‘ den Apostel, aber nicht nur ihn, sondern auch die Gemeinde mit ihm, wobei die ‚Befestigung‘ in der gemeinsamen Ausrichtung auf Christus besteht. Dies gilt für die Gegenwart – die drei übrigen Partizipien sind im Vergangenheitstempus gehalten und beziehen sich, wie der Rekurs auf den ‚Geist‘ als Angeld zeigt, auf die Taufe. In ihr wurde der Geist von Gott ‚gegeben‘. Von dieser Gabe kommen die Getauften her und leben auf dieser neuen Grundlage. Dass die verschiedenen Aufgaben und Fähigkeiten dabei gleichwertig sind, hat Paulus bereits in 1Kor 12 nachdrücklich betont. Die Bezeichnung des Geistes als Anzahlung und damit als Unterpfand, in 2Kor 2,21 weist zurück auf 2Kor 5,5 und zeigt, dass die Gemeinde im Modus der Erwartung lebt, im „Glauben, nicht im Schauen“ (5,7).
Literatur
- Becker, E.-M., 2. Korintherbrief, in: Wischmeyer, O. / E.-M. Becker (Hg.), Paulus. Leben – Umwelt – Werk – Briefe, Tübingen, 3. Auflage 32021, 331-367.
- Koch, D.-A., Geschichte des Urchristentums. Ein Lehrbuch, Göttingen 22014, 310–315.
- Mitchell, M.M., Korintherbriefe, RGG4 Band 4/2001, 1688–1694.
- Schmeller,Th., Der zweite Brief an die Korinther, EKK VIII/1, Neukirchen-Vluyn / Ostfildern 2010, 103–111.
B) Praktisch-theologische Resonanzen
1. Persönliche Resonanzen
Es beginnt nicht gerade angenehm: Die „Glaubwürdigkeit in Kritik gezogen“, so wird die Ausgangssituation beschrieben. Kein unbekanntes Phänomen! Als „widersprüchlich“, als unzuverlässig zu gelten – in welcher Beziehung, in welchem Zusammenspiel von Menschen, Gemeinschaften und Teams wird das keine herbe Anfechtung sein? Unter Umständen bedeuten solche Vorwürfe das „Aus“ einer Verbindung. Paulus wird sich dieser heiklen Situation bewusst gewesen sein. Das macht die Kontextanalyse klar: Wer möchte schon mit einer ramponierten Glaubwürdigkeit dastehen? Wer möchte derart enttäuschen? Persönlich kann das einem nur allzu vertraut sein, dass gerade mit der allergrößten Mühe, nicht enttäuschen zu wollen, paradoxerweise genau diese Enttäuschungen bei anderen Menschen entstehen. Paulus würde das allerdings in seiner Situation von sich weisen. Er nimmt für sich in Anspruch, dass seine Entscheidungen nachvollziehbar und einleuchtend sind. Er nimmt für sich in Anspruch, dass er als Apostel des verlässlichen Wortes auch ein Apostel der Verlässlichkeit ist.
Wo allerdings die eigene Glaubwürdigkeit ramponiert worden ist, drängt es die in Frage Gestellten zur Apologie. Wer sich angegriffen fühlt, muss eine Antwortstrategie entwickeln. Paulus hat eine zerrüttete Situation vor Augen. Es ist kaum möglich, damalige Streitpunkte in ihrem Gewicht zu ermessen. Mit dem historischen Abstand lassen sich Gründe und Anlässe für die Massivität der Krise nur vorsichtig beurteilen. Trotz der Distanz lässt sich aber annähernd vorstellen, wie schmerzhaft es sein kann, wenn wechselseitige Enttäuschungen zur Dauerkrise zu werden drohen. Wie viel zerschnittenes Tischtuch kann da noch geflickt werden? Wie oft glaubt man sich gegenseitig die Versöhnungsbemühungen? Was für ein Gewicht muss da jedes einzelne Wort bekommen? Ist es falsch oder kommt es gar als opportunes Reden an, scheint alles ruiniert. Allerdings ist es genau das Gewicht der Worte, das beides kann: belasten und befreien. Wie tief die Konflikte über verschobene Reisepläne hinaus gereicht haben, ist letztlich nicht entscheidend. Nicht jeder Zwischenton ist überliefert. Entscheidend ist, wie der Weg des Ausgleichs, eine gemeinsame Wirklichkeit, gefunden werden kann. Versöhnung ist Dienstpflicht des Apostels, hat die Exegese unterstrichen. Entscheidend ist, wie und ob Gemeinde weiter gehen kann.
In der kurzen Passage kann man so etwas wie einen jetzt erst recht erwachten Widerspruchs- und Diskussionsgeist spüren. Dieser Geist intendiert nicht, um jeden Preis Recht zu behalten, sondern jeden Gemeindemenschen zu gewinnen, indem gemeinsamer Grund gesucht wird. Manchmal stellt sich in den paulinischen Briefen ja die Frage, an welchem Punkt der Auseinandersetzung es tatsächlich um die Wirkung des Evangeliums von der befreienden Kraft Gottes in Jesus Christus geht. Und wo geht es dagegen eher um Persönliches, um gekränktes Ego, Machtverlust und Konkurrenz? Auch das: kein unbekanntes Phänomen. Kein Wunder, dass dort, wo sich Gemeinschaft bildet, solche Fragen mitspielen – von Anfang an. Kränkungs- und Konkurrenzfragen werden am besten nicht tabuisiert. Paulus bleibt in dieser heiklen Lage fokussiert. Seine Worte sind keine „mixed messages“, keine Doppelbotschaften. Stattdessen setzt er radikal offen darauf, seine Leserschaft zu orientieren. Er legt offen, dass er auf eine andere, größere Verlässlichkeit setzt und stellt Gott in die Mitte. Es geht nicht ums Ego des Paulus, sondern um Gott. Auch wenn das ein wichtiger Schritt auf die Gemeinde zu ist, Gott ins Zentrum zu stellen, es braucht noch etwas: Paulus bindet sich mit seinem Team, Silvanos und Timotheus, an dieses Zentrum, und verbindet sich darin mit seiner Gemeinde neu: „der uns fest macht mit euch auf Christus hin.“ Paulus liegt daran, sich jenseits jedes Verdachts einer Selbstrechtfertigung mit seiner Gemeinde neu zu verbinden.
2. Thematische Fokussierung: Zwei lohnende Gesichtspunkte
2.1. Die Krise bleibt - ob im Ringen um Glaubwürdigkeit oder im Glauben
„Krisenmodus“ war mal ein Wort des Jahres. In der Perspektive des christlichen Glaubens schreckt die Krise nicht, sollte sie zumindest nicht. Ohne Krise kein Glauben. Es gehört zum Wesen des Glaubens, dass er auch in Krisen führt und mitunter in Anspannung gelebt wird. Der gemeinsame und persönliche Glaube hat sich darüber hinaus auch den Krisen der Zeit, ökologisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich zu stellen. Dass ich getauft, getragen und frei und festgehalten bin, dass mir Gott darauf gewissermaßen Brief und Siegel gegeben hat, gehört zur christlichen Existenz als Christenmenschen.
Auch wenn die paulinischen Sätze dieses Sonntags eine starke Gewissheit atmen, geht der Glaube in seinen verschiedenen biblischen Facetten nicht bloß in Gewissheiten auf. Indem das Vertrauen auf Gottes kommende Welt immer wieder in den Widerspruch gerät zu dem, was in der Welt gesehen, gehört, gefühlt und erlitten wird, kriselt es. Es kriselt, wo Menschen Gottes wahr werdendes Versprechen in dieser Welt bezeugen wollen, aber darin, warum auch immer, scheitern. Es kriselt, wenn Gott den Menschen durch Vertrauensverluste abhanden zu kommen droht. Für Paulus liegt darin kein Schlusspunkt. Was immer von Gott wegziehen oder ablenken möchte, ob Krisen oder das, was Tamara Noort als das Phänomen der „Gottesdemenz“ erzählt, es gehört nicht weggeredet. Und niemand gehört überredet. Darin blüht eine winzige Chance, neuem Kontakt mit Gott etwas zuzutrauen. In einer atmosphärisch reichen adventlichen Zeit lässt sich davon behutsam und persönlich erzählen. So wie im Advent auch Raum ist, Krisen des Lebens und des Glaubenslebens zu "verwörtern" statt zu verschweigen.
2.2. Die Zeichen erinnern und das Amen dazu sprechen – und tun
Zwischen „Glory“ und „Burden“, anders gesagt: zwischen Erwartungen und Enttäuschungen lässt Paulus Glanz und Gewissheit in der Beziehung zu Jesus Christus, zu Gott und Geisteskraft, aufscheinen. Paulus erinnert an berührende und bleibende Zeichen eines göttlichen Ja, worunter sie alle miteinander verbunden sind: Wir sind es doch miteinander – getauft, gesalbt, versiegelt!
Gesalbte – nicht im direkt rituellen Sinne. Aber der Hinweis weckt Bilder von traditionellen Salbungspraktiken, tief zurückreichend in frühe Zeiten. Erinnerungen an Düfte von Olivenöl, gemischt mit Sesam, Myrrhe, Zimt und Harzen werden geweckt – ein Hauch von Luxus und so viel mehr als Körperpflege, als Schutz vor Austrocknung, Insekten oder Krankheiten. Der Salbungshinweis erinnert an die Gesalbten des Herrn, wie etwa Kyros, vielleicht auch an jene Frau, von der überliefert ist, wie sie Jesus gesalbt hatte.
Die Siegel-Erwähnung verweist auf einen nicht anzutastenden Schutz vor Unbefugten. Gott setzt den stärksten Schutz für seine Geschöpfe ein. Ein gebrochenes Siegel dagegen, auf einem Brief etwa, auf dem Weg zum eigentlichen Empfänger, ist ein erheblicher Tatbestand. Siegel brechen darf nur, für wen ein versiegelter Brief bestimmt ist. Versiegelte Türen, die dennoch geöffnet werden, zeigen die Spur der Gewalt. Vom Ja Gottes leben heißt auch, die Kraft der Versiegelung spüren, dieser wirksamen Zugehörigkeit und des Schutzes ohne Wenn und Aber. Es markiert Gottes schützendes Lebens-Ja angesichts meiner Niederlagen und Abbrüche.
Wie zur nochmaligen Bestätigung gibt es dafür ein Garantiezeichen, vergleichbar etwa der Tradition eines getauschten Ringes unter Verlobten. Wo Menschen Gottes Geistkraft spüren, erfahren sie etwas mehr von dieser Garantie: Eine neue Welt des Schalom, der Gerechtigkeit und Güte Gottes fängt an.
Die Erinnerung an die Zeichen der Taufe, der Salbung und auch der Siegelung verdichten, worauf Paulus schaut: Gott bestätigt das Ja zu jedem Menschenkind in dem wirklichen Menschen Jesus Christus. Verbürgt ist das in Zeichen der Geistesgegenwart. Man kann darin auch einen markanten Dreischritt erkennen: „Gott ist der Handelnde, Christus das Ziel, das Pneuma das Mittel des göttlichen Wirkens“ (C. Wolff). Darauf gibt die Gemeinde mit ihrem Amen eine Antwort. Es ist eine Resonanz auf Gottes Verlässlichkeit nicht allein im gesprochenen Wort, sondern auch in allem, was sie tut und lässt.
3. Der Text im Klangraum des Sonntags
Die Adventszeit geht mit diesem letzten Sonntag ihrem Höhepunkt entgegen. In Dunkelheiten werden Inseln des Lichts gebraucht. In Dornwäldern der Gegenwart sehnt man sich nach verbundenen Wunden, damit heilen kann, was schmerzt. Der Sonntag steht umso mehr im Zeichen der Freude darüber, dass sich Gottes Wirken in den Dunkelheiten und Dornwäldern dieser Welt ausbreiten und durchsetzen wird. Wo Gott fehlt, fehlt diese Freude. Ein umso größerer Segen sind dagegen Mitarbeitende der Freude, die genau dieses erleben und weiter teilen: „Zeichen und Wunder“ – blühende Rosen, die sich sehen lassen mit Augen des Glaubens und der Hoffnung. Der 4. Advent kann mit jedem Wort und Ton zur Freude darüber werden, dass Gott zu unserer Welt, im Kleinen wie im Großen, nicht auf Abstand geht, sondern in diese Welt hineingeht. Keine Spur von Angst dabei, sich im Kleinen oder in Details zu verlieren! Das Unscheinbare, vielleicht auch Übersehene, das vermeintlich Private ist Gott nicht zu unscheinbar, um dort den Anfang für etwas Neues zu pflanzen. Gottes Wandlungskraft sucht das von der Welt Abgeschriebene, um gerade damit und darin eine neue Geschichte zu schreiben. Gott sucht noch immer den Kontakt – in jeder noch so kleinen Geste der Barmherzigkeit, im ersten Lebensschrei eines Kindes. Weil Gott diese zerrissene und zerstrittene Welt so sehr angeht, darum geht er auf sie ein. Das ist die „göttliche Blickrichtung“ (Klaus-Peter Hertzsch). Das haben wir mit Brief und Siegel. Das ist mehr als ein „Letter of Intent“, bekannt aus der Geschäfts- und Rechtswelt. Zum 4. Advent gehört darum das Jauchzen (EG 9) als Antwort auf das Seufzen der Welt. Gott wird zusammen mit den Vätern und Müttern des Glaubens, vor allem mit Maria, besungen als nahende Güte, die nicht bedrängt, sondern Gram und Konflikt in Freude verwandeln kann. So eröffnet es der Wochenspruch (Phil 4,4
4.Theologische Aktualisierung
Es sind Tage, an denen mehr Punkte auf den To-do-Listen stehen als den Meisten guttun. Tage, in denen die Einen das Kommende, vielleicht auch die Überforderungen, scheuen. Tage, an denen die Anderen kaum erwarten können zu feiern. Spannungsreich. Je größer Erwartungen gespannt werden, desto heftiger können die Enttäuschungen ausfallen. Auch davor fürchten sich Menschen. In seelsorglichen Kontexten wird gerade jetzt bewegen, wie denn eigentlich die Lasten dieser Zeit zur Lust werden können und wie die lustvollen Momente so wenig wie möglich durch Lasten überdeckt werden. Für Viele ist die Situation alles andere als lustvoll. Die Einen suchen danach resilienter zu werden. Andere ziehen sich zurück. Dritte leiden an der unfreiwilligen Einsamkeit zwischen Dunkelheit und Heimeligkeit der Anderen. Nicht zuletzt drängt sich so viel Ungeordnetes und Unrecht dieser Zeit auf. Diese Signaturen der Gegenwart mit aller adventlichen seelischen Dünnhäutigkeit können zur Sprache gebracht werden. Gegen artikulierte Untergangsdynamiken spricht Gott noch immer. Ein Ja bleibt – kein „Vielleicht“, kein „mal sehen“, kein vorsichtiges „wording“, um nicht zu viel zu versprechen und dann nicht zu enttäuschen. Ein Ja bleibt in der göttlichen Zuwendung und wird zu einem Ja mit Kopf, Hand, Herz und Fuß. Eine Hoffnungslust kann neu geboren werden, die wirkt, je mehr sie glaubwürdig geteilt wird. Hoffnungslust wird neu geboren, wenn das gesprochene und gesungene Amen der Gemeinde auf das Ja Gottes hin zur konkreten, zur warm- und barmherzigen Unternehmung über das eigene Ego hinaus wird.
Trotz aller Kritik sind die Evangelischen Kirchengemeinden in der Zeit des Advents stärker nachgefragt als sonst. Gemeinden werden zu Haltepunkt, Gemeinschaftsort und Trostraum für viele Menschen, die gerade in dieser Zeit alles andere als adventlich erwartungsvoll gestimmt sind. Hohe Erwartungen mitunter im Gottesdienst: Hier werden keine Illusionen oder hohle Versprechen gesucht, sondern ein Raum des Aufatmens, wo ich es für möglich halten kann, dass eine Hoffnung auf Halt und Orientierung nicht ins Leere läuft. Es greift die Sehnsucht Raum, dass in den Dornwald-Momenten Heilendes aufblühen kann. In Worten des Lyrikers Ghayath Almadhoun, derzeit im schwedischen Exil lebend, sehe ich das aufgenommen: „Ich glaube, es gibt ein wenig Hoffnung für ein bisschen Hoffnung, dass es ein wenig Hoffnung gibt.“
In der allgegenwärtigen Vertrauenskrise, angesichts der vielen Momente, in denen Worte mehr dem Taktieren als der Wahrheit zu dienen scheinen, setzt das Paulus-Wort einen Kontrapunkt: Gott spricht noch – ein Ja, auf das man sich verlassen kann. Die Antwort darauf kann ein mit Leben gefülltes, konkret werdendes Amen sein: im Bemühen um diejenigen, die mich brauchen, im Schutz für Verletzliche, im Einsatz für Gerechtigkeit. So kann das Amen der Gemeinde laut und erkennbar werden. Wenn dem eigenen Amen die Kraft fehlt, wird es getragen von der Gemeinschaft der Glaubenden.
5. Anregungen
Es mag riskant sein, zumal das kurze dichte paulinische Wort keinen expliziten Hinweis auf Salbungsrituale gibt: Liturgisch könnten dennoch zu diesem Adventssonntag einmal mehr mit Hilfe von Ölen und Düften die Sinne einbezogen werden. Warum nicht die Kirche auch einmal in einen besonderen Duft hüllen? Warum nicht einen Tropfen der Öle jeweils mit Worten des Zuspruchs weitergeben: Wo es in der Gemeinschaft der Feiernden akzeptiert ist, ein mit Öl in die Hand des Nachbarn gezeichnetes Kreuz als Erinnerung an das Ja Gottes, auf das mit einem Amen geantwortet werden kann. Sich dabei vergegenwärtigen: Gottes Ja hört nie an einer Gemeindegrenze auf.
Vielleicht kann es auch anregen, einen Hauch von Zimt, enthalten in traditionellen Salbungsrezepten, miteinander zu teilen. Der Duft dieser besonderen Zeit soll über Advent und Weihnachten hinaus die Getauften an das Ja Gottes bleibend erinnern. Gesalbt, gesiegelt und verbürgt, daraus wächst adventliche Zuversicht auf dem Weg über die Schwelle hinein in die Tage und Nächte des Weihnachtsfestes.
Literatur
- Fuchs, Ralf-Peter (Hg.): Bibelverkostung. Das Lukasevangelium am Puls der Zeit, Leipzig, 2022, 27–31.
- Wolff, Christian: Der Zweite Brief des Paulus an die Korinther, Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament, 8, Leipzig 22011, 38.
- Almadhoun, Ghayath: Wie die Hoffnung grün wurde, in ders.: Ich habe dir eine abgetrennte Hand gebracht / Prosagedichte von großer Aktualität, Düsseldorf 2025.
- Noort, Tamar: Die Ewigkeit ist ein guter Ort, Hamburg 2022.
Autoren
- Prof. a.D. Dr. Dietrich-Alex Koch (Einführung und Exegese)
- Dr. Christina-Maria Bammel (Praktisch-theologische Resonanzen)
Permanenter Link zum Artikel: https://bibelwissenschaft.de/stichwort/500156
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