BasisBibel (BB)

Jesus spricht über die Endzeit

Markus 13,1-37

Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Matthäus 24,1-2; Lukas 21,5-6
131Als Jesus13,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. den Tempel13,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. verließ,sagte einer seiner Jünger13,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Lehrer13,1 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., sieh, was für Steine und was für Bauwerke!«2Jesus antwortete:»Du bewunderst diese mächtigen Bauwerke?Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben.Es wird alles zerstört werden.«

Wann kommt das Ende?

Matthäus 24,3-8; Lukas 21,7-11
3Jesus13,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging auf den Ölberg13,3 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem.und setzte sich genau gegenüber vom Tempel13,3 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Nur Petrus13,3 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus., Jakobus, Johannes und Andreas waren bei ihm.Sie fragten ihn:4»Sag uns, wann wird das sein?Und an welchen Zeichen13,4 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. erkennen wir,dass das Ende13,4 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. von allem bevorsteht?«5Jesus antwortete:»Passt auf, dass euch niemand in die Irre führt!6Viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten: ›Ich bin es.‹Damit werden sie viele Menschen in die Irre führen.7Erschreckt nicht,wenn ihr von Kriegen und Kriegsgerüchten hört.Das muss so geschehen.Aber das ist noch nicht das Ende.8Denn ein Volk wird gegen das andere kämpfenund ein Reich das andere angreifen.An vielen Orten wird es Erdbeben und Hungersnöte geben.Doch das ist erst der Anfang der Geburtswehen13,8 Geburtswehen: Das Bild einer Frau in den Wehen dient dazu, Angst und Not zu beschreiben. Die Tage, bevor Jesus Christus wiederkommt, stellte man sich als eine Zeit von Angst und Schrecken vor. Mit dem Gericht Gottes über die Welt bricht dann endgültig das Reich Gottes an.

Standhalten in Verfolgung

Matthäus 10,17-21; 24,9-14; Lukas 21,12-19
9»Ihr selbst müsst aufpassen:Man wird euch an die Gerichte13,9 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefern,die in den Synagogen13,9 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. tagen.Dort wird man euch auspeitschen.Ihr werdet vor hohen Regierungsbeamtenund Königen stehen müssen,weil ihr euch zu mir bekennt.Vor ihnen sollt ihr als Zeugen für mich auftreten.10Es ist Gottes Wille,dass allen Völkern die Gute Nachricht13,10 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. verkündet wird,bevor das Ende kommt.11Wenn sie euch verhaften und den Gerichten ausliefern,macht euch vorher keine Sorgen darüber,was ihr sagen sollt.Sagt vielmehr das,was euch in dem Augenblick einfällt.Denn nicht ihr selbst werdet dann reden,sondern der Heilige Geist13,11 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..

12Geschwister werden sich gegenseitigdem Henker ausliefernund sogar ein Vater seine Kinder.Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellenund sie in den Tod schicken.13Alle werden euch hassen,weil ihr euch zu mir bekennt.Wer aber bis zum Ende13,13 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. standhält,wird gerettet werden.«

Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Matthäus 24,15-28; Lukas 21,20-24
14»Ihr werdet das ›Götzenbild der Verwüstung‹13,14 Götzenbild der Verwüstung: Standbild einer fremden Gottheit, das den Tempel entweiht. Daniel 9,27 und Daniel 12,11 kündigen es für die Zeit vor dem Gericht Gottes an. sehen –es wird dort stehen, wo es nicht stehen darf.Wer das liest, soll überlegen, was es bedeutet!Wenn das geschieht,dann sollen die Einwohner von Judäa13,14 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.in die Berge fliehen.15Wer gerade auf dem Dach13,15 Dach: Dächer waren flach und wurden als eine Art Terrasse genutzt. ist,soll nicht erst hinuntersteigen.Er soll nicht ins Haus gehen,um noch etwas von dort zu holen.16Und wer gerade auf dem Feld ist,soll nicht zurücklaufen,um noch seinen Mantel zu holen.17Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!18Betet13,18 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. aber, dass das nicht im Winter geschieht!19Die Not wird in diesen Tagen schrecklich sein.Noch nie hat es eine solche Not gegeben –vom Anfang der Welt an, als Gott sie geschaffen hat,bis heute. Und es wird sie auch künftig nicht geben.20Wenn der Herr diese schreckliche Zeitnicht verkürzen würde,könnte kein Mensch gerettet werden.Aber er wird diese Zeit verkürzen –denen zuliebe, die er erwählt hat.

21Wenn dann jemand zu euch sagt:›Seht her, hier ist der Christus13,21 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.!‹,oder: ›Seht her, dort ist er!‹,dann glaubt es nicht.22Denn mancher falsche Christusund mancher falsche Prophet13,22 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun. wird auftreten.Sie werden Zeichen und Wunder13,22 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. tun.So wollen sie möglichst auch die Menschenin die Irre führen, die von Gott erwählt sind.23Passt also auf!Ich habe euch alles vorhergesagt.«

Der Menschensohn kommt

Matthäus 24,29-31; Lukas 21,25-28
2413,24 Vers 24-27: Die Verse 24-27 nehmen Worte aus Jesaja 13,10 und Daniel 7,13-14 auf. Dort wird mit diesen Bildern der Tag des Gerichts beschrieben, an dem Gott gegen seine Feinde vorgeht. »Aber dann, nach dieser schrecklichen Zeit,wird die Sonne sich verfinsternund der Mond nicht mehr scheinen.25Die Sterne werden vom Himmel fallenund die Mächte des Himmels13,25 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. erschüttert werden.26Dann werden alle es sehen:Der Menschensohn13,26 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. kommt auf den Wolkenmit großer Macht und Herrlichkeit13,26 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor..27Dann wird er die Engel ausschicken,um die Menschen zusammenzubringen,die von Gott erwählt sind.Wie die vier Winde kommen sie herbei,vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.«

Das Gleichnis vom Feigenbaum

Matthäus 24,32-36; Lukas 21,29-33
28»Nehmt den Feigenbaum als Gleichnis13,28 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.,an dem ihr etwas lernt.Wenn seine Zweige frisch austreibenund Blätter bekommen, dann wisst ihr:Der Sommer ist bald da.29So ist es auch mit euch:Wenn ihr seht, dass das alles geschieht,dann wisst ihr: Das Ende13,29 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. ist nahe.Der Menschensohn13,29 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. steht vor der Tür.30Amen13,30 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Diese Generation wird nicht sterben,bevor dies alles geschieht.31Himmel und Erde werden vergehen,aber meine Worte werden nicht vergehen.32An welchem Tag oder zu welcher Stunde das sein wird,weiß niemand – auch nicht die Engel im Himmel,nicht einmal der Sohn13,32 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet., sondern nur der Vater.«

Bleibt wachsam!

Lukas 12,35-40; 19,12-13
33»Passt auf und seid wachsam!Denn ihr wisst nicht, wann der Zeitpunkt13,33 Zeitpunkt: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. kommt.34Es ist wie bei einem Mann, der auf Reisen ging.Er verließ sein Hausund übertrug seinen Dienern die Verantwortung.Jedem teilte er seine Arbeit zu.Dem Wächter an der Tür befahl er: ›Bleib wachsam!‹35Bleibt also wachsam!Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt:spät am Abend, um Mitternacht,beim ersten Hahnenschrei oder früh am Morgen.36Wenn er plötzlich kommt,soll er euch doch nicht im Schlaf überraschen.37Was ich euch sage, das sage ich allen: Bleibt wachsam!«