Lutherbibel 2017 (LU17)
6

Die Wahl der sieben Diakone

61In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der

6,1
Kap
täglichen Versorgung. 2Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und zu Tische dienen. 3Darum, liebe Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die
6,3
1. Tim 3,8-10
einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sind, die wollen wir bestellen zu diesem Dienst. 4Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben.

5Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und

6,5
Kap
Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Proselyten6,5 Siehe Sach- und Worterklärungen. aus Antiochia. 6Diese stellten sie vor die Apostel; die
6,6
Kap
beteten und legten ihnen die Hände auf. 7Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam.
6,7
Kap

Stephanus vor dem Hohen Rat

8Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. 9Da standen einige auf von der Synagoge der Libertiner6,9 Juden, die aus der Sklaverei freigelassen wurden und nun in Jerusalem eine eigene Synagoge (mit griechischer Sprache im Gottesdienst) hatten. und der Kyrenäer und der Alexandriner und einige von denen aus Kilikien und der Provinz Asia und stritten mit Stephanus. 10Doch sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, in dem er redete.

6,10
Lk 21,15

11Da stifteten sie einige Männer an, die sprachen: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und gegen Gott. 12Und sie brachten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, traten herzu und ergriffen ihn und führten ihn vor den Hohen Rat 13und stellten falsche Zeugen auf, die sprachen: Dieser Mensch hört nicht auf, zu reden

6,13
Jer 26,911
gegen diese heilige Stätte und das Gesetz. 14Denn wir haben ihn sagen hören: Dieser Jesus von Nazareth
6,14
Mk 14,58
Lk 21,5-6
Joh 2,19
wird diese Stätte zerstören und die Ordnungen ändern, die uns Mose gegeben hat. 15Und alle, die im Hohen Rat saßen, blickten auf ihn und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.

7

Die Rede des Stephanus

71Da fragte der Hohepriester: Ist das so? 2

7,2
1. Mose 11,27–50,26
Jos 24,32
Er aber sprach: Liebe Brüder und Väter, hört zu. Der Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, als er noch in Mesopotamien war, ehe er in Haran wohnte, 3und sprach zu ihm (1. Mose 12,1): »Geh aus deinem Land und von deiner Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen will.« 4Da ging er aus dem Land der Chaldäer und wohnte in Haran. Und als sein Vater gestorben war, brachte Gott ihn von dort herüber in dies Land, in dem ihr nun wohnt, 5aber er gab ihm kein Erbteil darin, auch nicht einen Fußbreit, und verhieß ihm, er wolle es ihm und seinen Nachkommen zum Besitz geben, obwohl er noch kein Kind hatte. 6Denn so sprach Gott (1. Mose 15,13-14): »Seine Nachkommen werden Fremdlinge sein in einem fremden Lande, und man wird sie knechten und misshandeln
7,6
2. Mose 12,40
vierhundert Jahre lang. 7Aber das Volk, dem sie als Knechte dienen werden, will ich richten«, sprach Gott, »und danach werden sie ausziehen und mir dienen an dieser Stätte.« 8Und er gab ihm den Bund der Beschneidung. Und so zeugte er Isaak und beschnitt ihn am achten Tage, und Isaak den Jakob, und Jakob die zwölf Erzväter.

9Und die Erzväter

7,9
1. Mose 37,11
wurden neidisch auf Josef und verkauften ihn nach Ägypten. Aber Gott war mit ihm 10und errettete ihn aus aller seiner Bedrängnis und gab ihm Gnade und Weisheit vor dem Pharao, dem König von Ägypten; der
7,10
1. Mose 45,9
Ps 105,21
setzte ihn zum Regenten über Ägypten und über sein ganzes Haus. 11Es kam aber eine Hungersnot über ganz Ägypten und Kanaan und eine große Bedrängnis, und unsre Väter fanden keine Nahrung. 12Jakob aber hörte, dass es in Ägypten Getreide gebe, und sandte unsre Väter ein erstes Mal. 13Und beim zweiten Mal gab sich Josef seinen Brüdern zu erkennen; so wurde dem Pharao Josefs Herkunft bekannt. 14Josef aber sandte aus und ließ seinen Vater Jakob holen und seine ganze Verwandtschaft, fünfundsiebzig Menschen. 15Und Jakob zog hinab nach Ägypten und starb, er und unsre Väter; 16und sie wurden nach Sichem herübergebracht und in das Grab gelegt, das Abraham für Geld gekauft hatte von den Söhnen Hamors in Sichem.

17

7,17
2. Mose 1,6–3,22
Als nun die Zeit der Verheißung nahte, die Gott dem Abraham zugesagt hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in Ägypten, 18bis ein andrer König in Ägypten aufkam, der nichts wusste von Josef. 19Er ging mit Hinterlist vor gegen unser Volk und misshandelte unsre Väter und ließ ihre neugeborenen Kinder aussetzen, damit sie nicht am Leben blieben. 20Zu der Zeit wurde Mose geboren, und er war ein schönes Kind vor Gott und wurde drei Monate ernährt im Hause seines Vaters. 21Als er aber ausgesetzt wurde, nahm ihn die Tochter des Pharao auf und zog ihn auf als ihren Sohn. 22Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter gelehrt und war mächtig in Worten und Werken.

23Als er aber vierzig Jahre alt wurde, gedachte er, nach seinen Brüdern, den Israeliten, zu sehen. 24Und sah einen Unrecht leiden; da stand er ihm bei und rächte den, dem Leid geschah, und erschlug den Ägypter. 25Er meinte aber, seine Brüder sollten’s verstehen, dass Gott durch seine Hand ihnen Rettung bringe; aber sie verstanden’s nicht. 26Und am nächsten Tag kam er zu ihnen, als sie miteinander stritten, und ermahnte sie, Frieden zu halten, und sprach: Ihr Männer, ihr seid doch Brüder; warum tut einer dem andern Unrecht? 27Der aber seinem Nächsten Unrecht getan hatte, stieß ihn von sich und sprach (2. Mose 2,14): »Wer hat dich zum Aufseher und Richter über uns gesetzt? 28Willst du mich auch töten, wie du gestern den Ägypter getötet hast?« 29Mose aber floh wegen dieser Rede und lebte als Fremdling im Lande Midian; dort

7,29
2. Mose 18,3-4
zeugte er zwei Söhne.

30Als vierzig Jahre vergangen waren, erschien ihm in der Wüste am Berge Sinai ein Engel in einer Feuerflamme im Dornbusch. 31Da Mose das sah, wunderte er sich über die Erscheinung. Als er aber hinzuging zu schauen, geschah die Stimme des Herrn zu ihm (2. Mose 3,5-10): 32»Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs.« Mose aber fing an zu zittern und wagte nicht hinzuschauen. 33Da sprach der Herr zu ihm: »Zieh die Schuhe aus von deinen Füßen; denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiliges Land! 34Ich habe gesehen das Leiden meines Volkes, das in Ägypten ist, und habe sein Seufzen gehört und bin herabgekommen, es zu erretten. Und nun komm her, ich will dich nach Ägypten senden.« 35Diesen Mose, den sie verleugnet hatten, als sie sprachen: »Wer hat dich als Aufseher und Richter eingesetzt?«, den sandte Gott als Anführer und Befreier durch den Engel, der ihm im Dornbusch erschienen war. 36Dieser Mose führte sie heraus und tat Wunder und Zeichen

7,36
2. Mose 7,10
in Ägypten,
7,36
2. Mose 14,21
im Roten Meer und
7,36
4. Mose 14,33
in der Wüste vierzig Jahre lang. 37Dies ist der Mose, der zu den Israeliten gesagt hat (5. Mose 18,15): »Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern.«
7,37
Kap
38Dieser ist’s, der in der Gemeinde in der Wüste stand zwischen dem Engel, der mit ihm redete
7,38
2. Mose 19,16-25
20,18-21
31,18
auf dem Berge Sinai, und unsern Vätern.
7,38
5. Mose 9,10
Er empfing Worte des Lebens, um sie uns weiterzugeben.

39Ihm wollten unsre Väter nicht gehorsam werden, sondern sie stießen ihn von sich und wandten sich in ihrem Herzen wieder Ägypten zu 40und sprachen zu Aaron (2. Mose 32,1): »Mache uns Götter, die vor uns hergehen; denn wir wissen nicht, was diesem Mose, der uns aus dem Lande Ägypten geführt hat, widerfahren ist.« 41Und sie machten zu der Zeit ein Kalb und opferten dem Götzenbild und freuten sich über das Werk ihrer Hände. 42Aber Gott wandte sich ab und gab sie dahin, sodass sie dem Heer des Himmels dienten, wie geschrieben steht im Buch der Propheten (Am 5,25-27): »Habt ihr vom Hause Israel die vierzig Jahre in der Wüste mir Schlachtopfer und Gaben dargebracht? 43Ihr trugt das Zelt Molochs umher und den Stern eures Gottes Räfan, die Bilder, die ihr gemacht hattet, sie anzubeten. Und ich will euch wegführen bis über Babylon hinaus.«

44Es hatten unsre Väter die Stiftshütte in der Wüste, wie der es angeordnet hatte, der zu Mose redete,

7,44
2. Mose 25,9
dass er sie machen sollte nach dem Vorbild, das er gesehen hatte. 45Diese übernahmen unsre Väter und
7,45
Jos 3,14
18,1
brachten sie mit, als sie unter Josua das Land der Völker in Besitz nahmen, die Gott vertrieb vor dem Angesicht unsrer Väter, bis zur Zeit Davids. 46Der fand Gnade bei Gott und bat darum,
7,46
2. Sam 7,1-16
Ps 132,3-5
dass er eine heilige Stätte finden möge für das Haus Jakob. 47Salomo aber baute ihm ein Haus.
7,47
1. Kön 6,1-38

48Aber der Höchste

7,48
Kap
wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht (Jes 66,1-2): 49»Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße; was wollt ihr mir denn für ein Haus bauen«, spricht der Herr, »oder was ist die Stätte meiner Ruhe? 50Hat nicht meine Hand das alles gemacht?«

51Ihr,

7,51
2. Mose 32,9
halsstarrig und
7,51
3. Mose 26,41
Röm 2,28-29
unbeschnitten an Herzen und Ohren, ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Väter, so auch ihr. 52Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und
7,52
Lk 11,47
sie haben getötet, die zuvor verkündigten das Kommen des Gerechten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid. 53Ihr habt
7,53
2. Mose 20,1-21
5. Mose 5,1-22
das Gesetz empfangen
7,53
Gal 3,19
Hebr 2,2
durch Weisung von Engeln und habt’s nicht gehalten.

Der Tod des Stephanus

54Als

7,54
Kap
sie das hörten, ging’s ihnen durchs Herz und sie knirschten mit den Zähnen über ihn. 55Er aber, voll Heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes 56und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und
7,56
Lk 22,69
den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. 57Sie schrien aber laut und hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein, 58stießen ihn zur Stadt hinaus und
7,58
3. Mose 24,16
steinigten ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes, der hieß
7,58
Kap
Saulus, 59und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach:
7,59
Ps 31,6
Lk 23,46
Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! 60Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr,
7,60
Lk 23,34
rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er.

8

81Saulus aber

8,1
Kap
hatte Gefallen an seinem Tode.

Die Verfolgung der Gemeinde in Jerusalem

Es erhob sich aber an diesem Tag eine große Verfolgung über die Gemeinde in Jerusalem; da

8,1
Kap
zerstreuten sich alle übers Land, über Judäa und Samarien, nur die Apostel nicht. 2Es bestatteten aber den Stephanus gottesfürchtige Männer und hielten eine große Klage über ihn. 3Saulus aber suchte die Gemeinde zu zerstören, ging von Haus zu Haus, schleppte Männer und Frauen fort und ließ sie ins Gefängnis werfen.
8,3
Kap

Philippus in Samarien

4Die nun zerstreut worden waren, zogen umher und predigten das Wort. 5

8,5
Kap
Philippus aber kam hinab in die Stadt Samariens und verkündigte ihnen Christus. 6Und das Volk neigte einmütig dem zu, was Philippus sagte, als sie ihm zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. 7Denn
8,7
Kap
die unreinen Geister fuhren aus vielen Besessenen aus mit großem Geschrei, auch viele Gelähmte und Verkrüppelte wurden gesund gemacht; 8und es kam große Freude auf in jener Stadt.

9Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in der Stadt Zauberei trieb und das Volk von Samarien in seinen Bann zog, weil er vorgab, er wäre etwas Großes. 10Und alle hingen ihm an, Klein und Groß, und sprachen: Dieser ist die Kraft Gottes, die die Große genannt wird. 11Sie hingen ihm aber an, weil er sie lange Zeit mit seiner Zauberei in seinen Bann gezogen hatte. 12Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen. 13Da wurde auch Simon gläubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er die Zeichen und mächtigen Taten sah, die geschahen, geriet er außer sich vor Staunen.

14Als aber die Apostel in Jerusalem hörten, dass

8,14
Kap
Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes. 15Die kamen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen. 16Denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus. 17Da legten sie die Hände auf sie und sie empfingen den Heiligen Geist.

18Als aber Simon sah, dass der Geist gegeben wurde, wenn die Apostel die Hände auflegten, bot er ihnen Geld an 19und sprach: Gebt auch mir diese Macht, dass jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfange. 20Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst,

8,20
Mt 10,8
Gottes Gabe werde durch Geld erlangt. 21Du hast weder Anteil noch Anrecht an dieser Sache; denn dein Herz ist nicht rechtschaffen vor Gott. 22Darum tu Buße für diese deine Bosheit und bitte den Herrn, ob dir vergeben werden möge das Trachten deines Herzens. 23Denn ich sehe, dass du voll bitterer Galle bist und verstrickt in Ungerechtigkeit. 24Da antwortete Simon und sprach: Bittet ihr den Herrn für mich, dass nichts von dem über mich komme, was ihr gesagt habt.

25Als sie nun das Wort des Herrn bezeugt und geredet hatten, kehrten sie wieder um nach Jerusalem und predigten das Evangelium in vielen Dörfern Samarias.

Der Kämmerer aus Äthiopien

26Aber der Engel des Herrn redete zu

8,26
Kap
Philippus und sprach: Steh auf und geh nach Süden auf die Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt und öde ist. 27Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Äthiopien, ein Kämmerer8,27 Andere Übersetzung: »Eunuch«. und Mächtiger am Hof der Kandake8,27 Titel der Königinnen von Äthiopien (Kusch)., der Königin von Äthiopien, ihr Schatzmeister, war
8,27
Jes 56,6-7
nach Jerusalem gekommen, um anzubeten. 28Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja.

29Der Geist aber sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen! 30Da lief Philippus hin und hörte, dass er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst du auch, was du liest? 31Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32Die Stelle aber der Schrift, die er las, war diese (Jes 53,7-8): »Wie ein Schaf, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer verstummt, so tut er seinen Mund nicht auf. 33In seiner Erniedrigung wurde sein Urteil aufgehoben. Wer kann seine Nachkommen aufzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.« 34Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet das, von sich selber oder von jemand anderem? 35Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Schriftwort an und predigte ihm das Evangelium von Jesus.

36Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert’s, dass ich mich taufen lasse?8,36 Vers 37 findet sich nur in einigen Handschriften: »Philippus aber sprach: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so kann es geschehen. Er aber antwortete und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist.« 38Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. 39Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen,

8,39
1. Kön 18,12
entrückte der Geist des Herrn den Philippus und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich. 40Philippus aber fand sich in Aschdod wieder und zog umher und predigte in allen Städten das Evangelium, bis er nach
8,40
Kap
Cäsarea kam.