Das Leben aus der Guten Nachricht
Das Leben als Dienst für Gott
Brüder und Schwestern,
bei der Barmherzigkeit Gottes bitte ich euch:
Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung.
Es soll ein lebendiges und heiliges Opfer sein,
das ihm gefällt.
Das wäre für euch die vernünftige Art, Gott zu dienen.
Und passt euch nicht dieser Zeit an.
Gebraucht vielmehr euren Verstand in einer neuen Weise
und lasst euch dadurch verwandeln.
Dann könnt ihr beurteilen,
was dem Willen Gottes entspricht:
Was gut ist, was Gott gefällt und was vollkommen ist.
Gaben und Aufgaben in der Gemeinde
Bei der Gnade, die Gott mir geschenkt hat,
sage ich jedem Einzelnen von euch:
Überschätzt euch nicht
und traut euch nicht mehr zu, als angemessen ist.
Strebt lieber nach nüchterner Selbsteinschätzung.
Und zwar jeder so, wie Gott es für ihn bestimmt hat –
und wie es dem Maßstab des Glaubens entspricht.
Es ist wie bei unserem Körper:
Der eine Leib besteht aus vielen Körperteilen,
aber nicht alle Teile haben dieselbe Aufgabe.
Genauso bilden wir vielen Menschen,
die zu Christus gehören, miteinander einen Leib.
Aber einzeln betrachtet sind wir wie unterschiedliche
und doch zusammengehörende Körperteile.
Wir haben verschiedene Gaben,
so wie Gott sie uns in seiner Gnade geschenkt hat:
Wenn jemand die Gabe hat, als Prophet zu reden,
soll er das in Übereinstimmung mit dem Glauben tun.
Wenn jemand die Gabe hat,
Aufgaben in der Gemeinde zu übernehmen,
soll er ihr diesen Dienst tun.
Wenn jemand die Gabe hat zu lehren,
soll er als Lehrer wirken.
Wenn jemand die Gabe hat zu ermutigen,
soll er Mut machen.
Wer etwas gibt, soll das ohne Hintergedanken tun.
Wer für die Gemeinde sorgt,
soll es mit Hingabe tun.
Wer sich um die Notleidenden kümmert,
soll Freude daran haben.
Die Liebe als Grundlage für das Verhalten gegenüber allen Menschen
Eure Liebe soll aufrichtig sein.
Verabscheut das Böse und haltet am Guten fest.
Liebt einander von Herzen als Brüder und Schwestern.
Übertrefft euch gegenseitig an Wertschätzung.
Lasst nicht nach in eurem Eifer.
Lasst euch vom Geist anstecken und dient dem Herrn.
Freut euch, dass ihr Hoffnung habt.
Bleibt standhaft, wenn ihr leiden müsst.
Hört nicht auf zu beten.
Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind.
Seid jederzeit gastfreundlich.
Segnet die Menschen, die euch verfolgen.
Segnet sie und verflucht sie nicht.
Freut euch mit den Fröhlichen.
Weint mit den Weinenden.
Seid alle miteinander auf Einigkeit aus.
Werdet nicht überheblich,
sondern lasst euch auf die Unbedeutenden ein.
Baut nicht auf eure eigene Klugheit.
Vergeltet Böses nicht mit Bösem.
Habt anderen Menschen gegenüber nur Gutes im Sinn.
Lebt mit allen Menschen in Frieden –
soweit das möglich ist und es an euch liegt.
Nehmt nicht selbst Rache, meine Lieben.
Überlasst das vielmehr dem gerechten Zorn Gottes.
In der Heiligen Schrift steht ja:
»›Die Rache ist meine Sache,
ich werde Vergeltung üben‹, spricht der Herr.«
Im Gegenteil:
»Wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen.
Wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken.
Wenn du das tust,
häufst du glühende Kohlen auf seinen Kopf.«
Lass dich nicht vom Bösen besiegen,
sondern besiege das Böse durch das Gute!