BasisBibel (BB)
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Leben, wie es Gott gefällt

41Weil Christus4,1 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. am eigenen Leib gelitten hat,müsst auch ihr euch seine Haltung aneignen.So seid ihr innerlich vorbereitet.Denn wer seinetwegen am eigenen Leib gelitten hat,der hat Ruhe vor der Sünde4,1 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann..2Dann gehorcht er für den Rest seines Lebensnicht mehr den menschlichen Begierden.Sondern er wird tun,was dem Willen Gottes entspricht.3In der Vergangenheit habt ihr lange genug getan,was Menschen tun, die Gott nicht kennen.Ihr habt ein Leben voller Zügellosigkeit geführtund euren Begierden nachgegeben.Ihr habt euch regelmäßig betrunken,habt Ess- und Trinkgelage abgehaltenund in schändlicher Weise Götzen4,3 Götze: Abfällige Bezeichnung für eine fremde Gottheit oder ihr Standbild. verehrt.4Jetzt wundern sich die Leute,dass ihr bei ihrem zügellosen Treibennicht mehr mitmacht.Sie lästern über euch.5Aber sie werden Rechenschaft ablegen müssen –vor dem, der schon bereitsteht, Gericht4,5 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. zu haltenüber die Lebenden und die Toten.6Dazu wurde auch den bereits Verstorbenendie Gute Nachricht4,6 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. verkündet.Sie werden zwar für ihre Taten verurteilt,wie es für Menschen angemessen ist.Aber durch den Geist Gottes4,6 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. sollen sie das Leben4,6 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. haben,so wie es dem Willen Gottes entspricht.

Gute Verwalter der Gaben Gottes

7Das Ende aller Dinge4,7 Ende aller Dinge: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. ist nahe.Seid besonnen und bewahrt einen klaren Kopf,damit ihr beten4,7 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. könnt.8Haltet vor allem mit Ausdaueran der Liebe zueinander fest!Denn die Liebe4,8 Denn die Liebe ...: Der Satz ist ein Zitat aus Sprichwörter 10,12. deckt viele Sünden4,8 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. zu.9Seid gastfreundlich untereinander,ohne euch zu beklagen.10Dient einander –jeder mit der Gabe, die er erhalten hat.So erweist ihr euch als gute Verwalter der Gnade4,10 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt.,die Gott vielfältig schenkt.11Wenn jemand in Gottes Auftrag redet,soll er nur das Wort Gottes4,11 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. weitergeben.Wenn jemand dient,soll er das aus der Kraft heraus tun, die Gott gibt.So soll in allem, was ihr sagt und tut,Gott durch Jesus Christus4,11 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. verherrlicht werden.Ihm gehören Herrlichkeit4,11 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. und Macht für immer und ewig.Amen4,11 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«.

Mit Christus leiden

12Meine Lieben! Wundert euch nicht darüber,dass ihr auf die Probe gestellt werdet.Das ist nichts Ungewöhnliches,auch wenn es wie ein Feuer über euch hereinbricht.13Freut euch vielmehr,dass ihr dadurch am Leiden von Christus4,13 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Anteil habt.Denn dann könnt ihr auch vor Freude jubeln,wenn seine Herrlichkeit4,13 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. offenbar wird.14Glückselig seid ihr, wenn ihr beschimpft werdet,weil ihr zu Christus gehört.Denn dann ruht der Geist der Herrlichkeit auf euch,das ist der Geist Gottes4,14 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt..15Es geht nicht darum, dass jemand leidet,weil er ein Mörder, Dieb oder Verbrecher ist –oder dass er etwas unterschlägt oder veruntreut.16Wenn er aber leidet, weil er Christ4,16 Christen: Bezeichnung für die Anhänger von Jesus Christus, die zunächst nur von Außenstehenden gebraucht wurde. ist,soll er sich nicht schämen.Vielmehr soll er damit Gott verherrlichen.17Denn die Zeit ist da,in der das Gericht Gottes4,17 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. beginnt –und zwar bei seinem eigenen Haus4,17 bei seinem eigenen Haus: In 1. Petrus 2,5 wird die Gemeinde selbst als Haus Gottes bezeichnet..Was bei uns geschieht, ist also nur der Anfang.Wie wird dann erst das Ende von denen aussehen,die die Gute Nachricht4,17 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Botschaft, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. von Gott nicht glauben?18So heißt es4,18 so heißt es: Das Zitat nimmt Worte aus Sprichwörter 11,31 auf.:»Der Gerechte4,18 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. wird nur mit Mühe gerettet.Wo werden dann aber die Frevler4,18 Frevler: Menschen, die Gottes Gebote missachten und ihre eigenen Interessen gewaltsam durchsetzen. und Sünder4,18 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. sein?«19Darum gilt für die,die nach dem Willen Gottes leiden:Sie sollen ihr Leben dem treuen Schöpfer4,19 Schöpfer: Von der Erschaffung der Welt durch Gott erzählt 1. Mose/Genesis 1,1–2,4. anvertrauenund dabei rechtschaffen sein.
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Briefschluss

1. Petrus 5,1-14

Leiten und Dienen in der Gemeinde

51Ich bin ein Gemeindeältesterund ein Zeuge für die Leiden von Christus5,1 Zeuge für die Leiden von Christus: Petrus, unter dessen Namen der Petrusbrief verfasst ist, war einer der Jünger, die Jesus begleiteten und denen er sich nach seiner Auferstehung zeigte; vgl. Lukas 22–24..Deshalb habe ich auch Anteil an der Herrlichkeit5,1 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor.,die bald offenbar werden wird.Nun ermahne ich die Gemeindeältesten5,1 Gemeindeälteste: Leitungsamt in frühchristlichen Gemeinden, das meistens von älteren Männern ausgeübt wurde. unter euch:2Leitet die euch anvertraute Gemeinde Gotteswie ein Hirte seine Herde!Achtet auf sie.Tut dies nicht aus Zwang, sondern freiwillig.Denn so gefällt es Gott.Handelt dabei nicht aus hässlicher Gewinnsucht,sondern tut das bereitwillig.3Spielt euch in eurer Gemeinde nicht als Herrscher auf,sondern seid Vorbilder für die Herde.4Wenn dann der oberste Hirte5,4 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. erscheint,werdet ihr den Siegeskranz5,4 Siegeskranz: Ein meist aus grünen Zweigen geflochtener Kranz. Er wurde dem Sieger nach einer Schlacht oder einem sportlichen Wettkampf wie eine Krone aufgesetzt. empfangen,dessen Herrlichkeit unvergänglich ist.

5Ebenso ermahne ich euch Jüngere:Ordnet euch den Gemeindeältesten5,5 Gemeindeälteste: Leitungsamt in frühchristlichen Gemeinden, das meistens von älteren Männern ausgeübt wurde. unter.Für euch alle gilt:Euer Umgang miteinander soll von Demut geprägt sein.Denn5,5 denn: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Sprichwörter 3,34. Gott stellt sich den Hochmütigen entgegen,aber den Bedürftigen schenkt er seine Gnade5,5 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt..6Beugt euch also demütig unter Gottes starke Hand.Dann wird er euch groß machen,wenn die Zeit dafür gekommen ist.7Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.

Abschließende Ermahnungen

8Bewahrt einen klaren Kopf, seid wachsam!Euer Feind, der Teufel5,8 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.,streift wie ein brüllender Löwe umher.Er sucht jemanden, den er verschlingen kann.9Leistet ihm Widerstand, indem ihr am Glauben5,9 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. festhaltet!Ihr wisst, dass eure Brüder und Schwestern5,9 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. in dieser Welt5,9 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte.die gleichen Leiden ertragen müssen.10Gott hat euch in seiner großen Gnade dazu berufen,an seiner ewigen Herrlichkeit5,10 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. teilzuhaben.In der Gemeinschaft mit Christus5,10 Jesus Christus: Der Name ist zugleich ein Bekenntnis. Wer Jesus als Christus anerkennt, glaubt an ihn als Retter und Erlöser der Welt. habt ihr Teil daran.Nur für eine kurze Zeit müsst ihr leiden.Dann wird er euch wieder aufrichten und stärken,euch Kraft verleihen und euch Halt geben.11Ihm gehört die Macht für immer und ewig. Amen5,11 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«.

Grüße und Segen

12Diesen kurzen Brief habe ich euchmithilfe von Silvanus geschrieben.Ich schätze ihn als einen treuen Bruder5,12 Bruder: Übliche Anrede unter Mitgliedern der Gemeinde..Mit dem Brief wollte ich euch ermutigen und bezeugen:Was ihr jetzt erlebt und ertragt, ist die wahre Gnade5,12 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. Gottes.An ihr sollt ihr festhalten.

13Es grüßt euch die Gemeinde in Babylon5,13 Babylon: Hauptstadt der Babylonier, die 586 v. Chr. Jerusalem zerstörten. Sie steht im Neuen Testament sinnbildlich für das Römische Reich. Menschen, die an Christus glaubten, sahen sich von dieser Großmacht verfolgt und unterdrückt.,die wie ihr zu den Erwählten gehört.Auch mein Sohn5,13 Sohn: Damals übliche Bezeichnung für einen engen Mitarbeiter oder Schüler. Markus lässt euch grüßen.14Grüßt euch untereinander mit dem Kuss,der eure geschwisterliche Liebe zueinander ausdrückt.Friede5,14 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. sei mit euch allen,die ihr zu Christus5,14 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. gehört!