BasisBibel (BB)
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Jesus wird geboren

21Zu derselben Zeit befahl Kaiser Augustus2,1 Augustus: Regierte von 30 v. Chr. bis 14 n. Chr. als Kaiser über das Römische Reich.,im ganzen Römischen Reich2,1 Rom: Zur Zeit des Neuen Testaments beherrschte das Römische Reich den gesamten östlichen Mittelmeerraum.eine Volkszählung2,1 Volkszählung: Ziel der Volkszählung war das Erfassen aller Bürger in Bürgerlisten. Auf dieser Grundlage wurden Steuern erhoben und der Militärdienst organisiert. durchzuführen.2Es war die erste Volkszählung. Sie fand statt,als Quirinius römischer Statthalter2,2 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers. in Syrien2,2 Syrien: Geografische Bezeichnung für das Gebiet um Damaskus zwischen dem Mittelmeer und der arabischen Wüste. Die römische Provinz Syrien umfasste auch Israel und Juda. war.3Da machten sich alle auf,um sich in die Steuerlisten eintragen zu lassen –jeder in seine Heimatstadt.4Auch Josef ging von der Stadt Nazaret2,4 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. in Galiläa2,4 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene.nach Judäa2,4 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum..Sein Ziel war die Stadt Betlehem2,4 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. Micha 5,1-3 zufolge wird der zukünftige Retter der Welt und Herrscher über Israel aus dieser Stadt kommen., aus der David kam.Denn er stammte von David2,4 David: Bedeutender König in der Geschichte Israels, der etwa 1000–960 v. Chr. regierte. Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. ab.5In Betlehem wollte er sich eintragen lassenzusammen mit Maria, seiner Verlobten2,5 Verlobung: Macht die Verbindung zwischen Mann und Frau rechtsgültig, ohne dass diese bereits zusammenleben..Maria war schwanger.6Während sie dort waren, kam die Zeit der Geburt.7Maria brachte ihren ersten Sohn zur Welt.Sie wickelte ihn in Windelnund legte ihn in eine Futterkrippe.Denn sie hatten in der Herberge2,7 Herberge: Vermutlich ein provisorischer Übernachtungsort in einem Privathaus, in dem Reisende mit ihren Tieren übernachten konnten. Den Geburtsort muss man sich wohl als Nebenraum vorstellen, der eigentlich als Stall für die Tiere diente. keinen Platz gefunden.

Die Engel verkünden die Geburt von Jesus

8In der Gegend von Betlehem2,8 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem. waren Hirtendraußen auf den Feldern.Sie hielten in der Nacht Wache bei ihrer Herde.9Auf einmal trat ein Engel2,9 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. des Herrn zu ihnen,und die Herrlichkeit2,9 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. des Herrn umstrahlte sie.Die Hirten erschraken und große Furcht erfasste sie.10Der Engel sagte zu ihnen: »Fürchtet euch nicht!Hört doch: Ich bringe euch eine gute Nachricht,die dem ganzen Volk große Freude bereiten wird.11Denn heute ist in der Stadt Davids2,11 Stadt Davids: Andere Bezeichnung für Betlehem, dem Ort, aus dem die Familie von König David stammte.für euch der Retter geboren worden:Er ist Christus2,11 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus., der Herr2,11 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen..12Und dies ist das Zeichen, an dem ihr das alles erkennt:Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden.Es ist in Windeln gewickeltund liegt in einer Futterkrippe.«13Plötzlich war der Engel umgebenvom ganzen himmlischen Heer der Engel.Die lobten Gott und riefen:14»Gottes Herrlichkeit erfüllt die Himmelshöhe!Sein Frieden2,14 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. kommt auf die Erdezu den Menschen, denen er sich in Liebe zuwendet2,14 zuwendet: Andere Bibeln übersetzen: »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.« Das Wohlgefallen Gottes zeigt sich in seiner Liebe gegenüber den Menschen.

Die Hirten kommen zu Jesus

15Die Engel2,15 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. verließen die Hirtenund kehrten in den Himmel2,15 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. zurück.Da sagten die Hirten zueinander:»Kommt, wir gehen nach Betlehem2,15 Betlehem: Ortschaft etwa 8 km südwestlich von Jerusalem.!Wir wollen sehen, was da geschehen istund was der Herr2,15 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. uns mitgeteilt hat!«16Die Hirten liefen hin, so schnell sie konnten.Sie fanden Maria und Josef und das neugeborene Kind,das in der Futterkrippe lag.17Als sie das sahen, erzählten sie,was ihnen der Engel über dieses Kind gesagt hatte.18Alle, die es hörten, staunten über das,was ihnen die Hirten berichteten.19Aber Maria merkte sich alle ihre Worteund bewegte sie in ihrem Herzen.20Die Hirten kehrten wieder zurück.Sie priesen und lobten Gott für das,was sie gehört und gesehen hatten.Es war alles genau so, wie es ihnen der Engel gesagt hatte.

Jesus wird in den Tempel gebracht

21Nach acht Tagen war es Zeit, das Kind zu beschneiden2,21 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk..Es bekam den Namen »Jesus2,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.«.So hatte es der Engel2,21 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. bestimmt,noch bevor Jesus im Mutterleib empfangen wurde.22Die Zeit ihrer Reinigung2,22 Zeit ihrer Reinigung: In der ersten Zeit nach der Geburt eines Kindes galt eine Frau als unrein und sollte nicht am religiösen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen, vgl. 3. Mose/Levitikus 12. war vorbei,so wie sie im Gesetz des Mose2,22 Gesetz des Mose: Im Neuen Testament übliche Bezeichnung für die fünf Bücher Mose. festgelegt ist.Da gingen Maria und Josefmit Jesus nach Jerusalem2,22 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..Sie wollten das Kindim Tempel zum Herrn bringen2,22 zum Herrn bringen: Jesus wird, ähnlich wie das Kind Samuel in 1. Samuel 1,21-28, von seinen Eltern in den Tempel gebracht..23So schreibt es das Gesetz des Herrn vor2,23 so schreibt es das Gesetz des Herrn vor: Zitat aus 2. Mose/Exodus 13,2.:»Alle Erstgeborenen2,23 Erstgeborene: Der erste Sohn, den eine Mutter zur Welt bringt, ist für Gott bestimmt. sind mir heilig!Deshalb sollt ihr mir jeden Sohn übergeben,der als erster geboren wird.«24Zugleich brachten sie das Reinigungsopfer dar,wie es im Gesetz des Herrn vorgeschrieben2,24 im Gesetz des Herrn vorgeschrieben: Die Vorschriften für Frauen nach einer Geburt finden sich in 3. Mose/Levitikus 12. ist:ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

Simeon und Hanna erkennen in Jesus den Retter

25Damals lebte in Jerusalem2,25 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. ein Mann namens Simeon.Er lebte gerecht2,25 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. vor Gott und vertraute ganz auf ihn.So wartete er auf den Trost2,25 Trost: Mit Worten, wie sie sich beispielsweise in Jesaja 40,1-2 finden, wird Israel Trost und die Befreiung von Leid und Fremdherrschaft angekündigt. Zur Zeit von Jesus ist diese Hoffnung mit einer als Retter erwarteten Person verbunden, die die römische Fremdherrschaft beendet., den Gott Israel2,25 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. schickt.Der Heilige Geist2,25 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. leitete ihn.26Durch den Heiligen Geist hatte Gott ihn wissen lassen:»Du wirst nicht sterben,bevor du den Christus2,26 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. des Herrn2,26 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. gesehen hast.«27Jetzt drängte ihn der Heilige Geist,in den Tempel2,27 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. zu gehen.Gerade brachten auch die Eltern ihr Kind Jesus2,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. dorthin.Sie wollten die Vorschriften2,27 Vorschriften: Als erstgeborener Sohn von Maria gehört Jesus eigentlich Gott, vgl. 2. Mose/Exodus 13,2. Um ihn auszulösen, mussten bestimmte religiöse Handlungen bei einem Priester vollzogen werden; vgl. 4. Mose/Numeri 18,15-16. erfüllen,die im Gesetz2,27 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. für ihr Kind vorgesehen sind.

28Simeon nahm das Kind auf den Arm.Er lobte Gott und sagte:

29»Herr, jetzt kann dein Diener in Frieden sterben,

wie du es versprochen hast.

30Denn mit eigenen Augen habe ich gesehen:

Von dir kommt die Rettung.

31Alle Welt soll sie sehen –

32ein Licht, das für die Völker leuchtet

und deine Herrlichkeit2,32 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. aufscheinen lässt

über deinem Volk Israel2,32 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen.

33Der Vater und die Mutter von Jesus2,33 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. staunten über das,was Simeon über das Kind sagte.34Simeon segnete2,34 Segen, segnen: Wer einen anderen Menschen segnet, bittet Gott, dem Gesegneten Kraft, Leben und Wohlergehen zu schenken. sieund sagte zu Maria, der Mutter von Jesus:»Dieses Kind ist dazu bestimmt,in Israel2,34 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. viele zu Fall zu bringenund viele aufzurichten.Es wird ein Zeichen Gottes sein,dem viele sich widersetzen.35So soll ans Licht kommen,was viele im Innersten denken.Und für dich, Maria, wird es sein,als ob ein Schwert2,35 Schwert: Bild für das Leid und den Schmerz, die Maria ertragen muss, als ihr Sohn am Kreuz stirbt. deine Seele durchbohrt.«

36Es war auch eine Prophetin2,36 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. im Tempel.Sie hieß Hannaund war eine Tochter Penuels aus dem Stamm2,36 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Ascher.Hanna war schon sehr alt.Nach ihrer Hochzeit war sie sieben Jahremit ihrem Mann verheiratet gewesen.37Seitdem war sie Witwe2,37 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt.und nun vierundachtzig Jahre alt.Sie verließ den Tempel2,37 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. nicht mehrund diente Gott Tag und Nacht mit Fasten2,37 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken ist in der Bibel eine übliche religiöse Praxis. und Beten2,37 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..38Jetzt kam sie dazu und lobte Gott.Dann erzählte sie allen von dem Kind,die auf die Rettung Jerusalems2,38 Jerusalem: Als Zentrum des religiösen und kulturellen Lebens steht Jerusalem hier stellvertretend für das ganze Volk Israel. warteten.

Jesus und seine Eltern kehren nach Nazaret zurück

39Josef und Maria erfüllten im Tempel2,39 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. alle Vorschriften2,39 Vorschriften: Genannt werden die religiösen Vorschriften nach der Geburt und für die Auslösung eines erstgeborenen Sohns, vgl. Lukas 2,21-24 und Lukas 2,27.,die das Gesetz2,39 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. des Herrn vorsieht.Dann kehrten sie nach Galiläa2,39 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. zurückin ihre Heimatstadt Nazaret2,39 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf..40Jesus2,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. wuchs heran.Er war ein kräftiges Kind.Gott schenkte ihm immer mehr Weisheit,und seine Gnade2,40 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. begleitete ihn.

Der zwölfjährige Jesus im Tempel

41Jedes Jahr zogen die Eltern von Jesus2,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.zum Passafest2,41 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. nach Jerusalem2,41 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..42Als Jesus zwölf Jahre alt war,gingen sie mit ihm für das Fest dorthin –so wie es üblich war.43Als das Fest vorüber war,machten sie sich wieder auf den Heimweg.Ihr Sohn Jesus blieb in Jerusalem zurück,aber seine Eltern merkten es nicht.44Sie dachten: »Er ist bei den anderen Reisenden2,44 andere Reisende: Wegen der Gefahr, unterwegs von Räubern überfallen zu werden, war es üblich, in Gruppen zu reisen.«,und wanderten den ganzen Tag weiter.Am Abend suchten sie ihnbei den Verwandten und Bekannten.45Doch sie konnten ihn nicht finden.Da kehrten sie nach Jerusalem zurückund suchten ihn dort.

46Am dritten Tag entdeckten sie ihn endlich im Tempel2,46 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte..Dort saß er mitten unter den Lehrern2,46 Lehrer: Hier Menschen, die über die Auslegung der Heiligen Schrift diskutieren..Er hörte ihnen zu und stellte ihnen Fragen.47Alle, die ihn hörten,waren sehr erstaunt über seine klugen Antworten.48Seine Eltern waren fassungslos,als sie ihn dort fanden.Seine Mutter fragte ihn:»Kind, warum hast du uns das angetan?Dein Vater und ich haben dich verzweifelt gesucht!«49Er antwortete: »Wieso habt ihr mich gesucht?Habt ihr denn nicht gewusst,dass ich im Haus meines Vaters2,49 Haus meines Vaters: Bezeichnung für den Tempel als Haus Gottes. Jesus nennt Gott hier seinen Vater. sein muss?«50Aber sie begriffen nicht, was er da zu ihnen sagte.51Jesus2,51 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kehrte mit seinen Eltern nach Nazaret2,51 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. zurückund war ihnen gehorsam.Seine Mutter bewahrte diese Worte in ihrem Herzen.52Jesus wuchs heran. Er wurde älter und weiser2,52 Weisheit: Lebenspraktisches Wissen oder handwerkliches Können, das durch Erfahrung erworben oder von Gott geschenkt wird..Gott und die Menschen hatten ihre Freude an ihm.