BasisBibel (BB)
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Jesus vergibt Sünden und heilt

Markus 2,1-12; Lukas 5,17-26
91Jesus9,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. stieg wieder ins Bootund fuhr auf die andere Seite des Sees9,1 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..Dort ging er nach Kapernaum9,1 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret., wo er wohnte.2Da brachten Leute einen Gelähmten zu ihm.Er lag auf einer Trage.Jesus9,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sah, wie groß ihr Glaube9,2 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. war,und sagte zu dem Gelähmten:»Nur Mut, mein Kind! Deine Sünden9,2 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. sind dir vergeben!«3Aber einige der Schriftgelehrten9,3 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. dachten:»Das ist Gotteslästerung9,3 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott.4Jesus durchschaute ihre Gedanken und sagte zu ihnen:»Warum habt ihr so böse Gedanken?5Was ist denn einfacher?Zu sagen: ›Deine Sünden sind dir vergeben!‹,oder: ›Steh auf und geh umher!‹?6Aber ihr sollt sehen, dass der Menschensohn9,6 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.von Gott Vollmacht bekommen hat.So kann er hier auf der Erdeden Menschen ihre Sünden vergeben.«Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:»Steh auf, nimm deine Trage und geh nach Hause!«7Da stand der Mann auf und ging nach Hause.8Die Volksmenge sah es und erschrak.Alle lobten Gott,dass er den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.

Jesus beruft Matthäus und isst mit Zolleinnehmern

Markus 2,13-17; Lukas 5,27-32
9Jesus9,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ging von Kapernaum9,9 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret. weiter.Da sah er einen Mann an seiner Zollstation9,9 Zollstation: Vor allem an Stadttoren eingerichteter Haltepunkt, an dem die Steuern auf transportierte Waren eingesammelt wurden. sitzen.Er hieß Matthäus.Jesus sagte zu ihm: »Komm, folge9,9 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«Da stand er auf und folgte ihm.

10Später war Jesus9,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. im Haus zum Essen.Viele Zolleinnehmer9,10 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. und andere Leute,die als Sünder9,10 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. galten, kamen dazu.Sie aßen mit Jesus und seinen Jüngern9,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten..11Als die Pharisäer9,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. das sahen,sagten sie zu seinen Jüngern:»Warum isst euer Lehrer9,11 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. mit Zolleinnehmern und Sündern?«12Jesus hörte das und antwortete:»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,sondern die Kranken.13Überlegt doch einmal,was es bedeutet, wenn Gott sagt9,13 Gott sagt: Zitat aus Hosea 6,6.:›Barmherzigkeit will ich und keine Opfer9,13 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt.!‹Ich bin nicht gekommen,um die Gerechten9,13 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. zu rufen,sondern die Sünder9,13 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten.

Es ist nicht die Zeit zu fasten

Markus 2,18-22; Lukas 5,33-39
14Danach kamen die Jünger von Johannes9,14 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu Jesus9,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Sie fragten:»Warum fasten9,14 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. wir und die Pharisäer9,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. so oft,aber deine Jünger9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. nicht?«15Jesus antwortete ihnen:»Sollen die Hochzeitsgäste etwa trauern,solange der Bräutigam9,15 Bräutigam: Bild für Jesus. Die Jünger sollen sich freuen, dass der Sohn Gottes bei ihnen ist. bei ihnen ist?Aber es wird eine Zeit kommen,da wird ihnen der Bräutigam weggenommen.Dann werden sie fasten.

16Niemand näht neuen Stoff auf einen alten Mantel9,16 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..Sonst wird der neue Stoff vom Mantel abreißen,und der Riss wird größer als vorher.17Niemand füllt neuen Wein9,17 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. in alte Weinschläuche9,17 Weinschlauch: Aus Tierhäuten zusammengenähter Schlauch, der in der Antike zum Transport von Flüssigkeiten wie Wein diente..Sonst platzen die Schläuche.Der Wein läuft aus,und die Schläuche werden unbrauchbar.Nein: Neuer Wein gehört in neue Schläuche.So bleiben beide erhalten.«

Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf

Markus 5,21-43; Lukas 8,40-56
18Während Jesus9,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. mit den Jüngern von Johannes9,18 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. sprach,kam einer der führenden Männer des Ortes dazu.Er warf sich vor ihm nieder und sagte:»Meine kleine Tochter ist gerade gestorben.Bitte komm mit und leg ihr deine Hand auf.Dann wird sie wieder lebendig.«19Jesus stand auf und folgte ihm.Auch seine Jünger9,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. kamen mit.

20Da drängte sich eine Frau von hinten an Jesus9,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. heran,die seit zwölf Jahren an Blutungen litt.Sie berührte eine Quaste9,20 Quaste: An den Ecken des Gebetsmantels sind Quasten angebracht, die an die Gebote Gottes erinnern sollen; vgl. 4. Mose/Numeri 15,37-41. seines Mantels9,20 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..21Denn sie sagte sich: »Wenn ich nur seinen Mantel berühre,werde ich gesund.«22Jesus drehte sich um.Als er sie sah, sagte er: »Nur Mut, meine Tochter!Dein Glaube hat dich gerettet!«Von diesem Augenblick an war die Frau gesund.

23Dann kam Jesus9,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in das Haus des führenden Mannes.Er sah die Flötenspieler9,23 Flötenspieler: Das Spielen von Musik gehörte damals zu den Trauerbräuchen. und die aufgeregten Menschen.24Er sagte: »Geht hinaus!Denn das Mädchen ist nicht tot, es schläft nur.«Da lachten die Leute ihn aus.25Er aber warf all die Menschen hinaus.Dann ging er zu dem Mädchen hineinund nahm seine Hand.Da stand es auf.26Die Nachricht darüberbreitete sich in der ganzen Gegend aus.

Jesus heilt zwei Blinde

27Von dort ging Jesus9,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. weiter.Zwei Blinde folgten ihm.Sie riefen: »Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids9,27 Sohn Davids: Hier Jesus. David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.28Jesus ging ins Haus.Doch auch dorthin folgten sie ihm.Da sagte Jesus zu den Blinden:»Glaubt9,28 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. ihr, dass ich euch helfen kann?«Sie antworteten: »Ja, Herr!«29Er berührte ihre Augen und sagte:»Wie ihr geglaubt habt, soll euch geschehen.«30Da wurden ihnen die Augen geöffnet.Jesus befahl ihnen streng:»Seht zu, dass niemand etwas davon erfährt!«31Aber sie gingen hinausund erzählten in der ganzen Gegend von Jesus.

Jesus heilt einen Stummen

32Die geheilten Männer waren gegangen.Da brachten Leute einen stummen Mann zu Jesus9,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.,der von einem Dämon9,32 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen war.33Jesus trieb den Dämon aus,und der Mann begann zu sprechen.Die Volksmenge wunderte sich und sagte:»So etwas hat man in Israel9,33 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. noch nicht gesehen.«34Aber die Pharisäer9,34 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. sagten:»Der Oberste der Dämonen hilft ihm,andere Dämonen auszutreiben.«

Der Auftrag an die Jünger

Matthäus 9,35–11,1

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Markus 3,13-19; Lukas 6,12-16
35Jesus9,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zog durch alle Städte und Dörfer des Landes.Er lehrte in ihren Synagogen9,35 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde.und verkündete die Gute Nachricht9,35 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. vom Himmelreich9,35 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt..Dazu heilte er jede Krankheit und jedes Leiden.36Jesus sah die große Volksmengeund bekam Mitleid mit den Menschen.Denn sie waren erschöpft und hilflos –wie Schafe, die keinen Hirten9,36 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. haben.37Deshalb sagte er zu seinen Jüngern9,37 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Hier ist eine große Ernte9,37 Ernte: Tätigkeit, die in einem bestimmten Zeitraum erledigt werden muss. Im übertragenen Sinn ist die Ernte hier ein Bild für das Gericht Gottes, bei dem Gott als Herrscher über die ganze Welt am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht.,aber es gibt nur wenige Erntearbeiter.38Bittet also den Herrn dieser Ernte,dass er Arbeiter auf sein Erntefeld schickt!«