Menge-Bibel (MEB)
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I. Kindheitsgeschichte Jesu

(Kap. 1–2)

1. Stammbaum Jesu als des Nachkommen Abrahams und Davids

(vgl. Lk 3,23-38)

11Stammbaum1,1 W.: Buch des Geschlechts (oder: der Abstammung oder: des Ursprungs). Jesu Christi, des Sohnes (= Nachkommen) Davids, des Sohnes (= Nachkommen) Abrahams: 2Abraham war der Vater Isaaks; Isaak der Vater Jakobs; Jakob der Vater Judas und seiner Brüder; 3Juda war der Vater des Phares und des Zara, deren Mutter Thamar war; Phares war der Vater Esroms; Esrom der Vater Arams; 4Aram der Vater Aminadabs; Aminadab der Vater Naassons; Naasson der Vater Salmons; 5Salmon der Vater des Boas, dessen Mutter Rahab war; Boas der Vater Obeds, dessen Mutter Ruth war; Obed war der Vater Isais (oder: Jesses); 6Isai war der Vater des Königs David.

David war der Vater Salomos, dessen Mutter (Bathseba) die Frau Urias gewesen war; 7Salomo war der Vater Rehabeams; Rehabeam der Vater Abias; Abia der Vater Asas; 8Asa der Vater Josaphats; Josaphat der Vater Jorams; Joram der Vater Ussias; 9Ussia der Vater Jothams; Jotham der Vater des Ahas; Ahas der Vater Hiskias; 10Hiskia der Vater Manasses; Manasse der Vater des Amon; Amon der Vater Josias; 11Josia der Vater Jechonjas1,11 Statt Jechonja (= Jojachin) wird Jojakim zu lesen sein (vgl. 1. Chr 3,15-16). und seiner Brüder zur Zeit der Wegführung nach Babylon (oder: der babylonischen Gefangenschaft).

12Nach der babylonischen Gefangenschaft war Jechonja1,12 Statt Jechonja (= Jojachin) wird Jojakim zu lesen sein (vgl. 1. Chr 3,15-16). der Vater Salathiels; Salathiel der Vater Serubabels; 13Serubabel der Vater Abihuds; Abihud der Vater Eljakims; Eljakim der Vater Azors; 14Azor der Vater Sadoks; Sadok der Vater Achims; Achim der Vater Elihuds; 15Elihud der Vater Eleasars; Eleasar der Vater Matthans; Matthan der Vater Jakobs; 16Jakob der Vater Josephs, des Ehemannes der Maria, von welcher Jesus geboren ward, der da Christus (oder: der Messias, d. h. der Gesalbte) genannt wird.

17Man sieht: von Abraham bis David sind es im ganzen vierzehn Geschlechter, von David bis zur babylonischen Gefangenschaft ebenfalls vierzehn Geschlechter, endlich von der babylonischen Gefangenschaft bis auf Christus nochmals vierzehn Geschlechter.

2. Geburt und Name Jesu

(vgl. Lk 1,26–2,20)

18Mit der Geburt Jesu Christi aber verhielt es sich so: Als seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, stellte es sich heraus, noch ehe sie zusammengekommen (= zusammengezogen) waren, daß sie vom heiligen Geist guter Hoffnung war. 19Da faßte Joseph, ihr Verlobter, der ein rechtschaffener1,19 W.: gerechter = rechtbeschaffener (d. h. dem Gesetz und den Propheten treu ergebener), also sittenstrenger Mann. Mann war und sie nicht in üblen Ruf bringen wollte, den Entschluß, sich ohne Aufsehen zu erregen von ihr loszusagen. 20Doch als er sich mit solchen Gedanken trug, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte zu ihm: »Joseph, Sohn (= Nachkomme) Davids, trage keinerlei Bedenken, Maria, deine Verlobte, als Ehefrau zu dir zu nehmen! Denn das von ihr zu erwartende Kind stammt vom heiligen Geist. 21Sie wird Mutter eines Sohnes werden, dem du den Namen Jesus1,21 Jesus, hebr. Jeschua (ältere Form: Jehoschua = Josua), bedeutet »Gott ist Hilfe oder Rettung«, also = Gotthilf. geben sollst; denn er ist es, der sein Volk von ihren Sünden erretten wird.« (Ps 130,8) 22Dies alles ist aber geschehen, damit das Wort erfüllt würde, das der Herr durch den Propheten gesprochen hat, der da sagt (Jes 7,14): 23»Siehe, die Jungfrau wird guter Hoffnung und Mutter eines Sohnes werden, dem man den Namen Immanuel geben wird«, das heißt übersetzt: ›Mit uns ist Gott.‹ – 24Als Joseph dann aus dem Schlaf erwacht war, tat er, wie der Engel des Herrn ihm geboten hatte: er nahm seine Verlobte (als Gattin) zu sich, 25verkehrte aber nicht ehelich mit ihr, bis sie einen Sohn geboren hatte; dem gab er den Namen Jesus.

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3. Weise (Magier) aus dem Morgenlande kommen zum Jesuskinde und huldigen ihm

21Als nun Jesus zu Bethlehem in Judäa in den Tagen (= unter der Regierung) des Königs Herodes geboren war, da kamen Weise2,1 Eig.: Magier, d. h. hochstehende, zum Stande der Gelehrten (besonders der Priester) gehörige, der Sterndeutung kundige Babylonier. aus dem Osten (oder: Morgenlande) nach Jerusalem 2und fragten: »Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben nämlich seinen Stern im Aufgehen (oder: im Osten) gesehen und sind hergekommen, um ihm unsere Huldigung darzubringen.« 3Als der König Herodes das vernahm, erschrak er sehr und ganz Jerusalem mit ihm; 4und er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volks2,4 also die sämtlichen Mitglieder des Hohen Rates. zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo Christus (= der Messias; vgl. 1,16) geboren werden sollte. 5Sie antworteten ihm: »Zu Bethlehem in Judäa; denn so steht bei dem Propheten geschrieben (Mi 5,1): 6›Du, Bethlehem im Lande Judas, du bist durchaus nicht die unbedeutendste unter den Fürstenstädten Judas; denn aus dir wird ein Führer (oder: Fürst) hervorgehen, der mein Volk Israel weiden (= als Hirte leiten) wird.‹« 7Daraufhin berief Herodes die Weisen heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau die Zeit angeben, wann der Stern erschienen wäre; 8dann wies er sie nach Bethlehem und sagte: »Zieht hin und stellt genaue Nachforschungen nach dem Kindlein an; und wenn ihr es gefunden habt, so teilt es mir mit, damit auch ich hingehe und ihm meine Huldigung darbringe.« 9Als sie das vom Könige gehört hatten, machten sie sich auf den Weg; und siehe da, der Stern, den sie im Osten (oder: bei seinem Aufgang) gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er endlich über dem Ort stehen blieb, wo das Kindlein sich befand. 10Als sie den Stern erblickten, wurden sie hoch erfreut. 11Sie traten in das Haus ein und sahen das Kindlein bei seiner Mutter Maria, warfen sich vor ihm nieder und huldigten ihm; alsdann taten sie ihre Schatzbeutel auf und brachten ihm Geschenke dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe. 12Weil sie hierauf im Traume die göttliche Weisung erhielten, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Wege in ihr Heimatland zurück.

4. Verfolgung und Rettung des Jesuskindes

a) Josephs Flucht nach Ägypten

13Als sie nun weggezogen waren, da erschien ein Engel des Herrn dem Joseph im Traume und gebot ihm: »Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten und bleibe so lange dort, bis ich’s dir sage! Denn Herodes geht damit um, nach dem Kindlein suchen zu lassen, um es umzubringen.« 14Da stand Joseph auf, nahm in der Nacht das Kindlein und seine Mutter mit sich und entwich nach Ägypten; 15dort blieb er bis zum Tode des Herodes. So sollte sich das Wort erfüllen, das der Herr durch den Propheten gesprochen hat, der da sagt (Hos 11,1): »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«

b) Der Kindermord des Herodes in Bethlehem

16Als Herodes sich nun von den Weisen hintergangen sah, geriet er in heftigen Zorn; er sandte (Diener) hin und ließ in Bethlehem und dem ganzen Umkreis des Ortes sämtliche Knaben im Alter von zwei und weniger Jahren töten, entsprechend der Zeit, die er sich von den Weisen genau hatte angeben lassen. 17Damals erfüllte sich, was durch den Propheten Jeremia (Jer 31,15) gesagt ist, der spricht: 18»Ein Geschrei hat man in Rama vernommen, lautes Weinen und viel Wehklagen: Rahel weint um ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen, daß sie nicht mehr da sind.«

c) Josephs Rückkehr aus Ägypten und seine Niederlassung in Nazareth

19Als Herodes aber gestorben war, da erschien ein Engel des Herrn dem Joseph in Ägypten im Traum 20und gebot ihm: »Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und ziehe heim ins Land Israel; denn die sind gestorben, die dem Kindlein nach dem Leben getrachtet haben.« (2. Mose 4,19) 21Da stand Joseph auf, nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich und kehrte in das Land Israel zurück. 22Als er aber vernahm, daß Archelaus an Stelle seines Vaters Herodes König über Judäa sei, trug er Bedenken, dorthin zu gehen. Vielmehr begab er sich infolge einer göttlichen Weisung, die er im Traum erhalten hatte, in die Landschaft Galiläa 23und ließ sich dort in einer Stadt namens Nazareth nieder. So ging das Prophetenwort in Erfüllung, daß er den Namen ›Nazarener‹ führen werde.2,23 Im griechischen Text lautet der Name »Nazoräer« (= Nazarener). Übrigens findet sich die angeführte Weissagung in dieser Form nirgends im Alten Testament. Gedacht ist vielleicht an die Stellen Jes 11,1; 53,2.

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