BasisBibel (BB)
16

Jesus soll seine Vollmacht beweisen

Markus 8,11-13; Lukas 12,54-56
161Die Pharisäer16,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Sadduzäer16,1 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. kamen zu Jesus16,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Sie wollten ihn auf die Probe stellen.Deshalb forderten sie ihn auf:»Beweise uns deine göttliche Vollmachtdurch ein Zeichen16,1 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.2Aber Jesus antwortete: »Abends sagt ihr:›Es gibt gutes Wetter, denn der Himmel ist rot.‹3Und morgens sagt ihr:›Heute regnet es, denn der Himmel ist rot und trübe.‹Das Aussehen des Himmels könnt ihr beurteilen.Wieso könnt ihr die Zeichen der Zeitnicht genauso gut beurteilen?4Die Menschen dieser Generation sind böse –wie Ehebrecher16,4 Ehebrecher: Das Verhältnis zwischen Gott und Israel wird in der Bibel oft als Ehe beschrieben, in der das Volk Gott untreu wird..Sie verlangen ein Zeichen.Aber sie werden keines bekommenaußer dem Zeichen des Propheten Jona16,4 Zeichen des Jona: Jona 2 erzählt, dass der Prophet drei Tage im Bauch eines Fisches verbrachte. Matthäus 12,39-40 deutet das als Zeichen dafür, dass Jesus am dritten Tag von den Toten auferstehen wird.Damit ließ er sie stehen und ging weg.

Die Jünger verstehen Jesus nicht

Markus 8,14-21
5Die Jünger16,5 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. fuhren im Boot ans andere Ufer.Sie hatten vergessen, Brot16,5 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. zu besorgen.6Jesus16,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu ihnen:»Nehmt euch in Acht und hütet euchvor dem Sauerteig16,6 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird, damit er aufgeht und mehr wird. Hier Bild für die Lehre der Pharisäer und Sadduzäer, die sich nicht verbreiten soll. der Pharisäer16,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. und Sadduzäer16,6 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an.7Sie waren aber noch in Gedanken und sagten zueinander:»Wir haben kein Brot besorgt.«8Jesus merkte das und sagte:»Ihr habt zu wenig Vertrauen!Warum macht ihr euch darüber Gedanken,dass ihr kein Brot habt?9Versteht ihr immer noch nicht?Erinnert16,9 erinnert: Die Ereignisse, auf die Jesus sich bezieht, werden in Matthäus 14,13-21 und Matthäus 15,32-39 erzählt. ihr euch nicht daran,wie fünf Brote für 5000 Menschen ausreichten?Wie viele Körbe habt ihr mit Resten gefüllt?10Oder wie sieben Brotefür 4000 Menschen ausreichten?Wie viele Körbe habt ihr da eingesammelt?11Warum begreift ihr nicht,dass ich mit euch nicht über Brot spreche?Nehmt euch in Achtvor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!«12Da begriffen die Jünger, was Jesus gemeint hatte.Er wollte nicht sagen:»Hütet euch vor dem Sauerteig,der zum Brotbacken benötigt wird.«Vielmehr meinte er:»Hütet euch vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.«

Jesus auf dem Weg nach Jerusalem

Matthäus 16,13–20,34

Nachfolge auf dem Weg des Leidens

Matthäus 16,13–17,27

Petrus spricht aus, wer Jesus ist

Markus 8,27-30; Lukas 9,18-21; Johannes 6,67-69
13Jesus16,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam in die Gegend von Cäsarea Philippi16,13 Cäsarea Philippi: Stadt am südlichen Abhang des Hermongebirges, nördlich des See Gennesaret. Sie hatte einen hohen Anteil nicht-jüdischer Bevölkerung..Er fragte seine Jünger16,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Für wen halten die Leute eigentlich den Menschensohn16,13 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde.14Sie antworteten:»Manche halten dich für Johannes den Täufer16,14 Johannes der Täufer: Bereitete die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Er wurde von Herodes getötet, vgl. Matthäus 3,1-10 und Matthäus 14,3-12.,andere für Elija16,14 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23..Wieder andere meinen, dass du Jeremia16,14 Jeremia: Einer der drei großen Propheten des Alten Testaments, der hier stellvertretend für alle anderen Propheten genannt wird.oder einer der anderen Propheten16,14 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. bist.«15Da fragte er sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?«16Simon Petrus antwortete: »Du bist der Christus16,16 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.,der Sohn16,16 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. des lebendigen Gottes!«17Jesus sagte zu ihm:»Glückselig bist du, Simon, Sohn des Johannes16,17 Johannes: Wörtlich »Jona«. Hier Kurzform des Namens »Johannes«.!Diese Erkenntnis hast du nicht aus dir selbst,sondern von meinem Vater im Himmel16,17 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt..18Und ich sage dir:Du bist Petrus16,18 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus., und auf diesen Felswerde ich meine Gemeinde bauen.Nicht einmal die Macht des Todeswird ihr etwas anhaben können.19Ich werde dir die Schlüssel zum Himmelreich16,19 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. geben:Was du auf der Erde für gültig erklärst,wird auch im Himmel16,19 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. gelten.Was du nicht für gültig erklärst,wird auch im Himmel nicht gelten.«20Dann schärfte Jesus den Jüngern ein:»Sagt niemandem, dass ich der Christus bin!«

Jesus kündigt zum ersten Mal seinen Tod an

Markus 8,31-33; Lukas 9,22
21Von da an begann Jesus16,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. seinen Jüngern16,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zu erklären,was Gott mit ihm vorhatte:»Ich muss nach Jerusalem16,21 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. gehen.Dort muss ich viel erleiden von den Ratsältesten16,21 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten.,den führenden Priestern16,21 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. und den Schriftgelehrten16,21 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist..Sie werden mich hinrichten lassen.Aber am dritten Tag werde ich vom Tod auferweckt16,21 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.22Da nahm Petrus16,22 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. ihn zur Seiteund fing an, ihm das auszureden:»Gott bewahre dich davor, Herr!Das darf dir nicht zustoßen!«23Aber Jesus wandte sich ab und sagte zu Petrus:»Weg mit dir, Satan16,23 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht., hinter mich!Du willst mich von meinem Weg abbringen!Dir geht es nicht um das, was Gott will,sondern um das, was Menschen wollen.«

Jesus folgen heißt: das Kreuz auf sich nehmen

Markus 8,34–9,1; Lukas 9,23-27
24Dann sagte Jesus16,24 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern16,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Wer zu mir gehören will,darf nicht an seinem Leben hängen.Er muss sein Kreuz auf sich nehmen16,24 Kreuz auf sich nehmen: Wer sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, muss bereit sein, Schweres auf sich zu nehmen – bis hin zum Verlust des Lebens.und mir auf meinem Weg folgen16,24 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..25Wer sein Leben retten will, wird es verlieren.Wer sich aber zu mir bekennt16,25 Bekenntnis: Jemand spricht öffentlich aus, dass er an Jesus Christus glaubt. So wissen alle, dass diese Person ihr Leben in den Dienst von Christus stellt.und deshalb sein Leben verliert16,25 sein Leben verlieren: Wortspiel mit zwei unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes »Leben«. Dem biologischen Leben, das man im Ernstfall aufs Spiel setzt, wenn man sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, wird das neue, von Gott geschenkte Leben gegenübergestellt. Es bedeutet, dass man durch den Glauben an Gott bereits in dieser Welt in Gemeinschaft mit ihm lebt., wird es erhalten.26Was nützt es einem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt,aber sein Leben dabei verliert?Was kann ein Mensch einsetzen,um sein Leben dafür einzutauschen?27Denn der Menschensohn16,27 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. wird mit seinen Engeln16,27 seine Engel: Hier Diener im Gericht Gottes. Als Herrscher über die ganze Welt ist Christus der Richter, der am Ende der Zeit im Namen Gottes ein Urteil über sie spricht.in der Herrlichkeit seines Vaters16,27 Herrlichkeit seines Vaters: Als Sohn Gottes hat Jesus Anteil am Ansehen und der Macht Gottes. Wenn er wiederkommt, wird er mit Gottes Vollmacht auftreten. wiederkommen.Dann wird er allen das geben,16,27 Dann wird er allen das geben, ...: Dieser Satz ist ein Zitat aus der griechischen Übersetzung von Psalm 62,13.was sie für ihre Taten verdienen.28Amen16,28 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das sage ich euch:Hier stehen einige,die werden nicht sterben,bis der Menschensohn kommt.Dann werden sie erleben,wie er seine Herrschaft in dieser Welt antritt.«