BasisBibel (BB)
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91Schließlich sagte er zu ihnen:

»Amen9,1 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Hier stehen einige, die nicht sterben werden,sondern die Ankunft von Gottes Reich9,1 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. erleben.Sie werden sehen, wie es machtvoll in diese Welt kommt.«

Die Jünger sehen Jesus in der Herrlichkeit Gottes

Matthäus 17,1-9; Lukas 9,28-36
2Sechs Tage später nahm Jesus9,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.Petrus9,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus., Jakobus und Johannes mit sich.Er führte sie auf einen hohen Berg9,2 Berg: Die Szene erinnert an Mose, der den Berg Sinai bestieg und dort von Gott die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20.,wo sie ganz für sich waren.Da veränderte sich sein Aussehen vor ihren Augen:3Seine Kleider wurden strahlend weiß –kein Tuchhersteller dieser Weltkann Stoff so leuchtend weiß machen.4Da erschien Elija9,4 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23. zusammen mit Mose9,4 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. vor ihnen.Sie redeten mit Jesus.5Petrus sagte zu Jesus:»Rabbi9,5 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer., es ist gut, dass wir hier sind.Wir wollen drei Zelte aufschlagen:eins für dich, eins für Mose und eins für Elija.«6Denn Petrus wusste nicht, was er sagen sollte –so sehr waren sie von Furcht erfüllt.7Dann zog eine Wolke auf,und ihr Schatten legte sich über sie.Und eine Stimme erklang aus der Wolke:»Das ist mein geliebter Sohn9,7 mein geliebter Sohn: Mit diesen Worten wird Jesus bei seiner Taufe von einer Stimme aus dem Himmel angeredet, vgl. Markus 1,11.,an ihm habe ich Freude.Hört auf ihn!«

8Plötzlich waren sie mit Jesus9,8 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. allein.Als sie sich umsahen,konnten sie niemanden mehr erblicken.9Während sie vom Berg9,9 Berg: Die Szene erinnert an Mose, der den Berg Sinai bestieg und dort von Gott die Zehn Gebote erhielt; vgl. 2. Mose/Exodus 19–20. herabstiegen,schärfte Jesus ihnen ein:»Erzählt keinem, was ihr gesehen habt,bis der Menschensohn9,9 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. von den Toten auferstanden9,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. ist.«10Diese Worte beschäftigten sie,und sie überlegten miteinander:»Was bedeutet: von den Toten auferstehen?«

Elija und Johannes der Täufer

Matthäus 17,10-13
11Die drei Jünger9,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. fragten Jesus9,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Warum sagen die Schriftgelehrten9,11 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.,dass vor dem Ende9,11 vor dem Ende: Maleachi 3,23 kündigt das Wiederkommen Elijas als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes an. Elija9,11 Elija: Prophet im Nordreich Israel. Sein Name bedeutet »Mein Gott ist der Herr wiederkommen muss?«12Jesus antwortete: »Es stimmt zwar,dass Elija vor dem Ende kommtund alles für Gott bereit macht.Aber wieso heißt es dann in der Heiligen Schrift9,12 heißt es in der Heiligen Schrift: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus. Ein zentraler Text ist beispielsweise Jesaja 52,13–53,12.vom Menschensohn9,12 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.:›Er muss viel leiden und wird verachtet werden‹?13Aber ich sage euch: Elija ist schon gekommen9,13 Elija ist schon gekommen: Jesus spricht von Johannes dem Täufer, der in Markus 1,2-8 als sein Wegbereiter vorgestellt wird.,und sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten.So steht es auch in der Heiligen Schrift.«

Jesus heilt ein Kind und fordert zum Vertrauen auf

Matthäus 17,14-20; Lukas 9,37-43
14Jesus9,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam mit den drei Jüngern9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu den anderen zurück.Er fand eine große Volksmenge um sie versammelt.Darunter waren auch einige Schriftgelehrte9,14 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.,die mit den Jüngern stritten.15Die Volksmenge sah ihn sofortund wurde ganz aufgeregt.Die Leute liefen zu ihm hin und begrüßten ihn.16Er fragte sie:»Worüber hattet ihr Streit mit meinen Jüngern?«17Ein Mann aus der Volksmenge antwortete:»Lehrer9,17 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., ich habe meinen Sohn zu dir gebracht.Er ist von einem bösen Geist9,17 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. besessen,der ihn stumm gemacht hat.18Wenn der Geist ihn packt, wirft er ihn zu Boden.Er bekommt Schaum vor den Mund,knirscht mit den Zähnen,und sein ganzer Körper verkrampft sich.Ich habe deine Jünger gebeten,den Geist auszutreiben,aber sie konnten es nicht.«19Da antwortete er ihnen:»Was seid ihr nur für eine ungläubige Generation?Wie lange soll ich noch bei euch bleiben?Wie lange soll ich euch noch ertragen?Bringt ihn zu mir!«

20Sie brachten den Jungen zu Jesus9,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Sobald der Geist9,20 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Jesus sah,zerrte er den Jungen hin und her.Er fiel zu Bodenund wälzte sich mit Schaum vor dem Mund auf der Erde.21Da fragte Jesus den Vater:»Wie lange hat er das schon?«Er antwortete: »Von klein auf.22Der böse Geist9,22 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. hat ihn auch schon oftins Feuer oder ins Wasser geworfen,um ihn umzubringen.Wenn du kannst, dann hilf uns!Hab doch Mitleid mit uns!«23Jesus sagte zu ihm:»Was heißt hier: ›Wenn du kannst‹?Alles ist möglich für den, der glaubt9,23 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.24Da schrie der Vater des Jungen auf:»Ich glaube ja – und brauche doch,dass du mir in meinem Unglauben hilfst!«

25Immer mehr Menschen kamen zu der Volksmenge.Als Jesus9,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. das sah, bedrohte er den bösen Geist9,25 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz.:»Du stummer und tauber Geist, ich befehle dir:Verlass den Jungenund kehr nie wieder in ihn zurück!«26Da schrie der böse Geist aufund zerrte den Jungen heftig hin und her.Dann verließ er ihn.Der Junge lag da wie tot.Deshalb meinten viele: »Er ist gestorben.«27Aber Jesus nahm seine Handund zog den Jungen hoch.Da stand er auf.28Dann gingen Jesus und seine Jünger nach Hause9,28 nach Hause: Vermutlich das Haus von Simon Petrus und Andreas in Kapernaum, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31..Als sie allein waren, fragten die Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. ihn:»Warum konnten wirden bösen Geist nicht austreiben?«29Er antwortete:»Solche bösen Geister können nurdurch Gebet9,29 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. ausgetrieben werden.«

Jesus kündigt zum zweiten Mal seinen Tod an

Matthäus 17,22-23; Lukas 9,43-45
30Jesus9,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger9,30 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. verließen die Gegendund zogen durch Galiläa9,30 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..Aber Jesus wollte nicht, dass es jemand erfährt.31Denn er wollte seine Jünger lehrenund ihnen erklären, was ihm bevorstand:»Der Menschensohn9,31 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird ausgeliefert werdenin die Hände der Menschen.Sie werden ihn töten.Aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen9,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.32Doch die Jünger verstanden nicht,was Jesus sagen wollte.Und sie scheuten sich, ihn danach zu fragen.

Anweisungen für die Gemeinschaft der Jünger

Markus 9,33–10,52

Wer ist bei Gott wichtig?

Matthäus 18,1-5; Lukas 9,46-48
33Jesus9,33 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger9,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. gingen nach Kapernaum9,33 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..Als sie zu Hause9,33 zu Hause: Vermutlich das Haus von Simon und Andreas, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31. angekommen waren, fragte er sie:»Worüber habt ihr euch unterwegs gestritten?«34Die Jünger schwiegen.Sie hatten unterwegs darüber gestritten,wer von ihnen der Wichtigste war.35Jesus setzte sich, rief die Zwölf9,35 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu sichund sagte zu ihnen: »Wer der Erste sein will,muss der Letzte von allen werdenund allen anderen dienen.«36Dann nahm Jesus ein Kind und stellte es in ihre Mitte.Er schloss es in seine Arme und sagte zu den Jüngern:37»Wer ein Kind wie dieses aufnimmtund sich dabei auf mich beruft,der nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt, nimmt nicht nur mich auf,sondern auch den, der mich gesandt hat.«

Wer nicht gegen uns ist, ist für uns

Matthäus 10,42; Lukas 9,49-50
38Johannes sagte zu Jesus9,38 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Lehrer9,38 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir haben gesehen,wie jemand deinen Namen dazu benutzt hat,Dämonen9,38 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. auszutreiben.Wir wollten ihn davon abhalten,denn er gehört nicht zu uns.«39Aber Jesus antwortete: »Hindert ihn nicht daran!Denn niemand benutzt meinen Namen dazu,Wunder9,39 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. zu tun,und redet kurz darauf schlecht über mich.40Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.41Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt,weil ihr zu Christus9,41 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. gehört –Amen9,41 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Ein solcher Mensch wird ganz bestimmtseine Belohnung dafür erhalten.«

Warnung vor jeder Art von Verführung

Matthäus 18,6-9; Lukas 17,1-2
42Jesus9,42 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte:»Wer einen von diesen Geringsten, die an mich glauben9,42 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.,von mir abbringt, für den gilt:Es wäre besser für ihn,mit einem Mühlstein9,42 Mühlstein: Schwerer Stein, der beim Mahlen von Getreide von einem Esel bewegt wurde. um den Halsins Meer geworfen zu werden.43Wenn dich deine Hand von mir abbringt, schlag sie ab!Es ist besser für dich,verstümmelt bei Gott zu leben –besser als mit beiden Händen in der Hölle9,43 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht.,in der das Feuer nie ausgeht.44[...]9,44 [...]: Einige spätere Handschriften fügen in Vers 44 und 46 hinzu: »Dort nehmen die Qualen kein Ende, und das Feuer erlischt nie.«45Wenn dich dein Fuß von mir abbringt, schlag ihn ab!Es ist besser für dich, lahm bei Gott zu leben –besser, als mit beiden Füßenin die Hölle geworfen zu werden.46[...]9,46 [...]: Einige spätere Handschriften fügen in Vers 44 und 46 hinzu: »Dort nehmen die Qualen kein Ende, und das Feuer erlischt nie.«47Wenn dich dein Auge von mir abbringt, reiß es aus!Es ist besser für dich,mit nur einem Auge in das Reich Gottes9,47 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. zu kommen –besser, als mit beiden Augenin die Hölle geworfen zu werden.489,48 Vers 48: Vers 48 nimmt Worte aus Jesaja 66,24 auf. Dort nehmen die Qualen kein Ende,und das Feuer erlischt nie.«

Von der Kraft des Salzes

Matthäus 5,13; Lukas 14,34-35
49»Denn jeder bekommt durch Feuer des Leidensetwas von der Kraft des Salzes9,49 Kraft des Salzes: Salz hat eine reinigende Kraft und macht Lebensmittel haltbar. In 3. Mose/Levitikus 2,13 steht es daher für den Bund Gottes mit seinem Volk..50Salz ist etwas Gutes.Aber wenn das Salz seine Kraft verliert,wie kann man es wieder salzig machen?Bewahrt also die Kraft des Salzes in euch:Haltet Frieden untereinander!«
10

Über die Ehescheidung

Matthäus 19,1-12
101Jesus10,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. brach von dort10,1 dort: Jesus befand sich mit seinen Jüngern in Galiläa, im Norden des Landes. auf.Er kam in das Gebiet von Judäa10,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.auf der anderen Jordanseite10,1 auf der anderen Jordanseite: Jesus geht nicht auf direktem Weg nach Jerusalem. Er reist durch das Gebiet östlich des Jordan und vermeidet so den Kontakt mit den Samaritern, einer jüdischen Glaubensgruppe, die den Tempel in Jerusalem nicht anerkannte..Wieder versammelte sich eine große Volksmenge bei ihm,und wie immer lehrte er die Menschen.2Da kamen Pharisäer10,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und fragten ihn:»Darf sich ein Mann von seiner Frau scheiden lassen?«Damit wollten sie Jesus auf die Probe stellen.3Jesus antwortete:»Was hat euch Mose vorgeschrieben10,3 Mose vorgeschrieben: Die Bestimmungen über Scheidung und Wiederheirat finden sich in 5. Mose/Deuteronomium 24,1-4.4Da sagten die Pharisäer: »Mose hat erlaubt,dass ein Mann seiner Fraueine Scheidungsurkunde10,4 Scheidungsurkunde: Dokument, das ein Mann seiner Frau geben musste, wenn er die Ehe auflösen wollte. ausstellt und sie wegschickt.«5Jesus erwiderte:»Nur weil ihr euer Herz gegen Gott verschlossen habt,hat Mose euch dieses Gebot gegeben.6Aber vom Anfang der Welt10,6 Anfang der Welt: Von der Erschaffung der ersten beiden Menschen erzählt 1. Mose/Genesis 1,27. anhat Gott die Menschen als Mann und Frau geschaffen.710,7 Vers 7-8: Die Verse 7-8 zitieren aus der griechischen Übersetzung von 1. Mose/Genesis 2,24. Deshalb verlässt ein Mannseinen Vater und seine Mutterund verbindet sich mit seiner Frau.8Die zwei sind dann eins mit Leib und Seele.Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ganz eins.9Was Gott so verbunden hat,das soll der Mensch nicht trennen.«10Zu Hause10,10 zu Hause: Vermutlich das Haus von Simon und Andreas, in dem Jesus die Schwiegermutter von Petrus geheilt hat; vgl. Markus 1,29-31. fragten ihn die Jünger10,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. noch einmal danach.11Jesus sagte zu ihnen:»Wer sich von seiner Frau scheiden lässtund eine andere heiratet,der begeht Ehebruch10,11 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. gegenüber der ersten.12Ebenso gilt:Wenn sich eine Frau von ihrem Mann scheiden lässtund einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch.«

Jesus und die Kinder

Matthäus 19,13-15; Lukas 18,15-17
13Einige Leute brachten Kinder zu Jesus10,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Sie wollten, dass er ihnen die Hände auflegte10,13 die Hände auflegen: Durch das Auflegen der Hände schenkt Jesus den Kindern den Segen Gottes..Aber die Jünger10,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. wiesen sie schroff zurück.14Als Jesus das merkte,wurde er zornig und sagte zu ihnen:»Lasst doch die Kinder zu mir kommen,hindert sie nicht daran!Denn für Menschen wie sie ist das Reich Gottes10,14 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. da.15Amen10,15 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Wer sich das Reich Gottes nichtwie ein Kind schenken lässt,wird nie hineinkommen.«16Dann nahm er die Kinder in die Arme,legte ihnen die Hände auf und segnete10,16 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. sie.

Die Gefahr des Reichtums

Matthäus 19,16-26; Lukas 18,18-27
17Jesus10,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. machte sich wieder auf den Weg.Da kam ein Mann angelaufen.Er fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn:»Guter Lehrer10,17 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was muss ich tun,damit ich das ewige Leben10,17 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. bekomme?«18Jesus antwortete: »Warum nennst du mich gut?Niemand ist gut außer dem Einen: Gott.19Du kennst doch die Gebote10,19 die Gebote: Die folgenden Gebote gehören zu den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-17.:›Du sollst nicht töten!Du sollst nicht ehebrechen10,19 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.!Du sollst nicht stehlen!Du sollst keine falschen Aussagen machen!Du sollst niemanden um das bringen, was ihm zusteht!Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren10,19 ehren: Die Eltern mit Respekt und Würde behandeln und auch bei Krankheit oder im Alter für sie sorgen.und für sie sorgen!‹«20Aber der Mann sagte: »Lehrer,das alles habe ich seit meiner Jugend befolgt.«21Jesus sah ihn an.Er gewann ihn lieb und sagte zu ihm:»Eins fehlt dir noch: Geh los,verkaufe alles, was du hast,und gib das Geld den Armen.So wirst du einen Schatz im Himmel haben.Dann komm und folge10,21 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«22Der Mann war betroffen von dem, was Jesus sagte,und ging traurig weg.Denn er hatte ein großes Vermögen.

23Jesus10,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sah seine Jünger10,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. an und sagte:»Wie schwer ist es doch für die Menschen,die viel besitzen,in das Reich Gottes10,23 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. hineinzukommen.«24Die Jünger waren bestürzt über seine Worte.Aber Jesus sagte noch einmal zu ihnen:»Ja, Kinder, wie schwer ist es doch,in das Reich Gottes hineinzukommen.25Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.«26Da gerieten die Jünger völlig außer sichund fragten einander:»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«27Jesus sah sie an und sagte:»Für Menschen ist es unmöglich, aber nicht für Gott.Denn für Gott ist alles möglich.«

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

Matthäus 19,27-30; Lukas 18,28-30
28Da sagte Petrus10,28 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. zu Jesus10,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Du weißt:Wir haben alles zurückgelassen und sind dir gefolgt10,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.29Jesus antwortete:»Amen10,29 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Jeder, der etwas zurückgelassen hat– Haus, Brüder, Schwestern,Mutter, Vater, Kinder oder Felder –,um mir zu folgenund um die Gute Nachricht10,29 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. weiterzusagen,30wird es hundertfach neu bekommen:Haus, Brüder, Schwestern, Mutter, Kinder und Felder.Das gilt schon jetzt in dieser Zeit –wenn auch unter Verfolgungen.Und dann, wenn Gottes Reich10,30 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. kommt,bekommt er das ewige Leben10,30 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..31Viele, die jetzt bei den Ersten sind,werden dann die Letzten sein.Und viele, die jetzt bei den Letzten sind,werden dann die Ersten sein.«

Jesus kündigt zum dritten Mal seinen Tod an

Matthäus 20,17-19; Lukas 18,31-34
32Auf dem Weg nach Jerusalem10,32 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.ging Jesus10,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. vor den anderen her.Alle, die dabei waren, wunderten sich.Aber die Jünger10,32 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten., die ihm folgten10,32 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen., hatten Angst.Da nahm Jesus die Zwölf10,32 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. noch einmal beiseite.Er kündigte ihnen an, was mit ihm geschehen sollte:33»Wir ziehen jetzt nach Jerusalem.Dort wird der Menschensohn10,33 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. den führenden Priestern10,33 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und Schriftgelehrten10,33 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. ausgeliefert.Sie werden ihn zum Tod verurteilenund an die Heiden10,33 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. Hier sind die Römer gemeint, die das Land seit 63 v. Chr. beherrschten. ausliefern,die unser Land besetzen.34Die werden ihn verspotten und anspucken,ihn auspeitschen und töten.Aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen10,34 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.

Nicht herrschen, sondern dienen

Matthäus 20,20-28; Lukas 22,24-27
35Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus,traten zu Jesus10,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und sagten zu ihm:»Lehrer10,35 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.«36Jesus fragte sie:»Was möchtet ihr denn? Was soll ich für euch tun?«37Sie antworteten:»Lass uns neben dir sitzen,wenn du in deiner Herrlichkeit10,37 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. regieren wirst –einen rechts10,37 rechts, links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze. von dir, den anderen links10,37 links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze.38Aber Jesus sagte zu ihnen:»Ihr wisst nicht, um was ihr da bittet!Könnt ihr den Becher10,38 Becher: Bei den Propheten des Alten Testaments Bild für das Gericht Gottes, das Menschen wie Betrunkene wanken lässt; vgl. Jeremia 25,15-29. Mit diesem Bild verweist Jesus auf seinen gewaltsamen Tod am Kreuz. austrinken, den ich austrinke?Oder könnt ihr die Taufe10,38 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Hier Bild für den Leidensweg von Jesus, der in seiner Kreuzigung endet. auf euch nehmen,mit der ich getauft werde?«39Sie erwiderten: »Das können wir!«Da sagte Jesus zu ihnen:»Ihr werdet tatsächlich den Becher austrinken,den ich austrinke.Und ihr werdet die Taufe auf euch nehmen,mit der ich getauft werde.40Aber ich habe nicht zu entscheiden,wer rechts und links von mir sitzt.Dort werden die sitzen, die Gott dafür bestimmt hat.«

41Die anderen zehn hörten das Gespräch mit anund ärgerten sich über Jakobus und Johannes.42Da rief Jesus10,42 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auch sie herbei und sagte zu ihnen:»Ihr wisst:Diejenigen, die als Herrscher der Völker gelten,unterdrücken die Menschen, über die sie herrschen.Und ihre Machthaber missbrauchen ihre Macht.43Aber bei euch ist das nicht so:Sondern wer von euch groß sein will,soll den anderen dienen.44Und wer von euch der Erste sein will,soll der Diener von allen sein.45Denn auch der Menschensohn10,45 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. ist nicht gekommen,um sich dienen zu lassen.Im Gegenteil:Er ist gekommen, um anderen zu dienenund sein Leben hinzugeben10,45 sein Leben hingeben: Der Text nimmt ein Bild aus dem Alten Testament auf. Jesaja 52,13–53,12 erzählt vom leidenden Knecht Gottes, der für sein Volk stirbt. Christen lesen den Text als Ankündigung für das Schicksal von Jesus Christus.als Lösegeld für viele Menschen.«

Jesus heilt einen Blinden

Matthäus 20,29-34; Lukas 18,35-43
46Dann kam Jesus10,46 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nach Jericho.Als er mit seinen Jüngern10,46 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. und einer großen Volksmengedie Stadt verließ, saß ein blinder Bettler am Weg.Es war Bartimäus, der Sohn von Timäus.47Als er hörte, dass Jesus aus Nazaret10,47 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. da war,fing er an, laut zu rufen:»Jesus, du Sohn Davids10,47 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.! Hab Erbarmen mit mir!«48Viele fuhren ihn an: »Sei still!«Aber der Blinde schrie noch viel lauter:»Sohn Davids! Hab Erbarmen mit mir!«49Da blieb Jesus stehen und sagte: »Ruft ihn her!«Die Leute riefen den Blinden herbei und sagten zu ihm:»Nur Mut! Steh auf, er ruft dich!«50Da warf der Blinde seinen Mantel10,50 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. ab,sprang auf und kam zu Jesus.51Jesus fragte ihn: »Was willst du?Was soll ich für dich tun?«Der Blinde antwortete: »Rabbuni10,51 Rabbuni: Eine Steigerung der Anrede »Rabbi«, einem Ehrentitel für angesehene Lehrer., dass ich sehen kann!«52Jesus sagte zu ihm:»Geh nur, dein Glaube10,52 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. hat dich gerettet.«Sofort konnte er sehen,und er folgte10,52 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Jesus auf seinem Weg.
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Die letzten Tage von Jesus in Jerusalem

Markus 11,1–13,37

Der Konflikt zwischen Jesus und seinen Gegnern spitzt sich zu

Markus 11,1–12,44

Jesus zieht in Jerusalem ein

Matthäus 21,1-11; Lukas 19,28-40; Johannes 12,12-19
111Kurz vor Jerusalem11,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. kamen Jesus11,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger11,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.nach Betfage11,1 Betfage: Ortschaft östlich des Ölbergs, in der Nähe von Jerusalem. und Betanien11,1 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. am Ölberg11,1 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..Da schickte Jesus zwei seiner Jünger voraus2und sagte zu ihnen:»Geht in das Dorf, das vor euch liegt.Gleich wenn ihr hineinkommt,findet ihr einen jungen Esel11,2 Esel: Hier wird ein Bild aus Sacharja 9,9 aufgenommen. Dort wird angekündigt, dass der künftige Retter der Welt auf einem Esel reitend in Jerusalem einziehen wird. angebunden.Auf ihm ist noch nie ein Mensch geritten.Bindet ihn los und bringt ihn her.3Und wenn euch jemand fragt: ›Was macht ihr da?‹,dann sagt: ›Der Herr braucht ihn,aber er wird ihn gleich wieder zurückschicken.‹«4Die Jünger gingen in das Dorf und fanden den Esel.Er war an einem Hoftordraußen an der Straße angebunden.Sie machten ihn los.5Einige der Leute, die dort standen, fragten sie:»Was macht ihr? Warum bindet ihr den Esel los?«6Die beiden Jünger antworteten genau so,wie Jesus es ihnen aufgetragen hatte.Da ließen sie es zu.

7Sie brachten den jungen Esel11,7 Esel: Hier wird ein Bild aus Sacharja 9,9 aufgenommen. Dort wird angekündigt, dass der künftige Retter der Welt auf einem Esel reitend in Jerusalem einziehen wird. zu Jesusund legten ihre Mäntel11,7 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. auf seinen Rücken.Jesus setzte sich darauf.8Viele Leute breiteten ihre Mäntel auf der Straße aus.Andere aber legten Zweige hin,die sie am Feldrand abschnitten.

9Die Leute, die vor Jesus hergingen und ihm folgten,riefen unablässig11,9 riefen unablässig: Der Ruf, mit dem die Volksmenge Jesus begrüßt, nimmt Worte aus Psalm 118,25-26 auf.: »Hosianna11,9 Hosianna: Gebetsruf, wörtlich »Hilf doch!« oder »Rette doch!«.!Gesegnet sei, wer im Namen des Herrn kommt!10Gesegnet sei die Herrschaft unseres Vorfahren David11,10 David: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.,die jetzt neu beginnt.Hosianna in himmlischer Höhe!«11So zog Jesus in Jerusalem11,11 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. ein.Er ging in den Tempel11,11 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und sah sich dort alles an.Als es spät geworden war,ging er mit den Zwölf11,11 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. hinaus nach Betanien11,11 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft..

Der Feigenbaum ohne Früchte

Matthäus 21,18-19
12Als sie Betanien11,12 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. am nächsten Morgen verließen,bekam Jesus11,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Hunger.13Von Weitem sah er einen Feigenbaum11,13 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln.,der schon Blätter hatte.Da ging er hin,um vielleicht auch Früchte an ihm zu finden.Aber als er hinkam, fand er nichts als Blätter,denn es war nicht die Jahreszeit für Feigen.14Da sagte Jesus zu dem Feigenbaum:»Nie mehr soll jemand eine Frucht von dir essen!«Und seine Jünger11,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. hörten es.

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Matthäus 21,12-17; Lukas 19,45-48; Johannes 2,13-17
15Zurück in Jerusalem11,15 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes., ging Jesus11,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wieder in den Tempel11,15 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Dort fing er an, die Leute hinauszujagen,die im Tempel etwas verkauften oder kauften.Die Tische der Geldwechsler11,15 Geldwechsler: Bei ihnen konnten ausländische Währungen in den tyrischen Halb-Schekel gewechselt werden, mit dem die Tempelsteuer bezahlt wurde.und die Stände der Taubenverkäufer11,15 Taubenverkäufer: Tauben waren die üblichen Opfertiere der armen Leute. stieß er um.16Er ließ nicht zu,dass jemand irgendetwas durch den Tempel trug.17Und er lehrte die Leute, die dabei waren,und erklärte ihnen:»Steht nicht in der Heiligen Schrift11,17 in der Heiligen Schrift: Das Zitat setzt sich zusammen aus Jesaja 56,7 und Jeremia 7,11.:›Mein Haus11,17 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. soll als Gebetshausfür alle Völker bekannt sein‹?Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.«18Die führenden Priester11,18 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und Schriftgelehrten11,18 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. hörten, was Jesus sagte.Weil sie Angst vor ihm hatten,suchten sie nach einer Möglichkeit, ihn umzubringen.Denn die Volksmenge war begeistert über seine Lehre.19Am Abend verließen Jesus und seine Jünger11,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. die Stadt wieder.

Glaube versetzt Berge

Matthäus 6,14; 21,20-22
20Früh am nächsten Morgen kamen Jesus11,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger11,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.wieder an dem Feigenbaum11,20 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln. vorbei.Sie sahen, dass er bis in die Wurzeln abgestorben war.21Da erinnerte sich Petrus und sagte zu Jesus:»Rabbi11,21 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer., sieh nur:Der Feigenbaum, den du verflucht hast –er ist abgestorben.«

22Jesus antwortete ihnen: »Glaubt11,22 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. an Gott!23Amen11,23 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Wenn jemand zu diesem Berg sagt:›Auf, stürze dich ins Meer!‹,und wenn er dabei in seinem Herzen nicht zweifelt,sondern fest daran glaubt,dass eintrifft, was er sagt –dann wird es für ihn geschehen.24Deshalb sage ich euch:Für alles, worum ihr im Gebet11,24 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. bittet, gilt:Glaubt fest daran, dass ihr es bekommt,dann wird es euch geschehen.25Wenn ihr euch hinstellt, um zu beten,dann vergebt dem Menschen, gegen den ihr etwas habt.Dann wird euch euer Vater im Himmel11,25 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott.auch eure Verfehlungen vergeben.«26[...]11,26 [...]: Einige spätere Handschriften fügen aus Matthäus 6,15 hinzu: »Wenn ihr den Menschen aber nicht vergebt, dann wird euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.«

Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Matthäus 21,23-27; Lukas 20,1-8
27Jesus11,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und seine Jünger11,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen wieder nach Jerusalem11,27 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Als Jesus im Tempel11,27 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. war, kamen die führenden Priester11,27 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.,die Schriftgelehrten11,27 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. und die Ratsältesten11,27 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. zu ihm.28Sie fragten ihn:»Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir die Vollmacht gegeben,so aufzutreten?«29Jesus antwortete:»Ich will euch eine Frage stellen.Antwortet mir! Dann werde ich euch sagen,mit welchem Recht ich so auftrete.30Von wem hatte