BasisBibel (BB)
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Das neue Jerusalem und die Heimkehr aus der Verbannung

621Wenn es um Zion62,1 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. geht, kann ich nicht schweigen.Wenn es um Jerusalem62,1 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört. geht, kann ich nicht still sein.Ich rufe, bis du im Glanz der Gerechtigkeit erstrahlstund Rettung aufleuchtet wie eine Fackel.2Dann sehen die Völker deine Gerechtigkeitund alle Könige deine herrliche Pracht.Man ruft dich mit einem neuen Namen,den der Herr62,2 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. selbst für dich bestimmt.3Du wirst eine prächtige Krone sein,ein königlicher Stirnreif,den der Herr in seiner Hand hält.4Dann sagt man nicht mehr »die Verlassene« zu dirund zu deinem Land »die Vereinsamte«.Nein, man nennt dich »Gottes Liebste«und dein Land »Verheiratete«.Denn der Herr wendet dir seine Liebe zu,und dein Land ist mit ihm verheiratet.5Wie ein junger Mann ein Mädchen heiratet,so heiratet dich der Gott, der dich wieder aufbaut.Wie der Bräutigam Freude an seiner Braut hat,so freut sich dein Gott an dir.

6Jerusalem62,6 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört., ich habe Wächter auf deine Mauern gestellt.Weder bei Tag noch bei Nacht sollen sie still sein,sondern den Herrn an dich erinnern.Ihr Wächter, gönnt euch keine Ruhe!7Lasst auch Gott keine Ruhe,bis er Jerusalem wieder herstelltund alle Welt es dafür rühmt.

8Der Herr hat die Hand erhoben und geschworen,wie es in seiner Macht steht:Ich lasse nicht noch einmal zu,dass Feinde dein Getreide verzehren.Nie mehr werden Fremde den Wein trinken,für den du so hart gearbeitet hast.9Wer das Getreide erntet, soll auch das Brot essenund den Herrn dafür preisen.Wer die Trauben liest, soll auch den Wein trinkenin den Höfen62,9 Höfe: Der Tempel in Jerusalem war von einem inneren und einem äußeren Vorhof umgeben. meines Heiligtums.

10Zieht hinaus, zieht hinaus durch die Stadttore!Bahnt dem Volk, das heimkehrt, den Weg!Schüttet eine Straße62,10 Straße: Wie in Jesaja 40,3 ist an eine Verbindungsstraße zwischen Babylon und Jerusalem gedacht, auf der die Juden aus der Verbannung in Babylonien zurückkehren können. auf, räumt die Steine beiseite!Stellt ein Feldzeichen62,10 Feldzeichen: Eine militärische Signalstange, die den Truppen Marschrichtung und Sammelplatz anzeigt. auf,das die Völker sehen können!11Bis ans Ende der Erde lässt der Herr ausrufen:»Sagt der Tochter Zion62,11 Tochter Zion: Poetische Bezeichnung für die Stadt Jerusalem.: Deine Rettung kommt.Der Herr bringt den Lohn für seine Mühe mit:Das Volk, das er befreit hat, zieht vor ihm her.«12Dann nennt man sie »das heilige62,12 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Volk«,»die Befreiten des Herrn«.Und du, Jerusalem62,12 Jerusalem: Hauptstadt und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David in Juda. 586 v. Chr. von den Babyloniern zerstört., heißt »die Begehrte«,»die Stadt, die nie mehr verlassen wird«.