BasisBibel (BB)

Der Streit um die Vollmacht von Jesus

Markus 2,1–3,6

Jesus vergibt Sünden und heilt

Matthäus 9,1-8; Lukas 5,17-26
21Ein paar Tage später kam Jesus2,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nach Kapernaum2,1 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret. zurück.Es sprach sich herum,dass er wieder zu Hause2,1 zu Hause: Vermutlich das Haus von Simon Petrus und Andreas, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31. war.2Daraufhin strömten so viele Menschen herbei,dass der Platz nicht ausreichte –nicht einmal draußen vor der Tür.Jesus verkündete ihnen das Wort Gottes2,2 Wort Gottes: Gemeint ist die Botschaft, die Gott den Menschen gibt..

3Da brachten Leute einen Gelähmten zu Jesus2,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Er wurde von vier Männern getragen.4Aber wegen der Volksmengekonnten sie nicht bis zu ihm vordringen.Deshalb öffneten sie das Dach2,4 Dach: Dächer waren flach, bestanden aus mehreren Lagen Reisig und Putz und wurden als eine Art Terrasse genutzt.genau über der Stelle, wo Jesus war.Sie machten ein Loch hineinund ließen den Gelähmten auf seiner Matte2,4 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. herunter.5Jesus sah, wie groß ihr Glaube2,5 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. war,und sagte zu dem Gelähmten:»Mein Kind, deine Sünden2,5 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. sind dir vergeben.«

6Es saßen aber auch einige Schriftgelehrte2,6 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. dabei.Die dachten:7»Wie kann er so etwas sagen?Das ist Gotteslästerung2,7 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott.!Nur Gott allein kann Sünden2,7 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergeben.«8Doch Jesus wusste sofort, was sie dachten.Er sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Gedanken?9Was ist einfacher? Dem Gelähmten zu sagen:›Deine Sünden sind dir vergeben‹,oder: ›Steh auf, nimm deine Matte2,9 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. und geh umher‹?10Aber ihr sollt sehen, dass der Menschensohn2,10 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.von Gott Vollmacht bekommen hat.So kann er hier auf der Erdeden Menschen ihre Sünden vergeben.«Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:11»Ich sage dir: Steh auf,nimm deine Matte und geh nach Hause.«12Da stand der Mann auf, nahm rasch seine Matteund ging weg – vor ihren Augen.Sie gerieten außer sich, lobten Gott und sagten:»So etwas haben wir noch nie erlebt.«

Jesus beruft Levi und isst mit Zolleinnehmern

Matthäus 9,9-13; Lukas 5,27-32
13Jesus2,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging wieder hinaus zum See2,13 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..Die ganze Volksmenge kam zu ihm, und er lehrte sie.14Als er weiterging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus.Der saß an seiner Zollstation2,14 Zollstation: Vor allem an Stadttoren eingerichteter Haltepunkt, an dem die Steuern auf transportierte Waren eingesammelt wurden..Jesus sagte zu ihm: »Komm, folge2,14 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«Da stand er auf und folgte ihm.

15Später war Jesus2,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. bei ihm zu Hause zum Essen.Viele Zolleinnehmer und andere Leute,die als Sünder2,15 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. galten,aßen mit Jesus und seinen Jüngern2,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten..Es waren inzwischen viele, die Jesus folgten2,15 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..16Die Schriftgelehrten2,16 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. unter den Pharisäern2,16 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. sahen,dass Jesus mit Leuten, die als Sünder galten,und mit Zolleinnehmern2,16 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. aß.Da sagten sie zu seinen Jüngern:»Wie kann er mit Zolleinnehmern und Sündern essen?«17Jesus hörte das und gab ihnen zur Antwort:»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,sondern die Kranken.Ich bin nicht gekommen, um die Gerechten2,17 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. zu rufen,sondern die Sünder2,17 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten.

Es ist nicht die Zeit zu fasten

Matthäus 9,14-17; Lukas 5,33-39
18Die Jünger2,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. von Johannes2,18 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.und die Pharisäer2,18 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. fasteten2,18 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. regelmäßig.Deshalb kamen Leute zu Jesus2,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und fragten ihn:»Warum fasten die Jünger von Johannesund die Jünger der Pharisäer,aber deine Jünger nicht?«19Jesus antwortete: »Sollen die Hochzeitsgäste etwa fasten,solange der Bräutigam2,19 Bräutigam: Bild für Jesus. Die Jünger sollen sich freuen, dass der Sohn Gottes bei ihnen ist. bei ihnen ist?Während der Bräutigam bei ihnen ist,können sie doch nicht fasten.20Aber es wird eine Zeit kommen,da wird ihnen der Bräutigam weggenommen.An diesem Tag werden sie fasten.

21Niemand näht neuen Stoff auf einen alten Mantel2,21 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..Sonst wird der neue Stoff von dem alten abreißen,und der Riss wird größer als vorher.22Und niemand füllt neuen Wein2,22 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. in alte Weinschläuche2,22 Weinschlauch: Aus Tierhäuten zusammengenähter Schlauch, der in der Antike zum Transport von Flüssigkeiten wie Wein diente..Sonst bringt der neue Weindie alten Schläuche zum Platzen.Dann geht der Wein verloren mitsamt den Schläuchen.Nein: Neuer Wein gehört in neue Schläuche.«

Hunger stillen auch am Sabbat

Matthäus 12,1-8; Lukas 6,1-5
23An einem Sabbat2,23 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. ging Jesus2,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. durch die Felder.Unterwegs rissen seine Jünger2,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Ähren2,23 Ähre: Oberer Teil des Getreidehalms, an dem die Körner sitzen. von den Halmen.24Da sagten die Pharisäer2,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. zu ihm:»Sieh doch, was deine Jünger tun!Das ist am Sabbat verboten2,24 am Sabbat verboten: Die Pharisäer werten das Abreißen der Ähren als Arbeit, die am Sabbat verboten ist; vgl. 2. Mose/Exodus 20,8-11.25Er antwortete:»Habt ihr denn nicht gelesen, was David2,25 David: 1. Samuel 21,2-7 erzählt, dass König David auf der Flucht in einem Tempel Brot isst, das für die Priester bestimmt war. getan hat?Er und seine Männer waren in einer Notlageund hatten Hunger.26– Der Hohepriester2,26 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. war damals Abjatar. –Da ging David in das Haus Gottes2,26 Haus Gottes: Tempel in der Ortschaft Nob, nordöstlich von Jerusalem.und aß die Schaubrote2,26 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt., obwohl es verboten war.Nur die Priester2,26 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. durften davon essen.Aber er gab sogar seinen Männern von den Broten.«

27Jesus2,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu den Pharisäern2,27 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.:»Gott hat den Sabbat2,27 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. für den Menschen gemacht,nicht den Menschen für den Sabbat.28Also kann der Menschensohn2,28 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. bestimmen,was am Sabbat erlaubt ist.«