BasisBibel (BB)
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Die gute Nachricht

611Der Geist Gottes61,1 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt., des Herrn61,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., ruht auf mir,denn der Herr hat mich gesalbt61,1 Salbung, salben: Handlung, die eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen..Er hat mich gesandt,den Armen gute Nachricht zu bringenund gebrochene Herzen zu heilen.Den Gefangenen soll ich zurufen,dass sie frei sind und ihre Fesseln gelöst werden.2Er hat mich gesandt, ein Jahr61,2 Jahr: Anspielung an das Jubeljahr, in dem Schulden erlassen und Sklaven freigelassen werden; vgl. 3. Mose/Levitikus 25,8-19. auszurufen,in dem der Herr Freiheit schenkt.Ich soll einen Tag61,2 Tag: Ein Tag des Gerichts, der Gerechtigkeit für die Armen bringt. ansagen,an dem Gott das Unrecht wiedergutmacht.Ich soll alle Trauernden trösten3und den Klagenden in Zion61,3 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. Freude bringen.Dann tragen sie einen Kopfschmuck,statt sich Asche aufs Haupt zu streuen61,3 Asche aufs Haupt streuen: Das Bedecken von Kopf und Körper mit Erde oder Asche gehört zu den Trauerbräuchen..Sie salben sich mit duftenden Ölen,statt Trauergewänder anzulegen.Wo Verzweiflung herrschte, erklingen Loblieder.Dann nennt man sie »Eichen der Gerechtigkeit«,»Garten des Herrn, der seine Herrlichkeit zeigt«.

4Dann bauen sie die Stätten wieder auf,die seit Langem in Trümmern liegen.Die zerstörten Wohnorte ihrer Vorfahrenstellen sie wieder her.Sie erneuern die verwüsteten Städte61,4 die verwüsteten Städte: Meint die Städte, die bei der Eroberung des Landes durch Nebukadnezzar 586 v. Chr. zerstört wurden.,die seit Generationen verödet waren.5Gott sagt zu ihnen:»Fremde stehen bereit, um eure Schafe zu weiden.Ausländer arbeiten für euch als Bauern und Winzer.6Ihr aber werdet ›Priester des Herrn‹ heißen,›Diener unseres Gottes‹ wird man euch nennen.Den Reichtum der Völker werdet ihr besitzenund stolz sein auf ihre herrlichen Schätze.«7Die Bewohner Zions61,7 Zion: Tempelberg von Jerusalem, aber auch Bezeichnung für die ganze Stadt. mussten doppelte Schande ertragen,sich verhöhnen und anspucken lassen.Darum werden sie doppelt so viel Land besitzenund für immer ihre Freude daran haben.8Denn ich, der Herr, liebe das Recht,aber Ausbeutung und Unrecht hasse ich.Ich halte ihnen die Treue und belohne sie.Ich schließe einen Bund61,8 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten. mit ihnen,der für immer besteht.9Ihre Kinder werden auf der ganzen Welt bekannt sein,ihre Nachkommen bei allen Völkern.Jeder, der sie sieht, wird erkennen:Sie sind das Volk, das der Herr gesegnet61,9 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen. Gott schenkt durch seinen Segen Leben, Kraft und Wohlergehen. hat.

Das Loblied der Gemeinde

10Ich will mich freuen über den Herrn61,10 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr..Aus vollem Herzen will ich jubeln über meinen Gott.Denn er umgibt mich mit seiner Hilfewie mit einem Kleid.Er hüllt mich in seine Gerechtigkeitwie in einen Mantel.Ich freue mich wie ein Bräutigam,der seinen Kopfschmuck61,10 Kopfschmuck: Es war üblich, dass auch der Bräutigam bei der Hochzeit einen festlichen Kopfschmuck trug. anlegt.Ich bin fröhlich wie eine Braut,die sich für die Hochzeit schmückt.11Denn wie die Erde Pflanzen hervorbringt,so lässt Gott, der Herr, Gerechtigkeit wachsen.Wie ein Garten den Samen aufgehen lässt,so macht Gott unseren Ruhm groß bei allen Völkern.