BasisBibel (BB)
12

Worauf es in den letzten Tagen ankommt

Lukas 12,1–13,35

Warnung vor Scheinheiligkeit

Matthäus 10,26-27
121Inzwischen hatten sichTausende von Menschen versammelt.Es waren so viele,dass sie sich gegenseitig auf die Füße traten.Da begann Jesus12,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu sprechen,zuerst nur zu seinen Jüngern12,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Hütet euch vor dem Sauerteig12,1 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird. Dadurch geht der Teig auf und wird locker. der Pharisäer12,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.,das heißt: vor ihrer Scheinheiligkeit!2Es gibt nichts Verborgenes, das nicht sichtbar wird,und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird.3Deshalb wird alles, was ihr im Dunkeln sagt,am hellen Tag zu hören sein.Und was ihr euch hinter verschlossenen Türenins Ohr flüstert, wird von den Dächern gerufen.«

Wen man fürchten muss

Matthäus 10,28-33
4»Das sage ich euch, meine Freunde:Habt keine Angst vor denen,die nur den Körper töten können.Darüber hinaus können sie euch nichts anhaben.5Ich will euch sagen,vor wem ihr wirklich Angst haben sollt:Habt Angst vor dem, der euch töten kannund die Macht hat, euch dann in die Hölle12,5 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. zu werfen.Ja, das sage ich euch:Vor dem sollt ihr Angst haben!6Kann man nicht fünf Spatzenfür zwei Kupfermünzen12,6 Kupfermünzen: Wörtlich »Assarion«. Der Assarion ist eine kleine römische Kupfermünze von geringem Wert. kaufen?Und doch übersieht Gott keinen einzigen von ihnen.7Aber bei euch ist sogarjedes Haar auf dem Kopf gezählt!Habt keine Angst!Ihr seid mehr wert als ein ganzer Schwarm Spatzen.

8Das sage ich euch:Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt,zu dem wird sich auch der Menschensohn12,8 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. bekennenvor den Engeln12,8 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Gottes.9Wer mich aber vor den Menschen nicht kennen will,den wird auch der Menschensohn nicht kennenvor den Engeln Gottes.10Wer etwas gegen den Menschensohn sagt,dem kann vergeben werden.Wer aber den Heiligen Geist lästert12,10 lästert: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen des Heiligen Geistes.,dem kann nicht vergeben werden.11Wenn sie euch vor die Gerichte schleppen,die in den Synagogen12,11 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. tagen,oder vor die Behörden und Machthaber –dann macht euch vorher keine Sorgen darüber,wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt.12Denn der Heilige Geist12,12 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. wird euchin dem Augenblick eingeben, was ihr sagen müsst.«

Das Gleichnis vom reichen Grundbesitzer

13Einer aus der Volksmenge sagte zu Jesus12,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Lehrer12,13 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., sag doch meinem Bruder,dass er das Erbe mit mir teilen soll.«14Aber Jesus antwortete:»Guter Mann, wer hat mich zum Richter oder Vermittlerin eurem Erbstreit gemacht?«15Dann sagte Jesus zu allen:»Gebt acht! Hütet euch vor jeder Art von Habgier.Denn auch wenn jemand im Überfluss lebt,so hängt sein Leben nicht von seinem Besitz ab.«

16Dazu erzählte Jesus12,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. ihnen ein Gleichnis12,16 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:»Die Felder eines reichen Grundbesitzersbrachten eine besonders gute Ernte.17Da überlegte er: ›Was soll ich tun?Ich habe nicht genug Platz, um meine Ernte zu lagern.‹18Schließlich sagte er sich: ›So will ich es machen:Ich reiße meine Scheunen ab und baue größere.Dort werde ich dann das ganze Getreideund alle meine Vorräte lagern.19Dann kann ich mir sagen: Nun hast du riesige Vorräte,die für viele Jahre reichen.Gönn dir Ruhe. Iss, trink und genieße das Leben!‹20Aber Gott sagte zu ihm: ›Du Narr!Noch in dieser Nacht werde ichdein Leben von dir zurückfordern.Wem gehört dann das, was du angesammelt hast?‹21So geht es dem, der für sich selbst Schätze anhäuft,aber bei Gott nichts besitzt.«

Worum man sich sorgen soll

Matthäus 6,25-34
22Dann sagte Jesus12,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu seinen Jüngern12,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Darum sage ich euch:Macht euch keine Sorgen um euer Leben –was ihr essen sollt,oder um euren Körper –was ihr anziehen sollt.23Denn das Leben ist mehr als Essen und Trinken.Und der Körper ist mehr als Kleidung.24Seht euch die Raben an:Sie säen nicht, sie ernten nicht,sie haben keine Vorratskammer oder Scheune.Trotzdem ernährt Gott sie.Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel!25Wer von euch kann dadurch,dass er sich Sorgen macht,sein Leben nur um eine Stunde verlängern?26Nicht einmal so eine Kleinigkeit bringt ihr fertig.Warum macht ihr euch Sorgenum all die anderen Dinge?

27Seht euch die Blumen an:Sie wachsen, ohne zu arbeitenund ohne sich Kleider zu machen.Ich sage euch:Nicht einmal Salomo12,27 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. in all seiner Herrlichkeitwar so schön gekleidet wie eine von ihnen.28So schön macht Gott die Wiesenblumen.Dabei gehen sie an einem Tag aufund werden am nächsten Tag im Ofen verbrannt12,28 im Ofen verbrannt: Die ärmere Bevölkerung mähte die Wiesen und nutzte das getrocknete Gras als Brennmaterial..Wird er sich dann nicht viel mehr um euch kümmern?Ihr habt zu wenig Vertrauen!

29Macht euch keine Gedanken darüber,was ihr essen und trinken sollt.Lasst euch davon nicht beunruhigen.30Um all diese Dingedreht sich das Leben bei den Völkern der Welt.Euer Vater weiß doch, dass ihr das braucht.31Strebt vielmehr nach seinem Reich12,31 sein Reich: Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.dann wird Gott euch auch das alles schenken.32Hab keine Angst, du kleine Herde!Denn euer Vater hat beschlossen,euch sein Reich zu schenken.«

Wo man Schätze sammeln soll

Matthäus 6,19-21
33»Verkauft euren Besitz, und gebt das Geld den Armen!Legt euch Geldbeutel zu, die keine Löcher bekommen.Sammelt euch einen Schatz im Himmel12,33 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.,der nie aufgebraucht werden kann.Dort kann kein Dieb an ihn herankommenund keine Motte ihn zerfressen.34Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.«

Von den Dienern, die wach bleiben

Matthäus 24,43-44; Markus 13,33-37
35»Haltet euch bereitund sorgt dafür, dass eure Öllampen12,35 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. brennen!36Seid wie Leute, die darauf warten,dass ihr Herr von einem Hochzeitsfest zurückkehrt.Wenn er dann kommt und anklopft,können sie ihm sofort aufmachen.37Glückselig sind die Diener,die der Herr wach vorfindet, wenn er nach Hause kommt!Amen12,37 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, das ich sage euch:Er wird sich eine Schürze umbindenund sie zu Tisch bitten.Dann wird er hinzutreten und sie bewirten.38Aber vielleicht kommt der Herrerst in der zweiten oder dritten Nachtwache12,38 Nachtwache: Nach römischem Brauch wurde die Zeit zwischen Einbruch der Dunkelheit und dem folgenden Morgen in vier Nachtwachen aufgeteilt. Die dritte erstreckte sich von etwa 0 bis 3 Uhr..Wenn er dann seine Diener wach vorfindet,gilt erst recht: Glückselig sind sie!39Macht euch bewusst: Wenn der Hausherr wüsste,zu welcher Stunde der Dieb kommt –er würde es nicht zulassen,dass in sein Haus eingebrochen wird.40Und auch ihr sollt jederzeit bereit sein.Denn der Menschensohn12,40 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. kommt zu einer Stunde,in der ihr ihn nicht erwartet.«

Der zuverlässige Diener

Matthäus 24,45-51
41Da fragte Petrus12,41 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.:»Herr, gilt dieses Gleichnis12,41 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. nur für unsoder auch für alle anderen?«42Der Herr antwortete:»Wer ist denn der zuverlässige und kluge Verwalter12,42 kluger Verwalter: Bild für einen Menschen, der sich in der Zeit, bevor Christus wiederkommt, für andere einsetzt und so dem Reich Gottes dient.?Ihm wird sein Herr den Auftrag geben,die übrigen Diener zu beaufsichtigen.Außerdem soll er ihnen zur rechten Zeitdie tägliche Verpflegung austeilen.43Glückselig ist er,wenn der Herr bei seiner Rückkehr sieht,dass er seinen Auftrag gewissenhaft erfüllt.44Wirklich, das sage ich euch:Der Herr wird ihm die Verantwortungfür seinen ganzen Besitz übertragen.

45Vielleicht sagt sich aber der Diener:›Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!‹Er fängt an,die anderen Diener und Dienerinnen zu schlagen,maßlos zu essen und sich zu betrinken.46Dann kommt sein Herr zurück.Er kommt an einem Tag,an dem der Diener es nicht erwartet –und zu einer Stunde, in der er nicht damit rechnet.Der Herr wird ihn in Stücke hauenund dorthin bringen lassen,wo die Treulosen bestraft werden.

47Der Diener kannte den Auftrag seines Herrn.Aber er kümmerte sich nicht darumund führte ihn nicht aus.Deshalb wird er hart bestraft werden.48Im Gegensatz dazu gilt für einen Diener,der den Auftrag seines Herrn nicht kannte:Wenn er etwas getan hat, das Strafe verdient,wird er weniger hart bestraft werden.Wem viel gegeben wurde,von dem wird viel verlangt.Und wem viel anvertraut wurde,von dem wird umso mehr gefordert.«

Nachfolge im Leiden

Matthäus 10,34-36
49»Ich bin gekommen,um auf der Erde ein Feuer zu entzünden.Und ich wäre froh, wenn es schon brennen würde!50Aber zuvor muss ich mich taufen12,50 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Hier Bild für den Leidensweg von Jesus, der in seiner Kreuzigung endet. lassen –mit einer Taufe, die mich schwer bedrückt,bis sie vollzogen ist!51Meint ihr, dass ich gekommen bin,um Frieden auf die Erde zu bringen?Nein, sage ich euch, sondern Streit.52Denn so wird es von nun an sein:Wenn fünf Menschen in einer Familie leben,dann werden sich drei gegen zwei stellenund zwei gegen drei.5312,53 Vers 53: Vers 53 nimmt Gedanken aus Micha 7,6 auf. Alle werden im Streit liegen:der Vater mit dem Sohnund der Sohn mit dem Vater;die Mutter mit der Tochterund die Tochter mit der Mutter;die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochterund die Schwiegertochter mit der Schwiegermutter.«

Letzte Gelegenheit, sein Leben in Ordnung zu bringen

Matthäus 5,24-26; 16,2-3
54Dann sagte Jesus12,54 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu den Leuten:»Wenn ihr seht, dass im Westen eine Wolke aufzieht,sagt ihr gleich: ›Es gibt Regen.‹Und so kommt es auch.55Und wenn der Südwind weht, sagt ihr:›Es wird heiß.‹ Und so kommt es auch.56Ihr Scheinheiligen!Das Aussehen von Erde und Himmelkönnt ihr einschätzen.Wieso könnt ihr die Ereignisse dieser Zeitnicht genauso gut einschätzen?57Könnt ihr denn nicht von selbst erkennen,was Gott jetzt von euch will?58Wenn einer mit dir vor Gericht zieht,weil du ihm etwas schuldest:Dann gib dir Mühe,dich noch unterwegs mit ihm zu einigen.Sonst schleppt er dich vor den Richter,und der übergibt dich dem Gerichtsdiener.Und der Gerichtsdiener wirft dich dann ins Gefängnis.59Das sage ich dir:Du wirst dort nicht wieder herauskommen,bis du die letzte kleine Münze12,59 kleine Münze: Wörtlich »ein Leptos«. Ein Leptos ist der kleinste Münzwert, der zur Zeit von Jesus in Judäa im Umlauf war. zurückbezahlt hast.«
13

Die getöteten Männer aus Galiläa und das Unglück am Teich Schiloach

131Einige von den Anwesenden ergriffen die Gelegenheitund erzählten Jesus13,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. von Männern aus Galiläa13,1 Männer aus Galiläa: Von einem solchen Massaker in Galiläa durch Pilatus wird in keiner anderen Schrift berichtet.:»Pilatus13,1 Pontius Pilatus: Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers. ließ sie töten,als sie im Tempel13,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Opfer darbrachten.Ihr Blut vermischte sich mit dem der Opfertiere.«2Jesus sagte zu ihnen: »Meint ihr etwa,diese Männer hatten größere Schuld13,2 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. auf sich geladenals alle anderen in Galiläa?Und das wäre der Grund,warum sie einen so schrecklichen Tod erlitten haben?3Bestimmt nicht!Das sage ich euch: Wenn ihr euer Leben nicht ändert,werdet ihr alle genauso umkommen.

4Oder denkt an die achtzehn Menschen,die getötet wurden,als der Turm bei Schiloach13,4 Schiloach: Teichanlage südlich des Jerusalemer Tempels innerhalb der Stadtbefestigung. Offenbar war einer der Türme der nahen Stadtmauer eingestürzt. einstürzte.Meint ihr etwa,sie hatten größere Schuld13,4 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. auf sich geladenals alle anderen Einwohner Jerusalems13,4 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.?5Bestimmt nicht!Das sage ich euch: Wenn ihr euer Leben nicht ändert,werdet ihr alle genauso umkommen.«

Eine Gnadenfrist für den Feigenbaum

6Dann erzählte Jesus13,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. den Leuten dieses Gleichnis13,6 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt.:»Ein Mann hatte in seinem Weinberg13,6 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz.einen Feigenbaum13,6 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln. gepflanzt.Er kam und schaute nach, ob Früchte daran waren –aber er fand keine.7Da sagte er zu seinem Weingärtner:›Seit drei Jahren komme ich schon und schaue nach,ob an diesem Feigenbaum Früchte sind –aber ich finde keine.Jetzt hau ihn um!Wozu soll er dem Boden noch weiterseine Kraft nehmen?‹8Aber der Weingärtner antwortete:›Herr, lass ihn noch dieses Jahr stehen.Ich will die Erde um ihn herumnoch einmal umgraben und düngen.9Vielleicht trägt der Baum im nächsten Jahrdoch noch Früchte.Wenn nicht, hau ihn dann um.‹«

Jesus heilt eine Frau am Sabbat

10Als Jesus einmal am Sabbat13,10 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf.in einer der Synagogen13,10 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. lehrte,11war dort eine Frau.Seit achtzehn Jahren wurde sie von einem Geist13,11 Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. geplagt,der sie krank machte.Sie war verkrümmtund konnte sich nicht mehr gerade aufrichten.12Als Jesus13,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sie sah, rief er sie zu sichund sagte zu ihr:»Frau, du bist von deiner Krankheit befreit!«13Und er legte ihr die Hände auf.Sofort richtete sie sich auf und lobte Gott.

14Aber der Leiter der Synagoge13,14 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig. ärgerte sich darüber,dass Jesus13,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. die Frau an einem Sabbat13,14 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. heilte.Deshalb sagte er zu der Volksmenge:»Es gibt sechs Tage, die zum Arbeiten da sind.Also kommt an einem dieser Tage,um euch heilen zu lassen –und nicht am Sabbat!«15Doch der Herr sagte zu ihm:»Ihr Scheinheiligen!Bindet nicht jeder von euch am Sabbatseinen Ochsen oder Esel von der Futterkrippe losund führt ihn zur Tränke?16Aber diese Frau hier,die doch eine Tochter Abrahams13,16 Tochter Abrahams: Ausdruck für die Zugehörigkeit der Frau zum Volk Israel, als dessen Stammvater Abraham gilt. ist,hielt der Satan13,16 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. gefesselt –volle achtzehn Jahre lang!Und sie darf am Sabbatnicht von dieser Fessel befreit werden?«17Als Jesus das sagte,schämten sich alle seine Gegner.Doch die ganze Volksmenge freute sichüber die wunderbaren Taten, die Jesus vollbrachte.

Das Gleichnis vom Senfkorn und vom Sauerteig

Matthäus 13,31-33; Markus 4,30-32
18Dann sagte Jesus13,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.: »Wie ist es mit dem Reich Gottes13,18 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt.?Womit soll ich es vergleichen?19Es gleicht einem Senfkorn13,19 Senfkorn: Ein Senfkorn hat einen Durchmesser von 1–2 mm.:Ein Mann nahm es und säte es in seinem Garten ein.Es ging auf und wurde zu einem Baum.Und die Vögel bauten ihr Nest in seinen Zweigen.«

20Noch einmal fragte Jesus13,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Womit soll ich das Reich Gottes13,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. vergleichen?21Es gleicht einem Sauerteig13,21 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird. Dadurch geht der Teig auf und wird locker.:Eine Frau mengte ihn unter drei Säckchen13,21 drei Säckchen: Wörtlich »drei Sata«. Ein Saton ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten oder Getreide und fasst etwa 7 l. 7 l Mehl wiegen gut 4 kg. Mehl.Am Ende war der ganze Teig durchsäuert.«

Die enge Tür – die verschlossene Tür

Matthäus 7,13-14; 7,21-24; 8,11-12
22Jesus13,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. setzte seinen Weg13,22 Weg: In Lukas 9,51 wird berichtet, dass Jesus sich auf den Weg macht, um nach Jerusalem zu gehen. nach Jerusalem13,22 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. fort.Er zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf.Überall lehrte er die Menschen.23Einmal fragte ihn jemand:»Herr13,23 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt., werden nur wenige gerettet?«Da sagte Jesus zu den Leuten:24»Ihr müsst euch anstrengen,um durch die enge Tür hineinzukommen.Das sage ich euch:Viele werden hineinwollen, es aber nicht schaffen.

25Wenn der Hausherr13,25 Hausherr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. aufsteht und die Tür verschließt,dann werdet ihr draußen stehen.Dort werdet ihr an die Tür klopfen und rufen:›Herr, mach uns auf!‹Aber er wird euch antworten:›Ich kenne euch nicht. Wo kommt ihr her?‹26Dann werdet ihr sicher sagen:›Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken!Du hast auf den Straßen unserer Stadt gelehrt.‹27Aber der Hausherr wird euch antworten13,27 wird euch antworten: Im Folgenden wird aus Psalm 6,9 zitiert.:›Ich kenne euch nicht. Wo kommt ihr her?Macht, dass ihr alle fortkommt,Ihr alle tut , was gegen Gottes Willen ist!‹28Da draußen gibt es nur Heulen und Zähneklappern!Denn ihr werdet alle im Reich Gottes13,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. sehen:Abraham, Isaak, Jakob13,28 Abraham, Isaak, Jakob: Stehen zusammenfassend für die Anfänge Israels, wie sie in 1. Mose/Genesis 12–50 erzählt werden.und sämtliche Propheten13,28 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..Aber ihr selbst werdet ausgeschlossen sein.29Viele werden kommenaus Ost und West und aus Nord und Süd.Sie werden im Reich Gottes zu Tisch liegen13,29 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen..30Ihr werdet sehen:Die jetzt bei den Letzten sind,werden dann die Ersten sein.Und die jetzt bei den Ersten sind,werden dann die Letzten sein.«

Jesus muss bis nach Jerusalem kommen

31Zur selben Zeit kamen einige Pharisäer13,31 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte.und warnten Jesus13,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.: »Geh weg und zieh fort von hier!Denn Herodes13,31 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). will dich töten lassen.«32Jesus sagte zu ihnen:»Geht und sagt diesem Fuchs:›Ich treibe Dämonen13,32 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. aus und heile Kranke –heute und morgen.Und am dritten Tag13,32 dritter Tag: Anspielung auf die Auferstehung von Jesus drei Tage nach seinem Tod. werde ich am Ziel sein.‹33Doch heute, morgen und übermorgenmuss ich meinen Weg fortsetzen.Denn es ist unmöglich,dass ein Prophet13,33 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. außerhalb von Jerusalem13,33 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.ums Leben kommt.«

Jesus klagt über Jerusalem

Matthäus 23,37-39
34»Jerusalem13,34 Jerusalem: Das religiöse und kulturelle Zentrum des Landes steht hier stellvertretend für die religiösen Führer und Leitungsgremien., Jerusalem!Du tötest die Propheten13,34 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.und steinigst13,34 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. die Boten, die Gott zu dir sendet.Wie oft wollte ich deine Kinder13,34 Kinder: Meint die angesprochenen Bewohner Jerusalems, die stellvertretend für das Volk Israel stehen. um mich versammeln –wie eine Henne ihre Kükenunter ihren Flügeln beschützt.Aber ihr habt nicht gewollt.35Seht euch vor: Euer Tempel13,35 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. wird von Gott verlassen.Das sage ich euch:Ihr werdet mich nicht mehr sehen,bis ihr einst ausruft13,35 bis ihr einst ausruft: Zitat aus Psalm 118,26.:›Gesegnet ist, wer im Namen des Herrn13,35 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. kommt!‹«
14

Jesus lehrt beim Gastmahl eines Pharisäers

Lukas 14,1-24

Jesus heilt am Sabbat einen wassersüchtigen Mann

141Einmal ging Jesus14,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. an einem Sabbat14,1 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf.in das Haus eines der führenden Pharisäer14,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte..Dort nahm er am Mahl teil.Alle beobachteten ihn genau.2Da war ein Mann in seiner Nähe,der an Wassersucht14,2 Wassersucht: Krankheit, bei der es zur Einlagerung von Flüssigkeit im Körper kommt. litt.3Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer14,3 Gesetzeslehrer: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Lebensvorschriften des Alten Testaments war, vor allem der fünf Bücher Mose. und Pharisäerund fragte: »Ist es erlaubt,am Sabbat zu heilen, oder nicht?«4Sie aber schwiegen.Da berührte Jesus den Kranken,heilte ihn und ließ ihn gehen.5Dann sagte er zu ihnen:»Wenn einem von euch ein Kindin den Brunnen fällt oder nur ein Rind:Wer wird es nicht sofort herausziehen –auch wenn Sabbat ist?«6Sie wussten nicht, was sie darauf antworten sollten.

Den richtigen Platz finden

7Jesus14,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. beobachtete,wie sich die Gäste die Ehrenplätze14,7 Ehrenplatz: Platz in der Nähe des Gastgebers. am Tisch aussuchten.Da erzählte er ihnen ein Gleichnis:8»Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist,such dir nicht den Ehrenplatz aus.Denn es könnte ein Gast eingeladen sein,der vornehmer ist als du.9Sonst wird euer Gastgeber kommen und dir sagen:›Mach ihm bitte Platz!‹Dann musst du beschämtauf den entferntesten Platz wechseln.10Nein! Wenn du eingeladen bist,geh hin und wähle den entferntesten Platz.Dann wird der Gastgeber kommen und zu dir sagen:›Lieber Freund, rück doch näher zu mir.‹So wirst du vor allen anderen Gästen geehrt.11Denn wer sich selbst groß macht,den wird Gott niedrig und klein machen.Aber wer sich selbst niedrig und klein macht,den wird Gott groß machen.«

Die richtigen Gäste einladen

12Dann sagte Jesus14,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu dem Gastgeber:»Wenn du ein Mittag- oder Abendessen gibst,lade keine Leute ein, die wiederum dich einladen –deine Freunde, deine Brüder,deine Verwandten oder reichen Nachbarn.Sonst ist deren Einladung dein ganzer Lohn.13Wenn du zu einem Mahl einlädst,lade vielmehr Arme, Verkrüppelte,Gelähmte und Blinde ein.14Glückselig wirst du sein,denn sie können dir nichts zurückgeben!Du wirst aber deinen Lohn bekommen,wenn Gott die Gerechten14,14 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. vom Tod auferweckt.«

Das Gleichnis vom großen Festmahl

Matthäus 22,1-10
15Als einer der Gäste das hörte, sagte er zu Jesus14,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Glückselig ist,wer im Reich Gottes14,15 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. am Mahl teilnehmen darf!«16Jesus antwortete:»Ein Mann veranstaltete ein großes Festessenund lud viele Gäste ein.17Als das Fest beginnen sollte,schickte er seinen Diener losund ließ den Gästen sagen14,17 ließ den Gästen sagen: Es war in der Antike üblich, zweimal einzuladen: Mit etwas Abstand zum Fest, und kurz vorher noch einmal.:›Kommt, jetzt ist alles bereit!‹18Aber einer nach dem anderen entschuldigte sich.Der erste sagte zu ihm: ›Ich habe einen Acker gekauft.Jetzt muss ich unbedingt gehen und ihn begutachten.Bitte, entschuldige mich!‹19Ein anderer sagte:›Ich habe fünf Ochsengespanne14,19 Ochsengespanne: Ochsen, die paarweise als Zugtiere vor einen Wagen gespannt werden. gekauftund bin gerade unterwegs,um sie genauer zu prüfen.Bitte, entschuldige mich!‹20Und wieder ein anderer sagte:›Ich habe gerade erst geheiratetund kann deshalb nicht kommen.‹

21Der Diener kam zurückund berichtete alles seinem Herrn.Da wurde der Hausherr zornigund sagte zu seinem Diener:›Lauf schnell hinausauf die Straßen und Gassen der Stadt.Bring die Armen, Verkrüppelten, Blindenund Gelähmten hierher.‹22Bald darauf meldete der Diener:›Herr, dein Befehl ist ausgeführt,aber es ist immer noch Platz.‹23Da sagte der Herr zu ihm:›Geh hinaus aus der Stadtauf die Landstraßen und an die Zäune.Dränge die Leute dort herzukommen,damit mein Haus voll wird!‹24Denn das sage ich euch:Keiner der Gäste, die zuerst eingeladen waren,wird an meinem Festessen teilnehmen!«

Jesus lehrt unterwegs

Lukas 14,25–17,10

Was Jesus von denen verlangt, die ihm folgen wollen

Matthäus 10,37-38
25Viele Leute begleiteten Jesus14,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. auf seinem Weg.Da drehte er sich um und sagte zu ihnen:26»Wer zu mir kommt,dem muss alles andere unwichtig werden:sein Vater und seine Mutter, Frau und Kinder,Brüder und Schwestern, ja sogar das eigene Leben:Sonst kann er nicht mein Jünger14,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. sein.27Wer nicht sein Kreuz trägtund mir auf meinem Weg folgt14,27 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.,kann nicht mein Jünger sein.

28Stellt euch vor:Einer von euch will einen Turm bauen.Setzt er sich dann nicht als Erstes hin,berechnet die Kosten und prüft, ob sein Geld reicht?29Sonst passiert es, dass er das Fundament legt,aber den Bau nicht fertigstellen kann.Alle, die das sehen, lachen ihn aus30und sagen:›Dieser Mensch wollte einen Turm bauen –aber er konnte ihn nicht fertigstellen.‹

31Oder stellt euch vor:Ein König will gegen einen anderen Königin den Krieg ziehen.Setzt er sich dann nicht als Erstes hin und überlegt:Sind zehntausend Mann stark genug,um gegen einen Feind anzutreten,der mit zwanzigtausend Mann anrückt?32Wenn nicht, dann schickt er besser Unterhändler,solange der Gegner noch weit weg ist.Die sollen Friedensverhandlungen führen.33So gilt auch: Wer von euch nicht alles aufgibt, was er hat,der kann nicht mein Jünger14,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. sein.«

Von der Kraft des Salzes

Matthäus 5,13; Markus 9,50
34»Salz14,34 Salz: Wurde zum Haltbarmachen von Lebensmitteln verwendet und war kostbar. ist etwas Gutes:Aber wenn das Salz nicht mehr salzt,wie kann es wieder salzig werden?35Es ist weder für den Ackernoch für den Misthaufen zu gebrauchen.Also wirft man es weg.Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören!«