Jesus ist der wahre Weinstock
»Ich bin der wahre Weinstock.
Mein Vater ist der Weinbauer.
Er entfernt jede Rebe an mir, die keine Frucht trägt.
Und er reinigt jede Rebe, die Frucht trägt,
damit sie noch mehr Frucht bringt.
Ihr seid schon rein geworden durch das Wort,
das ich euch verkündet habe.
Bleibt mit mir verbunden,
dann bleibe ich mit euch verbunden.
Eine Rebe kann aus sich selbst heraus
keine Frucht tragen.
Dazu muss sie mit dem Weinstock verbunden bleiben.
So könnt auch ihr keine Frucht tragen,
wenn ihr nicht mit mir verbunden bleibt.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.
Wer mit mir verbunden bleibt so wie ich mit ihm,
bringt reiche Frucht.
Denn ohne mich könnt ihr nichts erreichen.
Wer nicht mit mir verbunden bleibt,
wird weggeworfen wie eine unfruchtbare Rebe
und vertrocknet.
Man sammelt die vertrockneten Reben ein
und wirft sie ins Feuer, wo sie verbrennen.
Wenn ihr mit mir verbunden bleibt
und meine Worte in euch bewahrt, dann gilt:
Ihr dürft bitten, was immer ihr wollt –
und eure Bitte wird erfüllt werden.
Die Herrlichkeit meines Vaters wird darin sichtbar,
dass ihr viel Frucht bringt
und euch als meine Jünger erweist.«
An der Liebe festhalten
»Wie der Vater mich liebt, so liebe ich euch.
Haltet an meiner Liebe fest!
Ihr haltet an meiner Liebe fest,
wenn ihr meine Gebote befolgt.
Ich befolge ja auch die Gebote meines Vaters
und halte so an seiner Liebe fest.
Das habe ich zu euch gesagt,
damit meine Freude euch ansteckt.
Die Freude wird euch ganz und gar erfüllen!
Das ist mein Gebot:
Ihr sollt einander lieben –
so wie ich euch geliebt habe.
Niemand liebt mehr als einer,
der sein Leben für seine Freunde einsetzt.
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr mein Gebot befolgt.
Ich bezeichne euch nicht mehr als Diener.
Ein Diener weiß nicht, was sein Herr tut.
Vielmehr nenne ich euch Freunde.
Denn ich habe euch alles anvertraut,
was ich von meinem Vater gehört habe.
Nicht ihr habt mich ausgewählt,
sondern ich habe euch ausgewählt.
Ich habe euch dazu bestimmt,
dass ihr hinausgeht und reiche Frucht bringt.
Eure Frucht wird Bestand haben:
Alles, worum ihr den Vater in meinem Namen bittet,
das wird er euch geben.
Das ist mein Gebot für euch:
Ihr sollt einander lieben!«
Der Hass der Welt
»Wenn diese Welt euch hasst, dann denkt daran:
Mich hat sie schon vor euch gehasst.
Wenn ihr zu dieser Welt gehören würdet,
würde diese Welt euch als ihr Eigentum lieben.
Ihr gehört aber nicht zu dieser Welt,
sondern ich habe euch aus dieser Welt heraus erwählt.
Deshalb hasst euch diese Welt.
Erinnert euch an das Wort,
das ich zu euch gesagt habe:
›Kein Diener ist bedeutender als sein Herr.‹
Wenn sie mich verfolgt haben,
werden sie auch euch verfolgen.
Wenn sie sich nach meinem Wort gerichtet haben,
werden sie sich auch nach eurem Wort richten.
Das alles werden sie euch antun,
weil ihr euch zu mir bekennt.
Denn sie kennen den nicht, der mich beauftragt hat.
Sie hätten keine Schuld, wenn ich nicht gekommen wäre
und zu ihnen gesprochen hätte.
So aber haben sie keine Ausrede für ihre Schuld.
Wer mich hasst, hasst auch meinen Vater.
Sie hätten auch keine Schuld,
wenn ich nicht bei ihnen Taten vollbracht hätte,
die kein anderer je getan hat.
Jetzt aber haben sie alles gesehen,
und trotzdem hassen sie mich und auch meinen Vater.
Aber so soll das Wort in Erfüllung gehen,
das in ihrem Gesetz steht:
›Sie hassten mich ohne jeden Grund.‹
Wenn der Beistand kommt,
den ich euch vom Vater her sende,
wird er mein Zeuge sein.
Er ist der Geist der Wahrheit,
der vom Vater kommt.
Auch ihr werdet als Zeugen für mich auftreten,
denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen.