BasisBibel (BB)
2

Die Hochzeit in Kana

21Am dritten Tagfand in Kana2,1 Kana: Stadt im Bergland von Galiläa. Von Kana nach Jerusalem waren es etwa 160 km Fußweg. in Galiläa2,1 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. eine Hochzeit statt.Auch die Mutter von Jesus2,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nahm daran teil.2Jesus und seine Jünger2,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. waren ebenfallszur Hochzeitsfeier eingeladen.3Während des Festes ging der Wein aus.Da sagte die Mutter von Jesus zu ihm:»Sie haben keinen Wein mehr!«4Jesus antwortete: »Was willst du von mir, Frau?Meine Stunde2,4 meine Stunde: Der Zeitpunkt, an dem deutlich wird, dass Jesus als Sohn Gottes in diese Welt gesandt ist, um die Menschen zu erlösen. Dies zeigt sich in seinem Tod am Kreuz, in dem Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen ihren Höhepunkt erreicht. ist noch nicht gekommen.«5Doch seine Mutter sagte zu den Dienern2,5 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten.:»Tut alles, was er euch sagt!«

6Es gab dort sechs große Wasserkrüge aus Stein.Die Juden benötigten sie, um sich zu reinigen2,6 Reinigung, sich reinigen: Religiöse Handlung, mit der Menschen und Dinge dafür vorbereitet werden, in der Nähe Gottes zu sein..Jeder Krug fasste etwa 100 Liter2,6 100 Liter: Wörtlich »zwei oder drei Metreten«. Ein Metretes ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst 40 l. In jeden Krug passen also 80–120 l Wasser..7Jesus2,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu den Dienern2,7 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten.:»Füllt die Krüge mit Wasser.«Die füllten sie bis zum Rand.8Dann sagte er zu ihnen:»Schöpft jetzt etwas heraus und bringt es dem,der für das Festessen verantwortlich ist.«Sie brachten es ihm.9Als der Mann einen Schluck davon trank,war das Wasser zu Wein geworden.Er wusste natürlich nicht, woher der Wein kam.Aber die Diener, die das Wasser geschöpft hatten,wussten Bescheid.Da rief er den Bräutigam zu sich10und sagte zu ihm:»Jeder andere schenkt zuerst den guten Wein aus.Und wenn die Gäste dann betrunken sind,folgt der weniger gute.Du hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.«

11Das war das erste Zeichen2,11 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt..Jesus2,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. vollbrachte es in Kana2,11 Kana: Stadt im Bergland von Galiläa. Von Kana nach Jerusalem waren es etwa 160 km Fußweg. in Galiläa2,11 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene..Er offenbarte damit seine Herrlichkeit2,11 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor.und seine Jünger2,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. glaubten an ihn.12Danach ging Jesus nach Kapernaum2,12 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..Seine Mutter, seine Brüderund seine Jünger begleiteten ihn.Dort blieben sie einige Tage.

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Matthäus 21,12-13; Markus 11,15-17; Lukas 19,45-46
13Das Passafest2,13 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. der Juden stand kurz bevor.Da ging Jesus2,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nach Jerusalem2,13 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..14Im Tempel2,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. traf er auf Händler,die Rinder, Schafe und Tauben verkauften.Auch Geldwechsler2,14 Geldwechsler: Bei ihnen konnten ausländische Währungen in den tyrischen Halb-Schekel gewechselt werden, mit dem die Tempelsteuer bezahlt wurde. saßen dort.15Da machte Jesus sich aus Stricken eine Peitscheund jagte sie alle aus dem Tempel hinaus –samt ihren Schafen und Rindern.Die Münzen der Geldwechslerschleuderte er auf den Bodenund stieß ihre Tische um.16Zu den Taubenhändlern sagte er:»Schafft das weg von hier!Macht das Haus meines Vatersnicht zu einer Markthalle!«17Seine Jünger2,17 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. erinnerten sich daran,dass in der Heiligen Schrift steht2,17 in der Heiligen Schrift steht: Zitat aus Psalm 69,10.:»Der Einsatz für dein Haus wird mich aufreiben!«

18Da fragten ihn die Vertreter der jüdischen Behörden2,18 Vertreter der jüdischen Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.:»Mit was für einem Zeichen2,18 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. kannst du uns beweisen,dass du so etwas tun darfst?«19Jesus2,19 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete: »Reißt diesen Tempel2,19 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. ab,und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufbauen.«20Da sagten die Juden:»An diesem Tempel hat man 46 Jahre lang gebaut.Und du willst ihn in drei Tagen wieder aufbauen?«21Jesus hatte aber mit dem Tempel seinen Leib gemeint.22Als er von den Toten auferstanden2,22 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. war,erinnerten sich seine Jünger2,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten., dass er das gesagt hatte.Sie glaubten der Heiligen Schrift2,22 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden.und dem, was Jesus ihnen gesagt hatte.

23Während des Passafests2,23 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13.hielt Jesus2,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sich dann in Jerusalem2,23 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. auf.Viele Menschen glaubten an ihn,denn sie sahen die Zeichen2,23 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt., die er vollbrachte.24Aber Jesus vertraute sich den Menschen nicht an.Denn er durchschaute sie alle.25Er hatte es auch nicht nötig,dass ihm jemand Auskunft über die Menschen gab.Denn er selbst kannte das Innerste der Menschen genau.
3

Jesus redet mit Nikodemus

Johannes 3,1-21

Neu geboren werden durch den Geist

31Unter den Pharisäern3,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. gab es einen,der Nikodemus hieß.Er war einer der führenden Männer des jüdischen Volkes3,1 jüdischen Volkes: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten..2Eines Nachts ging er zu Jesus3,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. und sagte zu ihm:»Rabbi3,2 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer., wir wissen:Du bist ein Lehrer3,2 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., den Gott uns geschickt hat.Denn keiner kann solche Zeichen3,2 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. tun,wie du sie vollbringst, wenn Gott nicht mit ihm ist.«3Jesus antwortete: »Amen3,3 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich dir:Nur wenn jemand neu geboren wird,kann er das Reich Gottes3,3 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. sehen.«4Darauf sagte Nikodemus zu ihm:»Wie kann denn ein Mensch geboren3,4 geboren: Nikodemus versteht die Worte von Jesus wörtlich. Für Jesus ist das jedoch ein Bild dafür, dass jemand das Leben ganz neu beginnen kann. werden,der schon alt ist?Man kann doch nicht in den Mutterleib zurückkehrenund ein zweites Mal geboren werden!«5Jesus antwortete: »Amen, amen, das sage ich dir:Nur wenn jemand aus Wasser3,5 Wasser: Bild für die Taufe, bei der zeichenhaft Schuld und Sünde abgewaschen werden. Damit wird alles weggenommen, was die Beziehung zwischen dem Getauften und Gott stört. und Geist3,5 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. geboren wird,kann er in das Reich Gottes hineinkommen.6Was von Menschen geboren wird, ist ein Menschenkind.Was vom Geist geboren wird, ist ein Kind des Geistes.7Wundere dich also nicht, dass ich dir gesagt habe:›Ihr müsst von oben her neu geboren werden.‹8Auch der Wind3,8 Wind: Das griechische Wort bezeichnet sowohl den Wind als auch den Geist Gottes. weht, wo er will.Du hörst sein Rauschen.Aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht.Genauso ist es mit jedem, der vom Geist geboren wird.«

9Nikodemus fragte Jesus3,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. noch einmal:»Wie kann das geschehen?«10Jesus antwortete:»Du bist Lehrer3,10 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. Israels3,10 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. und verstehst das nicht?11Amen3,11 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich dir:Das, was wir wissen, davon reden wir.Und das, was wir gesehen haben, das bezeugen wir.Aber das, was wir bezeugen, nehmt ihr nicht an.12Ihr glaubt mir schon nicht,wenn ich zu euch von weltlichen Dingen spreche.Wie werdet ihr mir dann glauben,wenn ich zu euch von himmlischen Dingen rede?«

Wer an Jesus glaubt, hat das ewige Leben

13»Nur einer ist in den Himmel3,13 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. hinaufgestiegen.Es ist der, der auch vom Himmel herabgekommen ist:der Menschensohn3,13 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde..14Es ist wie damals3,14 wie damals: 4. Mose/Numeri 21,4-9 erzählt vom Ungehorsam der Israeliten gegenüber Gott und ihrer Rettung, weil sie ihr Fehlverhalten einsehen und zu Gott beten. bei Mose3,14 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote.,als er in der Wüste3,14 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35.den Pfahl mit der Schlange aufgerichtet hat.So muss auch der Menschensohn erhöht3,14 erhöhen: In 4. Mose/Numeri 21,9 wird erzählt, dass Mose eine Schlange aus Bronze auf ein Feldzeichen steckt und die Israeliten damit rettet. Jesus, der gekommen ist, um die ganze Welt zu retten, wird am Ende seines Lebens am Kreuz in die Höhe gehoben. werden,15damit jeder, der an ihn glaubt,das ewige Leben3,15 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. hat.16Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt,dass er seinen einzigen Sohn3,16 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. für sie hingab.Jeder, der an ihn glaubt, soll nicht verloren gehen,sondern das ewige Leben haben.17Gott hat den Sohn nicht in die Welt gesandt,damit er sie verurteilt3,17 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..Vielmehr soll er die Welt retten.18Wer an ihn glaubt, wird nicht verurteilt.Wer aber nicht glaubt, ist schon verurteilt.Denn er hat nicht an den geglaubt,der Gottes einziger Sohn ist.

19So geschieht die Verurteilung:Das Licht3,19 Licht: Bild für das Leben, das Jesus Christus als Licht der Welt schenkt. Durch ihn erhalten die Menschen das ewige Leben in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott. ist in die Welt gekommen.Aber die Menschen liebten die Finsternismehr als das Licht.Denn ihr ganzes Tun war böse.20Jeder, der Böses tut, hasst das Licht.Er tritt nicht ins Licht,damit seine Taten nicht herauskommen.21Wer sich bei dem, was er tut,nach der Wahrheit3,21 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. richtet, tritt ins Licht.Seine Taten sollen bekannt werden,denn Gott selbst bestimmt sein Handeln.«

Jesus und Johannes der Täufer

Johannes 3,22-36

Die Menschen streiten, welche Taufe wirksamer ist

22Bald darauf ging Jesus3,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. mit seinen Jünger3,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.in das judäische Land3,22 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum..Er blieb mit ihnen dort und taufte3,22 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde..23Auch Johannes3,23 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. taufte in Änonin der Nähe von Salim,denn dort gab es zahlreiche Quellen.Die Menschen kamen und ließen sich taufen.24Johannes war nämlich noch nichtins Gefängnis geworfen worden.

25Da gerieten die Jünger3,25 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. des Johannes3,25 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.mit einem Juden3,25 Juden: Im Johannesevangelium sind damit unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. in Streitüber die Reinigung von Schuld3,25 Reinigung von Schuld: Gemeint ist die Taufe als Zeichen für das Abwaschen von Schuld..26Sie gingen zu Johannes und sagten zu ihm:»Rabbi3,26 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer., da war ein Mann bei dirauf der anderen Seite des Jordan3,26 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt..Du selbst hast seine Bedeutung bezeugt.Der tauft jetzt auch, und alle gehen zu ihm hin!«27Johannes antwortete:»Kein Mensch kann sich irgendetwas nehmen,wenn es ihm nicht vom Himmel3,27 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. gegeben ist.28Ihr selbst könnt bezeugen, dass ich gesagt habe3,28 ich gesagt habe: Johannes verweist auf ein Gespräch, das in Johannes 1,19-28 erzählt wird.:›Ich bin nicht der Christus3,28 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus..‹Vielmehr habe ich gesagt:›Ich bin vor ihm her gesandt.‹29Nur wer die Braut heiratet, ist der Bräutigam.Der Freund des Bräutigams steht dabei.Er hört den Bräutigam vor Freude jubelnund freut sich mit.Genau solche Freude erfüllt mich jetzt.30Seine Bedeutung wird zunehmen,aber meine wird abnehmen.«

Johannes bezeugt, dass Jesus der Sohn Gottes ist

31»Wer von oben kommt, steht über allen.Wer dagegen von der Erde stammt,gehört zur Erde und spricht aus weltlicher Sicht.Er, der vom Himmel3,31 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. kommt, steht über allen.32Was er dort gesehen und gehört hat,dafür tritt er hier als Zeuge auf.Aber niemand glaubt seiner Zeugenaussage.33Wer auf das hört, was er bezeugt, bestätigt:Was Gott sagt, das ist wahr.34Der, den Gott gesandt hat, spricht die Worte Gottes.Denn Gott gibt ihm den Geist3,34 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. in seiner ganzen Fülle.35Der Vater liebt den Sohn3,35 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet.und hat alles in seine Hand gelegt.36Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben3,36 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..Wer aber nicht auf den Sohn hört,wird das Leben nicht sehen.Dem Zorn Gottes3,36 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. entgeht er nicht.«
4

Jesus und die Samariterin

Johannes 4,1-42

Jesus bittet eine Samariterin um Wasser

41Die Pharisäer4,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. hörten, dass Jesus4,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.mehr Menschen zu Jüngern4,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. machteund taufte4,1 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld und Sünde. als Johannes4,1 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor..2– Allerdings taufte Jesus nicht selbst,sondern seine Jünger. –3Als Jesus das erfuhr4,3 als Jesus das erfuhr: Die Worte gehören im Griechischen zu Vers 1., verließ er Judäa4,3 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.und kehrte wieder nach Galiläa4,3 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. zurück.4Dabei musste er das Gebiet durchqueren,in dem die Samariter4,4 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität. lebten.5Unterwegs kam er nach Sychar4,5 Sychar: Ortschaft in der römischen Provinz Samaria, am Fuß des Berges Garizim., einem Ort in Samarien.In seiner Nähe liegt das Grundstück,das Jakob4,5 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. einst4,5 einst: In 1. Mose/Genesis 48,12-22 wird erzählt, dass der Stammvater Jakob seinem Sohn Josef ein Stück Land vererbt. seinem Sohn Josef vererbt hatte.6Dort befand sich der Jakobsbrunnen.Jesus4,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war müde von dem langen Wegund setzte sich an den Brunnen.Es war um die sechste Stunde4,6 sechste Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die sechste Stunde ist mittags, etwa um 12.00 Uhr..7Da kam eine Samariterin, um Wasser zu schöpfen.Jesus bat sie: »Gib mir etwas zu trinken.«8Seine Jünger4,8 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. waren nämlich in den Ort gegangen,um etwas zum Essen zu kaufen.9Da sagte die Samariterin zu ihm:»Du bist ein Jude, und ich bin eine Samariterin.Wie kannst du mich um etwas zu trinken bitten?«Denn die Juden vermeiden jeden Umgang mit Samaritern.

Von Jesus kommt das Wasser des Lebens

10Jesus4,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete: »Wenn du wüsstest,was für ein Geschenk Gott den Menschen machtund wer dich hier bittet: ›Gib mir etwas zu trinken‹! –dann würdest du ihn bitten,und er würde dir lebendiges Wasser4,10 lebendiges Wasser: Der griechische Begriff bezeichnet Quellwasser im Unterschied zu Wasser aus einer Zisterne. In Johannes 7,37-39 ist »lebendiges Wasser« ein Bild für den Heiligen Geist, durch den Gott in der Welt wirkt. geben!«11Die Frau erwiderte:»Herr, du hast nichts, um Wasser zu schöpfen,und der Brunnen ist tief.Woher hast du denn dieses lebendige Wasser?12Bist du etwa mehr als unser Stammvater Jakob4,12 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14.?Er hat uns diesen Brunnen hinterlassen.Er selbst hat daraus getrunken,ebenso seine Söhne und sein Vieh.«13Darauf antwortete Jesus:»Wer von diesem Wasser hier trinkt,wird wieder Durst bekommen.14Aber wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe,wird nie wieder Durst haben.Denn das Wasser, das ich ihm geben werde,wird in ihm zu einer Quelle werden:Ihr Wasser fließt und fließt – bis ins ewige Leben4,14 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod.15Da bat ihn die Frau:»Herr, gib mir dieses Wasser!Dann habe ich nie mehr Durstund muss nicht mehr herkommen, um Wasser zu schöpfen.«

Wie Gott angebetet werden soll

16Jesus4,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu ihr:»Geh, ruf deinen Mann und bring ihn her!«17Da antwortete die Frau: »Ich habe keinen Mann.«Jesus sagte zu ihr:»Es stimmt, wenn du sagst: ›Ich habe keinen Mann.‹18Denn fünfmal warst du verheiratet,und der, mit dem du jetzt zusammen bist,ist nicht dein Mann.Da hast du die Wahrheit gesagt.«

19Da sagte die Frau:»Herr, ich sehe: Du bist ein Prophet4,19 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.!20Unsere Vorfahren haben Gott auf dem Berg4,20 der Berg: Auf dem Berg Garizim stand bis 110 v. Chr. der Tempel, in dem die Samariter Gott verehrten. 5. Mose/Deuteronomium 27,11-12 erzählt, dass Mose die Stämme Israels vor dem Einzug in das verheißene Land vom Garizim aus segnen lässt. dort verehrt.Aber ihr behauptet,dass sich in Jerusalem der richtige Ort4,20 der richtige Ort: Für die Mehrheit der jüdischen Glaubensgruppen zur Zeit von Jesus war Jerusalem der einzige Ort, an dem man Gott in einem Tempel verehren durfte. befindet,um Gott zu verehren!«21Da antwortete Jesus4,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Glaub mir, Frau: Es kommt die Stunde,in der ihr den Vater4,21 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. weder auf diesem Bergnoch in Jerusalem verehren werdet.22Ihr Samariter4,22 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität. betet Gott an und kennt ihn nicht.Wir beten Gott an und kennen ihn.Denn die Rettung für alle Menschenkommt von dem jüdischen Volk4,22 jüdisches Volk: Bezeichnung für das Volk Israel, mit dem Gott am Berg Sinai einen Bund geschlossen hat..23Aber es kommt die Stunde, ja, sie ist schon da!Dann werden die Menschen, die Gott wirklich verehren,den Vater anbeten.Dabei werden sie von Gottes Geist4,23 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt.und von Gottes Wahrheit4,23 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. erfüllt sein.Denn der Vater sucht Menschen, die ihn so anbeten.24Gott selbst ist Geist – und wer ihn anbetet,muss vom Geist und von der Wahrheit erfüllt sein.«

25Da sagte die Frau zu ihm:»Ich weiß, dass der Messias kommt.Man nennt ihn auch Christus4,25 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.den Gesalbten4,25 der Gesalbte: Übersetzung des aus dem Hebräischen stammenden »Messias« und des aus dem Griechischen stammenden »Christus«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt..Wenn der kommt,wird er uns über all das Auskunft geben.«26Jesus4,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete:»Ich bin es. Ich, der mit dir spricht.«

27In diesem Augenblick kamen seine Jünger4,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zurück.Sie wunderten sich, dass Jesus4,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. mit einer Frau4,27 Frau: In der von Männern geprägten Welt der Antike war es für einen Mann nicht üblich, sich in der Öffentlichkeit länger mit einer Frau zu unterhalten. redete.Aber keiner fragte ihn: »Was willst du von ihr?«,oder: »Worüber redest du mit ihr?«28Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen,lief in den Ort und sagte zu den Leuten:29»Kommt und schaut euch das an!Da ist ein Mensch,der hat mir alles gesagt, was ich getan habe.Ist er vielleicht der Christus4,29 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus.30Da liefen die Leute aus dem Ort zu Jesus hin.

Jesus lebt von einer besonderen Nahrung

31Inzwischen drängten ihn die Jünger4,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Rabbi4,31 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer., iss etwas!«32Aber Jesus4,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sagte zu ihnen:»Ich lebe von einer Nahrung, die ihr nicht kennt.«33Da fragten die Jünger einander:»Hat jemand ihm zu essen gebracht?«34Jesus sagte zu ihnen: »Es ist meine Nahrung,dass ich Gottes Willen erfülle und sein Werk vollende.Damit hat mich Gott beauftragt.35Sagt ihr nicht auch: ›In vier Monaten ist Erntezeit4,35 Erntezeit: Die Getreideernte fand in der Zeit von April bis Juni statt. Im übertragenen Sinn ist die Ernte ein Bild für das Gericht Gottes, bei dem Gott als Herrscher über die ganze Welt am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht.‹?Ich sage euch: Macht die Augen aufund schaut euch die Felder an.Sie sind schon reif für die Ernte4,35 Ernte: Tätigkeit, die in einem bestimmten Zeitraum erledigt werden muss. Im übertragenen Sinn ist die Ernte hier ein Bild für das Gericht Gottes, bei dem Gott als Herrscher über die ganze Welt am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht..36Wer die Ernte einbringt, erhält seinen Lohn:Er sammelt die Frucht für das ewige Leben4,36 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..So freut sich der, der sät,zusammen mit dem, der erntet.37In diesem Fall trifft das Sprichwort zu:›Einer sät und ein anderer erntet.‹38Denn ich habe euch ausgesandt,um dort zu ernten, wo ihr nicht gearbeitet habt.Andere haben sich abgemüht,und ihr erntet die Frucht ihrer Arbeit.«

Viele Samariter kommen zum Glauben an Jesus

39Viele Samariter4,39 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität. aus dem Ortkamen wegen der Worte der Frau zum Glauben an Jesus4,39 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa..Denn sie hatte bezeugt:»Er weiß alles, was ich getan habe.«40Als nun die Samariter zu Jesus kamen,baten sie ihn: »Bleibe bei uns!«So blieb er zwei Tage dort.41Da kamen wegen seiner Wortenoch viel mehr Menschen zum Glauben an Jesus.42Sie sagten zu der Frau:»Wir glauben nicht wegen deiner Erzählung,sondern weil wir ihn selbst gehört haben.Jetzt wissen wir: Er ist wirklich der Retter der Welt4,42 Retter der Welt: Titel für Jesus Christus, in dem die Hoffnung der Menschen auf Hilfe in allen Nöten des Lebens erfüllt ist.

Jesus heilt zwei Menschen

Johannes 4,43–5,47

Jesus heilt den Sohn eines königlichen Beamten

Matthäus 8,5-13; Lukas 7,1-10
43Nach den zwei Tagenbrach Jesus4,43 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. von Sychar4,43 Sychar: Ortschaft in der römischen Provinz Samaria, am Fuß des Berges Garizim. nach Galiläa4,43 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. auf.44Er selbst hatte ausdrücklich erklärt:»Ein Prophet4,44 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. gilt nichts in seiner Heimat.«45Als er nun nach Galiläa kam,nahmen ihn die Galiläer freundlich auf.Sie hatten alles miterlebt,was er während des Passafests4,45 während des Passafests: Während des Passafests hielt Jesus sich in Jerusalem auf, vgl. Johannes 2,13–3,21. in Jerusalem getan hatte.Denn sie waren auch dort gewesen.

46Jesus4,46 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. kam wieder nach Kana4,46 Kana: Stadt im Bergland von Galiläa. Von Kana nach Jerusalem waren es etwa 160 km Fußweg. in Galiläa,wo er das Wasser zu Wein gemacht4,46 Wasser zu Wein gemacht: Johannes 2,1-12 erzählt von der Hochzeit zu Kana, auf der Jesus dieses Wunder wirkt. hatte.Da gab es einen königlichen Beamten,dessen Sohn lag schwer krank in Kapernaum4,46 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret..47Der Beamte hörte,dass Jesus aus Judäa4,47 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. nach Galiläa4,47 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. gekommen war.Da ging er zu ihm und bat:»Komm nach Kapernaumund mache meinen Sohn gesund.Er liegt im Sterben.«48Jesus sagte zu ihm:»Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder4,48 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. seht,glaubt ihr nicht.«49Der königliche Beamte erwiderte:»Herr, bitte komm, bevor mein Kind stirbt.«50Jesus sagte zu ihm:»Geh ruhig nach Hause! Dein Sohn lebt!«Der Mann glaubte dem Wort,das Jesus ihm gesagt hatte, und ging.51Unterwegs kamen ihm schon seine Diener4,51 Diener: Menschen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. entgegen.Sie riefen: »Dein Kind lebt!«52Der Mann erkundigte sich,seit wann es dem Jungen besser ging.Sie berichteten ihm: »Gestern um die siebte Stunde4,52 siebte Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die siebte Stunde ist mittags, etwa um 13.00 Uhr.hat das Fieber aufgehört.«53Da erkannte der Vater: Das war genau zu der Stunde,in der Jesus zu ihm gesagt hatte: »Dein Sohn lebt!«Er kam zum Glauben4,53 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. und mit ihm alle,die in seinem Haus lebten.

54Das war bereits das zweite Zeichen4,54 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt.,das Jesus4,54 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. vollbrachte.Es geschah, als er von Judäa4,54 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. nach Galiläa4,54 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. zurückkam.