BasisBibel (BB)
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Jesus ist das Brot des Lebens

Johannes 6,1-71

Jesus macht mehr als 5000 Menschen satt

Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Lukas 9,10-17
61Bald darauf ging Jesus6,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.ans andere Ufer des Sees von Galiläa6,1 Sees von Galiläa: Anderer Name für den See Gennesaret.,der auch See von Tiberias6,1 Tiberias: Stadt am Südwestufer des See Gennesaret. genannt wird.2Eine große Menschenmenge folgte ihm.Denn sie hatten die Zeichen6,2 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. gesehen,die er an den Kranken tat.3Jesus stieg auf einen Bergund setzte sich dort mit seinen Jüngern6,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. nieder.4Es war kurz vor dem Passafest6,4 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13.,dem großen Fest der Juden.5Jesus blickte auf und sah,dass die große Menschenmenge zu ihm kam.Da sagte er zu Philippus:»Wo können wir Brot6,5 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. kaufen,damit diese Leute zu essen haben?«6Das sagte er aber,um Philippus auf die Probe zu stellen.Er selbst wusste längst, was er tun wollte.7Philippus antwortete:»Nicht einmal Brot für 200 Silberstücke6,7 200 Silberstücke: Wörtlich »200 Denare«. Ein Denar ist eine Silbermünze mit einem Gewicht von etwa 4 g Silber. reicht aus,dass jeder auch nur ein kleines Stück bekommt!«8Da sagte einer seiner Jünger –Andreas, der Bruder von Simon Petrus6,8 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.:9»Hier ist ein kleines Kind.Es hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische6,9 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln..Aber was ist das schon für so viele Menschen?«10Jesus sagte: »Sorgt dafür, dass die Menschen sich setzen.«Der Ort war dicht mit Gras bewachsen.Dort ließen sie sich nieder,es waren etwa 5000 Männer6,10 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren..

11Jesus6,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nahm die Brote6,11 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. und dankte Gott.Dann verteilte er sie an die Leute, die dort saßen.Genauso machte er es mit den Fischen6,11 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln..Alle bekamen, so viel sie wollten.12Als sie satt waren, sagte Jesus zu seinen Jüngern6,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Sammelt die Reste ein, damit nichts verdirbt.«13Das taten sie und füllten zwölf Körbemit den Resten von den fünf Gerstenbroten.So viel war nach dem Essen übrig geblieben.14Als die Leute sahen,was für ein Zeichen6,14 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Jesus getan hatte, sagten sie:»Er ist wirklich der Prophet6,14 der Prophet: Als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes wird ein Prophet wie Mose erwartet. Ein solcher Prophet wird in 5. Mose/Deuteronomium 18,15-19 angekündigt.,der in die Welt kommen soll!«15Da merkte Jesus, dass sie bald kommen würden,um ihn mit Gewalt zu ihrem König zu machen.Darum zog er sich wieder auf den Berg zurück –er ganz allein.

Jesus geht über das Wasser

Matthäus 14,22-33; Markus 6,45-52
16Als es Abend wurde,gingen seine Jünger6,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zum See hinunter.17Sie stiegen in ein Bootund wollten über den See6,17 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. nach Kapernaum6,17 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret. fahren.Es war schon dunkel,und Jesus6,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war noch nicht zu ihnen zurückgekehrt.18Ein starker Wind wehte und wühlte den See auf.19Sie hatten schon eine ganze Strecke zurückgelegt,etwa viereinhalb oder fünfeinhalb Kilometer6,19 etwa viereinhalb oder fünfeinhalb Kilometer: Wörtlich »25 oder 30 Stadien«. Ein Stadion ist ein griechisches Längenmaß von etwa 185 m..Plötzlich erblickten sie Jesus.Er ging über das Wasser und näherte sich dem Boot.Da gerieten sie in Furcht.20Er sagte: »Ich bin’s! Fürchtet euch nicht!«21Sie wollten ihn zu sich ins Boot nehmen.Aber das Boot war schon am Ufer,das sie erreichen wollten.

Das Brot des Lebens ist eine Nahrung, die nicht verdirbt

22Die Volksmenge stand nochauf der anderen Seite des Sees6,22 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..Am nächsten Morgen erinnerten sich die Leute,dass am Ufer nur ein einziges Boot gelegen hatte.Sie hatten gesehen,dass Jesus6,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nicht zusammen mit seinen Jüngern6,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.in dieses Boot gestiegen war.Vielmehr waren die Jünger allein abgefahren.23Inzwischen kamen von Tiberias6,23 Tiberias: Stadt am Südwestufer des See Gennesaret. andere Boote herbei.Sie legten nahe bei der Stelle an,wo der Herr6,23 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. Gott gedankt hatte.Dort hatte dann die Menge das Brot gegessen6,23 das Brot gegessen: Johannes 6,1-15 erzählt, dass Jesus an dieser Stelle 5000 Männer mit nur fünf Broten und zwei Fischen satt macht..24Schließlich merkten die Leute,dass Jesus nicht mehr da warund seine Jünger auch nicht.Da stiegen sie in die Booteund fuhren nach Kapernaum6,24 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret., um Jesus zu suchen.

25Sie fanden ihn tatsächlichauf der anderen Seite des Sees und fragten ihn:»Rabbi6,25 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer., wann bist du hierhergekommen?«26Jesus6,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete und erklärte ihnen:»Amen6,26 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Ihr sucht mich nicht,weil ihr Zeichen6,26 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. gesehen habt.Ihr sucht mich nur,weil ihr von den Broten gegessen habtund satt geworden seid.27Müht euch nicht ab für verderbliche Nahrung.Bemüht euch um Nahrung,die bis zum ewigen Leben6,27 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. vorhält.Die wird euch der Menschensohn6,27 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. geben.Ihn hat Gott, der Vater6,27 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott.,mit seinem Siegel6,27 Siegel: Persönlicher Stempel, durch den etwas als echt gekennzeichnet wird. Hier Bild dafür, dass Jesus Christus wirklich im Namen Gottes auftritt und handelt. bestätigt.«28Daraufhin fragten ihn die Leute: »Was sollen wir tun,damit wir so handeln, wie Gott es erwartet?«29Jesus gab ihnen zur Antwort:»Das bewirkt und erwartet Gott von euch:Glaubt6,29 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. an den, den er gesandt hat.«

Jesus ist das Brot des Lebens

30Die Leute fragten weiter:»Was ist das denn für ein Zeichen6,30 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt., das du tust?Lass es uns sehen, dann glauben wir dir!Was bewirkst du denn schon?31Damals in der Wüste6,31 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35. haben unsere VorfahrenManna6,31 Manna: Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegessen.In der Heiligen Schrift steht6,31 in der Heiligen Schrift steht: Zitat aus 2. Mose/Exodus 16,4. es doch:›Er gab ihnen Brot vom Himmel6,31 Brot vom Himmel: Auch »Manna« genannt. Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. zu essen.‹«32Darauf sagte Jesus6,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu den Leuten:»Amen6,32 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Mose6,32 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. hat euch kein Brot vom Himmel gegeben.Vielmehr gibt euch mein Vater6,32 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott.das wahre Brot vom Himmel.33Denn dieses Brot Gottes ist der,der vom Himmel herabkommtund dieser Welt das wahre Leben6,33 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. schenkt.«34Da baten sie ihn:»Herr6,34 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., gib uns immer von diesem Brot!«35Jesus6,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. entgegnete: »Ich bin6,35 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. In ihnen klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. das Brot des Lebens.Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern.Und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

36Aber ich habe es euch ja schon gesagt:Obwohl ihr meine Taten gesehen habt,schenkt ihr mir keinen Glauben.37Alle, die mein Vater6,37 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. mir anvertraut,werden zu mir kommen.Und wer zu mir kommt,den werde ich nicht abweisen.38Denn dazu bin ich vom Himmel6,38 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen:Nicht um zu tun, was ich selbst will,sondern was der will, der mich beauftragt hat.39Und das ist der Wille dessen, der mich beauftragt hat:Ich soll keinen von denen verlieren,die er mir anvertraut hat.Vielmehr soll ich sie alle am letzten Tag6,39 letzter Tag: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.vom Tod erwecken6,39 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..40Denn das ist der Wille meines Vaters:Alle, die den Sohn6,40 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. sehen und an ihn glauben,werden das ewige Leben6,40 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. erhalten.Am letzten Tag werde ich sie vom Tod erwecken.«

Wer vom Brot des Lebens isst, wird nicht sterben

41Die jüdischen Zuhörer6,41 jüdische Zuhörer: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. waren empört,dass Jesus6,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gesagt hatte:»Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.«42Sie sagten: »Ist das nicht Jesus, der Sohn von Josef?Wir kennen doch seinen Vater und seine Mutter!Wie kann er behaupten:›Ich bin vom Himmel6,42 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen‹?«43Jesus gab ihnen zur Antwort:»Seid nicht so empört!44Niemand kann von sich selbst aus zu mir kommen.Mein Vater6,44 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater., der mich beauftragt hat,muss ihn zu mir führen.Und am letzten Tag6,44 letzter Tag: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. werde ich ihn vom Tod auferwecken6,44 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..45Bei den Propheten steht6,45 bei den Propheten steht: Das Zitat nimmt Worte aus Jesaja 54,13 auf. ja:›Gott selbst wird sie alle lehren.‹Wer den Vater hört und von ihm lernt,kommt zu mir.46Das bedeutet nicht,dass je ein Mensch den Vater gesehen hat.Nur der Eine, der von Gott kommt,der hat den Vater gesehen.47Amen6,47 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Wer glaubt6,47 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt., hat das ewige Leben6,47 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..48Ich bin6,48 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. In ihnen klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. das Brot des Lebens.49Eure Vorfahren haben in der Wüste6,49 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35. das Manna6,49 Manna: Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegessenund sind dann doch gestorben.50Aber dies ist das wahre Brot,das vom Himmel herabkommt.Wer davon isst, wird nicht sterben.51Ich bin das Lebensbrot,das vom Himmel herabgekommen ist.Wenn jemand von diesem Brot isst,wird er das ewige Leben6,51 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. haben.Das Brot, das ich geben werde, ist mein Leib.Ich gebe ihn hin, um dieser Welt das Leben zu schenken.«

Leib und Blut des Menschensohnes sind das Brot des Lebens

52Das löste Streit unter den jüdischen Zuhörern6,52 jüdische Zuhörer: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. aus,und sie fragten: »Wie kann dieser Mensch uns dennseinen Leib zu essen geben?«53Jesus6,53 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete:»Amen6,53 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch6,53 das sage ich euch: Die folgenden Worte spielen auf die Worte an, die beim Abendmahl gesprochen werden. Es erinnert an das Abschiedsmahl, das Jesus mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod am Kreuz feierte; vgl. Lukas 22,14-20.:Wenn ihr den Leib des Menschensohnes6,53 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. nicht esstund sein Blut nicht trinkt,habt ihr das Leben nicht in euch.54Wer meinen Leib isst und mein Blut trinkt,erhält das ewige Leben6,54 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..Und am letzten Tag6,54 letzter Tag: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. werde ich ihn vom Tod erwecken6,54 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..55Denn mein Leib ist die wahre Nahrung.Und mein Blut ist der wahre Trank.56Wer meinen Leib isst und mein Blut trinkt,bleibt mit mir verbunden und ich mit ihm.57Der Vater6,57 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott., von dem das Leben kommt, hat mich gesandt.Ich lebe durch den Vater.Genauso werden alle, die mich essen, durch mich leben.58Dies ist das Brot, das vom Himmel herabkommt!Es ist nicht wie das Brot,das unsere Vorfahren gegessen haben.Sie sind gestorben.Aber wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben.«59Das sagte Jesus,als er in der Synagoge6,59 Synagoge: Das Wort bezeichnet sowohl das Synagogengebäude als auch die Versammlung der jüdischen Gemeinde. von Kapernaum6,59 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret. lehrte.

Viele Jünger wenden sich von Jesus ab

60Nachdem sie diese Rede gehört hatten,sagten viele Jünger6,60 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. von Jesus6,60 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Das war eine unerträgliche Rede!Wer kann sich so etwas anhören?«61Jesus war sich darüber im Klaren,dass seine Jünger empört waren.Er sagte zu ihnen: »Daran nehmt ihr Anstoß?62Was werdet ihr dann erst tun, wenn ihr seht:Der Menschensohn6,62 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. steigt zum Himmel hinauf –dorthin, wo er vorher war?63Der Geist6,63 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. macht lebendig.Der Leib nützt gar nichts.Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe,sind Geist und schenken wahres Leben6,63 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm..64Aber unter euch gibt es einige, die nicht glauben6,64 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.Jesus wusste nämlich von Anfang an,wer von ihnen nicht glaubte,und auch, wer ihn verraten würde.65Und er fügte hinzu: »Deshalb habe ich euch gesagt:›Niemand kann zu mir kommen,wenn es der Vater6,65 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. ihm nicht möglich macht.‹«66Von da an wandten sich viele seiner Jünger von ihm abund zogen nicht länger mit ihm umher.

Die Zwölf halten an Jesus fest

Matthäus 16,13-17; Markus 8,27-30; Lukas 9,18-21
67Da fragte Jesus6,67 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. die Zwölf6,67 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren.: »Wollt ihr etwa auch weggehen?«68Simon Petrus6,68 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. antwortete: »Herr6,68 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.,zu wem sollten wir denn gehen?Du sprichst Worte, die ewiges Leben6,68 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. schenken.69Wir glauben6,69 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. und haben erkannt:Du bist der Heilige Gottes!«70Jesus erwiderte:»Habe ich nicht selbst euch Zwölf ausgewählt?Und doch ist einer von euch ein Teufel6,70 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.71Er meinte Judas, den Sohn von Simon Iskariot,denn der sollte ihn später ausliefern6,71 später ausliefern: Von der Auslieferung von Jesus an die jüdischen Behörden erzählt Johannes 18,1-14..Er war einer von den Zwölf.