Gute Nachricht Bibel (GNB)
5

51Als Jesus die Menschenmenge sah, stieg er auf einen Berg5,1 Wörtlich auf den Berg; siehe Sacherklärung »Berg«. und setzte sich. Seine Jünger traten zu ihm.

5,1
14,23
15,29
17,1
28,16
2aDann begann er zu reden und lehrte sie, was Gott jetzt von seinem Volk verlangt.5,2a was Gott jetzt ...: verdeutlichender Zusatz.

Wer sich freuen darf ... (Die Seligpreisungen)

(Lk 6,20-23)

2bEr sagte:

3»Freuen dürfen sich alle,

die nur noch von Gott etwas erwarten5,3 die nur noch ...: wörtlich die Armen in Bezug auf den Geist; siehe Sacherklärung »Seligpreisungen«.

mit Gott werden sie leben in seiner neuen Welt.5,3 Mit Gott ...: wörtlich Ihrer ist die Herrschaft der Himmel; ebenso in Vers 10.

5,3
Jes 57,15
61,1

4Freuen dürfen sich alle,

die unter dieser heillosen Welt leiden5,4 die unter ...: wörtlich die Trauernden; siehe Sacherklärung »Seligpreisungen«.

Gott wird ihrem Leid ein Ende machen.

5,4
Ps 126,5

5Freuen dürfen sich alle,

die unterdrückt sind und auf Gewalt verzichten –

Gott wird ihnen die Erde zum Besitz geben.

5,5
Mt 21,5
Ps 37,8-11

6Freuen dürfen sich alle,

die danach hungern und dürsten,

dass sich auf der Erde Gottes gerechter Wille durchsetzt –

Gott wird ihren Hunger und Durst stillen.

7Freuen dürfen sich alle,

die barmherzig sind –

Gott wird auch mit ihnen barmherzig sein.

5,7
18,33
25,35-46
Jak 2,13

8Freuen dürfen sich alle,

die im Herzen rein sind –

sie werden Gott sehen.

5,8
Ps 24,3-5

9Freuen dürfen sich alle,

die Frieden stiften –

Gott wird sie als seine Söhne und Töchter5,9 Wörtlich Söhne; siehe die Sacherklärung. annehmen.

5,9
Hebr 12,14

10Freuen dürfen sich alle,

die verfolgt werden, weil sie tun, was Gott will5,10 weil sie tun ...: wörtlich um der Gerechtigkeit willen.

mit Gott werden sie leben in seiner neuen Welt.

5,10
1 Petr 3,14

11Freuen dürft ihr euch, wenn sie euch beschimpfen und verfolgen und verleumden, weil ihr zu mir gehört.
5,11
Lk 6,22
12Freut euch und jubelt, denn bei Gott erwartet euch reicher Lohn. So haben sie die Propheten vor euch auch schon behandelt.«
5,12
2 Chr 36,16
Mt 23,30-31
Lk 11,47-49
13,34
Apg 7,52
1 Thess 2,15
Jak 5,10

Die Aufgabe der Jünger

(Lk 14,34-35; 11,33)

13»Ihr seid das Salz für die Welt. Wenn aber das Salz seine Kraft verliert, wodurch kann es sie wiederbekommen? Es ist zu nichts mehr zu gebrauchen. Es wird weggeworfen und die Menschen zertreten es.

5,13
Mk 9,50

14Ihr seid das Licht für die Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

5,14
Joh 8,12
15Auch zündet niemand eine Lampe an, um sie dann unter einen Topf zu stellen. Im Gegenteil, man stellt sie auf den Lampenständer, damit sie allen im Haus Licht gibt.
5,15
Mk 4,21
16Genauso muss auch euer Licht vor den Menschen leuchten: Sie sollen eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.«
5,16
Eph 5,8-9
Phil 2,15
1 Petr 2,12

Den Willen Gottes im Gesetz ganz ernst nehmen ...

(Lk 16,17)

17»Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Weisungen der Propheten außer Kraft zu setzen. Ich bin nicht gekommen, um sie außer Kraft zu setzen, sondern um sie zu erfüllen und ihnen volle Geltung zu verschaffen.

5,17
3,15
7,12
22,40
Röm 3,31

18Ich versichere euch: Solange Himmel und Erde bestehen, wird kein i-Punkt und kein Komma im Gesetz gestrichen. Das ganze Gesetz muss erfüllt werden.

5,18-19
Jak 2,10
19Wer also ein noch so unbedeutendes Gebot für ungültig erklärt und die Menschen in diesem Sinne lehrt, wird in der neuen Welt Gottes5,19 Wörtlich in der Königsherrschaft der Himmel; entsprechend in Vers 20. den letzten Platz einnehmen. Wer es aber befolgt und andere dazu anhält, wird in der neuen Welt Gottes hoch geachtet sein.

20Ich sage euch: Ihr werdet niemals in Gottes neue Welt kommen, wenn ihr seinen Willen nicht besser erfüllt als die Gesetzeslehrer und Pharisäer.«

... beim Gebot, nicht zu morden

21»Ihr wisst, dass unseren Vorfahren gesagt worden ist: ›Du sollst nicht morden! Wer einen Mord begeht, soll vor Gericht gestellt werden.‹

5,21
zit

22Ich aber sage euch: Schon wer auf seinen Bruder oder seine Schwester5,22 seinen Bruder oder seine Schwester: In diesem und im folgenden Vers ist wörtlich jeweils nur von Bruder die Rede; siehe Sacherklärung »Bruder«. zornig ist, gehört vor Gericht. Wer zu seinem Bruder oder seiner Schwester sagt: ›Du Idiot‹, gehört vor das oberste Gericht. Und wer zu seinem Bruder oder seiner Schwester sagt: ›Geh zum Teufel‹, gehört ins Feuer der Hölle.

5,22
1 Joh 3,15

23Wenn du zum Altar gehst, um Gott deine Gabe zu bringen, und dort fällt dir ein, dass dein Bruder oder deine Schwester etwas gegen dich hat, 24dann lass deine Gabe vor dem Altar liegen, geh zuerst hin und söhne dich aus. Danach komm und bring Gott dein Opfer.

5,24
6,14-15

25Einige dich mit deinem Gläubiger rechtzeitig, solange du noch mit ihm auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird er dich dem Richter ausliefern und der wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, damit er dich ins Gefängnis steckt.

5,25-26
Lk 12,58-59
26Ich versichere dir: Dort kommst du erst wieder heraus, wenn du deine Schuld bis auf den letzten Pfennig bezahlt hast.«
5,26
18,34

... beim Gebot, die Ehe nicht zu brechen

(Lk 16,18)

27»Ihr wisst, dass es heißt: ›Du sollst nicht die Ehe brechen!‹5,27 Siehe Sacherklärung »Ehebruch«.

5,27
zit
28Ich aber sage euch: Wer die Frau eines anderen begehrlich ansieht, hat in seinem Herzen schon die Ehe mit ihr gebrochen.
5,28
Ijob 31,1
2 Petr 2,14

29Wenn dich dein rechtes Auge zur Sünde verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Es ist besser für dich, du verlierst eines deiner Glieder, als dass du ganz in die Hölle geworfen wirst.

5,29-30
Mk 9,43-47
30Und wenn dich deine rechte Hand zur Sünde verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Es ist besser für dich, du verlierst eines deiner Glieder, als dass du ganz in die Hölle kommst.

31Bisher hieß es: ›Wer sich von seiner Frau trennen will, muss ihr eine Scheidungsurkunde ausstellen.‹

5,31
nach

32Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau trennt, außer sie hat ihrerseits die Ehe gebrochen,5,32 außer sie hat ...: wörtlich abgesehen von einer Unzuchtssache; siehe Sacherklärung »Unzuchtsklausel«. der treibt sie in den Ehebruch. Und wer eine Geschiedene heiratet, wird zum Ehebrecher.«

5,32
19,91 Kor 7,10-11

... beim Gebot, keinen Meineid zu schwören

33»Ihr wisst auch, dass unseren Vorfahren gesagt worden ist: ›Ihr sollt keinen Meineid schwören und sollt halten, was ihr Gott mit einem Eid versprochen habt.‹

5,33-37
23,16-22
Jak 5,12
5,33
nach

34Ich aber sage euch: Ihr sollt überhaupt nicht schwören! Nehmt weder den Himmel zum Zeugen, denn er ist Gottes Thron,

5,34-35
Jes 66,1
Apg 7,49
35noch die Erde, denn sie ist sein Fußschemel, und auch nicht Jerusalem, denn es ist die Stadt Gottes, des großen Königs.
5,35
Ps 76,3
36Nicht einmal mit eurem eigenen Kopf sollt ihr euch für etwas verbürgen; denn es steht nicht in eurer Macht, dass auch nur ein einziges Haar darauf schwarz oder weiß wächst.

37Sagt einfach Ja oder Nein; jedes weitere Wort stammt vom Teufel.«

5,37
2 Kor 1,17-19

... beim Gebot, nur maßvoll zu vergelten

(Lk 6,29-30)

38»Ihr wisst, dass es heißt: ›Auge um Auge, Zahn um Zahn.‹

5,38
zit

39Ich aber sage euch: Verzichtet auf Gegenwehr, wenn euch jemand Böses tut!

Mehr noch: Wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dann halte auch die linke hin.

5,39a
Röm 12,17
40Wenn jemand mit dir um dein Hemd prozessieren will, dann gib ihm den Mantel dazu.
5,40
1 Kor 6,7
Hebr 10,34
41Und wenn jemand dich zwingt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh mit ihm zwei. 42Wenn jemand dich um etwas bittet, gib es ihm; wenn jemand etwas von dir borgen möchte, sag nicht Nein.«

... beim Gebot, den Mitmenschen zu lieben

(Lk 6,27-28.32-36)

43»Ihr wisst, dass es heißt: ›Liebe deinen Mitmenschen; hasse deinen Feind.‹5,43 Nur die erste Hälfte des Zitats findet sich im Alten Testament (Lev 19,18). Zur zweiten Hälfte siehe Sacherklärung »Bergpredigt (2)«.

5,43
nach

44Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch verfolgen.

5,44
Ex 23,4-5
Röm 12,20
1 Petr 2,20-23
45So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne scheinen auf böse Menschen wie auf gute, und er lässt es regnen auf alle, ob sie ihn ehren oder verachten.
5,45
Eph 5,1

46Wie könnt ihr von Gott eine Belohnung erwarten, wenn ihr nur die liebt, die euch ebenfalls lieben? Das tun auch die Betrüger!5,46 Wörtlich die Zolleinnehmer. 47Was ist denn schon Besonderes daran, wenn ihr nur zu euresgleichen freundlich seid? Das tun auch die, die Gott nicht kennen!5,47 Wörtlich die Menschen der nicht jüdischen Völker; siehe Sacherklärung »Heiden«.

48Nein, wie die Liebe eures Vaters im Himmel, so soll auch eure Liebe sein: vollkommen und ungeteilt.«5,48 Nein, wie die Liebe ...: wörtlich Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist; siehe Sacherklärung »Bergpredigt (3)«.

5,48
Lev 19,2b

6

Falsche und wahre Frömmigkeit ...

61»Hütet euch, eure Frömmigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen! Denn dann habt ihr keinen Lohn mehr von eurem Vater im Himmel zu erwarten.«

6,1
23,5

... beim Spenden für Bedürftige

2»Wenn du also einem Bedürftigen etwas spendest, dann häng es nicht an die große Glocke! Benimm dich nicht wie die Scheinheiligen in den Synagogen und auf den Straßen. Sie wollen nur von den Menschen geehrt werden. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn bereits bekommen.

3Wenn du also etwas spendest, dann tu es so unauffällig, dass deine linke Hand nicht weiß, was die rechte tut. 4Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.«

... beim Beten

(Lk 11,2-4; Mk 11,25-26)

5»Wenn ihr betet, dann tut es nicht wie die Scheinheiligen! Sie beten gern öffentlich in den Synagogen und an den Straßenecken, damit sie von allen gesehen werden. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn bereits bekommen.

6Wenn du beten willst, dann geh in dein Zimmer, schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.

7Wenn ihr betet, dann leiert nicht Gebetsworte herunter wie die Heiden. Sie meinen, sie könnten bei Gott etwas erreichen, wenn sie viele Worte machen. 8Ihr sollt es anders halten. Euer Vater weiß, was ihr braucht, bevor ihr ihn bittet.

6,8
6,32
9So sollt ihr beten:

Unser Vater im Himmel!

Mach deinen Namen groß in der Welt.

6,9
Ez 36,23

10Komm und richte deine Herrschaft auf.

Verschaff deinem Willen Geltung,

auf der Erde genauso wie im Himmel.

6,10 (Herrschaft)
4,17

11Gib uns, was wir heute zum Leben brauchen.

6,11
6,24-34

12Vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir allen vergeben haben,

die an uns schuldig geworden sind.

6,12
Sir 28,2

13Lass uns nicht in die Gefahr kommen,

dir untreu zu werden,

sondern rette uns aus der Gewalt des Bösen.6,13 Spätere Handschriften fügen noch einen abschließenden Lobspruch hinzu, der in Anlehnung an 1 Chr 29,10-11 gestaltet ist: Dir gehört die Herrschaft und Macht und Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Im Gottesdienst ist heute für das Gebet des Herrn folgende ökumenische Fassung gebräuchlich: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. (Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.)

6,13 (Gefahr)
10,16-25
24,3-28

14Wenn ihr den andern vergebt, was sie euch angetan haben, dann wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben.
6,14-15
5,24
Mk 11,25
Lk 6,37
6,14
Sir 28,2
Eph 4,32
15Wenn ihr aber den andern nicht vergebt, dann wird euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.«
6,15
18,35

... beim Fasten

16»Wenn ihr fastet, dann setzt keine Leidensmiene auf wie die Scheinheiligen. Sie machen ein saures Gesicht, damit alle Welt merkt, dass sie fasten. Ich versichere euch: Sie haben ihren Lohn bereits bekommen.

6,16-17 (fasten)
4,29,14-15Lk 2,37
18,12
Apg 13,2-3
14,23
2 Kor 6,5
Jes 58,5

17Wenn du fasten willst, dann wasche dein Gesicht und kämme dich, 18damit niemand es merkt als nur dein Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen.«

Das Verhältnis zum Besitz

(Lk 12,33-34; 11,34-36)

19»Sammelt keine Schätze hier auf der Erde! Denn ihr müsst damit rechnen, dass Motten und Rost sie zerfressen oder Einbrecher sie stehlen.

6,19
Jak 5,2-3
20Sammelt lieber Schätze bei Gott. Dort werden sie nicht von Motten und Rost zerfressen und können auch nicht von Einbrechern gestohlen werden.
6,20
Lk 12,33
21Denn euer Herz wird immer dort sein, wo ihr eure Schätze habt.

22Aus dem Auge leuchtet das Innere des Menschen: Wenn dein Auge klar blickt, ist deine ganze Erscheinung hell; 23wenn dein Auge durch Neid oder Habgier getrübt ist,6,23 Wörtlich wenn aber dein Auge böse ist; siehe Sacherklärung »Bergpredigt (4)«. ist deine ganze Erscheinung finster. – Wie groß muss diese Finsternis sein, wenn statt des Lichtes in dir nur Dunkelheit ist!«

Ungeteilter Dienst

(Lk 16,13; 12,22-31)

24»Niemand kann zwei Herren zugleich dienen. Er wird den einen vernachlässigen und den andern bevorzugen. Er wird dem einen treu sein und den andern hintergehen. Ihr könnt nicht beiden zugleich dienen: Gott und dem Geld.6,24 Geld: Im griechischen Text steht Mamon; siehe Sacherklärung »Mam(m)on«.

6,24-34
6,11

25Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben, ob ihr etwas zu essen oder zu trinken habt, und um euren Leib, ob ihr etwas anzuziehen habt! Das Leben ist mehr als Essen und Trinken, und der Leib ist mehr als die Kleidung!

6,25
Phil 4,6

26Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte – aber euer Vater im Himmel sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel mehr wert als Vögel!

6,26
10,29-31

27Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen Tag verlängern?

28Und warum macht ihr euch Sorgen um das, was ihr anziehen sollt? Seht, wie die Blumen auf den Feldern wachsen! Sie arbeiten nicht und machen sich keine Kleider, 29doch ich sage euch: Nicht einmal Salomo bei all seinem Reichtum war so prächtig gekleidet wie irgendeine von ihnen.

6,29
1 Kön 10,1-25
30Wenn Gott sogar die Feldblumen so ausstattet, die heute blühen und morgen verbrannt werden, wird er sich dann nicht erst recht um euch kümmern? Habt ihr so wenig Vertrauen?
6,30
14,31

31Also macht euch keine Sorgen! Fragt nicht: ›Was sollen wir essen?‹ ›Was sollen wir trinken?‹ ›Was sollen wir anziehen?‹ 32Mit all dem plagen sich Menschen, die Gott nicht kennen.6,32 Menschen, die ...: wörtlich die Menschen der nicht jüdischen Völker; herkömmliche Übersetzung Heiden. Euer Vater im Himmel weiß, dass ihr all das braucht.

6,32
6,8
33Sorgt euch zuerst darum, dass ihr euch seiner Herrschaft unterstellt, und tut, was er verlangt, dann wird er euch schon mit all dem anderen versorgen.
6,33
1 Kön 3,11-14

34Quält euch also nicht mit Gedanken an morgen; der morgige Tag wird für sich selber sorgen. Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Last hat.«

6,34
Ex 16,419-20

7

Nicht verurteilen

(Lk 6,37-38.41-42)

71»Verurteilt nicht andere, damit Gott nicht euch verurteilt!

7,1
Jak 4,11-12
1 Kor 4,5
2Denn euer Urteil wird auf euch zurückfallen, und ihr werdet mit demselben Maß gemessen werden, das ihr bei anderen anlegt.
7,2
Mk 4,24
Röm 2,1
14,10-12

3Warum kümmerst du dich um den Splitter im Auge deines Bruders oder deiner Schwester7,3 Wörtlich deines Bruders; ebenso in Vers 4. Siehe Sacherklärung »Bruder«. und bemerkst nicht den Balken in deinem eigenen? 4Wie kannst du zu deinem Bruder oder deiner Schwester sagen: ›Komm her, ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen‹, wenn du selbst einen ganzen Balken im Auge hast? 5Scheinheilig bist du! Zieh doch erst den Balken aus deinem eigenen Auge, dann kannst du dich um den Splitter in einem anderen Auge kümmern!«

Vorsicht ist erlaubt und geboten

6»Gebt das Heilige, das euch anvertraut ist, nicht den Hunden! Und eure Perlen werft nicht den Schweinen vor! Die trampeln doch nur darauf herum, und dann wenden sie sich gegen euch und reißen euch in Stücke.«

Voll Vertrauen zu Gott beten

(Lk 11,9-13)

7»Bittet und ihr werdet bekommen! Sucht und ihr werdet finden! Klopft an und es wird euch geöffnet!

7,7
Jer 29,13-14
Mt 18,19
21,22Jak 1,5
Joh 15,16
8Denn wer bittet, der bekommt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.

9Wer von euch würde seinem Kind einen Stein geben, wenn es um Brot bittet? 10Oder eine Schlange, wenn es um Fisch bittet? 11So schlecht ihr auch seid, ihr wisst doch, was euren Kindern guttut, und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn darum bitten.«

7,11
Jak 1,17

Eine einfache Grundregel

(Lk 6,31)

12»Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt – das ist es, was das Gesetz und die Propheten fordern.«

7,12
5,17
Röm 13,8-10
Gal 5,14

Abschließende Mahnung

(Lk 13,24)

13»Geht durch das enge Tor! Denn das Tor zum Verderben ist breit und ebenso die Straße, die dorthin führt. Viele sind auf ihr unterwegs.

7,13-14
Lk 13,24
14Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dorthin schmal. Nur wenige finden ihn.«
7,14
Apg 14,22

Warnung vor falschen Propheten

(Lk 6,43-44)

15»Hütet euch vor den falschen Propheten!7,15 Ihr Auftreten wird für die Zukunft angekündigt (siehe die Vergleichsstellen). In den frühen christlichen Gemeinden hat der Prophet eine wichtige Aufgabe; siehe Sacherklärung »Prophet (3)«. Sie sehen zwar aus wie Schafe, die zur Herde gehören, in Wirklichkeit sind sie Wölfe, die auf Raub aus sind.

7,15 (falsche Propheten)
Dtn 13,2-4
Jer 14,13-15
Mt 24,1124Apg 20,29
2 Kor 11,13-15
2 Petr 2,1
1 Joh 4,1

16An ihren Taten sind sie zu erkennen. Von Dornengestrüpp lassen sich keine Weintrauben pflücken und von Disteln keine Feigen.

7,16-18
12,33
7,16
Jak 3,12
17Ein gesunder Baum trägt gute Früchte und ein kranker Baum schlechte.
7,17
Gal 5,19-23
18Unmöglich kann ein gesunder Baum schlechte Früchte tragen und ein kranker gute. 19Jeder Baum, der keine guten Früchte trägt, wird umgehauen und verbrannt werden.
7,19
3,10Joh 15,26

20An ihren Taten also könnt ihr die falschen Propheten erkennen.«

Warnung vor Selbsttäuschung

(Lk 6,46; 13,26-27)

21»Nicht alle, die zu mir sagen ›Herr, Herr‹, werden in Gottes neue Welt7,21 Wörtlich in die Königsherrschaft der Himmel. kommen, sondern nur die, die auch tun, was mein Vater im Himmel will.

7,21
6,10

22Am Tag des Gerichts werden viele zu mir sagen: ›Herr, Herr! In deinem Namen haben wir prophetische Weisungen verkündet, in deinem Namen haben wir böse Geister ausgetrieben und viele Wunder getan.‹ 23Und trotzdem werde ich das Urteil sprechen: ›Ich habe euch nie gekannt. Ihr habt versäumt, nach Gottes Willen zu leben; geht mir aus den Augen!‹«

7,23
25,12
2 Tim 2,19

Das Gleichnis vom Hausbau

(Lk 6,47-49)

24»Wer diese meine Worte hört und sich nach ihnen richtet, wird am Ende dastehen wie ein kluger Mann, der sein Haus auf felsigen Grund baute.

7,24-27
7,21
25Als dann die Regenflut kam, die Flüsse über die Ufer traten und der Sturm tobte und an dem Haus rüttelte, stürzte es nicht ein, weil es auf Fels gebaut war.

26Wer dagegen diese meine Worte hört und sich nicht nach ihnen richtet, wird am Ende wie ein Dummkopf dastehen, der sein Haus auf Sand baute. 27Als dann die Regenflut kam, die Flüsse über die Ufer traten, der Sturm tobte und an dem Haus rüttelte, fiel es in sich zusammen und alles lag in Trümmern.«

Die Wirkung der Bergpredigt

28Als Jesus seine Rede beendet hatte, waren alle von seinen Worten tief beeindruckt.

7,28-29
Mk 1,22
29Denn er lehrte wie einer, der Vollmacht von Gott hat – ganz anders als ihre Gesetzeslehrer.