BasisBibel (BB)
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Jesus heilt einen Mann am Sabbat

Matthäus 12,9-14; Lukas 6,6-11
31Wieder ging Jesus3,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in die Synagoge3,1 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde..Dort war ein Mann mit einer gelähmten Hand.2Die Gegner3,2 die Gegner: Markus 2,23-28 erzählt, dass Jesus einen Streit mit den Pharisäern hat, weil seine Jünger am Sabbat Getreide sammeln. von Jesus beobachteten genau,ob Jesus den Mann am Sabbat3,2 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. heilen würde.Dann wollten sie ihn anklagen.3Jesus sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand:»Steh auf und stell dich in die Mitte.«4Dann fragte er sie: »Was ist am Sabbat erlaubt? –Gutes tun oder Böses?Soll man einem Menschen das Leben rettenoder ihn umkommen lassen?«Keiner sagte etwas.5Jesus blickte sie zornig an.Er war traurig, dass sie so unbarmherzig waren.Zu dem Mann sagte er: »Streck deine Hand aus!«Da streckte der Mann die Hand aus,und sie wurde geheilt.

6Die Pharisäer3,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. gingen hinausund trafen sich sofort mit den Anhängern des Herodes3,6 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.)..Gemeinsam überlegten sie,wie sie Jesus3,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. loswerden konnten.

Wer Jesus ist und wer zu ihm gehört

Markus 3,7-35

Viele Menschen kommen zu Jesus an den See Gennesaret

Lukas 6,17-19
7Jesus3,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging mit seinen Jüngern3,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zurück zum See3,7 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..Viele Menschen folgten ihm:Leute aus Galiläa3,7 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene., aus Judäa3,7 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.,8aus Jerusalem3,8 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes., aus Idumäa3,8 Idumäa: Gebiet südlich von Jerusalem und westlich des Toten Meers.,aus dem Gebiet jenseits des Jordan3,8 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt.und aus der Gegend von Tyros und Sidon3,8 Tyros, Sidon: Bedeutende Hafenstädte, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatten sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil..Sie hatten gehört, was Jesus tat.Deshalb kamen sie zu ihm.

9Jesus3,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu seinen Jüngern3,9 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Haltet ein Boot bereit,falls mich die Volksmenge zu sehr bedrängt.«10Denn Jesus heilte viele Kranke.Deshalb drängten sich alle um ihn,die ein Leiden hatten, und wollten ihn berühren.11Menschen, die von bösen Geistern3,11 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. besessen waren,warfen sich vor ihm nieder, sobald sie ihn sahen.Sie schrien: »Du bist der Sohn Gottes3,11 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.12Aber Jesus schärfte ihnen nachdrücklich ein,niemandem zu erzählen, wer er war.

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Matthäus 10,1-4; Lukas 6,12-16
13Dann stieg Jesus3,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auf einen Berg.Dort rief er die zu sich, die er bei sich haben wollte.Sie kamen zu ihm, 14und er bestimmte zwölf,die er Apostel3,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. nannte.Sie sollten ständig bei ihm sein.Er wollte sie aber auch aussenden,um die Gute Nachricht3,14 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. zu verkünden.15Außerdem gab er ihnen die Vollmacht,Dämonen3,15 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. auszutreiben.

16Das waren die zwölf, die er einsetzte:Simon, dem er den Namen Petrus3,16 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. gab;17Jakobus, der Sohn des Zebedäus,und Johannes, der Bruder des Jakobus,denen er den Namen »Donnersöhne« gab.18Dazu kamen Andreas, Philippus, Bartholomäus,Matthäus, Thomas,Jakobus, der Sohn von Alphäus;Thaddäus, Simon, der Kananäer3,18 Kananäer: Aramäischer Name für die Gruppe der Zeloten. Die Angehörigen dieser jüdischen Glaubensgruppe legten die biblischen Vorschriften sehr streng aus. Für ihre Durchsetzung setzten sie auch Gewalt ein.,19und Judas Iskariot –er war es, der Jesus später3,19 später: Markus 14,43-47 erzählt, wie Judas Jesus seinen Gegnern ausliefert. verriet.

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Matthäus 12,22-32; Lukas 11,14-23
20Dann ging Jesus3,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nach Hause3,20 nach Hause: Vermutlich das Haus von Simon Petrus und Andreas in Kapernaum, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31..Wieder strömte die Volksmenge zusammen,sodass Jesus und seine Jünger3,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.noch nicht einmal zum Essen kamen.21Als seine Verwandten das hörten,machten sie sich auf den Weg zu ihm.Sie wollten ihn mit Gewalt dort wegholen,denn sie sagten: »Er ist verrückt geworden.«22Aus Jerusalem3,22 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. waren Schriftgelehrte3,22 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. gekommen.Sie sagten: »Er ist von Beelzebul3,22 Beelzebul: Bezeichnung für den Anführer der Dämonen und bösen Geister. besessen.«Und: »Der Oberste der Dämonen3,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. hilft ihm,andere Dämonen auszutreiben.«23Jesus rief sie zu sichund redete zu ihnen in Form von Gleichnissen:»Wie kann der Satan3,23 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. den Satan austreiben?24Wenn die Machthaber eines Staatesmiteinander im Streit liegen,kann dieser Staat nicht bestehen.25Und wenn eine Familie miteinander im Streit liegt,kann diese Familie nicht bestehen.26Wenn sich also der Satan gegen sich selbst erhebtund mit sich im Streit liegt,kann er nicht bestehen. Es ist aus mit ihm.27Ebenso kann kein Einbrechereinem starken Mann seinen Besitz rauben,ohne ihn vorher zu fesseln.Dann kann er ihm das ganze Haus ausrauben.

28Amen3,28 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Alles kann den Menschen vergeben werden –jede Schuld3,28 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. und jede Gotteslästerung3,28 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott.,wie viel auch immer sie lästern.29Wenn aber jemand den Heiligen Geist3,29 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. lästert,dem kann in Ewigkeit nicht vergeben werden.Er ist für immer schuldig geworden.«30Das sagte Jesus, weil sie behauptet hatten:»Er ist von einem bösen Geist3,30 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. besessen.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Matthäus 12,46-50; Lukas 8,19-21
31Inzwischen waren die Mutterund die Brüder von Jesus3,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gekommen.Sie blieben draußen stehenund schickten jemand, der ihn rufen sollte.32Aber die Volksmenge saß um Jesus.Sie sagten zu ihm: »Sieh doch, deine Mutter,deine Brüder und deine Schwestern stehen draußen.Sie suchen nach dir.«33Aber Jesus antwortete:»Wer ist meine Mutter? Und wer sind meine Brüder?«34Er blickte die Leute an, die rings um ihn saßen,und sagte: »Das sind meine Mutter und meine Brüder!35Wer tut, was Gott will,der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«
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Jesus lehrt in Gleichnissen

Markus 4,1-34

Jesus spricht zu dem Volk in Gleichnissen

Matthäus 13,1-3; Lukas 8,4
41Wieder einmal war Jesus4,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. am See4,1 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.und begann, die Menschen zu lehren.Es versammelte sich eine so große Volksmenge um ihn,dass er in ein Boot stieg.Dort setzte er sich hin.So war er auf dem See,und die Volksmenge blieb am Ufer.2Jesus erklärte ihnen vieles von seiner Lehrein Form von Gleichnissen4,2 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt..

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,3-9; Lukas 8,5-8
3Jesus4,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu den Menschen: »Hört mir zu!Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen.4Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Da kamen die Vögel und pickten sie auf.5Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,wo es nicht viel Erde gab.Die Körner gingen schnell auf,weil sie nicht tief im Boden lagen.6Aber als die Sonne hoch stand,wurden die Pflanzen verbrannt.Sie vertrockneten,weil sie keine tiefen Wurzeln hatten.7Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln4,7 Distel: Meist stachelige Pflanze, die zum Unkraut gezählt wird..Die Disteln schossen hochund erstickten die junge Saat.Deshalb brachten sie keinen Ertrag.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Die Körner gingen auf, wuchsen heranund brachten Ertrag:manche dreißigfach, andere sechzigfach,andere sogar hundertfach.«9Und Jesus sagte:»Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«

Warum Jesus in Gleichnissen redet

Matthäus 13,10-17; Lukas 8,9-10
10Als Jesus allein mit ihnen war,fragten die Zwölf4,10 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. und seine anderen Begleiterihn nach den Gleichnissen4,10 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt..11Er antwortete:»Euch ist das Geheimnis vom Reich Gottes4,11 das Geheimnis vom Reich Gottes: In dem, was Jesus sagt und tut, können die Menschen bereits hier und jetzt das Reich Gottes erfahren. anvertraut.Aber die anderen Menschenerfahren das alles nur in Gleichnissen.124,12 Vers 12: In Vers 12 werden Worte aus Jesaja 6,9 aufgenommen. Sie sehen nämlich mit offenen Augenund erkennen nichtsund hören mit offen Ohren und verstehen nichts –es sei denn, sie ändern ihr Lebenund ihre Sünden4,12 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. werden ihnen vergeben.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,18-23; Lukas 8,11-15
13Und Jesus4,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu seinen Jüngern4,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Wenn ihr dieses Gleichnis4,13 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. schon nicht versteht,wie wollt ihr dannall die anderen Gleichnisse verstehen?14Der Bauer sät das Wort Gottes4,14 Wort Gottes: Meint die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. aus.15Ein Teil davon fällt auf den Weg.Er steht für die Menschen,die das Wort hören, wenn es gesät wird.Aber sofort kommt der Satan4,15 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.und nimmt das Wort wieder weg,das in sie hineingesät wurde.16Ein anderer Teil fällt auf felsigen Boden.Er steht für die Menschen, die das Wort hörenund es sofort mit Freude annehmen.17Aber es schlägt keine Wurzeln in ihnen,weil sie ihre Meinung schnell wieder ändern.Wenn ihnen das Wort Schwierigkeitenoder Verfolgung bringt,lassen sie sich sofort davon abbringen.18Noch ein anderer Teil fällt zwischen die Disteln4,18 Distel: Meist stachelige Pflanze, die zum Unkraut gezählt wird..Er steht für die Menschen,die das Wort zunächst hören.19Aber dann kommen die Alltagssorgen,der Reiz des Geldesoder die Gier nach irgendetwas anderem.Sie ersticken das Wort, und es bringt keinen Ertrag.20Aber ein Teil wird auch auf guten Boden gesät.Er steht für die Menschen,die das Wort hören und aufnehmen.Bei ihnen bringt es viel Ertrag:Manche Pflanzen bringen dreißig, andere sechzig,andere sogar hundert Körner.«

Das Gleichnis von der Lampe

Matthäus 13,12; Lukas 8,16-18
21Dann sagte Jesus4,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern4,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Bringt man etwa eine Öllampe4,21 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. in einen Raum,um sie dann unter einen Tontopf zu stellen?Natürlich nicht!Vielmehr stellt man sie auf einen Lampenständer.22Es gibt nichts Verborgenes,das nicht zutage kommen soll.Und nichts geschieht im Geheimen,das nicht ans Licht kommen soll.23Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«

24Weiter sagte er zu ihnen: »Beachtet das, was ihr hört.Der Maßstab, den ihr an andere anlegt,wird auch für euch gelten.Wenn ihr großzügig messt,werdet ihr noch dazubekommen.25Denn wer etwas hat, dem wird noch mehr gegeben.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen, was er hat.«

Das Gleichnis von der Saat, die ganz von selbst wächst

26Danach sagte Jesus4,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Mit dem Reich Gottes4,26 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. ist es wie bei einem Bauern.Er streut die Körner auf das Land,27dann legt er sich schlafen und steht wieder auf –tagaus, tagein.Die Saat geht auf und wächst –aber der Bauer weiß nicht, wie das geschieht.28Ganz von selbst bringt die Erde die Frucht hervor.Zuerst den Halm, dann die Ähre4,28 Ähre: Oberer Teil des Getreidehalms, an dem die Körner sitzen.und zuletzt den reifen Weizen in der Ähre.29Wenn das Getreide reif ist,schickt er sofort die Erntearbeiter los,denn die Erntezeit4,29 Erntezeit: Bild für das Ende der Zeit, in der Gott Gericht hält und sein Reich anbricht. ist da.«

Das Gleichnis vom Senfkorn

Matthäus 13,31-35; Lukas 13,18-19
30Dann fragte Jesus4,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Womit sollen wir das Reich Gottes4,30 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. vergleichen?Mit welchem Gleichnis4,30 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. können wir es beschreiben?31Es ist wie bei einem Senfkorn4,31 Senfkorn: Ein Senfkorn hat einen Durchmesser von 1–2 mm.:Wenn es in die Erde gesät wird,ist es das kleinste aller Samenkörner,die ausgesät werden.32Aber wenn es ausgesät ist,geht es auf und wird größer als alle Sträucher.Es bringt so große Zweige hervor,dass die Vögel in seinem Schatten ihr Nest bauen können.«

33Jesus4,33 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. verkündete seine Botschaftin vielen solchen Gleichnissen4,33 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.,wie die Menschen sie verstehen konnten.34Ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen.Aber wenn er mit seinen Jüngern4,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. allein war,erklärte er ihnen alles.

Jesus vollbringt Wunder und sendet seine Jünger aus

Markus 4,35–6,56

Im Sturm auf die Probe gestellt

Matthäus 8,23-27; Lukas 8,22-25
35Am Abend dieses Tages sagte Jesus4,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern4,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Wir wollen ans andere Ufer fahren.«36Sie ließen die Volksmenge zurückund fuhren mit dem Boot los, in dem er saß.Auch andere Boote fuhren mit.37Da kam ein starker Sturm auf.Die Wellen schlugen ins Boot hinein,sodass es schon volllief.38Jesus schlief hinten im Boot auf einem Kissen.Seine Jünger weckten ihn und riefen: »Lehrer4,38 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.!Macht es dir nichts aus, dass wir untergehen?«39Jesus stand auf, bedrohte den Windund sagte zum See4,39 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.: »Werde ruhig! Sei still!«Da legte sich der Wind, und es wurde ganz still.40Jesus fragte die Jünger:»Warum habt ihr solche Angst?Habt ihr immer noch keinen Glauben4,40 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.41Aber die Jünger überkam große Furcht.Sie fragten sich: »Wer ist er eigentlich?Sogar der Wind und die Wellen gehorchen ihm!«
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Jesus befreit einen Mann, der von Dämonen beherrscht wird

Matthäus 8,28-34; Lukas 8,26-39
51Jesus5,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger5,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.kamen auf die andere Seite des Sees5,1 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.in das Gebiet der Stadt Gerasa5,1 Gerasa: Blühende Stadt etwa 60 km südöstlich des See Gennesaret auf nicht-jüdischem Gebiet..2Sofort als Jesus aus dem Boot stieg,kam ihm aus den Grabkammern5,2 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. ein Mann entgegen.Der war von einem bösen Geist5,2 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. besessen.3Der Mann hatte sein Zuhause in den Grabkammern.Niemand konnte ihn bändigen, nicht einmal mit Ketten.4Schon oft hatte man ihm die Füße gefesseltund Ketten angelegt.Aber er hatte die Ketten und Fußfesselnimmer wieder zerrissen.Keiner wurde mit ihm fertig.5Tag und Nacht war er in den Gräbernoder auf den Bergen.Dabei schrie er und verletzte sich selbst mit Steinen.6Als der Mann Jesus von Weitem sah,lief er herbei und warf sich vor ihm nieder.7Mit lauter Stimme schrie er: »Was willst du von mir,Jesus, Sohn des höchsten Gottes5,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.?Ich beschwöre dich bei Gott: Quäl mich nicht!«8Denn Jesus hatte zu ihm gesagt:»Du böser Geist, gib diesen Menschen frei!«9Jesus fragte ihn: »Wie heißt du?«Er antwortete:»Ich heiße Legion5,9 Legion: Größte Abteilung des römischen Heeres mit 4000–6000 Mann., denn wir sind viele.«10Und er bat Jesus:»Vertreibe uns nicht aus dieser Gegend!«11Auf einem Berghang in der Näheweidete eine große Schweineherde.12Die bösen Geister baten Jesus:»Schick uns doch in die Schweine5,12 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen.,damit wir in sie hineinfahren können.«13Und er erlaubte es ihnen.Da verließen die bösen Geister den Mannund fuhren in die Schweine.Die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den Seeund ertrank.Es waren etwa 2000 Tiere.

14Die Schweinehirten ergriffen die Fluchtund erzählten davon in der Stadt und in den Dörfern.Die Leute kamen herbei,um selbst zu sehen, was geschehen war.15Sie kamen zu Jesus5,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und sahen den Mann,in dem die Legion5,15 Legion: Größte Abteilung des römischen Heeres, 4000–6000 Mann. böser Geister5,15 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. gewesen war.Er saß ruhig da, war angezogen und ganz vernünftig.Da fürchteten sich die Leute.16Diejenigen, die es mit angesehen hatten,berichteten ihnen alles:Was mit dem Mann geschehen war,den die Dämonen5,16 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. beherrscht hatten,und wie es den Schweinen5,16 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen. ergangen war.17Da forderten sie Jesus auf,aus ihrer Gegend wegzugehen.

18Als Jesus5,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in das Boot steigen wollte,bat ihn der Mann, den die Dämonen5,18 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. beherrscht hatten:»Ich möchte bei dir bleiben.«19Aber er erlaubte es ihm nicht, sondern sagte zu ihm:»Geh nach Hause zu deiner Familie.Erzähl ihnen, was Gott für dich getan hatund wie er dir seine Barmherzigkeit gezeigt hat.«20Da zog der Mann los.Er verkündete in dem Gebiet der Zehn Städte5,20 Zehn Städte: Zusammenschluss von zehn Städten östlich und südlich des See Gennesaret, der eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber den jeweiligen Herrschern behauptete.,was Jesus für ihn getan hatte.Und alle staunten darüber.

Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf

Matthäus 9,18-26; Lukas 8,40-56
21Jesus5,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. fuhr in dem Bootzur anderen Seite des Sees5,21 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. zurück.Dort versammelte sich eine große Volksmenge um ihn.Als er noch am See war,22kam einer der Synagogenleiter5,22 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig. dazu –ein Mann namens Jairus.Als er Jesus sah, warf er sich vor ihm nieder.23Er flehte ihn an:»Meine kleine Tochter liegt im Sterben.Bitte komm! Leg ihr die Hände auf,damit sie gerettet wird und am Leben bleibt.«24Da ging Jesus mit Jairus.Eine große Volksmenge folgte ihm und umdrängte ihn.

25Unter den Leuten war auch eine Frau,die seit zwölf Jahren an Blutungen litt.26Sie hatte bei vielen Ärzten viel durchgemachtund alles dafür ausgegeben, was sie besaß.Aber es hatte nichts genützt –die Blutungen waren nur noch schlimmer geworden.27Die Frau hatte von Jesus5,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gehört.Sie drängte sich in der Volksmengevon hinten an ihn heran und berührte seinen Mantel5,27 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..28Denn sie sagte sich:»Wenn ich nur seinen Mantel berühre,werde ich gesund.«29Im selben Augenblick hörte die Blutung auf.Sie spürte, dass sie von ihrem Leiden geheilt war.30Jesus merkte sofort,dass Kraft von ihm ausgegangen war.Er drehte sich in der Volksmenge um und fragte:»Wer hat meinen Mantel berührt?«31Seine Jünger5,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. antworteten: »Du siehst doch,wie die Volksmenge sich um dich drängt.Und da fragst du: ›Wer hat mich berührt?‹«32Doch Jesus blickte sich um,um zu sehen, wer ihn berührt hatte.33Aber die Frau fürchtete sich und zitterte.Sie wusste ja, was mit ihr geschehen war.Sie trat vor, warf sich vor ihm niederund erzählte ihm alles.34Er aber sagte zu ihr:»Tochter, dein Glaube5,34 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. hat dich gerettet.Geh in Frieden.Du bist endgültig von deinem Leiden befreit.«

35Während er noch redete,kamen einige Leute aus dem Haus des Synagogenleiters5,35 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig..Sie sagten: »Deine Tochter ist gestorben.Wozu bemühst du den Lehrer5,35 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. noch?«36Aber Jesus5,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. hörte, was sie redeten.Er sagte zu dem Synagogenleiter:»Hab keine Angst! Glaube5,36 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. nur.«37Jesus ließ sonst niemanden mitkommen,außer Petrus, Jakobus und Johannes,den Bruder von Jakobus.38Als sie zum Haus des Synagogenleiters kamen,sah Jesus die aufgeregten Menschen.Sie weinten und klagten laut.39Jesus ging hinein und sagte zu ihnen:»Warum seid ihr so aufgeregt? Warum weint ihr?Das Kind ist nicht tot, es schläft nur.«40Da lachten sie ihn aus.Aber er warf alle hinaus.Er nahm nur den Vater des Kindes,die Mutter und seine Jünger5,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. mit sich.Sie gingen in den Raum, in dem das Kind lag.41Jesus nahm die Hand des Kindesund sagte zu ihm: »Talita kum5,41 Talita kum: Jesus redet das Mädchen mit aramäischen Worten an. Das ist die Sprache, die von den Menschen in Galiläa, westlich des See Gennesaret, gesprochen wurde.!«,das heißt: Mädchen, ich sage dir: Steh auf!42Sofort stand das Mädchen aufund ging einige Schritte umher.Es war zwölf Jahre alt.Da gerieten alle vor Staunen außer sich.43Jesus schärfte ihnen ein:»Erzählt niemandem etwas davon.«Dann sagte er: »Gebt dem Mädchen etwas zu essen.«