BasisBibel (BB)
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Jesus lehrt in Gleichnissen

Markus 4,1-34

Jesus spricht zu dem Volk in Gleichnissen

Matthäus 13,1-3; Lukas 8,4
41Wieder einmal war Jesus4,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. am See4,1 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.und begann, die Menschen zu lehren.Es versammelte sich eine so große Volksmenge um ihn,dass er in ein Boot stieg.Dort setzte er sich hin.So war er auf dem See,und die Volksmenge blieb am Ufer.2Jesus erklärte ihnen vieles von seiner Lehrein Form von Gleichnissen4,2 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt..

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,3-9; Lukas 8,5-8
3Jesus4,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu den Menschen: »Hört mir zu!Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen.4Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Da kamen die Vögel und pickten sie auf.5Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,wo es nicht viel Erde gab.Die Körner gingen schnell auf,weil sie nicht tief im Boden lagen.6Aber als die Sonne hoch stand,wurden die Pflanzen verbrannt.Sie vertrockneten,weil sie keine tiefen Wurzeln hatten.7Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln4,7 Distel: Meist stachelige Pflanze, die zum Unkraut gezählt wird..Die Disteln schossen hochund erstickten die junge Saat.Deshalb brachten sie keinen Ertrag.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Die Körner gingen auf, wuchsen heranund brachten Ertrag:manche dreißigfach, andere sechzigfach,andere sogar hundertfach.«9Und Jesus sagte:»Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«

Warum Jesus in Gleichnissen redet

Matthäus 13,10-17; Lukas 8,9-10
10Als Jesus allein mit ihnen war,fragten die Zwölf4,10 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. und seine anderen Begleiterihn nach den Gleichnissen4,10 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt..11Er antwortete:»Euch ist das Geheimnis vom Reich Gottes4,11 das Geheimnis vom Reich Gottes: In dem, was Jesus sagt und tut, können die Menschen bereits hier und jetzt das Reich Gottes erfahren. anvertraut.Aber die anderen Menschenerfahren das alles nur in Gleichnissen.124,12 Vers 12: In Vers 12 werden Worte aus Jesaja 6,9 aufgenommen. Sie sehen nämlich mit offenen Augenund erkennen nichtsund hören mit offen Ohren und verstehen nichts –es sei denn, sie ändern ihr Lebenund ihre Sünden4,12 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. werden ihnen vergeben.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,18-23; Lukas 8,11-15
13Und Jesus4,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu seinen Jüngern4,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Wenn ihr dieses Gleichnis4,13 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. schon nicht versteht,wie wollt ihr dannall die anderen Gleichnisse verstehen?14Der Bauer sät das Wort Gottes4,14 Wort Gottes: Meint die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. aus.15Ein Teil davon fällt auf den Weg.Er steht für die Menschen,die das Wort hören, wenn es gesät wird.Aber sofort kommt der Satan4,15 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.und nimmt das Wort wieder weg,das in sie hineingesät wurde.16Ein anderer Teil fällt auf felsigen Boden.Er steht für die Menschen, die das Wort hörenund es sofort mit Freude annehmen.17Aber es schlägt keine Wurzeln in ihnen,weil sie ihre Meinung schnell wieder ändern.Wenn ihnen das Wort Schwierigkeitenoder Verfolgung bringt,lassen sie sich sofort davon abbringen.18Noch ein anderer Teil fällt zwischen die Disteln4,18 Distel: Meist stachelige Pflanze, die zum Unkraut gezählt wird..Er steht für die Menschen,die das Wort zunächst hören.19Aber dann kommen die Alltagssorgen,der Reiz des Geldesoder die Gier nach irgendetwas anderem.Sie ersticken das Wort, und es bringt keinen Ertrag.20Aber ein Teil wird auch auf guten Boden gesät.Er steht für die Menschen,die das Wort hören und aufnehmen.Bei ihnen bringt es viel Ertrag:Manche Pflanzen bringen dreißig, andere sechzig,andere sogar hundert Körner.«

Das Gleichnis von der Lampe

Matthäus 13,12; Lukas 8,16-18
21Dann sagte Jesus4,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern4,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Bringt man etwa eine Öllampe4,21 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. in einen Raum,um sie dann unter einen Tontopf zu stellen?Natürlich nicht!Vielmehr stellt man sie auf einen Lampenständer.22Es gibt nichts Verborgenes,das nicht zutage kommen soll.Und nichts geschieht im Geheimen,das nicht ans Licht kommen soll.23Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«

24Weiter sagte er zu ihnen: »Beachtet das, was ihr hört.Der Maßstab, den ihr an andere anlegt,wird auch für euch gelten.Wenn ihr großzügig messt,werdet ihr noch dazubekommen.25Denn wer etwas hat, dem wird noch mehr gegeben.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen, was er hat.«

Das Gleichnis von der Saat, die ganz von selbst wächst

26Danach sagte Jesus4,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Mit dem Reich Gottes4,26 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. ist es wie bei einem Bauern.Er streut die Körner auf das Land,27dann legt er sich schlafen und steht wieder auf –tagaus, tagein.Die Saat geht auf und wächst –aber der Bauer weiß nicht, wie das geschieht.28Ganz von selbst bringt die Erde die Frucht hervor.Zuerst den Halm, dann die Ähre4,28 Ähre: Oberer Teil des Getreidehalms, an dem die Körner sitzen.und zuletzt den reifen Weizen in der Ähre.29Wenn das Getreide reif ist,schickt er sofort die Erntearbeiter los,denn die Erntezeit4,29 Erntezeit: Bild für das Ende der Zeit, in der Gott Gericht hält und sein Reich anbricht. ist da.«

Das Gleichnis vom Senfkorn

Matthäus 13,31-35; Lukas 13,18-19
30Dann fragte Jesus4,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Womit sollen wir das Reich Gottes4,30 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. vergleichen?Mit welchem Gleichnis4,30 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. können wir es beschreiben?31Es ist wie bei einem Senfkorn4,31 Senfkorn: Ein Senfkorn hat einen Durchmesser von 1–2 mm.:Wenn es in die Erde gesät wird,ist es das kleinste aller Samenkörner,die ausgesät werden.32Aber wenn es ausgesät ist,geht es auf und wird größer als alle Sträucher.Es bringt so große Zweige hervor,dass die Vögel in seinem Schatten ihr Nest bauen können.«

33Jesus4,33 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. verkündete seine Botschaftin vielen solchen Gleichnissen4,33 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.,wie die Menschen sie verstehen konnten.34Ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen.Aber wenn er mit seinen Jüngern4,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. allein war,erklärte er ihnen alles.

Jesus vollbringt Wunder und sendet seine Jünger aus

Markus 4,35–6,56

Im Sturm auf die Probe gestellt

Matthäus 8,23-27; Lukas 8,22-25
35Am Abend dieses Tages sagte Jesus4,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern4,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Wir wollen ans andere Ufer fahren.«36Sie ließen die Volksmenge zurückund fuhren mit dem Boot los, in dem er saß.Auch andere Boote fuhren mit.37Da kam ein starker Sturm auf.Die Wellen schlugen ins Boot hinein,sodass es schon volllief.38Jesus schlief hinten im Boot auf einem Kissen.Seine Jünger weckten ihn und riefen: »Lehrer4,38 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.!Macht es dir nichts aus, dass wir untergehen?«39Jesus stand auf, bedrohte den Windund sagte zum See4,39 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen.: »Werde ruhig! Sei still!«Da legte sich der Wind, und es wurde ganz still.40Jesus fragte die Jünger:»Warum habt ihr solche Angst?Habt ihr immer noch keinen Glauben4,40 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.41Aber die Jünger überkam große Furcht.Sie fragten sich: »Wer ist er eigentlich?Sogar der Wind und die Wellen gehorchen ihm!«