BasisBibel (BB)
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Das Gleichnis vom Hochzeitsfest

Lukas 14,16-24
221Dann erzählte Jesus22,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ihnen22,1 ihnen: Matthäus 21,23 nennt die führenden Priester und Pharisäer als Gesprächspartner von Jesus. weitere Gleichnisse22,1 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt..2»Das Himmelreich22,2 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. gleicht einem König,der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete.3Er schickte seine Diener los.Sie sollten die Gäste holen,die zur Hochzeit eingeladen waren.Aber sie wollten nicht kommen.4Da schickte er noch einmal andere Diener los.Sie sollten den Eingeladenen sagen:›Seht doch: Ich habe mein Festessen vorbereitet.Meine Ochsen und Mastkälber sind geschlachtet.Alles ist bereit.Kommt doch zum Hochzeitsfest!‹5Aber die Eingeladenen kümmerten sich nicht darum,sondern gingen ihrer Arbeit nach:der eine auf seinem Acker,der andere in seinem Laden.6Manche packten die Diener sogar,misshandelten und töteten sie.7Da wurde der König zornig.Er schickte seine Soldaten.Die Mörder ließ er umbringenund ihre Stadt niederbrennen.

8Dann befahl er seinen Dienern:›Das Hochzeitsfest ist zwar vorbereitet,aber die Eingeladenen waren es nicht wert,daran teilzunehmen.9Geht hinaus bis ans Ende der Stadt!Ladet alle Menschen zum Hochzeitsfest ein,die euch begegnen!‹10Die Diener gingen hinaus auf die Straßenund brachten alle mit,die sie dort fanden –böse wie gute Menschen.So füllte sich der Hochzeitssaal mit Gästen.

11Der König kam in den Festsaal,um sich die Gäste anzusehen.Da sah er einen Mann,der nicht für eine Hochzeit gekleidet22,11 gekleidet: Die Kleidung des Gasts ist hier Bild für sein öffentliches Auftreten im Allgemeinen. Sowenig er sich für eine Hochzeit angemessen anzieht, sowenig tut er in seinem Leben das Richtige. war.12Der König sagte zu ihm:›Freund, wie bist du hier hereingekommen?Du bist ja gar nicht für eine Hochzeit angezogen!‹Der Mann konnte aber keine Antwort geben.13Da befahl der König seinen Dienern:›Fesselt ihn an Händen und Füßenund werft ihn hinaus in die Finsternis!Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern.‹14Denn viele sind zwar berufen,aber nur wenige erwählt.«

Steuern für den Kaiser?

Markus 12,13-17; Lukas 20,20-26
15Daraufhin kamen die Pharisäer22,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. zusammen.Sie überlegten, wie sie Jesus22,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. durch eine Fragein Bedrängnis bringen konnten.16Sie schickten ihre Jünger22,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu Jesus,zusammen mit einigen Anhängern des Herodes22,16 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.)..Die sagten zu ihm: »Lehrer22,16 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Dir geht es nur um die Wahrheit.Du lehrst uns aufrichtig,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.Dabei fragst du nach keinem anderen,denn du siehst nicht die Person an.17Sag uns bitte, was du für richtig hältst:Ist es erlaubt,dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?«18Jesus durchschaute ihre Absicht und sagte:»Warum wollt ihr mich auf die Probe stellen,ihr Scheinheiligen?19Zeigt mir eine Münze22,19 Münzen: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.,mit der ihr die Steuern bezahlt!«Sie gaben ihm eine Silbermünze22,19 Silbermünze: Die römischen Kaiser ließen Münzen mit einem Bild ihres Kopfes und einer entsprechenden Inschrift prägen..20Jesus fragte sie: »Wer ist auf dem Bild zu sehen,und wer wird in der Inschrift genannt?«21Sie antworteten: »Der Kaiser.«Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,und Gott, was Gott gehört!«22Als sie das hörten,waren sie sehr erstaunt.Sie ließen Jesus in Ruhe und gingen weg.

Werden die Toten auferstehen?

Markus 12,18-27; Lukas 20,27-40
23Am selben Tag kamen Sadduzäer22,23 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. zu Jesus22,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Die Sadduzäer behaupten,dass es keine Auferstehung22,23 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten gibt.Sie fragten Jesus:24»Lehrer22,24 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose hat gesagt22,24 Mose hat gesagt: Die folgenden Worte beziehen sich auf 5. Mose/Deuteronomium 25,5-6.:›Wenn ein Mann kinderlos stirbt,soll sein Bruder die Frau heiraten.So kann er dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹25Nun gab es bei uns sieben Brüder.Der erste heiratete und starb kinderlos.Deshalb heiratete sein Bruder die Witwe22,25 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt..26Ihm erging es genauso,auch dem dritten bis hin zum siebten.27Als Letzte von allen starb die Frau.28Wie wird es nun bei der Auferstehung der Toten sein?Mit wem von den siebenwird die Frau dann verheiratet sein?Alle haben sie ja zur Frau gehabt.«

29Jesus22,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete: »Ihr irrt euch!Denn ihr kennt weder die Heilige Schrift22,29 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden.noch wisst ihr, wie groß Gottes Macht ist.30Wenn die Menschen von den Toten auferstehen,werden sie weder heiraten noch geheiratet werden.Vielmehr werden sie leben wie die Engel22,30 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. im Himmel.31Was aber die Auferstehung22,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. der Toten angeht –wisst ihr nicht, dass Gott euch gesagt hat22,31 Gott hat euch gesagt: Mit diesen Worten stellt sich Gott dem Mose in 2. Mose/Exodus 3,1-12 vor und beruft ihn dazu, das Volk Israel aus der Gefangenschaft in Ägypten zu führen.:32›Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs22,32 Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und den Stammvätern seines Volkes zum Ausdruck..‹Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.«33Die Volksmenge hatte Jesus zugehört.Sie war von seiner Lehre tief beeindruckt.

Was ist das wichtigste Gebot?

Markus 12,28-31; Lukas 10,25-28
34Die Pharisäer22,34 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. hörten davon,wie Jesus22,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. die Sadduzäer22,34 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. zum Schweigen gebracht hatte.Deshalb kamen sie bei Jesus zusammen.35Einer von ihnen, ein Schriftgelehrter22,35 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist.,wollte Jesus auf die Probe stellen und fragte:36»Lehrer22,36 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., welches Gebot im Gesetz22,36 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. ist das größte?«37Jesus antwortete22,37 Jesus antwortete: Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 6,5.:»›Du sollst den Herrn22,37 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., deinen Gott, liebenmit deinem ganzen Herzen,mit deiner ganzen Seele22,37 deiner ganzen Seele: Der Mensch soll sich mit seiner ganzen Lebenskraft für Gott einsetzen.und mit deinem ganzen Denken.‹38Dies ist das größte und wichtigste Gebot.39Aber das folgende Gebot22,39 das folgende Gebot: Zitat aus 3. Mose/Levitikus 19,18. ist genauso wichtig:›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹40Diese beiden Gebote fassen alles zusammen,was das Gesetz und die Propheten22,40 Gesetz und Propheten: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift.von den Menschen fordern.«

Davids Sohn oder Davids Herr?

Markus 12,35-37; Lukas 20,41-44
41Als die Pharisäer22,41 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. bei Jesus22,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zusammengekommen waren,42stellte er ihnen eine Frage:»Was denkt ihr über den Christus22,42 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.?Wessen Sohn ist er?«Sie antworteten: »Der Sohn Davids22,42 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.43Jesus fragte weiter:»Wie kann David ihn dann ›Herr‹ nennen?Er wurde doch vom Heiligen Geist22,43 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. geleitet,als er sagte22,43 er sagte: David gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Im Folgenden wird aus Psalm 110,1 zitiert.:44›Gott, der Herr22,44 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht., sagte zu meinem Herrn:Setz dich an meine rechte Seite22,44 rechte Seite: Die rechte Seite ist ein Ehrenplatz.,bis ich deine Feinde unterwerfe!Ich mache sie zum Schemel22,44 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für deine Füße.‹45David selbst nennt den Christus also ›Herr‹22,45 Herr: Der Herr einer Person kann eigentlich nicht auch ihr Sohn sein. Nur auf Jesus Christus trifft beides zu. Er ist sowohl Davids Nachkomme als auch sein Herr..Wie kann dieser dann sein Sohn sein?«46Keiner konnte Jesus darauf eine Antwort geben.Von dem Tag an wagte es niemand mehr,Jesus eine Frage zu stellen.