Gute Nachricht Bibel (GNB)
2

Jesus, der Retter, wird geboren ...

21Zu jener Zeit ordnete Kaiser Augustus an, dass alle Menschen in seinem Reich gezählt und für die Steuer erfasst werden sollten. 2Diese Zählung war die erste und wurde durchgeführt, als Quirinius Statthalter der Provinz Syrien war. 3Und alle gingen hin, um sich einschreiben zu lassen, jeder in die Heimatstadt seiner Vorfahren.

4Auch Josef machte sich auf den Weg. Aus Galiläa, aus der Stadt Nazaret, ging er nach Judäa in die Stadt Davids, nach Betlehem. Denn er stammte aus der Familie von König David.

2,4-7
Mt 2,1
Joh 7,42

5Dorthin ging er, um sich einschreiben zu lassen, zusammen mit Maria, seiner Verlobten; die war schwanger.

6Während sie dort waren, kam für Maria die Zeit der Entbindung. 7Sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall. Denn in der Herberge hatten sie keinen Platz gefunden.

... von Engeln verkündet ...

8In jener Gegend waren Hirten auf freiem Feld, die hielten Wache bei ihren Herden in der Nacht. 9Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umstrahlte sie, und sie fürchteten sich sehr.

2,9
1,12

10Aber der Engel sagte zu ihnen: »Habt keine Angst! Ich habe eine große Freudenbotschaft für euch und für das ganze Volk.

2,10
1,13
11Heute ist euch der Retter geboren worden, in der Stadt Davids: Christus, der Herr!
2,11 (Davids)
Mt 20,30-31
12Und dies ist das Zeichen, an dem ihr ihn erkennt: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das liegt in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe.«

13Und plötzlich war bei dem Engel ein ganzes Heer von Engeln, all die vielen, die im Himmel Gott dienen; die priesen Gott und riefen:

14»Groß ist von jetzt an Gottes Herrlichkeit im Himmel;

denn sein Frieden ist herabgekommen

auf die Erde zu den Menschen,

die er erwählt hat und liebt!«2,14 denn sein Frieden ...: wörtlich auf der Erde Frieden den Menschen des Wohlgefallens. Die Ausleger sind sich einig, dass hier das Wohlgefallen Gottes gemeint ist, d.h. seine erwählende Liebe. Die lateinische Bibel (Vulgata) bietet die sklavisch-genaue, jedoch missverständliche und oft missverstandene Übersetzung den Menschen des guten Willens. – Luther übersetzte nach anderer griechischer Überlieferung (und) den Menschen ein Wohlgefallen.

2,14 (jetzt)
Offb 11,17
12,10
19,6

... von Hirten bekannt gemacht

15Als die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: »Kommt, wir gehen nach Betlehem und sehen uns an, was da geschehen ist, was Gott uns bekannt gemacht hat!«

16Sie liefen hin, kamen zum Stall und fanden Maria und Josef und bei ihnen das Kind in der Futterkrippe. 17Als sie es sahen, berichteten sie, was ihnen der Engel von diesem Kind gesagt hatte. 18Und alle, die dabei waren, staunten über das, was ihnen die Hirten erzählten. 19Maria aber bewahrte all das Gehörte in ihrem Herzen und dachte viel darüber nach.

2,19
2,51

20Die Hirten kehrten zu ihren Herden zurück und priesen Gott und dankten ihm für das, was sie gehört und gesehen hatten. Es war alles genauso gewesen, wie der Engel es ihnen verkündet hatte.

Jesus erhält seinen Namen und wird im Tempel Gott geweiht

21Nach acht Tagen war es Zeit, das Kind beschneiden zu lassen. Es bekam den Namen Jesus – so wie es der Engel des Herrn angeordnet hatte, noch ehe Maria das Kind empfing.

2,21
1,31

22Vierzig Tage nach der Geburt war die Zeit der Unreinheit für Mutter und Kind vorüber, die im Gesetz Moses festgelegt ist. Da brachten die Eltern das Kind in den Tempel nach Jerusalem, um es Gott zu weihen.

2,22-24
Lev 12,1-47-8
23Denn im Gesetz Gottes heißt es: »Wenn das erste Kind, das eine Frau zur Welt bringt, ein Sohn ist, soll es dem Herrn gehören.«
2,23
nach
Ex 13,2

24Zugleich brachten sie das Reinigungsopfer, wie es im Gesetz des Herrn vorgeschrieben ist: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

Simeon und Hanna erkennen den Retter und machen ihn bekannt (Der Lobgesang Simeons: Nunc dimittis)

25Damals lebte in Jerusalem ein Mann namens Simeon. Er war fromm, hielt sich treu an Gottes Gesetz und wartete auf die Rettung Israels. Er war vom Geist Gottes erfüllt,

2,25
1,6
26und der hatte ihm die Gewissheit gegeben, er werde nicht sterben, bevor er den von Gott versprochenen Retter2,26 Wörtlich den Christus des Herrn. mit eigenen Augen gesehen habe.
2,26
2,11

27Simeon folgte einer Eingebung des Heiligen Geistes und ging in den Tempel. Als die Eltern das Kind Jesus dorthin brachten und es Gott weihen wollten, wie es nach dem Gesetz üblich war, 28nahm Simeon das Kind auf die Arme, pries Gott und sagte:

29»Herr, nun kann ich in Frieden sterben,

denn du hast dein Versprechen eingelöst!

30-31Mit eigenen Augen habe ich es gesehen:

Du hast dein rettendes Werk begonnen,

und alle Welt wird es erfahren.

2,30-31
Jes 52,10
Lk 10,23-24

32Allen Völkern sendest du das Licht,

und dein Volk Israel bringst du zu Ehren.«

2,32
Jes 49,6
46,13

33Der Vater von Jesus und seine Mutter wunderten sich über das, was Simeon von dem Kind sagte.
2,33
Jes 8,14-15
28,16
1 Petr 2,8
34-35Simeon segnete sie und sagte zur Mutter Maria: »Dieses Kind ist von Gott dazu bestimmt, viele in Israel zu Fall zu bringen und viele aufzurichten. Es wird ein Zeichen Gottes sein, gegen das sich viele auflehnen werden. So sollen ihre innersten Gedanken an den Tag kommen. Du aber wirst um dieses Kind viele Schmerzen leiden müssen; wie ein scharfes Schwert werden sie dir ins Herz schneiden.«
2,34
Röm 9,33
2,35
Joh 19,25

36In Jerusalem lebte auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuëls aus dem Stamm Ascher. Sie war schon sehr alt. Sieben Jahre war sie verheiratet gewesen, 37und seit vierundachtzig Jahren war sie Witwe. Sie verließ den Tempel nicht mehr und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.

2,37
1 Tim 5,5
Mt 6,16-17
38Auch sie kam jetzt hinzu und pries Gott. Sie sprach über das Kind zu allen, die auf die Rettung Jerusalems warteten.
2,38
2,25
23,51
24,21

Die Rückkehr nach Nazaret

39Als Maria und Josef alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn vorschreibt, kehrten sie mit Jesus nach Galiläa in ihre Heimatstadt Nazaret zurück. 40Das Kind wuchs heran und wurde kräftig. Es hatte ein ungewöhnliches Verständnis für den Willen Gottes, und Gottes Liebe ruhte sichtbar auf ihm.

2,40
1,80

Gottes Sohn, der kommende Lehrer Israels (Der zwölfjährige Jesus im Tempel)

41Die Eltern von Jesus gingen jedes Jahr zum Passafest nach Jerusalem.

2,41
Ex 12,1-14
12,15-20
42Als Jesus zwölf Jahre alt war, nahmen sie ihn zum ersten Mal mit.

43Nach den Festtagen machten die Eltern sich wieder auf den Heimweg, während der junge Jesus in Jerusalem blieb. Seine Eltern wussten aber nichts davon. 44Sie dachten, er sei irgendwo unter den Pilgern. Sie wanderten den ganzen Tag und suchten ihn dann abends unter ihren Verwandten und Bekannten. 45Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie am folgenden Tag nach Jerusalem zurück und suchten ihn dort.

46Endlich am dritten Tag entdeckten sie ihn im Tempel. Er saß mitten unter den Gesetzeslehrern, hörte ihnen zu und diskutierte mit ihnen. 47Alle, die dabei waren, staunten über sein Verständnis und seine Antworten.

48Seine Eltern waren ganz außer sich, als sie ihn hier fanden. Die Mutter sagte zu ihm: »Kind, warum hast du uns das angetan? Dein Vater und ich haben dich überall gesucht und große Angst um dich ausgestanden.«

49Jesus antwortete: »Warum habt ihr mich denn gesucht? Habt ihr nicht gewusst, dass ich im Haus meines Vaters2,49 Wörtlich in dem(, was) meines Vaters (ist). sein muss?«

2,49
Joh 2,16

50Aber sie verstanden nicht, was er damit meinte.

51Jesus kehrte mit seinen Eltern nach Nazaret zurück und gehorchte ihnen willig. Seine Mutter aber bewahrte das alles in ihrem Herzen.

2,51
Phil 2,6-8
Hebr 5,8
Eph 6,1
Kol 3,20
Lk 2,19

52Jesus nahm weiter zu an Jahren wie an Verständnis, und Gott und die Menschen hatten ihre Freude an ihm.

2,52
1,80

Lutherbibel 2017 (LU17)
2

Jesu Geburt

21Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. 2Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. 3Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

4Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, 5auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe2,5 Wörtlich: »mit Maria, die ihm zur Ehe versprochen war«.; die war schwanger. 6Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. 7Und

2,7
Mt 1,25
sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

8Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. 9Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. 10Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; 11denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. 12Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. 13Und alsbald war da bei dem Engel

2,13
Ps 103,20-21
die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: 14
2,14
Lk 19,38
Ehre sei Gott in der Höhe und
2,14
Jes 9,5-6
57,19
Eph 2,1417
Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens2,14 Luther übersetzte nach anderer Überlieferung: »und den Menschen ein Wohlgefallen«..

15Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. 16Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. 17Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. 18Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. 19Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. 20Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Jesu Beschneidung und Darstellung im Tempel

21Und als acht Tage um waren und

2,21
Lk 1,59
1. Mose 17,12
er beschnitten werden sollte,
2,21
Lk 1,31
gab man ihm den Namen Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.

22Und als die

2,22
3. Mose 12,1-4
Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn hinauf nach Jerusalem,
2,22
4. Mose 18,15
um ihn dem Herrn darzustellen, 23wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn (2. Mose 13,2; 13,15): »Alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, soll dem Herrn geheiligt heißen«, 24und um das Opfer darzubringen, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: »ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben« (3. Mose 12,6-8).

25Und siehe, ein Mensch war in Jerusalem mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und

2,25
1. Mose 49,18
wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm. 26Und ihm war vom Heiligen Geist geweissagt worden, er sollte den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen. 27Und er kam vom Geist geführt in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, 28da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:

29Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren,

wie du gesagt hast;

30denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen,

31das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern,

32ein

2,32
Jes 49,6
Licht zur Erleuchtung der Heiden

und zum Preis deines Volkes Israel.

33Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. 34Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass viele in Israel fallen und viele aufstehen, und ist bestimmt zu einem Zeichen, dem widersprochen wird
2,34
Lk 20,17-18
Apg 28,22
1. Kor 1,23
35und
2,35
Joh 19,25
auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen –, damit aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden.

36Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser. Sie war hochbetagt. Nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt 37und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht vom Tempel und

2,37
1. Tim 5,5
diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. 38Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.

39Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder zurück nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth. 40Das Kind aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit, und Gottes Gnade lag auf ihm.

Der zwölfjährige Jesus im Tempel

41Und seine Eltern

2,41
5. Mose 16,1-8
gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest. 42Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes. 43Und als
2,43
2. Mose 12,18
die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem, und seine Eltern wussten’s nicht. 44Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten. 45Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn.

46Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. 47Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen

2,47
Jes 11,2
Verstand und seine Antworten. 48Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. 49Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss bei denen, die zu meinem Vater gehören2,49 Andere Übersetzung: »dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?«? 50Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte. 51Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen gehorsam. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. 52Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
2,52
1. Sam 2,26

BasisBibel (BB)
2

Jesus wird geboren

21Zu derselben Zeit befahl Kaiser Augustus2,1 Augustus: Regierte von 30 v. Chr. bis 14 n. Chr. als Kaiser über das Römische Reich.,im ganzen Römischen Reich2,1 Rom: Zur Zeit des Neuen Testaments beherrschte das Römische Reich den gesamten östlichen Mittelmeerraum.eine Volkszählung2,1 Volkszählung: Ziel der Volkszählung war das Erfassen aller Bürger in Bürgerlisten. Auf dieser Grundlage wurden Steuern erhoben und der Militärdienst organisiert. durchzuführen.2Es war die erste Volkszählung. Sie fand statt,als Quirinius römischer Statthalter2,2 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers. in Syrien2,2 Syrien: Geografische Bezeichnung für das Gebiet um Damaskus zwischen dem Mittelmeer und der arabischen Wüste. Die römische Provinz Syrien umfasste auch Israel und Juda. war.3Da machten sich alle auf,um sich in die Steuerlisten eintragen zu lassen –jeder in seine Heimatstadt.4Auch Josef ging von der Stadt Nazaret2,4 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. in Galiläa2,4 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene.nach Judäa2,4 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum..Sein Ziel war die Stadt Betlehem2,4 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Micha 5,1-3 zufolge wird der zukünftige Retter der Welt und Herrscher über Israel aus dieser Stadt kommen., aus der David kam.Denn er stammte von David2,4 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. ab.5In Betlehem wollte er sich eintragen lassenzusammen mit Maria, seiner Verlobten2,5 Verlobung: Macht die Verbindung zwischen Mann und Frau rechtsgültig, ohne dass diese bereits zusammenleben..Maria war schwanger.6Während sie dort waren, kam die Zeit der Geburt.7Maria brachte ihren ersten Sohn zur Welt.Sie wickelte ihn in Windelnund legte ihn in eine Futterkrippe.Denn sie hatten in der Herberge2,7 Herberge: Vermutlich ein provisorischer Übernachtungsort in einem Privathaus, in dem Reisende mit ihren Tieren übernachten konnten. Den Geburtsort muss man sich wohl als Nebenraum vorstellen, der eigentlich als Stall für die Tiere diente. keinen Platz gefunden.

Die Engel verkünden die Geburt von Jesus

8In der Gegend von Betlehem2,8 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. waren Hirtendraußen auf den Feldern.Sie hielten in der Nacht Wache bei ihrer Herde.9Auf einmal trat ein Engel2,9 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. des Herrn zu ihnen,und die Herrlichkeit2,9 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. des Herrn umstrahlte sie.Die Hirten erschraken und große Furcht erfasste sie.10Der Engel sagte zu ihnen: »Fürchtet euch nicht!Hört doch: Ich bringe euch eine gute Nachricht,die dem ganzen Volk große Freude bereiten wird.11Denn heute ist in der Stadt Davids2,11 Stadt Davids: Andere Bezeichnung für Betlehem, dem Ort, aus dem die Familie von König David stammte.für euch der Retter geboren worden:Er ist Christus2,11 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus., der Herr2,11 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen..12Und dies ist das Zeichen, an dem ihr das alles erkennt:Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden.Es ist in Windeln gewickeltund liegt in einer Futterkrippe.«13Plötzlich war der Engel umgebenvom ganzen himmlischen Heer der Engel.Die lobten Gott und riefen:14»Gottes Herrlichkeit erfüllt die Himmelshöhe!Sein Frieden2,14 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. kommt auf die Erdezu den Menschen, denen er sich in Liebe zuwendet2,14 zuwendet: Andere Bibeln übersetzen: »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.« Das Wohlgefallen Gottes zeigt sich in seiner Liebe gegenüber den Menschen.

Die Hirten kommen zu Jesus

15Die Engel2,15 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. verließen die Hirtenund kehrten in den Himmel2,15 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. zurück.Da sagten die Hirten zueinander:»Kommt, wir gehen nach Betlehem2,15 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem.!Wir wollen sehen, was da geschehen istund was der Herr2,15 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. uns mitgeteilt hat!«16Die Hirten liefen hin, so schnell sie konnten.Sie fanden Maria und Josef und das neugeborene Kind,das in der Futterkrippe lag.17Als sie das sahen, erzählten sie,was ihnen der Engel über dieses Kind gesagt hatte.18Alle, die es hörten, staunten über das,was ihnen die Hirten berichteten.19Aber Maria merkte sich alle ihre Worteund bewegte sie in ihrem Herzen.20Die Hirten kehrten wieder zurück.Sie priesen und lobten Gott für das,was sie gehört und gesehen hatten.Es war alles genau so, wie es ihnen der Engel gesagt hatte.

Jesus wird in den Tempel gebracht

21Nach acht Tagen war es Zeit, das Kind zu beschneiden2,21 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk..Es bekam den Namen »Jesus2,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.«.So hatte es der Engel2,21 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. bestimmt,noch bevor Jesus im Mutterleib empfangen wurde.22Die Zeit ihrer Reinigung2,22 Zeit ihrer Reinigung: In der ersten Zeit nach der Geburt eines Kindes galt eine Frau als unrein und sollte nicht am religiösen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen, vgl. 3. Mose/Levitikus 12. war vorbei,so wie sie im Gesetz des Mose2,22 Gesetz des Mose: Im Neuen Testament übliche Bezeichnung für die fünf Bücher Mose. festgelegt ist.Da gingen Maria und Josefmit Jesus nach Jerusalem2,22 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Sie wollten das Kindim Tempel zum Herrn bringen2,22 zum Herrn bringen: Jesus wird, ähnlich wie das Kind Samuel in 1. Samuel 1,21-28, von seinen Eltern in den Tempel gebracht..23So schreibt es das Gesetz des Herrn vor2,23 so schreibt es das Gesetz des Herrn vor: Zitat aus 2. Mose/Exodus 13,2.:»Alle Erstgeborenen2,23 Erstgeborene: Der erste Sohn, den eine Mutter zur Welt bringt, ist für Gott bestimmt. sind mir heilig!Deshalb sollt ihr mir jeden Sohn übergeben,der als erster geboren wird.«24Zugleich brachten sie das Reinigungsopfer dar,wie es im Gesetz des Herrn vorgeschrieben2,24 im Gesetz des Herrn vorgeschrieben: Die Vorschriften für Frauen nach einer Geburt finden sich in 3. Mose/Levitikus 12. ist:ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

Simeon und Hanna erkennen in Jesus den Retter

25Damals lebte in Jerusalem2,25 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. ein Mann namens Simeon.Er lebte gerecht2,25 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. vor Gott und vertraute ganz auf ihn.So wartete er auf den Trost2,25 Trost: Mit Worten, wie sie sich beispielsweise in Jesaja 40,1-2 finden, wird Israel Trost und die Befreiung von Leid und Fremdherrschaft angekündigt. Zur Zeit von Jesus ist diese Hoffnung mit einer als Retter erwarteten Person verbunden, die die römische Fremdherrschaft beendet., den Gott Israel2,25 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. schickt.Der Heilige Geist2,25 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. leitete ihn.26Durch den Heiligen Geist hatte Gott ihn wissen lassen:»Du wirst nicht sterben,bevor du den Christus2,26 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. des Herrn2,26 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. gesehen hast.«27Jetzt drängte ihn der Heilige Geist,in den Tempel2,27 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. zu gehen.Gerade brachten auch die Eltern ihr Kind Jesus2,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. dorthin.Sie wollten die Vorschriften2,27 Vorschriften: Als erstgeborener Sohn von Maria gehört Jesus eigentlich Gott, vgl. 2. Mose/Exodus 13,2. Um ihn auszulösen, mussten bestimmte religiöse Handlungen bei einem Priester vollzogen werden; vgl. 4. Mose/Numeri 18,15-16. erfüllen,die im Gesetz2,27 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. für ihr Kind vorgesehen sind.

28Simeon nahm das Kind auf den Arm.Er lobte Gott und sagte:

29»Herr, jetzt kann dein Diener in Frieden sterben,

wie du es versprochen hast.

30Denn mit eigenen Augen habe ich gesehen:

Von dir kommt die Rettung.

31Alle Welt soll sie sehen –

32ein Licht, das für die Völker leuchtet

und deine Herrlichkeit2,32 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. aufscheinen lässt

über deinem Volk Israel2,32 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.

33Der Vater und die Mutter von Jesus2,33 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. staunten über das,was Simeon über das Kind sagte.34Simeon segnete2,34 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. sieund sagte zu Maria, der Mutter von Jesus:»Dieses Kind ist dazu bestimmt,in Israel2,34 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. viele zu Fall zu bringenund viele aufzurichten.Es wird ein Zeichen Gottes sein,dem viele sich widersetzen.35So soll ans Licht kommen,was viele im Innersten denken.Und für dich, Maria, wird es sein,als ob ein Schwert2,35 Schwert: Bild für das Leid und den Schmerz, die Maria ertragen muss, als ihr Sohn am Kreuz stirbt. deine Seele durchbohrt.«

36Es war auch eine Prophetin2,36 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. im Tempel.Sie hieß Hannaund war eine Tochter Penuels aus dem Stamm2,36 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Ascher.Hanna war schon sehr alt.Nach ihrer Hochzeit war sie sieben Jahremit ihrem Mann verheiratet gewesen.37Seitdem war sie Witwe2,37 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt.und nun vierundachtzig Jahre alt.Sie verließ den Tempel2,37 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. nicht mehrund diente Gott Tag und Nacht mit Fasten2,37 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. und Beten2,37 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..38Jetzt kam sie dazu und lobte Gott.Dann erzählte sie allen von dem Kind,die auf die Rettung Jerusalems2,38 Jerusalem: Als Zentrum des religiösen und kulturellen Lebens steht Jerusalem hier stellvertretend für das ganze Volk Israel. warteten.

Jesus und seine Eltern kehren nach Nazaret zurück

39Josef und Maria erfüllten im Tempel2,39 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. alle Vorschriften2,39 Vorschriften: Genannt werden die religiösen Vorschriften nach der Geburt und für die Auslösung eines erstgeborenen Sohns, vgl. Lukas 2,21-24 und Lukas 2,27.,die das Gesetz2,39 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. des Herrn vorsieht.Dann kehrten sie nach Galiläa2,39 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. zurückin ihre Heimatstadt Nazaret2,39 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf..40Jesus2,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wuchs heran.Er war ein kräftiges Kind.Gott schenkte ihm immer mehr Weisheit,und seine Gnade2,40 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. begleitete ihn.

Der zwölfjährige Jesus im Tempel

41Jedes Jahr zogen die Eltern von Jesus2,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.zum Passafest2,41 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. nach Jerusalem2,41 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..42Als Jesus zwölf Jahre alt war,gingen sie mit ihm für das Fest dorthin –so wie es üblich war.43Als das Fest vorüber war,machten sie sich wieder auf den Heimweg.Ihr Sohn Jesus blieb in Jerusalem zurück,aber seine Eltern merkten es nicht.44Sie dachten: »Er ist bei den anderen Reisenden2,44 andere Reisende: Wegen der Gefahr, unterwegs von Räubern überfallen zu werden, war es üblich, in Gruppen zu reisen.«,und wanderten den ganzen Tag weiter.Am Abend suchten sie ihnbei den Verwandten und Bekannten.45Doch sie konnten ihn nicht finden.Da kehrten sie nach Jerusalem zurückund suchten ihn dort.

46Am dritten Tag entdeckten sie ihn endlich im Tempel2,46 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Dort saß er mitten unter den Lehrern2,46 Lehrer: Hier Menschen, die über die Auslegung der Heiligen Schrift diskutieren..Er hörte ihnen zu und stellte ihnen Fragen.47Alle, die ihn hörten,waren sehr erstaunt über seine klugen Antworten.48Seine Eltern waren fassungslos,als sie ihn dort fanden.Seine Mutter fragte ihn:»Kind, warum hast du uns das angetan?Dein Vater und ich haben dich verzweifelt gesucht!«49Er antwortete: »Wieso habt ihr mich gesucht?Habt ihr denn nicht gewusst,dass ich im Haus meines Vaters2,49 Haus meines Vaters: Bezeichnung für den Tempel als Haus Gottes. Jesus nennt Gott hier seinen Vater. sein muss?«50Aber sie begriffen nicht, was er da zu ihnen sagte.51Jesus2,51 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kehrte mit seinen Eltern nach Nazaret2,51 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. zurückund war ihnen gehorsam.Seine Mutter bewahrte diese Worte in ihrem Herzen.52Jesus wuchs heran. Er wurde älter und weiser2,52 Weisheit: Lebenspraktisches Wissen oder handwerkliches Können, das durch Erfahrung erworben oder von Gott geschenkt wird..Gott und die Menschen hatten ihre Freude an ihm.
Neue Genfer Übersetzung (NGUE)
2

Die Geburt Jesu

21In jener Zeit erließ Kaiser Augustus den Befehl an alle Bewohner seines Weltreichs2,1 W an die ganze (bewohnte) Welt., sich ⸂in Steuerlisten⸃ eintragen zu lassen. 2Es war das erste Mal, dass solch eine Erhebung durchgeführt wurde; damals war Quirinius Gouverneur von Syrien.2,2 Quirinius war von ca. 12 v. Chr. bis 9 n. Chr. maßgeblich an der römischen Politik im Nahen Osten beteiligt. Während seiner Amtszeit als Gouverneur von Syrien – einschließlich des Gebiets von Palästina – in den Jahren 6–9 n. Chr. fand die in Apostelgeschichte 5,37 erwähnte Volkszählung statt. Doch lassen außerbiblische Hinweise die Annahme zu, dass Quirinius schon früher, in den Jahren 6–4 v. Chr., mit der Verwaltung der Provinz Syrien betraut war. Die in Kapitel 2 des Lukas-Evangeliums berichteten Ereignisse fallen in diese erste Amtsperiode des Quirinius, über die allerdings nichts Genaues bekannt ist. 3So ging jeder in die Stadt, aus der er stammte, um sich dort eintragen zu lassen.

4Auch Josef machte sich auf den Weg. Er gehörte zum Haus und zur Nachkommenschaft Davids und begab sich deshalb von seinem Wohnort2,4 W von der Stadt. Nazaret in Galiläa hinauf nach Betlehem in Judäa, der Stadt Davids, 5um sich dort zusammen mit Maria, seiner Verlobten, eintragen zu lassen2,5 Od um sich dort eintragen zu lassen. Maria, seine Verlobte (od seine ihm angetraute Frau), hatte er mitgenommen.. Maria war schwanger. 6Während sie nun in Betlehem waren, kam für Maria die Zeit der Entbindung. 7Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe; denn sie hatten keinen Platz2,7 Od keinen anderen Platz. in der Unterkunft bekommen.

Engel und Hirten verkünden die Geburt des Messias

8In der Umgebung von Betlehem waren Hirten, die ⸂mit ihrer Herde⸃ draußen auf dem Feld lebten. Als sie in jener Nacht bei ihren Tieren Wache hielten, 9stand auf einmal ein Engel des Herrn vor ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umgab sie mit ihrem Glanz. Sie erschraken sehr, 10aber der Engel sagte zu ihnen: »Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Ich bringe euch eine gute Nachricht, über die im ganzen Volk große Freude herrschen wird.2,10 W Ich verkünde euch als gute Nachricht eine große Freude, die für das ganze Volk sein wird. 11Heute ist euch in der Stadt Davids ein Retter geboren worden; es ist der Messias2,11 Od Christus., der Herr. 12An folgendem Zeichen werdet ihr das Kind erkennen: Es ist2,12 W werdet ihr ihn erkennen: Ihr werdet ein Kind finden, das ist. in Windeln gewickelt und liegt in einer Futterkrippe.«

13Mit einem Mal waren bei dem Engel große Scharen des himmlischen Heeres; sie priesen Gott und riefen:

14»Ehre und Herrlichkeit Gott in der Höhe,

und Frieden auf der Erde

für die Menschen2,14 Od unter den Menschen., auf denen sein Wohlgefallen ruht2,14 AL(2) auf der Erde, und bei den Menschen sein Wohlgefallen.

15Daraufhin kehrten die Engel in den Himmel zurück.

Da sagten die Hirten zueinander: »Kommt, wir gehen nach Betlehem! Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und was der Herr uns verkünden ließ.« 16Sie machten sich auf den Weg, so schnell sie konnten, und fanden Maria und Josef und ⸂bei ihnen⸃ das Kind, das in der Futterkrippe lag. 17Nachdem sie es gesehen hatten, erzählten sie ⸂überall⸃2,17 Od Als sie es sahen, erzählten sie., was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18Und alle, mit denen die Hirten sprachen, staunten über das, was ihnen da berichtet wurde. 19Maria aber prägte sich alle diese Dinge ein2,19 W Maria aber bewahrte alle diese Dinge (od Worte) in ihrem Herzen. und dachte immer wieder darüber nach. 20Die Hirten kehrten zu ihrer Herde zurück. Sie rühmten und priesen Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten; es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

Beschneidung und Namengebung

21Acht Tage später, als die Zeit gekommen war, das Kind zu beschneiden, gab man ihm den Namen Jesus – den Namen, den der Engel genannt hatte, noch bevor Maria das Kind empfing.

Jesus wird im Tempel Gott geweiht

22Als dann die im Gesetz des Mose festgelegte Zeit der Reinigung2,22 Siehe 3. Mose 12. vorüber war, brachten Josef und Maria das Kind nach Jerusalem, um es dem Herrn zu weihen 23und so nach dem Gesetz des Herrn zu handeln, in dem es heißt2,23 W 23 wie es im Gesetz des Herrn geschrieben ist.: »Jede männliche Erstgeburt soll als heilig für den Herrn gelten.«2,23 2. Mose 13,2.12. 24Außerdem brachten sie das Reinigungsopfer dar, für das das Gesetz des Herrn ein Turteltaubenpaar oder zwei junge Tauben vorschrieb.2,24 3. Mose 12,8.

Die Begegnung mit Simeon

25Damals lebte in Jerusalem ein Mann namens Simeon; er war rechtschaffen, richtete sich nach Gottes Willen und wartete auf die Hilfe für Israel2,25 W er war gerecht und fromm und wartete auf den Trost Israels.. Der Heilige Geist ruhte auf ihm, 26und durch den Heiligen Geist war ihm auch gezeigt worden, dass er nicht sterben werde2,26 W dass er den Tod nicht sehen werde., bevor er den vom Herrn gesandten Messias2,26 W den Messias/Christus des Herrn. gesehen habe. 27Vom Geist geleitet,2,27 W In dem / Durch den Geist. war er an jenem Tag in den Tempel gekommen. Als nun Jesu Eltern das Kind hereinbrachten, um mit ihm zu tun, was nach dem Gesetz üblich war, 28nahm Simeon das Kind in seine Arme, pries Gott und sagte:

29»Herr, nun kann dein Diener in Frieden sterben2,29 W nun lässt du deinen Diener in Frieden gehen.,

denn du hast deine Zusage erfüllt.

30Mit eigenen Augen habe ich das Heil2,30 Od die Rettung. gesehen,

31das du für alle Völker2,31 W im Angesicht aller Völker. bereitet hast –

32ein Licht, das die Nationen erleuchtet,

und der Ruhm deines Volkes Israel2,32 Od und das der Ruhm deines Volkes Israel ist.

33Jesu Vater und Mutter waren erstaunt, als sie Simeon so über ihr Kind reden hörten. 34Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: »Er ist dazu bestimmt, dass viele in Israel an ihm zu Fall kommen und viele durch ihn aufgerichtet werden. Er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird – 35so sehr, dass auch dir ein Schwert durch die Seele dringen wird. Aber dadurch wird bei vielen an den Tag kommen, was für Gedanken in ihren Herzen sind.«

Die Prophetin Hanna

36⸂In Jerusalem⸃ lebte damals auch eine Prophetin namens Hanna, eine Tochter Penuels aus dem Stamm Ascher. Sie war schon sehr alt. Nach siebenjähriger Ehe war ihr Mann gestorben2,36 W Nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt.; 37sie war Witwe geblieben und war nun vierundachtzig Jahre alt2,37 Od und das nun schon vierundachtzig Jahre lang.. Sie verbrachte ihre ganze Zeit im Tempel und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. 38Auch sie trat jetzt zu Josef und Maria. Voller Dank pries sie Gott, und zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten, sprach sie über dieses Kind.

Rückkehr nach Nazaret. Jesu Kindheit

39Als Josef und Maria alles getan hatten, was das Gesetz des Herrn verlangte, kehrten sie nach Galiläa in ihre Heimatstadt Nazaret zurück. 40Jesus wuchs heran; er war ein kräftiges Kind, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade ruhte auf ihm.

Der zwölfjährige Jesus im Tempel

41Jesu Eltern zogen jedes Jahr zum Passafest nach Jerusalem hinauf. 42Als Jesus zwölf Jahre alt war, nahmen sie den Jungen mit und gingen wieder dorthin, wie es der Sitte2,42 W der Sitte des Festes. entsprach. 43Doch als sie sich nach den Festtagen auf den Heimweg machten, blieb Jesus2,43 W blieb der Junge Jesus. in Jerusalem, ohne dass seine Eltern etwas davon wussten. 44Sie dachten, er sei irgendwo in der Pilgerschar. Erst nachdem sie eine Tagereise zurückgelegt hatten, fingen sie an, unter Verwandten und Bekannten nach ihm zu suchen. 45Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück, um ihn dort zu suchen. 46Endlich, nach drei Tagen2,46 Od am dritten Tag., fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Gesetzeslehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. 47Alle, die dabei waren, staunten über die Klugheit seiner Antworten2,47 W staunten über seine Klugheit / sein Verständnis und seine Antworten..

48Seine Eltern waren völlig überrascht, ihn hier zu sehen. »Kind«, sagte seine Mutter zu ihm, »wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich verzweifelt2,48 W mit Schmerzen. gesucht.« 49Jesus erwiderte: »Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich im Haus meines Vaters sein muss2,49 dass ich in den Angelegenheiten meines Vaters tätig sein muss. W dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört.50Doch sie verstanden nicht, was er damit meinte.

51Jesus kehrte mit seinen Eltern nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Seine Mutter behielt alle diese Dinge im Gedächtnis2,51 W behielt alle diese Dinge (od Worte) in ihrem Herzen..

Jesu Jugendzeit

52Jesus nahm weiter zu an Weisheit und wuchs zu einem jungen Mann heran. Gottes Gnade war mit ihm, und die Menschen hatten Freude an ihm.2,52 W Jesus nahm zu an Weisheit und Alter/Körpergröße und Gnade bei Gott und (den) Menschen.