BasisBibel (BB)
14

Jesus lehrt beim Gastmahl eines Pharisäers

Lukas 14,1-24

Jesus heilt am Sabbat einen wassersüchtigen Mann

141Einmal ging Jesus14,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. an einem Sabbat14,1 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf.in das Haus eines der führenden Pharisäer14,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte..Dort nahm er am Mahl teil.Alle beobachteten ihn genau.2Da war ein Mann in seiner Nähe,der an Wassersucht14,2 Wassersucht: Krankheit, bei der es zur Einlagerung von Flüssigkeit im Körper kommt. litt.3Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer14,3 Gesetzeslehrer: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Lebensvorschriften des Alten Testaments war, vor allem der fünf Bücher Mose. und Pharisäerund fragte: »Ist es erlaubt,am Sabbat zu heilen, oder nicht?«4Sie aber schwiegen.Da berührte Jesus den Kranken,heilte ihn und ließ ihn gehen.5Dann sagte er zu ihnen:»Wenn einem von euch ein Kindin den Brunnen fällt oder nur ein Rind:Wer wird es nicht sofort herausziehen –auch wenn Sabbat ist?«6Sie wussten nicht, was sie darauf antworten sollten.

Den richtigen Platz finden

7Jesus14,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. beobachtete,wie sich die Gäste die Ehrenplätze14,7 Ehrenplatz: Platz in der Nähe des Gastgebers. am Tisch aussuchten.Da erzählte er ihnen ein Gleichnis:8»Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist,such dir nicht den Ehrenplatz aus.Denn es könnte ein Gast eingeladen sein,der vornehmer ist als du.9Sonst wird euer Gastgeber kommen und dir sagen:›Mach ihm bitte Platz!‹Dann musst du beschämtauf den entferntesten Platz wechseln.10Nein! Wenn du eingeladen bist,geh hin und wähle den entferntesten Platz.Dann wird der Gastgeber kommen und zu dir sagen:›Lieber Freund, rück doch näher zu mir.‹So wirst du vor allen anderen Gästen geehrt.11Denn wer sich selbst groß macht,den wird Gott niedrig und klein machen.Aber wer sich selbst niedrig und klein macht,den wird Gott groß machen.«

Die richtigen Gäste einladen

12Dann sagte Jesus14,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu dem Gastgeber:»Wenn du ein Mittag- oder Abendessen gibst,lade keine Leute ein, die wiederum dich einladen –deine Freunde, deine Brüder,deine Verwandten oder reichen Nachbarn.Sonst ist deren Einladung dein ganzer Lohn.13Wenn du zu einem Mahl einlädst,lade vielmehr Arme, Verkrüppelte,Gelähmte und Blinde ein.14Glückselig wirst du sein,denn sie können dir nichts zurückgeben!Du wirst aber deinen Lohn bekommen,wenn Gott die Gerechten14,14 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. vom Tod auferweckt.«

Das Gleichnis vom großen Festmahl

Matthäus 22,1-10
15Als einer der Gäste das hörte, sagte er zu Jesus14,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Glückselig ist,wer im Reich Gottes14,15 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. am Mahl teilnehmen darf!«16Jesus antwortete:»Ein Mann veranstaltete ein großes Festessenund lud viele Gäste ein.17Als das Fest beginnen sollte,schickte er seinen Diener losund ließ den Gästen sagen14,17 ließ den Gästen sagen: Es war in der Antike üblich, zweimal einzuladen: Mit etwas Abstand zum Fest, und kurz vorher noch einmal.:›Kommt, jetzt ist alles bereit!‹18Aber einer nach dem anderen entschuldigte sich.Der erste sagte zu ihm: ›Ich habe einen Acker gekauft.Jetzt muss ich unbedingt gehen und ihn begutachten.Bitte, entschuldige mich!‹19Ein anderer sagte:›Ich habe fünf Ochsengespanne14,19 Ochsengespanne: Ochsen, die paarweise als Zugtiere vor einen Wagen gespannt werden. gekauftund bin gerade unterwegs,um sie genauer zu prüfen.Bitte, entschuldige mich!‹20Und wieder ein anderer sagte:›Ich habe gerade erst geheiratetund kann deshalb nicht kommen.‹

21Der Diener kam zurückund berichtete alles seinem Herrn.Da wurde der Hausherr zornigund sagte zu seinem Diener:›Lauf schnell hinausauf die Straßen und Gassen der Stadt.Bring die Armen, Verkrüppelten, Blindenund Gelähmten hierher.‹22Bald darauf meldete der Diener:›Herr, dein Befehl ist ausgeführt,aber es ist immer noch Platz.‹23Da sagte der Herr zu ihm:›Geh hinaus aus der Stadtauf die Landstraßen und an die Zäune.Dränge die Leute dort herzukommen,damit mein Haus voll wird!‹24Denn das sage ich euch:Keiner der Gäste, die zuerst eingeladen waren,wird an meinem Festessen teilnehmen!«

Jesus lehrt unterwegs

Lukas 14,25–17,10

Was Jesus von denen verlangt, die ihm folgen wollen

Matthäus 10,37-38
25Viele Leute begleiteten Jesus14,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auf seinem Weg.Da drehte er sich um und sagte zu ihnen:26»Wer zu mir kommt,dem muss alles andere unwichtig werden:sein Vater und seine Mutter, Frau und Kinder,Brüder und Schwestern, ja sogar das eigene Leben:Sonst kann er nicht mein Jünger14,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. sein.27Wer nicht sein Kreuz trägtund mir auf meinem Weg folgt14,27 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.,kann nicht mein Jünger sein.

28Stellt euch vor:Einer von euch will einen Turm bauen.Setzt er sich dann nicht als Erstes hin,berechnet die Kosten und prüft, ob sein Geld reicht?29Sonst passiert es, dass er das Fundament legt,aber den Bau nicht fertigstellen kann.Alle, die das sehen, lachen ihn aus30und sagen:›Dieser Mensch wollte einen Turm bauen –aber er konnte ihn nicht fertigstellen.‹

31Oder stellt euch vor:Ein König will gegen einen anderen Königin den Krieg ziehen.Setzt er sich dann nicht als Erstes hin und überlegt:Sind zehntausend Mann stark genug,um gegen einen Feind anzutreten,der mit zwanzigtausend Mann anrückt?32Wenn nicht, dann schickt er besser Unterhändler,solange der Gegner noch weit weg ist.Die sollen Friedensverhandlungen führen.33So gilt auch: Wer von euch nicht alles aufgibt, was er hat,der kann nicht mein Jünger14,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. sein.«

Von der Kraft des Salzes

Matthäus 5,13; Markus 9,50
34»Salz14,34 Salz: Wurde zum Haltbarmachen von Lebensmitteln verwendet und war kostbar. ist etwas Gutes:Aber wenn das Salz nicht mehr salzt,wie kann es wieder salzig werden?35Es ist weder für den Ackernoch für den Misthaufen zu gebrauchen.Also wirft man es weg.Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören!«