BasisBibel (BB)
1

Briefanfang

Römer 1,1-17

Absender und Empfänger

11Paulus1,1 Paulus: Bedeutender Apostel, der die Gute Nachricht, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind, im Mittelmeerraum bekannt machte., Diener von Christus Jesus1,1 Diener von Christus: Bezeichnung für eine Person, die Christus als ihren Herrn anerkennt. In seinem Auftrag und mit seiner Vollmacht verkündet sie das Wort Gottes.,zum Apostel1,1 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. berufen und dazu bestimmt,Gottes Gute Nachricht1,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. zu verkünden.2Gott hat sie ja durch seine Propheten1,2 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.in der Heiligen Schrift1,2 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. schon im Voraus angekündigt.3Es ist die Gute Nachricht von seinem Sohn1,3 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet..Der war seiner leiblichen Herkunft nachein Nachkomme Davids1,3 Nachkomme Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16..4Gott hat ihm durch die Auferstehung1,4 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. von den Totendie Vollmacht verliehen, als sein Sohn zu herrschen.Das steht ihm zu aufgrund seiner Herkunftaus dem Geist des heiligen Gottes.Was ich verkünde, ist also die Gute Nachrichtvon Jesus Christus, unserem Herrn1,4 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt.!5Durch ihn haben wir1,5 wir: Wenn Paulus von »wir« spricht, meint er sich und die Mitarbeitenden, die ihn auf seinen Reisen begleiten. die Befähigungund Beauftragung bekommen,als Apostel unter den Völkern zu wirken.Sie sollen Christus1,5 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. gehorsam sein,den Glauben1,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. annehmenund so seinem Namen1,5 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. Ehre machen.6Auch ihr gehört zu diesen Völkernund seid von Jesus Christus berufen.

7An alle in Rom1,7 Rom: Hauptstadt des Römischen Reiches, im heutigen Italien gelegen., die von Gott geliebt werdenund zu Heiligen1,7 Heilige: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus. berufen sind.Ich wünsche euch Gnade1,7 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. und Frieden1,7 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht.von Gott, unserem Vater,und von dem Herrn1,7 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Jesus Christus1,7 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt..

Dank für den Glauben der Gemeinde

8Zunächst einmal danke ich meinem Gottdurch Jesus Christus1,8 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. für euch alle:In der ganzen Welt spricht man über euren Glauben1,8 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt..9Gott selbst,dem ich durch die Verkündigung seines Sohnes1,9 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.mit all meiner Kraft diene, ist mein Zeuge:Ich denke unaufhörlich an euch.10In jedem Gebet1,10 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. bitte ich darum,dass ich nach Gottes Willenendlich zu euch kommen kann.11Denn ich möchte euch so gerne einmal treffen.Ich möchte euch etwas von der Gabe weitergeben,die mir vom Heiligen Geist1,11 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. geschenkt wurde.So sollt ihr gestärkt werden.12Oder besser gesagt:Ich möchte, dass wir uns bei meinem Besuchgegenseitig ermutigen durch den Glauben,der uns verbindet.Durch diesen Glauben ermutigt ihr michund ebenso ich euch.13Ich will euch eines nicht verschweigen,Brüder und Schwestern1,13 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde.:Ich habe mir schon oft vorgenommen,zu euch zu kommen.Aber bis jetzt wurde ich immer daran gehindert.Denn ich wollte,dass meine Arbeit auch bei euch Frucht trägtwie bei den anderen Völkern.14Das bin ich allen schuldig –ganz gleich, ob sie Griechen1,14 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache. sind oder nicht,gebildet oder ungebildet.15Wenn es nach mir geht – ich bin bereit,auch bei euch in Rom1,15 Rom: Hauptstadt des Römischen Reiches, im heutigen Italien gelegen. die Gute Nachricht1,15 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. zu verkünden.

Das Thema des Briefes: Die Kraft der Guten Nachricht

16Denn ich schäme mich nicht für die Gute Nachricht1,16 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..Sie ist eine Kraft Gottes,die jeden rettet, der glaubt1,16 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.an erster Stelle die Juden1,16 Juden: Menschen, die zu Gottes Volk gehören. Im Gegensatz zu anderen Völkern werden alle jüdischen Männer beschnitten.,dann auch die Griechen1,16 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache..17Denn durch die Gute Nachricht1,17 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind.wird Gottes Gerechtigkeit1,17 Gottes Gerechtigkeit: Sie zeigt sich darin, dass er den Menschen trotz seiner Sünde als gerecht annimmt. offenbar.Das geschieht aufgrund des Glaubensund führt zum Glauben.So steht es schon in der Heiligen Schrift1,17 in der Heiligen Schrift: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Habakuk 2,4.:»Aufgrund des Glaubens1,17 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.wird der Gerechte1,17 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. das Leben1,17 Leben, neues Leben: Durch den Glauben an Gott von ihm bereits in dieser Welt geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. erlangen.«

Kein Mensch wird gerecht durch das Gesetz

Römer 1,18–3,20

Das Gericht Gottes über das Unrecht der Menschen

18Zugleich wird nämlich auch der Zorn Gottes1,18 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. offenbar.Er bricht vom Himmel1,18 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. her hereinüber alle Gottlosigkeit und alles Unrecht der Menschen.Denn durch dieses Unrechtunterdrücken sie die Wahrheit1,18 Wahrheit: Gottes Wahrheit zeigt sich in der Ordnung der Welt, die von den Menschen missachtet wird..19Schließlich wissen sie ganz genau,was Menschen von Gott bekannt sein kann.Er selbst hat es ihnen ja vor Augen geführt.20Denn sein unsichtbares Wesenist seit der Erschaffung der Welt erkennbar geworden –und zwar an dem, was er geschaffen hat.Es ist seine ewige Macht und seine Göttlichkeit.Deshalb haben die Menschen keine Entschuldigung.21Sie kennen Gott.Trotzdem ließen sie ihm nichtdie Ehre und den Dank zuteilwerden, die Gott zustehen.Stattdessen verloren sie sich in Gedankenspielen,und ihr uneinsichtiges Herz1,21 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. hat sich verfinstert.

22Während sie vorgaben, weise zu sein,machten sie sich zum Narren.23Die Herrlichkeit1,23 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. des unvergänglichen Gottesgaben sie preis.An seine Stelle setzten sie Standbildervon vergänglichen Menschenoder von Vögeln, Vierbeinern und Kriechtieren.24Deshalb hat Gott sieihren innersten Begierden ausgeliefert.Er überließ sie der Unsittlichkeit,sodass sie ihren eigenen Körper entwürdigten.25Die Menschen tauschten die Wahrheit Gottes1,25 Wahrheit Gottes: Meint die Versöhnung mit Gott, die den Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus geschenkt ist.gegen die Lüge.Sie verehrten die Schöpfungund beteten sie statt des Schöpfers an.Der sei in Ewigkeit gelobt! Amen1,25 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«.26Deshalb hat Gott sieschändlichen Leidenschaften ausgeliefert.Denn ihre Frauen vertauschtenden natürlichen Geschlechtsverkehrmit dem widernatürlichen.27Ebenso gaben die Männerden natürlichen Geschlechtsverkehrmit ihren Frauen auf.Dafür entbrannten sie in wildem Verlangen zueinander.Männer treiben es schamlos mit Männern.So empfangen sie am eigenen Leibden gebührenden Lohn für ihre Verirrung.

28Sie hielten es nicht für wichtig,Gott anzuerkennen.Deshalb hat Gott sieihrer schändlichen Gesinnung ausgeliefert.Daher tun sie, was sich nicht gehört:29Sie strotzen vor Unrecht,Bosheit, Habgier und Schlechtigkeit.Sie sind voller Neid, Mordlust, Streitsucht,Hinterhältigkeit, Heimtücke, Verleumdung30und übler Nachrede.Sie verachten Gott,sind gewalttätig, hochmütig und prahlerisch.Im Bösen sind sie erfinderischund ihren Eltern gegenüber ungehorsam.31Sie sind uneinsichtig, unzuverlässig,lieblos und unbarmherzig.32Dabei kennen sie Gottes Rechtsordnung1,32 Gottes Rechtsordnung: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll.und wissen:Wer so handelt, verdient den Tod.Trotzdem tun sie esund spenden darüber hinaus auch noch denen Beifall,die genauso handeln.