Gute Nachricht Bibel (GNB)
12

Das Gleichnis von den bösen Weinbergspächtern

(Mt 21,33-46; Lk 20,9-19)

121Dann wandte sich Jesus mit einem Gleichnis an sie. Er sagte:

»Ein Mann legte einen Weinberg an, machte einen Zaun darum, baute eine Weinpresse und errichtete einen Wachtturm. Dann verpachtete er den Weinberg und verreiste.

12,1
Jes 5,1-7

2Zur gegebenen Zeit schickte er einen Boten zu den Pächtern, um seinen Anteil am Ertrag des Weinbergs abholen zu lassen. 3Die Pächter aber verprügelten den Boten und ließen ihn unverrichteter Dinge abziehen.

4Der Besitzer schickte einen zweiten, dem schlugen sie den Kopf blutig und behandelten ihn auf die schimpflichste Weise.

5Da schickte er einen weiteren Boten. Den brachten sie sogar um. Und so machten sie es noch mit vielen anderen, die er schickte: Die einen wurden misshandelt, die anderen umgebracht.

6Schließlich blieb ihm nur noch sein eigener Sohn, dem seine ganze Liebe galt. Den schickte er zu den Pächtern, weil er sich sagte: ›Vor meinem Sohn werden sie Respekt haben.‹

12,6
1,11

7Aber die Pächter sagten zueinander: ›Das ist der Erbe! Wir bringen ihn um, dann gehört seine Erbschaft, der Weinberg, uns!‹ 8So töteten sie ihn und warfen die Leiche aus dem Weinberg hinaus.

9Was wird nun der Besitzer des Weinbergs tun? Er wird selbst kommen, die Pächter töten und den Weinberg anderen anvertrauen. 10Ihr kennt ja wohl die Stelle in den Heiligen Schriften, wo es heißt:

›Der Stein, den die Bauleute als wertlos weggeworfen haben,

ist zum Eckstein geworden.

12,10-11
zit
Ps 118,22-23

11Der Herr hat dieses Wunder vollbracht,

und wir haben es gesehen.‹«

12Die führenden Priester, die Gesetzeslehrer und die Ratsältesten hätten Jesus gerne festgenommen; denn sie merkten, dass das Gleichnis auf sie gemünzt war. Aber sie hatten Angst vor der Menge. So ließen sie ihn unbehelligt und gingen weg.
12,12
11,18

Die Frage nach der Steuer für den Kaiser

(Mt 22,15-22; Lk 20,20-26)

13Einige Pharisäer und dazu einige Parteigänger von Herodes wurden nun zu Jesus geschickt, um ihm eine verfängliche Frage zu stellen.

14Sie kamen zu ihm und sagten: »Lehrer, wir wissen, dass es dir nur um die Wahrheit geht. Du lässt dich nicht von Menschen beeinflussen, auch wenn sie noch so mächtig sind, sondern sagst uns klar und deutlich, wie wir nach Gottes Willen leben sollen. Ist es nach dem Gesetz Gottes erlaubt, dem römischen Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir es tun oder nicht?«

15Jesus erkannte ihre Scheinheiligkeit und sagte: »Ihr wollt mir doch nur eine Falle stellen! Gebt mir eine Silbermünze; ich will sie mir ansehen.«

16Sie gaben ihm eine und er fragte: »Wessen Bild und wessen Name sind denn hier aufgeprägt?«

»Das Bild und der Name des Kaisers«, antworteten sie.

17Da sagte Jesus: »Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört – aber gebt Gott, was Gott gehört!«

Solch eine Antwort hatten sie nicht von ihm erwartet.

12,17
Röm 13,7

Werden die Toten auferstehen?

(Mt 22,23-33; Lk 20,27-40)

18Dann kamen Sadduzäer zu Jesus. Die Sadduzäer bestreiten, dass die Toten auferstehen werden.

12,18
Lk 20,27

19»Lehrer«, sagten sie, »Mose hat uns die Vorschrift gegeben: ›Wenn ein Mann stirbt und eine Frau hinterlässt, aber kein Kind, dann muss sein Bruder die Witwe heiraten und dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹

12,19
nach
Dtn 25,5-6

20Nun gab es einmal sieben Brüder. Der älteste heiratete und starb kinderlos. 21Darauf heiratete der zweite die Witwe, starb aber auch kinderlos. Beim dritten war es genauso. 22Alle sieben heirateten sie und starben ohne Nachkommen. Zuletzt starb auch die Frau.

23Wie ist das nun bei der Auferstehung der Toten – wenn es eine gibt? Wem von den Männern soll die Frau dann gehören? Sie war ja mit allen sieben verheiratet!«

24Jesus erwiderte: »Liegt euer Fehler nicht darin, dass ihr weder die Heiligen Schriften kennt noch wisst, was Gott in seiner Macht tun kann? 25Wenn die Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden leben wie die Engel im Himmel.

26Was aber die Sache mit den Toten überhaupt betrifft, dass sie nämlich auferweckt werden: Habt ihr nie im Buch Moses die Geschichte vom brennenden Dornbusch gelesen und wie Gott dort zu Mose sagt: ›Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‹?

12,26
zit
Ex 3,6
27Gott ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden! Ihr seid also ganz und gar im Irrtum.«

Das wichtigste Gebot

(Mt 22,34-40; Lk 10,25-28)

28Ein Gesetzeslehrer hatte dieser Auseinandersetzung zugehört. Er war davon beeindruckt, wie Jesus den Sadduzäern geantwortet hatte, und so fragte er ihn: »Welches ist das wichtigste von allen Geboten des Gesetzes?«

29Jesus sagte: »Das wichtigste Gebot ist dieses: ›Höre, Israel! Der Herr ist unser Gott, der Herr und sonst keiner.

12,29-30
zit
Dtn 6,4-5
30Darum liebt ihn von ganzem Herzen und mit ganzem Willen, mit ganzem Verstand und mit aller Kraft.‹ 31Das zweite ist: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!‹ Es gibt kein Gebot, das wichtiger ist als diese beiden.«
12,31
zit
Lev 19,18
Mt 5,43
19,19
Röm 13,9
Gal 5,14
Jak 2,8

32Da sagte der Gesetzeslehrer zu Jesus: »Du hast vollkommen recht, Lehrer! Es ist so, wie du sagst: Nur einer ist Gott, und es gibt keinen Gott außer ihm.

12,32
Lk 20,39
33Ihn zu lieben von ganzem Herzen, mit ganzem Verstand und mit aller Kraft und unsere Mitmenschen zu lieben wie uns selbst, das ist viel wichtiger als alle die Brandopfer und anderen Opfer, die wir ihm darbringen.«
12,33
Jes 1,10-20

34Jesus fand, dass der Gesetzeslehrer vernünftig geantwortet hatte, und sagte zu ihm: »Du bist nicht weit weg von der neuen Welt Gottes.«12,34 Wörtlich von der Königsherrschaft Gottes.

Danach wagte es niemand mehr, ihn noch etwas zu fragen.

12,34
Mt 22,46
Lk 20,40

Davids Sohn oder Davids Herr?

(Mt 22,41-46; Lk 20,41-44)

35Nach diesen Auseinandersetzungen im Tempel stellte Jesus zuletzt selbst eine Frage an alle.12,35 Nach diesen ...: wörtlich Jesus antwortete, lehrend im Tempel. Er sagte: »Wie können die Gesetzeslehrer behaupten, dass der versprochene Retter12,35 Wörtlich dass der Christus. ein Sohn Davids ist?

12,35-37
Mt 20,30-31
36David selbst sagte doch, erleuchtet vom Heiligen Geist:

›Gott, der Herr, sagte zu meinem Herrn:

Setze dich an meine rechte Seite!

Ich will dir deine Feinde unterwerfen,

sie als Schemel unter deine Füße legen.‹

12,36
nach
Ps 110,1
Dan 7,13-14
Apg 2,33
2,34-35
1 Kor 15,2427
Hebr 8,1

37aDavid selbst nennt ihn also ›Herr‹ – wie kann er dann sein Sohn sein?«

Jesus warnt vor den Gesetzeslehrern

(Mt 23,1.6-7.14; Lk 20,45-47)

37bDie Menschenmenge hörte Jesus gerne zu. 38Als er zu ihnen redete, warnte er sie:

»Nehmt euch in Acht vor den Gesetzeslehrern! Sie zeigen sich gern in ihren Talaren und lassen sich auf der Straße respektvoll grüßen.

12,38-39
Lk 11,43
39Beim Gottesdienst sitzen sie in der vordersten Reihe, und bei Festmählern nehmen sie die Ehrenplätze ein. 40Sie sprechen lange Gebete, um einen guten Eindruck zu machen; in Wahrheit aber sind sie Betrüger, die schutzlose Witwen um ihren Besitz bringen. Sie werden einmal besonders streng bestraft werden.«

Das Opfer der Witwe

(Lk 21,1-4)

41Dann setzte sich Jesus im Tempel in der Nähe des Schatzhauses hin und beobachtete, wie die Besucher des Tempels Geld in die Opferkästen warfen. Viele wohlhabende Leute gaben großzügig.

12,41
2 Kön 12,10
42Dann kam eine arme Witwe und steckte zwei kleine Kupfermünzen hinein – zusammen so viel wie ein Groschen.12,42 ein Groschen: wörtlich zwei Lepta, das ist ein Quadrans. Lepton ist die griechische Bezeichnung für die kleinste jüdische Kupfermünze; Quadrans drückt den Geldwert in römischer Währung aus (= 1/4 As).

43Da rief Jesus seine Jünger zu sich heran und sagte zu ihnen: »Ich versichere euch: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen. 44Die haben alle nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben. Sie aber hat alles hergegeben, was sie selbst dringend zum Leben gebraucht hätte.«

12,44
2 Kor 8,12

BasisBibel (BB)
12

Das Gleichnis von den Pächtern des Weinbergs

Matthäus 21,33-46; Lukas 20,9-19
121Jesus begann, ihnen Gleichnisse12,1 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. zu erzählen:»Ein Mann legte einen Weinberg12,1 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In der Bibel wird er auch als Bild für das Volk Israel verwendet, vgl. Jesaja 5,1-7. an.Er baute eine Mauer darum,hob eine Grube als Kelter12,1 Kelter: Eine aus dem Fels gehauene Grube, die zum Auspressen von reifen Trauben diente. Die Trauben wurden dazu mit den bloßen Füßen zertreten. ausund errichtete einen Wachturm.Dann verpachtete er ihn und ging auf Reisen.2Als es an der Zeit war,schickte der Besitzer einen Knecht zu den Pächtern.Der sollte bei ihnen seinen Anteilvom Ertrag des Weinbergs abholen.3Aber sie packten den Knecht, verprügelten ihnund jagten ihn mit leeren Händen davon.4Daraufhin schickte der Besitzer noch einen Knecht.Dem schlugen sie den Kopf blutigund beschimpften ihn.5Der Besitzer schickte noch einen weiteren Knecht.Den töteten sie sogar.Er schickte noch viele andere.Die einen verprügelten sie,die anderen töteten sie.

6Da blieb nur noch einer übrig: sein geliebter Sohn.Ihn schickte er als Letzten.Er sagte sich:›Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.‹7Aber die Pächter sagten zueinander: ›Er ist der Erbe.Kommt, wir töten ihn, dann gehört sein Erbe uns.‹8Sie packten ihn, töteten ihnund warfen seine Leiche hinaus vor den Weinberg12,8 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In der Bibel wird er oft als Bild für das Volk Israel verwendet, vgl. Jesaja 5,1-7..9Was wird der Weinbergbesitzer jetzt tun?Er wird selbst kommen, die Pächter tötenund den Weinberg anderen anvertrauen.10Ihr kennt doch die Stelle in der Heiligen Schrift12,10 Stelle in der Heiligen Schrift: Zitat aus Psalm 118,22-23.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben12,10 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein12,10 Grundstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.11Der Herr hat ihn dazu gemacht.Es ist ein Wunder in unseren Augen.‹«

12Die führenden Priester12,12 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht., Schriftgelehrten12,12 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Ratsältesten12,12 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.hätten Jesus12,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. am liebsten verhaften lassen.Aber sie fürchteten sich vor der Menge.Sie hatten verstanden,dass er in dem Gleichnis12,12 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. von ihnen gesprochen hatte.Sie ließen ihn in Ruhe und gingen weg.

Steuern für den Kaiser?

Matthäus 22,15-22; Lukas 20,20-26
13Danach schickten die führenden Priester12,13 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.,Schriftgelehrten12,13 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Ratsältesten12,13 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.einige Pharisäer12,13 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Anhänger des Herodes12,13 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). zu Jesus12,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Die sollten ihn mit einer Frage in Bedrängnis bringen.14Sie gingen zu ihm und sagten: »Lehrer12,14 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Dir geht es nur um die Wahrheit.Dabei nimmst du auf niemanden Rücksicht,denn du siehst nicht auf die Person.Vielmehr sagst du die Wahrheit und lehrst,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?Sollen wir sie nun zahlen oder nicht?«15Jesus durchschaute ihr falsches Spielund sagte zu ihnen:»Wollt ihr mich auf die Probe stellen?Gebt mir eine Silbermünze12,15 Silbermünze: Die römischen Kaiser ließen Münzen mit einem Bild ihres Kopfes und einer entsprechenden Inschrift prägen., ich will sie mir ansehen.«16Sie gaben ihm eine, und er fragte sie:»Wer ist auf dem Bild zu sehen,und wer wird in der Inschrift genannt?«Sie antworteten: »Der Kaiser.«17Da sagte Jesus zu ihnen:»Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,und Gott, was Gott gehört!«Über diese Antwort waren sie sehr erstaunt.

Werden die Toten auferstehen?

Matthäus 22,23-33; Lukas 20,27-40
18Dann kamen Sadduzäer12,18 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. zu Jesus12,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Diese Leute behaupten,dass es keine Auferstehung12,18 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten gibt.Sie fragten Jesus:19»Lehrer12,19 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose hat uns folgende Vorschrift12,19 folgende Vorschrift: Die folgenden Worte beziehen sich auf 5. Mose/Deuteronomium 25,5-6. gegeben:›Wenn ein Mann stirbt und eine Frau hinterlässt,aber keine Kinder,dann soll sein Bruder die Frau heiraten.So kann er dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹20Nun gab es einmal sieben Brüder.Der erste heiratete eine Frau und starb kinderlos.21Dann heiratete sie der zweite.Aber auch er starb kinderlos und ebenso der dritte.22Alle sieben blieben kinderlos.Als Letzte von allen starb auch die Frau.23Wie wird es bei der Auferstehung der Toten sein?Wenn sie tatsächlich auferstehen:Mit wem wird die Frau dann verheiratet sein?Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.«

24Da sagte Jesus12,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu ihnen: »Ihr irrt euch!Ihr kennt weder die Heilige Schrift12,24 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. noch Gottes Macht.25Wenn die Menschen von den Toten auferstehen,werden sie weder heiraten noch geheiratet werden.Vielmehr werden sie leben wie die Engel12,25 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. im Himmel.26Was aber die Auferstehung12,26 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten angeht:Habt ihr nie im Buch des Mose12,26 Buch des Mose: In 2. Mose/Exodus 3,1-12 wird von der Begegnung Gottes mit Mose erzählt. Gott beruft Mose, sein Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten zu führen.die Geschichte vom brennenden Dornbusch gelesen?Dort sagt Gott zu Mose12,26 Gott sagt zu Mose: Zitat aus 2. Mose/Exodus 3,6.:›Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs12,26 Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und den Stammvätern seines Volkes zum Ausdruck..‹27Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.Ihr seid völlig im Irrtum.«

Was ist das wichtigste Gebot?

Matthäus 22,34-40; Lukas 10,25-28
28Ein Schriftgelehrter12,28 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. war dazugekommenund hatte die Auseinandersetzung mit angehört.Als er merkte, wie treffend Jesus12,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.den Sadduzäern12,28 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. geantwortet hatte,fragte er ihn:»Welches Gebot12,28 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. ist das wichtigste von allen?«29Jesus antwortete12,29 Jesus antwortete: Jesus zitiert aus 5. Mose/Deuteronomium 6,4-5 und 3. Mose/Levitikus 19,18.: »Das wichtigste Gebot ist dieses:Höre, Israel12,29 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.: Der Herr12,29 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. ist unser Gott, der Herr allein!30Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebenmit deinem ganzen Herzen12,30 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens.,mit deiner ganzen Seele12,30 deine ganze Seele: Der Mensch soll sich mit seiner ganzen Lebenskraft für Gott einsetzen.,mit deinem ganzen Denkenund mit deiner ganzen Kraft.31Und als Zweites kommt dieses dazu:Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.Kein anderes Gebot ist wichtiger als diese beiden.«

32Da antwortete der Schriftgelehrte12,32 der Schriftgelehrte antwortete: Der Schriftgelehrte nimmt das Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 6,4-5 und 3. Mose/Levitikus 19,18 auf.:»Ja, Lehrer12,32 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., du sagst die Wahrheit:Einer ist Gott,und es gibt keinen anderen Gott außer ihm.33Ihn zu lieben mit ganzem Herzen,mit ganzem Verstand und mit ganzer Kraft –und seinen Mitmenschen zu lieben wie sich selbst,das ist viel wichtigerals alle Brandopfer12,33 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. und anderen Opfer12,33 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt.34Als Jesus12,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. merkte,mit wie viel Einsichtder Schriftgelehrte12,34 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. geantwortet hatte,sagte er zu ihm:»Du bist nicht weit weg vom Reich Gottes12,34 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.Von da an wagte es niemand mehr, Jesus etwas zu fragen.

Davids Sohn oder Davids Herr?

Matthäus 22,41-46; Lukas 20,41-44
35Dann fing Jesus12,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wieder an, im Tempel12,35 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. zu lehren.Er fragte die Leute:»Wie können die Schriftgelehrten12,35 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. behaupten:›Der Christus12,35 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist ein Sohn Davids12,35 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.‹?36David selbst hat doch gesagt12,36 David hat gesagt: David gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Im Folgenden wird aus Psalm 110,1 zitiert.und wurde dabei vom Heiligen Geist12,36 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. geleitet:›Gott, der Herr12,36 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., sagte zu meinem Herrn:Setz dich an meine rechte Seite12,36 rechte Seite: Die rechte Seite ist ein Ehrenplatz.,bis ich deine Feinde unterwerfe!Ich mache sie zum Schemel12,36 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für deine Füße.‹37David selbst nennt den Christus also ›Herr‹12,37 Herr: Der Herr einer Person kann eigentlich nicht auch ihr Sohn sein. Nur auf Jesus Christus trifft beides zu. Er ist sowohl Davids Nachkomme als auch sein Herr..Wie kann dieser dann sein Sohn sein?«

Jesus warnt vor den Schriftgelehrten

Matthäus 23,1-14; Lukas 20,45-47
Die ganze Volksmenge hörte Jesus12,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gerne zu.38Und das lehrte er sie:»Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten12,38 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.:Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändernund wollen auf den Marktplätzen gegrüßt werden.39In den Synagogen12,39 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und bei den Festessenist es ihnen wichtig,die Ehrenplätze zu bekommen.40Sie bringen die Häuser der Witwen12,40 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. in ihren Besitzund sprechen nur zum Schein lange Gebete.Dafür werden sie sehr hart bestraft werden.«

Die Opfergabe der Witwe

Lukas 21,1-4
41Dann setzte Jesus12,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der HERR rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sich in die Nähe des Opferkastens12,41 Opferkasten: Geldbehälter für die Gaben, die von den Besuchern des Tempels in Jerusalem gespendet wurden..Dort beobachtete er, wie die Leute Geld hineinwarfen.Viele wohlhabende Leute gaben viel hinein.42Da kam auch eine arme Witwe12,42 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt..Sie warf zwei kleine Kupfermünzen12,42 Kupfermünzen: Wörtlich »zwei Lepta«. Ein Lepton ist der kleinste Münzwert, der zur Zeit von Jesus in Judäa im Umlauf war. Zwei Lepta entsprechen dem kleinsten Münzwert im römischen Münzsystem, dem Quadrans. hinein –das entspricht der kleinsten römischen Münze.43Jesus rief seine Jünger12,43 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. herbeiund sagte zu ihnen: »Amen12,43 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen,die etwas in den Opferkasten geworfen haben.44Denn alle anderenhaben nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben.Aber diese Witwe hat alles hergegeben,was sie selbst zum Leben hat –obwohl sie doch arm ist.«
Lutherbibel 2017 (LU17)
12

Von den bösen Weingärtnern

(Mt 21,33-46; Lk 20,9-19)

121Und er fing an, zu ihnen in Gleichnissen zu reden: Ein Mensch

12,1
Jes 5,1-2
pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingärtner und ging außer Landes. 2Und er sandte, als die Zeit kam, einen Knecht zu den Weingärtnern, damit er von den Weingärtnern seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs nähme. 3Da nahmen sie ihn, schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen fort. 4Abermals sandte er zu ihnen einen andern Knecht; dem schlugen sie auf den Kopf und schmähten ihn. 5Und er sandte einen andern, den töteten sie;
12,5
Neh 9,26-31
Jer 7,25-26
und viele andere: die einen schlugen sie, die andern töteten sie. 6Da hatte er noch einen, den
12,6
Mk 1,11
geliebten Sohn; den sandte er als Letzten zu ihnen und sagte sich: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. 7Sie aber, die Weingärtner, sprachen untereinander: Dies ist der Erbe; kommt, lasst uns ihn töten, so wird das Erbe unser sein! 8Und sie nahmen ihn und töteten ihn und warfen ihn hinaus vor den Weinberg.

9Was wird nun der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner umbringen und den Weinberg andern geben. 10Habt ihr denn nicht dieses Schriftwort gelesen (Ps 118,22-23): »Der Stein, den die Bauleute

12,10
Mk 8,31
verworfen haben, der ist zum
12,10
1. Petr 2,6-7
Eckstein geworden. 11Vom Herrn ist das geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen12,11 Andere Übersetzung: »Vom Herrn ist er das geworden, und er ist wunderbar vor unsern Augen«.«? 12Und
12,12
Mk 11,18
sie trachteten danach, ihn zu ergreifen, und fürchteten sich doch vor dem Volk; denn sie verstanden, dass er auf sie hin dies Gleichnis gesagt hatte. Und sie ließen ihn und gingen davon.

Die Frage nach der Steuer (Der Zinsgroschen)

(Mt 22,15-22; Lk 20,20-26)

13Und sie sandten zu ihm einige von den Pharisäern und von den Anhängern des Herodes, dass sie ihn fingen in seinen Worten. 14Und sie kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und fragst nach niemand; denn du siehst nicht auf das Ansehen der Menschen, sondern du lehrst den Weg Gottes recht. Ist’s recht, dass man dem Kaiser Steuern zahlt, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen?

15Er aber merkte ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: Was

12,15
Mk 10,2
versucht ihr mich? Bringt mir einen Silbergroschen, dass ich ihn sehe! 16Und sie brachten einen. Da sprach er zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. 17Da sprach Jesus zu ihnen:
12,17
Röm 13,7
Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie wunderten sich über ihn.

Die Frage nach der Auferstehung

(Mt 22,23-33; Lk 20,27-38)

18Da traten die Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen: 19Meister, Mose hat uns vorgeschrieben (5. Mose 25,5-6): »Wenn jemandes Bruder stirbt und hinterlässt eine Frau, aber keine Kinder, so soll sein Bruder sie zur Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.« 20Nun waren sieben Brüder. Der erste nahm eine Frau; der starb und hinterließ keine Kinder. 21Und der zweite nahm sie und starb und hinterließ auch keine Kinder. Und ebenso der dritte. 22Und alle sieben hinterließen keine Kinder. Zuletzt nach allen starb die Frau auch. 23Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen: Wessen Frau wird sie sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.

24Da sprach Jesus zu ihnen: Irrt ihr nicht darum, weil ihr weder die Schrift kennt noch die

12,24
1. Kor 6,14
Kraft Gottes? 25Denn wenn sie von den Toten auferstehen, so werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel. 26Aber von den Toten, dass sie auferstehen, habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose, bei dem Dornbusch, wie Gott zu ihm sagte und sprach (2. Mose 3,6): »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? 27Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt sehr.

Die Frage nach dem höchsten Gebot

(Mt 22,35-40; Lk 10,25-28)

28Und es trat zu ihm einer der Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? 29Jesus antwortete: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, 30und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft« (5. Mose 6,4-5). 31Das andre ist dies:

12,31
Röm 13,9
Gal 5,14
Jak 2,8
»Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese.

32

12,32
Lk 20,39-40
Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Ja, Meister, du hast recht geredet!
12,32
5. Mose 4,35
6,4
Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; 33und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst,
12,33
1. Sam 15,22
Hos 6,6
Mt 9,13
das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. 34Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.
12,34
Lk 20,40
Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen.

Der Sohn Davids

(Mt 22,41-45; Lk 20,41-44)

35Und Jesus fing an und sprach, als er im Tempel lehrte: Wieso sagen die Schriftgelehrten,

12,35
Jes 9,5-6
Joh 7,42
Röm 1,3
der Christus sei
12,35
Mk 10,47
Davids Sohn? 36David selbst hat
12,36
2. Sam 23,2
durch den Heiligen Geist gesagt (Ps 110,1):
12,36
Apg 2,34
1. Kor 15,25
Hebr 1,13
»Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege.« 37David selbst nennt ihn ja »Herr«. Woher ist er dann sein Sohn? Und die große Menge hörte ihn gern.

Warnung vor den Schriftgelehrten

(Mt 23,5-13; Lk 20,45-47)

38Und er lehrte sie und sprach: Seht euch vor vor den Schriftgelehrten, die gern in langen Gewändern umhergehen und sich auf dem Markt grüßen lassen 39und sitzen gern obenan in den Synagogen und beim Gastmahl; 40sie

12,40
Jes 10,1-2
fressen die Häuser der Witwen und verrichten zum Schein lange Gebete. Die werden ein umso
12,40
Jak 3,1
härteres Urteil empfangen.

Das Scherflein der Witwe

(Lk 21,1-4)

41Und Jesus setzte sich dem

12,41
2. Kön 12,10
Gotteskasten gegenüber und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele Reiche legten viel ein. 42Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; das ist ein Heller. 43Und er rief seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. 44Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.