BasisBibel (BB)
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Das Gleichnis von den Pächtern des Weinbergs

Matthäus 21,33-46; Lukas 20,9-19
121Jesus begann, ihnen Gleichnisse12,1 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. zu erzählen:»Ein Mann legte einen Weinberg12,1 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In der Bibel wird er auch als Bild für das Volk Israel verwendet, vgl. Jesaja 5,1-7. an.Er baute eine Mauer darum,hob eine Grube als Kelter12,1 Kelter: Eine aus dem Fels gehauene Grube, die zum Auspressen von reifen Trauben diente. Die Trauben wurden dazu mit den bloßen Füßen zertreten. ausund errichtete einen Wachturm.Dann verpachtete er ihn und ging auf Reisen.2Als es an der Zeit war,schickte der Besitzer einen Knecht zu den Pächtern.Der sollte bei ihnen seinen Anteilvom Ertrag des Weinbergs abholen.3Aber sie packten den Knecht, verprügelten ihnund jagten ihn mit leeren Händen davon.4Daraufhin schickte der Besitzer noch einen Knecht.Dem schlugen sie den Kopf blutigund beschimpften ihn.5Der Besitzer schickte noch einen weiteren Knecht.Den töteten sie sogar.Er schickte noch viele andere.Die einen verprügelten sie,die anderen töteten sie.

6Da blieb nur noch einer übrig: sein geliebter Sohn.Ihn schickte er als Letzten.Er sagte sich:›Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.‹7Aber die Pächter sagten zueinander: ›Er ist der Erbe.Kommt, wir töten ihn, dann gehört sein Erbe uns.‹8Sie packten ihn, töteten ihnund warfen seine Leiche hinaus vor den Weinberg12,8 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In der Bibel wird er oft als Bild für das Volk Israel verwendet, vgl. Jesaja 5,1-7..9Was wird der Weinbergbesitzer jetzt tun?Er wird selbst kommen, die Pächter tötenund den Weinberg anderen anvertrauen.10Ihr kennt doch die Stelle in der Heiligen Schrift12,10 Stelle in der Heiligen Schrift: Zitat aus Psalm 118,22-23.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben12,10 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein12,10 Grundstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.11Der Herr hat ihn dazu gemacht.Es ist ein Wunder in unseren Augen.‹«

12Die führenden Priester12,12 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht., Schriftgelehrten12,12 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Ratsältesten12,12 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.hätten Jesus12,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. am liebsten verhaften lassen.Aber sie fürchteten sich vor der Menge.Sie hatten verstanden,dass er in dem Gleichnis12,12 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. von ihnen gesprochen hatte.Sie ließen ihn in Ruhe und gingen weg.

Steuern für den Kaiser?

Matthäus 22,15-22; Lukas 20,20-26
13Danach schickten die führenden Priester12,13 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.,Schriftgelehrten12,13 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und Ratsältesten12,13 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.einige Pharisäer12,13 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Anhänger des Herodes12,13 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). zu Jesus12,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Die sollten ihn mit einer Frage in Bedrängnis bringen.14Sie gingen zu ihm und sagten: »Lehrer12,14 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Dir geht es nur um die Wahrheit.Dabei nimmst du auf niemanden Rücksicht,denn du siehst nicht auf die Person.Vielmehr sagst du die Wahrheit und lehrst,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?Sollen wir sie nun zahlen oder nicht?«15Jesus durchschaute ihr falsches Spielund sagte zu ihnen:»Wollt ihr mich auf die Probe stellen?Gebt mir eine Silbermünze12,15 Silbermünze: Die römischen Kaiser ließen Münzen mit einem Bild ihres Kopfes und einer entsprechenden Inschrift prägen., ich will sie mir ansehen.«16Sie gaben ihm eine, und er fragte sie:»Wer ist auf dem Bild zu sehen,und wer wird in der Inschrift genannt?«Sie antworteten: »Der Kaiser.«17Da sagte Jesus zu ihnen:»Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,und Gott, was Gott gehört!«Über diese Antwort waren sie sehr erstaunt.

Werden die Toten auferstehen?

Matthäus 22,23-33; Lukas 20,27-40
18Dann kamen Sadduzäer12,18 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. zu Jesus12,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Diese Leute behaupten,dass es keine Auferstehung12,18 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten gibt.Sie fragten Jesus:19»Lehrer12,19 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose hat uns folgende Vorschrift12,19 folgende Vorschrift: Die folgenden Worte beziehen sich auf 5. Mose/Deuteronomium 25,5-6. gegeben:›Wenn ein Mann stirbt und eine Frau hinterlässt,aber keine Kinder,dann soll sein Bruder die Frau heiraten.So kann er dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹20Nun gab es einmal sieben Brüder.Der erste heiratete eine Frau und starb kinderlos.21Dann heiratete sie der zweite.Aber auch er starb kinderlos und ebenso der dritte.22Alle sieben blieben kinderlos.Als Letzte von allen starb auch die Frau.23Wie wird es bei der Auferstehung der Toten sein?Wenn sie tatsächlich auferstehen:Mit wem wird die Frau dann verheiratet sein?Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.«

24Da sagte Jesus12,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu ihnen: »Ihr irrt euch!Ihr kennt weder die Heilige Schrift12,24 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. noch Gottes Macht.25Wenn die Menschen von den Toten auferstehen,werden sie weder heiraten noch geheiratet werden.Vielmehr werden sie leben wie die Engel12,25 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. im Himmel.26Was aber die Auferstehung12,26 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten angeht:Habt ihr nie im Buch des Mose12,26 Buch des Mose: In 2. Mose/Exodus 3,1-12 wird von der Begegnung Gottes mit Mose erzählt. Gott beruft Mose, sein Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten zu führen.die Geschichte vom brennenden Dornbusch gelesen?Dort sagt Gott zu Mose12,26 Gott sagt zu Mose: Zitat aus 2. Mose/Exodus 3,6.:›Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs12,26 Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und den Stammvätern seines Volkes zum Ausdruck..‹27Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.Ihr seid völlig im Irrtum.«

Was ist das wichtigste Gebot?

Matthäus 22,34-40; Lukas 10,25-28
28Ein Schriftgelehrter12,28 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. war dazugekommenund hatte die Auseinandersetzung mit angehört.Als er merkte, wie treffend Jesus12,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.den Sadduzäern12,28 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. geantwortet hatte,fragte er ihn:»Welches Gebot12,28 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. ist das wichtigste von allen?«29Jesus antwortete12,29 Jesus antwortete: Jesus zitiert aus 5. Mose/Deuteronomium 6,4-5 und 3. Mose/Levitikus 19,18.: »Das wichtigste Gebot ist dieses:Höre, Israel12,29 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.: Der Herr12,29 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. ist unser Gott, der Herr allein!30Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebenmit deinem ganzen Herzen12,30 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens.,mit deiner ganzen Seele12,30 deine ganze Seele: Der Mensch soll sich mit seiner ganzen Lebenskraft für Gott einsetzen.,mit deinem ganzen Denkenund mit deiner ganzen Kraft.31Und als Zweites kommt dieses dazu:Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.Kein anderes Gebot ist wichtiger als diese beiden.«

32Da antwortete der Schriftgelehrte12,32 der Schriftgelehrte antwortete: Der Schriftgelehrte nimmt das Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 6,4-5 und 3. Mose/Levitikus 19,18 auf.:»Ja, Lehrer12,32 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., du sagst die Wahrheit:Einer ist Gott,und es gibt keinen anderen Gott außer ihm.33Ihn zu lieben mit ganzem Herzen,mit ganzem Verstand und mit ganzer Kraft –und seinen Mitmenschen zu lieben wie sich selbst,das ist viel wichtigerals alle Brandopfer12,33 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. und anderen Opfer12,33 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt.34Als Jesus12,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. merkte,mit wie viel Einsichtder Schriftgelehrte12,34 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. geantwortet hatte,sagte er zu ihm:»Du bist nicht weit weg vom Reich Gottes12,34 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.Von da an wagte es niemand mehr, Jesus etwas zu fragen.

Davids Sohn oder Davids Herr?

Matthäus 22,41-46; Lukas 20,41-44
35Dann fing Jesus12,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wieder an, im Tempel12,35 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. zu lehren.Er fragte die Leute:»Wie können die Schriftgelehrten12,35 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. behaupten:›Der Christus12,35 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist ein Sohn Davids12,35 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.‹?36David selbst hat doch gesagt12,36 David hat gesagt: David gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Im Folgenden wird aus Psalm 110,1 zitiert.und wurde dabei vom Heiligen Geist12,36 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. geleitet:›Gott, der Herr12,36 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., sagte zu meinem Herrn:Setz dich an meine rechte Seite12,36 rechte Seite: Die rechte Seite ist ein Ehrenplatz.,bis ich deine Feinde unterwerfe!Ich mache sie zum Schemel12,36 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für deine Füße.‹37David selbst nennt den Christus also ›Herr‹12,37 Herr: Der Herr einer Person kann eigentlich nicht auch ihr Sohn sein. Nur auf Jesus Christus trifft beides zu. Er ist sowohl Davids Nachkomme als auch sein Herr..Wie kann dieser dann sein Sohn sein?«

Jesus warnt vor den Schriftgelehrten

Matthäus 23,1-14; Lukas 20,45-47
Die ganze Volksmenge hörte Jesus12,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gerne zu.38Und das lehrte er sie:»Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten12,38 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.:Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändernund wollen auf den Marktplätzen gegrüßt werden.39In den Synagogen12,39 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. und bei den Festessenist es ihnen wichtig,die Ehrenplätze zu bekommen.40Sie bringen die Häuser der Witwen12,40 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. in ihren Besitzund sprechen nur zum Schein lange Gebete.Dafür werden sie sehr hart bestraft werden.«

Die Opfergabe der Witwe

Lukas 21,1-4
41Dann setzte Jesus12,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sich in die Nähe des Opferkastens12,41 Opferkasten: Geldbehälter für die Gaben, die von den Besuchern des Tempels in Jerusalem gespendet wurden..Dort beobachtete er, wie die Leute Geld hineinwarfen.Viele wohlhabende Leute gaben viel hinein.42Da kam auch eine arme Witwe12,42 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt..Sie warf zwei kleine Kupfermünzen12,42 Kupfermünzen: Wörtlich »zwei Lepta«. Ein Leptos ist der kleinste Münzwert, der zur Zeit von Jesus in Judäa im Umlauf war. Zwei Lepta entsprechen dem kleinsten Münzwert im römischen Münzsystem, dem Quadrans. hinein –das entspricht der kleinsten römischen Münze.43Jesus rief seine Jünger12,43 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. herbeiund sagte zu ihnen: »Amen12,43 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen,die etwas in den Opferkasten geworfen haben.44Denn alle anderenhaben nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben.Aber diese Witwe hat alles hergegeben,was sie selbst zum Leben hat –obwohl sie doch arm ist.«
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Jesus spricht über die Endzeit

Markus 13,1-37

Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Matthäus 24,1-2; Lukas 21,5-6
131Als Jesus13,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. den Tempel13,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. verließ,sagte einer seiner Jünger13,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Lehrer13,1 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., sieh, was für Steine und was für Bauwerke!«2Jesus antwortete:»Du bewunderst diese mächtigen Bauwerke?Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben.Es wird alles zerstört werden.«

Wann kommt das Ende?

Matthäus 24,3-8; Lukas 21,7-11
3Jesus13,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging auf den Ölberg13,3 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem.und setzte sich genau gegenüber vom Tempel13,3 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Nur Petrus13,3 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus., Jakobus, Johannes und Andreas waren bei ihm.Sie fragten ihn:4»Sag uns, wann wird das sein?Und an welchen Zeichen13,4 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. erkennen wir,dass das Ende13,4 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. von allem bevorsteht?«5Jesus antwortete:»Passt auf, dass euch niemand in die Irre führt!6Viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten: ›Ich bin es.‹Damit werden sie viele Menschen in die Irre führen.7Erschreckt nicht,wenn ihr von Kriegen und Kriegsgerüchten hört.Das muss so geschehen.Aber das ist noch nicht das Ende.8Denn ein Volk wird gegen das andere kämpfenund ein Reich das andere angreifen.An vielen Orten wird es Erdbeben und Hungersnöte geben.Doch das ist erst der Anfang der Geburtswehen13,8 Geburtswehen: Das Bild einer Frau in den Wehen dient dazu, Angst und Not zu beschreiben. Die Tage, bevor Jesus Christus wiederkommt, stellte man sich als eine Zeit von Angst und Schrecken vor. Mit dem Gericht Gottes über die Welt bricht dann endgültig das Reich Gottes an.

Standhalten in Verfolgung

Matthäus 10,17-21; 24,9-14; Lukas 21,12-19
9»Ihr selbst müsst aufpassen:Man wird euch an die Gerichte13,9 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefern,die in den Synagogen13,9 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. tagen.Dort wird man euch auspeitschen.Ihr werdet vor hohen Regierungsbeamtenund Königen stehen müssen,weil ihr euch zu mir bekennt.Vor ihnen sollt ihr als Zeugen für mich auftreten.10Es ist Gottes Wille,dass allen Völkern die Gute Nachricht13,10 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. verkündet wird,bevor das Ende kommt.11Wenn sie euch verhaften und den Gerichten ausliefern,macht euch vorher keine Sorgen darüber,was ihr sagen sollt.Sagt vielmehr das,was euch in dem Augenblick einfällt.Denn nicht ihr selbst werdet dann reden,sondern der Heilige Geist13,11 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..

12Geschwister werden sich gegenseitigdem Henker ausliefernund sogar ein Vater seine Kinder.Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellenund sie in den Tod schicken.13Alle werden euch hassen,weil ihr euch zu mir bekennt.Wer aber bis zum Ende13,13 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. standhält,wird gerettet werden.«

Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Matthäus 24,15-28; Lukas 21,20-24
14»Ihr werdet das ›Götzenbild der Verwüstung‹13,14 Götzenbild der Verwüstung: Standbild einer fremden Gottheit, das den Tempel entweiht. Daniel 9,27 und Daniel 12,11 kündigen es für die Zeit vor dem Gericht Gottes an. sehen –es wird dort stehen, wo es nicht stehen darf.Wer das liest, soll überlegen, was es bedeutet!Wenn das geschieht,dann sollen die Einwohner von Judäa13,14 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.in die Berge fliehen.15Wer gerade auf dem Dach13,15 Dach: Dächer waren flach und wurden als eine Art Terrasse genutzt. ist,soll nicht erst hinuntersteigen.Er soll nicht ins Haus gehen,um noch etwas von dort zu holen.16Und wer gerade auf dem Feld ist,soll nicht zurücklaufen,um noch seinen Mantel zu holen.17Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!18Betet13,18 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. aber, dass das nicht im Winter geschieht!19Die Not wird in diesen Tagen schrecklich sein.Noch nie hat es eine solche Not gegeben –vom Anfang der Welt an, als Gott sie geschaffen hat,bis heute. Und es wird sie auch künftig nicht geben.20Wenn der Herr diese schreckliche Zeitnicht verkürzen würde,könnte kein Mensch gerettet werden.Aber er wird diese Zeit verkürzen –denen zuliebe, die er erwählt hat.

21Wenn dann jemand zu euch sagt:›Seht her, hier ist der Christus13,21 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.!‹,oder: ›Seht her, dort ist er!‹,dann glaubt es nicht.22Denn mancher falsche Christusund mancher falsche Prophet13,22 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun. wird auftreten.Sie werden Zeichen und Wunder13,22 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. tun.So wollen sie möglichst auch die Menschenin die Irre führen, die von Gott erwählt sind.23Passt also auf!Ich habe euch alles vorhergesagt.«

Der Menschensohn kommt

Matthäus 24,29-31; Lukas 21,25-28
2413,24 Vers 24-27: Die Verse 24-27 nehmen Worte aus Jesaja 13,10 und Daniel 7,13-14 auf. Dort wird mit diesen Bildern der Tag des Gerichts beschrieben, an dem Gott gegen seine Feinde vorgeht. »Aber dann, nach dieser schrecklichen Zeit,wird die Sonne sich verfinsternund der Mond nicht mehr scheinen.25Die Sterne werden vom Himmel fallenund die Mächte des Himmels13,25 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. erschüttert werden.26Dann werden alle es sehen:Der Menschensohn13,26 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. kommt auf den Wolkenmit großer Macht und Herrlichkeit13,26 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor..27Dann wird er die Engel ausschicken,um die Menschen zusammenzubringen,die von Gott erwählt sind.Wie die vier Winde kommen sie herbei,vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.«

Das Gleichnis vom Feigenbaum

Matthäus 24,32-36; Lukas 21,29-33
28»Nehmt den Feigenbaum als Gleichnis13,28 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.,an dem ihr etwas lernt.Wenn seine Zweige frisch austreibenund Blätter bekommen, dann wisst ihr:Der Sommer ist bald da.29So ist es auch mit euch:Wenn ihr seht, dass das alles geschieht,dann wisst ihr: Das Ende13,29 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. ist nahe.Der Menschensohn13,29 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. steht vor der Tür.30Amen13,30 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Diese Generation wird nicht sterben,bevor dies alles geschieht.31Himmel und Erde werden vergehen,aber meine Worte werden nicht vergehen.32An welchem Tag oder zu welcher Stunde das sein wird,weiß niemand – auch nicht die Engel im Himmel,nicht einmal der Sohn13,32 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet., sondern nur der Vater.«

Bleibt wachsam!

Lukas 12,35-40; 19,12-13
33»Passt auf und seid wachsam!Denn ihr wisst nicht, wann der Zeitpunkt13,33 Zeitpunkt: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. kommt.34Es ist wie bei einem Mann, der auf Reisen ging.Er verließ sein Hausund übertrug seinen Dienern die Verantwortung.Jedem teilte er seine Arbeit zu.Dem Wächter an der Tür befahl er: ›Bleib wachsam!‹35Bleibt also wachsam!Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt:spät am Abend, um Mitternacht,beim ersten Hahnenschrei oder früh am Morgen.36Wenn er plötzlich kommt,soll er euch doch nicht im Schlaf überraschen.37Was ich euch sage, das sage ich allen: Bleibt wachsam!«
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Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus

Markus 14,1–16,20

Die Passionsgeschichte: Jesus wird verurteilt, gekreuzigt und begraben

Markus 14,1–15,47

Pläne gegen Jesus

Matthäus 26,1-5; Lukas 22,1-2; Johannes 11,45-53
141Es waren noch zwei Tage bis zum Passafest14,1 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13.und den Tagen der ungesäuerten Brote14,1 Tage der ungesäuerten Brote: Während des Passafests wird in Erinnerung an den Aufbruch aus Ägypten ausschließlich ungesäuertes Brot gegessen. In der Eile des Aufbruchs war damals keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen..Die führenden Priester14,1 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. und die Schriftgelehrten14,1 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.suchten nach einer Möglichkeit,Jesus14,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. mit einer List zu verhaften und umzubringen.2Sie sagten aber: »Auf gar keinen Fall während des Festes,damit es keine Unruhe im Volk gibt.«

Jesus wird gesalbt

Matthäus 26,6-13; Johannes 12,1-8
3Jesus14,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war in Betanien14,3 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. .Er war zu Gast bei Simon, dem Aussätzigen14,3 dem Aussätzigen: Der Name deutet darauf hin, dass Simon an einer schweren Hautkrankheit gelitten hat..Als er sich zum Essen niedergelassen hatte,kam eine Frau herein.Sie hatte ein Fläschchen mit Salböl14,3 Salböl: Ein mit wohlriechenden Zusätzen vermengtes, kostbares Öl. Es wird bei bestimmten religiösen Handlungen verwendet. dabei.Es war reines kostbares Nardenöl14,3 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaja wächst..Sie brach das Fläschchen aufund träufelte Jesus das Salböl auf den Kopf.4Einige ärgerten sich darüber und sagten zueinander:»Wozu verschwendet sie das Salböl?5Das Salböl war über 300 Silberstücke14,5 300 Silberstücke: Wörtlich »300 Denare«. Ein Denar ist eine Silbermünze mit einem Gewicht von etwa 4 g Silber. wert.Man hätte es verkaufenund das Geld den Armen geben können.«Sie überschütteten die Frau mit Vorwürfen.

6Aber Jesus14,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte: »Lasst sie doch!Warum macht ihr der Frau das Leben schwer?Sie hat etwas Gutes an mir getan.7Es wird immer Arme bei euch geben,und ihr könnt ihnen helfen, wann immer ihr wollt.Aber mich habt ihr nicht für immer bei euch.8Die Frau hat getan, was sie konnte:Sie hat meinen Körper im Vorausfür mein Begräbnis gesalbt14,8 für mein Begräbnis gesalbt: Das Einreiben eines Toten mit bestimmten Ölen gehörte zu den Bräuchen bei der Vorbereitung einer Bestattung..9Amen14,9 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Auf der ganzen Weltwird man die Gute Nachricht14,9 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. von mir verkünden.Dann wird man auch erzählen, was sie getan hat.So wird man sich immer an sie erinnern.«

Judas wird zum Verräter

Matthäus 26,14-16; Lukas 22,3-6
10Judas Iskariot, einer der Zwölf14,10 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren.,ging zu den führenden Priestern14,10 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht..Er wollte ihnen Jesus14,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ausliefern.11Als sie das hörten, waren sie hocherfreutund versprachen, ihm Geld dafür zu geben.Von da an suchte Judas nach einer günstigen Gelegenheit,um ihnen Jesus in die Hände zu liefern.

Vorbereitungen zum Passamahl

Matthäus 26,17-19; Lukas 22,7-13
12Es war der erste Tag vom Fest der ungesäuerten Brote14,12 Fest der ungesäuerten Brote: Im Neuen Testament ein anderer Name für das Passafest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert, vgl. 2. Mose/Exodus 12–13..Das ist der Tag,an dem man die Passalämmer14,12 Passalamm: Opfertier, das zum Passafest geschlachtet und dessen Fleisch beim Passamahl gegessen wird; vgl. 2. Mose/Exodus 12,3-20. schlachtete.Da sagten die Jünger14,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu Jesus14,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.: »Wo sollen wir hingehenund das Passamahl14,12 Passamahl: Festliche Mahlzeit, die fester Bestandteil des Passafestes ist. Zur Mahlzeit gehören ungesäuerte Brote und das Passalamm. für dich vorbereiten?«13Jesus schickte zwei seiner Jünger los.Er sagte zu ihnen: »Geht in die Stadt14,13 Stadt: Gemeint ist Jerusalem, das religiöse und kulturelle Zentrum des Landes..Dort werdet ihr einem Menschen begegnen,der einen Wasserkrug trägt. Folgt ihm!14Wenn er ein Haus betritt, sagt zu dem Eigentümer:›Der Lehrer14,14 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. lässt fragen:Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngerndas Passamahl feiern kann?‹15Er wird euch einen großen Raum im ersten Stock zeigen.Der ist mit Polstern ausgestattetund für das Fest hergerichtet.Dort bereitet alles für uns vor.«16Da machten sich die Jünger auf den Wegund gingen in die Stadt.Sie fanden alles genau so,wie Jesus es ihnen gesagt hatte.Und sie bereiteten das Passamahl vor.

Jesus feiert mit seinen zwölf Jüngern das Passamahl

Matthäus 26,20-30; Lukas 22,14-23; Johannes 13,21-30
17Als es Abend geworden war,kam Jesus14,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. mit den zwölf Jüngern14,17 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. dorthin.18Während sie zu Tisch lagen14,18 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen. und aßen, sagte Jesus:»Amen14,18 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Einer von euch wird mich verraten –einer, der hier mit mir isst.«19Die Jünger14,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. waren tief betroffen.Einer nach dem anderen fragte Jesus:»Doch nicht etwa ich?«20Jesus antwortete:»Es ist einer von euch Zwölf –der sein Brot mit mir in die Schale taucht.21Der Menschensohn14,21 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. muss sterben.So ist es in der Heiligen Schrift angekündigt14,21 in der Heiligen Schrift angekündigt: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12..Aber wehe dem Menschen,der den Menschensohn verrät.Er wäre besser nie geboren worden!«

2214,22 Vers 22-24: Die sogenannten Einsetzungsworte sind in den ersten drei Evangelien überliefert. In der Fassung aus Lukas 22,17-20 werden sie in jeder Feier des Abendmahls gesprochen. So stehen sie auch in 1. Korinther 11,24-25. Beim Essen nahm Jesus14,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ein Brot.Er lobte Gott und dankte ihm dafür.Dann brach er das Brot in Stückeund gab es seinen Jüngern14,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten..Er sagte: »Nehmt, das ist mein Leib.«23Dann nahm er den Becher.Er dankte Gott und gab ihn seinen Jüngern.Sie alle tranken daraus.24Jesus sagte zu ihnen:»Das ist mein Blut.Es steht für den Bund14,24 Bund: Durch Tod und Auferstehung von Jesus Christus wird der Bund, den Gott mit Israel am Berg Sinai geschlossen hat, erneuert und auf die ganze Welt übertragen. Gottes Zusage, sich um sein Volk zu kümmern, gilt damit für alle Menschen, die an ihn glauben.,den Gott mit den Menschen schließt.Mein Blut wird für die vielen vergossen werden.25Amen14,25 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Ich werde nun keinen Wein mehr trinken –bis zu dem Tag,an dem ich von Neuem davon trinken werde.Das wird geschehen,wenn Gott sein Reich14,25 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. vollendet hat.«26Jesus und seine Jünger sangen die Dankpsalmen14,26 Dankpsalmen: Vor und nach dem Passamahl werden bestimmte Psalmen gesungen..Dann gingen sie hinaus zum Ölberg14,26 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..

Jesus sagt das Versagen von Petrus voraus

Matthäus 26,31-35; Lukas 22,33-34; Johannes 13,36-38
27Jesus14,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu seinen Jüngern14,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Ihr werdet euch alle von mir abwenden,wie es in der Heiligen Schrift steht14,27 in der Heiligen Schrift steht: Im Folgenden werden Worte aus Sacharja 13,7 aufgenommen.:›Ich werde den Hirten14,27 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. töten,und die Schafe werden auseinanderlaufen.‹28Aber nachdem ich vom Tod auferweckt14,28 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. worden bin,werde ich euch nach Galiläa14,28 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. vorausgehen.«29Doch Petrus14,29 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. widersprach ihm:»Auch wenn sie sich alle von dir abwenden – ich nicht!«30Jesus antwortete: »Amen14,30 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich dir:Heute, in dieser Nacht,noch bevor der Hahn zweimal kräht,wirst du dreimal abstreiten, mich zu kennen.«31Aber Petrus behauptete noch fester:»Sogar wenn ich mit dir sterben muss –ich werde niemals abstreiten, dich zu kennen!«Das Gleiche sagten auch alle anderen.

Jesus betet im Garten Getsemani

Matthäus 26,36-46; Lukas 22,39-46
32Jesus14,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger14,32 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen zu einem Garten,der Getsemani14,32 Getsemani: Der Name bedeutet »Ölkelter« und bezeichnet einen Garten mit Olivenbäumen. Er lag außerhalb von Jerusalem am westlichen Hang des Ölbergs. hieß.Dort sagte Jesus zu seinen Jüngern:»Bleibt hier sitzen, während ich bete14,32 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.33Er nahm Petrus14,33 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus., Jakobus und Johannes mit sich.Plötzlich überfielen ihn Angst und Schrecken,34und er sagte zu ihnen:»Ich bin verzweifelt und voller Todesangst.Wartet hier und bleibt wach.«35Er selbst ging noch ein paar Schritte weiter.Dort warf er sich zu Boden.Er bat Gott darum,ihm diese schwere Stunde zu ersparen,wenn es möglich wäre.36Er sagte: »Abba14,36 Abba: Aramäisch für »Vater«., mein Vater,für dich ist alles möglich.Nimm doch diesen Becher14,36 Becher: Bei den Propheten des Alten Testaments Bild für das Gericht Gottes, das Menschen wie Betrunkene wanken lässt; vgl. Jeremia 25,15-29. Mit diesem Bild verweist Jesus auf seinen gewaltsamen Tod am Kreuz. fort,damit ich ihn nicht trinken muss!Aber nicht das, was ich will, soll geschehen –sondern das, was du willst!«

37Jesus14,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam zu den drei Jüngern14,37 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zurückund sah, dass sie eingeschlafen waren.Da sagte er zu Petrus14,37 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.:»Simon14,37 Simon: Anderer Name für Petrus, einen der Jünger von Jesus., du schläfst?Konntest du nicht diese eine Stunde wach bleiben?38Bleibt wach und betet14,38 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,damit ihr die kommende Prüfung besteht!Der Geist ist willig,aber die menschliche Natur ist schwach.«

39Dann ging er ein zweites Mal wegund betete14,39 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. mit den gleichen Worten wie vorher.40Als er zurückkam, sah er,dass seine Jünger14,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. wieder eingeschlafen waren.Denn die Augen waren ihnen zugefallen –so müde waren sie.Und sie wussten nicht, was sie antworten sollten.41Als Jesus14,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das dritte Mal zurückkam,sagte er zu ihnen:»Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus?Es ist so weit. Die Stunde ist da!Seht doch: Jetzt wird der Menschensohn14,41 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. ausgeliefertin die Hände der Sünder14,41 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten..42Steht auf, wir wollen gehen.Seht: der mich verrät, ist schon da.«

Jesus wird verhaftet

Matthäus 26,47-56; Lukas 22,47-53; Johannes 18,3-12
43Noch während Jesus14,43 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das sagte,näherte sich Judas, einer der Zwölf14,43 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren..Mit ihm kam eine Truppe,die mit Schwertern14,43 Schwert: Angriffswaffe für den Nahkampf, die von Soldaten getragen wurde. und Knüppeln bewaffnet war.Die führenden Priester14,43 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht., Schriftgelehrten14,43 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.und