BasisBibel (BB)
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Die Vorgeschichte und der Beginn des Wirkens von Jesus

Matthäus 1,1–4,22

Die Geburt und Kindheit von Jesus

Matthäus 1,1–2,23

Der Stammbaum von Jesus

Lukas 3,23-38
11Das Buch vom Ursprung1,1 Ursprung: Griechisch genesis. Anspielung auf das 1. Buch Mose, das mit den Schöpfungsberichten vom Ursprung der Welt erzählt. Deshalb trägt es im Griechischen den Titel »Genesis«.und der Geschichte von Jesus Christus1,1 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt.,der ein Sohn Davids1,1 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16. und ein Nachkomme Abrahams1,1 Nachkomme Abrahams: Ausdruck für die Zugehörigkeit zum Volk Israel, als dessen Stammvater Abraham gilt. war.

2Abraham1,2 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. war der Vater von Isaak,Isaak1,2 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35. von Jakob,Jakob1,2 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. von Juda und seinen Brüdern.3Juda1,3 Juda: Einer der zwölf Söhne Jakobs und Stammvater des Stammes Juda. war der Vater von Perez und Serach– ihre Mutter war Tamar1,3 Tamar: Die Geschichte von Tamar wird in 1. Mose/Genesis 38 erzählt. –,Perez von Hezron, Hezron von Ram.4Ram war der Vater von Amminadab,Amminadab von Nachschon,Nachschon von Salmon.5Salmon war der Vater von Boas– seine Mutter war Rahab1,5 Rahab: Prostituierte, die den Israeliten bei der Eroberung Jerichos half; vgl. Josua 2. –,Boas war der Vater von Obed– seine Mutter war Rut1,5 Rut: Ausländerin, die nach dem Tod der Ehemänner bei ihrer israelitischen Schwiegermutter bleibt. Ihre Geschichte wird im Buch Rut erzählt. –,Obed der Vater von Isai.

6Isai war der Vater von David, dem König,David1,6 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. von Salomo –seine Mutter war die Frau von Urija1,6 Frau von Urija: Die Geschichte von David und Batseba wird in 2. Samuel 11–12 erzählt..7Salomo1,7 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. war der Vater von Rehabeam,Rehabeam von Abija, Abija von Asa,8Asa von Joschafat,Joschafat von Joram, Joram von Usija,9Usija von Jotam,Jotam von Ahas, Ahas von Hiskija,10Hiskija1,10 Hiskija: König des Südreichs Juda (725–697 v. Chr.), der bedeutende Reformen durchführte. von Manasse,Manasse von Amos, Amos von Joschija.11Joschija1,11 Joschija: König des Südreichs Juda (640–609 v. Chr.). Er kam als Kind auf den Thron und führte Reformen am Tempel durch, vgl. 2. Könige 22,1–23,30. war der Vater von Jojachin1,11 Jojachin: König des Südreichs Juda (598–597 v. Chr.). Am Ende seiner Regierungszeit wird er von Nebukadnezzar II. in die Verbannung nach Babylon geführt.und seinen Brüdern.Dann kam die Verbannung nach Babylonien1,11 Verbannung: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben..

12Als die Verbannung nach Babylonien1,12 Verbannung: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben. vorüber war,wurde Jojachin1,12 Jojachin: König des Südreichs Juda (598–597 v. Chr.). Am Ende seiner Regierungszeit wird er von Nebukadnezzar II. in die Verbannung nach Babylon geführt. Vater von Schealtiel,Schealtiel von Serubbabel,13Serubbabel1,13 Serubbabel: Nachkomme von König David und erster persischer Statthalter in Jerusalem nach der Rückkehr der Juden aus Babylonien um 520 v. Chr. Er ist mitverantwortlich für den Wiederaufbau des Tempels. von Abihud,Abihud von Eljakim, Eljakim von Azor,14Azor von Zadok,Zadok von Achim, Achim von Eliud,15Eliud von Eleasar,Eleasar von Mattan, Mattan von Jakob,16Jakob von Josef.Josef war der Mann von Maria.Maria war die Mutter von Jesus1,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.,der Christus1,16 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. genannt wird.

17Alle Generationen zusammen sind:von Abraham1,17 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. bis Davidvierzehn Generationen,von David1,17 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. bis zur Verbannung nach Babylonien1,17 Verbannung: Meint die Zeit zwischen 586 und 538 v. Chr., in der ein Teil des Volkes Israel gezwungen war, in Babylonien zu leben.vierzehn Generationen,von der Verbannung nach Babylonien bis zu Christus1,17 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.vierzehn Generationen.

Jesus wird geboren

18Zur Geburt von Jesus Christus1,18 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. kam es so:Seine Mutter Maria war mit Josef verlobt1,18 Verlobung: Macht die Verbindung zwischen Mann und Frau rechtsgültig, ohne dass diese bereits zusammenleben..Sie hatten noch nicht miteinander geschlafen.Da stellte sich heraus, dass Maria schwanger war –aus dem Heiligen Geist1,18 aus dem Heiligen Geist: Die ungewöhnliche Formulierung weist auf die besonderen Umstände des Schwanger-Werdens hin. Der Heilige Geist ist die Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..

19Ihr Mann Josef lebte nach Gottes Willen,aber er wollte Maria nicht bloßstellen.Deshalb wollte er sich von ihr trennen,ohne Aufsehen zu erregen.20Dazu war er entschlossen.Doch im Traum erschien ihm ein Engel1,20 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. des Herrnund sagte:»Josef, du Nachkomme Davids1,20 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete., fürchte dich nicht,Maria als deine Frau zu dir zu nehmen.Denn das Kind, das sie erwartet,ist aus1,20 aus: Die ungewöhnliche Formulierung weist auf die besonderen Umstände des Schwanger-Werdens hin. dem Heiligen Geist1,20 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..21Sie wird einen Sohn zur Welt bringen.Dem sollst du den Namen Jesus1,21 Jesus: Der Name bedeutet übersetzt »der Herr rettet«. geben.Denn er wird sein Volk1,21 sein Volk: Gemeint ist das Volk Israel. retten:Er befreit es von aller Schuld1,21 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können.

22Das alles geschah, damit in Erfüllung ging,was der Herr1,22 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. durch den Propheten gesagt1,22 durch den Propheten gesagt: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 7,14. hat:23»Ihr werdet sehen:Die Jungfrau wird schwanger werdenund einen Sohn zur Welt bringen.Dem werden sie den Namen Immanuel geben«,das heißt: Gott ist mit uns.

24Josef wachte auf und tat,was ihm der Engel1,24 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. des Herrn befohlen hatte:Er nahm seine Frau zu sich.25Aber er schlief nicht mit Maria,bis sie ihren Sohn zur Welt brachte.Und er gab ihm den Namen Jesus1,25 Jesus: Der Name bedeutet übersetzt »der Herr rettet«..
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Die Sterndeuter aus dem Osten

21Jesus2,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wurde in Betlehem2,1 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. in Judäa2,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. geboren.Zu dieser Zeit war Herodes2,1 Herodes der Große: König über Judäa, Samarien, Galiläa und die angrenzenden Gebiete (37–4 v. Chr.). König.Da kamen Sterndeuter2,1 Sterndeuter: Gelehrte Männer, die nach dem Stand der Sterne die Gegenwart deuteten und zukünftige Ereignisse vorhersagten. aus dem Osten nach Jerusalem2,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..2Sie fragten: »Wo ist der neugeborene König der Juden2,2 König der Juden: Nachdem das Königreich Israel untergegangen war, hoffte man darauf, dass Gott einen Nachkommen von König David als Retter und Erlöser Israels senden würde.?Denn wir haben seinen Stern im Osten gesehenund sind gekommen, um ihn anzubeten.«3Als König Herodes das hörte,erschrak er und mit ihm alle in Jerusalem.4Er rief zu sich alle führenden Priester2,4 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht.und Schriftgelehrten2,4 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. des Volkes.Er fragte sie: »Wo soll der Christus2,4 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. geboren werden?«5Sie antworteten ihm: »In Betlehem in Judäa!Denn im Buch des Propheten steht2,5 im Buch des Propheten steht: Das Zitat nimmt Worte aus Micha 5,1; 5,3 und 2. Samuel 5,2 auf.:6›Du, Betlehem im Land Juda,du bist keineswegs die unbedeutendsteunter den Städten in Juda.Denn aus dir wird der Herrscher kommen,der mein Volk Israel2,6 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. wie ein Hirte2,6 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. führen soll.‹«7Später rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich.Er erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit,wann der Stern erschienen war.8Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte:»Geht und sucht überall nach dem Kind!Wenn ihr es findet, gebt mir Bescheid!Dann will auch ich kommen und es anbeten.«

9Nachdem die Sterndeuter2,9 Sterndeuter: Gelehrte Männer, die nach dem Stand der Sterne die Gegenwart deuteten und zukünftige Ereignisse vorhersagten. den König gehört hatten,machten sie sich auf den Weg.Derselbe Stern, den sie im Osten gesehen hatten,ging vor ihnen her.Dann blieb er stehen,genau über der Stelle, wo das Kind war.10Als sie den Stern sahen,waren sie außer sich vor Freude.11Sie gingen in das Hausund sahen das Kind mit Maria, seiner Mutter.Sie warfen sich vor ihm nieder und beteten es an.Dann holten sie ihre Schätze hervorund gaben ihm Geschenke: Gold, Weihrauch2,11 Weihrauch: Harz des Weihrauchbaums. Es wird beim Räucheropfer in bronzenen Pfannen verbrannt und verbreitet einen wohlriechenden Duft. und Myrrhe2,11 Myrrhe: Kostbares duftendes Harz eines immergrünen Baums..12Gott befahl ihnen im Traum:»Geht nicht wieder zu Herodes2,12 Herodes der Große: König über Judäa, Samarien, Galiläa und die angrenzenden Gebiete (37–4 v. Chr.).Deshalb kehrten sie auf einem anderen Wegin ihr Land zurück.

Die Flucht nach Ägypten

13Die Sterndeuter2,13 Sterndeuter: Gelehrte Männer, die nach dem Stand der Sterne die Gegenwart deuteten und zukünftige Ereignisse vorhersagten. waren gegangen.Da erschien Josef ein Engel2,13 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. des Herrn im Traum.Er sagte: »Steh auf! Nimm das Kind und seine Mutterund flieh nach Ägypten2,13 Ägypten: Im Alten Testament ist Ägypten immer wieder Zufluchtsort. 1. Mose/Genesis 46 erzählt beispielsweise davon, dass Israels Stammvater Jakob wegen einer Hungersnot mit seiner ganzen Familie nach Ägypten zieht.!Bleibe dort, bis ich es dir sage!Denn Herodes2,13 Herodes der Große: König über Judäa, Samarien, Galiläa und die angrenzenden Gebiete (37–4 v. Chr.). wird das Kind suchen, um es zu töten.«14Daraufhin stand Josef mitten in der Nacht auf.Er nahm das Kind und seine Mutterund zog mit ihnen nach Ägypten.15Dort blieb er bis zum Tod von Herodes.Dadurch ging in Erfüllung,was Gott durch den Propheten gesagt2,15 durch den Propheten gesagt: Zitat aus Hosea 11,1. Der Vers bezieht sich ursprünglich auf den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. hat:»Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«

Herodes tötet die Kinder in Betlehem

16Herodes2,16 Herodes der Große: König über Judäa, Samarien, Galiläa und die angrenzenden Gebiete (37–4 v. Chr.). merkte bald,dass ihn die Sterndeuter2,16 Sterndeuter: Gelehrte Männer, die nach dem Stand der Sterne die Gegenwart deuteten und zukünftige Ereignisse vorhersagten. getäuscht hatten.Da wurde er sehr zornig.Er ließ in Betlehem2,16 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. und der Umgebung alle Kinder töten,die zwei Jahre und jünger waren.Das entsprach dem Zeitraum,den er von den Sterndeutern erfragt hatte.17Damals erfüllte sich,was Gott durch den Propheten Jeremia gesagt2,17durch den Propheten Jeremia gesagt: Zitat aus Jeremia 31,15-16. hat:18»Geschrei ist in Rama2,18 Rama: Name eines Ortes, der vermutlich in der Nähe von Betlehem lag. In Rama befand sich das Grab von Rahel. zu hören,Weinen und lautes Klagen.Rahel2,18 Rahel: Frau von Jakob, dem Stammvater des Volkes Israel. Sie steht hier für die Frauen der Stadt. weint um ihre Kinder.Sie will sich nicht trösten lassen,denn die Kinder sind nicht mehr da.«

Die Rückkehr nach Nazaret

19Herodes2,19 Herodes der Große: König über Judäa, Samarien, Galiläa und die angrenzenden Gebiete (37–4 v. Chr.). war gestorben.Da erschien Josef in Ägypten2,19 Ägypten: Im Alten Testament ist Ägypten immer wieder Zufluchtsort. 1. Mose/Genesis 12,10-20 erzählt beispielsweise von Abraham und Sara, die wegen einer Hungersnot nach Ägypten ziehen.im Traum ein Engel2,19 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. des Herrn.20Der sagte: »Steh auf!Nimm das Kind und seine Mutterund geh in das Land Israel!Denn alle, die das Kind umbringen wollten, sind tot.«21Josef stand auf, nahm das Kind und seine Mutterund kehrte in das Land Israel zurück.22Er hörte, dass nun Archelaus2,22 Herodes Archelaus: Herrschte über Judäa, Samarien und Idumäa (4 v. Chr.–6 n. Chr.) und wurde wegen seiner Grausamkeit vom römischen Kaiser abgesetzt. König über Judäa2,22 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. war –anstelle seines Vaters Herodes2,22 Herodes der Große: König über Judäa, Samarien, Galiläa und die angrenzenden Gebiete (37–4 v. Chr.)..Deshalb fürchtete sich Josef, dorthin zu gehen.Im Traum bekam er neue Anweisung von Gott.Daraufhin zog er in das Gebiet von Galiläa2,22 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..23Dort ließ er sich in der Stadt Nazaret2,23 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. nieder.So ging in Erfüllung,was Gott durch die Propheten gesagt2,23 durch die Propheten gesagt: Ein Prophetenwort mit diesem Wortlaut ist nicht bekannt. Möglicherweise bezieht sich das Zitat auf Jesaja 11,1, wo von einem »Spross« (hebräisch: nezer) die Rede ist, der als Friedensherrscher in die Welt kommt. hat:»Er wird Nazoräer2,23 Nazoräer: Wortspiel mit der Herkunft von Jesus aus Nazaret und dem unbekannten Prophetenwort. genannt.«
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Johannes der Täufer, Jesus und seine Jünger

Matthäus 3,1–4,22

Johannes der Täufer

Markus 1,2-6; Lukas 3,1-6; Johannes 1,19-23
31Zu dieser Zeit trat Johannes der Täufer3,1 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. aufund verkündete in der Wüste3,1 Wüste: Trockenes und steiniges Gebiet, in dem nur wenige Tiere und Pflanzen überleben können. von Judäa3,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.:2»Ändert euer Leben!Denn das Himmelreich3,2 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. kommt jetzt den Menschen nahe!«3Dieser Johannes ist es,von dem es bei dem Propheten Jesaja heißt3,3 es heißt beim Propheten Jesaja: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 40,3.:»Eine Stimme ruft in der Wüste:›Macht den Weg bereit für den Herrn,ebnet ihm die Straße!‹«

4Johannes3,4 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. trug einen Mantel aus Kamelhaar3,4 Mantel aus Kamelhaar: Die Kleidung von Johannes erinnert an die Kleidung des Propheten Elija, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23.und um seine Hüfte einen Ledergürtel.Seine Nahrung bestand aus Heuschrecken3,4 Heuschrecken: Flugfähige und gefräßige Insekten, die sich von Grünpflanzen ernähren. In Schwärmen von Millionen Einzeltieren können sie ganze Ernten vernichten.und Honig von Wildbienen.5Die Menschen strömten zu ihmaus Jerusalem3,5 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes., aus ganz Judäa3,5 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.und aus der ganzen Gegend am Jordan3,5 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt..6Sie ließen sich von ihm im Fluss Jordan taufen3,6 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten.und bekannten ihre Sünden3,6 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können..

Johannes fordert dazu auf, das Leben zu ändern

Lukas 3,7-9
7Johannes3,7 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. sah,dass viele Pharisäer3,7 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Sadduzäer3,7 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. kamen.Sie wollten sich von ihm taufen3,7 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. lassen.Er sagte zu ihnen: »Ihr Schlangenbrut!Wer hat euch auf den Gedanken gebracht,dass ihr dem bevorstehenden Gericht Gottes3,7 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. entgeht?8Zeigt durch euer Verhalten,dass ihr euer Leben wirklich ändern wollt!9Und denkt ja nicht, ihr könnt sagen:Abraham3,9 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. ist unser Vater!‹Denn ich sage euch:Gott kann diese Steine hier zu Kindern Abrahams machen.10Die Axt ist schon an die Baumwurzel gesetzt:Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt,wird umgehauen und ins Feuer geworfen.«

Johannes weist auf Christus hin

Markus 1,7-8; Lukas 3,15-18; Johannes 1,24-28
11Johannes3,11 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. sagte:»Ich taufe3,11 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. euch mit Wasser,denn ihr wollt euer Leben ändern.Aber nach mir kommt einer, der ist mächtiger als ich.Ich bin es nicht einmal wert,ihm die Sandalen auszuziehen:Er wird euch mit Heiligem Geist3,11 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. und mit Feuer taufen3,11 mit Feuer taufen: Bild für eine umfassende Reinigung: Jesus wird die Menschen von Grund auf verändern..12Er hat die Worfschaufel3,12 Worfschaufel, worfeln: Mit einer Worfschaufel wurde das gedroschene Getreide in die Luft geworfen, um Getreidekörner von Stroh und Spreu zu trennen. in seiner Hand.Damit wird er sein Getreide gründlich aussieben.Seinen Weizen wird er in die Scheune bringen.Aber das Stroh wird er in einem Feuer verbrennen,das nicht ausgeht.«

Jesus lässt sich von Johannes taufen

Markus 1,9-11; Lukas 3,21-22; Johannes 1,32-34
13Damals kam Jesus3,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. aus Galiläa3,13 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. an den Jordan3,13 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt.zu Johannes3,13 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor..Er wollte sich von ihm taufen3,13 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. lassen.14Johannes versuchte, ihn davon abzuhalten. Er sagte:»Ich müsste doch eigentlich von dir getauft werden!Und du kommst zu mir?«15Jesus antwortete: »Das müssen wir jetzt tun.So erfüllen wir, was Gottes Gerechtigkeit3,15 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. fordert.«Da gab Johannes nach.

16Als Jesus3,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. getauft3,16 getauft: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. war,stieg er sofort aus dem Wasser.In diesem Moment öffnete sich der Himmel über ihm.Er sah den Geist Gottes3,16 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.,der wie eine Taube auf ihn herabkam.17Da erklang eine Stimme aus dem Himmel:»Das ist mein geliebter Sohn3,17 mein geliebter Sohn: Im Titel »Sohn Gottes« kommt das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck. Im Neuen Testament wird der Titel nur für Jesus verwendet., an ihm habe ich Freude.«