Lutherbibel 1984 (LU84)
7

Von Reinheit und Unreinheit

(Mt 15,1-20)

71Und es versammelten sich bei ihm die Pharisäer und einige von den Schriftgelehrten, die aus Jerusalem gekommen waren. 2Und sie sahen einige seiner Jünger mit unreinen, das heißt: ungewaschenen Händen das Brot essen. 3Denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie nicht die Hände mit einer Handvoll Wasser gewaschen haben, und halten so die Satzungen der Ältesten7,3 Siehe Sach- und Worterklärungen zu »Älteste«.; 4und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben. Und es gibt viele andre Dinge, die sie zu halten angenommen haben, wie:

7,4
Mt 23,25
Trinkgefäße und Krüge und Kessel und Bänke zu waschen. 5Da fragten ihn die Pharisäer und Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach den Satzungen der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen?

6Er aber sprach zu ihnen: Wie fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht (Jes 29,13): »Dies Volk ehrt mich mit den Lippen; aber ihr Herz ist fern von mir. 7Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote.« 8Ihr verlasst Gottes Gebot und haltet der Menschen Satzungen. 9Und er sprach zu ihnen: Wie fein hebt ihr Gottes Gebot auf, damit ihr eure Satzungen aufrichtet! 10Denn Mose hat gesagt (2. Mose 20,12; 21,17): »Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren«, und: »Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.« 11Ihr aber lehrt: Wenn einer zu Vater oder Mutter sagt: Korban7,11 Siehe Sach- und Worterklärungen. – das heißt: Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht –, 12so lasst ihr ihn nichts mehr tun für seinen Vater oder seine Mutter 13und hebt so Gottes Wort auf durch eure Satzungen, die ihr überliefert habt; und dergleichen tut ihr viel.

14Und er rief das Volk wieder zu sich und sprach zu ihnen: Hört mir alle zu und begreift’s! 15Es

7,15
Apg 10,14-15
gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist’s, was den Menschen unrein macht.7,15 Vers 16 findet sich erst in der späteren Überlieferung: »Hat jemand Ohren zu hören, der höre!« (vgl. 4,9.23).

17Und als er von dem Volk ins Haus kam, fragten ihn seine Jünger nach diesem Gleichnis. 18Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverständig? Merkt ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht unrein machen kann? 19Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und kommt heraus in die Grube. Damit erklärte er alle Speisen für rein. 20Und er sprach: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht den Menschen unrein; 21denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus böse Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, 22Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. 23Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und machen den Menschen unrein.

Die Frau aus Syrophönizien

(Mt 15,21-28)

24Und er stand auf und ging von dort in das Gebiet von Tyrus. Und er ging in ein Haus und wollte es niemanden wissen lassen und konnte doch nicht verborgen bleiben, 25sondern alsbald hörte eine Frau von ihm, deren Töchterlein einen unreinen Geist hatte. Und sie kam und fiel nieder zu seinen Füßen 26– die Frau war aber eine Griechin aus Syrophönizien – und bat ihn, dass er den bösen Geist von ihrer Tochter austreibe.

27Jesus aber sprach zu ihr: Lass zuvor die Kinder satt werden; es ist nicht recht, dass man den Kindern das Brot wegnehme und werfe es vor die Hunde. 28Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, Herr; aber doch fressen die Hunde unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder. 29Und er sprach zu ihr: Um dieses Wortes willen geh hin, der böse Geist ist von deiner Tochter ausgefahren. 30Und sie ging hin in ihr Haus und fand das Kind auf dem Bett liegen, und der böse Geist war ausgefahren.

Die Heilung eines Taubstummen

31

7,31-37
Mt 15,29-31
Und als er wieder fortging aus dem Gebiet von Tyrus, kam er durch Sidon an das Galiläische Meer, mitten in das Gebiet der
7,31
Kap
Zehn Städte. 32Und sie brachten zu ihm einen, der taub und stumm war, und baten ihn, dass er die Hand auf ihn lege. 33Und er nahm ihn aus der Menge beiseite und legte ihm die Finger in die Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel und 34sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf! 35Und sogleich taten sich seine Ohren auf und die Fessel seiner Zunge löste sich, und er redete richtig.

36Und er gebot ihnen, sie sollten’s niemandem sagen. Je mehr er’s aber verbot, desto mehr breiteten sie es aus.

7,36
Kap
37Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.

8

Die Speisung der Viertausend

(Mt 15,32-39)

81Zu der Zeit, als wieder eine große Menge da war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus die Jünger zu sich und sprach zu ihnen: 2

8,2-9
Kap
Mich jammert das Volk, denn sie haben nun drei Tage bei mir ausgeharrt und haben nichts zu essen. 3Und wenn ich sie hungrig heimgehen ließe, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn einige sind von ferne gekommen. 4Seine Jünger antworteten ihm: Wie kann sie jemand hier in der Wüste mit Brot sättigen? 5Und er fragte sie: Wie viel Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben.

6Und er gebot dem Volk, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte und brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten, und sie teilten sie unter das Volk aus. 7Und sie hatten auch einige Fische, und er dankte und ließ auch diese austeilen. 8Sie aßen aber und wurden satt und sammelten die übrigen Brocken auf, sieben Körbe voll. 9Und es waren etwa viertausend; und er ließ sie gehen.

Die Zeichenforderung der Pharisäer

(Mt 16,1-4)

10Und alsbald stieg er in das Boot mit seinen Jüngern und kam in die Gegend von Dalmanuta. 11Und die Pharisäer kamen heraus und fingen an, mit ihm zu streiten, versuchten ihn und

8,11
Joh 6,30
forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel. 12Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Was fordert doch dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben werden! 13Und er verließ sie und stieg wieder in das Boot und fuhr hinüber.

Warnung vor den Pharisäern und vor Herodes

(Mt 16,5-12)

14Und sie hatten vergessen, Brot mitzunehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Boot als ein Brot. 15Und er gebot ihnen und sprach: Schaut zu und

8,15
Lk 12,1
seht euch vor vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des
8,15
Kap
Herodes. 16Und sie bedachten hin und her, dass sie kein Brot hätten.

17Und er merkte das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch doch, dass ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht, und begreift ihr noch nicht?

8,17
Kap
Habt ihr noch ein verhärtetes Herz in euch? 18
8,18
Mt 13,1316
Habt Augen und seht nicht, und habt Ohren und hört nicht, und denkt nicht daran: 19Als ich die fünf Brote brach für die fünftausend, wie viel Körbe voll Brocken habt ihr da aufgesammelt? Sie sagten: Zwölf.
8,19
Kap
20Und als ich die sieben brach für die viertausend, wie viel Körbe voll Brocken habt ihr da aufgesammelt? Sie sagten: Sieben.
8,20
21Und er sprach zu ihnen: Begreift ihr denn noch nicht?

Die Heilung eines Blinden

22Und sie kamen nach Betsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, dass er ihn

8,22
Kap
anrühre. 23Und er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus vor das Dorf,
8,23
Joh 9,6
tat Speichel auf seine Augen, legte seine Hände auf ihn und fragte ihn: Siehst du etwas? 24Und er sah auf und sprach: Ich sehe die Menschen, als sähe ich Bäume umhergehen. 25Danach legte er abermals die Hände auf seine Augen. Da sah er deutlich und wurde wieder zurechtgebracht, sodass er alles scharf sehen konnte. 26Und er schickte ihn heim und sprach: Geh nicht hinein in das Dorf!

Das Bekenntnis des Petrus

(Mt 16,13-20; Lk 9,18-21; Joh 6,67-69)

27Und Jesus ging fort mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Wer, sagen die Leute, dass ich sei? 28Sie antworteten ihm: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer; einige sagen, du seist Elia; andere, du seist einer der Propheten.

8,28
Kap
29Und er fragte sie: Ihr aber, wer, sagt ihr, dass ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist der Christus! 30Und er gebot ihnen, dass sie niemandem von ihm sagen sollten.
8,30
Kap

Die erste Ankündigung von Jesu Leiden und Auferstehung

(Mt 16,21-23; Lk 9,22)

31Und er fing an, sie zu lehren: Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.

8,31
Kap
32Und er redete das Wort frei und offen. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihm zu wehren. 33Er aber wandte sich um, sah seine Jünger an und bedrohte Petrus und sprach: Geh weg von mir, Satan! Denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.

Von der Nachfolge

(Mt 16,24-28; Lk 9,23-27)

34Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. 35Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s erhalten.

8,35
Mt 10,39
36Denn was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden? 37Denn was kann der Mensch geben, womit er seine Seele auslöse?

38Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.

8,38
Mt 10,33

9

91Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis sie sehen das Reich Gottes kommen mit Kraft.

Die Verklärung Jesu

(Mt 17,1-13; Lk 9,28-36)

2Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus, Jakobus und Johannes und führte sie auf einen hohen Berg, nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verklärt; 3und seine Kleider wurden hell und sehr weiß, wie sie kein Bleicher auf Erden so weiß machen kann. 4Und es erschien ihnen Elia mit Mose und sie redeten mit Jesus.

5Und Petrus fing an und sprach zu Jesus: Rabbi, hier ist für uns gut sein. Wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine. 6Er wusste aber nicht, was er redete; denn sie waren ganz verstört. 7Und es kam eine Wolke, die überschattete sie. Und eine Stimme geschah aus der Wolke:

9,7
Kap
Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören!

8Und auf einmal, als sie um sich blickten, sahen sie niemand mehr bei sich als Jesus allein. 9Als sie aber vom Berge hinabgingen, gebot ihnen Jesus,

9,9
Kap
dass sie niemandem sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn auferstünde von den Toten. 10Und sie behielten das Wort und befragten sich untereinander: Was ist das, auferstehen von den Toten?

11Und sie fragten ihn und sprachen: Sagen nicht die Schriftgelehrten, dass zuvor Elia kommen muss? 12Er aber sprach zu ihnen: Elia

9,12
Mal 3,23
soll ja zuvor kommen und alles wieder zurechtbringen. Und wie steht dann geschrieben von dem Menschensohn, dass er
9,12
Jes 53,3-5
viel leiden und verachtet werden soll? 13Aber ich sage euch:
9,13
Mt 11,14
Elia ist gekommen und sie haben ihm angetan, was sie wollten, wie
9,13
1. Kön 19,210
von ihm geschrieben steht.

Die Heilung eines besessenen Knaben

(Mt 17,14-20; Lk 9,37-42)

14Und sie kamen zu den Jüngern und sahen eine große Menge um sie herum und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten. 15Und sobald die Menge ihn sah, entsetzten sich alle, liefen herbei und grüßten ihn. 16Und er fragte sie: Was streitet ihr mit ihnen? 17Einer aber aus der Menge antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist9,17 Siehe Sach- und Worterklärungen (»Geister, böse«).. 18Und wo er ihn erwischt, reißt er ihn; und er hat Schaum vor dem Mund und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich habe mit deinen Jüngern geredet, dass sie ihn austreiben sollen, und sie konnten’s nicht. 19Er aber antwortete ihnen und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!

20Und sie brachten ihn zu ihm. Und sogleich, als ihn der Geist sah, riss er ihn. Und er fiel auf die Erde, wälzte sich und hatte Schaum vor dem Mund. 21Und Jesus fragte seinen Vater: Wie lange ist’s, dass ihm das widerfährt? Er sprach: Von Kind auf. 22Und oft hat er ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, dass er ihn umbrächte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns! 23Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst – alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. 24Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

25Als nun Jesus sah, dass das Volk herbeilief, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn hinein! 26Da

9,26
Kap
schrie er und riss ihn sehr und fuhr aus. Und der Knabe lag da wie tot, sodass die Menge sagte: Er ist tot. 27Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf, und er stand auf.

28Und als er heimkam, fragten ihn seine Jünger für sich allein: Warum konnten wir ihn nicht austreiben? 29Und er sprach: Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten.9,29 In der späteren Überlieferung finden sich zusätzlich die Worte: »und Fasten«.

Die zweite Ankündigung von Jesu Leiden und Auferstehung

(Mt 17,22-23; Lk 9,43-45)

30Und sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa; und er wollte nicht, dass es jemand wissen sollte. 31Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: Der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen und sie werden ihn töten; und wenn er getötet ist, so wird er nach drei Tagen auferstehen.

9,31
Kap
32Sie aber
9,32
Lk 18,34
verstanden das Wort nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen.

Der Rangstreit der Jünger

(Mt 18,1-5; Lk 9,46-48)

33Und sie kamen nach Kapernaum. Und als er daheim war, fragte er sie: Was habt ihr auf dem Weg verhandelt? 34Sie aber schwiegen; denn sie hatten auf dem Weg miteinander verhandelt, wer der Größte sei. 35Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen:

9,35
Kap
Wenn jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein von allen und aller Diener. 36Und er nahm ein Kind, stellte es mitten unter sie und herzte es und sprach zu ihnen: 37Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.
9,37
Mt 10,40

Der fremde Wundertäter

(Lk 9,49-50)

38Johannes sprach zu ihm: Meister, wir sahen einen, der trieb böse Geister in deinem Namen aus, und wir verboten’s ihm, weil er uns nicht nachfolgt.

9,38
4. Mose 11,27-28
39Jesus aber sprach: Ihr sollt’s ihm nicht verbieten. Denn
9,39
1. Kor 12,3
niemand, der ein Wunder tut in meinem Namen, kann so bald übel von mir reden. 40Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.
9,40
Mt 12,30
Lk 11,23

41Denn wer euch einen Becher Wasser zu trinken gibt deshalb, weil ihr Christus angehört, wahrlich, ich sage euch: Es wird ihm nicht unvergolten bleiben.

9,41
Mt 10,42

Warnung vor Verführung zum Abfall

(Mt 18,6-9; Lk 17,1-2)

42Und wer einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall verführt, für den wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde.

43Wenn dich aber deine Hand zum Abfall verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht.

9,43
Mt 5,30
45Wenn dich dein Fuß zum Abfall verführt, so haue ihn ab! Es ist besser für dich, dass du lahm zum Leben eingehst, als dass du zwei Füße hast und wirst in die Hölle geworfen.9,45 In der späteren Überlieferung wird als Vers 44 und 46 der Text von Vers 48 eingefügt. 47Wenn dich dein Auge zum Abfall verführt, so wirf’s von dir! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes gehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in die Hölle geworfen,
9,47
Mt 5,29
48wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht verlöscht.
9,48
Jes 66,24

49Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden. 50Das Salz ist gut;

9,50
Mt 5,13
Lk 14,34
wenn aber das Salz nicht mehr salzt, womit wird man’s würzen?
9,50
Kol 4,6
Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!